DE7141672U - Vorrichtung zum Abstutzen des Mode ratoraufbaus eines Kernreaktors - Google Patents
Vorrichtung zum Abstutzen des Mode ratoraufbaus eines KernreaktorsInfo
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Description
143/71 ES/CB
Aktiengesellschaft Brown, Boveri & Cie., Baden (Schweiz)
Vorrichtung zum Abstützen des Mcderatoraufbaus eines
Kernreaktors
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abstützen des Moderatoraufbaus in einem Reaktordruckgefäss eines gasgekühlten,
graphitmoderierten Kernreaktors mit vertikalen, nebeneinander angeordneten aus Blöcken gebildeten Säulen, die
auf einer aus Elementen errichteten Tragplatte runen, deren elemente durch mindestens ein Stützrohr am Boden des Reaktordruckgef
ässes abgestützt sind, wobei die Stützrohre den Boden des Reaktordruckgefässes durchdringen und am austretenden
Ende mit mindestens einem die Strahlung abschirmenden und das Kühlgas abdichtenden Stopfen versehen sind.
Es sind Einrichtungen zur Abstützung des Moderatoraufbaus von
durch Druckgas gekühlten Kernreaktoren bekannt, bei denen β1π?»ϊπ« oder mehrere; aus Blöcken bestehende vertikale Moderatorsäulen
auf aus Formelementen bestehenden Grundplatten
mittels Pfeilern am Boden des Reaktordruckgefässes abgestützt werden. Wegen der Wärmeeinwirkung, die zwischen Betrieb
und Stillstand auftritt, muss durch Zentrier- und Justiereinrichtungen, sowie mittels Wärmeisolation dafür gesorgt
werden, dass die einzelnen Grundplatten die Gitterstruktur des Moderatoraufbaus nahezu während jedem Betriebszustand
einhalten.
Dabei wird die Stützkonstruktion für die gesamte Lebensdauer
des Reaktors ausgelegt, und ausserdem muss die Erhaltung der Gitterstruktur unabhängig von den Verformungen der eigentlichen
Pfeiler gemacht werden. Dies bedeutet einerseits eine Ueberdimensionierung der Stützkonstruktion und andererseits
einen unverhältnismässig anschwellenden Aufwand, um eine technische
Lösung durchzuführen. Dies liegt darin begründet, dass diese Stützkonstruktionen im Schadensfall nur nach Ausbau des
gesamten Moderatoraufbaus reparabel sind, obwohl die Beanspruchung
derselben, durch das zu- und abströmende Kühlgas und die sich daraus ergebenden Vibrationen, zu Schäden geführt
hat.
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Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorangeführten
Nachteile zu vermeiden und eine Stützkonstruktion zu schaffen, die eine im Kernreaktorbau ausreichende Sicherheit
bei geringem technischem Aufwand bietet.
Die Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet,
dass das Stützrohr in einem Mantelrohr mittels eines RiegelVerschlusses befestigt ist, wobei zwischen dem
Stützrohr und dem Mantelrohr ein Ringraum vorgesehen ist, in dem* ein in der A/Ohsrichtung des Stützrohres verschiebbares
Hilfsrohr untergebracht ist, das während des Betriebes des
Reaktors am Riegelverschluss,υ:Δ während Stillstand des Reaktors
über eine KIi- '-eneinrichtung am Mantelrohr abgestützt
ist, und die Verschiebelänge des Hilfsrohres so bemessen ist,
dass das Stützrohr vom Moderatorsäulengewicht während der Verklinkung mindestens teilweise entlastet ist.
Die Vorteile der Erfindung sind durch die Austauschbarkeit der Stützkonstruktion an sich gegeben, wobei der Aufwand durch die
Verwendung einfacher Teile auf ein Minimum begrenzt ist.
Wegen der hohen Aktivität des Moderatoraufbaus ist durch den Wegfall der Gefahr beim Austausch der Stützkonstruktion ein
weiterer Vorteil gegeben, der der Sicherheit von Kernreaktor-
• ■ · «
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anlagen dient. Ferner werden gegenüber den bisherigen Methoden teure Stillstandszeiten für Reparaturen wesentlich
verkürzt, wobei auch ein abgeschirmter Lagerraum für die Bausteine
und Brennelemente des Reaktorkernes während der Reparatur eingespart werden kann. Darüber hinaus sind die Dekontaminationsarbeiten
während des Austausches der Stützkonstruktion auf ein geringes Aussmass beschränkt.
Ein anderer Vorteil des Erfindungsgegenstandes ist darin zu
sehen, dass die Werkstoffe für die Reaktorkernabstützung einfacher
ausgewählt werden können, da diese nach Bedarf austauschbar sind. Insbesondere bei den angestrebten höheren
Temperaturen für Kernreaktoren, die den Gesamtwirkungsgrad der Anlagen verbessern, wird dieses Merkmal wichtig, da die
Langzeit-Warmfestigkeiten von geringerem Einfluss werden.
Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung eines Ausführunp.sbeispiels
näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch die Abstützvorrichtung, während des
Betriebes des Reaktors,
Fig. 2 einen Schnitt derselben während Stillstand des Reaktors
Fig. 2 einen Schnitt derselben während Stillstand des Reaktors
In Fig. 1 ist ein Ausschnitt des Reaktordruckgefässes 1 angedeutet,
dessen Boden 2 von dem Mantelrohr 3 durchdrungen wird.
Ap der dem Reaktorkern zugekehrten Seite ist ein sog. Liner
4 i\'..ff,esehen, der den Beton des Reaktordruckgeiässes 1 gegen
direkte Wärmeeinwirkung schützt und die Dichthaut bildet. Im Mantelrohr 3 ist ein Riegelverschluss 5 befestigt, wobei beispielsweise
Kugeln 6 zur Verklemnung des Riegelverschlusses mit dem Kantelrohr herangezogen werden. Der Riegelverschluss
5 ist mit einer Säule 7 fest verbunden, die in das eigentliche Stützrohr 8 übergeht. Das Stützrohr 8 bildet den Support für
die Tragplatte 9 bzw. für deren Elemente 91, auf der die einzelnen Moderatorblöcke 10 des Reaktorkernes ruhen.
Zwischen Mantelrohr 3 und Säule 7 bzw. Stützrohr 8 ist ein Ringraum 11 ausgebildet, in den das Hilfsrohr 12 eingesetzt
ist. Dieses Hilfsrohr 12 steht im Betriebszustand des Reaktors, wie in Fig. 1 gezeigt ist, mit dem Bund 13 am Riegelverschluss
5 auf und reicht in seiner Iänge durch die Wandung des Reaktordruckgefässes 1 und den Liner 4 hindurch.
Der Ringraum 11 weist eine Verengung auf, die mit einer Klinkeneinrichtung 14 gekoppelt ist, in die der Bund 13 des Hilfsrohres 12 einrasten kann. Dadurch kann das Hilfsrohr 12 am Mantelrohr 3 abgestützt werden. Der Riegelverschluss 5 weist an
einer Stelle mindestens eine Bohrung 15 auf, die durch den
Bund 13 des Kilfsrohres 12 in Ruhestellung mindestens teilweise verschlossen wird.
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Am äusseren Knde des Mantelrohres ist ein Stopfen 16 zur
Abdichtung und Abschirmung des Kühlgases eingesetzt. Der Stopfen 16 wird vorzugsweise zweiteilig ausgeführt und zwar
so, dass bei Bruch des einen, der andere noch genügende Sicherheit gegen Strahlungsaustritt und Kühlgasverlust bietet.
In Fig. 2 ist die Ausführungsform mit dem gleichen Aufbau
dargestellt, wobei für gleiche Teile einander entsprechende Bezugsziffern gewählt wurden. Der Unterschied der beiden Figuren "ist darin"zu sehen, "dass in Tig. 2 das Hilfsrohr 12
angehoben dargestellt ist und die Tragplatte 9 bzw. eines der Elemente 9f abstützt.
Zu diesem Zweck wird nach Stillegung des Reaktors der Stopfen
16 entfernt und durch die Bohrung 15 eine Stange 17 eingeführt, die den Bund 13 des Hilfsrohres 12 berührt. Durch eine
nicht dargestellte Presseinrichtung wird dann die Stange 17 angehoben, bis der Bund 13 des Hilfsrohres 12 in die Klinkvorrichtung 14 einrastet. Gleichzeitig mit dem Einrasten wird das
Stützrohr 8 bzw. die Säule 7 entlastet, so dass die Säule 7 und das Stützrohr 8 zusammen mit dem Riegelverschluss 5, nach
Lösen desselben, abgesenkt werden kann.
Il · I
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Nach Kontrolle oder Erneuerung der Säule 7 bzw. des Stützrohres 8, kann die Abstützung durch Umkehr des beschriebenen
Vorgangs wieder eingesetzt werden.
Die Hebeeinrichtung muss nicht unbedingt mechanischer Natur sein, sondern kann in einfacher Weise durch eine Hydraulik
oder Pneumatik ersetzt werden. Dabei ist anstatt eines Bundes 13 ein Ringkolben vorzusehen und die Bohrung 15 -nit einer
Druckmittelzuleitung zu verbinden. Nach Arretierung des Hilfsröhres
12 durch cTie Klinkenernriclvtung'l1* wird der Druck
wieder abgesenkt und der Austausch kann in der beschriebenen Art erfolgen.
Eine andere Ausführungsmöglichkeit ist im Ersacs. der Stange
durch einen rohrförmigen Stössel zu sehen. Dabei muss allerdings anstatt der Klinkenvorrichtung eine Unterstützung für
die Montage des Riegelverschlusses 5 vorgesehen werden, die in einfacher Weise am Betxondruckgefäss 1 angelegt werden kann.
Der Rohrstössel wird nach Lösen der Verriegelung» wobei die Klemmkörper in Ausnehmungen zurückgleiten, durch den Spalt
zwischen Mantelrohr 3 und Riegelverschluss 5 hindurchgeführt und an das Hilfsrohr 12 angelegt. Die Befestigung des Rohrstössels
in der Hubstellung kann in einfacher Weise am Flansch des Mantelrohres 3 erfolgen. Nach Lösen der Unterstützung kann
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der Riegelverschluss 5 zusammen mit dem Stützrohr wieder entfernt
und einer Untersuchung zugeführt werden.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung ergibt sich durch die
teilweise Verschiebung des Hilfsrohres 12 während des Be triebes mittels einer in einfacher Weise einzusetzenden Einrichtung,
da die Vibrationsneigung der Abstützung beeinflusst
werden kann. Dabei könnten nur einzelne durch den Betrieb gefährdete Stützrohre berücksichtigt werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Abstützen des Moderatoraufbaus in einem Re-aktordruckgefäss eines gasgekühlten, graphitmoderierten Kernreaktors mit vertikalen, nebeneinander angeordneten, aus Blöcken
gebildeten Säulen, die auf einer aus Elementen errichteten Tragplatte ruhen, deren Elemente durch mindestens ein Stützrohr
am Boden des Reaktordruckgefässes abgestützt sind, wobei die StUtzrohre den Boden des Reaktordruckgefässes durchdringen und
am austretenden Ende mit mindestens einem die Strahlung abschirmenden und das Kühlgas abdichtenden Stopfen versehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr (3) in einem Mantelrohr C3) mittels eines RiegelVerschlusses (5, 6) befestigt
ist» wobei zwischen dem Stützrohr (8) und dem Mantelrohr (3) ein Ringraum (11) vorgesehen ist, in dem ein in der Achsrichtung
des Stützrohres (8) verschiebbares Hilfsrohr (12) untergebracht
ist, das während des Betriebes des Reaktors am Riegelverschluss (5, 6) und während Stillstand des Reaktors über eine Klinken»
einrichtung (m) am Mantelrohr (3) abgestützt ist, und die Verschiebelänge des Hilfsrohres (12) so bemessen ist, dass das
Stützrohr (8) vom Moderatorsäulengewicht während der Verklinkung mindestens teilweise unbelastet ist.
- 10 - 143/71 )
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dö'.s
im Riegelverschluss (5) mindestens eine Bohrung (15) vorgesehen ist, durch die eine Stange (17) geführt wird, die das
Hilfsrohr (12) am Bund (13) berührt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsrohr (12) mit einem Ringkolben ausgerüstet ist,
der im Ringraum (11) dichtend angeordnet ist und der Riegelverschluss (5) eine Bohrung aufweist, die mit einer Druckmittelleitung verbunden ist.
Ί. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Riegelverschluss (5) und Mantelrohr (3) ein Spalt vorgesehen ist, in den ein Rohrstössel einsetzbar ist, der
den Bund (13) des Hilfsrohres (12) berührt und dass die
Klinkeneinrichtung durch eine Montage-Unterstützung des Riegelverschlusses (5) am Betondruckgefäss ersetzt wird, wobei
der Rohrstössel am Flansch des Mantelrohres (3) befestigt wird.
Aktiengesellschaft Brown, Bover- ä Cie.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1509671 | 1971-10-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7141672U true DE7141672U (de) | 1973-09-13 |
Family
ID=1273911
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7141672U Expired DE7141672U (de) | 1971-10-15 | Vorrichtung zum Abstutzen des Mode ratoraufbaus eines Kernreaktors |
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| Country | Link |
|---|---|
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