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Kennzeichnung der richtigen Lage des Farbbandes an schreibenden oder
druckenden Maschinen Die Erfindung besteht in der, Kennzeichnung der richtigen Lage
des Farbbandes an schreibenden oder druckenden Maschinen gegenüber seinen Führungsteilen,
vor oder hinter denen es zur Ausführung seiner Längsbewegung und seiner Hub- und
Senkbewegung geführt ist, durch Kennmarken an den Führungsteilen, derart, daß -die
Kennmarken durch das Farbband entweder sämtlich verdeckt oder nicht verdeckt sind.
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Das Einführen des Farbbandes, das sich zwischen den verschiedenen
Führungsteilen der Farbbandeinrichtung von schreibenden oder druckenden Maschinen
hindurchwinden muß, war bisher schwierig. Der Benutzer der Maschine mußte besondere
Erfahrungen besitzen, um das Farbband sicher und richtig durch die verschiedenen
Führungen zu legen und von einer Spule zur anderen zu leiten. Es kam trotzdem häufig
vor, daß das Farbband nicht richtig eingelegt war. Das konnte von dem Benutzer nicht
gleich bemerkt werden und trat erst nach einiger Zeit durch schlechtes Arbeiten
der Maschine und durch unsaubere Schrift in Erscheinung. Außerdem konnte @es beim
Schreibvorgang, bei dem das Farbband ständig sowohl auf und ab als auch in seiner
Längsrichtung bewegt wird, leicht vorkommen, daß sich das Farbband aus seiner richtigen
Lage in den Führungsteilen verschob, ohne daß der Bedienende dies bemerkte. Die
Erfindung hilft diesen Mängeln ab und bewirkt, daß das Einführen des Farbbandes
,erleichtert ist und der Benutzer der Maschine sofort auf Fehler in der Lage des
Farbbandes aufmerksam wird.
Es ist bei einer andersartigen technischen
Einrichtung, nämlich bei einer vereinigten Reibungs- und Klauenkupplung, vorgeschlagen
worden. zum Zwecke des sicheren und stoßfreien Herbeiführens des Klauenschlusses
eine verschiebbare Muffe und den Hohlkegel der treibenden Kupplungshälfte mit in
grellen Farben ---- weiß und rot - angestrichenen Hörnern zu versehen, so daß die
gegenseitige Stellung der Klauen bei der Herstellung des Reibungsschlusses erkennbar
gemacht «-erden kann und gleichzeitig ersichtlich ist, ob der Reibungsschluß vollständig
hergestellt ist. Diese vorg°schlagene Verwendung von farbigen Hörnern zur äußeren
Kenntlichmachung der Eingriffsstellung zweier Kupplungsteile lag jedoch auf einem
völlig anderen Fachgebiet und diente einem ganz. anderen Zweck als der Gegenstand
der Erfindung. Durch das Bekannte wurde irgendein Hinweis für die Kennzeichnung
der richtigen Lage eines Farbbandes an schreibenden oder druckenden Maschinen gegenüber
seinen Führungsteilen weder gegeben noch nahegelegt.
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Auf der Zeichnung ist die Einrichtung nach der Erfindung in verschiedenen
Ausführungsformen, beispielsweise für eine Schreibmaschine, dargestellt, und zwar
zeigen Fig. i die teilweise Ansicht einer Ausführungsform ohne Farbband, Fig. 2
die Ausführungsform nach Fig. i mit -zweifarbigem Farbband, Fig. 3 die Ansicht einer
weiteren Ausführungsform, Fig. 4. einen Schnitt nach Linie 4-4 in Fig. 3, Fig.5
und 6 Teilansichten weiterer Ausführungsformen.
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Das Farbband i wird von einer der beiden Farbbandspulen 2 der Schreibmaschine,
die in den Spulengehäusen 3 auf Achsen 4. aufgesetzt sind, abgewickelt und über
die Farbbandgabel5 an der Druckstelle vorbei zur Farbbandspule 2 auf der anderen
Seite der Maschine geführt. Die Spulengehäuse 3 sind an ihrem äußeren Rande je mit
einer Austielimung 6 versehen, in die Führungsteile für das Farbband i eingesetzt
sind. Diese Führungsteile bestehen aus einer Einfassung und einem damit zusammenhängenden
Steg 3, die einen Schlitz zwischen sich frei lassen, durch den das Farbband i hindurchgehen
muß.
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Die Farbbandgabel 5, die an ihrem unteren Ende von einem auf der Zeichnung
nicht dargestellten Farbbandheber getragen und beim Schreiben vor die Druckstelle
gehoben wird, gleitet in einem U-förmig gestalteten,- am festen Gestell 14 angebrachten
Bügel 15. Die beiden Arme 9 der Farbbandgabel 5, zwischen denen beim Schreiben die
Typen hindurchgehen und auf das Farbband auftreffen, sind mit Stegen i o versehen,
die kurzen Ansätzen i i der Farbbandgabel 5 gegenüberliegen. Durch jeden Arm 9 und
den dazugehörigen Steg io wird so eine öse gebildet, durch die das Farbband i hindurchgeführt
wird. Schlitze zwischen den Stegen i o und den Ansätzen i i ermöglichen das Herausnehmen
des Farbbandes i aus den äsen.
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An den oberen Endender Arme 9 sind schräg abwärts gerichtete Fortsätze
12 vorgesehen, deren Enden hakenförmige Umbiegungen 13 aufweisen, in die das Farbband
i eingelegt ist. Diese Fortsätze 12 sind schräg nach vorn von der Drucksten-- abgebogen,
so daß die Umbiegungen 13 das Farbband i in gerader Richtung zwischen den Führungsteilen
6, ;, S des Spulengehäuses 3 und den Führungsteilen 9, i o, i i der Farbbandgabel
5 halten und führen.
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Zur genauen Bestimmung der Bahn des Farbbandes i zwischen den verschiedenen
Führungsteilen 5, 6. ; , 3, 9, 10, 11, 12, 13 hindurch sind gemäß der Erfindung
Kennmarken vorgesehen, die an einzelnen Führungsteilen angebracht sein können.
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Die Kennmarken können beispielsweise aus Farbstreifen, aus erhöht
oder vertieft angebrachten Marken, aus Strichen, Pfeilen, Zahlen oder Buchstaben,
die in bestimmter Reihenfolge angeordnet sein können, bestehen.
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Die Anordnung der Kennmarken kann so erfolgen, daß sie bei richtiger
Lage des Farbbandes i durch dasselbe verdeckt werden. Eine solche Ausführungsmöglichkeit
ist beispielsweise in Fig. i und 2 dargestellt. Hierbei bestehen die Kennmarken
aus Farbstreifen, die an den Stegen io, den Ansätzen i i, den Fortsätzen 12, der
Farbbandgabel 5 sowie an der Einfassung ; am Farbbandspulengeliäuse 3 angebracht
sind, also an Teilen, die bei richtiger Einführung des Farbbandes von diesem verdeckt
werden. In Fig. i sind die Farbstreifen, die entsprechend den verschiedenfarbigen
Zonen des Farbbandes i in zwei Streifen verschiedener Farbe aufgeteilt sind, sichtbar,
da das Farbband noch nicht eingelegt ist. Bei richtig eingelegtem und geführtem
Farbband sind die Farbstreifen nicht mehr sichtbar. Der die Maschine Bedienende
erkennt hieraus, daß das Farbband seine richtige Lage einnimmt.
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Die Kennmarken können auch an solchen Teilen angebracht sein, die
bei richtiger Einführung und Lage des Farbbandes von diesem nicht verdeckt sein
dürfen. Eine solche Ausführung ist in Fig.3 dargestellt, bei der in der linken Hälfte
das Farbband i weggelassen und seine Bahn lediglich strichpunktiert angedeutet ist.
Hierbei sind ebenfalls Farbstreifen zur Bezeichnung der Bahn und Lage
des'
Farbbandes vorgesehen, die entsprechend den verschiedenen Zonen des Farbbandes unterteilt
sind. Die Farbstreifen sind bei diesem Ausführungsbeispiel an den Teilen 8, g und
13 angebracht, so daß sie bei richtiger Lage des Farbbandes stets sichtbar bleiben.
Hingegen sind die Führungsteile 7, i o, 11 und 12 ohne Farbstreifen geblieben. Beim
Einführen des Farbbandes müssen also die nicht mit Farbe versehenen Führungsteile
7 , 10, 11, 12 vom Farbband verdeckt werden und nur die mit Farbstreifen versehenen
Teile 8, 9, - 13 vom Farbband unverdeckt gelassen- werden. Die sichtbar bleibenden
Farbstreifen zeigen also sowohl die richtige Führung des Farbbandes zwischen den
einzelnen Führungsteilen als auch die richtige Höhenlage der verschiedenen Farbzonen
des Farbbandes an und geben dem Bedienenden etwaige Fehler beim Einführen und Verschiebungen
aus der richtigen Lae während des Betriebes sofort zu erkennen.' Fig. q., der Grundriß
zu Fig. 3, läßt deutlich erkennen, wie sich das Farbband zwischen den Führungsbeilen
hindurchwinden muß. Es ist daraus zu ersehen, wie leicht ein unrichtiges Einführen
des Bandes in die Führungen möglich ist und welche Erleichterung der Erfindungsgegenstand
hier bringt.
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In Fig. 5, - die der 'Anschaulichkeit halber eine Hälfte der Farbbandführung
mit und eine Hälfte ohne Farbband zeigt, sind die Kennmarken als einfache, an den
Führungsteilen 7 und 1o angebrachte Markierungsstriche dargestellt, die bei richtiger
Einführung des Farbbandes verdeckt sind. Diese Markierungsstriche können entweder
-erhaben oder vertieft angebracht sein. Sie können auch farbig gehalten sein. Vorteilhaft
ist es, sie als vertiefte, farbig ausgelegte Einkerbungen ,auszubilden, da dann
die Kennmarken nicht durch das sich längs bewegende Farbband weggescheuert werden
können.
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In dem Ausführungsbeispiel nach Fig.6 sind die Kennmarken als Pfeile
dargestellt, die ebenfalls an Führungsteilen angebracht sind, die bei richtiger
Einführung des Farbbandes verdeckt sind. Die Pfeile können so gerichtet sein, daß
aus ihnen die zweckmäßige Einführungsrichtung des Farbbandes erkennbar ist.
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Die Kennmarken können auch als Zahlen oder Buchstaben ausgebildet
sein, deren Reihenfolge die richtige Folge der Führungsteile angibt, zwischen die
nacheinander das Farbband beim Einführen eingelegt werden muß.
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Selbstverständlich sind noch beliebige andere Arten und Zusammenstellungen
von Kennmarken zur Bestimmung der Bahn des Farbbandes möglich. Die Kennmarken können
anstatt an den Farbbandführungsbeilen selbst auch an anderen Teilen angebracht sein,
die in der Nähe der Bahn des Farbbandes liegen, beispielsweise an der Typenführung,
an Abdeckblechen öder sonstigen Gehäuseteilen der Maschine.