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Konsolfräsmaschine Die Erfindung betrifft eine Konsolfräsmaschine,
bei :der zwei in der Vorschubrichtung des Werkstückes angeordnete und die Höhenverstellung
des Tisches bewirkende Spindeln den um eine waagerechte Achse schwenkbaren Tisch
abstützen, nach Patent 667 330, und sie bezweckt, etwaiges Spiel zwischen Quertisch
(Bett) und Konsol selbsttätig zu beseitigen, so daß der die Maschine Bedienende
in dieser Beziehung, im Gegensatz zu den bisher bekannten Fräsmaschinen, keine Einstellungen
vorzunehmen hat und daß sich dieses, Spiel beispielsweise beim Gleichlauffräsen
nicht nachteilig auswirken kann.
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Im wesentlichen besteht die Erfindung ,darin, daß der Quertisch (Bett)
unter einem Winkel zur Waagerechten angeordnet ist und von den beiden senkrecht
zur Oberfläche des Längstisches angeordneten, eine Verschiebung des Quertisches
in Arbeitsrichtung zulassenden Stützsäulen, die an der- tiefer liegenden Seite befindliche
Säule bis in die Nähe der Längstischunterseite reicht. -Infolge der Anordnung
des Quertisches unter einem Winkel zur Waagerechten hat der Quertisch, an sich das
Bestreben, sich in Richtung der Neigung gegenüber dem entsprechend- dem Hauptpatent
eine Rundführung für den Quertisch bildenden Konsol zu verlagern: Diese Wirkung
wird durch die aus der Fräsarbeit herrührende Waagerechtkraft erhöht. Die aus der
Fräsarbeit herrührenden Kräfte erzeugen gleichzeitig ein Drehmoment, das den Quertisch
um die an seiner tiefer liegenden Seite befindliche längere Stützsäule als Drehpunkt
zu kippen sucht. Hierdurch wird aber die die Rundführung umfassende Hohlzylinderfläche
des Quertisches in ihrem unteren, der kürzeren Stützs - äule zugekehrten
Viertel ,gegen die Rundführung gepreßt, wodurch
jedes Spiel ausgeschaltet
und somit jede unbeabsichtigte Bewegung des Quertisches gegenüber dem Konsol verhindert
ist. jede Erhöhung der aus der Fräsarbeit herrührenden Kräfte hat ein stärkeres
Anpressen der Hohlzylinderfläche des Quertisches an der Rundführung zur Folge.
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Es ist an sich bekannt, bei Konsolfräsmaschinen den Quertisch
mit dem Längstisch schräg einzustellen. Diese Schrägstellung bezweckt aber lediglich,
bei der Bearbeitung von kegelförmigen Werkstücken die Erzeugende der Mantelfläche
des Werkstückes in waagerechte Lage zu bringen.
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Gemäß der Erfindung ist außerdem die Anordnung zweckmäßig derart,
daß der Quertisch sich auf Tragplatten der Stützsäulen abstützt, wobei die zwischen
der an der tiefer liegenden Seite befindliche Stützsäule und dem Quertisch eingeschalteten
Tragplatten stärkere Neigung gegenüber der Waagerechten aufweisen als die Tischoberfläche.
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Hierdurch wird eine Verstärkung des Anpressungsdruckes zwischen Quertisch
und Rundführung erreicht.
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Ferner kann die Anordnung gemäß der Erfindung derart sein, daß die
Rundführung mit den Stützsäulen durch seitliche Arme verbunden ist, die an den Stützsäulen
mittels Muttern in der Höhe verstellbar sind, wodurch eine Verstrebung der Stützsäulen
miteinander erfolgt. Auf :der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer
beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. Es zeigen Abb. i eine Vorderansicht
einer Fräsmaschine gemäß der Erfindung bzw. einen senkrechten Schnitt nach Linie
I-I der Abb. 2, Abb. 2 eine Seitenansicht der Fräsmaschine. Die Ebene il, zu der
die ganze Maschine auf einem als Kühlmittelbehälter ausgebildeten Grundgestell i
senkrecht steht, liegt unter einem bestimmten Winkel zur Waagerechten. Der Ständer
2 der Maschine besitzt eine Geradführung 3 für eine auf und ab, bewegbare Konsolplatte
31 -, an der die im wesentlichen zylindrische Konsole 32 (Rundführung) sitzt.
Auf dieser ist das Querbett 4 mit einem hohlzylindrischen Mittelstück 41 quer verschiebbar.
Auf dem Querbett ist der Frästisch 5 hin und her bewegbar.
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In dem Gegenhalter 9 und im Ständer 2 ist die Frässpindel 8 in' bekannter
Weise gelagert. Der verschiebbare Gegenhalter 9 ist zur Versteifung der Maschine
mit dem Querbett 4 durch eine senkrechte Säule 16 verbunden.
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Das Querbett 4 ruht auf zwei Führungssäulen 17 und 171, die
sich in den auf dem Untergestell i befestigten Hülsen 18 führen und sich mittels
Kugellager I9 auf den röhrenförmigen Muttern 7 und 71 abstützen. Diese können sich
auf den im Untergestell i fest angeordneten Gewindespindeln 6 und
61 verschrauben.
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Die Stützsäule 171 ist wesentlich länger als die Säule 17.
Das Querbett 4 wird somit durch die Säule 171 an einer höher liegenden Stelle
gestützt als durch die Säule 17.
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An dem oberen Ende der röhrenförmigen Muttern ist je ein Schneckenrad
2o, befestigt. Diese beiden Schneckenräder können mittels einer gemeinsamen durchgehenden
Schneckenwelle 2I von Hand oder maschinell gedreht werden, um das Querbett 4 samt
der Rundführung (Konsol) 31, 32 zu heben oder zu senken. Die oberen Enden der Hohlsäulen
17,171, in denen sich die Schneckenräder 2o befinden, werden von Armen 22
umfaßt, die an dem Konsol 32 befestigt sind und durch den zylindrischen Hohlkörper
41 des Querbettes hindurchgreifen.
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Die Abstützung des Querbettes 4 auf den Stützsäulen 17, 171
erfolgt durch Zwischenplatten, und zwar ist auf der Säule 17 eine Tragplatte
:23 angebracht, auf der eine am Querbett befestigte Platte 231 ruht. Die
Tragfläche dieser beiden Platten liegt parallel zur Tischebene. Auf der Stützsäule
171 ist eine Platte 24 befestigt, auf der eine am Querbett verschiebbar angebrachte
Platte 241 ruht. Die Tragfläche. dieser beiden Platten liegt zu dem weiter unten
angegebenen Zweck schräg zur c
Tischebene, und zwar derart, daß die Neigung
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dieser Tragflächen größer ist als die Neigung des Tisches. Durch Verschieben
der keilförmigen Platte 241 nach innen können etwaige Differenzen in der Einstellung
ausgeglichen werden.
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Durch die Verwendung der Rundführung kann der durch den Fräser erzeugte
Horizontaldruck keine Verkantung an der senkrechten Prismenführung hervorrufen,
weil der Rundteil der Konsole diese Drücke gleichmäßig an den Ständer abgibt.
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Die beschriebene Anordnung ermöglicht, die Konsole auf den Stützsäulen
zu verstellen, und zwar mit Hilfe von Muttern 25 der Stützsäule 17 oder Muttern
26 der Stützsäule 171.