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Einrichtung zur Fernsteuerung und Fernüberwachung In unbedienten Stationen
versieht man in vielen Fällen die dort befindlichen Schalter mit Wiedereinschaltvorrichtungen,
die den Zweck haben, die Schalter bei selbsttätigem Ausschalten nach einer gewissen
Zeit selbsttätig wieder einzuschalten. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die
Überlastung, welche zu dem Auslösen des Schalters führte, bereits nach einer kurzen
Zeit wieder beseitigt ist. Zu solchen vorübergehenden Fehlern, welche kurzzeitige
Überlastungen zur Folge haben; gehören das Zusammenschlagen von Leitungen durch
Wind oder Rauhreif, das Hineinfallen von Ästen, das Hineinfliegen von Vögeln, Blitzschläge
und unsachgemäßes Ingangsetzen von Maschinen. Letzteres kommt vor allem bei Bahnanlagen
vor, wenn die Züge zu schnell angefahren werden. Bei allen diesen Fehlern, die nur
eine kurze Zeit andauern, kann das Wiedereinschalten unbedenklich nach einer gewissen
Zeit vorgenommen werden, 'und es kann mit großer Wahrscheinlichkeit damit gerechnet
werden, daß nach Ablauf dieser Zeit die Überlastung wieder beseitigt ist.
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DerartigeWiedereinschaltvorrichtungen sind bekannt und -lassen
sich ganz allgemein anwenden. Werden sie in solchen Stationen angebracht, die durch
eine Fernsteuer- und Fernüberwachungseinrichtung mittels in Haupt- und Unterstellen
angeordneter Wähleinrichtungen gesteuert und überwacht werden, so ergibt sich die
Schwierigkeit, daß jedes Ausfallen und Wiedereinschalten eines Schalters die Überwachungseinrichtung
in Tätigkeit setzt, um die sich mehrfach ändernden
Schalterstellungen
zur Überwachungsstelle zu übertragen und dort erkennbar zu machen. Für den Schaltwärter
ist jedoch diese mehrfache Änderung der Anzeige nur verwirrend, da ihn nur die endgültige
Schalterstellung interessiert. Wichtig ist dagegen, dem Schaltwärter erkennen zu
geben, wie oft das Ausfallen und Wiedereinschalten eines Schalters der unbedienten
Station stattgefunden hat, da er hieraus Schlüsse auf die Art und den Umfang der
Störung ziehen kann. Um dies zu erreichen, ist gemäß der Erfindung die Fernsteuer-
und Fernüberwachungseinrichtung derart ausgebildet, daß bei jeder Betätigung der
Wiedereinschaltvorrichtung über die Wähleinrichtungen eine Einrichtung in der Hauptstelle
beeinflußt wird, welche die Meldung über die selbsttätige Verstellung eines Organs
unterdrückt und dabei eine Zähleinrichtung beeinflußt, welche die Häufigkeit der
Betätigung der Wiedereinschaltvorrichtung aufzeigt.
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Es ist zwar schon bekannt, bei Fernmeldeeinrichtungen die Schalterstellungen
und Stellungsänderungen durch ein Registriergerät aufzeichnen zu lassen, und es
ist auch bekannt, Schalter mit Zählvorrichtungen zii versehen, .die jede Auslösung
zählen; jedoch geben diese Anordnungen keine Möglichkeit, die vorher dargelegten,
bei Verwendung von Wiedereinschaltvorrichtungen auftretenden Schwierigkeiten zu
beseitigen.
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In den Figuren sind zwei Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung dargestellt.
Bei der Einrichtung nach Fig. i laufen die Wähleinrichtungen jedesmal, wenn die
Wiedereinschaltv orrichtung in Tätigkeit getreten ist, erneut an und schalten bis
in die vorletzte Stellung, die sogenannte Quittierungsstellung, fort. In dieser
Stellung erwarten sie das erneute Ansprechen der Wiedereinschaltvorrichtung. Bei
der Einrichtung nach Fig. z werden die Wähleinrichtungen in der Quittierungsstellung
durch eine zeitverzögerte Schalteinrichtung stillgesetzt und erst nach Ablauf der
Zeitverzögerungseinrichtung wieder freigegeben. Wenn jedoch die Wiedereinschaltv
orrichtung erneut zum Ansprechen kommt, so wird auch die zeitverzögerte Schalteinrichtung
erneut zum Ansprechen gebracht, und die Wähleinrichtungen werden noch weiterhin
in der Quittierungsstellung festgehalten.
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Die Wirkungsweise der Fortschalteinrichtungen und Übertragungseinrichtungen
für die Meldungen sind bei beiden Ausführungsbeispielen gleich. Die Übertragungseinrichtungen
für die Fernsteuerkommandos sind nicht mitgezeichnet, da sie zum Verständnis der
Erfindung nicht erforderlich sind. In Fig. a sind nur die wesentlichen Teile der
Schaltung angegeben. Die Rückmeldeeinrichtungen und Fortschalteinrichtungen, die
in dieser Figur fortgelassen sind, können ohne weiteres aus der Fig. i ergänzt werden.
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Es sei zunächst an Hand der Fig. 1 in kurzen Zügen die Wirkung der
Fortschalteinrichtung und die der Rückmeldeeinrichtung dargestellt. i. Anlaß und
Umlauf der Wählerapparatur Der Anlauf der Wählerapparatur kann erfolgen durch Drücken
der Anlaßtaste AT in der Zentrale und durch Änderung einer Schalterstellung in der
Unterstation.
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Durch Drücken der Anlagtaste AT wird das Relais P erregt, das über
seinen Kontakt p, das Impulsrelais J einschaltet. Der hierbei geschlossene Stromkreis
führt vom Minuspol der Batterie über die Kontakte f,, p,, die Wicklung des Relais
J, den Nullkontakt der Wählerbank I d zum Pluspol der Batterie. Über den Kontakt
i3 wird dabei das Relais F erregt, welches über den Kontakt f2 den Dreh-
magneten
D I steuert und damit den Wähler um einen Schritt weiter schaltet. Durch öffnen
des Kontaktes f, wird das Relais J wieder zum Abfallen gebracht.
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Durch Umlegen der Kontakte i, und i= beim
Ansprechen des Impulsrelais
J wird ein Fortschaltimpuls auf die Fernleitung gegeben. Die Unterscheidung der
Fortschaltimpulse von den Rückmeldeimpulsen geschieht durch Vertauschen der Polarität
in Verbindung mit den Gleichrichterweichen Gl, und Gl, Bei abgeschaltetem Impulsrelais
ist über die Kontakte i, und i, sowie das Relais M und den Gleichrichter Gl, der
Rückmeldestromkreis eingeschaltet. Beim Umschalten der Kontakte i, und i2 ist der
Rückmeldestromkreis blockiert, das Relais M abgeschaltet und statt dessen das Fortschaltrelais
F der Unterstation über den Gleichrichter G12 eingeschaltet.
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Durch die Umschaltung der Kontakte i, und i, wird also in der Unterstation
das Relais F erregt. Dieses wirkt über den Kontakt f, unmittelbar auf den Drehmagneten
D II der Unterstation ein und besorgt die Fortschaltung des Wählers der Unterstation
um einen Schritt.
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Nachdem in der Hauptstation durch Öffnen des Kontaktes f, das Impulsrelais
J stromlos geworden ist, werden seine Kontakte wieder in die ursprüngliche Lage
zurückgelegt. Dabei wird auch durch Öffnen des Kontaktes i3 das Relais F wieder
stromlos, und es wird der Kontakt f, wieder geschlossen, der Kontakt f, geöffnet.
In der ersten Kontaktstellung, in der sich die Wähler der Haupt-und Unterstation
nunmehr befinden, kommt
das Relais P sofort wieder zum Ansprechen,
da es über den ersten Kontakt der Kontaktbank I a Minuspotential vprfindet. Der
Kontakt p1 wird wiederum geschlossen, das Relais, J kommt zum Ansprechen, und die
Fortschaltung wird hierdurch in der gleichen Weise in Gang gesetzt, wie oben beschrieben
wurde. Auch in den übrigen Kontaktstellungen geht die Fortschaltung in der gleichen
Weise vor sich, soweit nicht in diesen Kontaktstellungen Meldungen zu übertragen
sind.
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Für das Anlassen der Wähler von -der Unterstation her ist in
dieser eine Kontrollkette vorgesehen, die aus hintereinandergeschalteten Sdhalterhilfskontakten
sowie einem Kontakt der Wiedereinschaltvorrichtung besteht. Über die Kontrollkette
hält sich das Anlaßrelais A über einen Selbsthaltekontakt a1. Ändert ein Schalter
seine Stellung, so wird die Kontrollkette kurzzeitig unterbrochen; das Relais A
fällt ab und kann zunächst nicht wieder ansprechen, da die Kette am Kontakt a1 unterbrochen
bleibt. Über den Kontakt a2 wird ein Meldestromkreis geschlossen, der das Relais
L zum Ansprechen bringt; das Relais L bringt seinen Kontakt h zum Schließen
und stellt -damit einen Stromkreis für das Melderelais M in der Hauptstation her.
Das Relais M legt seinen Kontakt 4a1 um, wobei das Prüfrelais eingeschaltet wird
und durch Schließen des Kontaktes p1 die Ingangsetzung der Wähleinrichtungen bewirkt
wird. a. Übertragung der Schalter-Stellungsmeldungen In der Unterstation sind an
einzelne Wählerkontakte der Kontaktbank Ha Schalterhilfskontakte ösll und ös21 angeschlossen.
Beim Wählerumlauf wird in den Kontaktstellungen geprüft, ob der Meldekontakt geschlossen
oder offen ist. Bei geschlossenem Meldekontakt kommt das Relais L zum Ansprechen
und bewirkt über den Kontakt h ein Ansprechen des Melderelais M in der Hauptstation.
Ist der Meldekontakt offen, so kommt das Relais L nicht zum Ansprechen, und auch
das Relais M bleibt stromlos. Entsprechend dem AnschluB der Schalterhilfskontakte
in der Unterstation liegen in der Hauptstation an der Wählerbank I a die Umschaltkontakte
r12 und r22 der Rückmelderelais ftl und R2. Die Rückmelderelais sind an entsprechende
Kontakte der Wählerbank I b angeschlossen. In jeder Wählerstellung wird geprüft,
ob die Stellung der Rückmelderelais bzw. ihrer Kontakte r12, r22 mit der über das
Melderelais M gemeldeten Schalterstellung übereinstimmt. Diese Prüfung nimmt das
Prüfrelais P in Verbindung mit dem Umschaltkontakt nzl und den Kontakten r1, und
r22 vor. Wenn die gemeldete Schalterstellung mit der Meldung des Rückmelderelais
übereinstimmt, so spricht das Relais P an, und der Wähler kann weitergeschaltet
werden. Stimmt die Meldung des Rückmelderelais mit der gemeldeten Schalterstellung
nicht überein, so wird der Wähler zunächst stillgesetzt und das Rückmelderelais
umgeschaltet. Nach der Umschaltung läuft der Wähler weiter.
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Wenn beispielsweise in der Wählerstellung 3 eine Änderungsmeldung
eintrifft, so bleibt der Wähler in dieser Stellung stehen, da in der Unterstation
der Ölschalterhilfskontakt ösll geöffnet wurde und infolgedessen in der Hauptstation
das Relais M nicht zum Ansprechen kam. Das Prüfrelais findet sowohl über den Kontakt
r12 als auch über den Kontakt nal positives Potential vor. Es muß also eine Umschaltung
des Rückmelderelais R1 erfolgen. Hierzu sind jedoch noch einige Voraussetzungen
notwendig.
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In der Hauptstation sind zwei Relais FA und FL angeordnet.
Wenn der Wähler der Hauptstation seine Nullstellung verläßt, so wird beim Arbeiten
des Impulsrelais über den Kontakt i4 das Relais FA erregt und, da es ebenfalls Verzögerung
besitzt, auch über die Ablaufzeit des Relais J hinaus gehalten.-Über die Wählerbank
I c wird über den Kontakt fa das Relais FL erregt. Wird der Wähler während
seines Umlaufes infolge einer Änderungsmeldung stillgesetzt, so fällt zunächst das
Relais FA infolge Aufhörens der Impulse vom Relais J her ab und bewirkt durch Umlegen
des Kontaktes fa ein Abfallen des Relais FL. Dabei wird der Kontakt fll ,geschlossen,
und es kann nunmehr eine Umschaltung des Rizckmelderelais R1 erfolgen.
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Das Rückmelderelais R1 ist zunächst, wie in der Zeichnung dargestellt,
über seinen Haltekontakt rll und den Schutzwiderstand erregt entsprechend der bisherigen
Meldung. Wenn nun der Kontakt fll schließt, wird über den Kontakt ml, der, wie schon
erwähnt, in Stellung 3 nicht zum Ansprechen kommen konnte, das Relais R1 kurzgeschlossen.
Das Relais fällt ab, und es %verden die Kontakte r12, rls, r14 umgelegt, der Kontakt
rll wird geöffnet. Das Relais P wird über den Kontakt r, mit seiner einen Wicklungsseite
an Minus gelegt, kommt zum Ansprechen und bewirkt über den Kontakt p1 eine weitere
Fortschaltung der Wähler. Die Relais FA, FL
werden wieder eingeschaltet.
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Bei einer Stellungsänderungsmeldung für das Relais R2 würde in der
Kontaktstellung q. der Wähler ein Meldeimpuls in der Hauptstation eintreffen, da
in der Unterstation der Schalterhilfskontakt sich geschlossen hätte. Das Relais
M legt dabei seinen Kontakt ml
um; der Wähler bleibt zunächst stehen.
Nach Schließen des Kontaktes fll wird über die Wählerbank I b Minuspotential an
das Relais R2 gelegt, das Relais spricht an und hält sich über den Kontakt r21.
Die übrigen Kontakte dieses Relais werden umgelegt, und über den Kontakt r.,2 wird
das Relais P zum Ansprechen gebracht, so daß clie Fortschaltung weitergehen kann.
3. Anzeige der Fernmeldungen Die Schalterstellungen werden durch Quittungsschalter
in der Hauptstation angezeigt, von denen in der Figur die Kontakte qll, q12 und
q21, q22 dargestellt sind. Entspricht die Stellung des Quittungsschalters der Stellung
des Melderelais und damit der gemeldeten Schalterstellung, so liegt die Quittungslampe
unmittelbar an Spannung und brennt ruhig. Bei -Nichtübereinstimmung wird die Lampe
an eine Flackerstromquelle gelegt und flackert im Rhythmus des Arbeitens der Flackerrelais
FA und FL. Es fließt dabei ein Strom über die Ouittungslampe, z. B. Qh, den
Kontakt des Quittungsschalters, z. B. q", den Umschaltkontakt des zugehörigen Rückmelderelais
rls, die Wicklung des Relais C, den Kontakt hl, die Wicklung des Relais
FA. Die Lampe kommt nicht zum Aufleuchten, da der Strom zu gering ist, wohl
aber spricht das Abfallv erzögerungsrelais FA an. Durch Umlegen des Kontaktes fa
wird das Relais FL, welches über die Nullstellung der Wählerbank 3 erregt ist, abgeschaltet
und fällt verzögert ab. Nach Abfall von Relais FL wird über die Kontakte
f12 und h2 unmittelbar Spannung an die Quittungslampen gelegt. Diese leuchten dabei
auf; gleichzeitig wird die Wicklung des Relais FA kurzgeschlossen, so daß dieses
Relais abfällt. Nach Abfall von Relais FA wird der Kontakt fal wieder umgelegt,
das Relais FL wieder abgeschaltet, der Kontakt f122 wieder geöffnet, so daß
die Ouittungslampe wieder dunkel wird. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange,
bis der Quittungsschalter verstellt wird und die Lampe Qll unmittelbar mit der Plusschiene
verbunden wird.
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Das Relais C hat den Zweck, beim Vorliegen einer Stellungsänderungsmeldung
die Wähleinrichtungen in der 25. Stellung so lange festzuhalten, bis sämtliche Änderungsmeldungen
quittiert sind. Solange nämlich noch irgendeine der Lampen Strom über die Flackereinrichtung
erhält, bleibt das Relais C erregt und unterbricht am Kontakt cl den zu dem Impulsrelais
J führenden Stromkreis, der die Fortschaltung bewirken würde. Die 25. Kontaktstellung
wird als Quittierungsstellung bezeichnet. 4. Arbeiten der Wiedereinschaltvorrichtung
beim ersten Ausführungsbeispiel Wenn ein Schalter in der Unterstation durch Überstrom
zur Auslösung kommt, so wird über das Anlaßrelais A von der Unterstation aus ein
Anreiz zum Anlauf der Wählerapparatur der Hauptstation gegeben, und es wird während
des Umlaufes der Wähler die neue Stellung des selbsttätig ausgeschalteten Schalters
gemeldet. Angenommen, diesem Schalter seien die Hilfskontakte ösll und öslp zugeordnet:
in der Stellung 3 wird dann die Meldung zur Hauptstation übertragen werden, und
es wird das Rückmelderelais R, zum Abfallen gebracht, und .bei Änderung der Stellungen
der Kontakte dieses Rückmelderelais wird über den Kontakt r,3 die Quittungslampe
an die Flackereinrichtung angeschaltet. Da während des Umlaufes der Wähler das Relais
H jedoch abgefallen ist, die Kontakte hl, h2 also geöffnet sind, kann die Flackereinrichtung
vorläufig noch nicht wirksam werden. Sowie jedoch der Wähler in die 25. Stellung
kommt, kommt das Relais H zum Ansprechen und schließt seine Kontakte hl, h2. Dabei
wird die Flackereinrichtung in Wirksamkeit gesetzt, und durch das Ansprechen des
Relais C wird eine Fortschaltung über diesen Kontakt hinaus verhindert. Nach dem
Anlaufen wird der Wähler die Stellung 25 in beispielsweise i 5 Sek. erreichen. Gleichzeitig
mit dem Anfassen der Wähler wird in der Unterstation beim Ausfallen des Schalters
die Wiedereinschaltvorrichtung in Gang gesetzt, die nach einer gewissen Laufzeit
den gefallenen Schalter wieder einschaltet. Die Laufzeit beträgt beispielsweise
16 Sek. Sowie die Wiedereinschaltvorrichtung den Schalter in der Unterstation einschaltet,
werden dabei die Kontakte wil und wie betätigt. Über den Kontakt ad, wird das Relais
L zum An-
sprechen gebracht, welches über den Kontakt l, das Melderelais
M zum Ansprechen bringt. Der Kontakt ml wird umgelegt, und beim Schließen des Kontaktes
il, wird das Relais Z erregt, da die Wähler schon vor dem Arbeiten der Wiedereinschaltvorrichtung
in die Quittierungsstellung gekommen waren. Beim Ansprechen legt das Relais Z seinen
Kontakt z, um und vollendet damit einen Stromkreis für das Relais P, das seinen
Kontakt p, schließt. Da aber das Relais C auch in der 25. Kontaktstellung angesprochen
hat,-kann bei Schließung des Kontaktes pl eine Fortschaltung des Wählers noch nicht
unmittelbar erfolgen, sondern erst dann, wenn entweder der Kontakt cl geschlossen
wurde oder, was nunmehr eintritt, der Kontakt x=
geschlossen wird.
Die Wähler schalten also in der Nullstellung fort.
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Da in der Unterstation beim Arbeiten des Kontaktes wie das Relais
A zum Abfallen gekommen war, wird von der Unterstation her ein erneuter Umlauf der
Wähler eingeleitet.
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Beim Ansprechen des Relais Z war auch der Kontakt z$ geschlossen worden.
Da das Rückmelderelais R1 bei seiner Verstellung den Kontakt r, geschlossen hatte,
der Quittungsschalter in der Zwischenzeit jedoch noch nicht betätigt war, wird beim
Schließen des Kontaktes z3 ein Stromkreis für die Zähleinrichtung ZAl geschlossen.
Diese Zähleinrichtung kommt zum Ansprechen und zeigt an, daß die Wiedereinschaltvorrichtung
in der Unterstation einmal gearbeitet hat.
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Nach dem erneuten Umlauf der Wähleinrichtungen werden diese wiederum
auf dem Kontakt 25 angehalten. Wa;r in der Unterstation der Schalter nach dem W
iedereinschalten erneut ausgefallen und war infolgedessen die Wiedereinschaltvorrichtung
erneut zum Ansprechen gekommen, so wird in der 25. Kontaktstellung das Relais
Z in der Hauptstation zum zweitenmal zum Ansprechen gebracht. Dabei wird über die
Kontakte z1, z2 die Wähleinrichtung zu einem neuen Umlauf freigegeben, und über
den Kontakt z3 wird die ZähleinrichtungZA1 zum zweitenmal zum Ansprechen gebracht.
Man kann also in der Hauptstation an-dee Zähleinrichtung ohne. weiteres erkennen,
wie oft ein Schalter in der Unterstation durch die Wiedereinschaltvorrichtung eingeschaltet
wurde.
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5. Arbeiten der Wiedereinschaltvorrichtung beim zweiten Ausführungsbeispiel
Beim zweiten Ausführungsbeispiel wird der Wähler beim Eintreffen einer Schalterstellungsänderungsmeldung
ebenfalls in der 25. Kontaktstellung so lange angehalten, bis diese Änderungsmeldung
quittiert wurde. Ist ein Schalter automatisch ausgeschaltet worden und infolgedessen
die Wiedereinschaltvorrichtung zum Ansprechen gekommen, so wird ebenfalls in der
25. Kontaktstellung über den Kontakt wil der Unterstation das Relais L und über
den Kontakt[, das MelderelaisryM in der Hauptstation zum Ansprechen gebracht.
Durch Umlegen des Kontaktes in, wird genau so wie beirrt ersten Ausführungsbeispiel
das Relais Z zum Ansprechen gebracht. In diesem Fall hat jedoch -das Relais Z eine
andere Wirkung. Das Relais Z betätigt nämlich eine zeitverzögerte Schalteinrichtung,
die ihre Kontakte sofort in eine andere Lage bringt, sie jedoch erst nach Ablauf
einer längeren Zeit wieder in die ursprüngliche Lage zurückbringt. Die Ablaufzeit
der Schalteinrichtung ist so gewählt, daß sie etwas kürzer ist als die Ablaufzeit
der Wiedereinschaltvorrichtung. Beim Ansprechen des Relais Z wird am Kontakt z1
ein Ansprechstromkreis für das Relais P unterbunden. Infolgedessen kann auch der
Kontakt p1 nicht geschlossen werden, und der Stromkreis für das Impulsrelais j muß
bis zum Abfall der zeitverzögerten Schalteinrichtung geöffnet bleiben. Am Kontakt
z2 wird der Stromkreis 'für das Relais FL abgeschaltet, so daß dieses Relais,
das normalerweise in der 25. Kontaktstellung mit dem Relais FA zusammen in Flackerschaltung
wirken würde, zum Abfall kommt und seinen Kontakt fh dauernd geschlossen hält. Die
flackernde Lampe, die dem verstellbaren Schalter zugeordnet ist, wird infolge Abschaltung
des Relais FL wieder dunkel. Am Kontakt z3 wird ein Stromkreis geschlossen,
der die Zähleinrichtung ZAi zum Ansprechen bringt. Die Fortschaltung der Wähler
bleibt so lange unterbunden, bis die Wiedereinschaltvorrichtung in der Unterstation
kurz vor dem erneuten Arbeiten steht.
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Wenn der Schalter der Unterstation nochmals hinausgefallen ist und
die Wiedereinschaltvorrichtung zum zweitenmal in Tätigkeit tritt, wird die zeitverzögerte
Schalteinrichtung von neuem in Tätigkeit gesetzt und hält die Wähleinrichtung nochmals
für eine längere Zeit in der Quittierungsstellung fest. Tritt kein erneutes Arbeiten
der Wiedereinschalteinrichtung ein, so kommt die zeitverzögerte Schalteinrichtung
zur Ruhe und gibt die Fortschaltung der Wähler frei. Diese kann jedoch erst dann
erfolgen, wenn in der Hauptstation sämtliche Stellungsänderungsmeldungen quittiert
sind und damit nach Abfallen des Relais C der Stromkreis für das Impulsrelais J
am Kontakt z1 hergestellt wurde: Sind im Anschluß hieran die Wähler in die Nullstellung
gekommen, so werden sie zu einem erneuten Kontrollumlauf angereizt, da in der Unterstation
bei dem selbsttätigen Wiederausschalten der Schalter das Anreizrelais A zum Abfallen
gekommen war.