[go: up one dir, main page]

DE727051C - Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern - Google Patents

Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern

Info

Publication number
DE727051C
DE727051C DESCH118347D DESC118347D DE727051C DE 727051 C DE727051 C DE 727051C DE SCH118347 D DESCH118347 D DE SCH118347D DE SC118347 D DESC118347 D DE SC118347D DE 727051 C DE727051 C DE 727051C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
persulfate
sulfuric acid
ketones
preparation
monocyclic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH118347D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Schoellkopf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering AG filed Critical Schering AG
Priority to DESCH118347D priority Critical patent/DE727051C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE727051C publication Critical patent/DE727051C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D315/00Heterocyclic compounds containing rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom according to more than one of groups C07D303/00 - C07D313/00

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14-18 Ringgliedern Nach Baeyer undVilliger (Berichte der deutschen chem.,Ges. 32 [r899], S.3625 ff. und 33 [19001, S.858 ff .) werden Cyclopolymethylenketone mit und ohne Seitenketten, wie M,enthon, Tetrahydrocarvon und Suberon, der Oxydation mit Sulfomanopersäure (Caroscher Säure) bei Temperaturen unter 20° unterworfen und die entsprechenden, um i 0-Atom hähergliedrigen Lactone erhalten. Nach Angaben in der Patentschrift 5 11884 soll hierbei nur wenig Lacton entstehen,, in der Hauptsache dagegen das Peroxyd des Ketons. Gemäß dem Verfahren dieser Patentschrift soll sich :dagegen bei Temperaturen vor. etwa 30 his 6o° die Bildung von P.eroxvden vermeiden und infolgedessen eine höhere Ausbeute an Lacton erzielen lassen, nämlich eine solche von mindestens 5o °/o; nach einer anderen Angabe der gleichen Bearbeiter (v gl. Helv et,ica Chimica Acta, Bid. i i S. 1164 bis i 165) jedoch nur Ausbeuten von durchweg unter 5o °/o; gemäß Beispiel i der genannten Patentschrift läßt sich sogar nur eine Ausbeute von 33 % an Lacton erzielen. Sowohl bei den Versuchen von Baeyer und Villiger als auch bei denen gemäß der Patentschrift 5 i i 884 und der Helvetica Chimica Acta wird fast durchweg ein Teil des Ausgangsketons unverändert im Endprodukt vorgefunden, so daß diese Reaktionen zu den unvollständig verlaufenden zu rechnen sind.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß die Erzielung einer guten Ausbeute an Lacton nicht von den erwähnten Temperaturbedingungen abhängig ist, daß vielmehr die Anwendung von tieferen Temperaturen, von etwa o bis 25°, auch beim Lactonisieren monocvclischer Polymethvlenketone mit 13 bis i j Rin.g:gliedern v orteilhafter ist als solche von etwa 3o bis 6o°, vorausgesetzt, daß auf die Ketone eine durch Behandlung von Persulfat mit einer etwa 8o- bis 9o o/oigen Schwefelsäure gebildete Sulfomonopersäure zur Einwirkeng gebracht wird, und zwar nicht wie bisher wechselnd und willkürlich, sondern in einer Menge, daß auf i Teil des Ketons minclestens io Teile, vorzugsweise bis etwa 2o Teile, Persulfat und soviel Teile der 8o- bis 9oo/oi,gen Schwefelsäure zur Anwendung kommen, d:aß ihr Wassergehalt etwa i bis z Mol auf i Mol des Persulfats beträgt. Hierdurch wird nicht nur das Auftreten von unverändertem Keton im Oxydationsprodukt restlos vermieden und demzufolge die Ausbeute an Lacton erheblich gesteigert, sondern auch das bisher umständliche Verfahren der Abtrennung des restlichen Ringketons über das Semicarbazon vermieden. Gleichzeitig wird dadurch aber auch das Verfahren selbst erheblich vereinfacht, da die bisherige umständliche Abtrennung nicht umgesetzten Ausgan,.Qsmaterial.s fortfällt. Wenn nämlich die Schwefelsäureinenge zu gering ist, wird eine möglichst weitgehend- Ausnutzung des Persulfats verhindert, so daß sich unverändertes Ringketon im Endprodukt vorfindet, und zwar auch dann, wenn genügende 'Mengen an Persulfat vorhanden sind. Andererseits wird aber beim Vorhandensein einer zu großen Menge an Schwefelsäure durch die Begünstigung von Nebenreaktionen nie Ausbeute an Lacton wieder herabgemindert.
  • Da durch eine zu geringe oder zu groß-, Menge an Wasser im Säuregemisch selbst bei an und für sich ausreichenden Mengen an Persulfat und Schwefelsäure, teils infolge unvollständiger Umwandlung des Ketons, teils infolge Begünstigung unerwünschter Nebenreaktionen, die Ausbeute an Lacton stark herabgesetzt wird und bereits kleine Unterschiede im Wassergehalt des Säuregemisches einen erheblichen Einfluß atuf die Ausbeute an Lacton haben, muß zur Erzielung optimaler Lactonausbcuten die im angewandten Säuregemisch vorhandene Schwefelsäure-Wasser-'Iischung einer etwa 8o- bis go°/oigen Schwefelsäure entsprechen und zweckmäßig die vorhandene 'Menge Wasser etwa i bis 2 Mol auf i Mol Persulfat ausmachen. "Zweckmäßig ist es ferner, eine erheblich größere Menge an Persulfat bzw. an Sulfonionopersäure als bisher zu verwenden, und zwar auf i Teil Keton mindestens io Teile Persulfat, vorzu:gs,.v:eise bis zu etwa 2o Teilen Persulfat. Bei dem vorliegenden Verfahren «-erden die Ketone in bekannter Weise in Form. ihrer Lösungen in indifferenter. Lösungsmitteln, wie Benzol, Benzin, Tetrachlorkohlenstoff u. dgl., benutzt.
  • In der nachstehenden Tabelle wird der Einfluß der Säurezusammensetzung auf die Ausbeute an Lacton auf Grund von Vergleichsversuchen bei der Oxydation von. 8 g Cvclopentadecanon, gelöst in 25o ccm Benzol, mit dem Caroschen Säuregemisch veranschaulicht.
  • Die Reihe I zeigt den Einfluß der 'Menge des Persulfats bzw. der Sulfomonopersäure, Reihe 1I denjenigen- des Wassers, Reihe III denjenigen der Schwefelsäure und Reihe IV denjenigen der Temperatur.
  • Da eine Mischung von Pers,ulfat, Schwefelsäure und Wasser für sich allein schon aktiven Sauerstoff abgibt, ist es zweckmäßig, nicht das schon fertige Säuregemisch zu der Ketonlösung zu geben, sondern dieses durch nacheinanderfolgende Zugabe von Schwefelsäure. Wasser und Persulfat in der Ketonlösung erst zu erzeugen; hierbei ist es gleichgültig, ob an Stelle der nacheinanderfolgenden Zugabe von Schwefelsäure und Wasser sofort die Schwefelsäure-Wasser-Mischung sowie ob zuerst das Persulfat und dann erst die Schwefelsäure-W.asser-.llischung oder umgekehrt zii der Lösung gegeben wird.
    Ansatz Ausbeute
    #'i@il H., O 119 Gehalt 'Tem e Zeit- - - - -----
    Reibe @#e1,'' isalium- 96o%1,ge auf 1 ibIol der - dauer Neben-
    persulfat Schwefel- `Wasser i"S_0,, H250, ratui ' Lacton Beton Produkt
    saure
    g g g Stunden °lo or@n etwa
    I
    1 48 22 1 4 1,5 81 10 5 40 24 31
    I 2 96 i 44 i 8 1.5 81 io 5 67 1 8 20
    3 144 i 66 12 1,5 81 10 5 70 - 25
    i
    4 144 ' 66 4 0,7 90,5 io 5 61,5 - 33
    5 144 66 8 1,1 86 10
    5 73 - 22
    II 6 144 i 66 10 1.35 83 i0 5 75 - 20
    7 144 66 I 14 1,7 79 10 5 59 - 36
    8 144 I 66 18 2,15 75 i0 5 38 2 55
    t 9 144 ! 66 24 3,1 70 io 5 15 55 1 25
    i
    10
    I44 i 33 10 1,2 74 io 5 35 25 35
    11 144 ! 56 ! io 1,3 .81 io 5 75 -- 20
    111 6 14.4 66 io 1,35 83 i9 5 75 - 20
    12 -- 144 76 ! io 1,35 85 io 5 73 - 22
    1 3 144 100 10 1,45 87 10 5 71 - 24
    1
    It.' 6 144 66 io 1,35 83 io 5 75 = 20
    14 144 66 io 1,35 83 45 2 70 25
    Beispiel i 32 g Cyclopentadecanon, werden in i Liter Benzol gelöst und in die auf io° abgekühlte Lösung unter gutem Rühren 576 g feingepulvertes Kaliumpersulfat allmählich eingetragen. Hierauf wenden 30-4g 83o/oi@ger Schwefelsäure unter Kühlung allmählich zugegeben, so d .aß die Temperatur nicht über io° steigt, und nach der Zugabe noch 5 Stunden bei io° gerührt. Das Reaktionsgemisch wird dann in i kg Eiswasser eingerührt und das Ganze von festen Bestandteilen durch Absaugen befreit. Nach dem Abtrennen der wässerigen Schicht von d er Benzollösung wird die letztere mit Wasser mehrere Male ausgeschüttelt, bis das letzte Waschwasser nicht mehr sauer reagiert. Hierauf wird das Benzol abdestilliert und der Destillationsrück.stand im Hochvakuum destilliert, wobei 24,2 g reines Pentadecanolid -i5,1 erhalten werden. Das Produkt schmilzt bei 37 bis 38° und siedet be:i einem Vakuum von o,2 mm bei i 12 bis 114'. Die Ausbeute entspricht 75,6 0/0, bezogen; auf die Menge des Ausgangsmaterials. Beispiel e 32.,g Cycloheptadecanon werden in i Liter eines Benzol-Benzin-Gemisches 8:3 gelöst und die Behandlung in gleicher Weise wie im Beispiel i vorgenommen, nur mit dem Unterschied, daß an Stelle von io° eine Temperatur von o° angeiwendet wird und daß an Stelle der Behandlungsdauer von 5 Stunden eine solche von 7 Stunden tritt. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches ist die gleiche wie im Beispiel i. Es werden 23,7 g reines Heptadecanolid -17,1 erhalten, was einer Ausbeute von 74 0/0, bezogen auf die Menge des Ausgangsmaterials, entspricht. Das Produkt schmilzt bei qo bis 41° und siedet b:ei einem Vakuum von o,15 mm bei i 16 bis 117'.
  • Beispiel 3 329 Cyclotridecanon werden in 2 Liter Benzol gelöst und die Behandlung in gleicher Weise wie im Beispiel i vorgenommen. Es «-erden 23,4g reines Tridecanolid-13,1 vom Schmelzpunkt 26 bis 27° und Siedepunkt 72 bis 73° bei einem Vakuum von 0,03 mm.erhalten. Die Ausbeute entspricht 73 °%o, bezogen auf die Menge des Ausgangsmaterials.
  • Die erfin(dungsg emäß hergestellten Lactone, welche einen moschus- und zibeta.rtigen. Geruch besitzen, sollen als Riechstoffe verwendet werden.

Claims (1)

  1. PA'rEN'1'ANSL'1ZUCii: Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14 bis 18 Ringgliedern aus monocyclischen Polymethylenketonen mit Hilfe von Sulfomonopersäure in indifferenten Lösungs- bzw. Verdürinungsm.itteln, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die Ketone eine durch Behandlung von Persulfat mit einer etwa 8o- bis go°%igen Schwefelsäure gebildete Sulfomori;opersäure, zweckmäßig bei einer Temperatur von o bis 25° zur Einwirkung bringt, und zwar in einer Menge, daß auf i Teil .des Ketons mindestens io Teile, vorzugsweise:bis etwa 2o Teile, Persulfat und so viel Teile von der 8o- bis 9o o/oigen Schwefelsäure, daß ihr Wassergehalt etwa i bis 2 Mol auf 1 Mol des Persulfats beträgt, zur Anwendung kommen.
DESCH118347D 1939-05-09 1939-05-09 Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern Expired DE727051C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH118347D DE727051C (de) 1939-05-09 1939-05-09 Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DESCH118347D DE727051C (de) 1939-05-09 1939-05-09 Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE727051C true DE727051C (de) 1942-10-27

Family

ID=7450980

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH118347D Expired DE727051C (de) 1939-05-09 1939-05-09 Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE727051C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE727051C (de) Verfahren zur Darstellung monocyclischer Lactone mit 14í¬18 Ringgliedern
DE2630981C2 (de) 4-β,β-Dichlor- und 4-β,β-Dibromvinyl-3,3-dimethylbutyrolactone, Verfahren zu ihrer Herstellung und deren Verwendung zur Herstellung von Estern der 3-β,β-Dichlor- oder 3-β,β-Dibrom-vinyl-2,2-dimethylcyclopropancarbonsäure
DE1059453B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonylverbindungen aus sauerstoffhaltigen, eine odermehrere Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen
DE369636C (de) Verfahren zur Herstellung von Crotonsaeure aus Crotonaldehyd
DE864257C (de) Verfahren zur Herstellung hormonal wirksamer Verbindungen der Oestranreihe
DE650380C (de) Verfahren zur Darstellung von Morpholin bzw. 2, 6-Dimethylmorpholin
DE711624C (de) Verfahren zur Darstellung von Carbonylverbindungen von Steroiden
DE937058C (de) Verfahren zur Herstellung von niedrigmolekularen Trialkylaminoxyden und deren Hydraten
DE878642C (de) Verfahren zur Cyclisierung von Geranylacetonen zu 2, 5, 5, 9-Tetramethyl-hexahydrochromonen bzw. 3-Oxytetrahydrojononen
DE341837C (de) Verfahren zur Darstellung von Thionaphthencarbonsaeuren
DE739375C (de) Verfahren zum Konzentrieren bzw. Entwaessern waessriger Essigsaeure
DE186881C (de)
DE804566C (de) Verfahren zur Gewinnung von Buttersaeure
DE909571C (de) Verfahren zur Herstellung von im Ring A aromatischen Verbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe
DE229854C (de)
DE711378C (de) Verfahren zur Darstellung des Dihydrofollikelhormons
DE626412C (de) Verfahren zur Darstellung von Follikelhormonhydrat
DE694699C (de)
DE321567C (de) Verfahren zur Darstellung von Aldehyden und Ketonen
DE865441C (de) Verfahren zur Herstellung von Ketolverbindungen
DE767834C (de) Verfahren zur Herstellung von o-Dicarbonsaeureimiden
AT158267B (de) Verfahren zur Darstellung von Androsten-(4)-dion-(3.17) und dessen Stereoisomeren.
DE606774C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxalsaeuremonoaethylester
DE589779C (de) Verfahren zur Anlagerung von Fettsaeuren an Camphen unter Verwendung von Borfluorid als Katalysator
DE725742C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‡-Dicarbonylverbindungen der Cyclopentanopolyhydrophenanthrenreihe