[go: up one dir, main page]

DE737626C - Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen

Info

Publication number
DE737626C
DE737626C DEC54805D DEC0054805D DE737626C DE 737626 C DE737626 C DE 737626C DE C54805 D DEC54805 D DE C54805D DE C0054805 D DEC0054805 D DE C0054805D DE 737626 C DE737626 C DE 737626C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
mole
dye
amino
compound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC54805D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Lier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz AG filed Critical Sandoz AG
Application granted granted Critical
Publication of DE737626C publication Critical patent/DE737626C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/38Trisazo dyes ot the type
    • C09B35/44Trisazo dyes ot the type the component K being a hydroxy amine
    • C09B35/46Trisazo dyes ot the type the component K being a hydroxy amine the component K being an amino naphthol

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen Es wurde gefunden, daß man zum Färben von Leder verschiedenster Gerbungsart besonders geeignete, gut egalisierende und tief eindringende Trisazofarbstoffe erhält, wenn man in beliebiger Reihenfolge I Mol der Tetrazoverbindung aus einem Arylendiamin und I Mol einer sulfonierten Monodiazoverbindung, die weder phenolische Hydroxylgruppen noch Nitrogruppen enthält, mit I Mol einer I-Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure oder I - Amino - 8 - oxynaphthalin - 3, 6- oder -4, 6-disulfonsäure kuppelt und die entstandene Diazodisazozwischenverbindung mit einem Acetessigsäurearylamid zum Trisazofarbstoff vereinigt. An Stelle der Tetrazoverbindung eines Arylendiamins kann man zum Aufbau der Farbstoffe auch dianotierte Nitroarylamine oder dianotierte Acylaminoarylamine verwenden, in denen nach der Kupplung die Nitrogruppe reduziert und dianotiert oder die Acylaminogruppe verseift und dianotiert wird und darauf die Schlußkupplung finit dem Acetessigsäurearylamid erfolgt.
  • Die neuen Trisäzofarbstoffe besitzen die wertvolle Eigenschaft, die Leder verschiedenster Gerbungsart in sehr gleichmäßigen und lebhaften Grüntönen zu färben, deren Farbton sich, je nach der Art der zum Aufbau verwendeten Komponenten zwischen gelbstichiggrün bis grünstichigblau bewegt. Trotz des ausgesprochen guten Egalisiervermögens der Trisazofarbstoffe werden die mit ihnen angesetzten Färbeflotten schon bei sehr geringen Säurezusätzen vollständig erschöpft.
  • Man hat es durch geeignete Substitution, besonders aber auch durch die Wahl der Anzahl und der Stellung der Sulfonsäuregruppen in der Hand, sich jedem gegebenen V erwendungszweck, z.B. An- oder Einfärben, Durchfärben, Aufspritzen oder Aufbürsten von Ledern, weitgehendst anzupassen.
  • Die neuen Farbstoffe zeigen gegenüber den aus der Patentschrift 71301, Tabelle auf Seite 2, Querspalte 4, Längsspalte 3 und der Patentschrift 250330 bekannten Trisazofarbstoffen, zu deren Herstellung an Stelle des Acetessigsäurearylamids Salicylsäure Verwendung findet, eine wesentlich bessere Lichtechtheit.
  • Gegenül)er den aus- der französischen Patentschrift go6 71 4. bekannten Tf-isazofarbstoffen, zu deren Herstellung 2, .l-Dioxychinolin an Stelle eines Acetessigsäurerylamids verwendet wird, die in grünstichigschwarzen Tönen färben, zeichnen sich die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Trisazofarbstoffe außer durch die bessere Lichtechtheit durch die bessere Löslichkeit in angesäuerter Bürstflotte und daher besseren Ausfall der Bürstfärbungen auf pflanzlich geerbten ledern aus. Beispiel t i Mol 4, 4'-Diaminodphenyl wird tetrazotiert und die Tetrazoverbindung wird in schwach mineralsaurer Lösung mit I Mol I-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure gekuppelt. Ist die Bildung der Diazoazoverbindung beendet, so wird diese mit t Mol I-Diazobenzo1 - 4 - sulfonsäure sodaalkalisch vereinigt. Nach erfolgter Kupplung läßt man eine ätzalkalische Lösung von t Mol Acetoacetylaminobenzol zulaufen. Die Kupplun tritt sofort unter intensiver Grünfärbung ein. Man rührt noch einige Zeit, erwärmt dann auf 6o , säuert vorsichtig an und salzt ans. Die nach dem Abfiltrieren erhaltene Farbstoffpaste wird neutralisiert und zur Trockne eingedampft. Man erhält ein dunkles, in Wasser mit tiefgrüner Farbe lösliches Pulver. Chromleder sowie pflanzlich gegerbte Zicg werden von dem neuen Farbstoff in lebhaften grünen Tönen gefärbt.
  • Verwendet man an Stelle der I-Diazobenzol-I-sulfonsäure zum Aufbau des Farbstories I-Diazobenzol-2, 5-disulfonsaure, so erhält man einen noch lichtechteren Farbstoff, der sich infolge seines noch besseren Durchdringungsvermögens besonders zum gleichmäßigen Durchfärben von Chromvelourledern oder zum Aufbürsten oder Spritzen von Ledern eignet. Die Färbung dieses Farbstoffes auf Chromvelourleder besitzt die bemerkenswerte Eigenschaft, beim nachfolgenden Abschleifen nur sehr wenig aufzuhellen. Beispiel 2
    1 Mol dlazotlerte r-.Imlliobenzol-2, 5-distil-
    fonsäure wird in schwach mineralsaurer Lii-
    sttng mit 1 Mol t--lmino-S-oxynaplitlialin-#
    _;. 6-disulfonsütire vereinigt. Nach einiger Zeit
    wird die Kupplung durch vorsichtiges Zu-
    fügen säurebindender Mittel, wie Natrium-
    bicarbonat, zu linde geführt.
    Die zuletzt noch schwach, aller deutlich
    mineralsaure Lösung wird nach dein Ver-
    schwinden der Reaktionskomponenten soda-
    alkalisch gestellt und allmählich mit i Mo)
    4.4'-Tetrazodlplieilyl versetzt. `'Fenn dIls
    4., .1'=I`etrazodiphenyl verschwunden ist, läl.tt
    inan eine alkalische Lösung von t Mol Aceto-
    acetvlaminobenzol zutlieVien, worauf sehr
    rasch unter intensiver Grünfärbung Kupp-
    Nung erfolgt. Nach dem Aufarbeiten, wie im Beispiel r angegeben, erhält man ein dunkles. in Wasser mit smaragdgrüner Farbe lösliches Pulver. Mineralisch oder pflanzlich gegerbte Leder werden von dem neuen Farbstoff in schönen tiefen Grüntönen gefärbt. Der neue Farbstoff färbt z. B. Chromvelourleder in schönen gleichmäßigen Grüntönen, die heim nachfolgenden Abschleifen infolge der guten Durchfärhung nur wenig aufhellen. Der Farbstoff läßt sich ferner, selbst aus erkalteter und angesäuerter Flotte, auf Leder aufbürsten oder aufspritzen und ergibt dabei reibechte Färbungen ohne den geringsten Bronzeglanz.
  • Verwendet man zum Aufbau des Farlistoffes an Stelle der I-Aminobenzol-2, 5-disulfonsäure I-Aminobenzol-2, -3- oder 4-sulfonsäure oder I-Amino-4-methylbenzol-3-sulfonsäure, so erhält man Farbstolle von allnähernd gleichem Farbton, die sich infolge ihrer etwas geringeren Löslichkeit dort besonders eignen, wo es weniger auf Durchfärbung als auf gleichmäßiges oberflächliches An- bzw. Einfärben der Leder ankommt.
  • Verwendet man im Absatz 2 dieses Beispiels an Stelle des 4, 4'-'Tetrazodiplienyls z. B. 4, 4'-Tetrazo-3, 3'-dimethoxydiphenyl, so erhält man einen ähnlichen Farbstoff.
  • Verwendet man zur Endkupplung an Stelle des Acetoacetylaminobenzols r-Acetoacetylamino-2-methoxybenzol, so erhält man einen in noch etwas reineren Tönen färbenden Farbstoff: verwendet man I-Acetoacetylamino-2-chlorbenzol, I-Acetoacety1amino-2, 5-dichlorbenzol oder I-Acetoacetylaminonaphthalin als Schlußkomponente, so erhält man schwerer lösliche und blaustichigere Farbstolle. Beispiel 3 r Mol dianotierte I-Aminobenzol-2.5-disulfonsäure wird, wie im Beispiele angegeben. in schwach mineralsaurer Lösung mit t Mol t -Amino - 8 - oxynapthalin- 3, 6-disulfonsäure vereinigt.
  • 7u der alkalisch gestellten Lösung des Monoazofarbstoffes fügt man in der Kalte allmählich t Mol dianotiertes I-Amino-4-acetylaminobenzol, worauf Kupplung zum Disazofarbstoff eintritt. Nach einiger Zeit wird die dunkelblaue Lösung mit so viel konzentrierter Natronlauge versetzt, daß der Natriumhydroxydgehalt der Lösung ungefähr 6% beträgt. Man erhitzt die Lösung I bis 2 Stunden auf 9o bis 95 und säuert sie nach dem Erkalten mit so viel Salzsäure an, daß die Flüssigkeit mineralsauer reagiert. Der ausgefallene An iiiiodisazofarbstoff wird abfiltriert, dann wieder gelöst, mit Natriunicarbonat schwach alkalisch gestellt und mit t Mol N atriumliitr it versetzt. Durch Einlaufenlasseij in Salzsäure erfolgt glatte Dianotierung der freien Aminogruppe, worauf man nach einiger Zeit die Lösung des dianotierten Aminodisazofarbstoffes in eine ätzalkalische Lösung von i Mol Acetoacetylaminobenzol einlaufen läßt. Die Kupplung tritt sofort unter Gr Ünfärbung des Kupplungsgemisches ein. Nach einiger Zeit erwärmt man auf 6o°, säuert an und salzt aus. Der neue Farbstoff stellt nach dem Trocknen ein dunkelgraues, in Wasser mit tiefgrüner Farbe leicht lösliches Pulver dar. Er färbt Chromleder sowie pflanzlich gegerbtes Ziegenleder in grünen Tönen an. Beispiel 4 Zu r Mol dianotiertem I-Amino-4-nitrobenzol tropft man die neutrale Lösung von i Mol i-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6-disulfonsäure. Durch gutes Rühren sorgt man dafür, däß in dem allmählich dick werdenden Kupplungsgemisch keine Brocken entstehen. Nach r 2stündigem Rühren versetzt man mit Zoo g 3oo°oiger Natronlauge und hernach mit 4oog festem Natriumcarbonat. Der Monoazofarbstoff geht mit blauer Farbe in Lösung und wird langsam mit 2ooo g Natriumchlorid ausgesalzen. Man rutscht ihn ab, löst ihn in 51 Wasser mit Hilfe von 400 9 Natriumearbonat, erhitzt die Lösung auf 8o- und läßt sie unter Rühren auf 4 abkühlen. Zu der Lösung, in der ein Teil des Monoazofarbstoffes in fein verteilter Form ausgeschieden ist, gibt man i Mol dianotierte r-Aminobenzol-2,5-disulfonsäure, wobei die Farbe der Lösung von blauviolett in ein reines Blau umschlägt. Nach einiger Zeit fügt man eine Lösung von 36o g kristallisiertem Schwefelnatrium hinzu und erwärmt einige Stunden auf 4o bis 45°. Der entstandene grünstichigblaue Aminodisazofarbstoff wird durch Ansäuern der Lösung ausgefällt. Er wird schwach sodaalkalisch gelöst und durch Filtration von ausgeschiedenem Schwefel getrennt. Die Dianotierung des gereinigten Aminodisazofarbstoffes erfolgt ebenso wie die Schlußkupplung mit i Mol Acetoacetylaminobenzol in genau gleicher Weise wie im Beispiel 3 angegeben.
  • Der Farbstoff stellt nach dem Aufarbeiten ein schwarzes Pulver dar, das sich in Wasser leicht zu einer tief gelbstichiggrünen Flüssigkeit löst. Chromleder sowie pflanzlich gegerbtes Ziegenleder werden von dem neuen Farbstoff in lebhaften grünen Tönen angefärbt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man in beliebiger Reihenfolge i Mol der Tetrazoverbindung aus einem Arylendiamin und i Mol einer sulfonierten Monodiazoverbindung, die weder phenolische Hydroxylgruppen noch Nitrogruppen enthält, mit i Mol einer i Amino-8-oxynaphthalin-4-sulfonsäure oder I-Amino-8-oxynaphthalin-3, 6- oder -4, 6-disulfonsäure kuppelt und die entstandene Diazodisazozwischenverbindung mit einem Acetessigsäurearylamid zum Trisazofarbstoff vereinigt.
  2. 2. Abänderung - des Verfahrens nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man zum Aufbau der Farbstoffe an Stelle der Tetrazoverbindung aus einem Arylendiamin dianotierte Nitr oarylamine oder dianotierte Acylaminoarylamine verwendet, in denen nach der Kupplung die Nitrogruppe reduziert und dianotiert oder die Acylaminogruppe verseift und dianotiert wird und darauf die Schlußkupplung mit dem Acetessigsäurearylamid er-folgt.
DEC54805D 1938-03-05 1939-02-23 Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen Expired DE737626C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH737626X 1938-03-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE737626C true DE737626C (de) 1943-07-20

Family

ID=4532872

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC54805D Expired DE737626C (de) 1938-03-05 1939-02-23 Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE737626C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2966483A (en) * 1956-12-21 1960-12-27 Hoechst Ag Green polyazo-dyestuffs

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2966483A (en) * 1956-12-21 1960-12-27 Hoechst Ag Green polyazo-dyestuffs

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE737626C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE943662C (de) Verfahren zur Herstellung von Tris- und Polyazofarbstoffen
DE2034591C3 (de) Wasserlösliche Monoazofarbstoffe, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zum Färben und Bedrucken von Leder oder Fasermaterialien aus Wolle, Seide, Polyamiden und Polyurethanen und/oder nativer oder regenerierter Zellulose
DE2346462A1 (de) Wasserloesliche pentakis-azofarbstoffe
DE933582C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE852879C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE711386C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE636358C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Azofarbstoffen
DE583036C (de) Verfahren zur Herstellung von Stilbenfarbstoffen
DE80421C (de)
DE677662C (de) Verfahren zur Herstellung von o-Oxyazofarbstoffen
DE822587C (de) Verfahren zur Herstellung von Trisazofarbstoffen
DE719302C (de) Verfahren zur Herstellung von Dis- oder Polyazofarbstoffen
DE325062C (de) Verfahren zur Darstellung von sekundaeren Disazofarbstoffen fuer Wolle
DE767501C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyazofarbstoffen
DE652725C (de)
DE670432C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE651748C (de) Verfahren zur Herstellung von Disazofarbstoffen
DE73349C (de) Verfahren zur Darstellung von Baumwollazofarbstoffen aus geschwefelten Basen und a^Naphtol-zJa-sulfosäure
DE86970C (de)
AT149335B (de) Verfahren zum Durchfärben von Leder.
CH194457A (de) Verfahren zur Darstellung eines Polyazofarbstoffes.
DE639669C (de) Verfahren zum Faerben von Leder
DE880376C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Disazofarbstoffen
DE2501827A1 (de) Wasserloesliche trisazofarbstoffe, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung