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DE7210329U - Gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch - Google Patents

Gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch

Info

Publication number
DE7210329U
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polishing
cloth
polishing cloth
agent
polishing agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE7210329U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SCHIEDERER J CHEM BETRIEB
Original Assignee
SCHIEDERER J CHEM BETRIEB
Publication date
Publication of DE7210329U publication Critical patent/DE7210329U/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

Patentanwalt
Dr. rer.nat. Günter Bunse · ι* R
8 M ü η c h e η 80 Λ10'
Stuckstraße 6 · Tel. 476814
B-IOl
Chemischer Betrieb Josef Schiederer, Olehing Gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch
Die vorliegende Erfindung betrifft ein gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch.
Die üblichen zum Polieren der verschiedensten Gebrauchsgegenstände, wie Möbel, Kraftfahrzeuge oder Bestecke, verwendeten Poliertücher, die je nach ihren* Verwendungszweck aus τ ο»» j T. mat»· j a 1 verschiedener Qualität, wie Baumwolle oder Frottiertuch, hergestellt werden, weisen große Nachteile auf.
Ein Hauptnachteil besteht insbesondere darin, daß das Poliermittel unmittelbar vor Gebrauch auf das zum Polieren verwendete Tuch aufgebracht werden muß. Man muß also immer noch ein Behältnis, wie Flasche oder Dose, für das Poliermittel zur Verfügung haben bzw. mit sich herumtragen. Dabei besteht erfahrungsgemäß die große Gefahr, daß das offene Behältnis umgestoßen wird, wobei sich das Poliermittel auf die unterlage, wie Fußboden, Tisch usw., ergießt. Es geht dabei nicht nur das Poliermittel ungenutzt verloren, sondern man hat auch noch die Arbeit, die Unterlage vom Poliermittel wieder zu reinigen.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß es praktisch nicht mog-
721832ii5. *72
ist, das Poliermittel - 2 - auf das Tuch zu verteilen 6
gleichmäßig
lieh
Diese ungleichmäßige Verteilung des Poliermittels ist dann der örunä äaxür* äaö sich auf der zu polierenden Oberfläche Schlieren bilden, die »ich erst durch Anwendung eines gewissen Druckes und durch weiterei intensives Reiben entfernen lassen. Die Geschwindigkeit des Pollervorganges wird hierdurch aber ganz erheblich beeinträchtigt. Die Geschwindigkeit des Poliervorganges ist aber wiederum bei gewerblichen Betrieben, beispielsweise bei Betrieben, die sich mit der Kraftfahrzeugpflege beschäftigen, von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.
Es kommt noch hinzu, daß das unmittelbar vor Gebrauch auf das Poliertuch aufgebrachte Poliermittel infolge seiner ungleichmäßigen Verteilung beim Poliervorgang nur mit verhältnismäßig großer Mühe zu einer hochglänzenden Oberfläche führt, was aber unter allen Umständen erreicht werden soll.
Es besteht daher ein großes Bedürfnis an einem Poliertuch zur Pflege der verschiedensten Gebrauchsgegenstände, das die oben aufgeführten Nachteile nicht mehr aufweist.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Poliertuch mit einem hydrophoben Poliermittel imprägniert ist.
Das Poliertuch der Erfindung überwindet die oben geschilderten Nachteile und erfüllt die an ein Poliertuch zu stellenden Anforderungen in geradezu idealer Weise. Die Imprägnierung mit dem Poliermittel kann »weckmäßig an Polier-
tuchbahnen durchgeführt werden, die ihrerseits erst nach der Imprägnierung zu Tüchern geeigneter Größe zugeschnitten werden. Die Herstellung lädt sich mithin »ehr 'wirtschaftlich gestalten. Das erfindungsgemäße Poliertuch hat insbesondere den entscheiden" den Vorteil, daß das Poliermittel auf dem Poliertuch gleichmäßig verteilt ist. Hierdurch wird die vielfach beobachtete störende Schlierenbildung auf der zu polierenden Oberfläche vermieden und in kürzester Zeit, ohne daß auf die zu polierende Oberfläche ein übermäßiger Druck ausgeübt werden müßte, eine hochglänzende Oberfläche erhalten.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Poliertuch überraschenderweise über Wochen hinweg seine Polierfähigkeit beibehält, da das Poliertuch das Polieriiuntel nur ganz allmählich abgibt, und zwar in Mengen, die gerade ausreichen, um einen guten PoliereSffekt zu erhalten.
Bei Verschmutzung des Poliertuches braucht dieses nur ausgewaschen zu werden, um es wieder gebrauchsfähig zu machen, da ja das Poliermittel aus einem wasserabstoßenden, hydrophoben Material besteht, das nicht mit ausgewaschen wird.
Das Poliertuch besteht vorzugsweise aus Textilmaterial, wie Baumwolle oder Frottiertuch.
Die Menge des im Poliertuch imprägnierten Poliermittels richtet sich naturgemäß nach der Art bzw. der Aufnahmefähigkeit des verwendeten Tuchmateriales. Sie beträgt bei Baumwolle beispielsweise
vorzugsweise 150 bis 250 g/m Tuch und bei Frottiertuch vorzugs-
weise 200 bis 300 g/m Tuch.
721012115.6.72
Als Imprägnierungsmittel bzw. Poliermittel werden vorzugsweise hydrophobe Silikonöle verwendet. Die Viskosität dieser öle liegt vörzu^eWeisS fcsi 5 - 3CCCC eSt τιτιύ vcrsugs^eiss bei 5 - 2QQQ cSt. und insbesondere bei 50 - 350 cSt.
Beispiele geeigneter Silikonöle sind beispielsweise Polysiloxane, wie Dimethylpolysiloxane (Silikonöl AK 35 der Fa. Wacker), Methylphenyl-polysiloxane (silikonöl AS der Fa. Wacker), Phenylmethy!polysiloxane (Silikonöl AR bzw. AP bzw. AL, sämtlich von der Fa. Wacker).
Diese Silikonöle werden in Form einer Lösung auf das Poliertuch aufgebracht.
Diese Silikonöle müssen natürlich in dem verwendeten Lösungsmittel löslich sein.
Das Lösungsmittel soll zweckmäßig einen verhältnismäßig niedrigen Siedepunkt haben, da man das Lösungsmittel anschließend wieder entfernen muß. Bei Verwendung eines Lösungsmittels mit Einern hohen Siedepunkt würde die Entfernung des Lösungsmittels zu lange dauern und/oder zu viel Wärmeenergie erfordern. Man zieht daher Lösungsmittel vor, die zwischen 50 - 12O°C sieden. Als Lösungsmittel werden insbesondere Kohlenwasserstoffe, wie Petroläther, Benzol, Pentan, Hexan, Heptan, Xylol oder Cyclohexanol verwendet, aber auch Trichloräthan und/oder Perchloräthan. Auch Alkohole, wie Methanol, Alkenol oder Isopropylalkohol, sind vielfach geeignet.
Aliphatlsche Ester höherer Alkohole sowie aromatis Ketone sind ebenfalls geeignet.
721tt2tiiiit
Man verwende+·- vorzugsweise eine Poliermittellösung, die etwa 5-20 Teile, vorzugsweise 7 - 12 Teile Poliermittel auf 100 Teile Lösungsmittel enthält.
Die Herstellung des erfindungsgemgßen Poliertuches erfolgt in der Weise, daß das Poliertuch entweder in einfacher Weise in die Poliermittellösung eingetaucht wird oder durch die Poliermittellösung geführt wird (für den Fall, daß das Verfahren kontinuier lich durchgeführt wird und Tuchbahnen verwendet werden)♦ Man belaßt das Tuch in der Poliermittellosung, bis die Grenze der Aufnahmefähigkeit der Poliermittel lösung erreicht ist, und entfernt anschließend das Lösungsmittel aus dem Poliertuch durch Schleudern und/oder Trocknen an der Luft bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 40 - 800C. Für den Fall, daß man Tuchbahnen verwendet, die nach der Imprägnierung und naeh der Trocknung zu Tüchern zugeschnitten werden, führt man die Trocknung bzw. die Entfernung des Lösungsmittels durch, indem man die Bahn kontinuierlich durch einen Trockenluftofen führt. Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung:
Fin Baumwolltuch, (60 χ 40 cm) mit einem Gewicht von 75 g taucht man in eine Lösung ein, die 7 Teile Methyl-phenyl-polysiloxan (Silikonöl AS der Fa. W.cker) mit einer Viskosität von 50 - 100 cSt auf 100 Teile Ieopropylalkohol enthält, bis daß die Grenze der Aufnahmefähigkeit der Lösung erreicht ist. Dann wird das Tuch geschleudert und bei 600C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet. Das Baumwolltuch hatte ein Gewicht von 125 g. Die aufgenommene
Poliermittelmenge betrug somit 50 g.
Das erfindungsgemäße Poliertuch kann für Möbel/ wie Türen, Schranke, Glas, Spiegel, Ledersessel, Küchengeräte und Küchenmaschinen, Silber, Schmuck usw., Kunststoffe, KnautschlackiSchuhe und Knautsch lackmäntel verwendet werden, sowie zum Polieren von Autolackoberflächen, einschließlich Chromteile zum Schütze gegen Feuchtigkeit, um ein Rosten zu vermeiden.
Der hintsrlassene Hochglanz-Schutzfilm mit großer Oberflächenglätte ist extrem wasser- und schmutzabweisend.
Das erfindungsgemäße Poliertuch kann von beliebiger Gestalt sein, ist aber vorzugsweise quadratisch oder rechteckig. Die beigefügten Figuren geben bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Poliertuches wieder, und zwar stellt Fig. 1 ein quadratisches und Fig. 2 ein rechteckiges Poliertuch dar.

Claims (10)

Schutzansprüche
1. Gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch, dadurch gekennzeichnet, daß das Poliertuch mit einem hydrophoben Poliermittel imprägniert ist.
2. Poliertuch gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Poliertuch aus Textilmaterial besteht.
3. Poliertuch gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilmaterial Baumwolle ist.
4. Poliertuch gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Menge des imprägnierten Poliermittels 150 - 250 g/m Tuch beträgt.
5. Poliertuch gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Textilmaterial aus Frottiertuch besteht.
6. Poliertuch gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
2 Menge des imprägnierten Poliermittels 200 - 300 g/m Tuch beträgt.
7. Poliertuch gemäß Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß das imprägnierte Poliermittel ein Silikonöl mit einer Viskosität von 5 - 30000 cSt, vorzugsweise 5 - 2000 cSt, bevorzugter 50 bis 350 cSt ist.
8. Poliertuch gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das imprägnierte Poliermittel ein Dimethylpolysiloxan ist.
9. Poliertuch gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das imprägnierte Poliermittel ein Methylphei /lpolysiloxan ist.
10. Poliertuch gemäß Anspruch 1-9, dadurch gekerazeichnet, daß es quadratisch oder rechteckig ist.
DE7210329U Gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch Expired DE7210329U (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE7210329U true DE7210329U (de) 1972-06-15

Family

ID=1278716

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE7210329U Expired DE7210329U (de) Gebrauchsfertiges, mit Poliermittel imprägniertes Poliertuch

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE7210329U (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3009585A1 (de) * 1980-03-13 1981-10-01 Fa. Carl Freudenberg, 6940 Weinheim Reinigungstuch

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3009585A1 (de) * 1980-03-13 1981-10-01 Fa. Carl Freudenberg, 6940 Weinheim Reinigungstuch

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