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Projektionsvorrichtung, vorzugsweise für Karteikarten In Betrieben,
in denen .mit Karteikarten gearbeitet wird, also z. B. in Maschinenfabriken, wo
Kalkulationen unter Verwendung von Kartenkarten, die alle notwendigen Angaben über
Einzelteile enthalten, durchgeführt werden, ist für jeden Gegenstand stets nur eine
.einzige Karte vorhanden, die besonders in größeren Büros von einer erheblichen
Zahl von Personen benutzt wird. Dadurch ergibt sich die Schwierigkeit, daß nicht
selten ein Angestellter auf eine Karte warten muß, die von einem anderen benutzt
wird, und daß häufig sogar nach einer Karte gesucht wird, wenn sie nicht im Karteikasten
steht.
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Weiter liegt ein Mangel darin, daß derartige Karten oft in ,ganz kurzen
Zeitabständen geändert bzw. berichtigt werden müssen und daß es dann manchmal kaum
möglich ist, im Hinblick auf die zahlreichen Berichtigungen die benötigten Daten
einwandfrei !aus den Karteikarten herauszulesen.
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Durch die Erfindung sollen die vorstehend angegebenen Mängel restlos
beseitigt werden, und zwar unter Ausnutzung der ,bekannten, mit Bildbändern arbeitenden
Projektionseinrichtungen, die das einzelne Bild mit entsprechender Vergrößerung
auf eine Bildw,and werfen. Von den in üblicher Weise auf
kleinem Format aufgenommenen
Karteikartennegativen werden so viel Kontaktdrucke auf Positivfilm gefertigt, wie
in dem betreffenden Büro Sachbearbeiter vorhanden sind. Die kleinen Filmbilder werden
dann erfindungsgemäß in Fächer von Filmbändern auswechselbar eingesetzt, die auf
Filmspulen aufgewickelt sind. Auf zwei unter sich parallelen Achsen sitzen so viele
gleich große Spulen, daß alle Filmstreifen zusammen sämtliche zu einer Kartei gehörenden
Abbildungen
der Karteikarten aufnehmen. Die Filmspulen lassen sich gemeinsam auf ihren Achsen
verschieben, und da man auch je zwei zusaiumengehöri:ge Filmspulen unabhängig von
den anderen um ihre Achsen drehen kann, so besteht die Möglichkeit, ein bestimmtes
Filmbild mit dem Fenster eines Beleuchtungsapparates in Deckung zu bringen. Dieser
Apparat steht bekanntermaßen so mit einem optischen System in Verbindung, daß .das
vor dem Fenster liegende Bild in der natürlichen Größe einer Karteikarte auf eine
Mattscheibe projiziert wird, die im Gesichtsfeld des die Vorrichtung benutzenden
Angestellten liegt. Dieser kann nun .mit wenigen Griffen aus einer sehr großen Zahl
von Karteikarten ein bestimmtes Blatt :auswählen und auf der Mattscheibe erscheinen
lassen.
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Werden Änderungen an der Stammkarte vorgenommen, so wird von- dieser
Karte ein neues Bild hergestellt, und die vervielfältigten Positive kommen in den
Spulenbändern an die Stelle der bisher benutzten Stücke. Weitere Ausgestaltungen
der Erfindung bilden den Inhalt der Ansprüche 2 bis q..
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In der :Zeichnung ist :die Vorrichtung in einer Ausführungsform schematisch
veranschaulicht.
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Abb. i ist ein Querschnitt durch den unteren Teil .der Vorrichtung.
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Abb. :2 ist eine Draufsicht hierzu. In den Ahh.3 und q. ist
in Seitenansicht und Vorderansicht das Äußere der Vorrichtung gezeigt. In den !,
Abb. 5 und 6 ist in Ansicht bzw. Querschnitt ein auf die Spulen .aufzuwickelndes
Filmband dargestellt.
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In einem Kasten i sind zwei .mittels der Knöpfe 2 von Hand drehbare
Wellen 3 angebracht, die zueinander parallel liegen. Auf diese Wellen sind Büchsen
q. aufgesetzt, und diese tragen hei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel je fünf
Spulen 5. Die Büchsen d. ruhen in Ständern 6, und letztere sind auf einer gemeinsamen
Grundplatte 7 befestigt, an der die Handhaben 8 angreifen. Durch Bewegung dieser
Handhaben im Sinne der Pfeile nach den Abb.2 und 3 können die Spulen :gemeinsam
so verschoben werden, daß das auf den Spulen aufgewickelte Band 9 über dem Beleuchtungsfenster
io. liegt. In dieser Stellung werden .die Spulen durch Eintreten der Handhaben 8
in einer Rast festgehalten. In dieser Stellung ist dann das betreffende Spulenpaar
mit den Achsen 3 gekuppelt, so daß sich bei Drehung der einen Achse das Band 9 nach
rechts oder links bewegen läßt. Die Knöpfe 2 sind auf die Achsen 3 aufgesetzt, um
eine Feineinstellung der Bänder 9 vornehmen zu können. Die Grobeinstellung, also
das schnelle Auf- bz-w. Abwickeln eines Bandes 9 auf die Spulen 5 wird durch folgende
Einrichtung ermöglicht: Gemäß Alb. i ist auf den Boden der Platte 7 ein kleiner
Elektromotor i i aufgebaut, und dieser steht durch ein dehnbares Gummiband i2 mit
einer Rolle 13 in Verbindung. Letztere befindet sich in Reibungsschluß mit einer
Rolle 13', und beide Rollen sind in der Platte 14 gelagert, die mittels des Handgriffes
15 (Abb. 2 Abis q.) geschwenkt werden kann. Bei Verstellung des Handgriffes 16 aus
seiner Mittellage nach rechts oder links wird der Elektromotor eingeschaltet, und
die beiden Rollen 13 und i j' laufen dann entgegengesetzt um. Der Hebel 15
wird so weit v erschwenkt, bis eine der beiden Rollen am Rande einer Filmspule anliegt.
Letztere wird dann so lange mitgeno@tnmen, bis man den Handgriff 15 in die Mitteltage
zurückschwenkt. Es drehen sich also während einer gewissen Zeit die beiden Spulen,
deren Filmband oberhalb des Beleuchtungsfensters liegt, mit verhältnismäßig großer
Geschwindigkeit. Durch ein mit einer versehenes Zählwerk wird die die Vorrichtung
benutzende Person darüber unterrichtet, in welchen Zahlengruppen sich die jeweils
vorbeieilenden Bilder befinden. Das läßt sich etwa so durchführen, daß :das Zählwerk
sprungweise Zahlen erscheinen läßt, die um je zehn Einheiten aus- ! einanderliegen.
Es macht dann nicht die :geringsten Schwierigkeiten, nach Abschaltung des Motors
durch Drehung der Handknöpfe 2 innerhalb der durch Grobeinstellung dem Fenster io
genäherten Gruppe die gesuchte Karte über das Fenster io einzustellen.
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In dem Gehäuse 16 ist eine Beleuchtungseinrichtung bekannter Bauart
und ein Gebläse eingebaut, das den Über die Öffnung io laufenden Film kühlt. Oberhalb
des Beleuchtungsfensters io sitzt :ein Objektiv 17, und in dessen auf Abb. 3 durch
die strichpunktierte Linie angedeuteten Strahlengang 18 ist ein Spiegel i9 mit einer
Neigung von 90 ° eingesetzt, so daß das vor dem Fenster io liegende Bild auf die
Mattscheibe 2o projiziert wird.
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Es empfiehlt sich, den Vergrößerungsmaßstab so zu wählen, daß das
auf `der Mattscheibe 20 erscheinende Bild mindestens die natürliche Größe einer
Karteikarte hat.
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Für die Erfindung ist :es von wesentlicher Bedeutung, daß sich die
einzelnen Filmbilder mühelos auswechseln lassen. Die Abb. 5 und 6 zeigen ein Beispiel
für ein solche Filmband. Es sind hier zwei durchsichtige
Bänder
2i, 22, von denen das erstere eine etwas größere Höhe hat als das zweite, an den
Punkten 23 .miteinander verkittet. Sie stehen also in festem Zusammenhang und bilden
Fächer, in welche die einzelnen Bildchen 24, auf denen eine Kartenkarte kinematographisch
aufgenommen ist, eingeschoben werden können. Jedes Bildchen erhält zweckmäßig einen
zum Ansetzen einer Pinzette bestimmten Lappen 25, und an jedem durch die Streifen
2i und 22gebildeten Fach ist eine Ausnehmung z6 vorgesehen, um ein Erfassen ,der
Lappen 25 zu erleichtern.
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Durch die Anordnung, daß der Streifen 21 um ein geringes Maß über
den Streifen 2_! hinausragt, wird ebenfalls das Einsetzen der Bildchen .erleichtert;
denn man setzt sie schräg ;gegen die überstehende Kante des Streifens 2i, und sie
haben dann an dieser beim Einschieben in das Fach eine gute Führung.
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Um eine Auswechselung der einzelnen Bildchen vornehmen zu können,
ist der Kastenteil 27, der das Objektiv 17, den Spiegel i9 und die Mattscheibe
2o trägt, durch Scharniere 28 aufklappbar mit .dem unteren Kasten i verbunden. Nach
Freilegung der Bänder 9 drückt man die Arme 29, über welche die Bänder 9 .hinweglaufen,
in der Pfeilrichtung der A#bb. i um ein gewisses Maß auseinander und gibt damit
ein größere Stück der Bänder 9 frei. Dann sind letztere gut zugänglich, und die
Auswechselung der Bildchen 24 läßt sich .mit einem einzigen Griff vornehmen.