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DE727911C - Rohrfoermige Tankmine - Google Patents

Rohrfoermige Tankmine

Info

Publication number
DE727911C
DE727911C DEC55291D DEC0055291D DE727911C DE 727911 C DE727911 C DE 727911C DE C55291 D DEC55291 D DE C55291D DE C0055291 D DEC0055291 D DE C0055291D DE 727911 C DE727911 C DE 727911C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mine
rails
tube
explosive charge
stiffening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC55291D
Other languages
English (en)
Inventor
Ing Karel Venygr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BOEHMISCH MAEHRISCHE MASCHINEN
KAREL VENYGR ING
Original Assignee
BOEHMISCH MAEHRISCHE MASCHINEN
KAREL VENYGR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BOEHMISCH MAEHRISCHE MASCHINEN, KAREL VENYGR ING filed Critical BOEHMISCH MAEHRISCHE MASCHINEN
Priority to DEC55291D priority Critical patent/DE727911C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE727911C publication Critical patent/DE727911C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B23/00Land mines ; Land torpedoes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

  • Rohrförmige Tankmine Eine vollkommene Tankmine muß folgenden Forderungen entsprechen: Sie mußeine sparsame Verwendung an Sprengladung aufweisen, die bei der gewöhnlich einfachen Ausbildung solcher Minen diese am meisten verteuert. Die Mine muß nach dem Verlegen ein möglichst großes Feld schützen und bei in beliebiger Richtung erfolgendem Auffahren von Raupenkettenfahrzeugen: auf das Minenfeld mit Sicherheit explodieren; hingegen muß dieselbe Mine im entsicherten Zustand ein sicheres überschreiten durch Fußtruppen zulassen. Eine weitere selbstverständliche Bedingung ist eine einfache, eine leichte Erzeugung sichernde Ausführung und eine solche äußere Form der Mine, daß sie beim Verlegen leicht gehandhabt werden kann. Ferner muß dann die Mine in allen ihren auf Grund ihrer äußeren Form möglichen verschiedenartigen Lagen ,eine sichere Explosion gewährleisten. Diesem: Forderungen haben die bisher blekannten röhrenförmigen Tankminen nicht entsprochen. Es hat sich nämlich gezeigt, daß solche frei auf dem Boden aufliegenden Minen bei einem bestimmten Anfahrwinkel der Fahrzeugraupenkette und einer bestimmten Geschwindigkeit des Fahrzeuges nicht explodieren, da sie nämlich gerade an der Stelle erfaßt werden können, wo sie sich z. B. mit einem Flacheisen abstützen. Gibt diese Flacheisenstütze in solcher Belastungslage nach, dann tritt die Zündvorrichtung nicht in Wirksamkeit. Diese Unvollkommenheit versuchte man durch die Anordnung mehrerer über die ganze Länge der Mine verteilter Zündvorrichtungen zu beheben, was die Herstellungskosten der ganzen Mine verteuert. Ferner müssen solche Minen nach ihrer langwierigen Zusammenstellung in besonderer Weise im Gelände verlegt werden, und zwar derart, daß sich die Zündvorrichtungen oben befinden. Oft kommt es auch vor, daß sich bei solchen mit einer äußeren und einer inneren Hülse ausgestatteten Minen nach der Deformierung der äußeren Hülse nicht unbedingt auch die innere Hülse der Zündvorrichtung deformiert, so daß dic-se versagen kann. Bei Konstruktionen mit dünnwandigen Blechgehäusen kommt es häufig nur zu einer Verformung der äußeren Hülse und einer Verklemmung der unu,irksam bleibenden Zündvorrichtung.
  • Diese Nachteile werden durch .die Erfindung vermieden. Sie findet Anwendung an einer" rohrförmigen Tankmine mit einem die Sprengladung enthaltenden Innenrohr und mit einem Außenrohr und besteht darin, daß das äußere Rohr mittels dickwandiger Schienen versteift ist; die am Umfang des iZohrs gleichmäßig verteilt sind und über seine ganze Länge verlaufen. Beim Anfahren eines Fahrzeuges setzen sie die Zündvorrichtung der Mine in Tätigkeit. Die Druckzünder sind bei der Mine an ihren Enden angebracht. Da die Mine in jeder Lage am Boden zur Explosion gebracht werden kann erfordert ihr Verlegen keine besonders Aufmerksamkeit. Dieses kann deshalb durch freies Abwerfen in das Gelände erfolgen. Weiter betrifft die Erfindung die in den Ansprüchen angegebene Ausführung der Zündeinrichtung und der Versteifung der dickwandigen Schienen.
  • Ausführungsbeispiele des Erfindungsgebcnstandes sind in den Zeichnungen dargestellt. Fig. i ist ein Schnitt durch die Tanl>mine in der Längsmittelebene.
  • Fig.2 ist derselbe Schnitt, aber mit deformiertem Außenrohr nach dem Auffahren durch ein Raupenkettenfahrzeug.
  • Fig.3 ist ein Querschnitt durch die Mine. Fig. 4. ist ein Querschnitt durch die Mine mit versteiften Schienen.
  • Fig. 5 ist ein Längsinittelschnitt durch eine Mine nach einer anderen Ausführung. Fig.6 stellt einen Querschnitt der Ausführung nach Fig.5 dar.
  • Fig. 7 ist eine schematische Darstellung der zu einem Ring gebogenen Tankmine. Fig. S und 9 zeigen schematisch im Aufriß und Schnitt nach der Lin e A-A (in Fig. S) die Ausführung der rohrförmigen 1line in Kreuzform.
  • Die Mine besteht aus dem inneren, mit Sprengladung gefüllten Rohr i (Fig. i) und dem äußeren dünnwandigen Rohr 2. Auf dem Umfang dieses Rohres 2 sind die dickwandigen Versteifungsschienen ; gleichmäßig verteilt, die sich über die ganze Länge des: Rohres 2 erstrecken und zugleich einen Schutzmantel für die Mine bilden.
  • In Fig.3 ist ein Ausführungsbeispiel mit drei Schienen 3 dargestellt, die am Umfang des Rohre.: 2 gleichmäßig im Winkel von i 2o zueinander angebracht sind. In diesem Falle sind die Schienen- , flach, nach dem Halbmesser des Rohres 2 gebogen. in;, welchein sie fest verbunden sind. Es köntie@i aber auch mehr als drei gleichmäßig am Umfang des Rohres 2 verteilte Scliic!ien vor-@es.ellen werden, die man vorteilhaft mit radialen Versteifungen i 5 ausstatten kann, so daß ihr Querschnitt dann die in Bild ,1 dargestellte Form aufweist. Die Versteifungen 15 können sich entweder über die ganze Länge der Schiene 3 erstrecken oder aber auch nur an einigen Stellen angeordnet- sein. Diese radiale Versteifung ergibt den `Torteil, daß sie beim Auffahren des Raupenkettenfahrzeuges als Sporn wirkt, gegen welchen sich die Mine abstützt.
  • Im Ausführungsheispel Fig. i ist ferner die Sprengladung in dem inneren Rohr i an beiden Enden der Mine durch Deckel -1 verschlossen, in welchen sich der Druclzziincfer befindet. Dieser besteht aus radialen Druckbolzen 5, die in den radialen zylindrischen Offnungen 14 der Deckel q. lose verschiebbar sind. Die Mittellinien der Bolzen 5 und der öffnungen 1.1 liegen in den Syinmeti-ieelieiien der Schienen 3, die durch die Mittellinie o der Mine (Fig. 3) laufen. Die radialen Druckbolzen 5 sitzen mit ihren inneren koniselien Enden 12 auf dem balligen Sitz 13 am Schlagbolzen 6 auf, während sie sich mit ihren. äußeren Enden gegen das -1,üßen:"U:1i-2 und damit auch gegen jede Schienc:3 J) - stützen.
  • Der Schlagbolzen 6 liegt in der Mittellinie der Mine. In der Ruhelage t Ff". t ; seht er unter dem Druck der Schraubenfed..r und wird in dieser gespannten Lage durch den Scherstift 8 gehalten. Beim Transport werden die Druckzünder der Mine noch durch den Transportstecker 9 im schwachen Endteil des Schlagbolzens 6, der aus der Mine herausragt, gehalten. Der Raum zwischen denn inneren Rohr i und dem äußeren Rolir z ist an beiden Enden der Mine durch die Manschette to abgedichtet, die das Eindringen von Feuchtigkeit in die Druckzünder und Sprengladung verhindert.
  • Soll die Mine scharf gemacht werden, dann werden die Transportsplinte 9 an beiden Enden der Mine herausgerissen, und die Mine wird verlegt. Dabei ist es gleichgültig, welche Lage sie in bezug auf ihre Mittellinie einnimmt.
  • Beim Anfahren eines Fahrzeuges, g',eiciigültig an welcher Stelle (in Fig.2 erSicI)tlich an der Stelle P) und in welcher Lage, entsteht eine. Deformation des Außenrobres 2 i-Pig. 2) einschließlich einer oder beider Manschetten i o.. so daß die Außenkräfte P durch die Schienen 3 auf einen eventuell auch auf mehrere Druckbolzen 5 übertragen werden. Diese Kräfte verschieben die Druckbolzen 5 radial, und .durch ihre inneren konischen Enden-i2 wird ,diese Radialverschiebung in die Axialbewegung des Schlagbolzens 6 verwandelt. Dabei wird gleichzeitig der Sicherungsstift 8 abgeschert, so daß der Schlagbolzen 6, der unter dem Druck der Schlagbolzenfeder 7 steht, gegen die Zündkapsel i i geschleudert wird und die Mine zur Explosion bringt (s. Fig.2).
  • Ein anderes Ausführungsbeispiel der Mine gemäß der Erfindung ist in Fig. 5 und 6 dargestellt.
  • In diesem Ausführungsbeispiel ist die Sprengladung der Mine im Innenrohr i an beiden Enden der Mine durch eine Lage aneinanderliegender runder Scheiben 16, 17, 18 verschlossen, deren -Zahl der Zahl der Schienen 3 gleich ist. Die innere Scheib-a 16 hat einen äußeren hülsenförmigen Rand i9, der in dem Ende dies Innenrohres i anliegt, und einen inneren hülsenförmigen Stutzen 2o, der an dem Ende der Schlagbolzenführungshülse 21 anliegt. Der innere Stutzen 2o ist zentral mit einer Bohrung "vers:ehen, die als Schneidkante 22 abgeschrägt ist und durch die der Schaft 23 .des Schlagbolzens, hindurchreicht. Dieser Schaft reicht auch dicht durch die zentralen Bohrungen 2q., 25 der Scheiben 17 und 18. Die Bohrung z5 in der Scheibe 18 ist kegelförmig, und der kegelförmige Kopf des Schaftes 23 paßt dicht hinein.
  • Jede der Scheiben 16, 17, 18 läuft an einer Stelle ihres Umfanges in die Nase 26 aus. Die durch die Nasen.26 hindurchgehende Symmetrieebene, die auch durch die Mittellinie der Mine geht, ist gleichzeitig die Symmetrieebene der Schienen 3, so daß sich jede der Scheiben 16, 17, 18 mit ihrer Nase 26 gegen den Rand des Abschlußdeckels 27 und dadurch auch gegen das Außenrohr 2 und die Schiene ,3 in der Symmetrieebene der Schiene 3 abstützt. Der Deckel 27 dient einerseits als wasserdichter Endverschluß der Mine und drückt andererseits. die Scheiben 16, 17, 18 unter mäßigem Druck aneinander.
  • Der Schaft 23 des Schlagbolzens, der an seinem inneren Ende in eine scharfe Spitze ausläuft, wird innerhalb der Führungshülse 21 durch den Kolben 28 bei seiner Bewegung geführt, auf den die Schraubenfeder 29 drückt, die sich mit ihrem anderen Ende gegen die Stirnfläche des inneren Stutzens 2o auf der Scheibe 16 abstützt.
  • Zur Sicherung der Mine beim Transport dienen zwei Splinte 30, die .durch genau zentrierte Löcher in allen drei Scheiben 16, 17, 18 hindurchgehen.
  • Zum Entsichern der Mine werden nie Splinte 3o mittels des. Handgriffes 3 i herausgerissen. Wenn in irgendeiner Stellung und an irgendeiner Stelle: der Mine eine äußere Kraft P beim Auffahren eines R.aupenkettenfahrzeuges einwirkt, dann wird diese Kraft auf die Schienen 3 übertragen, die. das äußere Rohr 2 deformieren, und durch den Druck auf die Nasen 26 verschieben sich die Scheiben 16, 17, 18 gegeneinander, so daß die Schneidkanten 22 den Schaft 23 des Schla.gbolzeus durchschneiden, den dann die Feder 29 gegen die Zündkapsel32 schleudert, wodurch die Mine zur Explosion gebracht-wird.-Die rohrförmige Tankmine kann auch in die Form eines nicht geschlossenen Ringes gebogen sein, wie es Fig. 7 zeigt. Dadurch wird an der beschriebenen Ausführung und Wirkung dieser Mine nichts geändert, da die Enden der Mine in Länge der Zündeinrichtung gerade belassen werden. Diese ringförmig gebogene Rohrmine hat den Vorteil, daß man bei ihrem Legen ihre Grundrißlage nicht zu beachten braucht.
  • Eine andere Gestaltung zeigen Fig. 8 und 9. Hier sind zwei Rohrminen zu einem Ganzen in Kreuzform verbunden. Dadurch wird eine große Basis, gewonnen, mit der die Rohrmine nach dem Verlegen sicher auf dem Boden ruht und beim Anfahren die geringste Verdrehung der Mine verhindert.
  • Die Folge davon ist, daß man bei der kreuzförmigen Rohrmine bloß zwei Träger anzubringen braucht, deren Ausführung schematisch in Fig. 8 im Grundriß und in Fig. 9 im Querschnitt dargestellt ist.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Rohrförmige Tankmine, welche aus zwei konzentrisch zueinander angeordneten stabförmigen Rohren besteht, deren Inneres mit der Sprengladung gefüllt ist, dadurch gekennzeichnet daß das äußere Rohr (2) durch am Umfang gleichmäßig verteilte und über die ganze Länge des Rohres (2) verlaufende dickwandige Schienen (3) versteift ist, die die an-beiden Endender Mine angeordneten Druckzünder in Tätigkeit setzen.
  2. 2. Mine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengladung an beiden Enden mittels aneinanderliegender runder Scheiben (16, 17, 18) verschlossen ist, deren Anzahl der Zahl der Versteifungsschienen (3) entspricht, wobei alle Scheiben (16, 17, 18)- zentrale öffnungen haben, durch welche der Schaft (23) des Schlagbolzens dicht hindurchreicht, und die öffnungen der außen- und innenliegenden Scheiben (16, 18) gegen die mittlere Scheibe (17) zu einer Schneidkante (22) abgeschrägt sind.
  3. 3. Mine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Scheibe (16, 17,18) an ihrem Umfang, in eine Nase (a6) ausläuft, die sich an den Rand des Abschlußdeckels (z7) in .der Mittellinie jeder Versteifungsschiene anlegt.
  4. 4. Mine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungsschienen (3) entweder über ihre ganze Länge oder nur an einzelnen Stellen mit radialen Versteifungen (i 5) versehen sind (Fig.4).
DEC55291D 1939-07-28 1939-07-28 Rohrfoermige Tankmine Expired DE727911C (de)

Priority Applications (1)

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DEC55291D DE727911C (de) 1939-07-28 1939-07-28 Rohrfoermige Tankmine

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DEC55291D DE727911C (de) 1939-07-28 1939-07-28 Rohrfoermige Tankmine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE727911C true DE727911C (de) 1942-11-14

Family

ID=7028116

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DEC55291D Expired DE727911C (de) 1939-07-28 1939-07-28 Rohrfoermige Tankmine

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DE (1) DE727911C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3575111A (en) * 1969-04-28 1971-04-13 Us Navy Signaling device having manual firing means

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3575111A (en) * 1969-04-28 1971-04-13 Us Navy Signaling device having manual firing means

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