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DE7116785U - Vorrichtung zur Trockenfiitterung von Bienen - Google Patents

Vorrichtung zur Trockenfiitterung von Bienen

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Publication number
DE7116785U
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DE
Germany
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housing
cover
bees
beehive
feeding
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Expired
Application number
DE7116785U
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English (en)
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DIpL-In9. HANS WESTPHÄL*
* 7730 VIUINQEN/Sdiwaizwald
Dr.rar. not. OTTO BÜCHNER 8000 MÜNCHEN 60 (Paste«)
PATENTANWÄLTE Floßmannitraße 30a
Telefon: 0811 -832446
Unser Zeichen: 815.1
Josef Obermeier 8395 Hauzenberg über Fassau
Vorrichtung zur Trockenfütterung von Bienen
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur Trockenfütterung von Bienen.
Im späten Winter und beginnenden Frühjahr ist es erforderlich, bei Bienen eine sogenannte Reizfütterung durch-
D»p...ine. KLAUS WESTPHAL ΪΑ^ί«
zuführen. Bisher ist es üblich, das Futter in eine sogenannte Futtertasche einzugeben und dieselbe zwischen die Wabenrahmen einzuhängen. Dieses Vorgehen hat verschiedene Nachteile. Zunächst muß bei meist verhältnismäßig kalter Witterung der Deckel des Bienenstocks geöffnet werden, was durch den plötzlichen Licht- und Kälteeinfall bereits eine beträchtliche Störung im Bienenvolk verursacht. Sodann muß der Imker beobachten, an welcher Stelle des Bienenstocks das Volk sich gerade befindet. Dann muß er nahe dieses Aufenthaltsortes des Bienenvolkes einen Wabenrahmen aus dem Stock herausnehmen, um in den freigewordenen Zwischenraum die Futtertasche einhängen zu können. Nach diesem verhältnismäßig langwierigen Vorgang, welcher meist das Bienenvolk erheblich stört und dadurch die Gefahr von Bienenstichen hervorruft, kann endlich der Stock wieder geschlossen werden. Man ist dabei verhältnismäßig stark von der jeweiligen Witterung abhängig, da man nicht bei jedem Wetter den Stock öffnen kann. Der minimale Zeitaufwand für das Einbringen der Futtertasche beträgt etwa 180 Sekunden, falls keine unvorhergesehenen Vorkommnissen eintreten.
Der Zeitraum, in dem das Bienenvolk die Futtertasche leer fruit, hängt von vielerlei Faktoren, insbesondere von Witterung und Temperatur, ab und ist daher nicht im voraus abzuschätzen. Man ist daher bei dem geschilderten Vorgehen gezwungen, nach einem Zeitraum von mittlerer Dauer wieder den Stock zu öffnen und nachzusehen, ob die Bienen das Futter aufgefressen haben. Wenn dies noch nicht der Fall ist, muß der Stock wieder geschlossen
und nach einiger Zeit abermals nachgesehen werden. Dadurch ergibt sich ein bis zweimal eine weitere starke Störung Ο.*?-? Ri STienvolkes = Wartet man zu lange, so kann es sein, daß das Bienenvolk das Futter längst aufgefressen hat, bis man wieder nachsieht.
Wenn man die Trockenreizfütterung ohne Futtertasche durchführt, was beispielsweise durch Eindrücken des Futterbreis in das Spundloch oder durch Auflegen auf die Bienenwaben in mengenmäßig allerdings sehr begrenztem Um-
r} fang erfolgen kann, so ergeben sich außer den oben erwähnten Nachteilen noch die weiteren Nachteile, da*, viele Bienen zu Tode gedrückt werden und die unvermeidliche Kleckerei oftmals zur Räuberei führen kann.
Alle diese Nachteile werden neuerungsgemäß vermieden durch ein wenigstens teilweise durchsichtiges Gehäuse mit abnehmbarem Deckel und einer ...linnrxg im Boden, welche von einem vom Boden nach oben ragenden Rohrstutzen umgeben ist. .
Dieses Gehäuse kann mit seiner Bodenöffnung auf eine entsprechende öffnung im Deckel des Bienenstocks auf-'_' gesetzt werden. Solange das Füttergehäuse nicht aufgesetzt wird, wird die öffnung im Deckel des Bienenstocks einfach mit einer Folie verschlossen, welche von oben mit einem Brett oder irgendeinem anderen Gegenstand beschwert wird.
Wenn dann die Reizfütterung durchgeführt werden soll, wird das neuerungsgemäße Gehäuse mit seiner Bodenöffnung über die öffnung im Deckel des Bienenstocks gesetzt und die Folie zwischen dem Deckel des Bienenstocks und dem Gehäuse herausgezogen. Dadurch wird ein ungehinderter Durchgang vom Bienenstock zum Inneren des Gehäuses
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geschaffen, wobei für die Bienen auch nicht vorübergehend ein Auslaß ins Freie vorhanden ist.
Bevor man das Gehäuse auf den Bienenstock aufsetzt, wird der den Rohrstutzen umgebende Innenraum des Gehäuses mit dem Futterbrei gefüllt. Dieses Füllen kann äußerst einfach und ohne jede Kleckerei bei abgenommenem Deckel vorgenommen werden. Man kann sodann durch den durchsich- ^ tigen Teil des Getu-. ses ohne weiteres beobachten, wann
die Bienen das Futter aufgefressen haben. Wenn dies der Fall ist, wartet man, bis sich keine Biene mehr im Inneren des Gehäuses befindet, und schiebt dann bei leicht angehobenem Gehäuse schnell eine Folie zwischen dieses und den Deckel des Bienenstocks, so daß das Loch in diesem wieder abgedeckt ist. Nach dem Füllen des Gehäuses wird dieses wieder in der oben beschriebenen Weise aufgesetzt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Neuerung ist die öffnung im Boden des Gehäuses kreisförmig und der Rohrstutzen kreiszylindrisch oder kegelstumpfförmig aus-' gebildet,während das Gehäuse vorzugsweise aus einem im
Grundriß rechteckigen Kasten besteht. Diese Form hat sich für die Handhabung als besonders zweckmäßig herausgestellt. Es sind aber auch andere Formen von öffnung, Rohrstutzen un< Gehäuse nifelich.
Vorteilhafterweise besteht die ganze Vorrichtung gemäß der Neuerung aus Kunststoff. Es kann beispielsweise für die ganze Vorrichtung durchsichtiges, hartes Polyvinylchlorid verwendet werden. Wenn man die Lichteinwirkung
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auf das gefütterte Bienenvolk für zu groß hält, kann man das gesamte Gehäuse einfach mit einem Sack oder mit einem Tuch abdecken. Für die meisten Fälle genügt es aber, wenn man den Deckel aus undurchsichtigem und das Gehäuse aus durchsichtigem Material, vorzugsweise Kunststoff, herstellt. Danr. ist ein Lichteinfall nur von der Seite her möglich, wobei men außerdem die Vorrichtung noch gegen Licht abschirmen kann. Beim Aufdecken wird aber dann in jedem Fall der Lichteinfall von oben abgefangen .
In vorteilhafter Weiterbildung der Neuerung fällt die Innenfläche des Deckels vom Mittelpunkt oder von einer durch den Mittelpunkt gehenden Linie aus nach außen zum Rand hin ab. Dadurch kann Kondenswasser, welches sich infolge der geringeren Temperatur innerhalb des Gehäuses bezüglich der Temperatur im Inneren des Bienenstocks an der Innenfläche des Deckels niederschlägt, nicht in den Bienenstock zurücktropfen, sondern läuft seitlich in das Gehäuse ab.
Damit das Gehäuse auf dem Deckel des Bienenstocks möglicht sicher und unverrückbar stehen bleibt, können gemäß einem weiteren Vorschlag der Neuerung an der Außenseite des Bodens flache Streifen mit hoher Haftreibung bezüglich einer Unterlage angebracht sein. Diese Streifen können beispielsweise von außen auf den Boden geklebt sein und aus Schaumgummi.; oder dergleichen bestehen.
Die Vorteile der neuerungsgemäßen Vorrichtung bezüglich
-θάβε bisher üblichen Vorgehens sind beträchtlich. Erstens entsteht im Inneren des Bienenstocks während des Fütterungsvorganges keine Wärmeverlust und keine Unruh« im Bienenvolk. Der Imker kann von den beunruhigten Bienen nicht gestochen werden. Es besteht für die Fütterung praktisch vollständige Wetterunabhängigkeit. Der Zeitaufwand für den Fütterungsvorgang beträgt gegenübe] den oben erwähnten ISO Sekunden bei der bisher üblich si Fütterung nur etwa 5 Sekunden. Neben dieser Arbeitserleichterung ergibt sich infolge der ungestörten Fütterung und des genau rechtzeitigen Nachfüllens des l· tterungsgehäuses ein wesentlich höherer Honigertrag, welcher im Verhältnis zur bisher übl·» aen Fütterung bis zi 30 % betragen kann.
Darüberhinaus kann die Vorrichtung gemäß der Neuerung nicht nur zur Fütterung der Bienen, sondern auch für einige andere Imkereizwecke verwendet werden. So kann beispielsweise die Feuchtigkeit im Inneren des Bienenstocks dadurch verringert werden, daß das Gehäuse wie beim Füttern auf die Öffnung im Deckel des Bienenstock aufgesetzt wird, wobei vorher in das Gehäuse ein wasseranziehendes Mittel eingebracht worden ist. Es kann grundsätzlich jedes beliebige wasseranziehende Mittel verwendet werden, soweit es für die Bienen nicht schäd lieh ist.
Weiter kann die neuerungsgemäße Vorrichtung zum Zusetz von Königinnen verwendet werden. Dazu wird die Königin in ein Kästchen eingebracht, welches wenigstens auf einer Seite aus einem Gitter besteht, durch das die
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Bienen die im Inneren des Kastens befindliche Königin füttern können. Dieses Kästchen wird in das Gehäuse eingebracht und sodann wird das Gehäuse wie beim Füttern auf die Öffnung im Deckel des Bienenstocks aufgesetzt. Man kann nach kurzer Zeit beobachten, ob das Bienenvolk die im Kästchen befindliche Königin annimmt oder nicht. In ersterem Fall wur-uen die Bienen die Königin durch das Gitter des Kästchens füttern, iia let teren Fall nicht. Je nachdem kann man nun das Kästen*., nach einiger Zeit öffnen und die Königin freilassen oder aber eine andere Königin in dem Kästchen zusetzen.
Anhand der Figuren wird eine Ausführungsform der Neuerung näher erläutert. Es zeigt
Figur 1 eine Aufsicht auf die neuerungsgemäße Vorrichtung und
Figur 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Figur
Bei der dargestellten Ausführungsform weist das Gehäuse 10 einen rechteckigen Grundriß auf. Die Seitenwände des Gehäuses 10 erweitern sich etwas nach oben. Auf dem senkrecht nach oben stehenden, oberen Rand 12 des Gehäuses 10 sitzt ein senkrecht nach unten stehender Rand IU eines Deckels 16. Die Längsmittellinie 18 des Deckels 16 ist bezüglich des Randes 14 überhöht, so daß sich an der Innenfläche des Deckels 16 ansammelndes Kondenswasser zum Rand hin abfließen kann und nicht nach unten tropft.
Im Boden 20 des Gehäuses 10 ist eine kreisförmige Öffnung
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vorgesehen, welche von sinem vom Boden 20 nach oben ragenden, nach oben leicht kegelstumpfförrnig verjüngten
Rohrstutzen 24 umgeben ist. Der zwischen dem Rohrstutzen 24, dem Boden 20 und den Seitenwänden des Gehäuses 10 gelegene Raum kann bis zum oberen Rand 26 des RohrStutzens 24 mit Futterbrei gefüllt werden. Vorteilhafterweise wird auf die Oberfläche des Futterbreie eine Abdeckung gelegt, welche beispielsweise aus Schaumstoff oder dergleichen he**' . kann. Dadurch wire* vermiedener daß der Futterbrei d ,.- >eine der Bienen verklebt,
Auf die Außenseite des Bodens 20 ist ein ringsumlaufender, flacher Streifen 28 geklebt, welcher beispielsweise aus Schaumgummi oder dergleichen besteht. Dadurch wird
die Haftreibung des Gehäuses 10 auf einer Unterlage wesentlich erhöht.

Claims (7)

lit ι I * Ι·ι Schutzansprüche
1. Vorrichtung zum Füttern von Bi ^.jn, gekennzeichnet durch ein wenigstens teilweise durchsichtiges Gehäur (10) mit abnehmbarem Deckel (16) und einer öffnung (. im Boden (2O)1 welche von einem vom Boden nach oben ragenden Rohrstutzen (21O umgeben ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
. daß die öffnung (22) kreisförmig und der Rohrstutzen (2Hi krexszylindrisch oder kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) au« einem im Grundriß rechteckigen Kasten besteht.
U. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurcn gekennzeichnet, daß das Gehäuse (10) und der Deckel (16) aus Kunststoff bestehen.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (16) aus undurchsichtigem und das Gehäuse (10) aus durchsichtigem Material bestehen.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche des Deckels (16)
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vom Mittelpunkt oder von einer durch den Mittelpunkt gehenden Linie (18) aus nach außen zum Rand (It) hin abfällt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Bodens (20) flache Streifen (28) mit hoher Haftreibung bezüglich einer unter." \ angebracht sind.
DE7116785U Vorrichtung zur Trockenfiitterung von Bienen Expired DE7116785U (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE7116785U true DE7116785U (de) 1971-08-05

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DE7116785U Expired DE7116785U (de) Vorrichtung zur Trockenfiitterung von Bienen

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DE (1) DE7116785U (de)

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