-
Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Haupt- und Unterämtern
Zusatz zum Patent 704 oll Das Hauptpatent bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit
Haupt- und Unterämtern, zwischen denen mehrere Verbindungsleitungen verlaufen.
-
Um, in diesen Anlägen zwecks Vielfachschaltung der Teilnehmer im Unteramt
mit den zum Hauptamt verlaufenden Anrufstromkreisen einen besonderen Aufwand für
jeden Unteramtsteilnehmer und jede Verbindungsleitung zu vermeiden, verbinden gemäß
dem Hauptpatent im .Unteramt vorgesehene Schaltmittel, welche zur Vielfachschaltung
,der Uuteramtsteilnehmer- mit über die vorhandenen Verbindungsleitungen verlaufenden
Anrufstromkreisen dienen, jeden Unteramtsteilnehmer mit nur einem Anrufstromkreis;
nach dessen Benutzung .durch einen anrufenden Unteramtsteilnehmer der entsprechenden
Verbindungsleitung zugeordnete weitere Schaltmittel -eine Weiterschaltung der übrigen
mit diesem Anrufstromkreis vielfachgeschalteten Unteramtsteilnehmer auf einen über
die nächste Verbindungsleitung verlaufenden. Anrufstromkreis herbeiführen.
-
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit einer zweckmäßigen
Weiterbildung dieser Weiterschaltung in solchen Anlagen, ih denen die Unteramtsteilnehmer
in Gruppen geteilt .sind und die dementsprechenden gruppenweisen Vielfachschaltungen.
über jeweils eigene Kettenschaltungen weitergeschaltet werden.
-
Die .erfindungsgemäße Weiterbildung kennzeichnet sich dadurch, daß-
in der Ruhelage der Anlage die Vielfachschaltung je einer von zwei oder mehreren
Gruppen je-
weils über in ihrer eigenen Kettenschaltung liegende Kontakte
der zur Weiterschaltung dienenden Schaltmittel mit einem über eine jeweils andere
Verbindungsleitung verlaufena
den Anrufstromkreis verbunden ist
und bei Belegung dieser Verbindungsleitung eine Weiterschaltung sämtlicher Kettenschaltungen
der mit dieser zu verbindenden Viel fachschaltungen auf eine andere freie Verbindungsleitung
erfolgt.
-
Die erfindungsgemäße Anordnung bietet die Möglichkeit, die Verbindungsleitungen
zwischen Hauptamt und Unteramt gleichmäßig zu belasten und gegebenenfalls den Einfuß
von Verbindungsleitungen, die derart gestört sind, daß noch keine Alarmierung oder
Weiterschaltung der Kettenschaltung erfolgt, so gering wie möglich zu halten, sofern
die Anordnung derart gestaltet ist, daß die Teilnehmergruppen die Verbindungsleitungen
in gegenläufiger Folge belegen können.
-
Weiterhin wird 'durch die erfindungsgemäße Anordnung die Möglichkeit
geboten, die Behinderung .der Unteramtsteilnehmer .einer Gruppe durch eine gerade
erfolgende Verbindungsherstellung eines Teilnehmers einer anderen Teilnehmergruppe
zu verringern. In den bisher vorgeschlagenen Anordnungen, in denen die Unteramtsteilnehmer
durch im Unteramt vorgesehene Schaltmittel gruppenweise mit über verschiedene Verbindungsleitungen
verlaufenden Anrufstromkreisen vielfachgeschaltet und nach Anruf eines Teilnehmers
der einen -Gruppe die übrigen Teilnehmer dieser Gruppe durch die der benutzten Verbindungsleitung
zugeordneten weiteren Schaltmittel auf einen über die nächste Verbindungsleitung
verlaufenden Anrufstromkreis weitergeschaltet werden, sind nämlich den Verbindungsleitungen
einzeln oder sämtlichen Verbindungsleitungen gemeinsam Relais zugeordnet, welche
bei Benutzung einer Verbindungsleitung die über sämtliche Verbindungsleitungen verlaufenden
Anrufstromkreise bis zur Abfertigung eines aufgenommenen Anrufanreizes auftrennen
und somit sämtliche Teifnehmergruppen bis zur Anschaltung des anrufenden Teilnehmers
an die benutzte Verbindungsleitung in ihrer Verbindungsherstellung behindern.' Dieser
störende Einfiuß kann bei der erfindungsgemäßen Anordnung ;dadurch beseitigt werden,
daß :die in der Ruhelage der Anlage j e--weils mit einem Anrufstromkreis einer anderen
Verbindungsleitung verbundenen Vielfachschaltungen ohne Einschaltung von von der
Herstellung abgehender Verbindungen über andere Verbindungsleitungen abhängigen
Kontakteinrichtungen über die zur Weiterschaltung von dieser Vcrbindungsleitung
:dienende Kontakte mit dem zugehörigen Anrufstromkreis verbunden sind. Das Ausführungsbeispiel
zeigt beide Möglichkeiten. Zur Erläuterung der Erfindung ist eine Fernsprechanlage
gewählt, welche aus einem I batterielosen Unteramt UA und einem Hauptamt
HA besteht. Zwischen beiden Ämtern verlaufen drei Verbindungsleitungen VL
i, hL2 und lJL 3. Zur Anschaltung der an Idas Unteramt angeschlossenen beiden
Gruppen von Teilnehmern an diese Verbindungsleitungen sind im Unteramt an jeder
Leitung je zwei Wähler WR i i, WR 2i bzw. WR i2; WR 22 bzw. WR 13,
WR 23 vorgesehen, welche unter Mitwirkung des Hauptamtes eingestellt werden, und
zwar im abgehenden Verkehr durch enne selbsttätige Steuerung :der Wähler zur Anschaltung
eines anrufenden Teilnehmers im Unteramt mit einem Mitlaufwerk (mw i, mw2 nicht
gezeigt, 'Häw3) zur Kennzeichnung des entsprechenden Teilnehmers und im ankommenden
Verkehr durch eine Steuerung entsprechend einer vom Hauptamt ausgehenden Nummernwahl
zur Auswahl des gewünschten Teilnehmers, bei welcher das Mitlaufwerk ebenfalls eingestellt
wird.
-
In der Zeichnung sind nur die an den Verbindungsleitungen VZ
i und hL 3 liegenden Wähler WRii, WR2i und WR13, WR23 mit ihren Steuerstellen
St i und St 3 wiedergegeben; von der Verbindungsleitung hL2 sind nur die Schaltarme
der beiden Wähler WR i2 und WR22 und die zur Weiterschaltung der Vielfachschaltung
dienenden Kontakte gezeigt, während die zugehörige Steuerstelle St2 -durch ein gestricheltes
Rechteck angedeutet ist. Die Steuerstelle St2 ist mit den gleichen Schalteinrichtungen
ausgerüstet wie jede der beiden gezeigten Steuerstellen St i und St 3.
-
Im Hauptamt HA sind nur für die Ver- I l)inclungsleitungen
VL i und VZ 3 die hier interessierenden, zur Einleitung einer abgehenden
bzw. zur Einleitung einer ankommenden Verbindung dienenden Schaltmittel gezeigt.
-
Die einander entsprechenden Schaltmittel und Schaltelemente der verschiedenen
Verbindungsleitungen sind mit den gleichen Buchstaben und einem auf :die zugehörige
Verbindungsleitung hinweisenden Index bezeichnet, während die vor den Buchstaben
stehenden Zahlen zur Erleichterung des Verständnisses für .die drei Verbindungsleitungen
wiederholt sind; so entspricht z. B. dein Relais U i der Verbindungsleitung
VZ i das Relais U3 der Verbindungsleitung VL3, und ebenso erfüllen z. B.
.die Kontakte 7"21, 8 n 2 i, g n i i und i o n i i an der Verbindungsleitung VZ
i die gleichen Schaltaufgaben wie die Kontakte71z22, 8n22, gni2 und ioni2 an der
Verbindungsleitung VL2 bzw. die Kontakte 7n23, 81i23, 91113 und Ion 13 an der Verbindungsleitung
VL 3.
Von den beiden im Unteramt UA liegenden- Teilnehmergruppen
ist die -eine Gruppe an die Kontalztbänke der Wähler WR i i, WR 12 und WR
13 angeschlossen, :deren Schaltmagnete Dwr i i, Dwr i2 -(nicht gezeigt) und Dwr
13 über die untere Ader der entsprechenden Verbindungsleitung beeinflußt werden,
ehrend die andere Gruppe mit den Kontaktbänken der Wähler WR21, WR22 , und
WR2.3 verdrahtet ist, deren Schaltmagnete Dwr2i, I)WR22 (nicht gezeigt) und Dwy23
über-die obere Ader der entsprechenden Verbindungsleitung betätigt werden. Die Ingangsetzung
des einen oder anderen Wählers an der gleichen Verbindungsleitung wirrt im abgehenden
Verlzehr durch Beeinflussung verschiedenerAnrufeinrichtungen im Hauptamt, nämlich
X i i (VL i), X 21 (VL x), nicht gezeigt, X13 (T7L3) für die erste
Gruppe und X 21 (VLi), X 22 (VZ 2), nicht gezeigt,
X23 (VL3) für -die zweite Gruppe, über verschiedene Anrufstromkreise veranlaßt,
von denen der eine über die-obere (a-)Ader und der andere über die untere (b-)Ader
der entsprechenden Verbindungsleitung verläuft. Im ankommenden Verkehr ist für die
Gruppenbestimmung der - von einem vorgeordneten 1Tumm@ernstromstoßempfänger (z.B.
Leitungsrvähler LW) belegte Zugang c ii (TxL i), c i2
(VL2), c13 '(UL3)
bei der ersten Teilnehmergruppe und cri (VLi), c22 (VL2), c23 (VL3)
für die zweite Teil.nehlnergruppe maßgebend. Die Teilnehmer des Unteramtes sind
gruppenweise-mit 'dem einen oder anderen Anrufstromkreis vielfachgeschaltet, und
zwar ist, wie aus der Anschaltung der beiden wiedergegebenen Teilnehmer Tn r5 un.d
Tn 25 zu erkennen ist, bei Freisein sämtlicher Verbindungsleitung endie Verbindungsleitung
VL i oder ersten Teilnehmergruppe bevorzugt zugänglich, während Ader zweiten Teilnehmergruppe
,die Verbindungsleitung VL3- bevorzugt zugänglich ist. Die Vielfachscbaltung der
ersten Teilnehmergruppe wird bei Besetztsein 'der Verbindungsleitung VL i von--dieser
Verbindungsleitung auf die Verbindungsleitung VL2 weitergeschaltet, während die
Vielfachschaltung der zweiten Teilnehmergruppe von der Verbindungsleiturig VL3 auf
die Verbindungsleitung VL2 weitergeschaltet wird, wenn die Verbindungsleitung VZ
3 .besetzt ist. Ist die Verbindungsleitung VL2 besetzt, so wird die Vielfachsahaltung
der ersten - Teilnehmergruppe auf die Verbindungsleitung VZ 3
bzw. die Vielfachschaltung
der zweiten Teil" nehsnergruppe auf die Verbindungsleitung VL i weitergeschaltet.
Die gruppenweise Vielfachschaltung ider Teilnehmer -erfolgt durch Kontakte von Relais
R r'5, T 1 5 b:zw. R25, T.23, welche den einzelnen Teilnehmern zugeordnet
sind.- Man erkennt also, daß die @beiden Teilnehmergruppen nie vorhandenen drei
Verbindungsleitungen VL i, VL 2, VL 3 ,im abgehenden Verkehr gegenläufig
belegen, und zwar die Teilnehmer der ersten Teilnehmergruppe in der Folge VL i,
YL 2, UZ 3 und die Teilnehmer der zweiten Teilnehmergruppe in der
Folge hL 3, VL 2,
TVL i. Auch im ankommenden Verkehr erfolgt die Benutzung
:der Verbindungsleitungen für -die beiden Teilnehmergruppen in ,gegenläufiger Belegung,
indem nämlich bei Kennzeichnung eines Teilnehmers .der ersten Teilnehmergruppe der
Schaltarm des Leitungswählers LW zuerst auf .die Verbindungsleitung VL3,
bei deren Besetztsein auf die Verbindungsleitung VZ 2 und,.falls auch diese besetzt
ist, auf die Verbindungsleitung VL i prüft, während bei Herstellung einer Verbindung
zu einem Teilnehmer der zweiten Teilnehmergruppe .der Schaltarm c des Lei-'tungswählers
LW zuerst die Verbindungsleitung VL i, bei deren Besetztsein die Verbindungsleitung
VL2 und, falls auch diese besetzt ist, :die Verbindungsleitung VL 3 er-
reicht.
-
In der Ruhelage der Verbindungsleitung VL i sind im, Unteramt UA die
Relais L i, IVii und- NZi in über die a- und b-Ader und die Relais Xii und X2i verlaufenden
Ruhestromkreisen, in denen die -letztgenannten Relais nicht beeinflußt -werden,
erregt, so @daß demnach hie Kontakte 7n2r und gnii bzw. ign2i und 2inii geschlossen
sind; die Vielfachschaltung der ersten Teilnehmergruppe ist also mit der Anlaßaller
an i i verbunden, während für .die zweite Teilnehmergruppe eine Verbindung
mit der Anlaßader an--,i vorbereitet ist. Im Hauptaant HA ist das Relais
S i Tiber eine hier nicht gezeigte Wicklung I erregt: An der - Verbindungsleitung
VL2 sind die entsprechenden Relais der Steuerstelle St2 ebenfalls in Ruhestromkreisen
erregt, so :daß .demnach die Kontakte 7 1z 22 und g iz i2 bzw. 29n 22 und
2 i n i2 geschlossen sind; so daß eine Verbindung der Vielfachschaltung :der
ersten Teilnehmergrüppe mit der Anlaßader an i2 und eine Verbindung .der
Vielfachschaltung .der zweiten Teilnehmergruppe mit der Anlaßa.der a112-9 vorbereitet
ist. Im Hauptamt HA ist :ein nicht gezeigtes Relais SZ erregt.
-
In der Steuerstelle St-3 der Verbindungs-Leitung VL 3 sind
die Relais L3, N 3 `und N23 in der Ruhelage, dieser Verbindungsleitung
in über die a- und b-Ader der Verbinidungsleitung und die Relais X13 bzw. X23 verlaufenden
Ruhestromkreisen ohne Erregung der letztgenannten Relais erregt..
Demzufolge
sind die Kontakte 71a23 und 9 1a 23 bzw. .19W23 und 2 i iz
i 3 geschlossen, so daß die Vielfachschaltung der zweiten Teilnehmergruppe mit der
Anlaßader ayt23 verbunden ist und eine Verbindung der Vielfachschaltung der ersten
Teilnehmergruppe mit der Anlaßader ai#i3 vorbereitet ist. Im Hauptamt HA ist .das
Relais S 3 über eine nicht gezeigte Wicklung l erregt.
-
Zur Wenterschaltung der Vielfachschaltungen werden die obergenannten
Ruhestromrelais bei Belegung der entsprechenden Verbindungsleitung stromlos, so.
daß z. B., wenn die Relais N ii und N21 bei Belegung der Verbindungsleitung VL i
aberregt werden, eine Weiterschaltung auf die nächste Verbindungsleitung' VL2 .erfolgt.
- Entsprechendes gilt für die Ruhestromrelais der übrigen Verbindungsleitungen.
-
Hebt z. B. der Teilnehmer Th i S seinen Hörer ab, so erfolgt, falls
die Verbindungsleitung VL i frei ist, durch Stromverstärkung über einen über die
Teilnehmerschleife geschlossenen Zweigstromkreis tyti i, 9nii, 7n21, Gli, 9-i0,.
Wii5, 1t15, 2715, Tn i 5, 6 t i 5, - +. zu dem eingangs erwähnten Ruhestromkreis
der Relais L i und N i i (obere Ader) eine Erregung des Relais X i i im Hauptamt
HA. Durch Schließen des Kontaktes 167x i -i kommt, da, wie oben erwähnt,
das Relais S i erregt ist, folgender Stromkreis zustande: -, N i III,
Y i i I,
167 x i i, 11401, 115 s i, H, +. Indem
obenerwähnten Stromkreis kommen die Relais N i, Y x i und H zur Erregung.
Das Relais N i sperrt durch Öffnen des Kontaktes 11ä111 die Verbindungsleitung VLL
i gegen ankoinmende Verbindungen. - Das Relais Y i i schaltet furch Öffnen .der
Kontakte 45 y 1 i -und 52 y i i die Spannung von der a- und b-Ader der Verbindungsleitung
VL i ab; so daß im Unteramt UA die Relais Nii, N2i und L i zur Aberregung .kommen.
Durch Umlegen der Kontakte dieser Relais, z. B. Schließen des Kontaktes 8n2i, werden
die Vielfachschaltungen der ersten Teilnehmergruppe auf den über die nächste freie
Verbindungsleitung verlaufenden Anrufstromkreis' weitergeschaltet, d. h. sofern
die Verb.indungsleitung VL2 frei ist, über die Kontakte 7n22 und gni2 der dort erregten
Ruhestromrelais auf tdie Anlaßader an i2; über die ein dem Relais X i i entsprechendes
Relais X i2 (nicht gezeigt) durch einen Anruf eines Teilnehmers der ersten Teilnehmergruppe
beeinflußt werden kann. Sollte auch die Verbindungsleitung hL2besetzt sein, also
-der Kontakt 8n22 geschlossen sein, so wird die Vielfachschaltung der ersten Teilnehmergruppe
über die Kontakte ign23 und 21n13 der Ruhestromrelais der dritten Verbindungsleitung
mit der Anlaßader all 13 der Verbindungsleitung VZ 3 verbunden, uni bei Vorliegen
eines Anrufes aus der ersten Teilnehmergruppe das -Relais-- X 13 beeinflussen zu
können. Eine solche - Belegung einer weiteren Verbindungsleitung ist aber -zunächst
durch die Erregung des für ;die drei Verbindungsleitungen gemeinsamen Relais H unterburnden.
Nach der Erregung dieses Relais werden nämlioh durch Öffnen der Kontakte
391a, 4o h an den Verbindungsleitungen VL 3 und TAL i und eines entsprechenden
Kontaktes an der Verbindungsleitung VL 2
die Ruhestromkreise über die oberen
Adern der einzelnen Verbindungsleitungen unterbrochen. Demzufolge werden an sämtlichen
Verbindungsleitungen die dem Relais N i i entsprechenden Relais N 12 (nicht gezeigt)
und N 13 aberregt, so daß durch Offenhalten der Kontakte gni2 und 2i.213 die Vielfachschaltung
ider ersten Teilnehmergruppe nicht auf die entsprechenden Anlaßadern durchgeschaltet
ist. Der noch bestehende Anrufanreiz des Teilnehmers T1215, welcher sonst nacheinander
die Anrufeinrichtungen sämtlicher Verbindungsleitungen beeinflussen würde, kann
demnach jetzt diese Anrufeinrichtungen nicht betätigen. - Es sind aber zu diesem
Zeitpunkt nicht nur die Teilnehmer der ersten Teilnehmergruppe, sondern auch die
Teilnehmer der zweiten Teilnehmergruppe an der Herstellung einer Verbindung behindert
- bis zur Arisch -alturig des anrufenden Teilnehmers an die belegte Verbindungsleitung.
-
Nach Aufnahme des oben geschilderten Anrufanreizes durch das Relais
X i i wird das Relais X i i infolge Abschaltung ,der Spannung an der a-Ader stromlos,
so daß eine Erregung,des Relais C i zustande kommt über -, N i III, Y i i I, 78
y i i, nicht gezeigte Schältelemente, io5 p i, io6 q i,, C i I,
112
c i, 11q.01, 1-15 s 1, H, -E-. Da im Unteramt durch Unterbrechung der Ruhestromkreise
auch das Relais L i stromlos geworden ist, sind durch Schließen der Kontakte 26l1
und 3 i 11 die S chaltmagnete Dwy i i und Dwr 21 :der beiden an der
Verbindungsleitung VL i liegenden Wähler WR i i und WR 2z an je eine Ader der Verbindüngsleitung
VZ i angeschaltet worden. Es kommt aber, da der Kontakt 53y11 geschlossen ist, nur
ein Stromkreis für den Schaltmagneten Dwr i i des Wählers WR i i über .die untere
(b-) Ader i der Verbindungsleitung VZ i und die Kontakte 71 c i und 8o p
i zustande. In dieseln Stromkreis werden mit einem weiteren hier nicht gezeigten
Relais, welches zur Steuerung des angedeuteten Mitlaufwerkes (Schaltarm i mw i)
dient, der SchaltmagnetDxvyii und das Relais Tri erregt. Über die a-Ader der
Verbin-d_ungsleitürig
1L 1 kommt nach Schließen `des Kontaktes 34dzur 1I ein Stromkreis, für die
Relais N i i (Il) und L i (III) sowie für ein im Hauptamt an der a-Ader liegendes,
nicht- gezeigtes Relais zustande. Nach ,dem ersten Schaltschritt des Wählers WR
i i wird die b-Ader stromlos, so,daß nach einiger Zeit das Relais Vi abfällt. Bis
zu diesem Zeitpunkt sind das nicht gezeigte Relais im Hauptamt. und das Relais N
i i (II) über 36n i i, 2-L,- i2 dwr 2I, i i dwr i i, 13 v I erregt ;gehalten:
Jetzt wird,durch Schließendes Kontaktes- 14v I nach vorheriger Freiprüfung rin Hauptamt
eine Prüfung ermöglicht, -ob der erreichte Teilnehmer der anrufende ist., Ist dies
nicht--der Fäll, so geht die zwangs: läufige 'Steuerung weiter, bis- der anrufende
Teilnehmer erreicht .ist. Dann steht der Wäh-° ler WR ii mit seinen Schaltannen
a und- b auf dem Kontakt.5;- die weitere Strornstoß-' ser%dung ist verhindert. Über
.die a-Ader er'-folgt eine Erregung des Relais 'R 15, welches nach Erregung des
Relais T 15 über die Teilnehmerschleife wieder ausgeschaltet wird. Jetzt kommen,-'
über die Teilnehmerschleife das Relais U i im Unteramt und ein nicht gezeigtes Relais
Y I im Hauptamt zur Erregung. Durch Öffnen (des Kontaktes I05 p I werden die Relais
H und C i aberregt; die Relais N i und Y i i halten sich über den
Kontakt xo7,p i. Da jetzt das -gemeinsame Relais H :aberregt ist und !der Teilnehmer
Tn 15 von der Vielfachschaltung abgeschaltet ist; werden die . Vielfachschaltungen
durch Wi;edererregun- der Ruhestromrelas an den freien Verhind%ngsleitungen mit
den ent-, sprechenden Anlaßadern verbunden: Das in der Ruhelage der Verbin(dungsleitüng
erregte Relais S i ist ausgeschaltet. Nach .der Durchschaltung des anrufenden Teilnehmers
wird hier auf irgendeine ' nicht interessierende Weise über einen nicht gezeigten
Vorwähler VW i ein freier Verbindungsweg mit einer den weiteren Aufbau haltenden
Speisebrücke angeschaltet. Der Teilnehmer Tn i 5 kann nur durch Betätigung seiner
_Nummernscheibe Stromstöße zum weiteren Aufbau der gewünschten Verbindung aussenden
uid überdie eingestellte Wähler mit dem 'gewünschten Teilnehmer in Verbindung- treten.
-
Am Sohluß `des Gespräches wird. nach Auflegen des Hörers: (Aberregung
Ader Relais UI und T 15) oder Verbindungsweg- ausgelöst. Nach Rückkehr es Vorwählers
VW z wird das nicht gezeigte Relais P i stromlos. Das Relais Y i i wird durch
Öffnendes Kontaktes io7 p i äberregt; so daß an beide Adern. wieder Spannung
angelegt wird. Die Relais N z (II) und O i (I) sind über den auf dem Segment i bis
ir- stehenden Schaltarm mw i
erregt. Das Mitläufwerk wird in- einem nicht
gezeigten lokalen Strornstoßkreis in die Ruhelage fortgeschaltet. Unabhängig von
dieser Fortschaltung wird der Wähler WR i i im: Unteramt UA fortgeschaltet, - indem
der Schaltmagnet Dwr i i über die untere Ader der Verbindungsleitung beeinflußtwird.
Durch das hierbei erfolgende Schließen ,des Kontaktes@ 34 dzur
z i werden !die Relais L i und Ni i über ;die a-Ader der Verbindungsleitung
TILi und @die an dieser liegende. Batteriespannung erregt, so däß durch Öffnen des
Kontaktes 3111 der -Erregerkreis des Schaltmagneten Dwr i i wieder unterbrochen
wird. - Das Relais L r -und dler,Sohaltmagnet Dwr i i arbeiten unter gegenseitiger
Beeinflussung zwecks Fortschaltung des Wählers WR i"i, während das mit dem ,Schaltmagneten
in Reihe erregte Relais h` i als Verzögerungsrelais während der FortschaItung ununterbrochen
erregt bleibt. Wird der Schältrnagnet Dwr i i nach Erreichen ,der Ruhelage stromlos,
so hält sich, da sich nunmehr . der Wähler WR i i in der Ruhelage befindet, :das
noch erregte Relais L i mit seiner Wicklung I über die obere Ader -und mit seiner
Wicklung II über die untere Ader der .Verbindungsleitung. Der über die äbere Ader
# der Verbindungsleitung TL i bestehende Stromkreis - hat folgenden Verlauf: -,
nicht gezeigte Schaltelennente, XII,--4oh, 4704 43y21, 45y", a(VLi),. 3.,3 dzvr
i i, c -(WR i i) in Stellung o, # l i,
NiiI, LiI, f (WRiz) in -Stellung
o, f (WR2i) in Stellung o, +. " Der über die untere Ader der Verbindungsleitung
verlaufende Stromkreis hat folgenden Verlauf: -,: nicht gezeigte 'Schaltelemente,
X2i, 49y21, 52yii, b (VZ=), - 38dwr?-i, e (WR2i) ih Stellung o, 32,14
30n11, Wi2,. 29,112 1, Wi i, L i II, f (WR i i) in Stellung :o, f
(WR 2-i) in Stellung o; - +. Hat das @Mtlaufwerk im Hauptamt -die = Stellung o erreicht,
so wird das Relais S z über seine Wicklung TI und :den Schaltarm mw i -erregt, so
daß nunmehr, wenn idie Relais X i r und Xäi abfallen, &s Relais 0,i durch Kurzschluß.
seiner Wicklung II über die Kontakte 84 o i r, 85 x2i und- 86 s z zur Aberregüng
gebracht wird: Das Relais S i hält sich übgreine hier nicht gezeigte Wicklung I.
Da das Relais N-i als Verzögerungsrelais- mach der Aberregung des- Relais 0 i noch
kurze Zeit erregt ist, wird durch Öffnen -.des Kontaktes: 47-O 1 (41-n 1 noch offen)
der- über die- a-Ader der Verbindungsleitung VL I verlaufende Stromkreis vorübergehend
unterbrochen, so daß im Unteramt UA <das Relais: N i i vorübergehend, abfällt
und durch Öffnen. des Kontaktes 30 n, i i den Ku rzschluß des- Relais N2i
aufhebt, so daßdieses Relais über die untere Ader der Verbindungsleitung VL i in
Reihe mit der Wicklung II,des Relais L i und
dem Widerstand Wi
1 zur Erregung kommt. Das Relais IVz 1 wird nach -der Spannungsanschaltung
(Kontakt 41 1z1 geschlossen) an die a-Ader der Verbindungsleitung VL 1 wieder
erregt, so daß die V.elfachschaltung der ersten Teilnehmergruppe wieder mit dem
über die obere Ader der Verbindungsleitung VL 1
verlaufenden Anrufstromkreis
verburiden wird. Außerdem wird @dtVch Schließen der Kontakte 19 n 21 und 21 n 1
i die Anschaltung der Vielfachschaltung der zweiten Teilnehmergruppe an die Anlaßader
an 21 und damit an den über die untere Ader verlaufenden-Anrufstromkreis
vorbereitet. .
-
i Hebt zur Herstellung einer abgehenden Verbindung nicht tder Teilnehmer
Tn 15 der ersten Teilnehmergruppe seinen Hörer ab, sondern z. B.,der Teilnehmer
Tn 25, der zu,der zweiten Teilnehmergruppe gehört, so wird der Anrufanreiz,
da fürdieseTeilnehmergruppedie Verbindungsleitung VL 3 bevorzugt zugänglieh
ist, bei Freisein dieser Verhindungsleitung über .die Anlaßaider a7223 und die untere
(b-) Ader der Verbindungsleitung VL 3
auf das Relais X23 gegeben.
-
ist dagegen diese Verbindungsleitung besetzt, d. h. sind die Relais
N13, N23 und L 3 stromlos, so ist die Vielfachschaltung der zweiten Teilnehmergruppe
über den Kontakt 8n23 auf dieVerb-indungsleitung VL2 weitergeschaltet, und der Anrufanreiz
wird, wenn diese Verbindungsleitung frei ist; über die, Kontakte 19n 22 und 2z n
12 und die Anlaßader anal in entsprechender Weise über die untere Ader dieser
Verbindungsl-eitüng auf das nicht dargestellte Anrufrelais X22 weitergegeben. Sollte
auch die Verbindungsleitung VL2 besetzt sein, also die Ruhestromrelais der Steuerstelle
St2 aberregt sein, so wird der An:laßanreiz über den Kontakt 20n22 zur Verbindungsleitung
VL 1,weitergeschaltet und dort, falls :die Verbindungsleitung VL i frei ist, über
die Kontakte 19n 21 und 21n 11 und :die Aulaßader an 2r über die b=Ader der
Verbindungsleitung VL 1 auf das Relais Y 21 übertragen.
-
Ist aber bereits, wie schon gesagt, die Verbindungsleitung.VL3 frei,
so wird das Relais Y23 zur Erregung gebracht und veranlaßt -durch- Schließen des
Kontaktes 101 x23 eine Erregung des Relais Y23 über -, 1V3111, Y231, 101x23, .102x
13, 114013, 115s3,. H,. +. Das allen Verbindungslei-.tungen gemeinsame Relais H
trennt wieder. die Ruhestromkreise sämtlicher Verbindungsleitungen auf, so daß !der
noch bestehende Anlaßanreiz kerne Anrufrelais einer anderen freien Verbindungsleitung
beeinfütssen kann. Das Relais X23 wird infolge Öffnens des Kontaktes 4:9y23 wieder
stromlos, so daßnunmehr folgender Stromkreis beschlossen ist: -, N3111, Y231, 103y23,
nicht gezeigte Schaltelemente, 105p3, 106q3, C31, 112c 3, 11403, 115s 3, H, +. In
diesem Stromkreis kommt das Relais C3 zur Erregung und schließt über die b-Ader
der Verbindungsleitung VL3 folgenden Stromkreis: nicht gezeigteSchaltelemente, fäop3,
71 c3, 44y 23, 45y 13, a (Va 3), 33 dwr 13, c (WR 13) in Stellung
o,.2613, Dwr23, V31, 241z3, -1-. Der SchaltinagnetDwr23 des Wählers WR23 und des
Relais V 3 -werden in diesem Stromkreis mit einem weiteren hier nicht gezeigten
Relais, welches zur Steuerung des angedeuteten Mitlaufwerkes (Schaltarmnzw3) dient,
erregt.; Über die b=Ader der Verbindungsleitung kommt nach Schließen ,des Kontaktes
37 dwr23 ein Stromkreis für die Relais N 13 (1I) und L 3 (111) sowie für
ein im Hauptamt an diese Ader angeschaltetes nicht gezeigtes Relais zustande. Nach
dem ersten Schaltschrittdes Wählers WR23 wird die a-Ader stromlos, so daß nach einiger
Zeit Idas Relais v 3 abfällt: Bis zu diesem Zeitpunkt sind das nicht gezeigte Relais
im Hauptamt und das Relais N 13 (11) über 36 n 13, 4-3, 12 dorr 23, 11 dwr
13, 13 v 3 erregt gehalten. Jetzt wird durch Schließen des Köuta:ktes
14v3 nach vorheriger Freiprüfung im Hauptamt eine Prüfung ermöglicht, ob der erreichte
Teilnehmer der anrufende ist. Ist .dies nicht der Fall, so geht die zwangsläufige
Steuerung weiter, bis ider -anrufende Teilnehmer erreicht ist. Dann steht der Wähler
WR 23 mit seinen Schaltarmen a und b
auf dem Kontakt 5; :die
weitere Stromatoßsendüng ist verhindert. Über ,die a-Ader erfolgt eine Erregung,des
Relais R25, welches -nach Erregung des Relais T25 über die Teilnehmerschleife wieder
ausgeschaltet wird. Jetzt kommen über --die Teilnehmerschleife das Relais il3 im
Unteramt und ein nicht gezeigtes Relais P 3 im Hauptamt zur Erregung. Durch Öffnen
des Kontaktes 105P3 werden die Relais C3 und H stromlos; die Relais N3 und Y23 halten
sich über den Kontakt 107P3. Da jetzt das gemeinsame Relais H aberregt ist und jder
Teiln-ehmerTn 25 von .der ,Vielfachschaltung abgesooh.altet ist, wer-den dieVielfachschaltungen
durch Wiedererregung der Ruhestromrelais an den freien Verbindungsleitungen 'mit
den Anlaßadern verbunden. Das in der Ruhelage der Verbindungsleitung erregte Relais
S3 -ist ausgeschaltet: Nach ;der Durchschaltung des anrufenden Teilnehmers wird
hier auf eine nicht interessierende Weise über einen nicht gezeigten Vorwähler
VW 3 ein freier Verbindungsweg mit einer den weiteren Aufbau haltenden Speisebrücke
angeschaltet. Der Teilnehmer Tn2@5 kann nun durch Betätigung seiner Nummernscheibe
Stromstöße zum weiteren
Aufbau. der gewünschten Vdrbindung aussenden
und über :die eingestellten Wähler mit dem gewünschten Teilnehmer in Verbindung
treten.
-
Legt am Schluß -_des :Gespräches der anrufende Teilnehmer seinen Hörer
auf, so werden. die in der Teilnehmerschleife liegenden Relais T25 ürit@_t U3 stromlos:
Der Vorwähler VW 3 wird in üblicher Weise in die Rujielage :gebracht. Da
auch,das die Durchschaltung herbeiführende, hier nicht gezeigte Relais P.3 stromlos
wird; so sind .die .Relais 0 3 und N 3 über den auf dein Segment i bis i i stehenden
Schaltarm miv3 eregt. Außer-.dem wird,durch Öffnen des Kontaktes r07 p
3
das- Relais Y-z3 stromlos, so daß durch Schließen der -Kontakte
43 y223 und 49Y23 Spannung an idie a- und b-Ader der Verbindüngsleiturig
VL 3 angeschaltet wird. Das -1bEtlaufschaltwerk wird durch Betätigung in
einem lokalen Stromkreis in die -Ruhelage fortgeschaltet. Unabhängig von -dieser
Fortschaltung wind der Wähler WR23 im Unteramt UR Iortgeschaltet, indem der Schaltmagnet
Dzuy23 über die obere Ader :der Verbindungsleitung beeinflußt wird. Dieser Stromkreis
hat folgenden Verlauf: ^, nicht gezeigte Schaltelemente, X13, .- 4703, 43Y2 3,
45Y13,. a (VL:3), -33 dwr i3, e (WR I3): _ in Stellungo, z613, DEc,r23;
V31 24u3 +.
Der Wähler WR 23 wind um einen Schritt fortgeschaltet. Durch Idas
hierbei erfolgende Schließen . .des Kontaktes 37 dwy 23 werden die
Relais L 3 und N 13 über :die b-Ader der Verbindungsleitung TL g und die
an dieser liegende Spannung erregt, so :tiaß durch Öffnen, des Kontaktes
2613 der Erregerkreis des SchaltmagnetenDzuY23 -wieder unterbrochen wird.
Das Relais L3 und der Schaltmagnet Dwr23 arbeiten unter .gegenseitiger Beeinflussung
zwecks Förtschaltün:g des Wählers WR 23, während das mit ,dem Schaltmagneten in.
Reihe erregte Relais T13 als:Verzögerungsrelais während der Fortschaltung _ -ununterbrochen
erregt bleibt. _ Wird . ider Schaltmagnet Dzur23 nach Erreichen der Ruhelage stromlos,
so hält sieh, da sich der Wähler WR23 in der Ruhelage befindet, das - noch erregte
Relais -L 3- reit . seiner Wicklung I über die obere Ader und mit seiner Wicklung
II über Üie untere Ader der Verbin= dungsleitung: Es .treten jetzt idie gleichen
Schaltvorgänge zur vollständigen Auslösung ein, -wie diese für- die Auslösung der
oben über die Verbindungsleitung:-VL i hergestellten Verbindung beschrieben sind.
Zunächst wird auch -Wieder die obere -Ader der Verbindungsleitung y L 3 stran
ilos gemacht, so &ß ,das Relais N 13 zur Aberregung kommt lind durch
Öffnen des Kontaktes 30n13 eine: Erregung .des Relais N23 über die @ untere-Ader
ermöglicht, worauf dann nach Wiedeanschaltung :der Spannung an die a-Ader .der Verbindungsleitung
das Relais N@i3 zur Erregung kommt und nunmehr der-Ruhezustand der Verbindungsleitung
VLz3 wiederhergestellt wird.
-
Soll -an Stelle einer abgehenden Verbindung eine ankommende Verbindung
zu einem der- UnteramtsteiInehmer hergestellt werden, so .rfolgt mit der Belegung
einer freien Verbindungsleitung durch einen hier nicht ge-
zeigten Numm:ernstromstoßempfänger
LW eine Bestimmung der Gruppe des gewünschten Teilnehmers:, um dementsprechenddurch
die nachfolgernde Nummernwahl die Einstellung eines der beiden an 2der belegten
VerbIndungsleitung vorgesehenen Wählers im Unteramt zu veranlassen.' Wird ein Teilnehmer
der ersten Gruppe gewünscht, so wird der hier .gezeigte Schaltarm c des Nummernstromstoßempfängers
LW auf die Dekade I eingestellt, an welche die,Zugänge sämtlicher zum Unteramt führenden
drei Verbindungsleitungen in der Folge -VL 3, VL 2, TJL i angeschlossen
sind, während bei - Verbindungsherstellung zu einem Teilnehmer der zweiten Grupp.e,dibr
Nummernstromstoßempfängerauf die Dekade II eingestellt wird, an dessen Kontakte
die drei Verbindungsleitungen in der Folge VL I, VL z, VL 3 angeschlossen
sind.- Bei Einstellung des Nummernstromstoßempfängers auf - die Dekade I wird ,durch
-die weitere Nummernwahl je nach der belegten Verbindungsleitung entweder der Wähler
WR r3 oder WR i2 oder LVR i i eingestellt, während bei Einstellung des Nummernströmstoßempfängers
auf die Dekade II entsprechend der- belegten Verbindungsleitung durch die weitere
Nummernwahl entweder WR23 der zur Wähler Eiristelluig WR z kommt. r oder WR 22 oder
Wird der Nummern stromstoßernpfänger LW zur Verbindungsherstellung zum Teilnehmer
Tni5 auf die Dekade I eingestellt und findet der Schaltarm, e. desselben die Verbindungsleitung
VL i als frei, so kommt über den Kontakt 3 der Dekade I und den Zugang c i r zunächst
eiria Erregung des Relais Q i zustande, an die sich nach Öffnen des. Kontaktes i
i6 q i eine -Erregung des- Relais Y i i anschließt. Durch Öffnen der Kontakte 52y
I. und 45 y z I wird die Spannung von,der-a- und b-Ader der Verbindungsleitun VZ
i abgeschaltet und, da der Kontakt 68 q i geschlossen ist, das Relais L i über die
b-Ader weitererregt -gehalten. Dass Relais N i i ist stromlos geworden und hat-
die Weiterschaltung der Vielfachschaltung auf die nächste fre-e Leitung- veranlaßt.
Durch entsprechende Betätigung eines>nicht gezeigten S:tromstoßempfangsrelais B
i wird der Kontakt 65 b i geöffnet
-und beschlossen, so daß der
über den Kontakt 3 111 beim ersten Öffnen des Kontaktes 65 b i angeschaltete
Schaltmagnet Dzur i i beim Schließen ödes Kontaktes 65 b i erregt . wird,
In Abhängigkeit von der weiteren Nummernwahl erfolgt also die Einstellung,des Wählers
WR i z auf den gewünschten Teilnehmer. Nach Beendigung der Nummernwahl sind die
Sprechadern vbm IN-umniernstromstoßempfänger her bis zur Teilnehmerleitung durchgeschaltetdas
Relais R 15 wird über eine im v orgeondneten Nummernstromstoßempfän.ger liegende
Spannung beeinfiußt, so daß ;durch Schließen des Kontaktes 3r.15 der-gewählte Teilnehmer
T1,1, 15 unter Abschaltung von der Vielfachschaltung am Kontakt 2 r i 5 an die Verbindungsleitung
YL i angeschaltet wird-. Es erfolgt-nunmehr die Rufaussendung, worauf nach Melden
des Teilnehmers Tn 15 das Relais T 15 über die Teilnehmerschleife zur Erregung kommt
und eine weitere. Durchscbaltung ;des Verbindungsweges unter Rufabschaltung veranlaßt
wird. Über die Teilnehmerschleife wird nach Öffnen des Kontaktes 6t 15 das
Relais U i zur Erregung gebracht, welches sich nach Öffnen des Kontaktes 2d.1,4
i und Schließen des Kontaktes 25U I über die Teilnehmerschleife und die Speisebrücke
im Nummerastromstoßempfänger des Hauptamtes hält.
-
Die Auslösung der Verbindungerfolgt nach Gesprächsbeendigung auf irgendeine
hier nicht interessierende Weise, wobei die Anrufbereitschaft der Verbindungsleitung
VL i wie nach Auslösung einer abgehenden Verbindung :durch vorüber.gehen;de Spannungsabschaltung
von der a-Ad-er wiederhergestellt wird.
-
Soll an Stelle der obigen Verbindung eine Verbindung zu einem Teilnehmer
der zweiten Gruppe, z. B. Tn25, tiergestellt werden, so treten entsprechende
Schaltvorgänge über die von :dem Schaltarm c. frei gefundene Verbindungsleitung
ein, .durch-die dann, beispielsweise bei Belegung der Verbindungsleitung VZ
3 über den Kontakt 3 der Dekade II, nach Erregung .des Relais O 3 über den
Zugang c 23 das Relais Y23 erregt wird und Beine Einstellung des Wählers WR 23durch
die nachfolgende Nummernwahl ermöglicht.
-
Alle weiteren Schaltvorgänge entsprechen den bereits geschilderten
Sch;,ltvorgängbn bei Herstellung einer Verbindung zu` ,dem Teilnehmer Tn 15 und
sind aus der Zeichnung infolge der entsprechenden Bezugszeichen für die einzelnen
Verbindungsleitungen ahne weiteres zu erkennen.
-
Wieder vorstehenden Beschreibung zu entnehmen ist, ist für die drei
Verbindungsleitungen VZ i bis VL 3 ein Relais H gemeinsam vorgesehen,
welches bei Belegung einer Verbindungsleitung zur Herstellung abgehender Verbindungen
erregt wird und bis zur Durchschaltung des anrufenden Teilnehmers auf .die Vorwähler
der-belegten Verbindung.-leiteng erregt gehalten wird. Dieses Relais unterbricht
durch seine Kontakte 4014 391z die über die drei gezeigten Verbindungsleitungen
verlaufenden Ruhestromkreise, so .daß .die Vielfachschaltungen zu keiner der vorhandenen
Verbindungsleitungen durchgeschaltet sind, also sämtliche Teilnehmer an ,der Herstellung
abgehender Verbindungen behindert sind.
-
Man kann nun diese Behinderung :durch folgende Anordnung vermeiden:
Das -Relais H wird nicht vorgesehen, so daß die Ruhestromkreise bei Belegung einer
Verbindungsleitung nicht an ;den übrigen freien" Verbindungsleitungen unterbrochen
werden. Demzufolge besteht dann,die Möglichkeit, daß, falls :ein Teilnehmer der
ersten Teilnehmergrupe die ihm bevorzugt zugängliche. Verbindungsleitung VZ i belegt,
um über diese Verbindungsleitung,den gewünschten Verbindungsaufbau herzustellen,
jetzt auch ein Teilnehmer der zweiten Teilnehmergruppe, der die Verbindungsleitung
vL 3 be-
vorzugt zugänglich ist, eine Verbindung über diese Verbindungsleitung
sofort herstellen kann. Diese Änderung der Schaltung ist ausreichend, wenn die Teilnehmer
den Anrufanreiz nur vorübergehend geben. Ist das aber nicht ;der Fall wie in der
vorliegenden An-Ordnung, so muß vermieden werden, d-aß ein anrufender- Teilnehmer
infolge Weiterschaltung -der . Vielfachschaltung seiner Teilnelimergruppe auf die
nächste freie Verbindungsleitung nach Aufnahme seines Anrufanreizes durch ;den Schleifenschlußeinen
weiteren Anrufanreiz über -die Verbindungsleitung erzeugt. Dies verhindert man :durch
Einschaltung von Trennstellen Tr i an ,den Punkten 5 und 6 und Tr?- an den Punkten
7 und 8 in den Kettenschaltungen. Diese Trennstellen werden im abgehenden Verkehr
erst geschlossen, wenn der entsprechende Wähler auf den anrufenden Teilnehmer eingestellt
ist, also das entsprechende U-Relais erregt ist. Bei der Verbindungsleitung TIL
r erfüllt diese Aufgabe- der Kontakt 17oui, bei VL2"dienen hierzu entsprechende
Kontakte -des nicht gezeigten- Relais U2 zwischen ,den Punkten 5, 6 und. 7, 8, während
bei VL 3 hierzu der Kontakt 172u3 benutzt wird. Zur Schließung der Trennstellen.-
im ankommenden Verkehr dienen von der Belegung bis zum Beginn der Nummernwahl- die
Kontakte der entsprechenden L-Relais, "z. B. 17411 für TL 1, 17513
für VL
3, und nach Einstellung auf den- gewünschten Teilnehmer .die Kontakteides
dem Teilnehmer- zugeordneten R-Relais, z. B.
168r 15, , i71
r 25. In Reihe mit .den Kontakten -der L= und R-Relais müssen dann noch Ruhekontakte
von Verzögerungsrelais" z. B. H1 zwischen i und 2 für TL i usw., vorgesehen wenden,
die während der selbsttätigen Fortschaltung ges .entsprechenden Wählers bei abgehenden,
Verbindungen offen gehalten werden, um eine Weiterschaltung der Vielfachschaltung
bei :der-Einstellun:g"eines Wählers .auf einen. anrufenden Teilnehmer über die hierbei
betätigten L- und-R-Kontakte zu vermeiden. -Hat in einer !derartig geänderten Schaltung
ein anrufender Teilnehmer Tya 15 über die Verbindungsleitung VZ i, die :ihm bevorzugt
zugänglich' ist, einen Anruf erzeugt, so wer-.den die RuhestromreläisNii und N21
alb-
erregt,- so daß u. a. der Kontakt 8 n:2 i geschlossen wird. Die Vielfächschaltung-
ist aber noch nicht zur nächsten Verbindungsleitung weitergeschaltet, da die Trennstelle
Tr i - noch geöffnet ist. Diese Trennstelle wird erst geschlossen, wenn. der Wähler
WR i eingestellt und die Teilnehmerschleife geschlossen ist, also der Teilnehmer
von der-Vielfachschaltung durch das Rel:äis T 15 abgeschaltet ist. Das- Relais U
i kommt dann über .die Teilnehmerschleife zur Erregung. und -schließt .die Kettenschaltung
am Kontakt 170 u i. Ist die Verbindungsleitung VZ i in ankommender
Richtung belegt,. so ist die Trennstelle zunächst so lange geschlossen; wie das
Relais L i über den Kontakt 65b i erregt ist.. Setzt die Nummernwahl ein,
so wird sie vrübergeherid unterbrochen, bis der Wähler WR i i auf derri ,gewünschten
Teilnehmer, z. B. Tn15, steht, also das Relais R15 zur Erregung ,gebracht
und somit der Kontakt 1,68 r 15 -geschlossen ist. Nach der Durchschaltung wird dann
dieser Kontakt wieder durch den Kontakt 17o u v überbrückt. Entsprechiendes
gilt für die übrigen Trennstellen.
-
Man kann nun diese Trennstellen dadurch vermeiden, daß man jeder Teilnehmergruppe
ein Relais, z. B. G i @bzw. Ga, zuordnet und -dieses zwischen- ,den Punkten 9 und
1o einschauet.- Hebt jetzt der Teilnehmer Tn i5 seinen-Hörer ab, so wird kurz nach
der Erregung des Relais X i z das Relais G i erregt und schältet durch Öffnen seines
Kontaktes 176 g i 'seine hochohmige Wicklung II im den Schleifenstromkreis ein,
so,daß- nach Weiterschaltung der Vielfachachältung auf .die nächste Verbindungsleitung
das -entsprechende X-Relais# der nächsten Verbindungsleitung in Reihe mit. - dieser
hochohm.igen Wicklung nicht erregt wird. Erst wenn der anrufende Teilnehmer bei
Erregung - seines Relais R 15 von der Vielfachschaltung abgeschaltet =wird,
Wird :das, Relais G t stromlos; erst jetzt ermöglicht. es eine Anruferzeugung durch
einen anderen Teilnehmer der ersten Teilnehmergruppe. Entsprechendes gilt für das
der zweiten Teilnehmergruppe zugeordnete Relais G2. Durch diese gemeinsamen Relais
wird also der Vorteil erzielt, daß beide Teilnehmergruppen sich gegenseitig in Anlagen
ohne gemeinsames Relais I-I im Hauptamt in der Ver#,bindungsherstellung nichtzeitweise
behindern. ' Statt der gemeinsamen Relais G1 und G2 kaum- auch für jeden Teilnehmer
ein Relais vorgesehen -wenden. Man braucht hierzu jedem Teilnehmer kein zusätzliches
Relais zu geben, sondern kann das schonvorhandene R -Relais benutzen. Der Schaltungsaufbau
ist dann so zu gestalten= wie das der zwischen ,den Teilnehmern Tni5 und Tn25 wiedergegebene
Schaltungsauszug für einen Teilnehmer Tn 18 zeigt. Hebt dieser Teilnehmer Tn 18
seinen Hörer -ab, so wird sein Relais R 18. ,kurz nach Erregung .des Anrufrelais
X im Hauptamt über die Teilnehmerschleife, die Wicklungen I und II des Relais -R
18; die Vielfachschaltung und den Anrufstromkreis erregt.. Die Wicklung I wird durch
Öffnen des Kontaktes 178r 18 ausgeschaltet, während vorher- durch Schließen des
Kontaktes 179r 18
über einen hohen Widerstand Wi 18 ein Haltekreis für die
Wicklung II des Relais R i8 geschlossen ist. Dieser Haltekreis verläuft nach der
Weiterschaltung- über den Anrufstromkreis der nächsten freien Verbindungsleitung.
Ein Anrufanreiz wird hierüber .infolge de_ s hohen Widerstandes Wi 18 nicht erzeugt.
Ist der anrufende Teilnehmer Tn 18 erreicht; so wird in üblicher Weise sein Relais
T 18 erregt ulk unterbricht am Kontakt-18o t 18 den Haltekreis des Relais
R z B. Da die Weiterschaltung der IK-ette sofort nach Belegung einer Verbindungsleitung
erfolgt und ein gemeinsames Relais H nicht vorgesehen ist, 'also die Ruhestromkreise
sämtlicher freier Verbindungsleitungen geschlossen bleiben, kann sofort ein anderer
Teilnehmer über eine- freie Verbindungsleitung _ eine Verbindung absetzen.
-
Die vorstehend für zwei Teilnehmergruppen beschriebenen Ausführungsformen
sind in gleicher Weise in Anlagen mit mehr als zwei Teblnehmergruppen anwendbar;
gleichgültig ist .hierbei, ob alle Teilnehmergruppen über Kettenschaltungen in der
erfin@dungsgemäßen Weise mit .den verschiedenen Anrufstromkreisen verbunden- sind
oder nur einzelne Teilnehmergruppen: