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DE727169C - Sicherungselement aus Isolierpressstoff - Google Patents

Sicherungselement aus Isolierpressstoff

Info

Publication number
DE727169C
DE727169C DEL100321D DEL0100321D DE727169C DE 727169 C DE727169 C DE 727169C DE L100321 D DEL100321 D DE L100321D DE L0100321 D DEL0100321 D DE L0100321D DE 727169 C DE727169 C DE 727169C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
threaded
insulating material
securing element
metal support
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL100321D
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Diecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEL100321D priority Critical patent/DE727169C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE727169C publication Critical patent/DE727169C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/20Bases for supporting the fuse; Separate parts thereof
    • H01H85/2005Bases for supporting the fuse; Separate parts thereof for use with screw-in type fuse

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

  • Sicherungselement aus Isolierpreßstoff Bisher war es üblich, Sicherungselemente aus keramischem Werkstoff herzustellen. Aus herstellungstechnischen Gründen sowie aus Gründen der Gewichtsersparnis und der Verbilligung ist man vereinzelt dazu übergegangen, den keramischen Baustoff der Sicherungselemente gegen Isolierpreßstoff auszutauschen.
  • Beim Einsetzen von Schmelzsicherungen und Selbstschaltern in die Sicherungselemente entsteht infolge des Anpressungsdruckes zwischen dem Fußkontakt und dem Mittelkontakt bei diesen Konstruktionen eine Zugbeanspruchung des bis zur Gewindebrücke reichenden Isolierkörpers. Da dieser verhältnismäßig dickwandige Isolierkörper, insbesondere bei Herstellung aus Isolierpreßstoff, die entstehende Wärme nur schlecht ableitet, ergeben sich Wärmestauungen unzulässiger Größe. Isolierpreßstoffe haben nun die Eigenschaft, sich bei Erwärmung nachteilig zu verändern. Bei Sicherungselementen wirkt sich dies so aus, daß infolge der bei der Strombelastung' der Sicherungseinrichtungen ,insbesondere der Schmelzsicherungen, eintretenden Erwärmung der Kontaktdruck nachläßt und besonders zwischen dem Mittelkontakt des Elementes und dem Fußkontakt der Sicherungspatrone bzw. des Stöpselselbstschalters hohe übergangswiderstände auftreten. Diese bedingen eine weitere Erwärmung und haben schließlich die Beschädigung des Mittelkontaktes und des Fußkontaktes durch die Bildung von Schmorstellen zur Folge.
  • Die Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß die Gewindebrücke nicht auf Isolierstoffansätzen der Elementsockelplatte ruht, sondern daß der Sockel des Elementes eine im wesentlichen :ebene Auflagefläche in ungefährer Höhe des Mittelkontaktes ,aufweist, auf der die Gewindebrücke mittels einer Metallstütze befestigt ist, und daß die die spannungsführenden Teile abdeckenden Bauteile des Elementes dünnwandig ausgeführt und in einem Abstand von der Metallstütze und gegebenenfalls auch dem Gewindering angeordnet sind. Die Metallstütze ist vorteilhaft als Teil des Zylinders ausgebildet. Durch Wärme hervorgerufene Veränderungen der Isoliergrundplatte wirken sich bei dieser Ausführung auf den Kontaktdruck praktisch nicht mehr aus.
  • Die Anschlußklemme der Gewindebrücke kann nach der Erfindung in einfacher Weise als gesondertes Teil hergestellt und mit der Metallstütze der Gewindebrücke verschweißt sein. Der Mittelkontakt wird zweckmäßig im Elementsockel eingepreßt. Weitere Verbesser ungen bestehen darin, daß der Berührungsschutzring des Elementes bzw. das Berührungsschutzteil der Elementabdeckung hohl und nach der Innenseite offen ausgebildet ist und daß die Isolierstoffwandungen des Sicherungselementes und der Berührungsschutzring bzw. das Berührungsschutzringteil oder nur eines dieser Bauteile Durchbrechungen aufweisen.
  • Die ef-findungsgemäße Ausführung begünstigt in jeder Weise den Luftzutritt zu den im Betrieb sich erhitzenden spannungführenden Metallteilen und den Isolierteilen des Elementes und gibt damit die Möglichkeit der Anwendung des Isolierpreßstoffes .für Sicherungselemente bei voller Wahrung der für elektrische Anlagen zu gewährleistenden Betriebs- und Unfallsicherheit. Die Vorteile, die durch Anwendung von Isolierpreßstoffen an Stelle von anderen Isolierstoffen hinsichtlich Herstellungsvereinfachung und Genauigkeit, Gewichtsverminderung, Verbilligung in der Massenfertigung usw. erreicht werden, sind allgemein .anerkannt.
  • Die Erfindung ist in den Fig. i bis ¢ beispielsweise dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen Längsschnitt durch ein Einbausicherungselement. Fig. 2 zeigt die Befestigung der Stütze am Sockel.
  • Fig.3 stellt eine Draufsicht auf das in Fig. i dargestellte Sicherungselement bei abgenommener Abdeckung dar, und Fig. q. zeigt einen Längsschnitt durch ein Schalttafelsicherungselement. Der Sockel i des Sicherungselementes trägt den Mittelkontakt 2, der zweckmäßigerweise bei der Herstellung des Sockels i mit eingepreßt ist. Zur sicheren Festhaltung des Mittelkontaktes am Sockel können am Mittelkontakt bekannte Mittel, wie Hinterschneidungen u. dgl., angewendet werden. Das äußere Ende des Mittelkontaktes ist abgebogen und zum Leitungsanschluß mit einem Gewinde zur Aufnahme einer Klemmschraube 3 mit einem Federring q. ausgerüstet. Zum Tragen des Gewindekorbes 5 dient die Stütze 6, die, wie aus Fig.3 ersichtlich, zweckmäßig einen Teil des Zylinders darstellt. Beim Ausführungsbeispiel besteht die Stütze 6 und der Gewindekorb 5 aus einem Teil. Zur Befestigung ist die Stütze, wie Fig. 2 und 3 zeigen, mit Ausdrückungen und daran befindlichen Laschen 7 ausgerüstet, mit denen sie beispielsweise mittels einer Schraube S und einer Mutter 9 in entsprechenden Löchern des Sockels i befestigt wird. Der Anschluß am Gewindekorb bzw. an der Stütze wird dadurch bewerkstelligt, daß mit der Stütze eine entsprechend gebogene Schiene i o beispielsweise durch Punktschweißung verbunden ist, die mit einem Gewinde i i zur Aufnahme einer Klemmschraube 12 für den Anschluß von Leitungen ausgerüstet ist. Die Stütze ist hierbei vollkommen frei und nicht mit Isolierstoffteilen umgeben.
  • Infolge der Metallausführung der Stütze und des Fehlens einer die Wärmeverteilung hindernden unmittelbaren Umhüllung ist durch die erfindungsgemäße Ausführung eine gute Abkühlung gesichert, so daß die insbesondere in der Sicherung entwickelte Wärme gut abgeleitet wird und neben der Vermeidung der Nachteile der bekannten Ausführungen auch der Sockel des Sicherungselementes wirksam vor Wärmeeinwirkungen geschützt wird.
  • Einbausicherungselemente werden, wie Fig. i zeigt, durch einen auf den Gewindekorb 5 aufgeschraubten Schutzring aus Isolierpreßstoff abgedeckt. An Stelle der Befestigung durch Aufschrauben können auch andere Befestigungsverfahren angewendet werden.
  • Für Wandelemente wird an Stelle des Schraubringes eine Abdeckung .angewendet, die über den ganzen Sockel einschließlich der Alischlußklemmen hinweggreift.
  • Bei der in Fig. 4. dargestellten Ausführungsform für Schalttafelelemente wird an Stelle des abgebogenen und mit einer Anschlußschraube versehenen Mittelkontaktes ein glatter Mittelkontakt 1 4. angewendet, der zweckmäßig gleichfalls im Preßstoff eingepreßt ist, aber zum Anschluß von Leitungen an der Mittelkontaktschiene mit einem Anschlußbolzen 15 verschraubt wird. Die Befestigung der Stütze 6 findet hierbei mittels Schrauben mit nach außen gebogenen Laschen 16 an einem vorteilhafterweise im Preßstoff i des Sockels i eingepreßten Zwischenteil 17 statt, das wie der Mittelteil 1.1 mit einem Anschlußbolzen i 8 verschraubt ist. Die Anschlußbolzen 15, 18 dienen in der bekannten Weise neben der Stromzuführung auch zur Befestigung des Sicherungselementes auf Schalttafeln.
  • Als Abdeckung wird hierbei eine Kappe 19 angewendet, die mit dem Sockel i durch Schrauben oder andere bekannte Befestigungsverfahren verbunden wird.
  • Die Seitenwände und die Abdeckungen für alle drei Ausführungsformen, die wie der Sockel aus Isoherpreßstoff hergestellt sind, werden aus Festigkeits- und wärmetechnischen Gründen erfindungsgemäß möglichst dünnwandig hergestellt und im Berührungsschutzringteil hohl ausgebildet, was sich auch in Gewicht und Preis ,günstig auswirkt. Sie werden ferner, wie bei 2o angedeutet, mit Durchbrechungen in Gestalt von Löchern oder Schlitzen ausgerüstet, mit denen der Austritt erwärmter Luft aus dem Hohlraum des Elementes ermöglicht wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.. Sicherungselement aus Isolierpreß Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel des Elementes eine im wesentlichen ebene Auflagefläche in ungefährer Höhe des Mittelkontaktes ,aufweist, auf der die Gewindebrücke mittels einer Metallstütze befestigt ist, und daß die die Spannungführenden Teile abdeckenden Bauteile des Elementes dünnwandig ,ausgeführt und in einem Abstand von der Metallstütze und gegebenenfalls auch von dem Gewindering angeordnet sind.
  2. 2. Sicherungselement nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallstütze der Gewindebrücke als Teil eines Zylinders ausgebildet ist.
  3. 3. Sicherungselement nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußklemme der Gewindebrücke mit der Metallstütze der Gewindebrücke verschweißt ist. q..
  4. Sicherungselement nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß, der mit einer Anschlußklemme ausgerüstete Mittelkontakt im Elementsockel eingepreßt ist.
  5. 5. Sicherungselement nach Anspruch i bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß der Berührungsschutzring des Elementes bzw. das Berührungsschutzringteil der Elementabdeckung hohl und nach der Innenseite offen ausgebildet ist.
  6. 6. Sicherungselement nach Anspruch-i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß !die Isolierstoffwandungen des Sicherungselementes und/oder der Berührungsschutzring bzw. das Berührungsschutzringteil Durchbrechungen aufweisen.
DEL100321D 1940-03-09 1940-03-09 Sicherungselement aus Isolierpressstoff Expired DE727169C (de)

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DE727169C true DE727169C (de) 1942-10-28

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