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DE722411C - Verfahren zur Reingewinnung von Phenolen aus Schwelerzeugnissen, insbesondere der Braunkohle - Google Patents

Verfahren zur Reingewinnung von Phenolen aus Schwelerzeugnissen, insbesondere der Braunkohle

Info

Publication number
DE722411C
DE722411C DED75180D DED0075180D DE722411C DE 722411 C DE722411 C DE 722411C DE D75180 D DED75180 D DE D75180D DE D0075180 D DED0075180 D DE D0075180D DE 722411 C DE722411 C DE 722411C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenols
boiling
treatment
lye
creosote
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED75180D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Friedrich Schick
Dr Helmut Schramm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wintershall Dea International AG
Original Assignee
Deutsche Erdoel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Erdoel AG filed Critical Deutsche Erdoel AG
Priority to DED75180D priority Critical patent/DE722411C/de
Priority to NL87103A priority patent/NL51413C/xx
Priority to FR836526D priority patent/FR836526A/fr
Priority to GB1119738A priority patent/GB513541A/en
Application granted granted Critical
Publication of DE722411C publication Critical patent/DE722411C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/005Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by obtaining phenols from products, waste products or side-products of processes, not directed to the production of phenols, by conversion or working-up
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/005Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by obtaining phenols from products, waste products or side-products of processes, not directed to the production of phenols, by conversion or working-up
    • C07C37/007Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by obtaining phenols from products, waste products or side-products of processes, not directed to the production of phenols, by conversion or working-up from the tar industry

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reingewinnung von Phenolen aus Schwelerzeugnissen, insbesondere der Braunkohle Beim Abtrennen der Phenole aus Schwelerzeugnissen, wie Teeren, Ölen, deren Extrakten, Abwässern, Umwandlungsprodukten usw., mittels Laugen werden außer den eigentlichen sauren Bestandteilen stets auch Neutralölanteile, unter Umständen in erheblichen Mengen, in die Laugen mit aufgenommen. Die Anwendung von der Kokereiphenolgewinnung her bekannter Arbeitsweisen, wie das sog. Klardampfen und die Extraktion der Lauge mit leichtsiedenden Lösungsmitteln zur Neutralölentfernung, führen hier nicht oder nur unter großen Verlusten bzw. beträchtlichen Wärmeaufwand zum Ziele.
  • Man hat nun vorgeschlagen, an Stelle des Klarblasens, insbesondere bei höher siedenden Kreosotfraktionen, eine Behandlung mit adsorbierenden Stoffen, wie Fullererde, Floridaerde, Kieselgur, Salze, .Hydroxyde oder Pflanzenkohle, vorzunehmen. Dieses Verfahren führt indes unmittelbar ebenfalls nicht oder nur unter Verwendung großer Mengen adsorbierender Stoffe zu in verdünnter Natronlaugeklarlöslichen Phenolerzeugnissen, wie sie insbesondere für die Kunstharzherstellung oder für pharmazeutische Zwecke benötigt werden. Das gilt besonders dann, wenn man Brannkohlenteerkreosote nach diesem Verfahren zu reinigen versucht.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich ein vollständig laugelösliches Produkt durch Behandeln mit adsorbi-erenden Stoffen dann gewinnen läßt, wenn man in dem zu entkreosotierenden Teeröl die niedrigsiedenden Phenole, d. h. also die Kreosotfraktion unterhalb etwa 22o°, anreichert. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß man aus dem Teeröl die höher, beispielsweise oberhalb 2q.0°, siedenden Anteile durch Destillation abtrennt und nur das Destillat mit Lauge extrahiert, oder dadurch, daß man vor der Behandlung mit Lauge bzw. vor der Behandlung mit dem Adsorptionsmittel niedrigsiedende Phenole oder diese enthaltende Ölfraktionen zusetzt. Besonders wirksam haben sich unter 200° siedende Anteile gezeigt. Evtl. kann man statt der niedrigsiedenden freien Phenole auch die :daraus hergestellten Laugen zusetzen. Somit ergeben sich folgende Möglichkeiten: a) Zusatz von niedrigsiedenden Phenolen zum kreosothaltigen Öl oder zum Rohlcreosot, b) Zusatz von Phenollaugen zum kreosothaltigen Öl oder zum Rohkreosot, c) Zusatz von Phenolen zur Kreosotlauge, d) Zusatz von Phenollauge zur Kreosotlauge. -Vorzugsweise werden in dem zu entkreosotierenden Teeröl die Phenole vor der Laugebehandlung angereichert.
  • Die Maßnahme, Teeröle, Phenolöle und Kreosote zu .destillieren oder zu fraktionieren, ist an sich nicht neu. Man hat sich ihrer aber im Zusammenhang mit der Phenolgewinnung bisher nur bedient, um aus bestimmten Teerölen Karbolsäure und Kresol zu isolieren und an Extraktionsmitteln zu sparen. Die beiden genannten Phenole sollen hierbei so rein anfallen, daß -sich ein Klardampfen zumeist erübrigt. Demgegenüber ist das vorliegende Verfahren darauf gerichtet, schwierig zu reinigende Phenole beliebiger Art, wie insbesondere Braunkohlenteerkreosote, mit Hilfe der Behandlung mit Adsorptionsmitteln in reiner Form zu gewinnen. Die Fraktionierung dient hier ebenso wie der Zusatz niedrigsiedender Phenole nur dem Zweck, durch Verschiebung des Verhältnisses der niedrigsiedenden zu den höher siedenden Phenolen im Ausgangsstoff zugunsten der ersteren die Adsorptionsfähigkeit des Adsorbens in günstigem Sinne zu beeinflussen. Es ist demgemäß wesentlich für das Verfahren gemäß der Erfindung, daß man vor der Behandlung mit Adsorptionsmitteln in dem Ausgangsstoff den Gehalt an unter 22o° siedenden Phenolen anreichert und darauf die gewonnene Phenolatlauge mit Adsorptionsmitteln behandelt.
  • Als Reinigungsmittel mit ausgezeichnetem selektivem Adsorptionsvermögen hat sich neben Fullererde unter anderem vor allem der aktive Kohlenstoff z. B. in Form von aktivierten Verkokungsrückständen von Holz, Braunkohle u. dgl. erwiesen.
  • Die Behandlung der Lauge mit .diesen Adsorptionsmitteln kann entweder durch Verrühren des fein gemahlenen Pulvers mit der Lauge oder durch Filtern der Lauge durch genügend hohe Schichten des Adsorbens erfolgen.
  • Die Menge Adsorptionsmittel, die erforderlich ist, um auch in größter Verdünnung klarlösliche Phenolatlaugen zu erhalten, richtet sich nach dem Ausgangsmaterial, insbesondere nach den Siedegrenzen bzw. dem Gehalt an niedrigsiedenden Phenolen. Im allgemeinen sind weniger als 5 °/o Adsorptionsmittel erforderlich, bei Fraktionen unterhalb 22o° weniger als 2 °/o.
  • Die Selektivwirkung des Adsorptionsmittels wird vielfach noch verbessert und damit gleichzeitig der Materialbedarf verringert, wenn man bei höheren Temperaturen, vorzugsweise zwischen 6o und i oo', arbeitet.
  • Es kann weiterhin vorteilhaft sein, die Rohlauge vor der Adsorptivbehandl:ung einige Zeit stehen zu lassen. Sollten sich dabei Ausscheidungen bemerkbar machen, so werden diese zweckmäßig vor der Adsorptivbehandlung durch Dekantieren, Zentrifugieren usw. entfernt.
  • Der Wert des neuen Verfahrens erhellt aus folgender Tabelle:
    unter 20o° I unter zao ° Aktivkohle- Neutralölgehalt ! Löslichkeit
    Fraktion siedend i siedend verbrauch
    o des Reinkreosots
    10
    i
    i
    17o bis 225 ........ 75 95 < 1,5 0 klar
    18o - 256 ....... 25 74 4 0 klar
    212 - 264 ....... - j 5 > too > 2 getrübt
    212 - 264 ........ Zusatz von 250/, reine 5 ! klar
    Kreosotfraktion, etwa in den
    Grenzen des Phenols siedend
    Während bei einem von 170 bis 22o° siedenden Braunkohlenteeröl kaum mehr als 1 % Aktivkohle zur Reinigung der Phenolatlauge genügten, reichten bei einem von 212 bis 26q.° siedenden C51 selbst über zoo°/onoch nicht aus. Das geschilderte Verfahren läßt sich selbstverständlich auch auf schon einmal destillierte Phenole anwenden, ferner auf durch Extralotion z. B, mit Alkohol gewonnene Phenole.
  • Ausführungsbeispiel 2ooo kg Leichtöl aus Braunkohlenteer mit einem Kreosotgehalt von 13'/, und den Siedegrenzen 17o bis 30o°, wovon ungefähr 35°/o unter 220° sieden, wird etwa zur Hälfte abdestilliert. Das Destillat, das einen Siedebereich von 170 bis 2q.0° besitzt und etwa 20°/o Phenole enthält, wird mit 75o kg 6°/oiger Natronlauge durchgerührt, gut absitzen gelassen und die gebildete Phenollauge abgezogen. Nach mehrstündigem Stehen wird sie geschleudert, um Schwebstoffe abzutrennen und dann auf -einen auf etwa 8o bis 9o0 erwärmten, mit aktiviertem Schwelkoks gefüllten Filterturm aufgegeben. In die ablaufende gereinigte Lauge wird Kohlensäure bis zur Sättigung eingeleitet. Dadurch scheiden sich die Phenole aus, die abgehoben werden, während die Sodaläsung nach Kaustifizierung mit Kalk in den Prozeß zurückkehrt. Die Phenole werden durch Erhitzen vom Wassergehalt befreit und unter vermindertem Druck redestilliert. An Stelle einer Redestillation kann, man auch unmittelbar eine Fraktionierung in einer hohen Kolonne anschließen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur Reingewinnung von Phenolen aus Schwelerzeugnissen, insbesondere der Braunkohle, durch Extrahieren mit Lauge und Behandeln mit Adsorptionsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man in dem Ausgangsstoff vor oder auch nach der Behandlung mit Lauge den Gehalt an unter 220' siedenden Phenolen anreichert und die Phenolatlauge in bekannter Weise mit Adsorptionsmitteln, vornehmlich bei 6o bis 1000, behandelt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als. Adsorptionsmittel Aktivkohle, wie insbesondere aktivierten Braunkohlenkoks, verwendet.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet; daß man die Rohphenolatlauge einige Zeit stehen läßt und dabei auftretende Ausscheidungen vor der Adsorptivbehandlung in geeigneter Weise abtrennt.
DED75180D 1937-04-27 1937-04-27 Verfahren zur Reingewinnung von Phenolen aus Schwelerzeugnissen, insbesondere der Braunkohle Expired DE722411C (de)

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FR836526D FR836526A (fr) 1937-04-27 1938-04-12 Procédé pour épurer les phénols
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