DE7243586U - Vorgefertigtes, plattenförmiges Bauelement zur Verkleidung von Wänden, Fassaden od. dgl. und zur Verwendung zum Bau von Wänden - Google Patents
Vorgefertigtes, plattenförmiges Bauelement zur Verkleidung von Wänden, Fassaden od. dgl. und zur Verwendung zum Bau von WändenInfo
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Description
DIPL..INQ. R. SPLANEMANN*.' dipV.-chem. dr.'Ö. REITZNER - DiPL.-iNQ. J. RICHTER
2000 HAMBURG 36, den 27. NoV„ 1972
Neuer Wall 10 Telefon. (0411) 34 00 48 Telegramm-Adr.t Invenliui Hamburg
Unsere Akte: Ihr Zeichen:
Vorgefertigtes, plattenförmiges Bauelement
zur Vergkleidung von Wänden, Fassaden od.dgl. zur Verwendung zum Bau von Wänden
Für den Hallen-, Geschoß- und Wohnungsbau ist die Verwendung von vorgefertigten Betonelementen mit porenfreier und abnutzungsbeständiger Oberfläche bekannt.
Neben reinen Botonelementen sind auch Fassadenp? atten
bekannt, die aus einem hochisolierenden Kern und zwei
Feinoetonschinhten bestehen. Die Außenfläche eines ßerart ausgebildeten Dreischichtenverbundelementes
kann in Waschbeton, Sichtbeton, Mosaik oder in Verbundsteinez) ausgeführt sein. Die Abmessungen derartiger Betonelemerje
und Fassadenplatten sind Jedoch 60 gehalten, daß sie mit Kleinaufzügen befördert werden können. Me Auf-
hängung dieeer vorgefertigten Be tane leinen te erfolgt
an Flacheisenkonsolen. Die bekannten Betonelemente und Fassadenplatten können jedoch nur von Fachkräften
verlegt werden. Die Anbringung von diesen bekannten Betonelementen oder Fassadenplatten durch fachunkundige
Heimwerker gestaltet sich äußerst schwierig.
Ziel der Erfindung ist es demgegenüber, ein vorgefertigtes, plattenförmiges Bauelement zur Verkleidung
von Wänden, Fassaden od.dgl. und zur Verwendung zum Bau von Wänden zu schaffen, das eine handhabungsgerechte
Form aufweist, mühelos auch von fachunkundigen Personen anbringbar ist und das darüber hinaus nicht
nur als Fassadenelement für Neubauten, sondern auch als Vorsatzelement zur Verkleidung von Fassaden alter
Bauwerke Verwendung finden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Bauelement vorgeschlagen, das gemäß der
Erfindung in der Weise ausgelildet ist, das eine etwa re^hteckförmige, von Hand traglare und hand>iabungsgerechte
Platte aus Beton einseitig eine Beschichtung aus unter Ausbildung von Fugen im Verband angeordneten
Verblendsteinen und seiner der Verblendsteir.beschichtung
abgekehrten Seity mindestens ein Anschlußmittel zur Befestigung der Platte an einer Wand oder
einem Traggerüst aufweist sowie im Bereich seiner Kanten mit eis Nut und Feder ausgebildeten Eingriffprofilen
versehen ist.
Zur Ausbildung einer isolierenden Wirkung weist die Betonplatte nach einem weiteren Merkmal der Erfindung
auf ihrer der V er Ol end st einbe schichtung abgekehrten Seite eine Beschichtung aus Schaumkunststoffen auf.
Darüber hinaus können auf der der Verblendsteinbeschichtung abgekehrten Seite der Betonplatte Abstandselemente
vorgesehen sein, so daß zwischen der zu verkleidenden Wand und den Bauelementen eine luftgefüllte Zwischenschicht
ausgebildet ist.
Die fugenartigen Zwischenräume zwischen den Verblendsteinen der vorderseitigen Betonplattenbeschichtung
können freibleibend oder mittels Beton ausgefüllt sein.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise
dargestellt, und zwar zeigen
Fig. 1 ein plattenförmiges Bauelement mit einer
Außenbeschichtung aus Verbundsteinen in
einer schaubildlichen Ansicht,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt gemäß Linie II - II in I?ig. 1,
Fig. 3 einen waagerechten Schnitt gemäß Linie III - III in Fig. 1,
7243S86i2.ft.73
Fig. 4 das Bauelement in einer Ansicht von oben,
Fig. 5 eine rückwärtige Ansicht des Bauelementes
und
ig. 6 ein Eckbauelement in einer schaubildlichen Ansicht.
Das erfindungsgemäß ausgebildete Bauelement besteht aus einer rechteckformigen Platte 1o aus Beton, in
dem Bewehrungseisen 14 eingelassen sein können. Die Betonplatte 1o kann jedoch auch andere geometrische
Abmessungen aufweisen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, zwei im rechten Winkel zueinander stehende
Betonplatten 1o und 1oo einstückig zu einem Eckbauelement auszubilden, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist.
Die Längskanten der Betonplatte 1o sind mit 1oa und 1ob
und die Schmalseiten mit 1oc und Iod bezeichnet.
Die Vorderseite der Betonplatte 1o weist eine Beschichtung
11 aus Verblendsteinen auf, die im Verband in die Betonplatten eingelassen sind. Die Anordnung der
Verblendsteine kann in Form eines Läufer-, Binder-, Kreuz- oder Blockverbandes mit Lauferschichten erfolgen.
Die fugenartigen Zwischenräume zwischen den Verblend-
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steinen 11 sind mit 12 bezeichnet (Fig.2). Diese Fugen 12 können freibleibend oder ebenfalls mit Beton
ausgefüllt sein. Soll das ei*findungsgemäß ausgebildete
Bauelement von Heimwerkern verlegt werden, so ist es vorteilhaft, wenn von vornherein die Fugen der Verblendsteinbeschichtung
11 der Betonplatte 1o ausgefüllt sind, während bei der Erstellung von großflächigen
Fassadenflächen es von Vorteil ist, wenn die Fugen 12 der Verblendsteinbeschichtung 11 nicht ausgefüllt
sind, so daß nach Erstellung der GesamtfaBsadenflachen
ein Ausfugen erfolgen kann, wodurch eine ansprechende und gleichmäßige Sichtfläche erhalten wird.
Um mehrere Bauelemente miteinander verbinden zu können,
ist Jede Betonplatte 1o im Bereich ihrer Kanten 1oa,1ob
und 1oc,1od mit Eingriffprofilen in Form von Nuten
17,IQ und Federn 15,16 versehen. Vorzugsweise weisen
die Kanten 1oa und Iod die Federn 15,16 auf, während
die Kanten 1ob und 1oc mit Nuten 17,18 versehen sind.
Die Federn 15,16 und auch die Nuten 17,18 werden gleichzeitig
bei der Erstellung der Betonplatten 1o mit ausgebildet. Die Federn 15,16 weisen einen etwa halbkreisförmigen
Querschnitt auf. Die Nuten 17,18 sind so profiliert, deß beim Aufeinandersetzen oder Ineinandersetzen
mehrerer Betonplatten 1o jeweils eine Feder in die ihr zugeordnete Nut eingreifen kann, so daß
lediglich im Bereich der Außenflächen Haarspalten ent-
stehen, die - wenn es sich um Betonplatten mit einer verfugten Verblendsteinbeschichtung 11 handelt
bestehen bleiben können oder wenn von Betonplatten mit unverfugter Verblendsteinbeschichtung 11 ausgegangen
wird, die ausgebildeten Haarspalten dann beim Ausfüllen der Fugen mit abgedeckt werden.
Die der Verblendsteinbeschichtung 11 abgekehrte Seite der Betonplatte 1o trägt eine Beschichtung 3o aus
Schaumkunststoffen, wobei die Stärke dieser Schaumkunststoff
beschichtung abhängig sein wird von den jev/eils
gestellten Anforderungen einer Schall- und Wärmeisolierung. Darüber hinaus weist die Betonplatte
1o auf der der Schaumkunstεuoffschicht 3o tragenden
Seite mit 13 bezeichnete Abstandshalter auf, so daß bei einer Befestigung der Betonplatte 1o an einer Wand
ein luftgefüllter Zwischenraum ausgebildet wird (Fig.4).
Zur Befestigung der Betonplatte 1o an einer Wand oder
einem Traggerüst weist die Betonplatte auf der die Schaumkunststoffschicht 3o tragenden Seite Anschlußmittel
auf, die vorzugsweise aus einem Flacheisen mit einer sich einseitig verjüngenden schlitzförmigen
Durchbrechung besteht (Fig.5). Die größer bemessene
Ausnehmung 2oa in dem Flacheisen 2o dient zum Einführen sines in Fig. S bie 21 angedeuteten Kopfbolzans, dessen
Kopf in die Durchbrechung 2oa einführbar ist. Die sich an die Durchbrechung 2oa anschließende schlitzförmige
Durchbrechung 2ob ist so bemessen, daß der Bolzenschaft in diese schlitzförmigen Durchbrechung
2ob hindurchführbar ist. Die Befestigung der Bauelemente erfolgt in der Weise, daß nach Anbringung
der Bolzen an der zu verkleidenden Wand die einzelnen Betonplatten so im Bereich dieser Bolzen aufgesetzt
werden, daß der Bolzenkopf durch die Durchbrechung 2oa des Flacheisens 2o hindurchgreifen kann. Im Anschluß
hieran wird die Betonplatte 1o in Pfeilrichtung X (Fig.5) verschoben, so daß der Bolzenkopf im Bereich
der schlitzförmigen Durchbrechung 2ob des Flacheisens an dem Randbereich dieser schlitzförmigen Durchbrechung
2ob zu liegen kommt.
Neben einer Beschichtung 11 der Betonplatte 1o mit Verblendsteinen sind auch Beschichtungen mit anderen
Werkstoffen möglich. Mosaik, Glassteine, Klinker u.dgl. können als BeSchichtungsmaterial verwendet werden.
Die Abmessungen der Betonplatten 1o sind so gehalten,
daß die einzelnen Betonplatten mühelos von einer Person transportiert und gehandhabt werdan können. Durch die
Ausbildung von Eingriffprofilen im Kantenbereich der einzelnen Betonplatten j st die Erstellung fester Plattenverbände
möglich. Die Befestigung der einzelnen Beton-
platten an der zu verkleidenden Wand oder einem Traggerüst erfolgt mittels Bolzen oder anderen
geeigneten Anschlußmitteln. Die Aufhängung der einzelnen Betonplatten ist mühelos, so daß auch
Heimwerker nachträglich sowohl Außen- als auch Innenwände mit dem neuartigen Bauelement verkleiden
können, ohne daß hierau Fachkräfte herangezogen werden
müssen. Dadurch, daß die Betonplatten rückseitig eine Schaumkunststoffbeschichtung 3o und Abstandshalter
13 aufweisen, ist eine weitere Isolierung nicht mehr erforderlich. Die Abstanddhaltung der
Betonplatten 1o von der zu verkleidenden Außenwand od.dgl. kann auch mittels des Befestigungsbolzens
21 erfolgen. Das erfindungsgemäß ausgebildete Bauelement kann auch so ausgebildet sein, daß es als
Sturz-, als Laibungs- oder als Eckelement Verwendung finden kann.
Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die vorangehend beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführung
sfοrmen. Abweichungen in der Form, den Abmessungen
und in der Wahl der Merkstoffe für das Bauelement liegen ebenso im Rahmen der Erfindung wie unterschiedlich
ausgebildete Anschlußmittel, von denen, wie in Fig. 5 dargestellt ist, auch zwei bei 25 und 25a angedeutete
Anschlußmittel mit und ohne Abstandshalterung verwendet werden können.
Schutzansprüche:
Claims (9)
1. Vorgefertigtes, plattenförmiges Bauelement; zur
Verkleidung von Wänden, Fessaden od.dgl. und zur Verwendung zum Bau von Wänden, dadurch gekennzeichnet,
daß eine etwa rechteckförmige, von Hand tragbare und handhabungsgerechte Platte (1c·) aus
Beton einseitig eine Beschichtung (11) aus unter Ausbildung von Fugen (12) im Verband angeordneten
Verblendsteinen und auf seiner der V er bl end st ei nbeschichtung
(11) abgekehrten Seite mindestens ein Anschlußmittel (2o,2i) zur Befestigung der
Platte (1o) an einer Wand oder an einem Traggerüst aufweist sowie im Bereich seiner Kanten (1oa,1ob,1oc,
Iod) mit als Nut und Feder ausgebildeten Eingriffproxilen
(15*16,17,18) versehen ist.
Konten: Deutsche Bank A(V{<|UibMrg~KUk.-blf.2/02456 ■ Postscheckkonto: Hamburg 1201 55-206
ACVHiwbjirtuKto.-JJr. 1102*56 · Postscheckl
2. Bauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Betonplatte (Ίο) auf ihrer der Verblendet
einbe schichtung (11) abgekehrten Seite eine Beschichtung (3o) aus Schaumkunststoffen aufweist.
3. Bauelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonplatte (ίο) Bewehrungsstahlstäbe
oder -matten aufweist.
4. Bauelement nach Anspruch Ibis 3» dadurch gekennzeichnet,
daß eine der beiden Längsseiten (ioa,1ob) der Betonplatte (1o) und eine der beiden Schmalseiten
(1oc,Iod) mit einer Eingriffnut (17*18)
und die Jeweils anderen Kanten der Betonplatte (1o) mit einer Eingriffeder (15,16) versehen ist.
5. Bauelement nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet;, daß die fugenartigen Zwischenräume (12)
zwischen den Verblendsteinen der Beschichtung (11) freibleibend ausgebildet sind.
6. Bauelement nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fugen (12) der Verblendsteinbeschiohtung (11) mittels Beton ausgefüllt sind.
7. Bauelement nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die der Verblendeteinbeschichtung (11)
abgekehrte Seite der Betonplatte (ίο) Abstandselemente
(13) aufweist.
8. Bauelement nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschluiimittel (2o,2i) aus einem
an der der Verblendsteinbeschichtung (11) abgekehrten Seite der Betonplatte (ίο) angebrechten
Flacheisen (2o) mit einer sich einseitig verengenden schlitzförmigen Durchbrechung (2o?,2ob) zur Aufnahme
eines Kopfbolzens bestehen.
9. Bauelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Betonplatte an (1o,1oo) rechtwinklig
miteinander verbunden und einstückig ausgebildet sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE7243586U true DE7243586U (de) | 1973-04-12 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10252394A1 (de) * | 2002-11-12 | 2004-05-27 | Ernst Ries | Verfahren zum Verblenden von Mauerstrukturen und Platte hierfür |
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Cited By (2)
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| DE10252394A1 (de) * | 2002-11-12 | 2004-05-27 | Ernst Ries | Verfahren zum Verblenden von Mauerstrukturen und Platte hierfür |
| DE10252394B4 (de) * | 2002-11-12 | 2010-01-07 | Ernst Ries | Verfahren zum Verblenden von Mauerstrukturen und Platte hierfür |
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