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DE746918C - Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung feinkoerniger oder staubfoermiger Stoffe, insbesondere Brennstoffe - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung feinkoerniger oder staubfoermiger Stoffe, insbesondere Brennstoffe

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Publication number
DE746918C
DE746918C DEP74306D DEP0074306D DE746918C DE 746918 C DE746918 C DE 746918C DE P74306 D DEP74306 D DE P74306D DE P0074306 D DEP0074306 D DE P0074306D DE 746918 C DE746918 C DE 746918C
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DE
Germany
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fine
heat
treatment room
particles
heat treatment
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Expired
Application number
DEP74306D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Herbert Pitz
Dipl-Ing Rudolf Pitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HERBERT PITZ DIPL ING
RUDOLF PITZ DIPL ING
Original Assignee
HERBERT PITZ DIPL ING
RUDOLF PITZ DIPL ING
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Filing date
Publication date
Application filed by HERBERT PITZ DIPL ING, RUDOLF PITZ DIPL ING filed Critical HERBERT PITZ DIPL ING
Priority to DEP74306D priority Critical patent/DE746918C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE746918C publication Critical patent/DE746918C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B47/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion
    • C10B47/18Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with moving charge
    • C10B47/22Destructive distillation of solid carbonaceous materials with indirect heating, e.g. by external combustion with moving charge in dispersed form
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/46Gasification of granular or pulverulent flues in suspension
    • C10J3/48Apparatus; Plants
    • C10J3/485Entrained flow gasifiers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J2300/00Details of gasification processes
    • C10J2300/09Details of the feed, e.g. feeding of spent catalyst, inert gas or halogens
    • C10J2300/0913Carbonaceous raw material
    • C10J2300/093Coal
    • C10J2300/0933Coal fines for producing water gas
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
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    • C10J2300/0913Carbonaceous raw material
    • C10J2300/093Coal
    • C10J2300/0936Coal fines for producing producer gas

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung feinkörniger oder staubförmiger Stoffe, insbesondere Brennstoffe Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Wärmebehandlung feinkörniger oder .staubförmiger Stoffe, insbesondere Brennstoffe.
  • Das Verarbeiten, z. B. Schwelen, Vergasen usw., von staü'bförmigen oder feinkörnigen Stoffen unter Wärmeaustausch in der.Schwe#be oder im freien Fall ist vielfach versucht worden, jedoch, abgesehen von der Kohlenstaubfeuerung, mit wenig Erfolg. Die Erfolge bei dieser sind aber nur reit leicht zündenden Brennstoffen oder mit Zusiatz solcher erzielt worden. Bei der Entgasung haben insbesondere Spülgasverfahren versagt, weil sie zu einer starken Verdünnung der Schwelgase führen, einen hohen Staubgehalt dieser verursachen und weil sie nur eine geringe Wirkung des Wärmeaustausches ermöglichen.
  • Für die Wärmeübertragung kommt außer der bei den Sp ülgasverfahren hauptsächlich wirksamen Übertragung durch Berührung die durch Strahlung in Frage. - Versuche mit dieser ü bertragungsart, z. B. beim Schwelen, hatten aber nur wenig befriedigende Ergebnisse. Daher findet man im Schrifttum die Meinung .ausgesprochen, bei -Stauberfahren sei -der Wärmeaustausch- durch Strahlung sehr wenig wirksam. Wie eingehende Untersuchungen gezeigt haben, ist diese Anschauung durchaus unrichtig, sofern nur die Bedingungen erfüllt werden, welche die staubtechnischen Aufgaben stellen.
  • Der industrielle Staub, wie er bei .dien verschiedenen Arbeus,vorgängen oder beim Abbau der Rohstoffe anfällt, ist stets ein Gemisch verschiedener Korngrößen ,mit verschiedenen Fallgesch-,vindigkeiten. Die feinsten haben z. B. solche von o bis o, i m/s, während die groben i mls und mehr erreichen. Wird ein derartiges Gemisch dem freien Fall überlassen, so bilden die feinsten Teilchen infolge ihrer kleinen Fallgeschwindigkeit einen für jede Wärmeeinwirkung undurchdringlichen Schleier, welcher eine Einstrahlung auf die groben Teilchen verhindert. Es ist dabei gleichgültig, ob die Einwirkung von außen oder durch Rückstrahlung aus der i'mwan.dlungszone .erfolgt. Der Versuch, die Teilchen duVch ,oinen der Fallrichtung entgegengesetzten Gasstrom länger in der Schwebe zu halten, verstärkt die Schleierh#1-dang und verschlechtert die Bedingungen für die Strahlung.
  • Die Erfindung wertet nun die Erkenntnis aus, daß eine sclmelle Erhitzung durch Strah-Iting eine Ordnung der _ Teilchen voraussetzt, die eine Bestrahlung aller Teilchen, ermöglicht. Der gleichzeitige Aufenthalt einer Gu großen Zahl vor allem feiner Teilchen im Wärmebehandlungsraum fuhrt notwendigerweise dazu, daß das feinkörnige Gut zum Teil u bestrahlt bleibt, weil die Strahlung durch andere Teilchen abgefangen wird.
  • Die Erfindung besteht in einem Verfahren zur Wärmebehandlung feinkörniger oder staubförmiger Stuffe, bei dem :der Schwebezustand der T.-ilchen für die Einstrahlung von - der Wand des Behandlungsraumes her durch einett oder mehrere Gasströme oder auch durch die Einwirkung magnetischer oder elektrischer Felder geordnet wird.
  • Das einfachste Mittel zur Erzielung einer solchen Ordnung besteht darin, d.aß man dein feinkörnigen Gut in der Richtung der Fallgeschwindigkeit durch einen Gasstrom oder andere Einwirkungen, z. B. magnetische oder elektrischeFelder, eineZusatzgeschwitidigkeit erteilt. Diese bewirkt einen Ausgleich der Geschwindigkeit. Beträgt die erstere z. B. i in(s. so bewegen sich Teilchen, deren Fallgeschwindigkeit bei o,i mls liegt, mit einer Absolutgeschwind-igke.it von i,i m/s. Teilchen mit einer Fallgeschwindigkeit von i m/s erreichen eine Absolutgeschwindigkeit von 2 ni/s. Das Verhältnis der Fallgeschwindigkeiten beträgt i : 2o, das Verhältnis -der Absolutg eschwindigkeiten nach Überlagerung der Zusatzgeschwinidigkeit i : i,82. Dieser Ausgleich der Geschwindigkeiten verhindert die Bildung undurchdr@ingl:.icher Schleier und schafft schon eilte für die Einstrahlung bis zu einem gewissen Grade brauchbare Ordnung.
  • Die Größe dieser zusätzlichen Geschwindigkeit wechselt mit den physikalischen und chemischen Eigenschaften der Staubgemische, sie kann daher nicht allgemein' angegeben werden. Sie hängt ab von der chemischen Real:tioilsfäh-iglceit, Zusammensetzung, dem spezifischen Gewicht, der Siebanalyse des Gutes und der Tiefe des Staubstrahles und muß in jedem Einzelfall bestimmt werden, z. B. ergibt sich bei der Vergasung von Koksstaub mit einer Siebanalyse voll 3% Rückstand auf Din-Sieb Nr. 30, 2i11/11 auf Din-Sieb Nr. 5o und 2211/o auf Din-Sieb N r. 7o eine günstigste Geschwindigkeit von 1,8 bis 2,0 m,'s. Je nach dem zu verarbeitenden Gut kann diese kleiner oder größer sein.
  • Wird zur Erteilung der Zusatzgeschwindigkeit und zur Erzielung der notwendigen Ordnung ein Gasstrom benutzt, so nehmen die Gase von den durch Strahlung erhitzten Teilchen Berührungswärme auf und vergrößern ihr Volumen. Um die zweckmäßige Strömungsgeschwindigkeit aufrec.htzuerllalten, paßt man die Querschnitte der Volumenvergrößerung an. .Das gleiche gilt, wenn der Volumenzuwachs auf beim Verfahren entstehende Gase -zurückzuführen ist. Die Aufrechterhaltung der Geschwindigkeit kann jedoch auch auf die Erhitzungszeit beschränkt werden, während man nach Beginn der chemischen t'mwandlung die Geschwindigke't evtl. herabsetzt, um eine ausreichende Behan-l-lungszeit oder an deren Ende eine bessere Trennung von Stautb und Gas zu erzielen.
  • Die Einstrahlungsverhältnisse werden weiter verbessert, wenn man zur Ordnung nicht nur zusätzlich axiale `'erschi@ebungen der Teilchen, sondern auch Querverschiebungen benutzt. Diese Ouerverscliiebungeri hönlieti bei Benutzung von Gaatrömeti durch örtliche Wirbel erreicht werden. Vor dein Eintritt in den Behandlungsraum kann eine Strömung mit solchen Randwirbeln erzeugt «-erden, die innerhalb der Heiz- und @t'ärme@xha»@1-lungszone nicht abklingen, wenn auch die Geschwindigkeit an sich unterhalb der lungs:grenze liegt und so eine ungeordnete Strömung vermieden wird. Die örtlichen Wirbel sorgen für einen Wechsel des feinkörnigen Gutes vor :der Strahlfläche und ge- gebenenfalls für einen Ausgleich- der Gasteildrücke, was die Anwendung geringer Gasüberschüsse ermöglicht.
  • Ein weiteres auf andern Gebieten der Staubtechnik bekanntes Mittel zur Erzielung von Querverschiebungen der Teilchen ist eine drehende Strömung. Durch die Schleuderkraft werden die gröberen Teilchen, «-elche mehr Wärme zur Erhitzung benötigen, nach außen geführt und bei außenliegenden Strahlflächen stät-'ker .bestrahlt als die feineren, deren Bahnen in größerem Abstand von den Strahlflächen verlaufen. Diese Art der Ordnung nach der Größe der Teilchen kann auch in der an Hand von Abb.3 dargelegten Weise erzielt werden.
  • Querverschiebungen der Teilchen werden weiter durch die bereits erwähnten Querschnittvergrößerungen . des Wärinebehandlun.gsraunies mit Rücksicht auf die Zunahme der Gasvolumina und durch Abzug von Gasen an mehreren aufeinand erfolgenden #,tellrn des Wärmebehandlungsraumes bewirkt. Bei richtiger Wahl der Gasgeschwindigkeit werden mit den Gasen Teilchen von vorher bestimmbarer Feinheit, deren Wärmebehandlung bereits abgeschlossen ist, entfernt und so in dien nachfolgenden Teilen des Wärmebehandlungsraumes eine für die Strahlung durchlässigere Ordnung erreicht ibzw. Überhitzung der feinen Teilchen vermieden. In gleicher Weise können .entstehende Dämpfe und Gase, die Strahlungswärme aufnehmen und damit der Strahlung hinderlich sind, beseitigt werden. Die Entfernung :der fertigbehandelten Teilchen mit Hilfe magnetischer oder elektrischer Felder ist ebenfalls denkbar.
  • Wie bereits bemerkt, benötigen die gröberen Teilchen mehr Wärme und damit längere Zeit zur Erhitzung als die feinen. Die Temperatur der letzteren wird also in gewissen Zonen des Wärm-ebeliandlungsraumes höher liegen als die der ersteren, sie strahlen deshalb Wärme an, die gröberen ab und werden damit zum heizmittel für diese. Um diese $rscheinu g stärker zur Wirkung zu bringen und einen Temperaturausgleich zwischen den Teilchen herbeizuführen, läßt man in Wärmebehandlungsräumen mit Heizflächen diese mit unbeh:eizten Flächen abwechseln, vor denen ein Temperaturausgleich durch gegenseitigen stattfindet.
  • In Wärmebehandlungsräume für exotherme Vorgänge, in. denen keine Heizflächen angeordnet sind; sondern die zunächst notwendige Erhitzung durch Rückstrahlung aus der Umwandlu.ngszone bzw. von einer Wand derselben erfolgt, ist es zweckmäßig, ,die feinen Teilauen nahe der Str,ahlfläche zu führen. Sie erhitzen sich dann sehr schnell auf die Unnw,andlungstemp,enatur und strahlen ihre Wärme an,d,i:e größeren, welche sie umhüllen, ab,wo@durch die Umwandlung dieser ebenfalls schnell eingeleitet wird.
  • Die feinkörnigen Teilchen geben die ihnen zu.gestrahlte Wärme teilweise durch Berührung an die umgebenden Gase ab. Dadurch werden zu. große Temperaturunterschiede zwischen Gut und Gas, ;die stören könnten, vermieden. Vergasen jedoch .die Teilchen im Laufe eines Vorganges und sch:win:det damit ihre Masse und Oberfläche, so sind sie nicht mehr imstande, diese Aufgabe zu erfüllen. Es ist dann bei vorwiegend Wärmestrahlen durchlassenden Gasen nicht mehr möglich, genügend Wärme durch Strahlung an die Gase zu übertragen. In- solchen Fällen führt man dem Behandlungsraum :ein Inertes, feinkörniges Gut zu, d. h. ein Gut, das bei dem Verfahren chemisch nicht verändert wird. Diese Teilchen nehmen Strahlungswärme auf und geben diese durch Berührung weiter. Das inerte Gut wird- hinter dem Wärrnebehandlungsraum aus den Gasen ausgeschieden und evtl. vorgmvärmt oder gekühlt im Kreislauf geführt. Es kann bei entsprechender Wahl auch als Katalysator wirken. Es sind auf diese Weise auch reine Gasumsetzungen durchführbar, bei denen das feinkörnige Gut lediglich .als Wärmeübertrager, Katalysator oder beides wirkt.
  • Das vorstehende Verfahren kann auf alle Vorgänge angewendet werden, bei .denen feinkörniges Guterwärmt werden muß, wobei es gleichgültig ist, ob dein Gut bei exo-th.ermen Vorgängen nur zur Einleitung .der chemischen U insetzung Wärme aus der Umwandlungszone zügestrahlt oder bei endothermen Vorgängen .dauernd Wärme durch A.ußenbeheizung oder teilweise Verbrennung zugeführt werden muß. Selbstverständlich ist der Wärmeibedarf teilweise auch durch Vorwärmung der Gase oder des Gutes außerhalb des Wärmebehandlungsraumes in bekan:nterWeise zudecken. Auch die Kühlung von feinkörnigem Gut ist naahdenentwickelten Grundsätzen möglich, denn ebenso wie man kleineTeilchen durch Einstrahlung erhitzen kann, kann man s,ie kühlen, indem man sie ,ihre Wärme an Kühlflächen abstrahlen läßt.
  • Als Anwendungsgebiete seien genannt: Verbrennung schwer zündender Brennstoffe, Schwel.ung und Hochtemperaturverkokung von Brennstoffen, Vergasung zu Misch- und Wassergas, thermische Gipsspaltung usw., womit jedoch die Anw1ndungsmöglichkeiten keineswegs erschöpft sind. Auch fein verteilte Flüssigkeiten können nach der Erfindung behandelt werden. Das `erfahren eignet sich sehr gut zur Vereinigung mehrerer Behandlungsarten, sei es in demselben Behandlungsraum, wie beispielsweise an Hand von Aibb.2 besprochen, sei es in mehreren unmittelbar hintereinandergeschalteten Räumen, wofür Abb. :a. e:n Beispiel zeigt.
  • Die Brauchbarkeit des Verfahrens und die Richtigkeit der entwickelten Gedankengänge wurden bereits durch Versuche über die Verbrennung und Vergasung von Koksstaub in der Schwebe ohne Zusatz von Zündin:itiel.n und ohne jede Luftvorwärmung erwiesen, während bisher eine chemische Umsetzung nur unter Anwendung von Zündmitteln eingeleitet werden konnte.
  • Das neue Verfahren wird nun an Hand der Abb. z bis. q. erläutert, welche hierzu geeignete Vorrichtungen scheinat.isch als Beispiele zeigen. Das Verfahren ist auf ihre Verwendung keinesfalls beschränkt.
  • Abb. z stellt den oberen Teil eines Wärmebehandlungsraumes >: dar. Um diesen sind mehrere Heizkanäle :2 angeordnet. Das Heizgas wird durch den Stutzen .I zur Beheizung der Strahlungsflächen 3 zugeführt und durch den Rohrstutzen 5 abgeführt. Der Mantel ist mit einem Wärmeschutz umgeben. Das feinkörnige Gut lagert im Bunker 6 und fällt, geregelt durch die Zuteilungsvorrichtung 7, in das konische Rohr B. Durch den Rohrstutzen 9 wind den Düsen io Gas zugeführt, dessen Menge und Geschwindigkeit so bemessen ist, daß das Gut beim Eintritt in den Wärmebehandlungsraum i die für die Beheizung durch Strahlung günstigste Geschwindigkeit hat. Im dargestellten Fall ist die Düse als weiter Kegel ausgebildet, der das feinkörnige Gut in breitem Strahl an den Strahlflächen vorbeiführt und so eine für die Strahlung geeignete Ordnung herstellt. Sollte dem Gasstrom eine Drehbewegung zur Ordnung nach Korngrößen erteilt werden, so genügt es z. B., die Düsen io entsprechend zu neigen. Mit der Erwärmung des Gases und der Vergrößerung des Gasvolumens werden die Querschnitte des Wärmebehandlungsraumes i -erweitert, um die Geschwindigkeit auf dem den besten Einstrahdverhältnissen entsprechenden Maße zu halten. Um die Temperaturen .der feineren und größeren Teilchen auszugleichen, wechseln beheizte Flächen 3 mit nicht beheizten Flächen i i ab.
  • In Abb. 2 ist eine Vorrichtung dargestellt mit einer Vo.rwärm- oder Trockenzone und stufenweiser Zuführung der Gase. Das staubförmige Gut wird durch die Leitung g und die Düsen 8 zug,führt, Die Beheizung erfolgt wieder durch die Heizkanäle 2 mittels der Strahlfläche 3. Der sich bildende Wasserdampf wird durch die Schlitze 12 und den Ringkanal 13 abgeführt. Auch hier kann der Wärmebehandlungsraum i konisch ausgebildet sein, um bei der Entwicklung .der Dämpfe oder Gase eine gleichmäßige Geschwindigkeit zu erreichen. Soll nun die Geschwindigkeit des Gutes auf .dem günstigsten Wert gehalten werden,-so ist nach Abzug der Dämpfe oder Gase durch den Rohrstutzen 14 Hilfsgas zuzuführen, wozu im Falle der Verbrennung oder Vergasung die notwendige Luft verwendet wird. Das vorgewärmte Gut wird .durch Rückstrahlung aus der Umwandlungszone auf Zündtemperatur erhitzt, und die Gase verlassen durch den Stutzen IS den Wärinehehandlungsraum. Die Asche wird durch die Öffnung 16, die natürlich mit einem Dreh-oder Wanderrost oder ähnlichem versehen sein kann, abgeführt. Selbstverständlich können die Trockenzone und der Umwandlun.gsra.um auch durch einen Zwischenboden getrennt sein.
  • Eine andere Ausführungsform und Vorrichtung mit ringförmigem Wärmebehandlungsraum stellt Abb. 3 dar, wie sie besonders zum Schwelen von bituminösen Brennstoffen geeignet ist. Der Querschnitt kann dabei nicht nur Kreisringform haben, sondern auch z. B. oval oder rechteckig sein. Das feinkörnige Gut wird mittels eines Gasstromes durch das Rohr 17 über die Ablenkflächen 18 durch die Rin-düse 8 in den Wärmebehandlungsraum i eingeführt. Durch die zweirnalige Umlenkung wird eine Ordnung der Teilchen nach Korngrößen erzielt, so daß die gröberen Teilchen sich außen nahe der Heizfläche und die feinen innen bewegen. Das Gut wird idurch die Abstrahlung der Heizflächen 3 erhitzt und gibt z. B. im Fall der Schwelung die Teerdämpfe ab, streicht an den Kühlflächen i9, welche durch Kühlgase in den Kanälen 2o gekühlt werden,- vorbei und sammelt sich im Trichter -21. Durch die Austragsschleuse 22 kann es zeitweise abgezogen werden. Die Teerdämpfe aus dem feinsten Gut können stufenweise durch die oberen Schlitze 12 im inneren Rückstrahlkörper 23, der die von dem Gut und den Gasen nicht aufgenommenen Wärmestrahen zurückwirft, und das Rohrad. abgezogen- werden und mit ihnen evtl. auch der feinste Staub. Die Teerdämpfe des gröberen Gutes werden durch den unteren Ringspalt 25 und das Rohr 26 entfernt. Die Kante 27 bewirkt durch .die scharfe Umlenkung dies Gasstromes eine Ausscheidung des Staubes. Um einer Zersetzung der Teerdämpfe vorzubeugen, kann .der innere Körper 23 innen, mit einem Kühlmantel 28 versehen sein. In gewiss--n Fällen ist die Vertauschung von Heiz- und Rückstrahlflächen gegenüber Abb. 3 vorteilhaft. d. h. die Anordnung der Heizflächen auf dem inneren Körper und die Benutzung des Außenmantels als Rückstrahlfläche.
  • Abb. d. stellt schematisch die Anordnung mehrerer unmittelbar hintereinandergeschalteter Wärmebehandlungsräume dar, wie sie z. B. zum Entgasen, Vergasen und sofortigen Verbrennen der Gase verwendet «erden können. Der Brennstoff, z. B. feinkörnige Braunkohle, tritt .durch das Rohr 8 in den Wärmebehandlungsraum i ein, wird durch Abstralilung .der Flächen 3 erhitzt und entgast. Die gebildeten Gase und Dämpfe werden gegebenenfalls stufen«@eis° durch die Schlitze 12 im zentralen Rohr -23 und durch den Stutzen 15 abgesaugt und den Teerabscheidern zugeführt. Der Schwelkoks sammelt sich irnlLegel2i und wird mittels des Zuteil.ers 7 in den Vergasungsraum i' eingetragen. Die zur Vergasung notwendige Luft (oder Sauerstoff), die gegebenenfalls vorgewärmt wird, tritt durch den Stutzen 9 und den Ringraum 28 in das konische Rohr 8 und erteilt dein Schwelkoks die günstigste Eintrittsgeschwindigkeit. Durch Rückstrahlung aus der Vergasungszone erhitzen sich .der Koks und die Luft oder der Sauerstoff .auf Reaktionstemperatur, und .der Koks vergast. Durch die Rohrstutzen 14 und i4" kann stufenweise 'Wasserdampf, Luft oder Sauerstoff zugeführt werden.
  • Es .ist selbstverständlich auch möglich, den Vergasungsraum i' mit einem Heizmantel zu versehen, um so teilweise z. B. den Wärmebedarf des endothermen Wassergaswerfahrens zudecken. In bekannter Waise kann dieser auch durch teilweise Verbrennung des Brennstoffes gedeckt werden. Das Misch= oder Wassergas verläßt den Vergasungsraum i" durch den. Kanal 15 und kann z. B. in ednem unmittelbar nachgeschalteten Feuerraum 2,9 verbrannt werden. Die Asche .sammelt sich im Trichter 21" und wird z. B. durch.. einen Drehrost oder durch Austragswalzen 30 in den Sammelbunker 31 abgezogen. Der Sammelbunker 31 und ,der Trichter 2 i' können nötigenfalls mit einem Kühlmantel verseben werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE;: i. Verfahren zur Wärmebehandlung feinkörniger oder staubförmiger Stoffe, insbesondere Brennstoffe, im Schwebezustand unter Verwendung :eines Gasstromes und .einer Wärmezufuhr durch Strahlung von der Wand des Behandlungsraumes her, dadurch gekennzeichnet, daß die im Schwebezustand befindlichen Teilchen für diese Einstrahlung durch einen oder mehrere Gasströme oder durch die Einwirkungen magnetischer oder elektrischer Felder geordnet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch. i, dadurchgekennzeichnet, daß die Teilchen, von der Einstrahlfläche beginnend, der Größe nach geordnet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß.dieentstehenden Gase und Dämpfe,' welche Wärmestrahlen von der Einstrahlfläche aibbsombieren, sofort nach der Entstehung aus dem Behandlungsraum entfernt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet,- daß ein inertes, feinkörniges Gut .dem Behandlungsraum zugeführt wird, um die Strahlungswärme vom der Wand nach dem Innern. desselben weiterzustrahlen.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Behand= lungsraum beheizte Flächen mit nicht beheizten Flächen abwechseln.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis. 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem als Ringraum ausgebildeten Behandlungsraum .eine Mantelfläche des Ringraumes 'als Rüaks.trahlfläahe dient. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften ... Nr. 535 909, 6oi 394, 518.922, 469 168; 6o7 8o7, 551 682, 505 370 502 533: 447 982, 456 816, 508391, 13r886, 323808," 269 774; französische Patentschrift . Nr. 698 6o6; USA.-Patentschrift ...... - 1 854 3'00.
DEP74306D 1936-12-15 1936-12-15 Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung feinkoerniger oder staubfoermiger Stoffe, insbesondere Brennstoffe Expired DE746918C (de)

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