DE703641C - Verfahren zur Herstellung von Pressmassen aus haertbaren Phenolharzen und Fuellstoffen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pressmassen aus haertbaren Phenolharzen und FuellstoffenInfo
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- DE703641C DE703641C DE1937I0058287 DEI0058287D DE703641C DE 703641 C DE703641 C DE 703641C DE 1937I0058287 DE1937I0058287 DE 1937I0058287 DE I0058287 D DEI0058287 D DE I0058287D DE 703641 C DE703641 C DE 703641C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L61/00—Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
- C08L61/04—Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
- C08L61/06—Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Preßmassen aus härtbaren Phenolharzen und Füllstoffen Es ist bekannt, Holzmehl oder Sägespäne als Füllstdff für Kunstharzpreßmassen zu verwenden. Preßmässen aus härtbaren Harzen, insbesondere Phenolharzen und Holzmehl, besitzen jedoch nur dann die für die Herstellung von komplizierten Formkörpern notwendige Fließfähigkeit, wenn sie auf 65 Teile Holzmehl mindestens 35 Teile härtbares Harz enthalten.
- Es wurde nun gefunden, daß Preßmassen aus härtbaren Harzen aus Phenol oder dessen Abkömmlingen selbst bei Benutzung sehr geringer Harzmengen eine ausgezeichnete Fließfähigkeit besitzen, wenn man als Füllstoffe Holzmehl oder Sägespäne verwendet, die mit verflüssigten flüchtigen Stickstoffbasen unter erhöhtem Druck gemäß dem Patent 679791 behandelt sind. Dieser Behandlung kann man entweder das zur Herstellung des Holzmehls und der Sägespäne dienende Holz oder auch (las fertige Holzmehl bzw. die Sägespäne als solche unterwerfen. Preßmassen aus nur i o Teilen härtbarem Phenolharz und 9o Teilen eines so behandelten Holzmehls besitzen bereits eine ausgezeichnete Fließfähigkeit. Das günstigste Verhältnis von Phenolharz zu Holzmehl liegt bei etwa 15 bis 2o Teilen Harz auf 85 bis 8o Teile Holzmehl. Die Preßmassen können auch noch weitere organische und bzw. oder anorganische Füllmittel enthalten.
- Die Herstellung der Preßmassen geschieht in an sich bekannter Weise durch Vermischen der Harze mit von den Stickstoffbasen zweckmäßig möglichst befreiten Holzspänen oder Holzmehl, Trocknen und gegebenenfalls Mahlen der Mischung.
- Außer der besonders guten Fließfähigkeit zeigen die Preßmassen auch noch eine wesentlich höhere Wasserbeständigkeit als entsprechende Preßmassen, die Mehl oder Sägespäne aus unbehandeltem Holz enthalten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Wasseraufnahme bei 24stündigem Lagern in Wasser von Preßkörpern aus Preßmassen, die ioo Gewichtsteile Mehl aus unbehandeltem Holz und zum @'erg'.!eich i oo Gewichtsteile aus behandeltem Hrilz und wechselnden Mengen Phenolharz entl-iaittn:
Preßkörper aus den neuen Preßmassen besitzen attßerdeni 2,uch höhere Biege- und Schlagbiegeiestigkeit als Preßhörper aus Phenolharzün und Mehl aus unbehandeltem Holz.100 (-'x e,Nichts-e;yichtstelle WÜsseraafnahcne lefle Holzmehl Phenolharz -;ewichtsprozeni Unbehandelt... 1o 27,0 Behandelt..... 10 4,5 Unbehandelt ... 20 6,o Behandelt ..... 20 2,5 Unbehandelt... 30 4,0 Behandelt ..... 30 1,2 - Beispiel tote Gewichtsteile Sägespäne, die mit verflüssigtetn Ammoniak unter hohem Druck in der im Beispie12 des Patents 679791 beschriebenen Reise behandelt wurden, werden fein gemahlen und mit 20 Gewichtsteilen eines härtbaren Phenolharzes in Form der bei der Kondensation aus Phenol und wäßrigem Formaldehyd erhältlichen wäßrigen Suspension im Kneter gemischt. Die Mischung wird dann bei 75 bis 8o° getrocknet und gemahlen. Das Mahlgut wird noch mit 1/20;o Magnesiumoayd und 1,lAo Zinkstearat als Gleitmittel versetzt. Das Preßpulver besitzt eine gute Fließfähigkeit, wie sie Mischungen aus Phenolharz und unbehandeltem Holzmehl besitzen, wenn mindestens 55, Teile Phenolharz auf ioo Teile Tiolzmehl verwendet werden. Durch Verpressen bei t65° und 25o bis 3ookg;qcm Druck erhält man in den für die Phenolharze üblichen Härtezeiten Preßstücke von guter Wasserbeständigkeit und guter mechanischer Festigkeit.
- Man hat als Füllmaterial für Preßmassen auch schon Sägespäne oder Holzmehl angewandt, die mit wäßrigen, alkalischen Lösungen vorbehandelt waren. Derartige Produkte erlangten jedoch keine technische Bedeutung, da es sehr schwierig ist, das so behandelte Holzmaterial nachträglich wieder restlos von Alkali bzw. wasserlöslichen Substanzen zu befreien. Zurückbleibende Spuren von Salzen oder Alkali beeinflussen jedoch sehr stark die Wasserfestigkeit sowie die elektrischen Werte der erhaltenen Preßmassen. Verwendet man dagegen als Füllstoff Holzmehl oder Sägespäne, die gemäß dem Patent 679 791 vorbehandelt sind, so erhält man Preßmassen, welche diese Nachteile nicht besitzen. Da sich die bei dem Verfahren des Patents 679791 angewandten Basen meistens schon beim Lagern des Materials an der Luft verflüchtigen bzw. durch einfaches leichtes Erwärmen gut zu entfernen sind, sind die aus derartig vorbehandeltem Holzmehl hergestellten Preßmassen elektrolytfrei und zeigen eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit.
Claims (1)
- PArrNTANSrttucH: Verfahren zur Herstellung von Preßmassen aus liärtbaren Plienolharzen und Füllstoffen, gekennzeichnet durch die Verwendung von Holzmehl oder Sägespänen als Füllstoff, die aus mit verflüssigten flüchtigen Stickstotlbasen unter erhöhtem Druck behandeltem Holz hergestellt oder selbst mit solchen Basen unter erhöhtem Druck behandelt worden sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1937I0058287 DE703641C (de) | 1937-06-17 | 1937-06-18 | Verfahren zur Herstellung von Pressmassen aus haertbaren Phenolharzen und Fuellstoffen |
| FR839307D FR839307A (fr) | 1937-06-17 | 1938-06-15 | Matières moulées par compression |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE839307X | 1937-06-17 | ||
| DE1937I0058287 DE703641C (de) | 1937-06-17 | 1937-06-18 | Verfahren zur Herstellung von Pressmassen aus haertbaren Phenolharzen und Fuellstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE703641C true DE703641C (de) | 1941-03-13 |
Family
ID=31979332
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1937I0058287 Expired DE703641C (de) | 1937-06-17 | 1937-06-18 | Verfahren zur Herstellung von Pressmassen aus haertbaren Phenolharzen und Fuellstoffen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE703641C (de) |
| FR (1) | FR839307A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE950324C (de) * | 1952-12-28 | 1956-10-04 | Albert Ag Chem Werke | Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und wasserbestaendigen Pressmasse |
| DE1000891B (de) * | 1952-09-13 | 1957-01-17 | Patra Patent Treuhand | Hochtemperaturbestaendige Kunstharzpressmasse |
-
1937
- 1937-06-18 DE DE1937I0058287 patent/DE703641C/de not_active Expired
-
1938
- 1938-06-15 FR FR839307D patent/FR839307A/fr not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1000891B (de) * | 1952-09-13 | 1957-01-17 | Patra Patent Treuhand | Hochtemperaturbestaendige Kunstharzpressmasse |
| DE950324C (de) * | 1952-12-28 | 1956-10-04 | Albert Ag Chem Werke | Verfahren zur Herstellung einer hochfesten und wasserbestaendigen Pressmasse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR839307A (fr) | 1939-03-31 |
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