DE1029277B - Verfahren und Einrichtung zum selbsttaetigen Einregeln eines vorbestimmten Pressdruckes in Brikettwalzenpressen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum selbsttaetigen Einregeln eines vorbestimmten Pressdruckes in BrikettwalzenpressenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
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- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/005—Control arrangements
- B30B11/006—Control arrangements for roller presses
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Description
- Verfahren und Einrichtung zum selbsttätigen Einregeln eines vorbestimmten Preßdruckes in Brikettwalzenpressen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum selbsttätigen Einregeln eines vorbestimmten Preßdruckes in Brikettwalzenpressen, bei denen zur Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Preßdruckes die aus den; Füllschächten den Walzenpressen zugeführte Preßgutmenge mittels eines Regelschiebers od. dgl. druckabhängig, selbsttätig verändert wird.
- Für die Güte der durch den Preßwalzprozeß hergestellten Brikette ist mitentscheidend der beim Walzprozeß bestehende Preßdruck. Bei bekannten Brikettwalzen sind daher Regelschieber vorgesehen, durch welche die den Walzenpressen zugeführte Preßgutmenge und damit der Preßdruck verändert werden kann. Die bei einer bestimmten Einstellung gewonnenen Brikette werden dann auf ihre Brauchbarkeit untersucht, so daß maai auf Grund von Versuchen zu der bei einer bestimmten. Preßgutzusammensetzung günstigsten Regelschieberstellung kommen kann. Durch Schwankungen in der Korngröße des zugeführten Materials wie überhaupt durch Materialeinflüsse kann es außerdem vorkommen, daß der gleichen zugeführten Preßgutmenge ein. anderer, vom optimalen Wert abweichender Preßdruck entspricht.
- Bei gebräuchlichen bekannten. Pressen müssen die Brikette ständig durch Bedienungspersonal von Hand auf ihre Güte überprüft werden. Bei Abweichungen, insbesondere ihrer Festigkeit vom Normalwert, wird dann der Regelschieber zur Erzielung einigermaßen gleichmäßigen Preßgutes von Hand entsprechend nachgestellt. Es sind ferner bereits Verfahren und Vorrichtungen an Brikettwalzenpressen beschrieben worden, bei denen eine Relativbewegung der Walzen bei Änderung des Preßdruckes zur Regelung des Zuflußes der Preßmasse verwendet wird. Bei steigendem Preßdruck und hierdurch hervorgerufener Bewegung eines mit einer der Walzen verbundenen: Gestänges oder Schalthebels wird die Zufuhr der Preßtnasse über eine entsprechende Regeleinrichtung vermindert, und umgekehrt. Es ist ohne weiteres verständlich, daß eine derartige Regelung eine Veränderung der Produkte vor Einsetzen der Regelung voraussetzt, wobei die unterschiedliche Größe der Produkte über einen nicht unbeachtlichen Zeitraum in der Regel beibehalten werden muß. Diese erheblichen Nachteile haben verhindert, daß sich diese Verfahren in der Praxis mit Erfolg einführen konnten.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das selbsttätige Einregeln eines vorbestimmten Preßdruckes in. Brikettwalzen zu ermöglichen, ohne daß eine Änderung der Brikettform während des Regelvorganges eintreten kann.
- Auch bei dem Verfahren zum selbsttätigen Einregeln eines vorbestimmten Preßdruckes in Brikett-Walzenpressen nach der Erfindung wird zur Auf rechterliaItung eines vorgegebenen Preßdruckes die aus den Füllschächten den Walzenpressen zugeführte Preßgutmenge mittels eines Regelschiebers od. dgl. druckabhängig, selbsttätig verändert. Gemäß der Erfindung wird jedoch der Preßdruck kraftabhängig, d. h. ohne merkliche Änderung des Wa.lzenabstarideS, laufend gemessen und einer Verstelleinrichtung für den Regelschieber als Regelgröße zugeführt. Hierzu kann man beispielsweise den auf die Hauptlager der Preßwalzen ausgeübten seitlichen Druck, der dem Preßdruck proportional ist, messen, und der Verstellvorrichtung für den Regelschieber als Regelgröße zuführen. Man kann aber auch die Leistungsaufnahme der Preßwalzenantriebsmotore als dem Preßdruck proportionale Größe messen. und entsprechend als Regelgröße dem Verstellorgan für den Regelschieber zuführen. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß an sich und für andere Zwecke bekannt ist, die Arbeitsleistung einer Maschine zu messen und entsprechend die Materialzufuhr zu dieser Maschine zu steuern.
- Für Sonderzwecke kann es vorteilhaft sein, den seitlichen Lagerdruck an den beiden Hauptlagern, also an den beiden Seiten mindestens einer Preßwalze zu messen und in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zusätzlich die Preßgutzufuhr über die Walzenbreite zur Einhaltung gleichen Preßdruckes über die Walzenbreite zu regeln.
- An, Hand der Zeichnung wird beispielsweise eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung erläutert, bei welcher der auf die Hauptlager der Preßwalzen ausgeübte seitliche Druck als Regelgröße verwendet wird.
- In der Zeichnung sind schematisch zwei Preßwalzen 1, 2 dargestellt, denen aus einem Füllschacht 3 das Preßgut zugeführt wird. Für die Regelung der zugeführten Preßgutmenge ist ferner ein Regelschieber 4 vorgesehen. Die Preßwalzen sind in Hauptlagern 5, 6 gelagert. An dem Hauptlager 5 ist ein Druckmeßteil 7 angeordnet, der den seitlichen Druck am Lager mißt. Der Druckmeßteil wird zweckmäßig so angeordnet, daß er in der gleichen Ebene wie die Hauptpreßstelle zwischen den Walzen liegt. Als Druckmeßteil ist in dem Ausführungsbeispiel eine elektrische Druckmeßdose verwendet worden. Diese kann in. bekannter Weise mit einem durch Druck veränderlichen. elektrischen Widerstand, z. B. einem Kohlewiderstand, versehen sein. Man kann jedoch auch. Dehnungsmeßstreifen, magnetoelastische Meßdosen und ähnliche bekannte Druckmeßvorrichtungen verwenden. Der von diesen Druckmeßdosen gegebene elektrische Meßwert wird über einen Verstärker 8, beispielsweise einen Magnetverstärker, einem Regler 9 zugeleitet, der in bekannter Weise durch Vergleich des Istwertes mit einem vorgegebenen Sollwert der jeweiligen Differenz entsprechend richtungsabhängig einen Schaltbefehl an eine Verstellvorrichtung 10 weitergibt. Je nachdem, ob der gemessene Preßdruck zu hoch oder zu niedrig ist, wird von der Verstellvorrichtung 10 über ein Gestänge 11 der Regelschieber 4 im Sinne einer Verringerung bzw. einer Vergrößerung der zugeführten Preßgutmenge verstellt. Um jederzeit, beispielsweise beim Versagen der selbsttätigen Regelvorrichtung, auch von Hand regeln zu können, ist zwischen Gestänge 11 und Verstellvorrichtung 10 ein Differential 12 geschaltet, dessen beide antreibende Wellen von der Verstellvo.rrichtung 10 und dem Handrad 13 beaufschlagt werden.
- Als Verstellvorrichtung können sowohl elektrische Motoren wie auch hydraulische und pneumatische Druckvorrichtungen verwendet werden, das gleiche gilt auch für den Meß- und den, Regelteil, die beide sowohl rein elektrisch, hydraulisch, pneumatisch wie auch in bekannter Weise elektrohydraulisch, d. h. also kombiniert aufgebaut sein können.
- In der Zeichnung ist ferner noch an -dem Regelschieber eine zusätzliche Steileinrichtung 14 angeordnet, die von einem Handrad aus betätigt wird. Mittels dieser Versteileinrichtung kann man in üblicher Weise die den Walzen über ihre Breite zugeführte Preßgutmenge verändern. In der Regel geschieht das in der Art, daß die den beiden Seitenabschnitten der Walzen zugeführte Preßgutmenge im gleichen Sinne verringert bzw. vergrößert, während die dem Mittelabschnitt zugeführte Preßgutmenge im entgegengesetzten Sinne verändert wird. Man kann diese Vorrichtung jedoch auch. so ausbilden, daß die Änderung von einem Ende der Walze bis zu dem entgegengesetzten Ende über die gesamte Breite z. B. durch Schwenken des Schiebers stetig ist, wobei an einem Ende dann die zugeführte Menge vergrößert und am anderen Ende entsprechend verkleinert wird. Für diesen Sonderfall kann man dann an Stelle des Handantriebs eine selbsttätige Regeleinrichtung auch für dieses Gestänge vorsehen. Als Meßgröße könnte in diesem Fall die Differenz zu den seitlichen Lagerdrücken an den beiden Hauptlagern gewählt werden. Bei entsprechender Weiterbildung dieser Einrichtung kann man dann auch eine Regelung der Mittenzufuhr im Verhältnis zu der beiden Seiten zugeführten Preßgutmenge erzielen.
- Die Ausbildung der Regeleinrichtung bei Heranziehung der Leistungsaufnahme des Preßwalzenantriebsmotors als dem Preßdruck proportionale Größe bleibt im Grundaufbau an sich die gleiche, es wird lediglich der Druckmeßteil als Meßwertgeber durch ein entsprechendes bekanntes Gerät für die Leistungs- bzw. Strommessung ersetzt.
- Es empfiehlt sich, den laufend gemessenen Preßdruck über ein Anzeigegerät sichtbar zu machen, dann kann, insbesondere bei Störungen an der Verstellvorrichtung, der Preßdruck von Hand entsprechend dem vorgegebenen Sollwert durch Vergleich mit dem angezeigten Istwert nachgeregelt werden. Diese Nachregelung ist dabei nicht mehr von der subjektiven Feststellung des Bedienungspersonals über die gerade vorliegende Güte des Preßgutes abhängig. Es bedarf auch keines Eingriffs in den Fertigungsvorgang - um Brikette zu entnehmen, die auf ihre Güte überprüft werden müssen -, da das Anzeigegerät in eindeutiger Weise den jeweils vorliegenden Preßdruck anzeigt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE- 1. Verfahren zum selbsttätigen. Einregeln eines vorbestimmten Preßdruckes in Brikettwalzenpressen, bei denen zur Aufrechterhaltung eines vorgegebenen Preßdruckes die aus den Füllschächten den Walzenpressen zugeführte Preßgutmenge mittels eines Regelschiebers od. dgl. druckabhängig, selbsttätig verändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßdruck kraftabhängig, d. h. ohne merkliche Änderung des Walzenabstandes, laufend gemessen wird und einer Verstellein richtung für den Regelschieber als Regelgröße zugeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf die Hauptlager der Preßwalze ausgeübte seitliche Druck, der dem Preßdruck proportional ist, kraftabhängig gemessen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leistungsaufnahme der Preßwalzenantriebsmotore als dem Preßdruck proportionale Größe gemessen wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der seitliche Lagerdruck an beiden Hauptlagern gemessen und in. Abhängigkeit von der Druckdifferenz zusätzlich die Preßgutzufuhr über die Walzenbreite zur Einhaltung gleichen Preßdruckes über diese Walzenbreite geregelt wird.
- 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da.ß an einem oder mehreren Hauptlagern ein kraftabhängiger Dru.ckmeßteil, vorzugsweise eine elektrische Druckmeßdose (7), angeordnet ist, von deren Meßwerten, vorzugsweise über einen Verstärker (8), eine Regelvorrichtung (9) beaufschlagt wird, die eine Versteileinrichtung (10) für den Regelschieber (4) in Abhängigkeit von den Abweichungen der Meßgröße vom vorgegebenen Sollwert richtungsabhängig betätigt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 867 221, 854 319; USA.-Patentschrift Nr. 2 621364.
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|---|---|---|---|
| DESCH21928A DE1029277B (de) | 1957-04-12 | 1957-04-12 | Verfahren und Einrichtung zum selbsttaetigen Einregeln eines vorbestimmten Pressdruckes in Brikettwalzenpressen |
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| DE1029277B true DE1029277B (de) | 1958-04-30 |
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ID=7429184
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1029277B (de) |
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