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DE7247165U - Als Handschäumvorrichtung ausgestaltete Einhand-Einwegpackung - Google Patents

Als Handschäumvorrichtung ausgestaltete Einhand-Einwegpackung

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Publication number
DE7247165U
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Germany
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hand
sleeve
chambers
pack according
chamber
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Expired
Application number
DE7247165U
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English (en)
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Original Assignee
Individual
Publication date
Publication of DE7247165U publication Critical patent/DE7247165U/de
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  • Containers And Packaging Bodies Having A Special Means To Remove Contents (AREA)

Description

PATENTANWALTS DR.-ING. VON KREISLER
DR.-ING. TH. MEYEK DR. FUES DIPL-CHEM. ALEK VON KREISLER DIPL-CHEM. CAROLA KELLER DR.-ING. KLDPSCH DIPL-ING. SELTING
KÖLN 1, DEICHMANNKAUS
21. Dezember 1972 Pu-GKS/wy/ab
Efnst Eberhard, 5ooo Köln 91 (Merheim), Olpener Str.405 Als Handschäumvorrichtung ausgestaltete Einwegpackung
Die Erfindung betrifft eine neuartige Einwegpackung für mindestens zwei Komponenten, die beim Vermischen miteinander vorzugsweise unter chemischer Reaktion ein schaumbildendes Material ergeben. Diese Einwegpackung ist dabei so ausgestaltet, daß sie gleichzeitig als Vorrichtung für die Handverschäumung des entstehenden Materials dienen kann.
Schaumstoffe werden heute in weitem Umfange zur Isolierung und Schalldämmung sowie als Konstruktionsmaterialien und zu anderen Zwecken eingesetzt. Der Einsatz fertig konfektionierter Schaumstoffe ist für viele Zwecke wenig geeignet, da erst ein Zuschnitt auf die jeweiligen geometrischen Gegebenheiten des Falles erforderlich ist. Deshalb ist .die Herstellung von Schaumstoffen am Anwendungsort von großer Bedeutung: Fugen können z.B. an Ort und Stelle mit schaumbildendem Material ausgegossen bzw. ausgespritzt werden, der sich bildende Schaum paßt sich dabei völlig der auszufüllenden Form an. Die Herstellung von Schaumstoffen am Orte, an dem sie gebraucht werden, ist von großer Bedeutung, z.B. für das Baugewerbe, und allgemein da, wo schwer zugängliche Räume mit Schaumstoff gefüllt werden sollen.
Die unmittelbare Herstellung des Schaumstoffes am Orte, an dem er gebraucht wird, bringt Jedoch gewisse Schwierigkeiten mit sieh: Der Anwendungsort wird nicht immer gut zur Durchführung chemischer Reaktionen geeignet sein, und die Resultate lassen häufig zu wünschen übrigj die Komponenten -werden z.B. nicht im richtigen Verhältnis vermischt, weil ungenau oder überhaupt nicht abgewogen oder ein Teil einer Komponente gar verschüttet wird. Die Eigenschaften des erhaltenen Schaumes weichen deshalb oft erheblich von den geforderten ab.
Daß die miteinander unter Schaumbildung reagierenden Komponenten erst abgefüllt, dosiert und vermischt werden müssen, ist nicht nur wegen der daraus resultierenden TJhsicherheit bei der Einstellung der Mischungsverhältnisse Vt von Nachteil, sondern auch wegen der Giftigkeit einzelner Reaktionskomponenten, wie z.B. der Isocyanate im Falle der Polyurethanschaumstoffe, die bei längeren Operationen, wie Umschütten, Umrühren, Abfüllen, Abwiegen zwangsläufig in die Atemluft geraten.
Als ein weiterer Nachteil der üblichen Aufschäummethoden ist es anzusehen, daß die Aufschäumvorrichtung relativ aufwendig ist und die Verwendung von Druckluft oder einem Äquivalent erfordert. Auch aus diesem Grunde war in der Vergangenheit die Selbstaufschäumung von Schaumstoffen nur einem beschränkten Personenkreis zugänglich.
Es bestand die Aufgabe, eine Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, die djß Mischung der Komponenten und die Anwendung des sich bildenden Schaumes so sehr vereinfacht, daß Fehldosierungen, Verschütten und Verunreinigung der Jo Atemluft weitgehend vermieden werden können.
Es bestand ferner die Aufgabe, eine Vorrichtung zu schaffen, die es gestattet, den sich* bildenden Schaum unter Druck zu applizieren, ohne daß dabei die Verwendung
von Druckluftpistolen oder ähnlichen relativ kostspieligen Vorrichtungen erforderlich wird.
Schließlich bestand die Aufgabe, für den Handel mit den zur Schaumbildung verwendeten Reaktanten eine Verpackung zur Verfugung zu stellen, welche sich den obengenannten Aufgaben unterordnet.
Diese Aufgaben werden durch die erfindungsgemäße Einhand-.Einwegpackung für wenigstens zwei miteinander unter Schaumbildung reagierende Komponenten gelöst, wobei diese Einwegpackung gleichzeitig als Vorrichtung zur ; Handverschäjnung dieser Komponenten ausgebildet ist. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Einwegpackung wenigstens zwei voneinander getrennte Kammern, davon wenigstens zwei für die getrennte Lagerung der Reaktionskomponenten, in solcher Anordnung enthält, daß durch eine verschließbare öffnung der einen Kammer die verschlossene andere Kammer bzw. Kammern aufstoßbar oder aufreißbar ist.
Diese miteinander fest verbundenen Kammern sind dabei nebeneinander oder vorzugsweise so zueinander angeordnet, daß die Wand einer äußeren größeren Kammer im Inneren dieser Kammern angeordnete kleinere Kammern umfaßt.
IAIs Werkstoff für die erfindungsgemäße Vorrichtung und dabei insbesondere als Werkstoff für die äußere umfassende Kammerwand - können Materialien bevorzugt sein,
2fj die ausreichend starr sind, um beispielsweise kartuschenartige Behälter zu bilden. In Betracht kommen hier beispielsweise Kunststoff- oder Metallbehälter. Besonders geeignet für diese Ausführungsform sind Aluminiumkartuschen bzw. Aluminiumdosen, wie sie heute auf dem Gebiet
Jo der Spraydosen in weitem Umfange gebräuchlich sind. Als Material für die Ausbildung der Kammerwände können aber auch flexible Materialien, beispielsweise Kunststoffbe-
hälter eingesetzt werden. Vorausset zving ist, daß das verwendete Wandmaterial gegenüber den unter Schaumbildung reagierenden Komponenten bzw. ihren Reaktionsfolgeprodukten inert und undurchlässig ist.
c Für besonders wichtige Anwendungsgebiete der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann es wünschenswert sein, aly Material für Behälterwände Stoffe zu wählen, die den Zutritt von photochemisch auf die Reaktanten wirkendem Licht verhindern. Ein solcher Lichtschutz der Reaktanten
^0 bietet keine besonderen Probleme. An sich lichtdurchlässige oder zumindest durchscheinende Materialien, z.B. Glas oder gewisse Kunststoffe, können in geeigneter Weise eingefärbt verwendet werden, z. B. als dunkelbraun gefärbtes Glas, oder soweit erforderlich, mit einer weitgehend
Y^ lichtundurchlässigen Schiht überzogen sein. Die lichtundurchlässige Schicht kann z. B. ein Etikett sein (Stanniol). Auch Preßpappkartuschen sind verwendbar. Eine bevorzugte Ausfuhrungsform der Erfindung ist in Figur 1 dargestellt. Zwei beispielsweise zylindrische kartuschenartige Hülsen 1 und 2 greifen ineinander. Sie
besitzen an ihrem offenen Ende jeweils einen überstehenden zur Bördelung geeigneten Rand J5 bzw. 4. Die Hülsen sind mit einem gemeinsamen Deckel 7 durch eine Bördelung verschlossen. Die Hülse 2 kann sich der Innenwand der Hülse 1 anlegen, sie kann aber mit verringertem Querschnitt
frei im Inneren der Hülse 1 stehen.
die Die äußere Hülse 1 besitzt eine verschließbare öffnung 5/ auch als Sollbruchstelle ausgebildet sein kann. Vorzugsweise ist um diese öffnung bzw. Sollbruchstelle 5 herum ein Rand 8 vorgesehen, auf den eine Tülle 9 aufgeschoben
jo oder aufgeschraubt sein kann. Das Wandmaterial der inneren Hülse 2 ist wenigstens in dem Bereich, der durch die öffnung bzw. Sollbruchstelle 5 mit einem geeigneten Werkzeug erreicht werden kann, so ausgebildet, daß das Durchstoßen der !»ülse 2 möglich ist. Hierfür kann an ;
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geeigneter Stelle in der Hülse 2 eine Sollbruchstelle β vorgesehen sein. Besonders zweckmäßig können dabei die Öffnung 5 und die Sollbruchstelle 6 Jeweils am Kopf der Hülsen 1 und 2 vorgesehen sein. Anstelle der zum Durchstich geeigneten dünnen Stelle 6 kann auch die gesamte innere Hülse 2 einheitlich aus so dünnem Material ausgebildet sein, daß die durch sie gebildete Trennwand zwischen den beiden Kammern der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung ohne Schwierigkeiten durchstoßen werden kann.
Die mit dem Aufsteck- bzw. Aufschraubrand 8 umfasste Öffnung 5 kann in an sich bekannter Weise dadurch als Sollbruchstelle ausgebildet sein, daß über die Öffnung 5 ein dünnes Metallblättchen gespannt ist. Neben oder anstelle eines solchen Metallblättchen kann eine festschließende Kappe vorgesehen sein, die zur Inbetriebnahme der Aufschäumvorrichtung abgenommen wird. Eine solche Kappe kann durch die an ihrer Spitze zunächst verschlossene Tülle 9 gebildet sein.
Diese PührungstUlle 9 kann ein dornförmiger hohler Körper sein, der an seinem unteren Ende ein Verbindungstück aufweist, das die sichere Verankerung derTülle auf dem Rand 8 ermöglicht und gleichzeitig die durch Hülse 1 gebildete Kammer abschließt. Die Pülirungstülle 9 besitzt vorzugsweise an ihrerSpitze/eine Sollbruchstelle oder sie ist aus einem Material gebildet, das ein öffnen dieser Spitze z.B. durch Abschneiden ermöglicht. Es ist dabei äußerst zweckmäßig,für die Ausbildung dieser Tülle ein durchsichtiges oder wenigstens durchscheinendes Material zu verwenden. Auf diese Weise läßt sich derAblauf der
Jo Schaumbildungsreaktion visuell verfolgen. Besonders bevorzugt kann die Tülle aus beliebigem Kunststoffmaterial hergestellt sein, da sie in der Regel den Reaktanten bzw. dem entstehenden Rea1 Ionsgemisch nur so kurzzeitig ausgesetzt ist, daß kei besonderen Anforderungen an ihre chemische Widerstandsfähigkeit zu stellen sind.
Die PUhrungstulle 9 braucht nicht direkt mit dem Rand 8 verbunden zu sein. Vielmehr erweist es sich häufig als praktisch, zwischen Führungstülle und Rand der Vorrichtung ein längliches Verbindungsstück einzusetzen, welches aus starrem oder nicht starrem elastischen Material hergestellt ist. Daa Verbindungsstück kann z.B. ein Verlängerungsschlauch aus elastischem Kunststoff sein, welcher die Injektion des schaumbildenden Materials in nur schwer zugängliche Hohlräume ermöglicht.(Siehe z. B. Schlauch 2k, Pig. 10)
Eine weitere bevorzugte AusfUhrungsform der Erfindung ist in Figur 2 dargestellt. Dio äußere Hülse 1 entspricht der entsprechenden Hülse in Figur 1. Anstelle einer starren InnenhUlse ist hier Jedoch zur Schaffung einer zweiten Kammer im Inneren der Hülse 1 ein Kunststoffsäckchen 11 eingehängt, welches wiederum mit dem gemeinsamen Bodendeckel 7 durch Bördelung verschlossen ist.
Als Wandmaterial des Säckchens 11 sind z.B. verschiedenste Kunststofffolien geeignet, beispielsweise Folien auf Polyurethan- oder Polyäthylenbasis. Es ist dabei darauf zu achten, daß die Folien für die Schaumstoffkomponenten undurchlässig sind und mit diesen nicht oder praktisch nicht reagieren. Diese Forderung stellt in der Praxis keine Probleme, da die Brauchbarkeit eines Kunststoffmaterials leicht, z.B. durch Aufhängen eines mit der einen Komponente gefüllten Säckchens in der anderen Reaktionskomponente getestet werden kann. Bei diesem Test darf die Folie nicht brüchig oder gar zerstört werden. Das Wandmaterial des Säckchens 11 kann durch ein scharfes Werkzeug mühelos an beliebiger Stelle durch die Öffnung 5 in Hülse 1 hindurch zerstört werden.
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Eine besonders bevorzugte AusfUhrungsform der Erfindung zeigt Figur J>. Die äußere Hülse 1 entspricht wiederum der entsprechenden Hülse in Figur 1. Wie in der in Figur 2 dargestellten AusfUhrungsform der Erfindung ist hier zur Schaffung einer zweiten Kammer im Inneren der Hülse 1 ein Kunststoffsäckchen
. eingehängt. Dieraes Säckchen 12 ist mit der Hülse 1 durch Aufbördelung des Bodendeckels 7 fest verbunden, jedoch erstreckt sich die Verbindung des Säckchens mit der Hülse 1 nur auf einen Teil des HUlsenrandes J>. Das Säckchen 12 kann durch die Aufbördelung des Deckels 7 verschlossen werden, zweckmäßigeiweise wird es jedoch mittels Verschweißanlage verschlossen und dann durch die Aufbördelung des Deckels am vorgesehenen Platz festgehalten.
Durch eingehängte Säckchen kann auch mehr als eine Kammer der erfindungsgemäßen Handschäumvorrichtung gebildet werden. Eine zwei durch Kunststoffsäckchen gebildete Kammern enthaltende Handschäumvorrichtung zeigt Abbildung 4. im einfachsten Falle bestehen die eingehängten aus mehrfach verschweißtem Kunststoffschlauch. So sind in der Vorrichtung der Figur 4 durch Verschweißungen bei 13 und 14 zwei Kammern 15 und 16 gebildet. Die Kammern können jedoch auch aus einzelnen Säckchen bestehen, die miteinander,ähnlich wie in Fig. 4 dargestellt, verbunden sind, wobei durchaus eine direkte Verbindung der beiden Säckchen nicht bestehen muß. Vielmehr kann auch ein zweites und gegebenenfalls weitere Säckchen in die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung entsprechend dem ersten Säckchen 12 eingehängt werden.
Kammern, die durch eingehängte Säckchen gebildet sind, weisen gewöhnlich keine besondere Sollbruchstelle auf, da die Säckchen durch ein scharfes Werkzeug mühelos zerstört werden können. Besonders geeignet ist ein spießartiges Instrument, wie z.B. das in Fig. 5 gezeigte instrument 17, das einen Widerhaken 18 aufweist. Die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorri chtung ist jedoch besonders einfach in
einer AusfUhrungsform, bei welcher das bzw. die Säckchen ebenfalls eine Sollbruchstelle aufweist. Fjgur 6 zeigt eine Handschäumvorrichtung entsprechend Figur 4, bei welcher die Säckchen mit einer Sollbruchstelle 19 bzw. 20 versehen sind, die als Vorstanzstreifen gestaltet ist und eine Verlängerung 21 durch die äußere öffnung der Handschäumvorrichtung aufweist. Die Verlagerung 21 der Sollbruchstelle kann aus starrem ode:?hicht starrem Material hergestellt sein. Ist sie aus nicht starrem Material hergestellt, so ist sie bis zur Benutzung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zweckmäßigerweise z.B. mit einem Stopfen oder der aufgeschraubte bzw. aufgesteckte Kappe oder die FUhrungstülle am Rand 8 festgeklemmt. Zur Verwendung kann das Säckchen bzw. können die Säckchen ohne weiteres durch Zug an der Verlängerung durch die öffnung 5 hindurch zerstört werden. Entsprechende Sollbruchstellen, die Über eine Verlängerung durch die äußere öffnung der Handschäumvorrichtung hindurch aufgerissen werden können, kommen auch bei sämtlichen anderen Ausführungsformen der Erfindung in Frage.
Insbesondere im Zusammenhang mit der in Figur J, 4 und 5 dargestellten AusfUhrungsformen der Erfindung ist eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Handschäumvorrichtung interessant. Nach dieser AusfUhrungsform kann im Inneren der Vorrichtung ein verschiebbarer Boden angeordnet sein, der während und insbesondere in der Endphase der Schaumbildung zur öffnung hin bewegt werden kann, Auf diese Weise ist es möglich, auch den Restanteil an Schaumstoff aus der Vorrichtung herauszudrücken, der sonst im inneren der Hülsen verbleibt und mit der ausgebrauchten verworfen wird.
JX) Dadurch wird es auch möglich, das noch wenig expandierte schaumbildende Material in Hohlräume zu injizieren. Im einzelnen ist diese Ausführungsform der Erfindung in Figur 7 dargestellt. Die Vorrichtung besteht aus einer äußeren Hülse 1 in die, wie in Figur 4 dargestellt, Säckchen elngehängt sind. In einer Ausführungsform der Erfindung ist im
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Inneren dieses Säckchens «in verschiebbarer Boden bzw. Stempel 22 eingeschoben, der z.B. als flacher Becher ausgebildet sein kann. Läßt man durch den Deckel 7 hindurch Druck auf diesen Stempel 22 einwirken, so Überträgt sich dieser Druck auf das Innere der durch die Hülse 1 gebildeten Kammer. Der Deckel 7 der Vorrichtungen nach Figur 7 besitzt vorzugsweise eine Sollbruchstelle, die eine leichte weitgehende Entfernung des Deckels z.B. mit Hilfe eines Federmessers ermöglicht. In der Endphase der Schaumstoffbildung kann der Stempel 22 in der hier geschilderten AusfUhrungsform bis an das Kopfende der HUlse 1 geschoben sein. Die Verwendung eines Stempels 22 ist selbstverständlich bei allen Ausflihrungsformen der Erfindung, die aus Kunststoffsäckchen gebildete Kammern enthalten, von Vorteil.
In einer weiteren möglichen Ausgestaltung der AusfUhrungsform der Erfindung ist ein Säckchen seinerseits nicht gemeinsam mit HUlse 1 und dem Bodendeckel 7 durch Bördelung verbunden. Der Stempel 22: bildet vielmehr einen selbständigen Bodenabschluß für das Säckchen 11, dessen Wandung an dem Stempel 2^ befestigt ist.
Der Stempel,22 ist lösbar im Bereich des Bodens 7 der Außenhlilse fixiert. Diese Fixierung kann ganz einfach dadurch sichergestellt sein, daß der Außenrand des Stempesl 22' der Innenwand der Hülse 1 satt anliegt t so daß zum Bewegen des Stempels im HUlseninneren ein gewisser Kraftaufwand erforderlich ist. Eine besonders geeignete AusfUhrungsform verwendet eine Metallhülse 1, beispielsweise aus Aluminium, und einen Stempel 22 aus starrelastischem Kunststoff.
Bei Verwendung von Säckchen, insbesondere bei Verwendung von mehreren, miteinander verbundenen., Säckchen, die durch Verschweißung aus einem Kunststoffschlauch hergestellt sind, ist es möglich, praktisch jede erforderliche Zahl von Kammern in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu schaffen.
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Figur 7 zeigt eine erfindungsgemäße Dreikammer-Handschäumvorrichtung, welche aus mehreren ineinandergeschobenen Hülsen besteht, und weitgehend der in Figur 1 dargestellten Handschäumvorrichtung entspricht. Zusätzlich ist Jedoch im Inneren der Hülse 2 eine Hülse25 vorgesehen. Die offenen Bodenteile der/drei Hülsen sind mit dem Deckelverschluß 7 in einer Bördelung verbunden und verschlossen. Durch eine am Kopf der Hülse 1 vorgesehene öffnung gemäß der öffnung 5 aus. Figuren 1 oder 2 lassen sich die Hülsen 2 und 23 zerstören. Entsprechende Mehrkammer-Anordnungen können im Rahmen der in Figur 2 dargestellten AusfUhrungsform vorgesehen sein. Es bedarf keiner ausführlichen Darstellung, daß auch eine andere beliebige Anordnung mehrerer Kammern im Inneren der HUlbe 1 vorgesehen sein kann, sofern die Möglichkeit der Zerstörung der einzelnen Kammerwände durch die in Hülse 1 vorgesehene öffnung möj.ich ist.
Kunststoffsäckchen können mit mehreren Komponenten, z.B. 3 bis 5 Komponenten befüllt und mittels Verschweißanlage verschlossen werden. Das Befüllen und Verschließen der Innensäckchen, auch der Mehrkomponenten-Säckchen, die durch Verschweißungen voneinander getrennte Kammern enthalten, kann unabhängig von dem Befüllen der Außenhülle geschehen. Bei Einsatz von Mehrkomponentensäckchen bzw. mehrerer miteinander nicht direkt verbundener Säckchen kann sich eine Befüllung der Außenhülle ganz erübrigen.
Der FUllungsgrad der Kammern kann in weiten Grenzen variiert werden, die Eigenschaften des fertigen Schaumstoffes werden durch das Mengenverhältnis der Komponenten bestimmt. Bevorzugt ist es Jedoch, für die erfindungsgemäße Vorrichtung mindestens eine der Kammern so geräumig auszubilden, daß nach Zerstören der Wandungen der Innenkammern und der damit gegebenen Möglichkeit der Vermischung der Reaktionskomponenten ausreichend Raum verbleibt, um durch Umschütteln der Vorrichtung eine schnelle wirksame Durchmischung der Reak-
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tionskomponenten sicherzustellen.
Welche Reaktanten jeweils in den Kammern der Vorrichtung enthalten sind, hängt von den gewünschten Verschäumungsreaktionen ab. So lassen sich z.B. die bekannten unter Bildung von Polyurethanschaum reagierenden Stoffe verwenden. Eine Kammer, kann z.B. Diisocyanate enthalten, während eine andere Kammer Polyo!komponenten enthält, welche gegebenenfalls zusätzlich Zusatzstoffe wie Wasser, Katalysatoren und ähnliches enthält. In diesem Fall entsteht nach Durchmischen der Komponenten ein Polyurethanschaum. Als Treibmittel wird durch Abspaltung aus isocyanat Kohlendioxyd freigesetzt. Tatsächlich ist die erfindungsgemäße Handschäumvorrichturig insbesondere für die Herstellung beschränkter Polyurethanschaummengen am Ort der Verarbeitung besonders geeignet. Ihre Verwendbarkeit ist hierauf aber keineswegs beschränkt. Es ist dabei auch nicht erfindungswesentlich, daß das nach Perforierung der Trennwand bzw. -wände freigesetzte Treibgas durch chemische Reaktion aus den kunststoff-bildenden Komponenten abgespalten wird, wie dies im Falle der Polyurethanbildung der Fall ist. Es können vielmehr beliebige Verfahren zur Erzeugung von Treibgas durch Vermischung einzelner Komponenten eingesetzt werden (z.B. Reaktion zwischen Säuren und CO2 oder andere Gase abspaltenden Salzen), oder es können auch Ubliehe niedrigsiedende Treibmittel in wenigstens einer Kammer anwesend sein. Treibgas kann somit sowohl aus den kunststoffbildenden Komponenten als auch aus anderen Komponenten freigesetzt werden oder als solches in der Ein-. wegpaokung verpackt sein. Auf diese Weise sind ggfu. unter Mitverwendung von Lösungsmitteln Schäume aus Materialien wie Polystyrol, Polyvinylchlorid^ Polyäthylen, Harnstoff-Formaldehyd- und Phenolformaldehydharzen, Polyurethanen, Silikonen, Epoxyharzen. Polyester-Styrolharzen und.weiteren Materialien erhältlich. Diese Vielfalt der unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhältlichen
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Schauinstoffe ermöglicht die Herstellung von elastischen, unelastischen, harten, weichen, festen oder weniger festen gefärbten oder ungefärbten Schaumstoffen am Ort der Anwendung je nach Füllung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Im allgemeinen enthält die erfindungsgemäße Vorrichtung nur zwei Kammern, denn bei den meisten Verschäumungsreaktionen lassen sich die jeweils erforderlichen Reak-. tanten in nur zwei getrennt voneinander zu lagernde Anteile aufteilen, ohne dabei einer vorzeitigen schädliehen Reaktion zu unterliegen. Drei oder mehr Kammern v/erden nur in Sonderfällen erforderlich sein, beispielsweise dann, wenn eine oder mehrere Komponenten"der Verschäumungsreaktion mit den ersten beiden getrennten Reaktantenanteilen nicht ohne schädliche Effekte micchbar
ist.
Im allgemeinen enthalten die erfindungsgemäßen Einweg- bzw. Einhandpackungen sämtliche für die. Verschäumgsreaktion erforderliche Komponenten, die auf die Kammern so vertei?J; sind, daß eine vorzeitige Reaktion nicht eintritt. Die erfindungegemäßen Einwegpackungen können jedoch an den Endverbraucher auch so geliefert werden, daß sie eine oder mehrere der zur Verschäumungsreaktion erforderlichen Komponenten nicht enthalten. In diesem Falle ist zveckmäßigerweise mindestens die der äußeren Öffnung der Vorrichtung benachbarte Kammer leergelassen. Vor Gebrauch der Einwegpackung als Handschaumvorrichtung werden die •fehlenden erforderlichen Verschäumungskomponenten vom Endverbrauchef zugegebenl · · . ■ '
Es ist auch möglich, daß der Benutzer mehr als eine Kammerebr erfindungsgemäßen Vorrichtung selbst füllt. In diesem Falle ist es erforderlich, daß die Trennv:and
zwischen den Kammern bereits zur Füllung der Einwegpakkung durchstoßen wird, bzw. von Anfang an ein Loch aufweist. Neben ,einer Sollbruchstelle kann die Trennwand in diesem Falle mit einem Septum versehen sein, wobei die elastischen Eigenschaften des Septums so sind, daß sich eine Durchstichstelle nach Zurückziehung eines spitzen Gegenstandes wieder schließt. Die Durehstichstolte in der Trennwand 9 der Figur 1 kann auch, wie in Figur 5 dargestellt, mit einem erhobenen Rand 24 auf der Seite, welche der äußeren öffnung; zugewandt ist, versehen sein.
In jedem Falle, ob nun sämtliche zur Verschäumung notwendige Komponenten in der Einwegpackung geliefert oder aber einzelne Reaktlonskomponenten erst durch den Verbraucher zugesetzt worden sind, liegt letztlich eine Handschäumvorrichtung vor, welche sämtliche notwendigen Verschäumungskomponenten enthält.
Die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist leicht anhand der oben erläuterten AusfUhrungsformen verständlich. Zum Gebrauch der in Figur 1 dargestellten Einweg- bzw. Einhandpackung wird zunächst die Tülle 9 bzw. die Verschlußkappe abgenommen, z.B. abgeschraubt. Sodann wird ggite/sollbruchstelle 5, bzw. das Metallblättchen, welches die äußere öffnung der Einwegpackung verschließt, mit einem beliebigen spitzen Gegenstand durchstoßen. Anschließend wird die SoIlbruchstelle 6 der inneren Hülse 2 mit einem langen, spitzen, spießartigen Gegenstand durch die öffnung der äußeren Hülse 1 greifend durchstoßen, worauf die äußere, verschließbare öffnung mit der Tülle 9 z.B. durch Aufstecken oder Aufschrauben verschlossen wird. Die Reaktionskomponenten werden nun durch Schütteln durchmischt und reagieren miteinander unter Schaumbildung. Nach dem Schütteln, zweckmäßig etwa zu dem Zeitpunkt, da der Schaum in die Tülle zu steigen beginnt, wird diese etwa bei 10 über die Sollbruchstelle bzw. durch Abschneiden der Spitze geöffnet. Das schaumbildende Gemisch tritt nun unter Druck aus der '" UlIe hervor und kann in Fugen undRitzen eingespritzt werden. Die übriger
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dargestellten AusfUhrungsformen der Erfindung werden entsprechend gehandhabt. Dabei wird durch die äußere öffnung der Vorrichtung greifend das die zweite Kammer bildende Säckohen zerstört. Auch die in Figur 7 dargestellte Vorrichtung wird wie die un Pigur 1 dargestellte Vorrichtung verwendet. Sie bietet jedoch die Möglichkeit, den zur Anwendung kommenden Druck bei Bedarf noch weiter zu erhöhen. Dazu wird mit einem spitzen Gegenstand eine öffnung im Deckel 7 geschaffen, bzw. der gesamte Deckel weitgehend, z.B. mit Hilfe eines Büchsenöffners entfernt. Durch die so geschaffeno öffnung hinduch kann Druck auf den verschiebbaren Boden 22 ausgeübt werden, so daß dieser sich in Richtung auf die äußere öffnung der Vorrichtung, d.h. in Richtung der FUhrungstülle verschiebt und dabei zerstörte Säckchen an die Wandung der Hülse 1 drückt. Zur Ausübung von Druck auf den verschiebbaren Boden eignen sich Druckluftpistolen und ähnliche Vorrichtungen. Sollen diese verwendet werden, so ist es zweckmäßig, das Säckchen erst zu zerstören, wenn die Druckluftpistole bzw. andere Druckvorrichtung bereits mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verbunden ist, oder zumindest der Deckel 7 zum Aufsetzen der Druckvorrichtung bereits durchstoßen bzw. weitgehend entfernt worden ist.
Mehrkammernvorrichtungen, wie in Figur 8 dargestellt, bieten in der Handhabung keinerlei Schwierigkeiten, nach-(einander werden mit einem langen, spitzen Gegenstand durch die äußere öffnung der Vorrichtung greifend samt-: liehe Trennwände zwischen den Kammern zerstört.
Es ist nicht erforderlich, daß sämtliche zur Verschäumung notwendigen Stoffe bereits in der erfindungsgemäßen Ein-° wegpackung geliefert werden. Vielmehr können ein oder
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mehrere Komponenten, die zur Verschäumungsreaktion erforderlich sind, vom Benutzer durch die äußere Öffnung in 'die in diesem Falle leer gelassene der äußeren öffnung . benachbarte Kammer gegeben werden. Die v/eitere Handhabung erfolgt wie oben beschrieben.
Im Falle einer Ausführungsform der Erfindung, die dem •Benutzer die Füllung von mehr als einer Kammer überläßt, werden die Kammern zweckmäßigerv/eise mit Hilfe eines Trichters oder einer Injektionsnadel gefüllt. Eine Durchstoßung der Trennwand von außen ist nach Füllung nicht
mehr erforderlich, die Verschaltung muß jedoch gewöhnlich . . unmittelbar nach der Füllung der Vorrichtung vorgenommen werden. Bei der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung ist es möglich, zwei Kammern zu füllen, ohne daß djibei die Inhaltsstoffe der beiden Kammern miteinander in Berührung kommen, solange die Vorrichtung nicht umgestülpt oder geschüttelt wird. Vom Zeitpunkt des Umschütteins an entspricht die Handhabung der in Figur 9 dargestellten Vorrichtung der Handhabung der anderen erfindungsgemäßen Handschäumvorrichtungen. Enthält die Hülse 2 der Figur 1 neben einer Sollbruchstelle ein Septum aus einem el«;stlschen Material, so lassen sich beide Kammern von außen füllen, ohne daß dabei die Inhaltsstoffe der beiden Kammern in Kontakt geraten. Die durch die Hülse 2 gebildete Kammer wird dabei z.B. mit Hilfe einer Injektionsnadel durch das Septum stechend gefüllt. Zum Druckausgleich kann eine v/eitere Injektionsnadel verwendet werden. Die weitere Handhabung einer mit einem Septum.in der .•Trennwand versehenen Handschäumvorrichtung entspricht der
JO Handhabung der' übrigen erfindungsgemäßen Vorrichtungen.
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Wird auf die exakte Führung des schaumbildenden Gemisches kein Wert gelegt, so kann bei allen Ausführungsformen der Erfindung auf die Führungstülle verzichtet werden. In diesem Falle ist die Handschäumvorrichtung ,jedoch mit einem vorzugsweise durchsichtigen oder durchscheinenden Deckel zu verschließen, b,evor sie. geschüttelt wird, .welcher zu gegebener Zeit wieder entfernt wird, so daß da.s schaumbildende Gemisch unter Druck aus der öffnung der Vorrichtung austreten kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet auf einfache Weise, Verschäumungsreaktionen so durchzuführen, daß der Teil des bei der Reaktion entwickelten Gases, der nicht zur Bläschenbildung führt, nicht wie gewöhnlich entweicht, sondern als Treibmittel wirkt. Der Einsatz von Druckluftpistolen oder ähnlichen Hilfsmitteln erübrigt sich also. · Die völlige Ausnutzung des bei der Reaktion entwickelten Gases wird in der erfindungsgemäßen Vorrichtung dadurch möglich,daß durch die Perforierung der Trennwand bzw. -wände zwischen den Reaktanten allein noch keine nennenswerte DUa-1C hmi cc hung stattfindet, vielmehr erfolgt diese erst nachdem die erfindungsgemäße Vorrichtung verschlossen und geschüttelt worden ist. Werden dagegen die Reaktanten in üblicher Weise miteinander vermischt, so geht ein Teil des entwickelten Gases nutzlos verloren.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet also, das schaumbildende Material unter Druck zu applizieren, ohne daß dazu der direkte Einsatz eines Treibmittels erforderlich wäre. Die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist daher, verglichen mit der Handhabung handels-
J>0 üblicher Vorrichtungen zur Druckversprühung von z.B.
Aerosolsprays als außerordentlich sicher zu bezeichnen: so stellt z.B. die Erhitzung auf Temperaturen von 70 oder 8o C, die z.B. in sonnenbeschienenen Eisenbahnwaggons leicht und häufig erreicht werden, keine Gefahr dar.
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. Während Treibmittel enthaltende Aluminiumbehälter, für z.B, Aerosolsprays, schon bei Temperaturen, die im Innern von sonnenbeschienenen Güterwagen oder Kofferräumen erreicht werden, zerplatzen können, müßte, um ein Zerplatzen der erfindungsgernäßen Vorrichtung zu bewirken, die Trennwand zwischen den Kammern zerstört werden, doch dies ist • sol.gut wie ausgeschlossen. Die Trennwand zwischen den Kammern ist nämlich durch die Außenwände der Vorrichtung vor unmittelbarer Beschädigung geschützt.
Bei der in Figur 7 dargestellten Ausführungsform besteht keine Gefahr, daß durch den bei der Reaktion entstehenden Innendruck der Boden 22 etwa herausgedrückt werden könnte. Dieser wird nämlich durch die in jedem Falle zurückbleibenden Reste des Deckels 7 am Austritt aus der Hand-Schäumvorrichtung gehindert.
Der Figur 7 entsprechende Ausführungsformen haben über die allen erfindungsgemäßen Vorrichtungen gemeinsamen Vorteile hinaus den Vorteil, daß der zur Anwendung kommende Druck bei Bedarf noch weiter erhöht werden kann. Dabei werden naturgemäß Anwendungsdrücke erreicht, die weder mit einer Druckvorrichtung allein, noch mit dem erfindung£5gemäßen Vorrichtungen allein erreicht werden könnten.
Ein besonderer Vorteil der in Figur 3 dargestellten Handschäumvorrichtung ist es, daß das schaumbildende Material völlig ausgetrieben v/erden kann. Dadurch kann -die verbrauchte Vorrichtung völlig zusammengedrückt wercien, wodurch die MUllbelastung gering gehalten wird.
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Erfindungsgemäße Handschäumvorrichtungen, die bereits sämtliche zur Verschaltung notwendige Komponenten enthalten, sind für /weiteste Kreise von Interesse. Der hervorragende Spezialist auf dem Gebiet der Versohäu- · mung wird jedoch gelegentlich wünschen, die Eigenschaften des Schaumes durch Variation des Mischungsverhältnisses um Nuancen zu verändern, die natürlich bei der Serienfertigung nicht berücksichtigt werden können. Der Spezialist wird oft auch eigene Rezepturen verwenden wollen, um ganz besondere Effekte zu erreichen. In solehen Fällen wird der Fachmann zu einer erfindungsgemäßen Vorrichtung greifen, bei welcher ein oder mehrere zur Verschäumung notwendige Komponenten vom Lieferanten 1 ortgelassen worden sind, die aber wenigstens eine zur
1S Aufnahme weiterer Verschäumungskomponenten vorgesehene 'leore Kammer enthält.
Die Füllung erfindungsgemäßer Vorrichtungen, Vielehen zur Verschäumung erforderliche Komponenten fehlen, kann vom Benutzer in Ruhe an einem Ort, der dazu geeignet ist, z.B. in einem chemischen Laboratorium, durchgeführt wer~ • den. Die nun mit allen zur Versehäumungsreaktion erforderlichen Komponenten gefüllte Vorrichtung kann nun sofort zur. Verschäumung verwendet oder einstweilen gelagert werden. So wird der Einsatz von außerordentlich speziellen Schäumen an ausgefallensten Einsatzorten möglich.
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Die AusfUhrungsformen der Erfindung, welche dem Fachmann weitgehende Fraiheit in der Auswahl der Reaktanten und ihrer Mengenverhältnisse gewähren, gestatten immer noch, daß die Verschaumungsreaktion letzten Endes von einer ungeübten, nicht spezialisierten Hilfskraft durchgeführt wird. Diese AusfUhrungsformen der Erfindung weisen der Hilfskraft gegenüber also sämtliche Vorteile der Handschäumvorrichtungen auf, die bereits alle zur Verschäumung erforderlichen Komponenten enthaltend geliefert werden.
Insbesondere die Ausfilhrungeformen der Erfindung, die mit einem Stempel 22 ausgestattet sind,aber auch alle sonstigen AusfUhrungsformen der Erfindung sind auch hervorragend als Einhand-Mehrkomponenten-Gebinde fUr die Reaktanten zur Bildung von mehrkomponentigen Polyesterharzen, Epoxidharzen und Polyurethangießharzen etc. geeignet.
Ein besonderer Vorteil der in den Figuren dargestellten AusfUhrungsformen der Erfindung ist es, daß siein hervorragender Weise zur preisgünstigen maschinellen Serienfertigung geeignet sind. Die in den Figuren dargestelten Ausführungsformen der Erfindung sind jedoch als beispielhaft anzusehen, viele weite-e Varianten lassen sich konstruieren, ohne vom Geist der Erfindung abzuweichen.
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Claims (9)

Sohutzansprüohe
1. Einhand-Einwegpackung fUr wenigstens zwei miteinander unter Schaumbildung reagierende Komponenten, die als Einwegvorrichtung zur Handverschäumung dieser Komponenten ausgebildet 1st, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenigstens zwei fest miteinander verbundene, jedoch voneinander getrennte Kammern für getrennte Lagerung der Reaktionskomponenten in solcher Anordnung enthält, daß durch eine verschließbare öffnung der einen Kammer die verschlossene andere Kammer bzw. anderen Kammern aufstoßbar oder auf-10. ' reißbar sind.
2, Einhand-Einwegpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern durch ineinander gesteckte Hülsen vorzugsweise Metallkartuschen - gebildet sind, deren Bodenöffnungen durch einen gemeinsamen aufgebördelten Deckel verschlossen sind, wobei die äußere Hülse die Verschließbare, vorzugsweise verschraubbare öffnung aufweist.
J5. Einhand-Einwegpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Kammern durch eine äußere starre Hülse und wenigstens eine weitere Kammer durch ein in diese eingehängtes. Säckchen aus Kunststoff oder gummiartigem Material gebildet sind, wobei das Säckchen mit der Hülse durch einen auf beide" auf gebördelten Verschlußdeckel verbunden ist und die äußere Hülse die verschließbare öffnung aufweist.
4. Einhand-Einwegpackung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß eine äußere starre Hülse wenigstens 2 durch eingehängte Säckchen gebildete Kammern zur getrennten Lagerung der Reaktionskomponenten enthält.
5. Einhand-Einwegpackung nach Anspruch^ 3 und h, dadurch gekennzeichnet, daß Im inneren der Hülse ein verschiebbarer Boden angeordnet ist.
6. Einhand-Einwegpackung nach Ansprüchen 1 bis 5* dadurch
gekennzeichnet, daß durch die verschließbare öffnung der einen Kammer ein Verlängerungsstuck der Sollbruchstelle ,der verschlossenen anderen Kammer bzw. Kammern hindurchgreift.
7. Einhand-Einwegpackung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch ■ gekennzeichnet, daß die verschließbare öffnung mit einer abnehmbaren Führungsrille für das entstehende Schaumstoffmaterial verschlossen ist, die vorzugsweise an ihrer Spitze über eine Sollbruchstelle bzw. durch Abschneiden der Spitze zu öffnen ist.
8. Einhand-Einwegpackung nach Anspruch/, dadurch gekennzeichnet, daß die PUhrungstülle dornfo'rmig und aus einem vorzugsweise durchsichtigen bzw. durchscheinenden Material hergestellt ist.
9. Einhand-Einwegpackung nach Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die FührungstUlle mit der verschließbaren öffnung über ein aufschraubbares Verlängerungsstück aus gegebenenfalls elastischem Material, verbunden ist.
DE7247165U Als Handschäumvorrichtung ausgestaltete Einhand-Einwegpackung Expired DE7247165U (de)

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DE7247165U Expired DE7247165U (de) Als Handschäumvorrichtung ausgestaltete Einhand-Einwegpackung

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DE (1) DE7247165U (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2828027A1 (de) * 1978-06-26 1980-01-31 Bernack Verfahren zum bereitstellen und mischen einer aus formuliertem epoyidharz und haerter bestehenden injektionsmasse fuer duebel
DE3738960A1 (de) * 1987-10-23 1989-05-03 Gurit Essex Ag Einrichtung zum dosieren und mischen von mindestens zwei reaktionskomponenten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2828027A1 (de) * 1978-06-26 1980-01-31 Bernack Verfahren zum bereitstellen und mischen einer aus formuliertem epoyidharz und haerter bestehenden injektionsmasse fuer duebel
DE3738960A1 (de) * 1987-10-23 1989-05-03 Gurit Essex Ag Einrichtung zum dosieren und mischen von mindestens zwei reaktionskomponenten

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