DE7342963U - Steuervorrichtung fuer start- und kaltlaufvorrichtungen eines vergasers - Google Patents
Steuervorrichtung fuer start- und kaltlaufvorrichtungen eines vergasersInfo
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Description
Dr F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmann Dr. R. Koenigsberger
Dipl.-Phys. R. Holzbauer - Dipl.-lng. F. Klingseisen - Dr. F. Zumstein jun.
PATENTANWÄLTE
TELEX 529979
TELEGRAMME: ZUMPAT
G 73 42 963.7
D.752
D.752
SOCIETE INDUSTRIELLE DES BREVETS ET D'ETUDES S.I.B.E.
Neuilly-sur-Seine
Steuervorrichtung für Start- und Kaitlaufvorrichtungen
eines Vergasers
Die Neuerung betrifft eine automatische Steuervorrichtung für
Start- und Kaitlaufvcrrichtungen von Vergasern von Brennkraftmaschinen
mit einem Thermostaten, der ein durch ein spiralförmiges Bimetall gebildetes, temperaturempfindliches Element umfaßt, das
der Wirkung von zwei Heizelementen ausgesetzt ist, die sich mit der Brennkraftmaschine erwärmen und abkühlen, deren erstes in Berührung
mit der Kühlflüssigkeit der Brennkraftmaschine und deren zweites mit einem elektrischen Heiz-V/iderstand in Berührung steht.
Durch eine solche Steuervorrichtung wird eine Start- und Kaltlaufvorrichtung
automatisch ein- und ausgeschaltet, je nachdem, ob die Temperatur wenigstens eines sich zugleich mit
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der Brennkraftmaschine erwärmenden und abkühlenden Elements unter oder über einem vorgegebenen Wert liegt, -wobei diese
Temperatur an ein thermostatisches System abgegeben wird, das üblicher Art ist und beispielsweise eine Bimetallfeder als
temperaturempfindliches Organ aufweist.
Es ist bekannt, daß Start- und Kaltlaufvorrichtungen in Betriet
das durch den Vergaser abgegebene Luft-Brennstoff-Gemisch anreichern,
indem sie entweder den auf die Normalzufuhröffnungen des Vergasers einwirkenden Unterdruck vergrößern, indem
beispielsweise eine Startklappe geschlossen wird, oder indem sie zusätzliche Zufuhröffnungen lurch Öffnung eines Start-Hilfsvergasers
freigeben.
Es ist ebenfalls bekannt, daß zur Vermeidung eines übermäßigen
Brennstoffverbrauches und einer übermäßigen Schmutzgasabgabe das erwähnte thermostatische System sich einerseits schnell erwärmen
sollte, so daß die Wirkung der Startvorrichtung sobald wie möglich unterbrochen wird, und andererseits sich langsam
abkühlen sollte, so daß verhindert wird, daß diese Startvorrichtung vorzeitig wieder eingeschaltet wird.
Im Hinblick auf dieses Ziel sind bereits verschiedene Lösungen vorgeschlagen worden. Bei der Vorrichtung der FR-PS 1 223 427
der Anmelderin spricht das thermostatische System an auf die Temperatur von zwei Elementen, deren eines eine geringe Wärmeträgheit
aufweist (beispielsweise ein elektrischer Widerstand) und deren anderes eine große Wärmeträgheit aufweist (beispiels
weise das Kühlwasser des Motors). Diese Vorrichtung arbeitet zwar zufriedenstellend, jedoch führt die Notwendigkeit, in der
Startvorrichtung einen elektrischen Widerstand und einen -Wasse
umlauf vorzusehen, zu einem komplizierten Aufbau. Zur Überwindung dieses Nachteils ist in dem deutschen Gebrauchsmuster
72 06 610 der Anmelderin eine Vorrichtung vorgeschlagen worden
die einen vereinfachten Wasserkreislauf aufweist, der in dem
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Gehäuse des Systems angeordnet ist, wobei die Wärmeübertragung von dem Wasserkreislauf an das temperaturempfindliche Element
des.thermostatischen Systems stark beschränkt ist und als Hauptheizung elektrische , Widerstände verwendet werden» Die Erfahrung
hat gezeigt, daß wenigstens bei einigen Motoren der Parameter, der den Temperaturzustand des Motors am besten repräsentiert,
die Temperatur des Kühlwassers ist, so daß das temperaturempfindliche Element des thermostatischen Systems
vor allem der Einwirkung des Kühlwassers des Motors augesetzt werden sollte. Dies hat eine beträchtliche Wasserzirkulation
in der Nähe des temperaturempfindlichen Elements des thermostatischen Systems zur Folge. Daher wird es schwierig und kompliziert,
einer diesen Bedingungen entsprechenden Vorrichtung eine elektrische Heizung hinzuzufügen.
Gemäß der Neuerung ist das Bimetall zwischen den beiden Heizele-
Der Thermostat ist mit einem temperaturempfindlichen Element versehen,
das der Einwirkung der Temperatur von wenigstens zwei Elementen ausgesetzt ist, die auf beiden Seiten des temperaturempfindlichen
Elements angeordnet sind. Das erste Heiz-Element wird,wenn
der Motor in Betrieb ist, erwärmt durch Mittel mit hoher thermische] Trägheit, wie das Kühlwasser des Motors, während das zweite
Heiz-Element erwärmt wird durch Mittel mit geringer thermischer Trägheit, die durch einen elektrischen Heizwiderstand gebildet
werden. Diese beiden Heiz-Elemente sind auf je einer Seite des
temperaturempfindlichen Elements des thermostatischen Systems angeordnet.
Der erwähnte Heiz-Widerstand wird vorzugsweise gebildet durch
ein Plättchen aus Keramik, das beispielsweise Bariumtitanat enthält. Das Plättchen ist -mit einer Strahlungsplatte verbunden,
die fest in der Nähe des temperaturempfindlichen Elements angeordnet ist und das zweite Heiz-Element bildet. Der Heiz-Widerstand
kann durch eine elektrische Schaltung versorgt wer-
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den, die eine Spannungsquelle (beispielsweise die Batterie des Fahrzeugs}, einen Unterbrecherschalter, der beim Lauf des Motors
geschlossen ist, und eventuell einen thermostatischen Unterbrecherschalter umfaßt- der sich bei einer vorgegebenen
Temperatur (beispielsweise 2O0C) schließt und mit dem ersten
Unterbrecherschalter in Reihe liegt.
Das erste Heiz-Element wird vorzugsweise gebildet durch eine
Trennwand aus gut wärmeleitendem Material, im allgemeinen Metall, die das temperaturempfindliche Element von einer Kammer
trennt, in der das Kühlwasser des Motors umläuft. Diese Trennwand kann mit Flügeln oder Rippen versehen sein, die in das
Kühlwasser eintauchen und den Wärmeübergang verbessern. Das temperaturerapfindliche Element des thermostatischen Systems ist
vorzugsweise ein herkömmliches, spiralförmig aufgewickeltes Bimetall, während die festliegende Strahlungsplatte und die
Trennwand auf je einer Seite des Birne'^xIs angeordnet sind
und diese einfassen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Neuerung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Fig. 1 zeigt in teilweise geschnittener Seitenansicht einen Vergaser mit einem erfindungsgemäßen Startsystem;
Fig. 2 ist ein Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 zeigt, ähnlich wie Fig. 1, eine abgewandtelte Ausführungsform
der Neuerung.
Der dargestellte Vergaser umfaßt ein Ansaugrohr 1, in das (Fig.2)
stromaufwärts eines mit einer Achse 3 fest verbundenem Drosselorgans
2 nicht gezeigte Öffnungen für den Normaldurchsatz des Vergasers einmünden.
Die Starteinrichtung des Vergasers wirkt entsprechend einer der
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üblichen, im zweiten Atsatz der vorliegenden Anmeldung erwähnten Einrichtungen und ist mit einer drehbaren Antriebswelle 4
versehen.
Die Vorrichtung enthält einen Thermostaten, dessen temperaturempfindliches Element in der dargestellten Ausführungsform
ein spiralförmig aufgewickeltes Bimetall 5 ist. Das ■
innere Ende dieses Bimetalls.ist an einer feststehenden Achse
6 befesxigt, und das äußere Ende treibt in geeigneter Art die
Antriebswelle 4 über einen Stift 7 und einen Kurbelarm 8 an.
Das Bimetall 5 ist in einer geschlossenen Kammer angeordnet, die durch Gehäuseteile 18 xand 9 begrenzt wird, die durch nicht
gezeigte Einrichtungen miteinander verbunden sind. In dem Ge- · häuseteil 9. das ebenfalls aus mehreren, zusammengesetzten Teilen
bestehen kann, ist eine Kammer angeordnet, in die das Kühlwasser des Motors durch den Einlaß 10 eintritt und aus der das
Kühlwasser durch den Auslaß 11 austritt. Das Teil des Gehäuseteils 9» das die Trennwand 12 zwischen der dur-Dh das Bimetall
eingenommenen Kammer und der durch das Kühlwasser des Motors durchströmten Kammer bildet, ist mit Flügeln oder Rippen versehen,
die in das Wasser eintauchen und die Wärmeübertragung verbessern. Die andere Seite dieser Trennwand ist eben und
liegt dem Bimetall 5 gegenüber. Sie trägt in der Mitte einen
Ansatz, der die Achse 6 bildet, an der das innere Ende des Bimetalls
befestigt ist. Die Achse 6 ist zu diesem Zweck mit einem durchgehenden Querschlitz versehen, in den das Ende des
Bimetalls eingreift.
Diese Trennwand wird durch den Kühlwasserstrom des Motors^
überstrichen, der das erste, oben erwähnte Heiz-Element bildet,
fi dessen Temperatur nach dem Start des Motors langsam ansteigt
I'' und umgekehrt nach dem Abschalten des Motors langsam abnimmt.
Anstelle des Kühlwasserstroms kann in dem Gehäuseteil 9 ein Schmierölstrom des Motors vorgesehen sein.
\
■ ■ 4" JLluJ 30.ng.76
-4t-
Das zweite Heiz-Element des Bimetalls 5 gemäß der Ausführungsform der Fig. 1 wird gebildet durch eine Strahlungsplatte 13,
die in dem Gehäuseteil 18 etwa symmetrisch zu der Trennwand 12 in bezug auf das Bimetall angeordnet ist. Die Strahlungsplatte
13 ist schalenförmig mit flachem Rand ausgebildet, und dieser Rand ist zwischen die Gehäuseteile 18 und 9 geklemmt, die ihn
dort festhalten. In die Strahlungsplatte 13 ist eine längliche kreisbogenförmige Öffnung 26 geschnitten, die einen Durchlaß
für den Stift 7 bildet.
Die Heizeinrichtungen der Strahlungsplatte 13 werden gebildet jj
durch einen Widerstand 14 mit positivem Temperaturkoeffizient, \
der in Berührung mit der Strahlungsplatte steht. Bei der Aus- | führungsform der Fig. 1 besteht dieser Widerstand 14 aus einem I
keramischen, Bariumtitanat enthaltenden Material, das auf einer I Oberfläche der Strahlungsplatte 13 befestigt ist. Diese Be- $
festigung erfolgt beispielsweise durch Kaltschweißen bzw. -löten.. Gegen die freie Oberfläche des Plättchens.14·liegt eine
elastische, einen Kontakt bildende Blattfeder 15 an» die zur Versorgung mit Heizstrom dient.
Diese Blattfeder 15 ist mit einer Kabelklemme 16 außerhalb des
Gehäuseteils 18 über eine leitende Niete 17 verbunden, die das Gehäuseteil durchdringt und gegenüber diesem durch einen Ring
19 und zwei Scheiben 20 und 21 isoliert ist. Die Kabelklemme ist.mit einer elektrischen Stromquelle 22 verbunden, die durch
die Batterie des mit dem Motor ausgerüsteten Fahrzeugs gebildet wird. Der Stromkreis kann gegenüber der Masse geschlossen sein
durch einen Kontaktschalter oder mehrere, in Reihe liegende Kontaktschalter. Bei der dargestellten Ausführungsform ist ein
Kontaktschalter 23 vorgesehen, der in der Ruhestellung offen ist und beim Starten des Motors eingeschaltet wird. Der Kontaktschalter
24, der mit dem Kontaktschalter 23 in Reihe geschaltet ist,' wird durch Temperatur gesteuert und geschlossen,
wenn die Umgebungstemperatur einen vorbestimmten Wert erreicht oder überschreitet, der im allgemeinen auf etwa 2O0C festge-
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setzt wird. Der zuletzt beschriebene Schalter verhindert daher ein Aufheizen der Strahlungsplatte 13 solange, bis die Temperatur
im Bereich des Kontaktsehalters 24 200C unterschreitet.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist folgende. Wenn der kalte
Motor bei einer Temperatur unterhalb der vorgegebenen Temperatur von 200C gestartet wird, ist der Kontaktschalter 24 offen,
und folglich fließt kein Strom durch den Widerstand 14, obwohl der Kontaktschalter 23 geschlossen ist. Das Kühlwasser des Molars zirkuliert durch das Gehäuseteil 9, erwärmt dieses und
überträgt'durch die Trennwand 12 seine Wärme auf das Bimetall
5. Nach einer bestimmten Betriebszeit erhöht sich die Umgebungstemperatur des Motors und erreicht die Temperatur von
200C1 bei der der Kontaktschalter 24 geschlossen wird. Von diesem
Augenblick an fließt Strom durch den Widerstand 14, und aufgrund seines positiven Temperaturkoeffizienten erreicht dieser
schnell seine Maximaltemperatur. Die Strahlungsplatte 13 gibt nunmehr zusätzliche Wärme an das Bimetall 5 ab und beschleunigt
somit die Ausschaltung der Wirkung des Startsystems. Dadurch wird es ermöglicht, Brennstoff zu sparen und die Abgabe
von Schmutzgasen, wie Kohlenmonoxyd, erheblich zu verringern.
Wenn umgekehrt der warme Motor angehalten wird, wird die Heizung
durch die Strahlungsplatte 13 sofort unterbrochen, jedoch dauert die Abkühlung des Kühlwassers erheblich länger, so daß
im Falle eines neuen Starts vor der vollständigen Abkühlung des Motors die Kaltlaufvorrichtung außer Betrieb bleibt.
Es ist erkennbar, daß wegen der Vorrichtung aus Elementen mit
geringer und hoher Wärmeträgheit die Wirksamkeit der Heizung durch das Kühlwasser wegen der Anwesenheit eines V/iderstandes
mit positivem Temperaturkoeffizienten oder eines Thermistors kein Kompromiß ist. Daher wird die Erwärmung des Bimetalls 5
durch das Kühlwasser nicht durch die Anwesenheit des Thermistors beeinflußt und schaltet die Kaltlaufvorrichtung auch dann aus,
wenn die eleketrische Heizung nicht arbeitet, beispielsweise infolge eines fehlenden Kontaktes.
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Die Ausführungsforni der Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 1 im wesentlichen durch den Aufbau der Elemente
geringer Wärmeträgheit. In diesem Falle ist die Strahlungsplatte nicht über ihrem Rand 25 an dem Gehäuse befestigt,
sondern vird durch eine Platte gebildet deren Durchmesser etwas geringer als derjenige des Bimetalls 5 ist. Diese Strahlungsplatte
13a umfaßt einen zentralen Stift 25a, der in die Achse 6 eingreift. Es ist wiederum ein YJiderstand oder ein
Thermistor 14 vorgesehen, der durch eine Schaltung ähnlich wie bei aer zuvor beschriebenen Ausführungsform über eine Kontakt-Blattfeder
15 versorgt wird. Zur Vereinfachung sind in Fig. 3 ; diejenigen Teile, die den bereits in Fig. 1 gezeigten Teilen
entsprechen, mit derselben Bezugsziffer bezeichnet und mit dem
Zusatz a versehen, wenn sie abgewandelt sind.
Jede Aus.führungsform der Neuerung ist einfach, raumsparend und
sehr zuverlässig, da sie wenig empfindlich gegenüber einer Unterbrechung der Stromversorgung ist, bei dem die Start- und Kaltlaufvorrichtung
einerseits durch die Temperatur der Kühlflüssigkeit des Motors und andererseits durch die Temperatur einer elektrisch
geheizten Platte gesteuert wird, die die Wirkung der Startvorrichtung unter normalen Betriebsbedingungen schneller beendet.
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Claims (2)
1. Automatische Steuervorrichtung für Start- und Kaltlaufvorrichtungen
von Vergasern von Brennkraftmaschinen mit einem Thermostaten, der ein durch ein spiralförmiges Bimetall gebildetes
temperaturempfindliches Element umfaßt, das der Wirkung von zwei Heizelementen ausgesetzt ist, mit der Brennkraftmaschine
erwärmen und abkühlen, deren erstes in Berührung mit der Kühlflüssigkeit der Brennkraftmaschine und deren zweites mit einem
elektrischen Heiz-Widerstand in Berührung steht, dadurch
gekennzeichnet , daß das Bimetall (5) zwischen den beiden Heizelementen (12, 13) angeordnet ist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß der Heiz-Widerstand (14) durch ein Plättchen aus keramischem, Bariumtitanat enthaltenden Material
gebildet wird das mit einer Strahlungsplatte (13) verbunden ist, die sich in der Nähe des temperaturempfindlichen EIe-
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