DE739204C - Verfahren zur Verbesserung der Brikettiereigenschaften von Braunkohle - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Brikettiereigenschaften von BraunkohleInfo
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- DE739204C DE739204C DEG97741D DEG0097741D DE739204C DE 739204 C DE739204 C DE 739204C DE G97741 D DEG97741 D DE G97741D DE G0097741 D DEG0097741 D DE G0097741D DE 739204 C DE739204 C DE 739204C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/04—Raw material of mineral origin to be used; Pretreatment thereof
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Description
- Verfahren zur Verbesserung der Brikettiereigenschaften -von Braunkohle Braunkohlenbriketts können bekanntlich je nach den Eigenschaften, die die bei ihrer Herstellung verwendete Kohle hat, eine unerwünschte Lagerungsunbeständigkeit haben, d. h. sie verlieren bei Transport und Lagerung durch Aufnahme von Regenwasser mehr oder weniger an Festigkeit, werden unansehnlich und büßen dadurch an Marktwert ein.
- Zwecks Verbesserung der Lagerbeständigkeit der Braunkohlenbriketts hat man bisher versucht, Brikettierverfahren anzuwenden, mit. denen unter sonst gleichen Verhältnissen in der Presse eine möglichst hohe Brikettfestigkeit erreicht wird. Neben einer gleichmäßigen Körnung und an sich möglichst gleichmäßigen Trocknung aller Körner des Brikettiergutes wurde für bestimmte Preßbe.dingungen ein bestimmter, günstigster Durchschnittswassergehalt, dessen Höhe beispielsweise für eine bestimmte Kohlenart"zwischen 14 und 16% liegt, bei der Brikettherstellung angewendet. Die Erfahrung hat gezeigt, daß außerhalb dieses günstigsten Wassergehaltes, z. B. beim Arbeiten mit weniger als r4% oder mit mehr als r6% Wasser, die höchsten Brikettfestigkeiten nicht erhalten werden. Es mußten deshalb teure und wenig wirtschaftliche Einrichtungen angewendet werden, um das Brikettiergut mit Sicherheit innerhalb der zulässigen Wassergehalts,grenzen von z. B. 14 bis r6oio zu halten.
- Bei einem Verfahren, bei dem die Kohle vor dem Brikettieren übertrocknet und dann wieder auf den normalen Feuchtigkeitsgehalt gebracht wird, sind schon Zusätze organischer oder anorganischer Art angewendet worden, die auf das Brikettiergut in einer für die Eigenschaften der daraus hergestellten Briketts günstigen Weise einwirken. Dieses Verfahren erfordert jedoch eine zusätzliche teure Trockenarbeit. ,Bei der. Herstellung von Steinkohlenbriketts ist es bekannt, die Kohle durch Behandlung, mit Phenolen oder organischen Basen zu gelatinieren und ihr vor der Brikettierung Braunkohle beizumischen.
- Es wurde nun gefunden, daß ohne Änderung des Wassergehaltes der getrockneten Kohle durch Zugabe gewisser Stoffe in geringen Mengen, d. h. weniger als i 0'o, bezogen auf das Gewicht der wasserfreien Kohle, und in feinster Verteilung zur Kohle die Wassergehaltsgrenzen des Bri.kettiiergutes zur Erzielung der erreichbar höchsten Brikettfestigkeiten nicht mehr so eng wie bisher, z. B. zwischen 14, und 16'o, eingehalten zu werden brauchen, sondern stark, z. B. bei Anwendung derselben Kohlenart auf 12 bis 2o0'0, erweitert werden können. Gleichzeitig ergibt sich durch Zumisch-ung der Stoffe eine erheblich verbesserte Lagerbeständigkeit der aus der behandelten Kohle hergestellten Briketts. Durch Anwendung des neuen Verfahrens werden also die Brikettiereigenschaften der Kohle wesentlich verbessert; auch besonders schauer brikettierbare Kohle wird nach dem neuen Verfahren leichter brikettierbar.
- Als solche Stoffe, die die Verbesserung der Brikettiereigenschaften bewirken, kommen alle obenflächenaktiven oder polar-unpolaren organischen Verbindungen in Frage. Diese rufen eine Veränderung der Oberfläche der mit ihnen in Berührung kommenden Kohleteilchen dadurch hervor, daß sie sich an .die Kohlenoberfläche anlagern. Solche Verbindungen. sind als wenige Beispiele unter vielen: Kanthogenate, Oleate, Stearate, Palmitate, Toluidin, Anilin, Naphthylamin usw. Sie können für sich allein, miteinander gemischt oder auch zusammen mit anderen chemischen Verbindungen, wie etwa Basen, Säuren, Salzen usw_. angewendet werden, um die beste spezifische Wirkung zu erreichen.
- Das Verfahren geht in der Weise vor sich, daß die Zusatzmittel, soweit sie nicht gasf .p o I rmig angewendet werden, in an sich bekannter Weise zerstäubt und in dieser feiest verteilten. Form der Kohle zugesetzt werden. Dabei kann sowohl die grubenfeuchte als auch die getrocknete Kohle vor der Ve.rpressting mit den Zusatzmitteln behandelt werden. Die Zerstäubung der Zusätze kann z. B. so geschehen, daß die Stoffe in einem geeigneten Mittel gelöst werden; die Lösung wird dann mit Spritzdüsen vernebelt. Als Tragmittel können bei der Zerstäubung mehr oder weniger feuchte Luft, V4'asserdanipf oder auch neutrale, saure oder basische Gase vent-endet werden.
- So ergab z. B. ein Zusatz von Natriumxanthat in Mengen von 1/t0 Gewichtsprozent (bezogen auf wasserfreie Kohle) eine Verdoppelung der Wasserbeständigkeit der aus dieser Kohle hergestellten Briketts. Durch Zugabe von 1/t0 Gewichtsprozent Natrittmoleat wurde die Wasserbeständigkeit von Briketts ebenfalls verdoppelt und die Wetterbeständigkeit im Freien -wesentlich erhöht. Hierbei -wurde die Verbesserung der Wasserbeständigkeit durch vergleichsweises Einlegen der Briketts in destilliertes Wasser von Zimmertemperatur bestimmt. Die Wetterbeständigkeit wurde in üblicher `''eise durch Auslegen der Briketts ins Freie gemessen. Durch die Behandlung der Kohle mit Natriumxanthat oder mit Natriumoleatgelang es, außer der Verbesserung der Lagerbeständigkeit der Briketts gleichzeitig im normalen Fabrikationsgailg feste und ansehnliche Briketts innerhalb der Wassergehaltgrenzen des Brikettierjutes von 12 bis 2o0 ''o herzustellen, -nährend dasselbe Brikettiergut unter sonst gleichen Bedii;-ungen ohne das Zusatzmittel nur ztvischen 1.1 bis 160'o Wasser zu Briketts mit gleicher Festigkeit verpreßt werden konnte.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verbesserung der Brikettiereigenschaften von Braunkohle durch Veränderung ihrer Oberflächeneigenschaften, dadurch gekennzeichnet, daß der Braunköhl.e vor oder nach Trocknung auf etwa 12 bis 20% Wassergehalt, ohne diesen Wassergehalt vor dem Verpressen zu ändern, oberflächenaktive und/nder polarunpolare organische Verbindungen, wie Nanthogenate, Oleate, Toluidin, Anilin, in feinster Verteilung und in Mengen von wenigerals i Getuichtsprozent, bezogen auf -wasserfreie Kohle, zugesetzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die oberflächenaktiven oder polar-unpalaren organischen Verbindungen zusammen mit anderen cliemisehen Verbindungen, -wie Basen, Säuren, Salzen, angewendet ---erden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG97741D DE739204C (de) | 1938-04-29 | 1938-04-29 | Verfahren zur Verbesserung der Brikettiereigenschaften von Braunkohle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG97741D DE739204C (de) | 1938-04-29 | 1938-04-29 | Verfahren zur Verbesserung der Brikettiereigenschaften von Braunkohle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE739204C true DE739204C (de) | 1943-09-14 |
Family
ID=7140741
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG97741D Expired DE739204C (de) | 1938-04-29 | 1938-04-29 | Verfahren zur Verbesserung der Brikettiereigenschaften von Braunkohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE739204C (de) |
-
1938
- 1938-04-29 DE DEG97741D patent/DE739204C/de not_active Expired
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