DE711020C - Streckenblockeinrichtung - Google Patents
StreckenblockeinrichtungInfo
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- DE711020C DE711020C DEV36599D DEV0036599D DE711020C DE 711020 C DE711020 C DE 711020C DE V36599 D DEV36599 D DE V36599D DE V0036599 D DEV0036599 D DE V0036599D DE 711020 C DE711020 C DE 711020C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L23/00—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
- B61L23/08—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
- B61L23/10—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only manually operated, e.g. block arrangements
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Description
- Streckenblockeinrichtung Die Erfindung betrifft eine Streckenblockeinrichtung, welche bei Verwendung von nur einem Leitungsdraht und Erde gegen Fremdströme eine genügende Sicherheit bietet, die beispielsweise durch Leitungsberührungen mit einer an demselben Gestänge sitzenden anderen Blockleitung oder anderen stromführenden Leitungen in das Blockfeld gelangen können. Außerdem wird erreicht, daß auch das Durchblocken und Gegenblocken unmöglich ist.
- Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf den Antrieb des Blockfeldes, sondern auch auf die Schaltung der Blockeinrichtung einer zweigleisigen Strecke. Der wesentlichste Teil der bekannten Einrichtungen ist ein Steigrad, welches durch eine Hemmung gesteuert wird; letztere wieder wird durch den polarisierten Anker eines Elektromagneten in pendelnde Bewegung versetzt, sobald die Wicklung desselben von einem Wechselstrom von etwa 15 Perioden gespeist wird.
- Erfindungsgemäß wird die zum Auslösen des Blockfeldes nötige pendelnde Bewegung der Hemmung durch Verwendung eines Antriebes erreicht, dessen Drehsinn davon abhängt, ob dem Betriebswechselstrom ein Gleichstrom Überlagert ist oder nicht, wobei auch gleichzeitig die Richtung des Gleichstromes eine Rolle spielt. Der Antrieb ist in den Fig. i bis 3 im Prinzip dargestellt. Zwischen, den Polen i und 2 eines Wechselstrommagneten ist ein mit einer kurgeschlossenen Wicklung 3 versehener Drehanker 4, der - aus Eisenblechen zusammengesetzt ist, gelagert, der, falls die Magnetwicklung 6"7 von Wechselstrom durchflossen wird, in der gezeichneten Spulenlage sich linksherum zu drehen sucht. An dem Drehsinn ändert sich auch dann nichts, wenn in den Stromkreis der Wicklung 3 des Drehankers 4 eine Sperrzelle 5 eingeschaltet wird; das Drehmoment wird hierbei um einen bestimmten Wert kleiner.
- Wird dem die 'Magnetspulen 6 und 7 durchfließenden Wechselstrom ein Gleichstrom Überlagert, so lagert sich im Ständereisen dem Wechselfeld ein gleichgerichtetes Magnetfeld über, dessen Richtung in Fig. 2 von oben nach unten verläuft. Eine Änderung des Drehsinnes tritt hierdurch nicht ein.
- Infolge der Wechselwirkung zwischen dem im Drehanker pulsierenden Magnetfeld und dem im Ständer auftretenden Gleichstromfeld entsteht also ein Drehmoment, welches dem bei Verwendung reinen Wechselstromes auftretenden Drehmoment (Fig. i) entweder gleich- (Fig. 2) oder entgegengerichtet (Fig. 3) ist, je nach der Richtung des dem Wechselstrom überlagerten Gleichstroms. Durch geeignete Bemessung des Drehankers und der Wicklung kann man erreichen, daß im letzteren Falle (Fig. 3) der Unterschied beider ebenso groß, aber entgegengesetzt ge- richtet ist wie das Drehmoment bei Venwendung reinen Wechselstromes (Fig. i). Da die Stromrichtung in der Drehankerwicklung von der Lage der Sperrzelle abhängt, so ergibt sich noch die Möglichkeit, bei derselben Stromrichtung in der Ständerwicklung die entgegengesetzten Drehmomente als die in den Fig. -- und 3 dargestellten zu erhalten, wenn man die Sperrzelle umschaltbar macht.
- Der Antrieb ist auf diese Weise polarisiert. Um die Pendelbewegung des Drehankers zu erreichen-, ist der in Fig. 4 dargestellte Stromverlauf nötig. Er entsteht dadurch, daß dem Wechselstrom in bestimmten Zeitabständen ein Gleichstrom Überlagert wird, und zwar zweckmäßig so, daß die Überlagerungszeitein ungefähr gleich sind den Zeitabschnitten -, in denen nur der Wechselstrom fließt, und daß ferner ein, solcher Zeitabschnitt aus mindestens drei Halbwellen besteht. Als Gleichstromquelle kann eine Batterie verwendet werden, die mit Hilfe eines mit dem Induktor gekuppelten Drehschalters zeitweise in den Wechselstromkreis eingeschaltet wird (E). Statt der Batterie ist auch eine Sperrzelle verwendbar, welche durch den Drehschalter kurzgeschlossen wird, wenn dieselbe nicht wirksam, sein soll (F).
- Die Erfindung ist an zwei miteinander arbeitenden Blockfeldern in Fig. 5 und 6 dargestellt. Der Drehschalter ist durch Schalter 8 angedeutet. Zu jedem Blockfeldantrieb gehört ein mit der Druckstange gekuppelter doppelpoliger Umschalter 9, I0 oder 11, 12, mit dessen Hilfe bei gedrückter Taste nur der Strom des zum Blockfeld gehörigen Induktors wirksam gemacht werden kann, während in Ruhestellung des Feldes nur der Stromimpuls des Induktors des anderen ;»-,.f Blockfeldes wirken kann. Die links neben dem Antrieb (Fig. 5) eingezeichneten Pfeile deuten die Richtung des Gleichstromanteiles an, auf welche der Blockfeldantrieb anspricht. Mit dieser Schaltung wird erreicht, daß bei gedrückter Taste in B der Strom des Induktors von A nicht zum Auslösen des Blockfeldes in B führen kann. Fig. 5 zeigt die Schaltung in Ruhestellung, Fig.6 zeigt den Zustand, der durch Drücken der Taste B eintritt.
- Fig.7 und 8 zeigen die Schaltung für die Streckenblockung einer zweigleisigen Bahn. Um zu verhindern, daß bei Berührung der beiden Blockleitungen ein Blockfeld der Nachbarleitung zur Unzeit frei wird, ist die Anordnung so getroffen, daß die wirksame Richtung des Gleichstromes in den beiden Endfeldern, z. B. 2o und 5o, eines jeden Ab- schnittes dieselbe ist, wie durch Pfeile angedeutet, ebenso diejenige in den beiden Anfangsfeldern, z. B. 4o und 3o, die Gleichstromrichtung in den beiden ebengenannten Gruppen ist aber entgegengesetzt gewählt (s. z. B. die Felder 2o und 40).
- In Fig. 7 ist ein Beispiel für eine Leitungsberührung angegeben. Der stark ausgezogene Stromverlauf über die Felder 30, 50, 70, 90 entsteht bei Bedienung des Streckenblockes in B bei der Zugfahrt von 13 nach C. Berühren sich die beiden Blockleitungen zwischen den Blockstellen A und B oder Bund C oder sogar, wie angenommen, an beiden Stellen, so gehen von der Berührungsstelle aus Teilströme durch die Blockfelder für die entgegengesetzte Fahrrichtung, also 20, 40, 6o, 8o. Die Richtung dieses Fremdstromes, gestrichelte Pfeile, ist in allen diesen Feldern jedoch die entgegengesetzte als die des ordnungsmäßigen Blockstromes.
- Da die Schaltung symmetrisch aufgebaut ist, wirkt ein Fremdstrom genau so bei einer Fahrt in Richtung D#-C.
- Um das Durchblocken zu verhindern, ist die Anordnung so getroffen, daß die Polarit#ät der entsprechenden Blockantriebe in den be iden benachbarten Abschnitten verschieden ist; die Richtung des zur Auslösungeines Blockfeldes dem Wechselstrom anzulagernden Gleichstromes ist bei den entsprechenden Feldern der Nachbarabschnitte die entgegengesetzte.
- In Fig.8 ist hierfür ein Beispiel angegeben.
- Bei Bedienung des Blockes in B fü,r eine Zugfahrt von B nach A entsteht der dick ausgezogene Stromlauf. Wird die Gemeinschaftstaste gleichzeitig auch in C gedrückt, wie aus der Lage der zugehörigen Kontakte ersichtlich, so fließt der Strom vom Induktor in B auch durch die Blockfelder des Ab- schnittes D-C, wie gestrichelt eingezeichnet. Aus den Pfeilen ist aber ersichtlich, daß er hier der ordnungsmäßigen Stromrichtung entgegengerichtet ist, so, daß keine Betätigung der Felder I00 bis 120 eintreten kann.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Streckenblockeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Auslösen eines Blockfeldes notwendige pendelnde Bewegung des Antrieborgans (Hemmung) durch zwei abwechselnd wirkende Wechselströme bewirkt wird, von denen der eine von einem Gleichstrom überlagert wird.
- 2. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zu jeder Lagenänderung des Antriebgliedes (Hemmung) ein Impuls von mindestens drei Halbwellen notwendig ist. . 3. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i. und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Serie von Auslöseimpulsen aus reinem Wechselstrom, die andere aus Halbwellenstrom besteht. 4. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der pulsierende Stromanteil durch Einschalten einer Ventilzelle in den Wechselstromkreis gebildet wird, derart, daß die Ventilzelle durch einen Drehschalter in den Augenblicken kurzgeschlossen wird, in denen der reine Wechselstrom wirken soll. 5. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Auflösen eines -Blockfeldes nötige Strom, der vom zugehörigen Induktor kommt, bei, gedrückter Taste mit Hilfe eines mit dieser gekuppelten doppelpoligen Umschalters (Druckstangenkontaktes) in der wirksamen Richtung durch die Wicklung des Antriebes geleitet wird und daß die Richtung des vom Induktor des korrespondierenden Feldes kommenden pulsierenden Stromes so gewählt ist, daß dieser keinen Einfluß auf das Feld hat. 6. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet daß die zu einem Blockabschnitt gehörenden Anfangsfelder die entgegengesetzte Polarität haben als die beiden Endfelder. 7. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet daß die Polarität der einzelnen Blockfelder in den benachbarten Abschnitten die entgegengesetzte ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV36599D DE711020C (de) | 1940-03-22 | 1940-03-22 | Streckenblockeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV36599D DE711020C (de) | 1940-03-22 | 1940-03-22 | Streckenblockeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE711020C true DE711020C (de) | 1941-09-25 |
Family
ID=7590170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV36599D Expired DE711020C (de) | 1940-03-22 | 1940-03-22 | Streckenblockeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE711020C (de) |
-
1940
- 1940-03-22 DE DEV36599D patent/DE711020C/de not_active Expired
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