DE7038032U - Hydraulische Falzmaschine - Google Patents
Hydraulische FalzmaschineInfo
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Description
Bayerische Maschinenfabrik P0J0 Schlageter, 84 Kegensburg, Prüfeninger
SohloßstraSe 7
Hydraulische Falzmaschine
Die Neuerung bezieht sich auf Falzmasc.hinen für Leder l 'er ähnliches
Material mit Messerwalze und Gegendruckwalze, die in Betrieb gegeneinander unter Druck stehen, um die Durchbiegung der Walzen aufgrund
der auftretenden Belastung auszugleichen·
Die bisheriger. Falzmaschinen berücksichtigen eine Durchbiegung der
Gegendruckwalze beim Durchlauf der zu bearbeitenden Haut nur in der Weise, daß die Gegendruckwalze möglichst starr und kräftig ausgebildet wirds, was einen erheblichen Aufwand für die Waise und für die Walzenlagerung bedingt, jedoch ein einwandfreies Ergebnis in bezug
Gegendruckwalze beim Durchlauf der zu bearbeitenden Haut nur in der Weise, daß die Gegendruckwalze möglichst starr und kräftig ausgebildet wirds, was einen erheblichen Aufwand für die Waise und für die Walzenlagerung bedingt, jedoch ein einwandfreies Ergebnis in bezug
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auf das fertige Produkt bzw. die Genauigkeit, mit der das fertige Produkt erstellt werden kann, nicht erzielen läßt. Die erheblichen
Schwierigkeiten, die in dieser Hinsicht bei Falzmaschinen auftreten,
beruhen darauf, daß die Dicke und die Konsistenz der zx; bearbeitenden
Häute von Fall zu Fall variiert, und daß insbesondere auch ein und dieselbe Haut vom einen Ende zum anderen erhebliche Unterschiede
in bezug auf die Dicke und die Konsistenz aufweist.
Es ist z.B. bei Kunststoffkalandern bekannt, das Durchbiegen der
beiden miteinander zusammenwirkenden Walzen, zwischen denen die Kunststoffbahn hindurchläuft, dadurch auszugleichen, daß eine Gegenspannung
auf die Lagerung aufgebracht wird. Die Größe dieser Gegenspannung kann bei der Herstellung von Materialbahnen, die durchgehend
die gleiche Dicke aufweisen, relativ einfach ermittelt und tabellarisch zusammengestellt werden, so daß bei der Herstellung
von Bahnen verschiedener Dicke die jeweilige Größe der Vorspannung leicht festgelegt werden kann. Eine derartige, fest vorgegebene Einstellung
ist jedoch für die Zwecke vorliegender Erfindung unzureichand'
Es ist deshalb zur Erzielung der gewünschten Genauigkeit im Endprodukt,
nämlich der gefalzten Haut, bei Falzmaschinen der eingangs beschriebenen Art notwendig, die Größe einer Gegenspannung auf das
Ausmaß der Durchbiegung der Gegendruckwalze abzustimmen, und zwar während des Durchlaufes einer Haut»
Gemäß äer Neuerung wird hierzu vorgeschlagen, hydraulische Spann—
lager zur Erzeugung der Gegenspannung vorzusehen. Dabei ™/ird eine
Abtasteinrichtung relativ zu einer Walze so angeordnet, daß sie eine Durchbiegung der Vialze unter Last aus ihrer Normallage (Ruhelage)
zur Anzeige bringt, so daß in Abhängigkeit von dieser Anzeige die Spannlager beaufschlagbar sind«, Die Abtasteinrichtung ist dabei
vorzugsweise mit den Spannlagern so gekoppelt, daß bei einer Durch-
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biegung der Walze aus ihrer Normallage die Spannlager entsprechend
der Stärke des Signales selbsttätig gegengespannt werden.
einer speziellen Ausführun£sform der Neuerung iet die Abtast—
einrr er-.UTxg mit einem Regelverstärker und einem von einer hydraulischer itrafteinheit beaufschlagbaren Druckregelventil über Hydraulikzylinder
mit den Spannlagern verbunden.
Die Abtasteinrichtung ist vorzugsweise eine optische Einrichtung, die in Normallage der Walze auf einen Punkt der Walzenoberfläche
fokussiert ist; wird die Walze unter Laθ^einwirkung aus der Ruhelage
bewegt, wodurch der Abstand zwischen den beiden Walzen vergrößert und die der optischen Einrichtung zugewandte Walze auf die
optische Einrichtung zu verschoben wird, wird der Abstand zwischen der optischen Einrichtung und der Walzenoberfläche kleiner als die
Brennweite der optischen Einrichtung, wodurch ein Signal erzeugt oder eine optische Anzeige erhalten wird.
Anstelle einer optischen Einrichtung kann aber auch eine pneumatische
Einrichtung in Form eines Fluidikelementes oder eine mechanische
Einrichtung in Form eines Tasters verwendet werden» ohne daß hierdurch das Wesen der Neuerung geändert wird.
Das Signal, das vorzugsweise ein elektrisches Signal ist, daß aber
auch ein akustisches oder ein optisches Signal sein kann, kann von einer Bedienungsperson aufgenommen werden, die von Hand, z.B. über
eine Servosteuerung, die Spannlager entsprechend hydraulisch beaufschlagt,
wobei das Ausmaß der Beaufschlagung durch Erfahrungswerte
festgelegt ist. Eine derartige Handsteuerung ist äußerst einfach, gibt aber auch nur eine relativ geringe Genauigkeit für die
Steuerung der Gegen3pannunge
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Hingegen wird eine vollautomatische, exakte und allen Anforderungen
des Betriebes einwandfreie genügende Steuerung der Gegenspannung dadurch erhalten, daß das elektrische Ausgangssignal der vorzugsweise
optiechen Abtasteinrichtung einem Regelverstärker aufgegeben wird,
der das Signal verstärkt einem Druckregelglied zuführt, das seinerseite
Hydraulikzylinder zur Verstellung der Spannlager beaufschlagt· Solange von der Abtasteinrichtung eine Abweichung der zugehörigen
Walze aus der Ruhelage festgestellt wird, wird in den Spannlagern eine entsprechende Gegenspannung erzeugt, die diese festgestellte Abweichung
aufhebt· Je größer die Durchbiegung der der z«B· optischen
Abtasteinrichtung zugehörigen Walze ist, umso größer wird die Differenz zwischen der Brennweite der optischen Einrichtung und dem Abstand
zwischen der optischen Einrichtung und der Oberfläche der durchgebogenen
Walze und umso größer wird das von der optischen Einrichtung erzeugte Signal, so daß die Hydraulikzylinder entsprechend der Größe
dieses Signales eine umso größere Gegenspannung erzeugen.
Der Vorteil, der mit der neuerungsgemäßen Anordnung erreicht wird,
besteht darin, daß beim Falzen von Häuten im Endprodukt eine Genauigkeit von etwa - 1/10 mm erreicht werden kann·
Nachstehend wird die Beuerurg in Verbindung mit der Zeichnung anhand
zweier Ausführungsbeispiele erläutert. Die Figuren zeigeni
Fig. 1 in BChematischer Darstellung eine Falzmaschine mit optischer
Abtasteinrichtung und Handsteuerung,
Pig, 2 in schematischer Darstellung eine Falzmaschine mit optischer
Abtasteinrichtung und vollautomatischer Steuerung und
Fig· 5 eine schematische Schnittdarstellung der optischen Abtasteinrichtung,,
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Die einfachste Ausführungsfonn einer neuerungsgemäßen Maschine, bei
der die optische Abtastung von Hand ausgewertet wird, ist in Kigo 1
gezeigt. Die Messerwalze 1 ist auf einer Welle 2 in. Lagern 3 und 4
angeordnet: in ähnlicher Weise ist die Gegendruckwalze b auf einer
ψα,ΤίΩ ή -in T.offorri "7. P·, irp1n£ff>rt. T)PT" Roppriii rnnkw»! ?-fi r) zufewanHt ist
die optische Einrichtung 9 in der Verbindunpsebene der Achsen der
beiden Walzen 1 u:.id 5 vorgesehen und steht mit einer Anzeigevorrichtung
10 in Verbindung, die z.B. ein optisches, akustisches oder elektrisches Ausgangasignal erzeugen kann. Im Falle der Handsteuerung ist
die optische Anzeige sehr zweckmäßig; sie gibt dem Bedienenden in etwa die Größe der Durchbiegung der Walzen 5 auf einem Anzeigeinst.rument
an. Entsprechend der Anzeige auf dem Arize^ ge instrument, 10 betätigt
der Bedienende ei.; Druckregelventil, das mit 11 angedeutet ist und
das über Leitungen i?, 13 mit entsprechenden Hydraulikzylindern 14
verbanden ist, die : annlacer15, 16, 17 und i8 beaufschlagen, welche
auf den Wellen 2 und ο der Walzen 1 und 5 angeordnet sind.
Im Falle der vollautomatischen Steuerung, die das bevorzugte Ausführungsbeispiel
nach vorliegender Neuerung ist, wird aas von dt-r
optischen Einrichtung 9 erzeugte Signal, das in diesem Falle ein elektrisches Aus gang fs signal ist, einem elektrischen itegelverstärker
zugeführt, der die verstärkten Signale an ein Druckregelventil 20 gibt. Das Druckregel ventil 20 ist. mit einer hydraulischen Krafteinheit
21 mit Antrieb 22 verbunden und gibt entsprechend der Größe des Steuersignales einen entsprechenden Druck auf die Hydraulikzylinder
23, 24, die die Spannlager 25 und 26 beaufschlagen, sowie
auf die Hydraulikzylinder 27 und 28, die die Spannlager 29 und 30 beaufschlagen.
Die optische Einrichtung 9, ist in ihrer Lage in bezug auf die Messerwalze
1 und die Gegendruckwalze 5 in Figo 3 näher dargestellt» Ξξ
ist auch gezeigt, wie aufgrund der Durchbiegung der Gegendruckwalze 5, daho durch Auslenkung nach rechts, der Abstand zwischen :.er Optik
der Einrichtung 9 und der ihr zugewandten Oberfläche der Valze 5 Im
■' Q Sch/ρ 6979 - r>
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Vergleich zur Brennweite verkürzt wird, wodurch in der Einrichtung
9 ein entsprechendes Signal erzeugt w..:J-ie nie optische Einrichtung
9 kann in beliebiger Weise ausgebildet air An ihrer Stelle kann
auch ein Fluidikelement oder ein mechanischer Taster oder eine ent" sürechende Einrichtung vergesehen sein. Derartige Einrichtungen sind an sich bekannt und selbst nicht Gegenstand vorliegender Erfindung»
auch ein Fluidikelement oder ein mechanischer Taster oder eine ent" sürechende Einrichtung vergesehen sein. Derartige Einrichtungen sind an sich bekannt und selbst nicht Gegenstand vorliegender Erfindung»
Claims (6)
- Sch/p 6979 19* November 197 3 W/Si.S c h u t ζ ansprüche. Falzmascrx :"ir Leder oder ähnliches Material mit Messerwalze iind GegenCiv^kwalze, die im Betrieb gegeneinander unter Druck stehen, um die Durchbiegung der Walzen aufgrund der auftretenden Belastungen auszugleichen, gekennzeichnet durch hydraulische Spannlager (15-18; 25, 26, 29, 30), die eine Gegenspannung erzeugen.
- 2. Falzmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abtasteinrichtung (9) relativ zu einer Walze (5) so angeordnet ist, daß sie eine Durchbiegung der Walze unter Last aus ihrer normalen Lage (Ruhelage) zur Anzeige bringt, so daß in Abhängigkeit von dieser Anzeige die Spannlager beaufschlagbar sind,
- 3« Falzmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtung (9) mit den Spannlagern (15-18) so gekoppelt ist, daß bei einer Durchbiegung der Walze (5) aus ihrer normalen Lage die Spannlager entsprechend der Stärke des Signales selbsttätig gegengespannt werden.
- 4. Falzmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtung (9) mit einem Regelverstärker (19) und einem von einer hydraulischen Krafteinheit (21) beaufschlagbaren Druckregelventil (20) über Hydraulikzylinder (23, 24, 27, 28) mit den Spannlagern (25, 26, 29. 30) verbunden ist.
- 5. Falzmaschine nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtung (9) eine optische Einrichtung ist.
- 6. Falzmaschine nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtung (9) eine pneumatische Einrichtung ist.7ο Falzmaschine nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtasteinrichtung (9) eine mechanische Einrichtung ist»
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7038032U true DE7038032U (de) | 1974-02-21 |
Family
ID=1260545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7038032U Expired DE7038032U (de) | Hydraulische Falzmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7038032U (de) |
-
0
- DE DE7038032U patent/DE7038032U/de not_active Expired
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