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Anordnung zur Erhöhung der Schirmbelastbarkeit bei Bildzerlegungseinrichtungen
mittels Braunscher Röhren Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Erhöhung der
Schirmbelastbarkeit bei Bildzerlegungseinrichtungen mittels Braunscher Röhre.
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Es ist bekannt, bei Fernsehübertragungen den Leuchtfleck, der auf
dem Schirm einer Braunschen Röhre erzeugt wird, auf einen Film zu projizieren. Es
ist zweckmäßig, bei diesem Verfahren einen kontinuierlich bewegten Film zu verwenden,
da bei rugkweiser Filmbewegung ein beträchtlicher Teil, etwa ä5%, der zur Zerlegung
zur Verfügung. stehenden Zeit für die Fortschaltung des Bildes verlorengeht. Bei
der kontinuierlichen Bewegung des Films wird im einfachsten Falle nur eine Zeile
geschrieben, d. h. -die bei gewöhnlichem Bild übereinanderliegenden Zeilen erscheinen
alle nacheinander an derselben Stelle des Fluoreszenzschirmes.= Dabei ergibt sich
jedoch die Schwierigkeit, dal3 der Braunsche Röhrenschirm an dieser Stelle in verhältnismäßig
kurzer Zeit zerstört wird. Es ist auch vorgeschlagen worden, die Zeilen entgegen
der Filmbewegung auf dem- Fluoreszenzschirm der Braunschen Röhre wandern zu lassen,
um immer neue Teile des Schirmes zum Leuchten anzuregen. Dies ergibt jedoch Schwierigkeiten
in bezug auf die richtige Lage des Leuchtflecks.
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Um nun die Schirmbelastung herabzusetzen und gleichzeitig auch eine
größere Helligkeit für den Bildpunkt zu erhalten, wurde vorgeschlagen, auf dem Fluoreszenzschirm
eine scharfe Linie abzubilden und diese durch eine Zylinderlinse zu einem Punkt
zusammenzuziehen.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt eine weitere Erhöhung der Schirmbelastbarkeit.
Erfindungsgemäß
wird bei Bildzerlegungseinrichturigen mittels Braunscher Röhre, bei denen die Kathodenstrahlröhre
nur die Bildzerlegung in Zeilenrichtung bewirkt, zur Erhöhung der Schirmbelastbarkeit
die Braunsche Röhre senkrecht zur Zeilenrichtung schwenkbar gelagert und derart
bewegt, daß sich die Lage der leuchtenden Zone des Fluoreszenzschirmes in bezug
auf die Lage der Abbildunsoptik nicht ändert. Es ist zweckmäßig, den' Leuchtfleck
auf dem Schirm in Form eines schmalen Rechtecks auszubilden, dessen Länge der io-
bis ioofachen Ausdehnung des Bildpunktes entspricht. Der so erzeugte Lichtstreifen
wird durch optische Systeme, vorzugsweise zwei getrennte Zylinderlinsensysteme,
derart auf dem Film abgebildet, daß der Leuchtfleck die Höhe einer Bildzeile aufweist.
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Zur Erzeugung des rechteckförmigen Leuchtfleckes werden z. B. aus
der Tonaufzeichnung bekannte Elektrodensysteme oder besonders geformte Kathoden
benutzt. Die Verbreiterung der Zeilen auf dem Braunsehen Röhrenschirm kann auch
durch. eine hochfrequente zusätzliche Ablenkung eines runden oder quadratischen
Leuchtflecks erzielt werden, deren Frequenz oberhalb der Bildsignalfrequenz liegt.
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Die leuchtende Zone wandert langsam über den Fluoreszenzschirm, in
dem sie sich beispielsweise in einer Bilddauer um einen geringen Betrag verschiebt.
Diese Bewegung der leuchtenden Zone über den Fluoreszenzschirin wird durch eine
entsprechende Schwenkung der Röhre in entgegengesetzter Richtung ausgeglichen, so
daß die leuchtende Zone in bezug auf das optische System stets an derselben Stelle
im Raum verbleibt.
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Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der ein Ausführungsbeispiel
betreffenden schematischen Figuren erläutert.
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In allen Figuren sind einander entsprechende Teile mit den gleichen
Nummern bezeichnet.
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In Fig. i bezeichnet i den Film, auf welchem der Lichtfleck abgebildet
werden soll, 3 den Leuchtschirm der schwenkbar gelagerten Braunsehen Röhre 4. Der
Leuchtfleck wird mit Hilfe eines die Zylinderlinse 6 und die Zylinderlinse 7 umfassenden
Zylinderlinsensystems auf dem Film abgebildet. Der Leuchtfleck wandert langsam in
vertikaler Richtung über den Fluoreszenzschirm und gleichzeitig wird die Röhre um
die horizontale Achse langsam in entgegengesetzter Richtung gekippt, so daß der
leuchtende Streifen stets in der Achse des optischen Systems verbleibt. Die mechanische
Schwenkung der Röhre ist zwangsläufig in der Strahlablenkung derart gekoppelt, daß
der leuchtende Streifen immer an derselben Stelle im Raum stehenbleibt. Diese zusätzliche
Schwenkung der Röhre kann in irgendeinem langsamen Rhythmus erfolgen, der in keiner
feststehenden Beziehung zur Zeilen- oder Bildwechselfrequenz zu stehen braucht.
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Fig.2 zeigt den Strahlengang durch die Zylinderlinsensysteme 6 und
7 in Seitenansicht. Fig. 3 in Aufsicht. Es sei angenommen, daß sich der Film in
Fig.2 senkrecht zur Zeichenebene bewegt, d. h. in Fig. 3 von oben nach unten. Der
Pfeil 2 gibt dann die Zeilenlänge des auf dem Schirm 3 der Braunschen Röhre 4 erzeugten
Leuchtstreifens an. Die Breite des Streifens ist in Fig.3 durch den Pfeil 5 angedeutet.
Sie entspricht z. B. der Breite von zehn normalen Zeilen. Zur Abbildung des auf
dem Braunschen Röhrenschirm erzeugten Leuchtstreifens dient eine Zylinderoptik 6,
die die Zeilenlänge beispielsweise im Verhältnis 1 :3 auf den Film abbildet. Eine
weitere Zylinderoptik 7 dient dazu. den Leuchtstreifen in der dazu senkrechten Richtung
im Verhältnis i : i o auf den Film abzubilden, so daß auf dem Film eine Zeile normaler
Länge und Breite entsteht. Diese Zeile hat bei gleicher Beanspruchung des Leuchtschirmes
die iofache Flächenhelligkeit oder, wenn letztere nicht gesteigert zu werden braucht,
ist es möglich, die Beanspruchung des Leuchtschirmes- im Interesse einer größeren
Lebensdauer auf den zehnten Teil herabzusetzen.- Die Auseinanderziehung des Leuchtstreifens
kann natürlich auf eine beliebige Breite erfolgen, um das Prinzip voll auszunutzen.
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