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DE739084C - Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesaettigte Abkoemmlinge der Pregnanreihe oder deren Ketolabkoemmlinge - Google Patents

Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesaettigte Abkoemmlinge der Pregnanreihe oder deren Ketolabkoemmlinge

Info

Publication number
DE739084C
DE739084C DEI67778D DEI0067778D DE739084C DE 739084 C DE739084 C DE 739084C DE I67778 D DEI67778 D DE I67778D DE I0067778 D DEI0067778 D DE I0067778D DE 739084 C DE739084 C DE 739084C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
dehalogenation
halogen
ketolab
particles
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI67778D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Max Bockmuehl
Dr Gustav Ehrhart
Dr Heinrich Ruschig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI67778D priority Critical patent/DE739084C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE739084C publication Critical patent/DE739084C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesättigte Abkömmlinge der Pregnanreihe oder deren Ketolabkömmlinge Bekanntlich schützt man ungesättigte Cyclopentanopolyhydrophenanthrenverbindungen bei chemischen Umsetzungen, besonders bei Oxydationen zur Vermeidung sekundärer Reaktionen, dadurch, daß man an die Doppelbindungen Halogen anlagert und dieses nach Beendigung' der beabsichtigten chemischen Umsetzungen wieder entfernt. Für diese Enthalogenierung hat man bisher sowohl Zinkstaub als auch Jodnatrium in der Hitze verwendet. Diese Arbeitsweisen, welche bei stabilen Verbindungen mit Erfolg Verwendung finden, führen bei empfindlicheren Verbindungen zu unzureichenden Ausbeuten.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Ausbeuten an den enthalogenierten Produkten der Pregnanreihe oder deren Ketolabkömmlinge wesentlich steigern kann, wenn man die Entlialogenierung durch gleichzeitige Anwendung von Zinkstaub und ° Jodsalzen in der Kälte vornimmt.
  • Man löst beispielsweise die zu enthalogenierende Verbindung in einem organischen Lösungsmittel, gibt eine Lösung eines Jodsalzes, wie Jodnatrium in Aceton, hinzu, schüttelt das Gemisch einige Zeit mit Zinkstaub und saugt nach beendigter Reaktion vom Zinkstaub ab. Durch diese Maßnahme erhält man wesentlich bessere Ausbeuten an Enthalogenierungsprodukt als bisher. ' Beispiele r. Zu einer Lösung von o,632 g Pregnenolon in 15 ccm Methylenchlorid läßt man eine Brommethylenchloridlösung, bereitet aus 320 mg Brom in 8 ccm Methylenchlorid, bei einer Temperatur von o bis 3° innerhalb von io Minuten zutropfen. Darauf wird das Lösungsmittel im Vakuum entfernt, der Rückstand mit 12 ccm Benzol aufgenommen und die benzolische Lösung mit einer Oxydationslösung, bereitet aus o,4 g Cr03, q. ccm H20 und 8 ccm Eisessig, 16 Stunden auf der Maschine geschüttelt. Danach wird die Benzollösung im Scheidetrichter getrennt, erst mit Natr iumbicarbonatlösung und dann mitWasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abfiltrieren von Natriumsulfat füllt man die Lösung auf 75 ccm mit Benzol auf, setzt 2o g Zinkstaub und eine Lösung von z g Natriumjodid in 5o ccm Aceton hinzu und schüttelt 15 Stunden. Nun filtriert man vom Zinkstaub ab, wäscht die Lösung mit schwefelsäurehaltigem Wasser und trocknet sie: Darauf wird im Vakuum eingedampft; der Rückstand ist weiß und kristallisiert. Durch LTmlösen aus säurehaltigem Alkohol wird daraus das Progesteron erhalten (Ausbeute 0,365 g).
  • 2. Zu einer Lösung von 6,32 g Pregnenolon in 9o ccm Methylenchlorid läßt man eine Brommethylenchloridlösung, bestehend aus 3,-2 g Brom in 6o ccm Methylenchlorid, bei einer Temperatur von o bis 3° innerhalb io Minuten einfließen. Die Lösung wird sofort im Vakuum eingedampft, der Rückstand in 120 ccm trockenem Benzol gelöst und diese Lösung mit einer Oxydationslösung, bereitet aus 12 g Cr 03, 40 ccm Wasser und So ccm Eisessig, 16 Stunden bei Zimmertemperatur geschüttelt. Darauf trennt man die Benzollösung im Scheidetrichter ab, wäscht sie mit Natriumbicarbonatlösung und Wasser und trocknet sie über 1T atriumsulfat. Nach Abfiltrieren des Natriumsulfats wird die Lösung mit Benzol auf 36o ccm aufgefüllt, Zoo g Zinkstaub und eine Lösung von log i\Tatriumjodid in 27o ccm Aceton zugefügt und die Reaktionslösung sofort 16 Stunden auf der Maschine geschüttelt. Nach Abfiltrieren vom Zinkstaub wird die gelbe Lösung erst mit schwefelsäurehaltigem Wasser, dann mit Wasser gewaschen. Sie wird dabei wasserklar. Nach dein Trocknen über N atriumsulfat wird zur Trockne eingedampft. Der Rückstand (5,61 g) ist weiß und gut kristallisiert. Er wird in Alkohol mit einigen Tropfen Schwefelsäure aufgekocht; nach Verdünnen mit Wasser kristallisiert dann das Progesteron aus, das durch nochmaliges Umlösen . rein weiß erhalten wird. Ausbeute 3,8,-, Derselbe Versuch, ausgeführt mit nur 49 Cr03, liefert 3,9g Progesteron.
  • 3.945 mg 3-Oxyandrostenmethylketimin(2o) werden in 20 ccm Eisessig gelöst und zur Lösung eine Bromeisessiglösung, bereitet aus d.so mg Brom und io ccm Eisessig, bei 16 bis 1s° eintropfen gelassen. Danach fügt man eine Cr 03 Lösung, bereitet aus o,6 g Cr 0;s. o,2 ccm Wasser und 15 ccm Eisessig, hinzu und läßt 24 Stunden stehen; es fällt anfänglich ein brauner Niederschlag aus, der allmählich. wieder in Lösung geht. Die Reaktionslösung wird darauf unter Rühren und unter Stickstoff mit 20 g Zinkstaub und i.5 g Natriumjodid versetzt und 17 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Danach filtriert man den Zinkstaub ab und giert die Lösung in Wasser. Nach eintägigem Stehen kristallisiert das Progesteron aus, das durch Umlösen oder Destillation im Hochvakuum gereinigt werden kann.
  • .4. Zu einer Lösung von 37..1. mg Pregnencliol-(3, 2i)-on-(2o)-monoacetat-(2i) in 15 ccm Methylenchlorid läßt man eine Brommethylenchloridlösung, bereitet aus 16o in- Brom in 4 ccm Methylenchlorid bei o° innerhalb io Minuten einfließen. Danach wird das Lösungsmittel im Vakuum fortgedampft, der Rückstand in 7 ccm Benzol gelöst und diese Lösung mit einer Oxydationslösung, bereitet aus o,2 g Cr 03, 2 ccm Wasser und 4 ccm Eisessig, 16 Stunden geschüttelt. Nun wird die Benzollösung getrennt, mit N atriumbicarbonatlösung und Wasser gewaschen und getrocknet. Darauf füllt man die benzolische Lösung auf 37 ccm mit Benzol auf, fügt io g Zinkstaub und eine Lösung von o,5 g N atriumjodid in 25 ccm Aceton hinzu und schüttelt eine Nacht bei Zimmertemperatur. Danach wird vom Zinkstaub abfiltriert, die gelbe Lösung gut mit Wasser gewaschen, wobei sie fast wasserklar wird. Sie wird getrocknet und schließlich eingedampft. Der kristallisierte Rückstand (3.1.o mg) wird aus säurehaltigem Alkohol und Äther umkristallisiert und so das Desoxycorticosteronacetat rein erhalten

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesättigte Abkömmlinge der Pregnanreihe oder deren Ketolabkömmlinge, gekennzeichnet durch gleichzeitige Verwendung von Jodsalzen und Zinkstaub in der Kälte.
DEI67778D 1940-09-03 1940-09-03 Verfahren zum Enthalogenieren von Anlagerungsprodukten von Halogen an ungesaettigte Abkoemmlinge der Pregnanreihe oder deren Ketolabkoemmlinge Expired DE739084C (de)

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DE739084C true DE739084C (de) 1943-09-14

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