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DE737031C - Verfahren zur nassen Gasreinigung - Google Patents

Verfahren zur nassen Gasreinigung

Info

Publication number
DE737031C
DE737031C DEK157191D DEK0157191D DE737031C DE 737031 C DE737031 C DE 737031C DE K157191 D DEK157191 D DE K157191D DE K0157191 D DEK0157191 D DE K0157191D DE 737031 C DE737031 C DE 737031C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
gas cleaning
cleaning method
wet gas
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK157191D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfred Karl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Koppers GmbH filed Critical Heinrich Koppers GmbH
Priority to DEK157191D priority Critical patent/DE737031C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE737031C publication Critical patent/DE737031C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/12Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors
    • C10K1/14Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors organic
    • C10K1/143Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids alkaline-reacting including the revival of the used wash liquors organic containing amino groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Verfahren zur nassen Gasreinigung Die Erfindung bezieht sich auf die Entfernung von sauren Verunreinigungen, wie Ka.hlensäure, Schwefelwassierstoff, Cyanwasserstoffsäure, schwefelige Säure o. dgl. aus 'Gasen, beispielsweise Kohlendestillationsgas, durch Wäsche des Gases mit wäßrig-en Lösungen organischer Körper und Abtreiben der aufgenommenen Stoffe aus der Waschlösung.
  • Die Erfindung besteht darin, daß zur Gasreinigung eine wäßrige Lösung vonDerivaten des y-Piperidons, welche !die Imin- und Ketogruppe unverändert enthalten, wie 2,2,6,6-Tetramethyl-4-0x0-Piperidin, oder deren Oxime benutzt werden.
  • Die gemäß der Erfindung zur Absorption von sauren Verunreinigungen aus Gasen b,enutzten Verbindungen gehört zum Typus, derjenigen Stoffe, welche im Pip,eriduikern eine Ketogruppe besitzt, und zwar in Parastellung zur Imingruppe. Derartige Verbindungen haben, wie gefunden wurde, die Eigenschaft, saure, anorganische Verbindungen der im vorstehenden erwähnten Art zu binden, und zwar in einer derart lockeren Bindung, daß die absorbierten Stoffe ohne Zersetzung oder Umwandlung d,e--, Grundkörpers durch Verminderung des D,ruckes oder Erhöhung der Temperatur oder vorteilhaft durch gleichzeitige Anwendung beider Maßnahmen wieder abgespalten werden können.
  • Es ist bekannt, daß Triacetonamin und analoge Derivate des 1-Piperidons Blausäure unter Bildung von Nitrilen zu addieren vermögen, die sich zu den entsprechenden Oxisäuren verseifen Jassen. Daraus war aber nicht vorauszusehen, daßdie Additionsverhindung zwischen Blausäure und Triacetonamin, üb es sich dabei um ein Nitril handelt, sei dahingestellt, leicht wieder in ihre Komponenten zerle-t werden kann, ohne daß das Triacetonamin eine Änderung erfährt. Das gemäß der Erfindung benutzte Absorptionsmittel, beispielsweise Tr"aoetonamin, fällt nach Abtreiben der absorbierten Stoffe unver# ändert an.
  • Es ist ferner bekannt, daß saure, anorganische Verbindungen aus Gasen mit organisehen Basen ausgewaschen. werden können., die mehrere Stickstofiatome enthalten und durch Erhitzen wieder belebt werden.
  • Diese bekannten Verfahren weisen jedoch den Nachteil auf, daß die zur Absorption benutzten basischen, organischen Körper vergleichs-weise leicht verharzen und ferner auch die üblichen eisernen Apparate stark an-,-reifen.
  • Die gemäß der Erfindung benutzten Derivate des "-Piperidons sind jedoch cyclische Körper und als solche sehr stabil gegen Kondensationsreaktionen, so daß eine iiacliteil:,-e Harzbildung nicht auftritt. Auch wird das Triacetonamin und ähnliche Körper durch Sauerstoff, der beispielsweise im Kohlendestillationsgas in ziemlich beträchtlicher Menge vorhanden ist, nicht angegriffen. Schließlich zeigt sich bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in üblichen eisernen Apparaturen praktisch keine Korrosion, was wahrscheinlich damit zusammenhängt, daß im Triacetonamin Hydroxyl- und Karboxylgruppen fehlen, die in erster Linie für Korrosionen verantwortlich sind.
  • Schließlich ist auch vorgeschlagen -worden, Gase zwecks Reinigung mit einer Lösung oder Suspension von Piperidin und seiner Homo-Iggen, wie Piperidincarbonat oder Tricarbonat, 'in Berührung zu bringen. Hierbei entstehen aber Additionsverbindungen zwischen H.,S und Piperidin, die sich durch Erhitzen nicht unter Rückbildung der Piperidinlösung zerlegen lassen, da Piperidin mit einem Siedepunkt von nur io6' bei den in Betracht kommenden Regenerationstemperaturen bereits stark flüchtig ist und zum größten Teil C e zusammen mit der gasförmigen Säure ;entweicht.
  • Demgüge g Icenüber besitzen die gemäß der Erfindung angewandten Absorptionsstoffe einen wesentlich höheren Siedepunkt, z. B. Triacetonamin einen solchen von z2o', so daß eine Verilüchtigung beim Regenerieren praktisch ausgeschlossen ist.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann man sich beispielsweise der in der Kolzereiindustrie bewährten Apparatur zur Wäsche des Gases und zum Abtreiben von Waschlösungen g bedienen. Beim Abtreiben, das vorteilhaft in einem Kolonnenapparat durchgeführt wird, mag die Temperatur der ZD '\,Vaschlösung auf etwa 6o bis So-- C erhöht werden. In jedem Fall bleibt man genügend 2n weit unter dem Siedepunkt des Triacetonamin, um Verluste an Absorptionsmitteln zu vermeiden. Es kann mveckmäßig sein, hinter dem Abtreiber eine Einrichtung g vorz uselien, die zum Zurück-halten von etwa übergegangenem Absorptionsmittel geeignet ist.
  • Die Wäsche des Gases mit dem ,%,1)sorptionsmittel findet vorteilhaft bei einer Temperatur zwischen 2o bis 30' statt. Das Ab- sorptionsmittel mag im Kreislauf durch die Gasbebandlungsstufe, und die Abtreibestufe des Verfahrens geführt werden, wobei in diesem Kreislauf geeigfiete Mittel zum Erhitzen und Kühlen der umlaufenden Flüssigkeit vorzusehen sind.
  • An Stelle von Triacetonamin können u.a. mäß der Erfindung beispielsweise auch die b durch Umsetzen dieser Verbindung mit H-#-droxylamin entstehenden Oxiine benutzt weräen, Ferner ist es auch möglich, die Methylgruppe des Triacetonamin durch Äthylgruppen oder andere geeignete Substittienten zu ersetzen; das gleiche gilt auch hinsichtlich der Einführun- weiterer Substituenten in und 5-Stellun'-.
  • Beispiel Ein Gasstrom, der 2 #!"o CO., und i #lo H. S enthält, wird mit einer 2o0#oigen wäßrigen Lösung von Triacetonamin gewaschen. Das Volumenverliältnis Lösung : Gas beträgt i . iooo. Von der Kohlensäure werden So##lo und vom Schwefelwasserstoff werden. goo/o ausgewaschen. Die benutzte Waschlösung wird kontinuierlich in einem Erhitzer durch Erwärmen auf etwa So' regeneriert und nach dem Abkühlen auf 2o bis 3o: in den Waschproze-P# zurückgeführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von sauren z# erunreinigungen, wie Kohlensäure, Schwefehvasserstoff, Cyanwasserstoffsäure, schw#efelige Säure o. dgl. aus Gasen. beispielsweise Kohlendestillations-as, durch Gas-C ,wäsche, mit wäßrigen Lösungen organischer Körper und Abtreiben der aufgenommenen Stoffe aus der Waschlösung, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige Lösung von Derivaten des 7-Piperidons, welche die Imin- und Ketogruppe unverändert enthalten, wie 2,2,6 -, 6-Tetrametl'YI-4-0x0-PiPeridin, oder deren Oxime zur Gas-wäsche benutzt wird.
DEK157191D 1940-03-30 1940-03-30 Verfahren zur nassen Gasreinigung Expired DE737031C (de)

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Cited By (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US9630140B2 (en) 2012-05-07 2017-04-25 Evonik Degussa Gmbh Method for absorbing CO2 from a gas mixture
US9840473B1 (en) 2016-06-14 2017-12-12 Evonik Degussa Gmbh Method of preparing a high purity imidazolium salt
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US10138209B2 (en) 2016-06-14 2018-11-27 Evonik Degussa Gmbh Process for purifying an ionic liquid
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US10512881B2 (en) 2016-06-14 2019-12-24 Evonik Degussa Gmbh Process for dehumidifying moist gas mixtures
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US11130094B2 (en) 2015-09-29 2021-09-28 Basf Se Cyclic amine for selectively removing hydrogen sulphide

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