DE726170C - Betrieb von elektrostatischen Scheidern mit zwei uebereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden - Google Patents
Betrieb von elektrostatischen Scheidern mit zwei uebereinanderliegenden gegenpoligen ElektrodenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C7/00—Separating solids from solids by electrostatic effect
- B03C7/02—Separators
- B03C7/023—Non-uniform field separators
- B03C7/026—Non-uniform field separators using travelling or oscillating electric fields
Landscapes
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
- Betrieb von elektrostatischen Scheidern mit zwei übereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Betriebe von elektrostatischen Scheidern nach Patent 687 595 zur Aufbereitung von Mineralien und sonstigen Stoffen. Nach dem Hauptpatent ist der für das Verfahren gemäß der Erfindung in Betracht kommende Schei-der mit zwei iibereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden versehen, von denen die obere die leitenden Teile des zu trennenden Gemenges anziehende Elektrode .durchbrochen und mit Auffangrinnen ausgerüstet ist, während die untere die leitenden Gemengeteilchen abstoßende Elektrode als Förderfläche für .das Scheidegut dient.
- Die Erfindung wird .darin gesehen, daß die durch die anziehende Wirkung der durchbrochenen oberen Elektrode von der unteren Elektrode abgehobenen, aber infolge noch unvollkommener oder nicht vollendeter Aufladung zunächst nur schwingend in der Schwebe gehaltenen Gutsteile durch höhere überlagerte Gleichstromstöße im Takt dieser Stöße in gesteigerter Aufeinanderfolge zum Anhüpfen und schließlich zum Einspringen in die Auffangrinnen der durchbrochenen Elektrode gebracht werden. Die Gleichstromstöße werden, wie bei elektrostatischen Schei-.dern an sich bekannt, durch periodische Änderung oder Unterbrechung der zwischen den beiden Elektroden bestehenden Gleichspannung erzeugt. Durch diese Betriebsweise wird verhindert, daß die leitenden Teilchen, nachdem sie einmal in den Schwebezustand versetzt sind, wieder auf die untere Elektrode zurückfallen. Die nicht oder weniger leitenden Teilchen «-erden bei jedem Spannungsstoß auch etwas von der unteren Elektrode abgehoben, fallen aber wieder auf diese zurück, um schließlich gesondert von den in die Auffangrinnen der oberen Elektrode gelangten Teilchen ausgetragen zti werden. Durch das An.lüften der auf der unteren Elektrode verbleibenden Gemengeschicht werden unter dieser Schicht liegende gut leitende Teilchen freigelegt, so daß die obere durchbrochene Auffangelektrode ihren durch die Spannungsstöße gesteigerten Einfluß auf diese unter Umständen sonst verdeckt bleibenden Teilchen unbehindert geltend machen kann.
- In ebb. i und 2 ist schematisch die Wirkungsweise des Verfahrens nach der Erfindung dargestellt. Aus dem Vorratsbehälter i gelangt das zu trennende Gemenge über eine Walze 2 auf die untere schräge geendete Elektrode 3, auf der es nach unten abrutscht. Die leitenden Teilchen werden von der durchbrochenen, nach Art des Hauptpatents mit Auffangrinnen versehenen Hochspannungselektrode 4. angezogen und in die Auffangrinnen befördert, die ihren Inhalt rechts des Scheidebleches 5 austragen. Die nicht angezogenen Gutsteilchen fallen links von der Scheidewand 5 nieder.
- Aus Abb. 2 erkennt man in Verbindung mit Abb. i, wie die einzelnen Spannungsstöße 6 auf die gut leitenden, durch die Linie :a gekennzeichneten Teilchen wirken, während die schlechter leitenden Teilchen nach Linie b nur kleine Sprünge auf der Elektrodenfläche 3 ausführen, um immer wieder auf sie zurückzufallen.
- In Abb. e ist eine Schaltmöglichkeit finit einem mechanischen hochgespannten Gleichstrom liefernden- Gleichrichter dargestellt. Der Gleichrichter 8, der von dem TransfornIatOr 7 gespeist wird, ist so geschaltet, daß nur eine Halbwelle an die Elektrode 15 des elektrostatischen Scheiders gelangen kann. Während jeder zweiten Halbwelle ist der Gleichrichter über die regelbaren Widerstände to, 12, 14 geerdet, die aber nicht unbedingt erforderlich sind. Von der Größe der Widerstände hängt die Schnelligkeit der Entladung ab. Man kann erfindungsgemäß eine zweite Schaltscheibe 13 vorsehen, die wesentlich langsamer umläuft als die Scheibe B. Die Scheibe 13 vermag den elektrostatischen Scheider in periodischen Zeitzwischenräumen von der Gleichstromquelle nach Belieben abzuschalten und an Erde zu legen. In der gezeichneten Stellung ist gerade die Erdung hergestellt. Die Schnelligkeit der Entladung wird durch die Größe der beiden regelbaren Widerstände 1d. und 16 bestimmt. Auch die Schnelligkeit der Aufladung kann geregelt «-erden, beispielsweise durch den regelbaren Widerstand i2 und den regelbaren Kondensator i i. -Mit 9, 17, 18, i9 sind die Erdungsstellen am Gleichrichter und am Scheider bezeichnet.
- 2 an hat mit dieser Schaltung die 1lög@ic@ikeit, für jedes Scheidegut jeweils die günstigsten Verhältnisse zu erreichen.
- Die Erfindung ist auch mit Veritil-leichrichtern ausführbar, wobei die Veränderung der Spannung durch zwei voneinander unabhängige Kippschwingungen bewirkt wird. Dies zeigt .das Schaltungsschema nach Abb. .f. Die Diode 2i, welche von dem Transformator 2o gespeist wird, ladet beispielsweise die obere Elektrode2.I des elektrostatischen Scheiders, dessen Gegenelektrode bei 30 geerdet ist, in der Weise auf, daß jede zweite Halbwelle gleichgerichtet wird. Mit Hilfe von Kondensatoren 23 und Widerständen 22 kann die Welligkeit des Gleichstromes beliebig eingestellt werden. Durch einen hochohmigen Erdschluß 32 läßt sich erreichen, (Aal!) die Hochspannungselektrode 2:I in gewünschter Weise entladen wird. Um in größeren Zeitzwischenräumen eine spannungslose Periode herbeizuführen, kann beispielsweise eine Kugelfunkenstrecke 26 parallel zu einer weiteren Diode 27 angeordnet sein. Die Wirkung ist so, daß ein Kondensator 28 durch den sehr großen Widerstand 25 langsam aufgeladen wird, bis die Entladespannung der Funkenstrecke 26 erreicht ist. Im Augenblick des Funkenüberganges ist der elektrostatische SCheider geerdet, und etwa entstandene Brückenbildungen des Scheidegutes können abfallen. Je größer der Widerstand 25 und der Kondensator 29 gewählt werden, desto länger ist der Zeitzwischenraum zwischen zwei Funkenentladungen. Man kann also mit dieser Einrichtung ohne umlaufende Teile die gleiche Wirkung wie nach Abb. 3 erreichen.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betriebe von elektrostatischen Scheidern zur Aufbereitung von Mineralien und sonstigen Stoffen mit zwei übereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden, von denen die obere, die leitenden Gutsteile anziehende Elektrode durchbrochen und mit Auffangrinnen versehen ist, während die untere, die leitenden Gutsteile abstoßende Elektrode als Förderfläche für das Gut dient, nach Patent 687 595, dadurch gekennzeichnet, dal_i die durch die anziehende Wirkung der durchbrochenen oberen. Elektrode von der unteren Elektrode abgehobenen, aber infolge unvollkommener oder nicht vollendeter Aufladung zunächst nur schwingend in der Schwebe gehaltenen Gutsteile durch höhere übergelagerte Gleichstromstöße, die in an sich bekannter Weise durch periodische Änderung oder Unterbrechung der zwischen beiden Elektroden bestehenden Spannung ausgelöst werden, im Takt dieser Stöße in gesteigerter Aufeinanderfolge zum Anhüpfen und schließlich zum Einspringen in die Auffangrinnen der durchbrochenen Elektrode gebracht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, unter Verwendung von Ventilgleichrichtern, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung der Spannung durch Zwei voneinander unabhängige Kippschwingungen bewirkt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM143851D DE726170C (de) | 1939-01-08 | 1939-01-08 | Betrieb von elektrostatischen Scheidern mit zwei uebereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM143851D DE726170C (de) | 1939-01-08 | 1939-01-08 | Betrieb von elektrostatischen Scheidern mit zwei uebereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE726170C true DE726170C (de) | 1942-10-08 |
Family
ID=7335397
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM143851D Expired DE726170C (de) | 1939-01-08 | 1939-01-08 | Betrieb von elektrostatischen Scheidern mit zwei uebereinanderliegenden gegenpoligen Elektroden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE726170C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE965391C (de) * | 1954-06-01 | 1957-06-06 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Asbest, insbesondere Abfaellen der asbestverarbeitenden Industrie |
| DE976325C (de) * | 1951-11-13 | 1963-06-27 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffen aus Glimmerblaettchen |
| US4374727A (en) * | 1980-05-28 | 1983-02-22 | Fuji Electric Co., Ltd. | Electrostatic sorting apparatus |
-
1939
- 1939-01-08 DE DEM143851D patent/DE726170C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE976325C (de) * | 1951-11-13 | 1963-06-27 | Licentia Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Schichtstoffen aus Glimmerblaettchen |
| DE965391C (de) * | 1954-06-01 | 1957-06-06 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Asbest, insbesondere Abfaellen der asbestverarbeitenden Industrie |
| US4374727A (en) * | 1980-05-28 | 1983-02-22 | Fuji Electric Co., Ltd. | Electrostatic sorting apparatus |
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