DE7440866U - Hochtemperaturbestaendige vliesstoffbahn - Google Patents
Hochtemperaturbestaendige vliesstoffbahnInfo
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Description
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Höltnorwe« 2
Telefon 06201 - 80-4484 + 8618
Telex 04ΘΒΒ31
26. Oktober 1.978 Mo/Sk ON 712a/Deu
Anmelderin: Firma Carl Frejdenberg, Weinheim
Hochtemperaturbeständige Vliesstoffbahn
Die Neuerung betrifft einen hochtemperaturbeständigen
Vliesstoff aus gebundenen synthetischen Stapel- und/oder
Endlosfasern.
Der Vliesstoff zeichnet sich durch eine besonders gute
Dauertemperaturbeständigkeit aus, wie sie für zahlreiche
Anforderungen, z.B. auf dem Elektro-Isolationssektor,
erwünscht ist.
Es ist bekannt.. Vliesstoffe auf dem Elektro-Isolationssektor,
z.B. als Trägermaterial für Isolationsharze einzusetzen. Dazu werden üblicherweise Materialien verwendet,
die aus 100 % Polyesterfasern bestehen. Solche Vliesstoffe werden zur späteren Weiterverarbeitung in Form von sogenannten
Prepregs eingesetzt. Dies bedeutet, daß diese mit
einem reaktiven Isolationsharz, meist auf Basis von Epoxiden und Polyimiden, getränkt werden und das Harz
durch eine Wärmebehandlung in den sogenannten B-Zustand überführt wird. In diesem Zustand ist das Harz noch nicht
vollständig ausgehärtet. Die vollständige Aushärtung erfolgt erst nach Einbau z.B. in einen Transformator
oder einen Elektromotor. Es kann aber auch sein, daß das Vlies ohne vorherige Tränkung verarbeitet wird und erst
danach zur Erzielung der Isolationseigenschaften mit einem der vorstehend genannten Harze beträufelt wird.
Solange beim späteren Betrieb Dauertemperaturen von maximal 16 5° C nicht überschritten werden, sind solche
Vliesstoffe in Kombination mit Isolierharzen mit großer Sicherheit als Isolatorenmaterial verwendbar.
Die steigenden Anforderungen auf dem Elektroisolationssektor
machen die Suche nach geeigneten Isolationsmaterialien höherer Beständigkeit, insbesondere höhere Dauertemperaturbeständigkeit
notwendig. Es müssen in steigendem Maße Isolationsmaterialien verarbeitet werden, die gegen
Dauertemperaturen bis zu 25o C beständig sind. Die Beständigkeit gegen kurzfristige Temperatureinwirkungen soll
dabei noch höher liegen, zweckmäßig bis zu einem Bereich von etwa 35o°C. Innerhalb des vorstehend angegebenen
Temperaturbereiches sind z.B. Feinstglasgewebe und Papiere : auf Basis von Polyarylamiden einsetzbar. Derartige Produkte
sind jedoch meist nicht in dem erforderlichen Maße gleichmäßig strukturiert und oft zuzüglich zu dick. Neben der
erhöhten Temperaturbeständigkeit sind auch geringe Stärken - unter 2oo/j, vorzugsweise von etwa 3o bis 80 μ
erwünscht. Um eine optimale Isolierung auch bei Hochspannungen zu garantieren, soll das Isolationsharz sehr
gleichmäßig von dem als Träger dienenden Vliesstoff auf-
nommen werden. Dies ist bei den bisher bekannten
I Materialien nicht der Fall. Der Neuerung liegt daher |
die Aufgabe zugrunde, einen hochtemperaturbeständigen | und dabei dünnen Vliesstoff von sehr gleichmäßiger |
Porosität zu entwickeln. I
Neuerungsgemäß wird ein', hochtemperaturbeständiger Vliesstoff',/aus
gebundenen synthetischen Stapel- und/oder End- ' losfasern vorgeschlagen, " ■»■dadurch gekennzeichnet
daß er bis zu etwa 35o°C temperaturbeständige und bei wenigstens 2oo bis 25o°C dauertemperaturbeständige Fasern
aus Polyarylamid, Polyarylimid, Polyarylester und/oder
Polyarylanhydrid enthält, die ohne zusätzliches Bindemittel an ihren Kreuzungspunkten miteinander verbunden
sind. Als besonders geeignet haben sich Polyarylamide erwiesen, die durch Kondensation aus Isophthalsäure und
m- Phenylen ■· Diamin erhalten werden und bis zu etwa
35o C gegenüber kurzzeitigen Temperatureinwirkungen beständig sind. Die Dauertemperaturbeständigkeit liegt
dabei sicher im Bereich von etwa 2oo bis 25o C. Hierbei sind insbesondere solche Polyarylamide zweckmäßig, deren
Molekulargewicht innerhalb des Bereiches von etwa 2o ooo bis 7o ooo liegt. Die Fasern sollen eine im
wesentlichen kristalline Struktur aufweisen. Der Vliesstoff ist nach einer bevorzugten Ausführung gleichmäßig
etwa 2o bis 3oo /U stark. Er weist bei einer Dauertemperaturbelastung innerhalb des Bereiches von etwa 2oo bis 25o°C
noch etwa 60 % seiner Reißfestigkeit bei Rauntemperatur
auf. Die Herstellung der neuerunqsqernäßen Vliesstoffe erfolgt derart, daß zunächst in an sich bekannter Weise
auf trockenem oder nassem Wege ein Vlies aus den hoch- ■
i temperaturbeständigen Fasern abgelegt wird, das dann ohne j
-H-
Zusatz eines Bindemittels durch ein etwa 8o° C heißes
i;i Bad aus LiCl oder wasserfreies Mg Cl. enthaltendes
§ Dimethylformamidbad geführt wird, wobei die Fasern
oberflächlich angelöst werden, und daß das so vorbehandelte Vlies dann in an sich bekannter Weise nach
der Entfernung des Dimethylformamids durch Anwendung von Druck und Hitze, z.B. durch Kalandrieren, verfestigt
wird. Die Bindung der Fasern erfolgt damit an den Faserkreuzungspunkten und es entsteht ein stabiler Vliesstoff
mit sehr gleichmäßiger Porosität. Druck und Temperatur ist während des Kalandrierens so einzustellen, daß die
kristalline Struktur der Fasern erhalten bleibt. Die Temperatur und Druckverhältnisse sind gegebenenfalls durch
einfache Vorversuche zu ermitteln.
2 Man bereitet ein Vlies aus 80 g/m Polyarylamidfasern
mit einem Molekulargewicht von ca. 5o 000 und einer Temperaturbeständigkeit bis ca. 35o°C. Dieses Vlies wird
durch eine etwa 800C heiße Lösung von Dimethylformamid und LiCl geführt. Die Lösung enthält etwa 2% LiCl. Die
Polyarylamidfasern werden dabei angelöst. Die LiCl-haltige
Dimethylformamidlösung wird in geeigneter Weise, z.B. durch Anwendung eines Gegenstromverfahrens vollständig
wieder aus dem Vlies entfernt und die Bindung der Fasern durch Kalandrieren bei etwa 2oo °C herbeigeführt. Der
erhaltene Vliesstoff eignet sich gut als Elektroisolationsmaterial
und hat eine Dicke von ca. 9o bis
Es ist wichtig, daß das Dimethylformamid und das LiCl voll ständig aus dem Vlies entfernt werden. Die Struktur der
Vliese kann je nach den Arbeitbedingungen, insbesondere der Einwirkungszeit des LiCl-haltigen Dimethylformamids
verschieden sein. Das Dimethylformamid und das LiCl können im Kreislauf zurückgewonnen und wieder verwendet werden,·
Claims (4)
1. Hochtemperaturbeständiger Vliesstoff aus gebundenen synthetischen Stapel- und/oder Endlosfasern, dadurch
gekennzeichnet, daß er bis zu etwa 35o° C temperaturbeständige und bei wenigstens 2oo bis 25o C dauertemperaturbestcindige
Fasern aus Polyarylamid, Polyarylimid, Polyarylester und/oder Polyarylanhydrid
enthält, die ohne zusätzliches Bindemittel an ihren
V^ · Kreuzungspunkten miteinander verbunden sind.
2. Vliesstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß er Fasern mit einem Molekulargewicht von etwa
2o ooo bis 7o ooo enthält.
3. Vliesstoff nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet,
;- daß er Fasern von im wesentlichen kristalliner Struktur
f; enthält.
4. Vliesstoff nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er gleichmäßig etwa 2o bis 3oo ^u stark ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747440866 DE7440866U (de) | 1974-12-07 | 1974-12-07 | Hochtemperaturbestaendige vliesstoffbahn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19747440866 DE7440866U (de) | 1974-12-07 | 1974-12-07 | Hochtemperaturbestaendige vliesstoffbahn |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7440866U true DE7440866U (de) | 1979-02-01 |
Family
ID=31958355
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19747440866 Expired DE7440866U (de) | 1974-12-07 | 1974-12-07 | Hochtemperaturbestaendige vliesstoffbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7440866U (de) |
-
1974
- 1974-12-07 DE DE19747440866 patent/DE7440866U/de not_active Expired
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