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DE718566C - Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- oder Cellulosehydrattextilgut - Google Patents

Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- oder Cellulosehydrattextilgut

Info

Publication number
DE718566C
DE718566C DEI60754D DEI0060754D DE718566C DE 718566 C DE718566 C DE 718566C DE I60754 D DEI60754 D DE I60754D DE I0060754 D DEI0060754 D DE I0060754D DE 718566 C DE718566 C DE 718566C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cellulose
repellent
chloride
hydrate
pyridine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI60754D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erwin Heisenberg
Dr Emil Hubert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI60754D priority Critical patent/DE718566C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE718566C publication Critical patent/DE718566C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/184Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/188Monocarboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/184Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/1845Aromatic mono- or polycarboxylic acids

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- .oder Cellulosehydrattextilgut Es ist bekannt, - mit Hilfe von Chloriden oder Anhydriden von höheren Fettsäuren geringe Mengen von Fettsäureradikalen mit mehr als r o Kohlenstöffatomen im Molekül in Textilien einzuführen. Weiter sind Verfahren beschrieben worden, bei denen Isocyanäte- oder Isothiocyanäte, welche sich von aliphatischen oder isocyclischen Kohlenwas:-serstoffen mit mehr als q. C-Atomen im Molekül ableiten, zur Veredlung natürlicher oder künstlicher Faserstoffe herangezogen werden.
  • Auch ist es bekannt, Fasern durch A.nest6rn mit Sulfonsäurechlöriden zu immunisieren.
  • Weiterhin ist :es bekannt, Cellulosefasern, wie Baumwolle oder Hydratcellulosekunstfäsern, mit aromatischen Säuren, z. B. mit Benzoesäure, zu immunisieren. _ :Eine brauch= bare Immunisierung mach diesem Verfahren macht eine weitgehende Veresterung bis zu einem Produkt, bei dem etwa 2d bis 3o0@i Be nzoesäure chemisch gebunden sind, erforderlich.
  • Es wurde nun gefunden, dar Cellulose- oder Cellulosehydrattextilb tt, ohne es zugleich zu immunisieren, hydrophobiert werden kann, indem üs in Form von Fasern, Bändern, Garnen, Gewirken, Geweben u. dgl. mit Lösungen- von :Anhi-driden oder Chloriden isoclclischer oder heterocyclischer Carhonsäuren in Gegenwart organischer Stickstoffbasen in der Weise behandelt wird, dar von dem Gut z bis 5 0;'0, höchstens aber r o 0,ö seines Gewichtes Carbonsäure gebunden wird. Die Fasern erhalten so ausgezeichnete wasserabstoßende Eigenschaften; wobei besonders bemerkenswert ist, daß diese Eigenschaften "nicht %erlorengehen, wenn die Faser alkallscli gewaschen, gefärbt oder mit Wolle zusammen kräftig gewalkt oder mit verdünnter Ameisen- Schwefelsäure behandelt wird, wie ,es beim Färben der Wolle mit sauren Farbstöf= fen erfolgt. Das erfindungsgemäß liydrophobierte Fasergut ist dashalb für das Zusammenverarbeiten mit Wolle besonders geeignet. Die Affinität der hydrophobierten Fasern gegenüber Baumwollfarbstoffen ist praktisch unverändert geblieben. Auch gegen andere Farbstoffe, z. B. saure Wollfarbstaffe-und Acetatseidenfarbstoffe, ist das färberische Verhalten nicht geändert worden. Ebenso tritt bei dem Verfahren nach der Erfindung keine Verminderung des Quellungsv ermögens auf.
  • " Gegenüber der bekannten Hydrophabierung der Textilien mit höhermolekularen Fettsäurechloriden oder -anhydriden oder Isocyanaten bzw. Isothiocyanaten stellt das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur eine neue Lehre dar, sondern bringt auch insofern technisch wichtige Vorteile mit sich, als die erfindungsgemäß anzuwendenden Säurederivate wesentlich reaktionsfähiger sind als die eben genannten bekannten Hydrophobierungsmittel. Dazu kommt noch, daß das Verfahren leicht zugängliche Verbindungen benutzt und eine Ersparnis von Fetten bedeutet.
  • Der wasserabstoßende Effekt tritt bereits in voller Stärke und Beständigkeit auf, wein z bis 30'o- Säure chemisch gebunden sind. Durch intensivere Veresterung kann man den Gehalt an gebundener Säure bis auf 5 oder ioo!o treiben, ohne daß die färberischen Eigenschaften der Faser dadurch leiden. Höhere Veresterungsstufen geben keine wesentliche Verbesserung des wasserabstoßenden Effektes mehr, wohl aber wird dann die Affinität der Fasern gegenüber Baum-«-ollfarbstoffen erheblich verschlechtert oder ganz aufgehoben.
  • Als veresternde Mittel gemäß Erfindung seien beispielsweise genannt: Benzoylchlorid, Benzo,esäureanhydrid, Chlor- oder Methoxybenzoylc'hlorid, Nitrobenzoylchlorid, Phthaloylchlorid, Furoylchlorid. Die Veresterung kami beispielsweise in Pyridin, Chinolin, Dimethylanilin, Tetramethylmethylendiamin erfolgen. Unter Umständen ist auch eine kombinierte Behandlung des Textilgutes mit den genannten Veresterungsmitteln und Steari:nsäurechlorid oder anderen langkettIgen il'ettsäurederivaten möglich.
  • Beispiel i i k- bei ioo getrocknete Viscosckuiistseide wird mit einem Gemisch aus iokg Pyridin und 7509 Benzoylchlorid bei Raumtemperatur in einem geschlossenen Gefäß 16 Stunden gerollt. Danach wird die Faser abgeschleudert, mit Tetrachlorkohlenstoff gespült, dann geseift und mit Wasser gewaschen. Sie enthält z bis 3% Benzoesäure als Benzoat gebunden. Der Abperleffekt ist hervorragend und sowohl gegen saure. und alkalische Wäsche als auch gegen saure alkalische Tuchwalk° äußerst beständig. Die Anfärbbarkeit ist gegenüber der unbehandelten Faser unverändert geblieben.
  • Beispiel 2 i kg Viscosezellwolle wird mit getrocknetem Pyridin extrahiert. Die so von Wasser befreite pyridinfeuchte Faser wird mit 5 kg Pyridin und 5009 Benzoylchlorid i 6 Stunden bei Raumtemperatur gerollt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel i.
  • Beispiel 3 i kg Viscosekunstseide, die weniger als o, i % Feuchtigkeit enthält, wird mit 750g> Benzoesäureanhydrid in 5 kg Pyridin 12 Stünden bei 70° gerollt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel i.
  • Beispiel q.
  • i kg getrocknete Viscos'ekunstseide mit weniger als o, i o% Feuchtigkeit wird mit 25o- Benzoylchlorid in 5oo g Pyridin und 2,5 kg Tetrachlorkohlenstoff 8 Stunden bei 6o° gerollt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel i. An Stelle von Pyridin kann auch eine andere organische Base, wie Chinolin, Dimethvl'aniIin, Tetramethvlmethvlendiamin, treten.
  • Beispiel 5 i kg gut getrocknetes Zellwollgewebewird mit Pyridindampf gesättigt und mit gasförmigem Benzoylchlorid bei ioo° und ioomni Unterdruck 3 Stunden behandelt. Das Gewebe wird in Tetrachlorkohlenstoff gewaschen und anschließend wie in Beispiel i weiterbehandelt.
  • Beispiel 6 i kg Viscosekunsitseide mit weniger als o, i o/o Feuchtigkeit wird mit 250g p-Chlorbenzoylchlorid in 500.-. Pyridin und 2, 5 kg Tetrachlorkohlenstoff 8 Stunden bei 50° gerollt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel i. An Stelle von p-Benzoylchlorid können Methoxybenzoylchlorid, Nitrobenzoylchlorid, Benzolsulfochlorid, p-Toluylchlorid, Phthaloylchlorid, Furoylchlorid und ähnliche treten.
  • Beispiel 7 i kg Viscos,ezellwolle mit weniger als o, i % Feuchtigkeit wird mit 30o g Naphthensäureanhydrid in i, 5 kg Pyridin und 2,5 kg Tetrachlorkohlenstoff 8 Stunden bei 6o° gerollt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel i .
  • Beispiel 8 i kg Viscosekunstseide mit weniger als o, i o,o Feuchtigkeit wird mit 300g Naphthenr säurechlorid in 5oo g Pyridin und 2,5 g Tetra,-chlorkohlenstoff 8 Stunden bei 5o° gerollt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel i.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- oder Cellulosehydrattextilgut, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gut mit Lösungen von Anhydriden oder Chloriden isocyclischer oder heterocyclischer Carbonsäuren in Gegenwart von orgamschen Stickstoffbasen in der Weise behandelt, daß von dem Gut höchstens to% seines Gewichtes Carbonsäure gebunden wird.
DEI60754D 1938-03-08 1938-03-09 Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- oder Cellulosehydrattextilgut Expired DE718566C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI60754D DE718566C (de) 1938-03-08 1938-03-09 Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- oder Cellulosehydrattextilgut

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE851350X 1938-03-08
DEI60754D DE718566C (de) 1938-03-08 1938-03-09 Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- oder Cellulosehydrattextilgut

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE718566C true DE718566C (de) 1942-03-14

Family

ID=25950331

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI60754D Expired DE718566C (de) 1938-03-08 1938-03-09 Verfahren zum Hydrophobieren von Cellulose- oder Cellulosehydrattextilgut

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DE (1) DE718566C (de)

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