DE7038334U - Bauelementensatz, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen für ein Gebäude in Skelettbauweise - Google Patents
Bauelementensatz, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen für ein Gebäude in SkelettbauweiseInfo
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Description
Die Neuerung betrifft einen Bauelementensatζ aus vorgefertigten
Stahlbetonteilen für ein Gebäude in Skelettbauweise, bestehend aus geschoßhohen Stützen, zwischen diesen anzuordnende Unterzüge mit seitlichen Konsolbänken und auf diesen auflagerbare,
sich quer zu den Unterzügen erstreckende Deckenplatten.
Für Geschoßbauten gibt es bereits verschiedene Konstruktionssysteme, bei denen das aus Fertigteilen zusammengesetzte Skelett die vertikalen Lasten abträgt und Kerne
oder !Scheiben aus Ortbeton die horizontale Aussteifung übernehmen. Diesen Systemen haften jedoch noch die Nachteile an, daß die einzelnen Fertigbauteile wegen ihrer
komplizierten Formgebung verhältnismäßig teuer sind und der Zusammenbau der Fertigteile an der Baustelle
einen vertiLtnismäßig großen Arbeitsaufwand fordert.
So sind bei eis eon Gebäude in Skelettbauweise der ©in=
gangs erwähnten Bauart die Stützen durchlaufend ausge-
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bildet. Lediglich aus Herstellungs- und Transportgründen
sind die Stützen in einzelne geschoßhohe Teile aufgeteilt. An der Baustelle werden diese i'eiie durch Schrauben miteinander
verbunden. Zu diesem Zweck muß jedes der ßtützenteile
am Kopf und Fuß eine Stahlplatte aufweisen. Zur Verbindung dieser Stahlplatte mit dem Beton der Stütze
ist ein erheblicher Material- und Arbeitsaufwand erforderlich. Auch in die Fundamente müssen derartige Stahlplatten
eingelassen werden. Die Verbindung der einzelnen Stützenteile an der Baustelle erfordert ebenfalls einen
verhältnismäßig großen Arbeitsaufwand. An jedem Stützenkopf sind vier nach oben vorstehende Stehbolzen vorgesehen.
Die auf diesen Stehbolzen angeordneten Kuttern müssen zunächst in der richtigen Höhenlage justiert
Herden. Dann wird 'die folgende Gtütze auf die Stehbolzen
abgesenkt. Wegen des erheblichen Gewichtes dieser Stütze ist diese schwierig zu dirigieren und eine Beschädigung
des Gewindes der Stehbolzen kaum zu vermeiden. Nachdem die Stütze abgesetzt ist, müssen weitere Nuttern
auf die Stehbolzen aufgeschraubt werden und schließlich muß die zwischen den beiden Stahlplatten verbleibende
Fuge mit Ortbeton ausgestopft werden.
Diese Konstruktion hat ferner den Nachteil, daß die zusammengeschraubten
Stützen nicht nur Normalkräften sondern auch. Biegemomenten unterworfen sind. Aus diesem Grund
müssen sie eine entsprechend kräftige Bewehrung aufweisen.
Ferner besitzt jede Stütze unterhalb ihres Kopfes zwei
seitlich vorstehende Konsolen zur Auflagerung der gabeiförmigen Enden der Unterzüge. Derartige Konsolen und
gabelförmige Enden verteuern die Herstellung und können bei der Montage leicht beschädigt werden.
k 75
Die Unterzüge sina als Einfeldträger ausgebildet und
weisen einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf.
Zur Erhöhung der Torsionsst-.-·,.. i.'igksit müssen Querrippen
zwischen den U-Stegen vorgesehen eein. Dies ergibt zusammen mit den gabelförmigen Enden eine äußerst komplizierte
Schalung, die kaum Variationen in der Länge ermöglicht. Außerdem haben die Einfeldträger eine verhältnismäßig
große Bauhöhe, so daß einerseits viel Material zu ihrer Herstellung benötigt wird und andererseits die
nach unten über die Deckenplatten vorstehenden Unterzüge die Verlegung von Inäfellationsleitungen behindern. Aus
diesem Grund sind in den Stegen der Unterzüge Installationsöffnungen vorgesehen, die es jedoch stets erforderlich
machen, daß die Installationsleitungen zu diesen öffnungen geführt werden.
Wegen der verhältnismäßig großen Breite der Unterzüge und ihrer geringen Torsionssteifigkeit ergeben sich bei größeren
Spannweiten MontageSchwierigkeiten. Um eine zu starke Verformung
des Unterzuges durch einseitige Auflagerung der Deckenplatten zu verhindern, sind Montageabstrebungen erforderlich.
Schließlich ist die Oberseite der Unterzüge etwa 11 cm
unterhalb der Oberseite der Deckenplatten angeordnet. In diesem Raum zwischen Deckenplatten und der Oberseite
der Unterzüge werden Bewehrungen eingebracht, mit Ortboton vergossen, der zur Herstellung einer zusammenhängenden
Deckenscheibe dient. Es sind hier verhältnismäßig große Mengen von Bewehrungen und Ortbeton an der
Baustelle einzubringen, vas einen dementsprechenden Arbeitsaufwand
erfordert.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bauelementensatz, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen für ein
Gebäude in Skelettbauweise zu schaffen, dessen Einzelteile
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einfacher in ihrem Aufbau, b-Xliger in iker Herstellung
und leichter zu variieren sind, wobei der an der Baustelle erforderliche Montageaufwand auf ein Miη-imum verringert ist.
Dies wird durch die Erfindung dadurch erre-iuic;, daß
a) die Stützen als annähernd geschoßhohe echte Pendelstützen
oder als annähernd geschoßhohe Stützen mit ebenen Stirnflächen und an den Stirnflächen
angeordneten, aus Elastomeren bestehenden Auflagerplatten ausgebildet sind, wobei sich jede Stütze
jeweils von einer Fundamentplatte bzw. von der Oberseite eines Unterzuges bis zur Unterseite des
darüberliegenden Unterzuges erstreckt,
b) die Unterzüge als Durchlauf- oder Gerberträger ausgebildet und mit ihrer Unterseite auf den oberen Stirnflächen
der Stützen auflagerbar sind,
c) die Auflagerflächen der Konsolbänke und der Deckenplatten mit einer horizontale,, quer zu dem Unterzug
gerichtete Kräfte übertragenden Profilierung versehen sind.
Bei dieser Konstruktion sind die Stützen äußerst einfach in der Herstellung, da sie weder Konsolen noch Verbindungsplatten
aufweisen. Da die Stützen als echte Pendelstützen nur Normalkräfte, jedoch keine Biegemomente erhalten können,
ist der Bewehrungsanteil äußerst wirtschaftlich. Auch bereitet es kaum Schwierigkeiten, mit ein und derselben
Schalung Stützen unterschiedlicher Höhe herzustellen . Die Fundamente unter den Stützen erhalten ebenfalls
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h^jC Normalkräfte, weshalb die Aufwendungen für die Gründung
minimal sind, für die Fundamente kann auch Beton geringer oder Bittlerer Festigkeit verwendet werden. Da eine gegenseitige Verschraubung der Stützen entfällt, ist der Montageaufwand an der Baustelle gering. Jede Stütze wird
lediglich durch zwei Streben gehalten, bis die Unterzüge und die Deckenplatten des darüberliegenden Geschoßes
montiert sind und worauf die Streben wieder entfernt werden können. Da die Unterzüge auf den oberen Stirnflächen
der Stützen aufgelagert sind, können sie als Durchlaufoder Gerberträger ausgebildet sein. Es ist keins besondere gabelföimige Ausbildung der Enden erforderlich. Vorteilhaft weisen die Unterzüge einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf und sind deshalb einfach zu fertigen« Auch eine Änderung der Länge der Unterzüge bereitet
keine Schwierigkeiten. Besondere Bedeutung hat die Ausbildung der Auflageflächen der Konsolbänke und der Deckenplatten, indem diese mit einer horizontalen, quer zu dem
Unterzug gericht et ea Kräfte übertragenden Profilierung
versehen sind. Hierdurch greifen Unterzug und Deckenplatte
an ihren Auflagerflächen ineinander und sind schon während
der Montage in ihrem unteren Bereich zug- und ächubfest
miteinander verbunden. Im oberen Bereich werden während der Montage Keile in der fuge zwischen Unterzug und Deckenplatte angeordnet. Auf diese Weise wird eine Torsion des
Unterzuges aua einseitiger Belastung während der Montage vermieden. Es kann jegliche Abstützung der Unterzüge
während der Montage entfallen.
Weitere Vorteile sowie Einzelheiten der Erfindung siiid
in folgendem anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungebeispielen erläutert.
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Es zeigen:
Fig. 1 den Grundriß des neuen Gebäudes,
I?ig. 2 einen Querschnitt parallel zu den Unterzügen während
der Montage,
Fig. 3 einen Teillängsschnitt durch Unterzug und Stütze
nach dar Linie III-III der Fig. 1,
Fig. 4- einen Horisontalschnitt nach er Linie IV-IV der
K-g. 3,
Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie V-V während der
Hontage,
Fig. 6 einen QJöillängsschnitt nach der Linie VI-VI der
Fig. 7 einen Teilquerschnitt durch die Konsolbank annähernd
in natürlicher Größe,
Fi.g. 8 einen Querschnitt nach der Linie VIII-VIII der
Fig. 6, teilweise als zweites Ausführungsbeispiel
Fig. 9 einen Teilquerschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel.
In der Zeichnung sind mit 1 die Stützen, mit 2, 2a, 2b, 2c die Unterzüge und mit 3 die Deckenplatten bezeichnet. Sie
Stützen 1 sind annähernd geschoßhoch ausgebildet, wobei ihre Lange L um die Höhe h der Unterzüge geringer ist als die tatsächliche
Geschoßhöhe H. Jede der Stützen 1 ist an ihrer oberen Stirnfläche kugelkalottenföxmiis ausgebildet und ötützt
sich in einer entsprechenden kugelkalottenförmigen Ausspaiung
4 des Unterzuges ab. Die untere Stirnfläche 1b ,jeder Stütze
ist ebenfalls kugelkalottenförmig ausgebildet und stützt sich in einem Lagerstück ^ ab, welches an seiner Oberseite eine
kugelkalottenföxmige Aussparung 6 aufweist und an seiner
Unterseite eben aungebildet ist. Um bei der Montage eine gewisse Zentrierwirkung zu erzielen, ist jeweils der
Radius B der Ausspeirungen 4 bzw. 6 größer als der Radius r der Stirnflächen 1a und 1b der Stützen 1. Durch
die kugelkalottenförmige Ausbildung der Stirnflächen 1a und 1b, sowie ihrer Abstützung gegenüber den Unterzügen
wirken die Stützen 1 als echte Pendelstützen und nehmen nur Normalkräfte, jedoch keine Biegemomente auf.
Die Abstützung jeder Pendelstütze an den aus Ortbeton
bestehenden Fundamenten 7 erfolgt ebenfalls unter Zwischenschaltung
je eines Lagerstückes 5»
Da die Unterzüge 2 bis 2c mit ihrer Unterseite direkt auf den oberen Stirnflächen 1a der Stützen aufgelagert
sind, können sie als Durchlaufträgerv odei· wie es in
der Zeichnung dargestellt ist, als Gerjerträger ausgebildet
sein. Lei der Ausbildung als uerberträger kommen
insgesamt nur vier verschiedene Unterzugtypen 2, 2a, 2b, 2c vor, die in einer Grundschalungsform hergestellt werden können. Werden die Unterzüge als Durchlaufträger ausgebildet,
so erfolgt ihre Herstellung aus Spannbeton, zweckmäßig ebenfalls in einzelnen Stücken, die dann an
der Baustelle gegenseitig verspannt werden.
Jeder der Unterzüge, die zweckmäßig einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, besitzt beidseitig im unteren Bereich
je eine sich in Längsrichtung erstreckende Konsolbank
8. Die Auflagefläche 9 dieser Konsolbank ist mit einer Profilierung 10 versehen, die aus in Längsrichtung
der Unterzüge verlaufenden Rippen besteht. Vorteilhaft ist die Profilierung 10 der Auflageflächen 9 im Querschnitt
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sägezahnartig ausgebildet, wie es insbesondere aus
hervorgeht.
Die Deckenplatten 3 können, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, als sogenannte TT-Platten oder als Trogplatten ausgebildet sein. An den Enden sind ihre Stege
3a ausgeklinkt und weisen eine horizontale Auflagefläche
11 auf, die ebenfalls mit einer aus Längsrippen bestehenden Profilierung 12 versehen ist. Entsprechend
der Profilierung 10 an den Konsolbänken 8 ist die Profilierung 12 an den Deckenplatten ebenfalls sägeζahnartig
ausgebildet.
Diese Ausbildung ist in Fig. 7 näher dargestellt. Wie
man hieraus erkennen kann, ist die Zahnhöhe Z, die bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel etwa 3 aim beträgt,
und normalerweise zwischen 2 bis 5 nun liegt, verhältnismäßig gering. Demgegenüber beträgt die Zahnteilung
T bzw. t etwa 15 bis 25 mm.
Aus herstellungstechnischen Gründen wird es sich kaum erreichen lassen, daß die Profilierung 10 und 12 einander
genau entsprechen. Insbesondere gibt es bei der Herstellung und bei der Montage Abweichungen vom Längenmaß
der Deckenplatten 3. Um bei der Montage einen derartigen Toleranzausgleich in Richtung A zu ermöglichen,
werden bei der Montage der Deckenplatten zwischen dia profilierten Auflageflächen 9 'und 11 Streifen 13 aus
elastisch oder plastisch verformbaren Material eingelegt. Als besonders geeignet hat sich Blei, Asbest
oder bitumengetränkte Pappe bewährt. Es können jedoch auch Streifen aus Elastomeren verwendet va-den. Diese
Streifen 13 übertragen die horizontalen Kräfte von der Deckenplatte auf den Unterzug und umgekehrt, ohne daß
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die Verzahnungen 10 und 12 exakt ineinander au greifen brauchen. Weiterhin, haben die Streifen 1J die Funktion
eine» Höhenausgleichee in Sichtung B. Dieser durch
Fertigungmingenauigkeit erforderliche Höhenausgleich
in Hichnmg B wird durch Verwendung von Streifen 13
mit unterschiedlicher Stärke erreicht« 3?ür die Montage
sind die profilierten Auflageflächen 9ι 11 und die dazwischen angeordneten Streifen 13 von besonder Bedeutung, auf die später noch eingegangen wird.
Bei der Montage könnte es vorkommen, daß die Spitzen der
Zähne 10 und die der Zähne 12 aufeinander zu liegen kommen, wodurch unter Umständen das Material der Streifen 13
abgequetscht werden würde. Um dies zu verhindern, verwendet man zweckmäßig bei der Profilierung 10 und
der Profilierung 12 unterschiedliche Zahnteilungen T und t, so daß maximal nur ein Zahnpastr mit den Zahnspitzen aufeinandertreffen könnte. Infolge der hohen
Belastung wird dieses Zahnpaar jedoch dann abgeplattet
werden·
Um fertigungsungenauigkeiten in der Höhe ausgleichen zu
komm, ist es zweckmäßig, die Unterzüge 2 bis 2c im Bereich der Stützen 1 an ihrer Oberseite mit einer Vertiefung 14 zu versehen. In diese Vertiefungen kann vor
der Montage der Stützen eine entsprechende Menge Aus·"
gleichsmasse eingegossen werden, worauf das Lagerstück
6 aufgesetzt und entsprechend der Länge der vorher vermessenen Stütze nivelliert wird. Durch die Verwendung
der Vertiefung 14 dient diese gleichzeitig aueh ale Jbrm
für die Ausgleichsmasse 15 und verhindert das seitliche
Heraustreten derselben.
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Um die Arbeiten an der Baustelle auf ein Minimum zu beschränken, ist es ferner vorteilhaft, wenn der Abstand
der Auflagetflachen 9 bzw. 11 von der Oberseite der Unterzüge
und der Oberseite der Platten annähernd gleich groß ist, und die Unterzüge im Bereich der Stoßfugen 16 der
Deckenplatten 3 querverlaufende Aussparungen 17 aufweisen. In diese Aussparungen werden naeh erfolgter Montage
der Deckenplatten Bewehrungsstäbe 18 eingelegt, die sich über die Unterzüge hinweg in die Stoßfuge 16 zwischen
den Platten über die ganze Gebäudebreite hinweg erstreckt. In die Aussparungen 17 und die Stoßfugen 16 wird nach
dem Einbringen der Bewehrungsstäbe 18 Ortbeton eingegossen,
so daß eine zusammenhängende Deckenscheibe enti|
steht, Die Bewehrungsarbeiten und der erforderliche Ortbeton sind dabei auf ein Minimum beschränkt.
Die Montage des neuen Gebäudes erfolgt in folgender
Weise:
Auf die vorhandenen Fundamente 7 werden in die vorbereiteten Aussparungen, ähnlich der Vertiefungen 14 in
den Unterzügen 2, die Lagerstücke 5 eingesetzt und unter Zwischenschaltung einer Ausgleichsmasse einniviliiert»
Ohne jeden Verguß werden die Pendelstützen abgesetzt und
mit je zwei Stäben 19 gehalten. Die Höhenlage der Stützen ist bekannt, da ihre tatsächliche Länge bereits auf dem
Stapelplatz vermessen wurde. Anschließend werden die Unterzüge aufgesetzt, wobei mit dem Unterzug 2 begonnen
wird. Es folgen dann die Unterzüge 2a, 2b und 2c. Die Zentrierung der Unterzüge erfolgt automatisch durch die
obenbeschriebene spezielle Ausbildung der oberen Stirnflächen 1a der Stützen 1 und der Aussparungen 4.
Sobald »Wei Reihen Unterzüge montiert sind, erfolgt d"
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Montage der Platten 3· In der Zwischenzeit können weitere
Unterzüge montiert werden. Die Platten 3 werden ohne jegliche
Unterstützung oder Verguß auf die Konsolbänke 8 der Unterzüge aufgelegt. Hierbei erfolgt der Höhenausgleich
mittels der Streifen 13· Da die Horizontalkräfte sofort
nach dem Auflegen der Deckenplatten 3 durch die Profilierungen 10 und 12 sowie den Streifen 13 übertragen wird,
ist es möglich,jede Platte durch insgesamt vier Holzkeile
20 (Fig. 5) gegen den Unterzug zu verklemmen. Auf diese Weise wird eine Torsionsverformung des Unterzuges durch
einseitige Belastung bei der Montage vermieden. Das Einlegen der Bewehrungsstäbe 18 und das Vergießen der Stoßfugen
16 bsw. der Aupsparungen 17 braucht erst zu erfolgen,
wenn die Deckenplatten eines ganzen Geschoßes verlegt sind. Die nachfolgenden Geschoße können aowJil
in turmweiser als auch in geschoßweiser Montage sofort verstellt werden. Dies geschieht in genau der gleichen
Weise, wie für das unterste Geschoß beschrieben. Es werden zunächst wieder die Lagerstücke entsprechend den vorher vermessenen Stützen mittels der Ausgleichsmasaa einnivilliert
und dann die Stützen abgesetzt. Hierbei haben Fehler bzw. Maßabweichunge-n aus den unteren Geschoßen
keinen Einfluß mehr, da ein Höhenausgleich in jedem Stoßwerk ohne Zusatzmaßnahme gegeben ist. Da die
Konstruktion im Hontagezustand statisch bestimmt ist,
ergeben sich keine nachteiligen Zwangskräfte. Erwähnenswert ist noch, daß die Fugen zwischen den Deckenplatten
und den Unterzügen nicht vergossen zu werden brauchen, da der durchgehende Verguß der Stoßfuge 16 und der Aussparung
17 eine fast monolytische Deßkenscheibe ergibt·
Während bei dem bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel das in Skelettbauweise errichtete Gebäude an
einem oder mehreren Kernen K , in denen in bekannter
Weise Treppenhäuser und Installationsleitungen montiert
sind, horizontal abgestützt ist, kann bei dem im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel eine derartige
Abstützung unter umständen entfallen. Bei dem in Pig. 8 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel weisen die
Stützen 1' im Gegensatz zu den vorbeschriebenen Pendelstützen
ebene Stirnflächen 1c auf. Zwischen diesen ebenen Stirnflächen 1c und den Untrzügen 2 sind ebenfalls ebene
Auflagerplatten 21 angeordnet, die aus Elastomeren best ehen. Bei horizontal gerichteten Kräften werden die
Auflagerplatten durch Schiefstellung der Stützen 11
bzw. ihrer Stirnflächen 1c gegenüber den Unterzügen an disg:onal gegenüber liegenden Seiten komprimiert.
Hierdurch entstehen Bückstellmomente, die der Horizontalkraft entgegenwirken und eine weitere Schrägstellung
der Stütze verhindern. Es wird auf diese Weise eine Art Rahmenkonstruktion aus Fertigteilen geschaffen, die
keine Abstützung an einem Kern benötigt. Als geeignetes Material für die Auflagerplatter, hat sich Neopren
erwiesen.
Damit die erzeugten Eückstellmomente genügend groß sind,
dürfen die Auflagerplatten 21 nicht zu stark sein. Das Verhältnis der Höhe der Auflagaplatten zu ihrer Kantenlänge
soll etwa 1:20 bis 1:40, vorzugsweise 1 :25 1:30 betragen.
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S^g* 9 ist noch, ein weiteres Ausführungsbeispiel für die
Auslv * *a?sg der Auflagerflächen der Xonsolbänke und der
Dec? &.tten dargestellt. Bei die sex Ausführungsbeispiel
wei ■ uxe Konsolbänke 8* in ihren Auflagerflächen 9* je
einen v .sich, in Längsrichtung erstreckenden Kanal 30 auf· In
dem Kanal 30 sind Lagerplatten aus Weichblei od. dgl. angeordnet, die in Längsrichtung des Kenales 30 verschiebbar
sind. Die Deckenplatten sind an ihren Auflagerflachen 11*
axt Vertiefungen 32 und darin angeordneten Lagerplatten 33
versehen, die ebenfalls aus Veichblei bestehen. Es ist ferner ein vorgefertigter Dübel 34 vorgesehen, der an seinen, den
Lagerplatten 31,33 zugekehrten Seiten mit spitzen Torsprüngen 35· 36 versehen ist· Der Dübel kann vorzugsweise aus Kunstharzbeton, beispielsweise mit Polyester- oder Epoxyharz gebunden sein oder auch aus jedem anderen geeigneten Material
mit dar nötigen Druckfestigkeit bestehen, beispielsweise
Asbestzement.
Bei der Hontage der Deckenplatten wird der Dübel 34 auf die
untere Lagerplatte 31 aufgelegt. Um einen Höhenausgleich
«wischen dem Unterzug und der Deckenplatte herbeizuführen, der durch Heretellungs- oder Montagetoleranzen verursacht
sein kann, ist es zweckmäßig, wenn die Dübel 34 unterschiedliche Höhe aufweisen.
Bei der Hontage wird die untere Lagerplatte 31 in dem Kanal
30 jeweils an die janige Stelle verschoben, an der der Steg 3a der zu montierenden Deckenplatte zu liegen kommt. Ein
Dübel 34 mit entsprechender Höh· wird auf die untere Lagerplatte 31 aufgelegt und dann die Deckenplatte abgesenkt·
Hierbei drüoken sich die Vorsprung· 35·36 ia das weiche
Material der Lagerplatten 31,33 ein. Es wird hiermit zwischen
der Deckenplatte und dam Unterzug ein« fest· Verbindung geschaffen, no daß horizontal·, quer zu dem Unterzug gericht·^·
Kraft· übertragen werden können.
- 12b -
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- 12b -
schaffen ist es zweckmäßig, wenn die obere Lagerplatte 33 etwa die doppelte Länge aufweist als die untere Lagerplatte
y\. Hierdurch ist sichergestellt, daß unabhängig
von irgendwelchen Herstellungs- oder Montagetoleranzen der Dübel 34- stets an der oberen Lagerplatte 33 zur Anlage
kommt.
ZO
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Claims (18)
- Ansprüche.· __elementensatz aus vorgefertigten Stahlbetonteilen für 3in Gebäude in Skelettbauweise, bestehend aus geschoßhohen Stützen, zwischen diesen anzuordnende Unterzüge mit seitlichen Konsolbänken und auf diesen auflagerbare, sich quer zu den Unterzügen erstreckende Deckenplatten, dadurch gekennzeichnet , daßa) die Stützen als annähernd geschoßhohe echte Pendelstützen (i) oder als annähernd geschoßhohe Stützen (11) mit ebenen Stirnflächen (1c) und an den Stirnflächen angeordneten, aus Elastomeren bestehenden Auflagerplatten (21) ausgebildet sind, wobei sich jede Stütze (1, V) jeweils von einer Fundamentplat te (7) bzw. von der Oberseite eines Unterzuges (2, 2a, 2c) bis zur Unterseite des derüberliegenden Unterzuges erstreckt,b) die Unterzüge (2, 2a, 2b, 2c) als Durchlauf- oder Gerberträger ausgebildet und mit ihrer Unterseite auf den oberen Stirnflächen (1a, 1c) der Stützen (1, 1') aUlagerbar sind,c) die Auflagerflächen (9, 11) der Eonsolbänke (8) und der Deckenplatte (3) mit einer horizontale, quer zu dem Unterzug gerichtete Kräfte übertragenden Profilierung (10, 12) versehen sind.
- 2. Bauelementensatz nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet , daß die Profilierung (10, 12) am in Längsrichtung der Untersüge verlaufenden Rippen besteht.
- 3. Bauelement ensat ζ nach. Anspruch η und 2, dadurch g e k e η η zeich.net , daß die Profilierung (10, 12) der Auflagerflächen im Querschnitt sägezahnartig ausgebildet ist.
- 4-, Bauelementensatz nach. Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet daß die Zahnhöhe (Z) etwa 2 bis 5 mm, vorzugsweise 2 bis 3 mm beträgt.
- 5. Bauelementensatz nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet , daß die Zat„ ^ilung (T, t) etwa 15 bis 25 mm beträgt.
- 6. Bauelementensatz nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet , d^.ß die Zahnteilung (T, t) der Auflagerflachen (9, 11) von Konsolbank (8) und Deckenplatte (3) unterschiedlich ist.
- 7· Bauelementensatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß auf den profilierten Auflagerflächen (9) der Konsolbänke (8) Streifen (13) aus plastisch oder elastisch verformbaren Material, wie Blei, Asbest, bitumengetränkte Pappe oder Elastomere, angeordnet sind.
- 8. Bauelementensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Unterzüge (2, 2a, 2c) im Bereich der Stützen an ihrer Oberseite mit einer Vertiefung (14) zum Einfüllen einer Ausgleichsmasse (15) versehen sind.
- 9· Bauelementensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Unterzüge (2, 2a, 2c) im Bereich der Stützen (1) an ihrer Unterseite eine kugelkalottenförmige Aussparung (*O aufweisen, mit einem Radius (R), der größer ist als der Radius (r) der kugelkalottenförmigen Stirnflächen (1a) der Pendelstützen (1).703R334 17.01.75
- 10. Bauelementensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß der Abstand der Auflagerflächen
(9, 11) von der Oberseite der Unterzüge (2, 2a, 2b) und
der Oberseite der Platten (3) annähernd gleich groß ist
und daß die Unterzüge (2, 2a, 2b, 2c) im Bereich der Stoßfugen (16) der Deckenplatten (5) quer verlaufende Aussparungen (17) zum Einlegen und Vergießen von sich über
die Gebäudebreite erstreckenden, in der Stoßfuge (16)
angeordneten Bewehrungsstäben (18) aufv/eisen. - 11. Bauelementensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß zur Abstützung der unteren kugelkalottenförmig ausgebildeten Stirnfläche (1b) der ^endelstützen (1) Lagerstücke (5) vorgesehen sind, die an ihrer Unterseite eben und an ihrer Oberseite eine kugolkalottenförmige Aussparung (6) mit einem fiadius (r) aufweisen,
der größer ist als der der Stirnfläche (Ib) der Pendelstütze - 12. Baueleme.ntensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß bei Stützen (11) mit ebenen Stirnflächen (1c) das Verhältnis der Höhe der Auflagerplatten zu ihrer Kantenlänge etwa 1 : 20 bis 1 : 40, vorzugsweise 1 : 25 bis 1 : 30 ist.
- 13. Bauelementensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Unterzüge (2, 2a, 2b, 2c)
einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt mit seitlichen Konsolbänken (8) aufweisen. - 14-. Bsuelementensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Konsolbänke (81) in ihren
Auflagerlfächen (91) je einen sich in Längsrichtung erstreckenden Kanal (30) mit darin angeordneten Lagerplatten (31) aus Weichblei od. dgl. aufweisen, daß die- 16 -7038334 17. nt 75Deckenplatten an ihren Auflagerflächen (11') mit Vertiefungen (32) und darin angeordneten Lagerplatten (33) aus Weichblei od. dgl. versehen sind und daß zwischen beiden Lagerplatten bei der Montage einlegbare Dübel (5*0 vorgemen sind, die sich an ihren den Lagerplatten (31* 33) zugekehrten Seiten mit spitzen Vorsprüngen (33* 36) versehen sind und sich mit diesen in die Lagerplatten eindrücken· - 15. Bauelement ensat ζ nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß die Lagerplatten (33) nur in den Stegen (3a) der Deckenplatten (31) in den Kanälen (30) der Eonsolbänke (8*) in Längsrichtung verschiebbar angeordnet sind, wobei ihre Breite etwa der der Lagerplatten (33) in den Stegen (3a) entspricht.
- 16. SäuelewentenBätä nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Länge der Lagerplatte (33) in den Steg (3a) etwa doppelt so groß ist wie die Länge der Lagerplatte (31) in dem Kanal (30) deren Länge der Kanalbreite entspricht.
- 17. Bauelementensatz nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß der Dübel (34-) an der Unterseite zwei Vorsprünge (35) und an der Oberseite einen Vorsprung (36) aufweist.
- 18. Bauelementensaiz nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet , daß zum Höhenausgläch Dübel (34) unter schiedlicher Höhe vorgesehen sind.7038334 I7.fli.75
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2051002 | 1970-10-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7038334U true DE7038334U (de) | 1975-04-17 |
Family
ID=1260634
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7038334U Expired DE7038334U (de) | 1970-10-16 | Bauelementensatz, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen für ein Gebäude in Skelettbauweise |
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0
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