DE7108370U - Hubgerat, insbesondere fur balken förmiges Material, wie Pfähle oder der gleichen - Google Patents
Hubgerat, insbesondere fur balken förmiges Material, wie Pfähle oder der gleichenInfo
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Description
DIPL. PHYS. H. G. RUNNETH
Fernipredier ι 804 249
PicenunwUiin Dipl. PW·. H. G. KiuuMtb, J Huwoni, AJiAtim»Bi 9 Poitidi«kkonro: 2584 47 Hjnnovrr
Binkkontoi 1 350 407 Drodner Bank,
Hinnover-Südstadt
3 HANNOVER, den 1. März 1971
L J
betrifft: Paul Karl Heinrich OTTE
3161 OHLUM Nr. 58 über Lehrte
Hubgerät,insbesondere für balkenfönniges Material,
wie Pfähle oder dergleichen·
Die Erfindung betrifft ein Hubgerät, das insbesondere
für balkenförmiges Material, wie Pfähle oder dergleichen
geeignet ist. Dieses Gerät dient sowohl zum Ergreifen, Transportieren und Ausziehen von Pfählen
oder ähnlichem Material als auch zum Anheben anderer Gegenstände, die an zwei gegenüber liegenden Seiten
seitlich vorstehende oder vorgewölbte Öberflächenbereiche aufweisen.
Zum Anheben, Halten und Transportieren von Pfählen und ähnlichem balkenförmigen Material benutzte man
bisher Ketten, Seile od. dgl., welche um die anzuhebenden Gegenstände herum geschlungen und an Hebevorrichtungen
od. dgl. befestigt wurden. Diese Art
jj des Aiihebens und Transportier ens ist umständlich und
seitraubend und darüber hinaus gegebenenfalls
Die bekannten, sich beim Anheben automatisch oder mittels Motorkraft schließenden Greifvorrichtungen
sind für das Ergreifen und Anheben von Balken od. dglβ nicht geeignet oder in unwirtschaftlichem Maße
kompliziert·
Der Erfindung hat die Aufgabe zugrunde gelegen, ein leicht herstellbares Gerät zu schaffen, welches ualkenförmiges
oder anderes Material durch Absenken auf dasselbe selbsttätig ergreifen und halten kann und
welches ohne weiteres an einem Arm eines Hebezeuges od. dgl» befestigt werden kann.
Das Gerät gemäß der ERfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß es aus einer Zange mit weitem Maul, dessen Maulteilenden mit nach außen abgewinkelten bzw. abgebogenen
starren GIeitflächen versehen sindj und mit
auseinander gespreizten Schenkeln besteht, deren Schenkelenden durch eine Kette ode dgl. flexibles Verbindungselement
oder durch Gelenkarme miteinander verbunden bzw. zu verbinden sind, welche mittig ein Aufbzw,
aufweisen
hängeelement zum Aufhängen der Zange aufweisi/und deren
senkrechter Abstand von der Zangen3Chwenkachse und Neigung zur Zangenlängsachse für die am Aufhängeelement
aufgehängte Zange eo bemessen sind, daß das
"7Π
bei aufgeihängter Zange von ihnen unter der Wirkung des Zangeneigengewicnta und der Zangeiüaat an äe«.
Zangensohenkeln ausgeübte Drehmoment im Zangenachließsinn das von der Zangenlast an den Maul.teilen ausgeübte
Drehmoment im Zangenöffnungssinn hinreichend
übersteigte
Nach einem weiteren Erfindungsgedanken kann zusätzlich
eine Haltevorrichtung für Kettenf Seile od· dgl,
vorgesehen sein, die aus einem konischen Kopfteil mit zwei einander gegenüber liegenden, parallelen seitlichen
Rändern zum Untergreifen mittels der Maulteilenden der Zange sowie aus einer an diesem Kopf befestigten
Platte mit Aussparungen zum Einlegen von Ketten in aufrechtstehenden Randflanschen besteht.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung einer beispielsweisen
Ajisführungsform eines Gerätes gemäß der
Erfindung anhand der Zeichnungen.
]?ige 1 zeigt schematisch im Schaubild ein Gerät gemäß
der ERfindung,
Pig· 2 ist eine schematische Darstellung dieses Gerätes in der Stellung beim luftreifen auf einen zu ergreifenden
Pfahl,
Fig. 3 zeigt schematisch das Gerät in der Stellung, in der es den aufzugreifenden Pfahl ganz umfaßt hat,
Fig. 4 zeigt schematisch das Ggrät mit ergriffenem
Pfahl und
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung eines Ergänzungsteiles zu dem Gerät- welches es ermöglicht,
auch solche Gegenstände zu ergreifen und zu transportieren, deren Querschnitt ein Ergreifen mittels
des Zangenmaules erschwert oder unmöglich macht·
Das in den Fig. 1 bis 4- gezeigte Gerät besteht aus einer zweischenkligen Zange mit unter einem flachen
Winkel auseinander gespreizten, geraden Schenkeln 2 und 2*, die mittels der Schwenkachse 1 gelenkig
miteinander verbunden sind. Die Schenkelendfcn sind mittels zweier gleich langer Ketten K verbunden, deren
freie Enden über die Hakenvorrichtung H aneinander befestigt sind, mit deren Hilfe die Zange z.B.
durch ein Hebezeug wie einen Kranwagen od. dgl. angehoben und gesenkt werden kann. Bei aufgehängter Zange
ruft deren Eigengewicht und gegebenenfalls deren Last eine Zugkraft Z hervor, deren in Richtung der Ketten
K wirksame Komponenten Z1 ein Drehmoment im Zangenschließsinn
bewirken, welches außer durch die Größe
a von Z· durch den senkrechten Abstand/der Ketten K
von der Achse 1 bestimmt ist. Die Maulteile 3 und der Zange sind auf den größten Teil ihrer Länge nahezu kreis-
AO
förmig ausgebogen, um den zu ergreifenden Gegenstand
von oben her mit der geöffneten Zange umgreifen zu können, wie das in den Figo 2 und 3 veranschaulicht
istφ Die maximale Öffnungsweite W (Tig. 3) des Zangenmaules
bestimmt dabei die maximale Dicke des mit der Zange noch unmittelbar zu ergreifenden Gegenstandes,
z. B. den Durchmesser des dicksten mit der Zange noch unmittelbar zu umfassenden Balkens. Die Tiefe T des
Zangenmaules bei geschlossener Zange (Fig. 4) muß mindestens die Hälfte des Durchmessers der mit der
Zange noch unmittelbar aufzugreifenden Balken betragen, zweckmäßigerweise jedoch gleich diesem Durchmesser
sein oder größer, wie das bei Figo 4 gezeigt ist.
An den freien Enden der Maulteile 31 31 befinden sich
nach außen abgewinkelte, bei der dargestellten Ausführungsform nach innen leicht konvex gebogene, starre
Gleitflächen 4| 4'i die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
aus einer zusammenhängenden geschlossenen Fläche bestehen, was jedoch nicht unerläßlich ist,
da je nach Fall auch mehrere negeneinander angeordnete Gleitlamellen gleich gute Dienste tun könnten. Mittisis
der Gleitflächen 4 und 41 gleiten die Maulteile 3 und
31 nach Aufsetzen der herabgesenkten Zange auf dem anzuhebenden
Balken od. dgl. in gegenläufigem Sinn in
— Ό —
Richtung der Pfeile P1 der Fig. 2entlang des Umfangs
des Balkens nach unten, wobei sich die Zange beim weiteren Absenken selbsttätig öffnet bis zum Erreichen
der in Pig. 3 gezeigten Stellung, bei welcher die Enden der Maulteile 3 und 3* auf der Unterlage, auf welcher
der Balken ruht, aufliegen.
Wenn nun an den die Zange tragenden Ketten K ein Zug ausgeübt wird, entsteht durch diesen ein Drehmoment um
die Zaiagenachse 1, welches bestrebt ist, die Zangenschenkel im Schließsinn in Richtung der Pfeile P2 zu
schwenken. Bei dieser Zangenschließbewegung infolge
erneuten ■'^ahebens der Zange greifen deren Maulteil—
enden unter den Balken und heben diesen mit an, wobei er, wie in 3?ig. 4 gezeigt ist, in dem Zan;genmaul
eingeschlossen wird.
Wenn mittels der Zange z.B. ein Balken angehoben werden soll, der zu dick ist, um in dem Zangenmaul Blatz
zu finden, kann man sich dazu des Zusatzgerätes nach Fig. 5 bedienen. Diese besteht im Prinzip aus einer
Kettenhaltevorrichtung, bei der die Kettenhalterung jede beliebige bekannte Ausführungsform haben kann,
z.B. wie in Figo 5 gezeigt ist, ein im Querschnitt
rechtwinkliger konischer Block sein kann, der oben
eine mit- ihren Randteilen an allen vier Seiten über
die seitliche Wandung des Blockes 6 vorstehende j?lat~
te 5 trägt« Unten an dem konischen Block 6 ist eine Kettenhaiteplatte P befestigt, die aufrechtstehende
Randflansche mit- Aussparungen zum Einlegen von Ketten K1 trägt* Der vorstehende Band der Platte 5 wird beim
Ergreifen des Kettenhalters mittels der Zange von den Enden der Maulteile 3, 31 der Zange bei deren Schließbewegung
infolge Anhebens nach voraufgegangenem Herabsenken
der Zange auf die Kettenhaltevorrichtung auf zwei
gegenüber liegenden Seiten Untergriffen, wobei die Vorrichtung fest zwischen die Maulteilenden eingeklemmt
wird, sodaß mit ihr in Kombination mit der Zange die mittels Ketten an ihr angehängten Gegenstände engehoben
und transportiert werden können·
Das Gewicht der im Zangenmaul befindlichen Last stellt eine Kraft mit senkrecht zur Oberfläche der mit der
Last in Berührung stehenden Maulteilenden gerichteten Kraftkomponenten dar. Diese Kraftkomponenten rufen ein
über die Maulteile wirksames Drehmoment um die Achse 1 hervor, welches bestrebt ist, die Zange zu öffnen· Die
Zangenschenkel sind nun erfindungsgemäß so ausgelegt
bezüglich ihrer Länge und Richtung, daß das an ihnen angreifende Drehmoment im Zangenschließainn bei maxi-
maler Zangenbelastung und selbstverständlich av.ch bei
allen darunter liegenden .Belastungen größer ist als das über die Maulteile wirksame Drehmoment im Zangenöffnungssinn) sodaß das Gewicht der Last ausgenutzt
ist als die Zange geschlossen haltende Kraft.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Dieses
kann vielmehr in mannigfacher Weise im Rahmen der Grundgedanken der Erfindung fachmännisch abgewandelt
werden, So können beispielsweise die Ketten K durch zwei an den Enden der Schenkel und aneinander angelenkte Gelenkarme ersetzt werden, falls dies angebracht erscheint. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Zange aus zwei parallelen, mit ihren
Breitseiten zueinander hingewandten Flacheisen od. dgl. zusammengesetzt, die an den Schenkelenden durch
gleichzeitig als Halterung für die Ketten K dienende Verbindungsbolzen 8, im Gelenk durch die üangenschwenkachse
1 und an den Innenseiten der freien Maulteilenden durch gebogene Plätten 9 mit Abstand
voneinander verbunden sind. Diese Art des konstruktiven Aufbaus kann jedoch in beliebiger geeigneter Weise
abgewandelt werden·
Claims (1)
- AJi SP ΚΰΟ HS ;1. Hubgeräts insbesondere für balkenförmiges Materialf wie Pfähle od. dgl., dadurch, gekennzeichnet, daß es aus einer Zange mit weitem Maul, dessen Maulteilenden mit naoh, außen ebgewinkelten bzw. abgebogenen, starren Gleitfläohen (4, 4.1) versehen- sind, und mit auseinander gespreizten Schenkeln (2, 2») besteht, deren Schenkelenden durch eine Kette (K) od, dgl« flexibles Verbindungselement oder durch Gelenkarme miteinander verbunden bzw« zu verbinden sind, welche mittig ein Aufhängeelement (H) zum Aufhängen der Zange aufweist bzw» aufweisen u. .. deren senkrechter Abstand von der Zangenschwenkachse (1) und Neigung zur Zangenlängsachse für die am Aufhängeelement (H) aufgehängte üange so bemessen sind, daß das von den Schenkelverbindungselementen (K) unter der Wirkung des Zangeneigengewichts und der Zangenlast an den Schenkeln (2, 21) ausgeübte Drehmoment im Zangen— schließsinn das von der Zangenlast an den Maulteilen (3» 31) ausgeübte Drehmoment im Zangenöffnungssinn hinreichend übersteigt.2ο Hubgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zangenhälfte aus zwei parallelen, mit ihren .Breitseiten zueinander hingewandten Flacheisen od. dgl.zusammengesetzt ist, die an den Schenkelenden durch gleichzeitig als Lagerung für die Schenke!verbindungselemente (K) dienende Verbindungsbolzen (8), im Gelenk durch die Zangenschwenkachae (1) und an der Innenseite der freien Maulteilenden durch gebogene Platten (9) mit Abstand voneinander verbunden sind·5· Hubgerät nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche» dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (2, 2») mittels zweier gleich langer Ketten (K) verbunden sindf die an ihren nicht an den Sehen·*· kein (2, 2*) befestigten Enden mittels eines Hakens (H) zum Aufhängen der Zange verbunden sind«4· Hubgerät nach mindestens einem der Torhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe (T) des Zangenmaules nennenswert größer ist als der Durchmesser der mittels der Zange unmittelbar zu ergreifenden Balken, Pfähle od. dgl.5. Hubgerät nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitflächen (4, 41) nach innen konvex geb-oügen sind, vorzugsweise derart, daß ihre freien Randteile bei geöffneter Zange in einer aur Zangen}.ängsachse im wesentlichen senkrechten Ebene liegen»6= Hubgerät- nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Haltevorrichtung für Ketten, Seile od. dgl·, die aus einem konischen Kopfteil (6) mit zwei einander gegenüberliegenden, parallelen,seitlich vorstehenden Rändern zum Untergreifen mittels der Maulteilenden der Zange besteht sowie aus einer an diesem Kopf (6) befestigten Platte (7) mit Aussparungen zum Einlegen von Ketten in aufrechtstehenden Randflanschen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7108370U true DE7108370U (de) | 1971-09-09 |
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|---|---|
| DE (1) | DE7108370U (de) |
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