DE7124568U - Schutzvorrichtung fuer granaten - Google Patents
Schutzvorrichtung fuer granatenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzvorrichtung für Granaten.
Entsprechend den Sicherheitsvorschriften werden Granatenkörper
mit ihrer Sprengladung üblicherweise getrennt von ihren Zündern aufbewahrt und die Zünder werden nicht in
die Granatenkörper eingesetzt, bevor sie abgefeuert werden sollen.
Bei Granaten mit Kopfzündern werden die Zünder entfernt und
durch einen abdichtenden Körper ersetzt, der die Sprengladung gegen Feuchtigkeit schützt. In bezug auf Granaten
mit mittlerer Größe ist es anzustreben, daß der Abdichtkörper einen Traggriff zur Erleichterung der Handhabung
der Granate aufweist.
3s ist Jedoch außerdem anzustreben, daß Explosionen aufgrund
eines Feuerunfalls in einem Munitionslagerraus ver-
hindert werden. Es besteht nur eine geringe Explosionsgefahr, wenn die Granatenkörper offen sind, so daß die Explosivstoffe
der Ladung schmelzen und aus dem Granatenkörper austreten können und außerhalb dieses Körpers verbrennen
können. Bei Verwendung von Trotyl oder einem ähnlichen Explosivstoff, der sieh bei Erwärmung stark ausdehnt,
wird der Explosivstoff bei einer Erwärmung aus dem Granatenkörper herausgepreßt. Die Schwierigkeit besteht
darin, die Sprengladung gegen Feuchtigkeit zu schützen und gleichzeitig ein Explodieren aufgrund eines Feuers im
Munitionslagerraum zu verhindern, ohne daß der Traghandgriff
ein Hindernis darstellt.
Eine bekannte Lösung dieses Problems ist in dem schwedischen Patent l8l O65 angegeben, gemäß dem ein Abdichtkörper
mit einem Traghandgriff in ein. Gewinde des Granatenkörpers
eingeschraubt ist, das zur Befestigung des Kopfzünders bestimmt ist. Der Abdiehtkörper weist eine
Vorrichtung mit einem auf Wärme ansprechenden Zündsatz und einen Sprengsatz zur Zerstörung des Abdichtkörpers auf.
Durch diese Lösung wird eine ausreichend große Öffnung für den Austritt des Explosivstoffes erzielt. Eine Schutzwand
hinter der Sprengkapsel verhindert die Zündung der Sprengladung der Granate.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine andere und einfachere Lösung dieses Problems zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß ausgehend von einer Schutzvorrichtung für eine Granate, deren Körper eine sich.
bei Erwärmung ausdehnende Sprengladung enthält wad. eine Gewinde für einfcn Kopfzünder aufweist, in das ein Abdlentkörper
anstelle des Zünders eingeschraubt wird., wobei der Abdichtkörper einen Traghandgriff aufweist, dadurch gelöst,
daß der Abdichtkörper die Form eines vergleichweise dünnwandigen Rohres aufweist, an dessen vorderen Rand oder an
dessen Außenseite der Handgriff angebracht ist, und daß das Rohr seinerseits ein Abdicbtelement aufweist, das so ausgebildet
und so in die Wand des Rohres eingesetzt ist, daß es aus dem Rohr herausgepreßt oder im wesentlichen zerstört
wird, wenn ein Überdruck in der Granate aufgrund der Ausdehnung der Sprengladung auftritt. Dabei ist es vorteilhaft,
wenn das Abdichtelement des Rohres aus einer Platte besteht,
die mit dem vorderen oder hinteren Rand des Rohres oder mit einem Bund im Inneren des Rohres mit Hilfe eines Lötrandes
oder eines Randes aus wärmehärtendem Plastikmaterial abdichtend verbunden ist.
Weiterhin kann das Abdichtelement des Rohres in vorteilhafter
Weise aus einem Gehäuse mit einem Boden und einer Mantelwand bestehfcn, das außerdem einen sich radial erstreckenden
Flansch aufweist, mit Hilfe dessen ein Dichtring gegen den Rand des Rohres oder gegen eine Stützoberfläche im
Inneren des Rohres gedrückt wird, wobei die Mantelwand in das Rohr einsetzbar ist und ein Federelement aufweist, um es
in eingesetztem Zustand festzuhalten, wobei das Innere des Rohres einen Hohlraum zum Eingriff mit dem Federelement aufweist.
Die erfindungsgemäße Lösung des Problems beruht auf der Tatsache,
daß sich bestimmte Explosivstoffe, wie z.B. Trotyl stark ausdehnen * wenn sie bis zum Schmelzen erwärmt werden.
Ihre Ausdehnung bewirkt einen Überdruck in der abgedichteten Granate, ,der hoch genug ist, um dazu ausgenutzt zu werden,
eine öffnung des Abdiehtkörpers zu bewirken. Die
Forderung, daS sich eine öffnung ergibt, die groß genug ist,
mn «den Austritt des Explosivstoff es zu ermöglichen;, wird
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erfindungsgemäß durch die Tatsache erfüllt, daß der Abdichtkörper die Form eines verhältnismäßig dünnwandigen Rohres
aufweist, an dessen vorderem Rand oder an dessen Außenseite ein Traghandgriff befestigt ist, und daß das Rohr ein Abdichtelement
aufweist, das derart ausgebildet ist* und so an der Rohrwand befestigt ist, daß es aus dem Rohr herausgepreßt
oder im wesentlichen zerstört wird, wenn sich ein überdruck in der Granate als Ergebnis einer Ausdehnung des
Explosivstoffes ergibt.
Die Form des Abdichtelementes kann auf vielfältige Weise verändert werden. Vorzugsweise besteht es aus einem dünnwandigen
Körper, der gegen den vorderen oder hinteren Rand oder gegen einen Bund im Inneren des Rohres anliegt und mit
1 diesem abgedichtet ist. Die einfachste Möglichkeit besteht
I darin, dem Abdichtelement die Form einer Platte zu geben.
I In dem alternativen Ausführungsbeispiel hat es die Form
I eines Gehäuses mit einer Boden- und winer Mantelwand, das
I einen sich radial erstreckenden Flansch aufweist, mit dessen
I Hilfe ein Dichtungsring gegen eine Stutζoberfläche des Roh-
I res gepreßt wird, wobei der Durchmesser der Mantelwand in
I bezug auf den Durchmesser des Rohres so ausgebildet ist,
1 daß sie in das Rohr eingepaßt werden kann. Bei diesem zu-
I letzt erwähnten Ausführungsbeispiel weist die Mantelwand
I ein federndes Element auf, um es im eingesetzten Zustand im
f Inneren des Rohres festzuhalten, wobei das Röhr einen Hohl-
I raum aufweist, der mit dem federnden Element in Singriff
V steht. Das Abdichtelement kann an der Wand des Ronres mit
I Hilfe verschiedener Mittel, wie z.B. mit Hilfe eines wänne-
f härtenden Plastikmaterials befestigt werden, das nicht durch
|4 die Zersetzungsprodukte des Explosivstoffes beeinflußt
ι wird. Wenn das Abdient element aus einem Metallköpper besteht,
g ist; eine LStung vorzuziehen.
712 4588 -tu.?!
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der Zeichnung f
dargestellten Ausführungsbeispielen noch näher erläutert.
In 'ier Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt des vorderen Endes eines Granatenkörpers mit einem ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Schutzvorrichtung;
Fig. 2 einen Querschnitt eines alternativen erfindungs- |
gemäßen Ausführungsbeispiels.
Der in Fig. 1 gezeigte Granatenkörper 6 enthält eine Sprengladung 8 aus Trotyl, die eine Ausnehmung 7 für einen Kopfzünder
und eine getrennte Ausnehmung für eine Sprengkapsel aufweist, oder die eine Ausnehmung für eine mit dem Zünder
kombinierte Sprengkapsel aufweist. Das vordere Ende des Granatenkörpers weist ein Gewinde 5 zur Befestigung des Kopfzünders
auf. Anstelle des Zündess enthält das vordere Ende des Granatenkörpers einen Abdichtkörper, der in das Gewinde
eingeschraubt ist, wobei der Abdichtkörper aus einem verhältnismäßig dünnwandigen Rohr 4 und einem Traghandgriff 1 besteht.
Das vordere Ende des Rohres bildet eine Halteoberfläche für eine Platte 2 aus Stahl oder Aluminium, die mit
dem Rohr an ihrem Umfang durch einen Lötsaum verbunden ist.
Der in Fig. 2 gezeigte Abdichtkörper unterscheidet sich von dem in Fig. 1 dargestellten lediglich im Hinblick auf das
Abdichtelement, das in das Rohr eingesetzt ist, wobei dieses
Abdichtelement aus einem Gehäuse mit einer Bodenwand 9 und
einer Mantelwand 15 besteht, das weiterhin einen Flansch 10
aufweist, der gegen den vorderen Rand des Rohres 4 anliegt
und einen Dichtungsring 11 gegen diesen Rand preßt. Die Mantelwand 15 des Abdichteleinentes weist längsgerichtete Sehlitze 13 auf, die ihr eine Federwirkung ge^en und sie weist ferner / eine Rippe 12 auf ihrer Außenseite auf, die mit einer Nut 14 in der Wand des Rohres im Eingriff steht. Die Erfindung kann innerhalb des erfindungsgemäßen Rahmens weitgehend verändert werden. Das Abdichtelement kann beispielsweise aus einem
doppelkonischen Stopfen oder einer Kugel bestehen, die vorzugsweise hohl ist, damit sie kein zu hohes Gewicht hat. Die Innenwand des Rohres 4 kann in diesem Falle konisch sein, wobei das schmale Ende nach rückwärts gerichtet ist. Wenn der
Stopfen oder die Kugel in das Rohr von dem vorderen Ende aus eingepreßt wurde, kann ein Lot- oder Plastiksaum entlang der BerUhrungsoberflächen aufgebracht werden. In diesem Fall kann ein Dichtungsring gespart werden.
und einen Dichtungsring 11 gegen diesen Rand preßt. Die Mantelwand 15 des Abdichteleinentes weist längsgerichtete Sehlitze 13 auf, die ihr eine Federwirkung ge^en und sie weist ferner / eine Rippe 12 auf ihrer Außenseite auf, die mit einer Nut 14 in der Wand des Rohres im Eingriff steht. Die Erfindung kann innerhalb des erfindungsgemäßen Rahmens weitgehend verändert werden. Das Abdichtelement kann beispielsweise aus einem
doppelkonischen Stopfen oder einer Kugel bestehen, die vorzugsweise hohl ist, damit sie kein zu hohes Gewicht hat. Die Innenwand des Rohres 4 kann in diesem Falle konisch sein, wobei das schmale Ende nach rückwärts gerichtet ist. Wenn der
Stopfen oder die Kugel in das Rohr von dem vorderen Ende aus eingepreßt wurde, kann ein Lot- oder Plastiksaum entlang der BerUhrungsoberflächen aufgebracht werden. In diesem Fall kann ein Dichtungsring gespart werden.
Claims (2)
1. Schutzvorrichtung für eine Granate, deren Körper eine sich bei Erwärmung ausdehende Sprengladung enthält
und der ein Gevinde für einen Kopfzünder aufweist, in das ein Abdichtkörper anstelle des Zünders eingeschraubt ist, wobei
dieser Abäichtkörper einen Traghandgriff aufweist, dadurch
gekennzeichnet , daß der Abdichtkörper die Form eines verhältnismäßig dünnwandigen Rohres (4) aufweist,
an dessen vorderem Rand oder an dessen Außeneeite der
Handgriff angebracht ist, und daß das Rohr seinerseits ein Abdichtelement (2, 9, 15) aufweist, das derart ausgebildet
ist und so in die Wand des Rohres eingesetzt ist, daß es aus dem Rohr herausgepreßt oder im wesentlichen zerstört wird,
wenn ein Überdruck aufgrund der Ausdehnung der Sprengladung in der Granate auftritt.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Abdichtelement des Rohres
(4) aus einer Platte (2) besteht, die mit dem vorderen oder hinteren Rand des Rohres oder einem Bund im Inneren des Rohres
durch einen Lötsaum oder einen Saum aus wärmehärtendem Piastikmaterial dichtend verbunden ist.
3· Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Abdichtelement des Rohres
aus einem Gehäuse mit einer Bodenwand (9) und einer Mantelwand (15) besteht und außerdem einen sich radial erstreckenden
Flansch (10) aufweist, mit Hilfe dessen ein Dichtungsring gegen einen Rand des Rohres oder gegen eine Halteoberfläche
ira Inneren des Rohres gepreßt Ist, wobei die Mantelwand (153
in das Rohr einsetzbar ist und ein federndes Element (12) aufweist, um sie im eingesetzten Zustand festzuhalten, wobei
das Innere des Rohres einen Hohlraum (l4) für den Eingriff
mit dea federnden Element aufweist.
7124588-4.11.71
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19717124568 DE7124568U (de) | 1971-06-25 | 1971-06-25 | Schutzvorrichtung fuer granaten |
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| DE7124568U true DE7124568U (de) | 1971-11-04 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19717124568 Expired DE7124568U (de) | 1971-06-25 | 1971-06-25 | Schutzvorrichtung fuer granaten |
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1971
- 1971-06-25 DE DE19717124568 patent/DE7124568U/de not_active Expired
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