DE7200471U - Selbstschliessendes absperrorgan - Google Patents
Selbstschliessendes absperrorganInfo
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Description
Selbstschließendes Absperrorgan
Die Erfindung betrifft ein selbstschließendes Absperrorgan mit einem Grundkörper, welcher Ein- und Auslaufstutzen aufweist,
die mittels eines Absperrsitzes voneinander getrennt sind, mit dem ein Absperrglied zusammenwirkt, welches einer
Einrichtung geöffnet werden kann und in elastischer Weise in seine Anfangsstellung zurückbewegbar ist, und mit einem hydraulischen
Verzögerungszylinder mit unvollkommener Abdichtung zum Verzögern der Sehließbewegung mittels eines im Zylinder
verschieblichen, durch ein Verbindungsglied mit dem Absperrglied verbundenen Kolbens.
Herkömmliche Absperrorgane dieses Typs, bei welchem der Wasserdurchfluß durch Niederdrücken eines Betätigungsdruckknopfes
eingeleitet und nach einer bestimmten Zeitspanne automatisch gesperrt wird, weisen eine Anzahl Nachteile auf.
Zum Öffnen des Absperrorgans muß der auf die Oberfläche des
■ Fotljcheckkonto Münditn 443 \1
AbSperrventils wirkende Leitungsdruck 'wenigstens teilweise
überwunden werden, was insbesondere bei Vorhandensein eines hohen Druckes eine Verringerung des 'uiinungsqaerschs.ifGes
und damit der Durchflußmenge erfordert, um einea übermäßigen
Kraftaufwand beim Betätigen zu vermeiden. Zum gleichen Zweck ist es notwendig, die Dichtglieder in besonderer Ausbildung
vorzusehen und dadurch erhöhte Fertigungskosten in Kauf zu nehmen. Die Hauptbauteile des Absperrorgans stehen ständig
unter Druck, d.h. sie unterliegen dieser Beanspruchung auch in der Ruhestellung des Absperrorgans. Die der Absperrorgane
sind notwendigerweise so angeordnet, daß bei unter Putz verlegter Installation das Absperrorgan aus der Rohrleitung ausgebaut
werden muß, wenn seine Innenteile gereinigt werden sollen. Eine Anzahl Bauteile, wie beispielsweise die Bückholfeder,
liegen im Nassen und werden vom durchfließenden Wasserstrom umspült.
Alle diese Nachteile, welche sich zusätzlich zu einem hohe Fertigungskosten verursachenden komplizierten Aufbau ergeben,
führen zu einer Einschränkung des Anwendungsgebietes derartiger Absperrorgane und zu hohen Wartungs- und Heparaturkosten.
Ss ist ein wichtiges Ziel der Erfindung, ein im Aufbau einfaches
und wirtschaftlich herstellbares selbstschließendes Absperrorgan zu schaffen, welches trotz großer Cffnungs-Querschnitte
mit einem Minimum an Kraftaufwand betätigbar und zur Aufnahme wirksamer, genormter Dichtglieder geeignet
ist.
Bei einem selbstschließendeii. Absperrorgan ist nach der
Erfindung vorgesehen, daß eine Zylinder-Kolben-Einheit relativ
zu einem kolbenförmigen Absperrglied an der einem Einlaufstutzen
abgewandten oeite angeordnet ist, daß ein hülsenförmiges
Verbindungsglied hohl ausgebildet und von einem Hubstift durchsetzt ist, welcher ein Plattenventil trägt, das
in Zusammenwirken mit einem am Absperrglied gebildeten Absperrsitz das Absperren bewirkt, wobei der Hubstift an einem
gegenüberliegenden Endstück mit einem Betätigungsdruckknopf verbunden und von der Federkraft einer Rückholfeder so bewegbar
ist, daß eine auf den Betätigungsdruckknopf ausgeübte Druckkraft die Öffnung des Plattenventils sowie die Einspeisung
von Druckwasser in den Zylinder und dadurch die Bewegung des Kolbens zusammen mit dem Absperrglied in die
Öffnungsstellung bewirkt.
Da der automatische Verzögerungsschließer so angeordnet ist, daß er beim Betätigen des Betätigungsdruckknopfes in Verbindung
mit dem Einlaufstutzen tritt und somit als Hydraulikzylinder
arbeitet, der eine Öffnungskraft liefert, welche sowohl den auf das Absperrventil wirkenden Druck, der selbst
eine beträchtliche Stärke haben kann, als auch die durch die Reibung der Dichtglieder verursachten Widerstandskräfte:
überwindet, ermöglicht das Absperrorgan nach der Erfindung ein Öffnen unter sehr geringem Kraftaufwand.
Von besonderem Vorteil ist dabei, daß das selbstschließende Absperrorgan gemäß der Erfindung im Bedarfsfall von der Vorderseite
des Betätigungsknopfes ausdemoniert werden kann, und daß seine Innenbauteile in Ruhestellung keiner Druckkraft
ausgesetzt sowie alle die Bauteile, die keine rein hydraulische Aufgabe zu erfüllen haben, frei von Wasserberührung
angeordnet sind.
• t <
Diese Ausbildung, in Verbindung mit einer Anordnung i-~ -in
im wesentlichen zylindrischen Absperrorgan-Grundkörper ,l ^ater
Verwendung eines Absperrventils, dessen Dichtglied aurch
den Absperr- bzw. Ventilsitz hindurch bewegbar ist, macht es im übrigen möglich, das Absperrorgan von der Vorderseite her
zu demontieren und somit die Wartung und den eventuellen Austausch von Teilen ohne Lösen der Rohrverbindungen vorzunehmen.
Der Aufbau des Absperrorgans insgesamt ist dadurch ebenfalls besonders vereinfacht.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausf iihrungsbeispiels
anhand der Zeichnung. Darin zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht im Längsschnitt des selbstschließenden Absperrorgans nach der Erfindung in geschlossener
Stellung und
Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie in Fig,, 1, jedoch in geöffneter
Stellung.
Entsprechend der Zeichnung besitzt das seIbstschließende Absperrorgan
einen im wesentlichen zylindrisch ausgebildeten
Grundkörper 1 mit einem Einlaufstutzen 2, einem Auslaufstutzen 3 und einem im Innern des Grundkörpers 1 zwischen
diesen Stutzen angeordneten Absperrsitz bzw. Ventilsitz 4·,
welcher mittels eines Dichtgliedes 5 verschließbar ist, das
an einem mit einer Hülse 7 einstückig ausgebildeten Kolben 6 befestigt ist. In die Hülse 7 ist entsprechend der Längsachse des Grundkörpers 1 ein Hubstift 8 eingesetzt.
Grundkörper 1 mit einem Einlaufstutzen 2, einem Auslaufstutzen 3 und einem im Innern des Grundkörpers 1 zwischen
diesen Stutzen angeordneten Absperrsitz bzw. Ventilsitz 4·,
welcher mittels eines Dichtgliedes 5 verschließbar ist, das
an einem mit einer Hülse 7 einstückig ausgebildeten Kolben 6 befestigt ist. In die Hülse 7 ist entsprechend der Längsachse des Grundkörpers 1 ein Hubstift 8 eingesetzt.
An einem seiner Endstücke trägt der Hubstift 8 ein Plättchen 9, an welchem ein Dichtglied 10 befestigt ist, welches
zum Herstellen einer Abdichtung an einem Sitz 11 angreift,
der an einem Endstück des Kolbens 6 ausgebildet ist. Ein zwischen dem Hubstift 8 und der Hülse 7 bestehender Zwischenraum
erlaubt das Durchfließen von Wasser.
Am entgegengesetzten Endstück ist der Hubstift 8 fest mit
einem mit größerem Durchmesser ausgebildeten Stift 12 verbunden. Die Hülse 7 zusammen mit dem Kolben 6 besitzt eine
bestimmte Bewegungsfreiheit in axialer Sichtung zwischen den beiden einerseits durch das Dichtglied 10, andererseits
durch das Endstück des Stiftes 12 gebildeten Anschlägen.
An dein dem Kolben 6 abgewandten Endstück ist die Hülse 7
einem Kolben 15 ausgestattet, an welchem ein Dichtglied 14 befestigt,ist, welches bei dieser Ausführungsform als Lippendichtung
ausgebildet ist. Dieses Dichtglied 14 ist verschieblich im Innern eines vorzugsweise synthetischem Werkstoff hergestellten
und in den Grundkörper 1 eingesetzten Zylinder angeordnet, welcher in diesem mittels eines in den Grundkörper
1 eingeschraubten und an einer Bodenfläche 16 des Zylinders 15 angreifenden GewindeStopfens 17 gehalten ist. Zum Abdichten
am Grundkörper 1 und am Stift 12 sind Dichtglieder vorgesehen.
Die Unvollkommenheit der Abdichtung zwischen dem Dichtglied und der Innenwand des Zylinders 15 ist beabsichtigt und in
vorbestimmtem Ausmaß mittels einer kleinen, an der Innenwand des Zylinders 15 ausgenommenen Nut 23 bewirkt.
Der Stift 12 ragt aus dem Grundkörper 1 heraus und trägt mittels einer Schraube 20 eine Hülse 25, in welche zum 3e-tätigen
des Absperrorgans ein Druckknopf 21 eingesetzt ist. An
einem auf die Hülse 25 aufgeschraubten Gewindering y\
stützt sich eine Feder 22 ab, welche den Druckknopf 21 nach außen bewegt und daher auch den Stift 12, den Hubstift 8 und
mit der Hülse 7 die Kolben 6 und 13 (in einer für den
Zeichnungsbetrachter nach rechts gerichteten Bewegung) bewegt und diese somit in de^. in Fig. 1 gezeigten Stellung
hält oder in diese zurückbewegt. Dabei wird die Feder 22 von der Druckkraft des aus dem Einlaufstutzen 2 zufließenden
Wassers unterstützt.
Es sei nun die Arbeitsweise der Vorrichtung beschrieben. Durch Einwirken eines geringen Druckes auf den Druckknopf 21
führen die Stifte 12 und 8 sowie das Plättcnen 9 mit seinem Dichtglied 10 eine kleine Bewegung nach links aus, während
die Druckkraft des vom Einlaufstutzen 2 her strömenden Wassers
das Dichtglied 5 des Kolbens 6 an Ventilsitz 4- andrückt
und die Glieder 6,7,13 und 14 in der rechten Stellung festhält.
Demzufolge entfernt sich das Dichtglied 10 vom Ventilsitz 11 und unter Druck stehendes Wasser dringt nach Durchströmen
des Ventilsitzes 11 und des zwischen der Hülse 7 und
dem Hubstift 8 liegenden Zwischenraumes bis in den Kammerab—
schnitt des Zylinders 15 ein, welcher zwischen den Kolben 13
und dem Zylinderboden 16 eingeschlossen ist. Der Durchmesser des Zylinders 15 ist wenigstens gleich, vorzugsweise jedoch
größer als der des Ventilsitzes 4-, so daß die vom Kolben 13 auf die Hülse 7 ausgeübte Kraft größer als die vom Druck des
auf den Kolben 6 auftreffenden wassers ausgeübte Kraft und dieser entgegengesetzt ist, so daß die Glieder 6,7 und 13
nach links bewegt werden und der Bewegung des mittelο des
Druckknopfes 21 verschobenen Hubstiftes 8 folgen, jedoch ohne Beteiligung des Stiftes 12. Das Absperrorgan nimmt daher,
ohne einen Kraftaufwand zu erfordern, die geöffnete Stellung entsprechend Fig. 2 ein.
Me während dieser Phase zur Verfügung stehende Kraft läßt daher einerseits einen großen Durchmesser des Äbsperr- bzw.
Ventilsitzes 4 und damit eine große Durchflußmenge, andererseits ein Dichtglied 5 zu» welches als Dichtung für Hydraulikzylinder
ausgebildet ist und welches zum Herausbewegen aus seinem Sitz eine verhältnismäßig große Kraft erfordert.
In der in Fig. 2 gezeigten Stellung gewährleistet das geöffnete Absperrorgan einen ungehinderten Durchfluß von
■//asser vom Einlauf stut zen 2 zum Ablauf stutzen 3 hin.
Nach Aufheben des auf den Druckknopf 21 ausgeübten Druckes bewegt die Rückholfeder 22 mittels des Hubstiftes 8 das
Dichtglied 10 nach rechts und sperrt damit den Wasserstrom durch den Sitz 11 hindurch. Die Rückholfeder 22 übt weiterhin
eine nach rechts gerichtete und mittels des Dichtgliedes 10 auf den Kolben 6, die Hülse 7 und die Kolben 13 und
14 übertragene Zugkraft aus. Das im Zylinder 15 vorhandene
Wasser verhindert ein schnelles Zurückgehen in die Stellung entsprechend Fig. 1, wird aber selbst allmählich durch den
von der Nut 23 gebildeten engen Durchlaß ausgestoßen, so
daß die beweglichen Teile des Absperrorgans langsam in die rechte Stellung zurückgehen.
Sobald das Dichtglied 5 am Ventilsitz 4 angreift, liegt der ganze Leitungsdruck auf dem Kolben 6, bewegt das Dichtglied
fest in den Sitz hinein und bewirkt in dieser Weise eine sichere Absperrung. Sobald das Absperrorgan geschlossen ist,
herrscht im Zylinder 15 keinerlei Druck mehr und das Dichtglied
14 ist kräftefrei.
Der sich im Innern des Grundkörpers 1 des Absperrorgans aufbauende Druck wirkt mit der Rückholfeder zusammen und
begünstigt das Schließen des Absperrorgans. Sine Erhöhung
des Leitungsdruckes führt daher zu einer schnelleren Schließbewegung. Daraus folgt, daß es durch zweckmäßige Ausbildung
der Ein- und Auslauföffnungen sowie des Durchmessers der
Absperrsitze und des Verzögerungszylinders 15»vor allem
durch geeignete Wahl ihrer Verhältnisse zueinander, möglich ist, zu erreichen, daß die infolge von Leitungsdruckschwankungen
auftretenden Veränderungen der Schließgeschwindigkeit den entsprechenden Durchflußmengenschwankungen im
Absperrorgan entgegengesetzt sind und diese etwa ausgleichen,
so daß zwischen dem öffnen und Schließen des Absperrorgans die dieses durchströmende Durchflußmenge Wasser automatisch
im wesentlichen konstantgehalten wird. Aufgrund dieses hervorragenden Merkmals eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Absperrorgans ist es daher im Gegensatz zu herkömmlichen selbstschließenden Absperrorganen nicht erforderlich, durch
Leitungsdruckschwankungen hervorgerufene starke Veränderungen der Wasserdurchflußmenge mittels eines automatischen
Durchflußmengenreglers zu verhindern.
Während der Schließphase bildet der links vom Kolben 13 liegende und in seiner Größe veränderliche freie Hohlraum
des Zylinders 15 eine Dämpfungskammer, in welche der durch
den offenen Sitz 4- eintretende Wasserstrahl vor seinem Ablauf
durch den Auslaufstutzen 3 gerichtet ist. Diese Kammer
begünstigt einen geräuscharmen Betrieb des Absperrorgans.
Zum Vermeiden von Schlägen während des letzten Abschnittes
der Schließphase kann die Fließgeschwindigkeit durch entsprechende Ausbildung der Nut 23 des Zylinders 15 oder
durch Unterbrechen der Nut kurz vor Erreichen des Punktes der vollständigen Schließung verringert werden.
Bei Bedarf kann die durch die Wasserströmung selbst während der Schließphase bewirkte Zentrierung des Solbens 6 durch.
Anbringen von Zentrierflügeln 30 an der Hülse 7 verbessert
werden.
Die Vorspannung der Feder 22 ist durch mehr oder weniger
starkes Drehen des auf die Hülse 25 aufgeschraubten Gewinderinges
31 veränderbar.
Während durch einfaches Ausschrauben der Schraube 20 bestimmte Bauteile, wie beispielsweise die Feder 22 und der
Gewindeeinstellring 31 zugänglich werden, können durch
anschließendes Herausschrauben des Gewindestopfens 17
(welcher zu diesem Zweck mit der Hülse 25 in einer prismatischen
Verbindung koppelbar ist) die gesamten beweglichen Teile des Absperrorgans von der Vorderseite her entfernt
und gewartet, repariert oder ersetzt werden.
Dies wird dadurch ermöglicht, daß das Dichtglied 5 durch
seinen Ventilsitz 4 hindurch bewegbar ist.
Im Aufbau der Vorrichtung nach der Erfindung sind zahlreiche Änderungen gegenüber der beschriebenen und gezeigten Ausbildung
möglich. Als Mittel zum Herstellen einer unvollkommenen Abdichtung zwischen dem Zylinder 15 und dem Kolben 13 bzw.
dem Dichtglied 14 kann man eine Nut 23 vorsehen, die durch
eine Rippe ersetzt sein kann, welche das Dichtglied 14 im
entsprechenden Bereich leicht anhebt. Wahlweise kann anstelle des Dichtgliedes 14 zum Herstellen einer unvollkommenen Abdichtung am Zylinder 15 ein aus Filz oder einem anderen,
-IQ-
leicht schmiegsamen und in bestimmtem Naß oberflächenrauhen
Werkstoff hergestelltes ieil vorgesehen sein. Um die Abdichtung
des Zylinders 15 unvollkommen zu machen, kann auch auf eine allgemein bekannte Maßnahme zurückgegriffen werden,
nämlich auf das Bohren eines sehr kleinen, den Kolben 13 quer zu seiner Achse durchsetzenden Loches.
Die gezeigte Art von Absperrorgan bzw. Ventil ist beispielsweise zur Verwendungin Verbindung mit WG-Druckspülern geeignet.
Dabei kann an den Auslaufstutzen 3 ein Ablaufrohr 33 angeschlossen sein, in welchem Luiteintrittsoffnungen
bzw. eine Honrunterbrechung 55 ausgebildet ist, welche während
des Wasserablaufs mittels einer elastischen Hülse 3^-
verschlossen ist und dazu dient, das Ansaugen von Wasser aus der WC-Schüssel zu verhindern. Eine in die elastische
Hülse 34- eingesetzte starre Büchse 56 leitet den Wasserstrahl bis in einen Bereich jenseits der Sohrunterbrechung
35 und verhindert auch bei gerissemer Hülse 3^ ein Ausfließen
oder Ausspritzen des Wassers durch diese Lufteintrittsöffnungen 35·
Zum Herstellen von langsam schließenden Absperrorganen, wie sie beispielsweise in Verbindung mit Duschanlagen Verwendung
finden, können die Abmessungen verändern und insbesondere wenigstens zwei hintereinander am Kolben 13 angeordnete
Dichtglieder 14 vorgesehen sein, so daß infolge der zwischen den Dichtgliedern erzeugten Labyrinthwirkung eine verstärkte
Verzögerung erreichbar ist.
In Weiterbildung der Erfindung kann die Lippendichtung
14- durch einen O-Ring ersetzt und die Anordnung der Ein-
und Auslaufstutzen 2 bzw. 3 gegenüber der gezeigten Aui>
führungsform geändert sein.
Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile der Erfindung,
einschließlich konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen können sowohl für sich als auch
in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
Claims (11)
1. Selbstschließendes Absperrorgan mit einem Grandkörper, welcher Ein- und Ablaufstutzen aufweist, die mittels eines
Absperrsitzes voneinander getrennt sind, mit welchem ein Absperrglied zusammenwirkt, welches mittels einer Einrichtung
geöffnet werden kann und in elastischer Weise in seine Anfangsstellung zurückbewegbar ist, und mit einem hydraulischen
Verzögerungszylinder mit unvollkommener Abdichtung zum Verzögern der Schließbewegung mittels eines im Zylinder
verschieblichen, di rch ein Verbindungsglied mit dem Absperrglied verbundenen Kolbens, dadurch gekennzeichnet , daß eine Zylinder-Kolben-Sinheit (I5j13)
relativ zu einem kolbenförmigen Absperrglied (556) an der
einem Einlaufstutzen (2) abgewandten Seite angeordnet ist,
daß ein hülsenförmiges Verbindungsglied (7) hohl ausgebildet und von einem Hubstift (8) durchsetzt ist, welcher ein
Flattenventil (9,10) trägt, welches im Zusammenwirken mit einem am Absperrglied (6) geformten Absperrsitz das Absperren
bewirkt, wobei der Hubstift (8) an einem entgegengesetzten Endstück mit einem Betätigungsdruckknopf (21)
verbunden ist und von der Federkraft einer Rückholfeder (22) so bewegbar ist, daß eine auf den Betätigungsdruckknopf (21)
ausgeübte Druckkraft die öffnung des Plattenventils (9,10)
und den Einlauf in den Zylinder (15) von unter Druck stehendem
Wasser bewirkt, welches den Kolben (13) zusammen mit dem Absperrglied (5»6) in die Öffnungsstellung bewegt.
2. Absperrorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Absperrglied (5»o) sich aus
einem Kolben (6) und einem an diesem befestigten Dichtglied (5) zusammensetzt, das mit einem Absperrsitz (4·)
zusammenwirkt und beim Montieren und Demontieren des Absperrorgans durch diesen hindurchführbar ist.
3. Absperrorgan nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die beweglichen Teile insgesamt,
nämlich, das kolbenförmige Absperrglied (5,6)» das
hülsenförmige Verbindungsglied (7)» der Kolben (13), der
Hubstift (8) mit dem Plattenventil (9,10) sowie der Verzögerungszylinder (15) in einem Grundkörper (1) mittels eines
in den Grundkörper (1) selbst einschraubbaren oder an diesem in anderer tfeise befestigbaren Gewinde Stopfens (17) gehaltert
und ohne Lösen der Sohrverbindungen von der Vorderseite des Grundkörpers (1) aus herausnehmbar sind.
4-, Absperrorgan nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet , daß die Rückholfeder (22) zwischen dem Gewindestopfen (17) '-^d. dem Betätigungsdruckknopf
(21) angeordnet ist und daß zwischen diese ein als Gewindering ausgebildetes Stellglied (31) zum Einstellen
der Vorspannung der Rückholfeder (22) eingesetzt ist.
5. Absperrorgan nach, wenigstens einen der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet , daß ein außerhalb
des Kolbens (I3) liegender Teil des Zylinders (15) eine
Dämpfungskammer für den durch den Absperrsitz (4-) hindurch
zum Auslaufstutzen (3) hin fließenden Vasserstrom umschließt.
6. Absperrorgan nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5>
dadurch gekennzeichnet , daß der Verzögerungszylinder (15) ein aus synthetischem Werkstoff hergestelltes
und mit Dichtgliedern versehenes, in den Grundkörper
(1) des Absperrorgans eingesetztes Teil ist,
7. Absperrorgan nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß der Zylinder
(15) an seiner Innenwand wenigstens eine Nut (23), ein rippenförmiges
oder ähnliches Gebilde aufweist, welches eine beabsichtigte Unvollkommenheit der Abdichtung zwischen dem
Zylinder (15) und einem Dichtglied (14) des Kolbens (13) bewirkt.
8. Absperrorgan nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7»
dadurch gekennze ichnet , daß das DichtglJed (14) des Kolbens (13) des Verzögerungszylinders (15) aus
Pilzstoff oder einem anderen, leicht schmiegsamen Werkstoff hergestellt ist, welcher eine bestimmte Oberflächenrauhig keit
aufweist, welche eine beabsichtigte Unvollkommenheit der Abdichtung am Verzögerungszylinder (15) bewirkt.
9. Absperrorgan nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß der Verzögerungszylinder
(15) wenigstens mit gleiche^ vorzugsweise jedoch mit größerem Durchmesser als der Absperrsitz (4)
ausgeführt ist.
10. Absperrorgan nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9» dadurch gekennzeichnet , daß die
Querschnittsflächenverhältnisse von Sin- und Ablauf, Absperrsitz
und Veraögerungszylinder so gewählt sind, daß
Leitungsdruckschwankungen die Schließgeschwindigkeit so verändern, daß wenigstens teilweise die daraus sich ergebenden
Durchflußmengenschwankungen ausgeglichen und die
Gesamtmenge des an jeder Öffnung des Absperrorgans durchfließenden Wassers etwa konstant gehalten wird.
11. Absperrorgan nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet , daß am
Auslaufstutzen (3) Lufteintrittsoffnungen (35) vorgesehen
sind, welche während des Wasserablaufs mittels einer
elastischen Hülse (3^·) verschlossen sind, in welcher
eine starre Büchse (36) angeordnet ist, welche den Wasserstrahl bis in einen Bereich jenseits der Lufteintrittsöffnungen
(35) leitet.
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2200671A1 (de) | 1972-07-20 |
| NL7117544A (de) | 1972-07-11 |
| FR2120894A5 (de) | 1972-08-18 |
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