DE7116785U - Vorrichtung zur Trockenfiitterung von Bienen - Google Patents
Vorrichtung zur Trockenfiitterung von BienenInfo
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Vorrichtung
zur
Trockenfütterung von Bienen
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Trockenfütterung von Bienen.
Im späten Winter und beginnenden Frühjahr ist es erforderlich,
bei Bienen eine sogenannte Reizfütterung durch-
zuführen. Bisher ist es üblich, das Futter in eine sogenannte
Futtertasche einzugeben und dieselbe zwischen die Wabenrahmen einzuhängen. Dieses Vorgehen hat verschiedene
Nachteile. Zunächst muß bei meist verhältnismäßig kalter Witterung der Deckel des Bienenstocks geöffnet
werden, was durch den plötzlichen Licht- und Kälteeinfall bereits eine beträchtliche Störung im Bienenvolk
verursacht. Sodann muß der Imker beobachten, an welcher Stelle des Bienenstocks das Volk sich gerade
befindet. Dann muß er nahe dieses Aufenthaltsortes des Bienenvolkes einen Wabenrahmen aus dem Stock herausnehmen,
um in den freigewordenen Zwischenraum die Futtertasche einhängen zu können. Nach diesem verhältnismäßig
langwierigen Vorgang, welcher meist das Bienenvolk erheblich stört und dadurch die Gefahr von Bienenstichen
hervorruft, kann endlich der Stock wieder geschlossen werden. Man ist dabei verhältnismäßig stark
von der jeweiligen Witterung abhängig, da man nicht bei jedem Wetter den Stock öffnen kann. Der minimale Zeitaufwand
für das Einbringen der Futtertasche beträgt etwa 180 Sekunden, falls keine unvorhergesehenen Vorkommnissen
eintreten.
Der Zeitraum, in dem das Bienenvolk die Futtertasche leer fruit, hängt von vielerlei Faktoren, insbesondere
von Witterung und Temperatur, ab und ist daher nicht im voraus abzuschätzen. Man ist daher bei dem geschilderten
Vorgehen gezwungen, nach einem Zeitraum von mittlerer Dauer wieder den Stock zu öffnen und nachzusehen,
ob die Bienen das Futter aufgefressen haben. Wenn dies noch nicht der Fall ist, muß der Stock wieder geschlossen
und nach einiger Zeit abermals nachgesehen werden. Dadurch ergibt sich ein bis zweimal eine weitere starke
Störung Ο.*?-? Ri STienvolkes = Wartet man zu lange, so kann
es sein, daß das Bienenvolk das Futter längst aufgefressen hat, bis man wieder nachsieht.
Wenn man die Trockenreizfütterung ohne Futtertasche durchführt, was beispielsweise durch Eindrücken des Futterbreis
in das Spundloch oder durch Auflegen auf die Bienenwaben in mengenmäßig allerdings sehr begrenztem Um-
r} fang erfolgen kann, so ergeben sich außer den oben erwähnten
Nachteilen noch die weiteren Nachteile, da*, viele
Bienen zu Tode gedrückt werden und die unvermeidliche Kleckerei oftmals zur Räuberei führen kann.
Alle diese Nachteile werden neuerungsgemäß vermieden
durch ein wenigstens teilweise durchsichtiges Gehäuse
mit abnehmbarem Deckel und einer ...linnrxg im Boden, welche
von einem vom Boden nach oben ragenden Rohrstutzen umgeben ist. .
Dieses Gehäuse kann mit seiner Bodenöffnung auf eine entsprechende öffnung im Deckel des Bienenstocks auf-'_'
gesetzt werden. Solange das Füttergehäuse nicht aufgesetzt wird, wird die öffnung im Deckel des Bienenstocks
einfach mit einer Folie verschlossen, welche von oben mit einem Brett oder irgendeinem anderen Gegenstand beschwert
wird.
Wenn dann die Reizfütterung durchgeführt werden soll, wird das neuerungsgemäße Gehäuse mit seiner Bodenöffnung
über die öffnung im Deckel des Bienenstocks gesetzt und die Folie zwischen dem Deckel des Bienenstocks
und dem Gehäuse herausgezogen. Dadurch wird ein ungehinderter Durchgang vom Bienenstock zum Inneren des Gehäuses
-H-
-H-
geschaffen, wobei für die Bienen auch nicht vorübergehend ein Auslaß ins Freie vorhanden ist.
Bevor man das Gehäuse auf den Bienenstock aufsetzt, wird der den Rohrstutzen umgebende Innenraum des Gehäuses
mit dem Futterbrei gefüllt. Dieses Füllen kann äußerst einfach und ohne jede Kleckerei bei abgenommenem Deckel
vorgenommen werden. Man kann sodann durch den durchsich- ^ tigen Teil des Getu-. ses ohne weiteres beobachten, wann
die Bienen das Futter aufgefressen haben. Wenn dies der Fall ist, wartet man, bis sich keine Biene mehr im Inneren
des Gehäuses befindet, und schiebt dann bei leicht angehobenem Gehäuse schnell eine Folie zwischen dieses
und den Deckel des Bienenstocks, so daß das Loch in diesem wieder abgedeckt ist. Nach dem Füllen des Gehäuses
wird dieses wieder in der oben beschriebenen Weise aufgesetzt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Neuerung ist
die öffnung im Boden des Gehäuses kreisförmig und der Rohrstutzen kreiszylindrisch oder kegelstumpfförmig aus-'
gebildet,während das Gehäuse vorzugsweise aus einem im
Grundriß rechteckigen Kasten besteht. Diese Form hat sich für die Handhabung als besonders zweckmäßig herausgestellt.
Es sind aber auch andere Formen von öffnung, Rohrstutzen un<
Gehäuse nifelich.
Vorteilhafterweise besteht die ganze Vorrichtung gemäß der Neuerung aus Kunststoff. Es kann beispielsweise für
die ganze Vorrichtung durchsichtiges, hartes Polyvinylchlorid verwendet werden. Wenn man die Lichteinwirkung
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auf das gefütterte Bienenvolk für zu groß hält, kann man das gesamte Gehäuse einfach mit einem Sack oder mit einem
Tuch abdecken. Für die meisten Fälle genügt es aber, wenn man den Deckel aus undurchsichtigem und das Gehäuse
aus durchsichtigem Material, vorzugsweise Kunststoff, herstellt. Danr. ist ein Lichteinfall nur von der
Seite her möglich, wobei men außerdem die Vorrichtung noch gegen Licht abschirmen kann. Beim Aufdecken wird
aber dann in jedem Fall der Lichteinfall von oben abgefangen .
In vorteilhafter Weiterbildung der Neuerung fällt die Innenfläche des Deckels vom Mittelpunkt oder von einer
durch den Mittelpunkt gehenden Linie aus nach außen zum Rand hin ab. Dadurch kann Kondenswasser, welches sich
infolge der geringeren Temperatur innerhalb des Gehäuses bezüglich der Temperatur im Inneren des Bienenstocks
an der Innenfläche des Deckels niederschlägt, nicht in den Bienenstock zurücktropfen, sondern läuft seitlich
in das Gehäuse ab.
Damit das Gehäuse auf dem Deckel des Bienenstocks möglicht sicher und unverrückbar stehen bleibt, können gemäß einem weiteren Vorschlag der Neuerung an der Außenseite des Bodens flache Streifen mit hoher Haftreibung
bezüglich einer Unterlage angebracht sein. Diese Streifen können beispielsweise von außen auf den Boden geklebt sein und aus Schaumgummi.; oder dergleichen bestehen.
Die Vorteile der neuerungsgemäßen Vorrichtung bezüglich
-θάβε bisher üblichen Vorgehens sind beträchtlich. Erstens
entsteht im Inneren des Bienenstocks während des Fütterungsvorganges keine Wärmeverlust und keine Unruh«
im Bienenvolk. Der Imker kann von den beunruhigten Bienen nicht gestochen werden. Es besteht für die Fütterung
praktisch vollständige Wetterunabhängigkeit. Der Zeitaufwand für den Fütterungsvorgang beträgt gegenübe]
den oben erwähnten ISO Sekunden bei der bisher üblich si
Fütterung nur etwa 5 Sekunden. Neben dieser Arbeitserleichterung ergibt sich infolge der ungestörten Fütterung
und des genau rechtzeitigen Nachfüllens des l· tterungsgehäuses
ein wesentlich höherer Honigertrag, welcher im Verhältnis zur bisher übl·» aen Fütterung bis zi
30 % betragen kann.
Darüberhinaus kann die Vorrichtung gemäß der Neuerung nicht nur zur Fütterung der Bienen, sondern auch für
einige andere Imkereizwecke verwendet werden. So kann beispielsweise die Feuchtigkeit im Inneren des Bienenstocks
dadurch verringert werden, daß das Gehäuse wie beim Füttern auf die Öffnung im Deckel des Bienenstock
aufgesetzt wird, wobei vorher in das Gehäuse ein wasseranziehendes Mittel eingebracht worden ist. Es kann
grundsätzlich jedes beliebige wasseranziehende Mittel verwendet werden, soweit es für die Bienen nicht schäd
lieh ist.
Weiter kann die neuerungsgemäße Vorrichtung zum Zusetz von Königinnen verwendet werden. Dazu wird die Königin
in ein Kästchen eingebracht, welches wenigstens auf einer Seite aus einem Gitter besteht, durch das die
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Bienen die im Inneren des Kastens befindliche Königin
füttern können. Dieses Kästchen wird in das Gehäuse eingebracht und sodann wird das Gehäuse wie beim Füttern
auf die Öffnung im Deckel des Bienenstocks aufgesetzt. Man kann nach kurzer Zeit beobachten, ob das
Bienenvolk die im Kästchen befindliche Königin annimmt oder nicht. In ersterem Fall wur-uen die Bienen die Königin
durch das Gitter des Kästchens füttern, iia let teren Fall nicht. Je nachdem kann man nun das Kästen*.,
nach einiger Zeit öffnen und die Königin freilassen oder aber eine andere Königin in dem Kästchen zusetzen.
Anhand der Figuren wird eine Ausführungsform der Neuerung näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 eine Aufsicht auf die neuerungsgemäße Vorrichtung und
Figur 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Figur
Bei der dargestellten Ausführungsform weist das Gehäuse 10 einen rechteckigen Grundriß auf. Die Seitenwände des
Gehäuses 10 erweitern sich etwas nach oben. Auf dem senkrecht nach oben stehenden, oberen Rand 12 des Gehäuses
10 sitzt ein senkrecht nach unten stehender Rand IU eines Deckels 16. Die Längsmittellinie 18 des Deckels
16 ist bezüglich des Randes 14 überhöht, so daß sich an
der Innenfläche des Deckels 16 ansammelndes Kondenswasser zum Rand hin abfließen kann und nicht nach unten tropft.
Im Boden 20 des Gehäuses 10 ist eine kreisförmige Öffnung
-S-
vorgesehen, welche von sinem vom Boden 20 nach oben ragenden,
nach oben leicht kegelstumpfförrnig verjüngten
Rohrstutzen 24 umgeben ist. Der zwischen dem Rohrstutzen 24, dem Boden 20 und den Seitenwänden des Gehäuses 10 gelegene Raum kann bis zum oberen Rand 26 des RohrStutzens 24 mit Futterbrei gefüllt werden. Vorteilhafterweise wird auf die Oberfläche des Futterbreie eine Abdeckung gelegt, welche beispielsweise aus Schaumstoff oder dergleichen he**' . kann. Dadurch wire* vermiedener daß der Futterbrei d ,.- >eine der Bienen verklebt,
Rohrstutzen 24 umgeben ist. Der zwischen dem Rohrstutzen 24, dem Boden 20 und den Seitenwänden des Gehäuses 10 gelegene Raum kann bis zum oberen Rand 26 des RohrStutzens 24 mit Futterbrei gefüllt werden. Vorteilhafterweise wird auf die Oberfläche des Futterbreie eine Abdeckung gelegt, welche beispielsweise aus Schaumstoff oder dergleichen he**' . kann. Dadurch wire* vermiedener daß der Futterbrei d ,.- >eine der Bienen verklebt,
Auf die Außenseite des Bodens 20 ist ein ringsumlaufender, flacher Streifen 28 geklebt, welcher beispielsweise
aus Schaumgummi oder dergleichen besteht. Dadurch wird
die Haftreibung des Gehäuses 10 auf einer Unterlage wesentlich erhöht.
die Haftreibung des Gehäuses 10 auf einer Unterlage wesentlich erhöht.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Füttern von Bi ^.jn, gekennzeichnet
durch ein wenigstens teilweise durchsichtiges Gehäur (10) mit abnehmbarem Deckel (16) und einer öffnung (.
im Boden (2O)1 welche von einem vom Boden nach oben ragenden
Rohrstutzen (21O umgeben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
. daß die öffnung (22) kreisförmig und der Rohrstutzen
(2Hi krexszylindrisch oder kegelstumpfförmig ausgebildet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (10) au« einem im Grundriß
rechteckigen Kasten besteht.
U. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurcn gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) und der Deckel (16) aus Kunststoff bestehen.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (16) aus undurchsichtigem
und das Gehäuse (10) aus durchsichtigem Material bestehen.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Deckels (16)
- 10 -
• t
- ίο -
vom Mittelpunkt oder von einer durch den Mittelpunkt
gehenden Linie (18) aus nach außen zum Rand (It) hin abfällt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Bodens
(20) flache Streifen (28) mit hoher Haftreibung bezüglich einer unter." \ angebracht sind.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7116785U true DE7116785U (de) | 1971-08-05 |
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ID=1267483
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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|---|---|
| DE (1) | DE7116785U (de) |
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- DE DE7116785U patent/DE7116785U/de not_active Expired
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