DE701963C - Steuereinrichtung fuer Druckluftbremsen - Google Patents
Steuereinrichtung fuer DruckluftbremsenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/18—Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere
- B60T15/184—Railway control or brake valves
- B60T15/185—Railway control or brake valves with one slide valve
- B60T15/188—Railway control or brake valves with one slide valve with a slide valve for initiation and annular valves for control of the braking
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuereinrichtung
für Druckluftbremsen jener bekannten Bauart, bei der ein Zweidrucksteuerventil beeinflußt, das seinerseits die Füllung
und Entleerung der Bremszylinder beim Anziehen und Lösen der Bremse regelt.
Die mit einem Zweidruck- und einem Dreidrucksteuerventil versehenen Druckluftbremsen
bieten bekanntlich den Vorteil, daß nicht nur das Anziehen, sondern auch das Lösen
der Bremsen stufenweise erfolgen kann und daß Druckluftverluste aus den Bremszylindern
durch das Dreidrucksteuerventil selbsttätig ersetzt werden und auf diese Weise die jeweils
»5 beabsichtigte Bremsstufe unverändert aufrechterhalten
wird.
'" Das Zweidruckventil wird seiner Bezeichnung entsprechend einerseits von dem in der
Bremsleitung herrschenden Druck, anderseits von dem in einem Steuerdruckluftbehälter
oder dem Hilfsluftbehälter herrschenden Druck beeinflußt. Das Dreidruckventil besitzt
einen Differentialkolbensatz oder einen Satz von Differentialbiegeplatten, deren eine einerseits
unter dem konstanten Druck einer Steuerkammer, anderseits unter dem veränderlichen
Druck des vorerwähnten Steuer- oder Hilfsbehälters steht, während der andere Kolben
oder die andere Biegeplatte einerseits unter Atmosphärendruck, anderseits unter dem beim
Bremsen im Bremszylinder sich bildenden Druck steht. Im Dreidruckventil befindet
sich ein von den erwähnten Differentialkolben oder -biegeplatten gesteuertes Doppelventil,
das die Bremszylinderfüllung aus einem Bremsluftbehälter und die Bremszylinderentlüftung
regelt.
Bei einer Bremse der oben angedeuteten Art hat man dem Zweidruckventil beim Bremsen
die Entlüftung des Steuer- oder Hilfsluftbehälters zugewiesen, dessen Druck eine
maßgebliche Größe für die Wirkung des Dreidruckventils darstellt.
Um nicht sogleich bei Beginn der Bremsung den raschen Anstieg des Bremszylinderdruckes
bis zur jeweils größtmöglichen,
beabsichtigten Höhe zu erhalten, hat man in dem angedeuteten, vom Zweidruckventil überwachten
Entlüftungsweg eine Drosseldüse angeordnet, die eki allmähliches Sinken des
Druckes im Steuerbehälter und damit einen allmählichen Aufbau des Druckes im Bremszylinder
bedingt.
Hierdurch wird aber eine Forderung· vereitelt, gemäß welcher der anfängliche Anstieg
des Druckes im Bremszylinder auf einen bestimmten, etwa bei o,6atü liegenden Mindestdruck
sich rasch vollziehen soll, um den Bremsweg nicht unnötig zu verlängern. Man hat daher bei den Druckluftbremsen der angedeuteten
Art noch eine als Mindestdruckventil bezeichnete Sondervorrichtung zur Anwendung
gebracht, die aus einem Differentialkolbensatz und einem von diesem gesteuerten Ventil nebst zugehörigem Gehäuse und den
erforderlichen Rohranschlüssen besteht. Dieses Mindestdruckventil wirkt in der Weise,
daß es bei Beginn der Bremsung offensteht und die Druckluft vom Bremsluftbehälter in
den Bremszylinder rasch einströmen läßt, bis in diesem ein Mindestdruck (0,6 atü) herrscht,
der dann, auf einen der Kolben des Differentialkolbensatzes wirkend, das Ventil verschließt,
so daß zur weiteren Füllung des Bremszylinders mit Druckluft nur ein gedrosselter
Weg zur Verfügung steht.
Das Mindestdruckventil mit Differentialkolben und Gehäuse stellt einen beachtlichen
und ziemlich kostspieligen Sonderbauteil einer solchen Bremse dar.
Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß man die Wirkung des Mindestdruckventils
durch das Zusammenwirken des Zweidruckventils und der Entlüftungsdüse für den Steuerbehälter erreichen und das Mindestdruckventil
einsparen kann, wenn man dafür Sorge trägt, daß durch ein einfaches Mittel die Wirkung der Entlüftungsdüse auf die
ßremszylinderfüllung erst dann eintritt, wenn im Bremszylinder ein bestimmter anfänglicher
Mindestdruck erreicht ist.
Das Mittel, das gemäß der Erfindung diese Wirkung unter Verzicht auf ein besonderes
Mindestdruckventil eintreten läßt, ist die Anordnung einer zwischen dem Zweidruckventil
und der mehrfach erwähnten Drosseldüse gelegenen kleinen Druckluftaufnahmekammer.
Im Interesse wirtschaftlicher Anwendung der Druckluft kann man von der Entlüftungsdüse eine Verbindung zum Bremszylinder führen,
jedoch hat diese lediglich als Druckluftsparmaßnahme zu betrachtende Verbindung keine Änderung des Druckaufbaues im Bremszylinder
gegenüber derjenigen Anordnung zur Folge, bei der die Düse unmittelbar ins Freie führt.
Die Anwendung von Druckluftaufnahmekammern ist bei Druckluftbremsen eine allgemein
bekannte Maßnahme. So hat man beispielsweise die Bremsvorrichtungen fast durchweg_mit einer sog. Übertragungskammer
ausgerüstet. Das ist eine Kammer, die beim Bremsen wenig mehr als das vom Steuerkolben
des Steuerventils verdrängte Hubvolumen an Druckluft aus der Bremsleitung aufnimmt und auf diese Weise dafür sorgt,
daß die Vielzahl der in einem Zuge befindlichen Steuerkolben ihre Hubmengen nicht in
die Bremsleitung zurückdrückt, die ja nur über das Führerventil auf der Lokomotive
entlüftet wird, und so eine allmähliche Verflachuns"
der durch die ganze, unter Umständen sehr lange Druckluftleitung des Zuges hindurchfließenden Druckminderungswelle mit
zum Zugschluß hin ständig abnehmender Bremswirkung verursacht.
Zwecks Druckluftersparnis hat man den Inhalt 'dieser Übertragungskammern auch
schon Bremszylindern zugeführt. Mit diesen bekannten Übertragungskammern, die sich
auch bereits bei Druckluftbremsen mit Zwei- und Dreidrucksteuerventilen vorfinden, hat
man jedoch nicht die Wirkung des Mindestdruckventils erzeugen können, so daß es bei
Bremsen der angedeuteten Art der Anordnung eines besonderen Mindestdruckventils bisher
immer noch bedurfte.
Auf der Zeichnung ist das Schema einer mit Zwei- und Dreidruckventil ausgerüsteten
Druckluftbremse nach der Erfindung wiedergegeben.
Das Zweidruckventil Z beherrscht mit seinem Steuerschieber neben anderen, für die
vorliegende Erfindung nicht in Betracht kommenden und daher auf der Zeichnung nicht
wiedergegebenen Verbindungen die Verbindung zwischen dem Hilfs- oder Steuerbehälter
B und der Entlüftungsdüse E, die beim gezeichneten Ausführungsbeispiel mit dem
Bremszylinder C in Verbindung steht. Der Steuerbehälter B steht in offener Verbindung
mit einem Raum des Gehäuses des Dreidruckventils D, dieser Raum ist dprch eine
Biegeplatte (oder einen Kolben) gegen eine Steuerkammer A konstanten Druckes abgeschlossen.
Eine gleichachsig mit der erwähn- »10 ten Biegeplatte angeordnete Meinere Biegeplatte
enthält das Bremszylinderauslaßventil, das mit dem Bremszylindereinlaßventil ein
Doppel ventil bilden kann. Das letztere beherrscht die Verbindung zwischen dem Bremsluftbehälter
R und dem Bremszylinder C. Zwischen dem Gehäuse des ZweidruckventilsZ
und der Drosseldüse E ist eine kleinere Kammer f( angeordnet.
Beim Bremsen wird diese widerstandslos iao
aus dem Steuerbehälter B mit Druckluft gefüllt; die im Dreidruckventil D befindlichen
70196B
Kolben oder Biegeplatten schließen das Bremszylinderentlüftungsventil
und öffnen das Bremszylinderfüllventil. Der Bremszylinder C wird mit Druckluft von einer Mindestspannung
von etwa 6,0 atü gefüllt. Der in ihm sich bildende Druck wirkt auf die obere Biegeplatte und drückt beide im Maß seines
Anwachsens nach unten, wobei das Bremszylindereinlaßventü
gedrosselt wird, ohne daß das Auslaßventil sich öffnet; ständiges allmähliches
Entlüften des Steuerbehälters B über die Drosseldüse E im Zusammenwirken
mit ständig sich vergrößerndem Bremszylinderdruck regelt die Stellung des Bremszylin-
•5 dereinlaßventils im Sinne allmählichen Weiter steigens
des Bremszylinderdruckes, wie es sich sonst unter der Wirkung eines besonderen Mindestdruckventils vollzieht.
Claims (1)
- Patentanspruch:Steuereinrichtung für Druckluftbremsen mit einem Zweidrucksteuerventil und einem von diesem beeinflußten Dreidrucksteuerventil, wobei in die vom Zweidrucksteuerventil überwachte Entlüftung einer Steuerkammer des Dreidrucksteuerventils eine Drosseldüse eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Zweidrucksteuerventil (Z) und der das Zeitmaß der Entleerung der Steuerkammer (B) des Dreidrucksteuerventils (D) bestimmenden Drosseldüse (E) eine Druckluftaufnahmekammer (K.) eingeschaltet ist, zu dem Zweck, den Druckabfall in der Steuerkammer (B) beim Bremsen erst schnell und dann allmählich über die Drosseldüse (E) sich vollziehen zu lassen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938K0152199 DE701963C (de) | 1938-10-23 | 1938-10-23 | Steuereinrichtung fuer Druckluftbremsen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1938K0152199 DE701963C (de) | 1938-10-23 | 1938-10-23 | Steuereinrichtung fuer Druckluftbremsen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE701963C true DE701963C (de) | 1941-01-28 |
Family
ID=7252552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1938K0152199 Expired DE701963C (de) | 1938-10-23 | 1938-10-23 | Steuereinrichtung fuer Druckluftbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE701963C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE920910C (de) * | 1950-03-11 | 1954-12-02 | Knorr Bremse Gmbh | Steuerventil fuer Druckluftbremsen, vorzugsweise der mehrloesigen Bauart fuer Schienenfahrzeuge |
| DE952355C (de) * | 1953-06-15 | 1956-11-15 | Greesham & Craven Ltd | Durch Vakuum betaetigtes Dampfbremsventil fuer Lokomotiven, Triebwagen od. dgl. |
| DE970674C (de) * | 1954-01-23 | 1958-10-16 | Deutsche Bundesbahn | Bremskraftregler fuer Druckluftbremsen |
| DE4329481A1 (de) * | 1993-09-01 | 1995-03-02 | J H R Vielmetter Gmbh & Co Kg | Pneumatische Bremseinrichtung |
-
1938
- 1938-10-23 DE DE1938K0152199 patent/DE701963C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE920910C (de) * | 1950-03-11 | 1954-12-02 | Knorr Bremse Gmbh | Steuerventil fuer Druckluftbremsen, vorzugsweise der mehrloesigen Bauart fuer Schienenfahrzeuge |
| DE952355C (de) * | 1953-06-15 | 1956-11-15 | Greesham & Craven Ltd | Durch Vakuum betaetigtes Dampfbremsventil fuer Lokomotiven, Triebwagen od. dgl. |
| DE970674C (de) * | 1954-01-23 | 1958-10-16 | Deutsche Bundesbahn | Bremskraftregler fuer Druckluftbremsen |
| DE4329481A1 (de) * | 1993-09-01 | 1995-03-02 | J H R Vielmetter Gmbh & Co Kg | Pneumatische Bremseinrichtung |
| EP0641699A3 (de) * | 1993-09-01 | 1997-08-27 | Grundstueck Gmbh Co Besitz Kg | Pneumatische Bremseinrichtung. |
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