DE7033660U - Pressenstaender. - Google Patents
Pressenstaender.Info
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/04—Frames; Guides
- B30B15/042—Prestressed frames
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Pressenständer, der große Kräfte oder
Zugbeanspruchungen aufzunehmen vermag.
Durch das schwedische Patent ö6 278 ist die Konstruktion von Pressenständern
aus zwei weitgehend halbzylindrischen Jochbogenkörpern, die durch zwei
vorzugsweise rechtwinklige oder parallelflache Säulen im Abstand gehalten
werden, bekannt geworden. Die Jochbögen und die Säulen, die aus bestem yualitätsstahl
eretellt sind, werden von einem vorgespannten Mantel oder Stahl band zusammengehalten. Solche Pressenständer können sehr große Belastungen
aufnehmen, and die auf die verschiedenen Teile des Pressenständers wirkenden Kräfte lassen sich mit ausreichender Genauigkeit errechnen. Sie weisen
aber noch Kachteile auf, die mit zunehmender Größe der Pressen in erhöhtem
Maße auftreten.
Die Größe des Pressenständers wird durch das Stückgewicht der von den Herstellern
erzeugbaren Stahl teile begrenzt. Das Zusammenpassen der Einzelteile,
insbesondere der Jochhögen und der Säulen, bedingt eine spanabnehmende Bearbeitung
der Einzelteile. Dadurch wird die Größe des Pressenständers nicht nur durch das Materialgewicht der Einzelteile, sondern auch durch die vor-
handene Bearbeitungsmöglichkeit dieser Teile begrenzt.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil der bekannten Pressenständer zeigt sich
im Falle einer Beschädigung. Wenn beispielsweise bei den sehr hohen Zugkräften
ein MnterialriU In einem Bauteil auftritt, dann zielt dieser Riß
darauf hin, sich durch das ganze Bauteil zu erstrecken. Dies führt aber zu einer völligen Zerstörung des Bauteils, was einen großen wirtschaftlichen
und materiellen Schaden sowie beträchtliche Gefahrensquellen mit sich
bringt.
Die aufgezeigten Mangel der bekannten Pressenständer können durch die Erfindung
überraschend einfach behoben werden« Hierbei wird ausgegangen von einem Pressenständer mit einem um zwei Jochbögen und zwischen diesen angeordneten
Säulen überlappt gewickelten Halteband. An einem solchen Pres-■enständer
besteht die Erfindung darin, daß die Jochbögen aus planparallelen Teilstücken zusammengesetzt sind. Dabei werden die Teilstücke durch
Verbindungselemente zusammengehalten. Vorteilhafterweise sind die Jochtö—
gen und die Säulen mit Vertiefungen versehen, die sich zu Durchgangslöchern für die Aufnahme von Führungs-, Sicherungs- und Haltebolzen ergänzen. Weitere
Vorteile und Merkmale sind in der nachstehenden Beschreibung der Zeichnung erläutert, die einige Ausführungsbeispiele veranschaulicht. Es zeigen:
Fig.3,
4, 5 Varianten von Teilen des Pressenständers
4, 5 Varianten von Teilen des Pressenständers
in Fig. 1 und 2,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig« I,
Fig. 7 einen Schnitt durch abgeänderte Teile entlang
einer Linie, die der Linie VI-VI in Fig. 1
entspri cht,
Fig. 8,
9 Teilansichten von Varianten des Pressenständers nach Fig. 1.
Das gezeigt· Torgeetell für eine Hochdruckpresse setzt sich ans zwei halbzylindrischen
Jochbögen 1 und zwei dazwischen befindlichen, aufrechtstehen-
den Säulen 2 zusammen. An der gekrümmten Außenseite der Jochbögen ist eine
anliegende Gurtplatte 3 angebracht, und an den Außenseiten der Säulen
sind Abstandsplatten 3a vorgesehen.
Um das aus den Jochbogen ι und säulen 2 bestehende nestei! ist entlang der
Gurtplatten 3 und der Abetandaplatten 3a ein überlappt gewickeltes Band 4
im Ziegelverbund angebracht. Das Band wird seitlich durch Stützplatten 5
begrenzt und gehalten, die ihrerseits durch Klammern 7 gesichert werden. Die Klammern 7 werden einerseits durch Schrauben 13, die in die Gurtplatten
3 und die Abstandsplatten 3a eingeschraubt sind, anderseits durch Bolzen
12 mit Muttern in der Lage gehalten und gesichert.
Jeder Jochbogen setzt sich (Fig. 2) aus halbkreisförmigen planparallelen
Platten la zusammen,, In ähnlicher Weise ist jede Säule 2 aus rechtwinkligen
planparallelen Platten 2a zusammengesetzt (Fig. 6).
Die zum Jochbogen ί zusammengesetzten Jochbogenpiatten la werden durch
eine Anzahl Bolzen 6 mit zugehörigen Muttern zusammengehalten, wobei die
Bolzen Löcher in den Jochbogenpiatten la durchsetzen. An den flachen Innenseiten
der Jochbögen 1 ist eine Vertiefung vorgesehen, die sich auf der gegenüberliegenden Stirnseite der Säule wiederholt. Die Vertiefung im
Jochbogen ergänzt sich mit der Vertiefung in der Säule zu einem Durchgaugsloch,
durch das ein Bolzen 6a geführt werden kann. Jeder Bolzen 6a ist mit Muttern versehen; das Ausrichten und Zusammensetzen der Jochbögen und
Säulen erfolgt im Zusammenwirken mit den Bolzen 6a, ihren Muttern und den entsprechenden Durchgangslöchern. Zusätzlich bewirken die Bolzen 6a und
die Muttern den Zusammenhalt von Jochbögen und Säulen.
Joch'Dögen und Säulen, die in der beschriebenen Weise aus dünnen Bauelementen
bzw. Platten zusammengesetzt werden, sind irei von den erwähnten Nachteilen
der herkömmlichen Gestelle für Hochdruckpressen.
Pressengestelle nach der Erfindung können um ein Vielfaches größer gebaut
werden, als es bisher möglich war, da das Stückgewicht jetzt nur die Größe der Einzelteile der Jochbögen und Säulen begrenzt, jedoch nicht die Gesamtgröße
der montierten Jochbögen und Säulen. Ferner ist es möglich, auf
einfache Art und Weiee eine hinreichende Präzision zu erreichen. Außerdem
kann die Herstellung der Einzelteile auf kleineren Maschinen durchgeführt werden. Auch kann ein Pressengestell nach der Erfindung leichter aufgestellt
werden, wobei wegen des verhältnismäßig niederen Stückgewichtee der
einzelnen Bauteile nur kleinere Huhgerate und Hilfsvorrichtungen benötigt
werden.
Ein wesentlicher Vorteil im Vergleich mit den herkömmlichen Pressen besteht
noch darin, daß beim etwaigen Auftreten eines Risses in einem Einzelteil es nicht des Ersetzens des gesamten Gestelles, sondern nur des
Auswechselns der einen beschädigten Platte bedarf.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die mechanische Festigkeit
des gesamten Pressengestelles wesentlich höhere Werte erreicht, da die Jochbögen und Säulen aus Einzelteilen zusammengesetzt sind, die
eine größere Festigkeit haben können als Jochbögen oder Säulen, die aus einem einzigen Stück gefertigt sind. Eb ist eine bekannte Tatsach«, da/5
die Zugfestigkeit von Stahl bei zunehmenden Ausmaßen abnimmt, während sie
hei abnehmenden Baumaßen zunimmt.
Der in Fig. 3 dargestellte Jochbogen 1, bei dem es sich um eine vorteilhafte
Variante handelt, setzt sich aus halbrunden Scheiben oder Platten Ib
von verhältnismäßig geringer Dicke zusammen. Der Jochbogen wird an der
Außenseite durch Stützplatten Ic begrenzt. Die Scheiben Ib und die Stützplatten
Ic werden durch Verbindungselemente zusammengehalten, die beispielsweise
von den Bolzen 6 mit den zugehörigen Muttern gebildet werden. Die Führungslöcher sind in der gleichen Weise vorgesehen wie bei der Ausführung
nach Fig. 1 und 2.
Aufgrund der Erhöhung der mechanischen Festigkeit, die, wie zuvor beschrieben
wurde, durch das Zusammensetzen aus Bauteilen geringer Abmessungen erreicht
werden kann, ist es auch bei dieser Variante möglich, die gesamt« mechanische Festigkeit eines zusammengesetzten Jcchbogens bei .".nveräcdertem
Volumen zu steigern.
703360 025.2.71
aus halbrunden planparallelen Scheiben la zusammen. Diese Scheiben werden
durch Diatanzscheiben 10 und 11 getr-nniv so deß bei angezogenen Muttern
der Haltebolzen 6 Spalte 9 zwischen i*n P'heiben la entstehen. Zur Aufnahme
und zum Verteilen der von unten Uu± die Innenaeite des Jochbogens
wirkenden Kräfte ist eine Ausgleichsplatte 8 vorgesehen.
Die zuletzt beschriebene Variante besitzt den Vorteil, daß ein zusammengesetzter
Jochbogen, der bereite eine ausreichende mechanische Festigkeit besitzt, eine größere Mantelfläche erhalt, die den Druck aufnehmen kann..
Bei der weiteren Variante nach Fig. 5 wird der Jochbogen wiederum aus halbrunden
Scheiben Id zusammengesetzt, die durch Luftspalte 9 getrennt sind,
welche durch Distanzscheiben 10 und 11 bewirkt werden. Die Scheiben besitzen zwei gegenüberliegende flache Seiten, die jedoch nicht völlig planparallel,
sondern nach dem Wickel vom Band 4 hin konvergieren.
Innerhalb des Rahmens der Erfindung liegt es, die Säulen aus Bauelementen
mit viereckigem Querschnitt zusammenzusetzen oder allgemein aus solchen
Teilen, deren Querschnitt ein paralleles Trapez darstellt. Auch kann Gebrauch gemacht werden von Teilen oder Stützen 2b von kreisförmigem oder
im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt. Eine solche Variante ist in
Fig. 7 wiedergegeben. Auch bei dieser Abwandlung können Führungslöcher für
Bolzen 6a vorgesehen werden (sie sind hier nicht dargestellt).
Bei den bisher beschriebenen und abgebildeten Ausführungen wurden die Jochbögen
aus kreisförmigen Platten la, Ib, lc, Id zusammengesetzt. Vom Gesichtspunkt
der Zugfestigkeit aus mag es vielleicht wünschenswert sein, die Hohe
der Jochbögen in Bezug zur Baulänge oder zur Entfernung der Stützpunkte zu vergrößern. Dies kann im Rahmen der Erfindung dadurch geschehen, daß man
die Jochbögen wie in Fig. 8 gestaltet. Hier werden die Jocbbögen aus halbelliptischen
oder weitgehend halbelliptischen Prismen zusammengesetzt. Bei
dieser Ausführung können die Jochbögen la auch aus einzelnen Bauelementen
analog den Varianten in Fi^. 2, 3, '» und 5 konstruiert werden.
Eine Verlängerung der Jochhogen gegenüber ihrer liaul'inge kann auch im Rahmen
der Erfindung erreiciit werden, indem man die Ausführung nach Mn. 9
vählt. Der Abschnitt des aus den Pl-.ί «,en 13 gebildeten Jochbogens, der
beim oberen Jochbogen unterhalb, beim unteren Jochbogen oberhalb der Ebene
der Bolzen 6a liegt, kann hier halbkreisförmig, halbelliptisch oder
weitgehend halbe 11 ίρτ ι s ch geformt sein. Darüberhinni1:. aat jede Scheibe
oder Platte einen lappenähnlichen Ansatz 14, der unte?. bzv. iiber die e>wähnts
Ebene ragt.
Claims (16)
1. Pressenständer mit einem um zwei Jochbögen und zwischen diesen angeordneten
Säulen überlappt gewickelten Halteband, dadurch gekennz^-' chnet,
daß die Jochbögen eius pianparallelen Stücken (la, Ib, lc, ld)
zusammengesetzt sind.
2. Pressenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilstücke
(la, Ib, lc, ld) durch Verbindungselemente zusammengehalten sind,
3. Pressenstänuer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente
aus Bolzen mit Muttern bestehen, wobei die Bolzen durch Löcher in den Teilstücken geführt sind.
h. Pressenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Jochbögen
(l) und die Säulen (2) mit Vertiefungen versehen sind, die sich zu
Löchern für die Aufnahme von Führunge-, Sicherungs- und Haltebolzen (6a)
ergänzen,
5. Pressenständer nach den Ansprüchen 1 bis k, dadurch gekennzeichnet, daß
die Jochbögen aus Platten (lb) und Stützplatten (ic) bestehen.
6. Pressenständer nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Jochbögen aus Scheiben (la) bestehen, die durch Spalte (9)
voneinander getrennt sind.
7. Pressenständer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dall die Scheiben
(la) planparaliel gehalten sind.
8. Pressenständer nach Anspruch 0, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Stirnseiten der Scheiben (lrl) weitgehend parallel zueinander sind,
9. Pressenständer nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen den Jochbögen (l) und dem Halteband (4) Gurtplatt-n (3) eingesetzt
sind.
10. Pressenstänae^ nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteband
(4) äeitlich durch Stützplatten (5) gehalten irt, die ihrerseits
durch Bolzen gehalten sind, welche an den Gurtplatten (3) befestigt
sind.
sind.
11. Preaaenstände * r.ach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da3 die Teil —
stücke (la, Ib1 lc, Id) aus halbkreisförmigen Scheiben besteben.
12. Pressenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilstücke
halbeliiptieche oder weitgehend halbel1iptieche Scheiben sind.
13· Pressenständer nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheiben einen lappenförmigen Anaati: (ϊΛ) aufweisen, der sich
zu den Säulen (2) hin erstreckt.
14. Pressenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säulen
(2) aus Teilen (2a) bestehen, deren Querschnitt ein paralleles
Trapez darstellt.
Trapez darstellt.
13· Pressenständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säulen—
teile (2b) einen kreisförmigen oder weitgehend kreisförmigen Querschnitt
aufweisen.
16. Pressenständer nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß nicht nur die Jochbögen aus verhältnismäßig
dünnen planparallelen Platten nach Art einer Blechung zusammengesetzt sind, daß vielmehr auch die Säulen in analoger Weise aus einzelnen
planparallelen, verhältnismäßig dünnen Platten bestehen.
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