DE7017032U - Selbstreinigende schleudertrommel. - Google Patents
Selbstreinigende schleudertrommel.Info
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Landscapes
- Centrifugal Separators (AREA)
Description
Selbetreinigei*de Schleudertrommel
Die Neuerung bezieht sich auf Separatoren, die periodisch
die aus einer Schleuderflü3siiKeit ausgeschiedenen und sich
im Schlammraum dar Trommel ansammelnden Feststoffe bei voller
Trommeldrehzahl auswerfen.
Es sind Steuergeräte bekannt, an denen die Dauer der Schleuderperioden
eingestellt wird und d~ö jeweils nach Ablauf der
eingestelltun Zeit alle für den Entschlammungsvorgang notwendigen
Schaltungen durchführen.
Es sind auch selbsttätig arbeitende Impulsgeber bekannt, die bei Auffüllung des ^chlammraumes mit Feststoffen ansprechen
und einem Steuergerät den Ablaufimpuls erteilen. Impulsgeber
dieser Art überwachen entweder den Ablauf der Klarphase oder sie tasteii das Schlammniveau in der Trommel ab. Diese zeitunabhängig
arbeitenden Impulsgeber haben <"ari /orteil, daß die
Berechnung der Dauer der SchleuderperzLoaien aus dem Feststoffgehalt
des Schleudergutes, der Durciisatzleistung des Separators
und dem Schlammfassuugsvermögen der Trommel entfällt und Änderungen
im Feststoffgehalt und Änderungen der Durchsatzleistung
während des Betriebes nicht mehr als Störungen in Erscheinung treten.
Selbsttätig arbeitende Impulsgeber sind beispielsweise aus den deutschen Patentschriften 718 739, 1 1^5 .)C, 1 ' ·,
1 186 414 und 1 275 959 bekannt.
Schleudertrommeln der selbstreinigenden Bau ί „ können mit Teiloder
Vollentschlammungen oder auch mit kombinierten Entschlammungen
betrieben werden.
Bei Teilentschlammungen wird der die Auswurföffnungen für die
Feststoffe verschließende Kolbenschieber nur teilweise und/oder nur kurzzeitig in die Öffnungsstellung verschoben. Auf diese
Weise wird nur ein Teil der im Schlammraum angesammelten Feststoffe ausgeworfen und der andere Teil als Sicherheitsring in
der Trommel zurückgehalten. Bei dieser Betriebsweise ist eine
Unterbrechung des Schleudergutzulaufs nicht erforderlich.
Bei Vollentschlammungen wird die Trommel vollständig entleert. Um Verluste am Schleudergut zu vermeiden, wird vor der Entschiammung
der Schl2udergutzulauf gesperrt. Es ist auch bekannt, die in der Trommel befindliche Schleuderflüssigkeit
vox"' der Entsclilanimiing duroh sin« Hinisre snezi Ti bcIi schwerere
Flüssigkeit aus der Trommel zu verdrängen.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine selbstreinigende Schleudertrommel zu schaffen, die selbsttätig Teilentleerungen
herbeiführt.
Die Trommel gemäß der Neuerung ist gekennzeichnet durch einen dem Steuerschieber vorgelagerten Hilfsschieber, dessen eine
Seite wenigstens teilweise vom Druck der Trommelfüllung und dessen andere Seite vom Druck einer Steuerflüssigkeit beaufschlagt
wird und der bei seinen axialen Bewegungen in Abhängigkeit von diesem Druckverhältnis direkt oder indirekt die
Zuführung von Steuerflüssigkeit derart steuert, daß die
Schließkammer wenigstens teilweise entleert und anschließend wieder aufgefüllt wird.
Zur Begrenzung des Druckes der Trommelfüllung auf den Hilfsschieber
kann sein zentraler Teil von einer gegenüber dem Trommelinnenraum abgedichteten Kappe abgedeckt sein.
Andererseits können zur Unterstützung des Druckes der Steuerflüssigkeit
auf der anderen Seite des Hilfsschiebers mehrere auf den Umfang verteilte Schraubenfedern angeordnet sein.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Neuerung dargestellt, und zwar zeigt
Fig.1 eine Trommel mit einem Ventil zum Ablassen der Steuerflüssigkeit
aus der Schließkammer des Hauptschiebers, das durch Sperren der Flüssigkeitszufuhr in Öffnungsstellung gebracht wird,
Fig.2 eine Trommel mit einem Ventil zum Ablassen der Steuerflüssigkeit
aus der Schließkanmer des Hauptschiebers, das durch Öffnen der Flüssigkeitszufuhr in Öffnungsstellung gebracht wird und
Fig.3 eine Trommel mit einer Ent1eerungsbohrung für die
Schließkammer des Hauptschiebers.
In Fig.1 ist mit 1 das Trommelunterteil und mit 2 der Trommeldeckel
bezeichnet. Diese beiden Teile werden von einem Gevinrti»rjT!?
3 zusammengehalten. Im Trommelunterteil 1 ist der Steuerschieber
k axial verschiebbar angeordnet, dessen Oberkante 5
in der Schließstellung gegen einen Dichtring 6 anliegt und den Trommelinnenraum 7 gegenüber den Auswurföffnungen 8 im Trommelmantel
abschließt. Dem Steuerschieber 4 ist ein Hilfsschieber
vorgelagert, so daß der Druck der Trommelfüllung nur den Hilfsschieber
9 beaufschlagt.
Zwischen dem Hilfsschieber 9 und dem Steuerschieber k befindet
sich eine Kammer 10 und zwischen dem Steuerschieber k und dem
Trommelunterteil 1 eine Kammer 11. Beide Kammern st — . mit
der Zuführungseinrichtung für Steuerflüssigkeit in Verbindung.
Im Trommelunterteil 1 ist außerdem ein Ventil 12 angeordnet, das mit einem radial verschiebbaren Ventilteller I3 ausgerüstet
ist. Bei anhaltender Zufuhr von Steuerflüssigkeit durch den Kanal Tk zur Kammer I5 wird der Ventilteller 13 in der dargestellten
Endstellung gehalten. Damit nach dem Sperren der Steuerflüssigkeitszufuhr der Druck auf der Rückseite des Ventiltellers
13 abgebaut wird, ist die Kammer 15 durch eine
kalibrierte Bohrung 16 mit dem Außenrauir verbunden. Durch
diese Bohrung wird dann die Flüssigkeit aus der Kammer I5
und dem Zuführungskanal "\k ausgeschleudert.
Nach dem Sperren der Steuerflüssigkeitszufuhr bewirkt bei gefüllter
oder teilweise gefüllter Schließkammer 11 der auf die
Vorderseite des Ventiltellers I3 wirkende Druck eine Verschiebung dieses Tellers nach außen, wodurch Schließflüssigkeit aus
der Schließkammer 11 durch die Kanäle 17, 18, 19 und 20 abgelassen
wird .
Der Hilfsschieber 9 wird außen am Steuerschieber k und innen
an der Trommelnabe 21 abdichtend geführt. Seine äußere Oberkante
ist mit einer Vielzahl nutenartiger Aussparungen 22 versehen. Dj. e zwischen diesen Aussparungen stehengebliebenen
Teile dienen der Abstützung des Hilfsschiebers ^ am Trommeldeckel
2 .
In die Trommelnabe 21 ist axial verschiebbar ein Röhrchen 23
eingesetzt, das an seinem oberen Ende mit Ausfräsungen 24 versehen ist. Der untere Teil 25 des Röhrchens 23 kann aus
weicherem Material, z.B. Hartgummi, bestehen, um, falls notwendig,
eine bessere Abdichtung zwischen dem Röhrchen und dem mit ihm zusammenwirkenden Schieberventil 26 zu erreichen.
Das Schieberventil 26 sitzt gleitbar auf der Trommelspindel und steht unter dem Druck der Feder 28, die unterhalb der ebenfalls
gleitbar angeordneten Spindelkappe 29 angebracht ist.
Das Schieberventil 26 ist mit einer Auffangmulde 30 für Steuerflüssigkeit
versehen, die durch das Rohr 31 herangeführt wird. Die Mulde 30 steht über eine Bohrung 32 mit dem Röhrchen
23 und über dessen Aussparungen 24 mit der Kammer 10 in
Verbindung. Unterhalb der Mulde 30 ist in den Ventilkörper ein Ringkanal 33 eingearbeitet, von dem eine oder mehrere
Bohrungen 34 ausgehen, die in der obersten Stellung des
Ventilkörpers 26 mit dem Ringraum 35 und dem Kanal 14 kommunizieren.
Unterhalb des Schieberventils 26 befindet sich eine weitere Kammer 36, von der Kanäle 37 zur Schließkammer
füh.ren. Sie ist nach unten durch einen eingesetzten elastischen Ring 38 begrenzt. In dieser Kammer 36 kann ein Schälrohr
39 angeordnet sein.
Der Hilfsschieber 9 ist teilweise von einer Kappe 40 abgedeckt,
die mittels Dichtringe 41 und 42 gegenüber dem Innenraum der Trommel abgedichtet ist. Auf der Unterseite des
Hilfsschiebers 9 können mehrere auf den Umfang gleichmäßig
verteilte Schraubenfedern 43 angeordnet sein, um den auf die
Unterseite des Hilfsschiebers wirkenden Druck an das spezifische
Gewicht der Feststoffe und damit an den auf die Oberseite des Hilfsschiebers wirkenden Druck anpassen zu können.
Die Trommel gemäß der Neuerung arbeitet in folgender Weise. Nach dem Ingangsetzen des Separators befindet sich das Schieberventil
26 in d3r dargestellten Position. Es wird von der
Feder 28 fest gegen den Teil 25 des Röhrchens 23 gepreßt.
Nach dem Öffnon der Steuerflüssigkeitszufuhr tritt die Steuerflüssigkeit
aus der Leitung 31 in die Mulde 30 über und gelangt
von dort durch die Bohrung 32, das Röhrchen 23 und dessen seitliche
Öffnungen 2k in die Kammer 10. Dadurch wird der Hilfsschieber
9 fest gegen den Trommeldeckel 2 und der Steuerschieber k nach unten gedruckt. Nach Auffüllung der Kammer 10 tritt
die Steuerflüssigkeit aus der Mulde 30 in die Ringnut 33 über und gelangt durch die Bohrungen 3*4, den Ringkanal 35 und den
Kanal ^k zum Ventil 12, so daß der Ventilteller 13 in die dargestellte
Lage gebracht wird, in der er die Schließkammer 11
gegenüber dem Außenraum verschlossen hält. Ein geiTr»ger Teil
der Steuerflüssigkeit tritt laufend durch die kalibrierte Bohrung
16 aus dem Ventil 12 aus.
Nachdem au h der zum Ventil führende Kanal Ik aufgefüllt ist,
tritt die „teuerflüssigkeit aus der Ringnut 33 in die Kammer
über und gelangt von dort durch Kanäle 37 in die Schließkammer Ί 1 , so daß sich, der· Steuerschieber k in die Schließs^el^
lung bewegt. Dabei wird ein Teil der Flüssigkeit aus der Kammer 10 nach innen verdrängt, wodurch der Überlauf in die Kammer
36 verstärkt und das Schließen der Trommel beschleunigt
wird.
Die Zufuhr von Steuerflüssigkeit wird während der gesamten
Betriebszeit aufrechterhalten. Da der auf die Außenseite des Ventiltellers I3 des Ventils 12 wirkende Flüssigkeitsdruck
größer ist als der auf seine Innenseite wirkende Flüssigkeitsdruck der Schließkammer 11, bleibt die Schließkammer nach außen
verschlossen. Die Trommel befindet sich jetzt im betriebsfähigen Zustand.
Nach dem Öffnen des Zulaufs füllt sich die Trommel mit Schleudergut,
dessen spezifisches Gewicht von der der Trägerflüssigkeit
nicht sehr verschieden ist. Oft ist die Trägerflüssigkeit Vasstr. Da der zentrale Teil 'er Oberseite des Hilfsschiebers 9
durch die auf der Trommelnabe 21 festsitzende Kappe kO abgedeckt
ist, kann insoweit die Tronmelfüllung keinen Eruck auf die Oberseite des Hilfsschiebers 9 ausüben, so daß der auf seine
Unttrseite wirkende Druck üb; ^. tLr;t und ihn in der dargestellten
Lage hält. Mir zunehmender Ablagerung spezifisch
schwererer Feststoffe nimmt der Diack auf der Oberseite des
Hilfsschiebers zu. Sobald er das erforderliche Übermaß erreicht,
bewegt sich der Hilfsschieber nach unten. Dabei werden
von seinem inneren Teil das Röhrchen 23 und das Schieberventil 26 gegen den Druck der Feder 28 nach unten verschoben.
Dadurch wird die Verbindung zwischen der Bohrung Jk und dem
Ringkanal 35 unterbrochen, wodurch auch die Zufuhr von Steuerflüssigkeit zum Ventil 12 gesperrt wird.
Nachdem ein Teil der Steuerflüssigkeit aus dem Kanal 14 durch
die kalibrierte Bohrung 16 ausgeschleudert ist, erreicht der
auf die Innenseite des Ventiltellers 13 wirkende Druck das Übergewicht, wodurch der Ventilteller I3 nach außen verschoben
wird und das Ablassen der Schließflüssigkeit aus der Schließkammer 11 durch die Bohrungen 171 18, 19 und 20 einsetzt.
Da die Kammer 10 - auch bei Vergrößerung ihres Volumens - infolge der ununterbrochenen Zufuhr von Steuerflüssigkeit
durch die Leitung 3I stets mit Flüssigkeit gefüllt ist,
wird bei geöffnetem Ventil 12 der Druck in der Kammer 11 sehr
schnell kleiner als der Druck in der Kammer 10. Der Steuerschieber k bewegt sich deshalb bald nach unten und gibt einen
Ringspalt zwischen seiner Oberkante 5 und dem Dichtring 6 für den Ausstoß von Feststoffen frei.
Mit zurückweichender Feststoffschicht wird der Druck auf der
Oberseite des Hilfsschiebers 9 wieder kleiner, so daß er sich
unter dem Einfluß des höheren Druckes in der Kammer 10 wieder nach oben bewegt. Dabei stellt das Schieberventil 26 unter
dem Druck der Feder 28 die Verbindung zwischen der Bohrung 2>k
und dem Ringkanal 35 wieder her, wodurch zunächst dac Ventil wieder in Schließstellung gebracht wird. Die in die Kammer 36
übertretende Steuerflüssigkeit füllt die Schließkammer 11 wieder
auf, und der Steuerschieber 4 bewegt sich wieder in Schließstellung.
Sobald die Feststoffschicht im Schlammraiim der Trommel wieder
den erforderlichen Druck auf den Hilfsschieber ausübt, wiederholt
sich der beschriebene Vorgang von neuem.
Damit führt die Ti* ο nun si gemäß der Neuerung Felbst-tätie Teilentschlammungen
aus, wenn sich im Schlammraum 7 eine bestimmte
Menge spezifisch schwererer Feststoffe angesammelt hat.
Während der zwischen den Entschlaramungen liegenden Schieuderperioden
taucht das Schälorgan 39 in die mit der Trommel rotierende
Flüssigkeit ein, ohne Flüssigkeit aus der Kammer 36 abzuleiten. Im Schälorgan 39 wird dadurch ein statischer Überdruck
erzeugt.
Beim Ablassen der Schließflüssigkeit aus dar Kammer 11 während
der Entschlammung weicht der Flüssigkeitsspiegel in der Kammer 36 zurück, so daß der Überdruck im Schälorgan 39 zusammenbricht.
Dieser plötzliche Druckabfall kann als Impuls einem Steuergerät bekannter Bauart zugeleitet werden, das nach einer
vorgegebenen Anzahl von Impulsen eine Vollentschlair.mung durchführt,
indem es die Steuerflüssigkeitjzufuhr durch die Leitung
31 unterbricht und alle Schaltungen je nach eingestelltem
Programm durchführt.
Bei der Ausführungsform nach Fig.2 wird ein Ventil 12 für das
Ablassen von Schließflüssigkeit aus der Schließkammer 11 verwendet,
das normalerweise geschlossen ist und durch Zuführen von Steuerflüssigkeit geöffnet wird.
Der Ventilkb'rper 50 ist bezüglich seines Gewichts und seiner
Virkungsflachen so bemessen, daß der durcli die Zentrifugalkraft
erzeugte Schließdruck größer ist als der im öffnenden Sinne wirkende Flüssigkeitsdruck in der Schließkammer 11. Der
Ventilkörper 50 drückt eomit während des normalen Betriebes
den Ventilteller 1p fest gegen die Ablaßbohrungen 20, so daß
die SchlielJkanimer 11 gegenüber dem Außenraum abgeschlossen ist.
Hei.ή Zuführen von Steuerflüssigkeit durch den Kanal 14 in den
Ki.il/T3urii 52 wird der Ventilköiper 50 von seinem Sitz abgehoben
und Schließflüssigkeit aus der Schließkammer 11 durch die Ka-
/8
näl .=? 1, . .8. Ί 9 und 20 abgelassen. Zur Aufhebung des Flüssigkei
t.-ru _ oj- :s im Raum 52 ist eine Entleerungsb _,. rung 51 vorgesehen,
:. * die sich die Kammer 52 und der Kanal 14 entleeren,
-κ / die Zufuhr zum Kanal 14 gesperrt wird.
Bei di-..3r Ausführungsform wird die Steuerf'lüssigkeit durch
eine als Schälorgan ausgebildete Zuleitung 48, z.B. aus einem Hochbehälter, herangeführt. Wie beim Ausführungsbeispiel nach
Fig.1 wird zunächst die Kammer 10 mit Steuerflüssigkeit aufgefüllt.
Die weiter zulaufende Stei.arflüssigkeit tritt dann
aus der Kammer 30 in die Ki . ier 30a und von dort in die Kammer
3t> über und gelangt aurch einen oder mehrere Kanäle _jT/
zur Schließkammer 11. Nachdem auch diese Kammer aufgefüllt
isv., verschiebt sich der freie Flüssigkeitsspiegel in den Kammern 30 und 36 in Richtung zur Drehachse. Dadurch, daß
der Innendurchmesser der die Kammer 36 begrenzenden Scheibe 38 kleiner ist als der Außendurchmesser des Schälorgans
48, wird erreicht, daß das Schälorgan 43 in die Flüssigkeit
eintaucht. Der in diesem Schälorgan erzeugte Druck verhindert ein weiteres Nachströmen von Steuerflüssigkeit.
Wenn sich im Schlammraum 7 der Trommel eine bestimmte Feststoffmenge
angesammelt hat, bewegt sich der Hilfsschieber 9
nach unten. Dabei wird der zur Schließkammer 11 führende Kanal 37 verschlossen oder stark gedrosselt und die Kammer 30a
über die Bohrung 44 mit dem Kanal 14 verbü. Jen. Der Ventilkörper
50 hebt sich von seinem Sitz ab, und es wird Steuerflüssigkeit
aus der Schließkammer 11 abgelassen. Dabei bewegt sich der Kolbenschieber 4 in die Öffnungsstellung und
ein Teil der Feststoffe wird durch die Öffnungen 8 im Trommelmantel
aus der Trommel ausgestoßer. Sobald der auf die Oberseite des Hilfsschiebers 9 wirkende Druck kleiner geworden
ist als der auf seine Unterseite wirkende Druck, bewegt sich der Hilfskolben 9 wieder nach oben. Dadurch wird der
Zuführungskanal 14 zum Ventil wieder gesperrt und der Kanal 37 zur Schließkammer 11 wieder geöffnet. Beim Ausschleudern
der Flüssigkeit aus dem Ringraum 52 und dem Kanal 14 durch
die Bohrung 51 geht das Ventil 12 wieder in Schließstellung,
und die der Schließkammer 11 zugeführte Steuerflüssigkeit
drückt auch, den Hauptschieber 4 wieder in Schließstellung.
Bei der Aufwärtsbewegung des Hilfsschiebers 9 weicht infolge
der Volumvergrößerung der Kammer 10 und der erweiterten Freigabe
des Kanals 37 der Flüssigkeitsspiegel in der Kammer 30
zurück, wodurch der Druck im Schälorgan 48 kurzzeitig zusammenbricht.
Dieser Druckabfall kann einem Steuerorgan als Impuls zugeführt werden, das nach Empfang einer eingestellten
Anzahl von Xmpulsen eine Vollentschlammung durchführt, indem es die Steueiflüssigkeitszufuhr zum Schälorgan 48 sperrt und
zur Zuleitung 49 öffnet sowie andere Schaltungen durchführt.
Durch die Zuführung von Steuerflüssigkeit aus der Leitung 49
über die Kammer 46 url die Kanäle 47 und 14 zum Ventil 12 kann
dieses beliebig lange in Offenstellung gehalten und eine vollständige
Trommelentleerung herbeigeführt werden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform ohne Abls>.r'ventil für Schließflüssigkeit.
Die Schließkammer 11 ist mit siiier den Tronnnelmantel
durchsetzenden kalibrierten Abiaßbohrung 54 versehen,
durch die ständig Flüssigkeit austritt. Tm während der Schleuderperioden
den Kolbenschieber 4 in Schließstellung zu halten, muß ständig Schließflüssigkeit im Überschuß zugeführt werden.
Zum Zwecke der selbsttätigen Schlanunaustragung muß der Hilfsschieber
9 diese Flüssigkeitszufuhr vorübergehend unterbrechen
oder stark drosseln.
Wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig.1 wird die sigkeit durch eine Zuleitung 31 herangeführt,
<·' - wiederum zuerst die Kammer 10 auffüllt. Sie tritt dann aus der Kammer
30 in die Kammer 36 über und gelaugt von dort durch den
Kanal 37 in die Schließkammer 11. Die Kammer 36 ist mit einer
kalibrierten Bohrung 55 versehen. Die während des Betriebes zugeführte Steuerwassermenge muß geringfügig größer sein als
aus der Schließkanuner 11 durch die Bohrung 54 austritt. Die
rich+ige Einstellung ist erreicht, wenn durch die Bohrung 55 etwas Wasser austritt. Auf diese Weise wird sichergestellt,
/10 7017032-3.9.70
daß sich die Schließkammer 11 nicht entleert und die Kammer
3t nicht mit Flüssigkeit auffüllt.
Wenn nach Ansammlung einer bestimmten Feststoffmenge im
Schlammraum 7 der Trommel sich der Hilfsschieber 9 nach
unten bewegt, wird die Steuerflüssigkeitszufuhr zur Srhließkammer
11 unterbrochen oder stark gedrosselt. Die Schließkammer
11 beginnt, sich über die kalibrierte Bohrung ^k zu
entleeren, und der Kolbenschieber 4 bewegt sich in die Öffnungsstellung.
Dabei wird ein Teil der Feststoffe durch die Öffnungen 8 im Trommelmantel ausgeworfen.
Sobald durch das Zurückweichen der Feststoffschicht der Druck
auf der Oberseite des Hilfsschiebers 9 kleiner wird als der
auf seine Unterseite wirkende Druck, bewegt sich der Hilfsschieber
9 wieder nach oben. Die Steuerflüssigkeit füllt zunächst
wieder die Kammer 10 auf und anschließend die Schiießkammer 11, so daß der Kolbenschieber h wieder in Schließstellung
geht.
Während der Sperrung oder starken Drosselung der Steuerflüssigkeitszufuhr
zur Schließkammer 11 hat sich der Flüssigkeitsspiegel
in der Kammer 36 so weit nach innen verschoben, daß das Schälorgan 39 in die Flüssigkeit eintaucht und einen Druckimpuls
auf ein Steuergerät überträgt. Nach Empfang einer vorher festgelegten Anzahl von Impulsen führt das Steuergerät eine
Vollentschlammung durch, indem es die Steuerflüssigkeitszufuhr
durch die Zuleitung 3I sperrt und je nach eingestelltem
Programm weitere Schaltungen durchführt.
Die Trommel gemäß der Neuerung arbeitet bezüglich der Durchführung
von Teilentschlammungen vollautomatisch, Sie erfordert insofern weder ein Steuergerät noch das Umschalten irgendwelcher
Ventile außerhalb des Separators.
Claims (6)
1) Se LOj ir<-inigende Schleudertrommel mit einem hydraulisch steuirl
»ier- Steuerschieber, der beim Auffüllen ei ier Schließkamme;
s_ ■ Austrittsöffnungen für die aus der Schleuderflüssigke.'
. lasgeschleuderten Feststoffe verschließt und beim Ablasen λ-»-ι _;*! ΰ4-ίΑΠΛ-η-Ρ1ΐίβ. -λ n-Va-i +- Ώΐιο Hat» Qrhl i önVammttr Hi e· ffPnanrt.PTi
Öffnungen für den Feststoffauswurf freigibt, gekennzeichnet
durch einen dem Steuerschieber (k) vorgelagerten Hilfsschieber
(9)» dessen eine Seite wenigstens teilweise vom Druck der Trommelfüllung und dessen andere Seite vom Druck einer Steuerflüssigkeit
in einer Κ/τ, ,«r (10) beaufschlagt wird, und der
bei seinen axialen Bewegungen in Abhängigkeit von di-3 0m Druckverhältnis
selbsttätig die Steuerungen für das wechselweise Auffüllen und Entleeren bzw. Teilentleeren der Schließkammer
(11) bewirkt.
2) Schleudertrommel nach Ansprr.cn 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite des Hilfsschiebers (Q-) teilweise von einer Kappe
(40) abgedeckt ist, die mittels Dichtungen (M, k2) gegenüber
dem Tronunelinnenraum abgedichtet ist.
3) Schleudertrommel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Hilfsschieber (9) und dem Steuerschieber (4) mehrere gleichmäßig auf den Umfang verteilte Schraubenfedern
(43) angeordnet sind.
k) Schleudertrommel nach Anspruch 1, 2 od; J, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trommel zum Ablassen von Steuerflüssigkeit aus der Schließkammer (11) mit einem vom Hilfsschieber (9)
gesteuerten Ventil (12) versehen ist.
5) Schleudertrommel nach Anspruch 1, 2 oder 3» dadurch gekennzeichnet,
daß die Schließkammer (11) mit einer Entleerungsbohrung (54) versehen ist.
6) Schleudertrommel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Impulsgeber (39» 48), der mit
einem Steuergerät verbunden ist, das nach Empfang einer festgelegten Anzahl von Impulsen alle erforderlichen Schaltungen
für eine Vollentschlammung durchführt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19707017032 DE7017032U (de) | 1970-05-06 | 1970-05-06 | Selbstreinigende schleudertrommel. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19707017032 DE7017032U (de) | 1970-05-06 | 1970-05-06 | Selbstreinigende schleudertrommel. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7017032U true DE7017032U (de) | 1970-09-03 |
Family
ID=6611474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19707017032 Expired DE7017032U (de) | 1970-05-06 | 1970-05-06 | Selbstreinigende schleudertrommel. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7017032U (de) |
-
1970
- 1970-05-06 DE DE19707017032 patent/DE7017032U/de not_active Expired
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