DE700645C - Kuehleinrichtung fuer Lamellenbremsen - Google Patents
Kuehleinrichtung fuer LamellenbremsenInfo
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- DE700645C DE700645C DE1939K0154126 DEK0154126D DE700645C DE 700645 C DE700645 C DE 700645C DE 1939K0154126 DE1939K0154126 DE 1939K0154126 DE K0154126 D DEK0154126 D DE K0154126D DE 700645 C DE700645 C DE 700645C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H5/00—Applications or arrangements of brakes with substantially radial braking surfaces pressed together in axial direction, e.g. disc brakes
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die hoch beanspruchten. Bremsen neuzeitlicher Kraftfahrzeuge "bedürfen, insbesondere
wenn es sich um schwere, schnell laufende Wagen handelt, bei denen innerhalb kurzer
Zeit große Energiemengen in Wärme umgewandelt werden, einer intensiven Kühlung. Diese läßt sich praktisch nur durch Bespülung
der beim Bremsen sich aneinander reibenden Teile mittels einer Kühlflüssigkeit erzielen,
die vorzugsweise aus Öl besteht, insbesondere dann, wenn es sich um Lamellenbremsen handelt,
deren Lamellen gleichzeitig geschmiert werden, um dadurch einen möglichst konstanten,
wenn auch an sich niedrigen Reibwert zu gewährleisten.
Es ist bekannt, ein solches Kühlmittel im Kreislauf beispielsweise von innen nach außen
durch das Lamellenpaket einer Lamellenbremse zu treiben, wobei in den Kühlmittel-
ao kreislauf außerhalb des Bremsengehäuses eine Kühlvorrichtung eingeschaltet ist, durch die
die Temperatur der innerhalb der Bremse erhitzten Kühlflüssigkeit wieder herabgesetzt
wird. Erreicht wird der Kühlmittelumlauf bei diesen bekannten Bremsen mit Hilfe eines as
an einem festen Teil der Bremse sitzenden Schöpfrohres, das mit seinem freien offenen
Ende bis in die Nähe des inneren Umfanges des Bremsengehäuses reicht und in den hier
beim Umlaufen des letzteren sich infolge der Schleuderwirkung bildenden Kühlflüssigkeitsring
eintaucht.
Diese Einrichtung hat den Nachteil, daß der Kühlmittelumlauf beim Laufen des betreffenden
Fahrzeuges dauernd vor sich geht, während ja eigentlich nur beim Bremsen eine intensive Kühlung erforderlich ist. Diesem
Bedürfnis wird gemäß der Erfindung dadurch Rechnung getragen, daß das in an sich bekannter Weise schwenkbar ausgebildete
Schöpfrohr in seiner Schwenklage von dem Betätigungsorgan für die Bremse derart abhängig
gemacht ist, daß es bei Betätigung der Bremse selbsttätig in den Kühl flüssigkeitsring
eintaucht und nach Aufhören der Betätigung, selbsttätig wieder austaucht, so daß nur während
des eigentlichen Bremavorganges ein Umlauf der Kühlflüssigkeit stattfindet. Von
dem Schöpfrohr sind zweckmäßig zwei Stück ίο vorgesehen, die mit ihren freien Enden nach
entgegengesetzten Richtungen weisen, damit der Kühlmittelumlauf bei Vor- und Rückwärtsfahrt
zustande kommt. Weitere Verbesserungen beziehen sich auf die besondere Anordnung und Einrichtung des Schöpf rohres.
In der Zeichnung, die die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel in Anwendung auf
eine Lamellenbremse für Eisenbahnfahrzeuge so veranschaulicht, stellt
Fig. ι einen rechtwinklig zur Achse geführten
Schnitt durch einen Teil der unteren Hälfte der Bremse dar, der die schwenkbare Ausbildung der Schöpfrohre veranschaulicht.
Fig. ι a und 1 b zeigen die Einrichtung in zwei weiteren Betriebslagen.
Fig. 2 zeigt eines der Schöpfrohre in Ansicht von oben.
In den Abbildungen ist mit 1 das beim Fahren umlaufende Bremsengehäuse, mit 2
ein fest mit dem Fahrgestell verbundener Teil, mit 3 der innere Hohlraum des Bremsengehäuses
und mit 4 der sich in diesem beim Fahren infolge der Schlcuderwirkung bildende
Kühl flüssigkeitsring bezeichnet. 5 und 6 sind zwei der zur Betätigung der Bremse dienenden
Druckluftbälge, die einander paarweise gegenüberliegend angeordnet sind. Die gleichfalls
paarweise angeordneten Schöpfrohre sind mit 7 und 8 bezeichnet. Jedes der beiden Rohre
ist mit einer sich nach innen öffnenden Ventilklappe 9 bzw. 10 verschen und durch ein
Rohr 11 bzw. 12 mit einem zum Kühler führenden Sammelrohr 13 verbunden. Ferner
sind die Schöpfrohre in zur Drehachse rechtwinkliger Ebene um die hohlen Zapfen 14
bzw. 15 schwenkbar an dem die Rohre 11, 12
aufnehmenden festliegenden Teil 2 gelagert. An den Schwenkzapfen sitzen kurze Arme 16,
17, die durch Schubstangen 18, 19 mit den
beweglichen Kappen 20, 21 der Bälge 5, 6 in Verbindung stehen.
Die Wirkungsweise ist folgende: Bei der in Fig. 1 dargestellten Lage der
Teile, die dem normalen Zustand der Bremse während der Fahrt entspricht, liegen die
Schöpfrohre radial innerhalb des durch die Kühlflüssigkeit gebildeten Ringes 4. Soll gebremst
werden, so wird die zur Betätigung fio der Druckvorrichtungen der Bremse dienende
Luft den Bälgen 5,6 zugeführt. Durch die dabei auftretende Verschiebungsbewegung der
Kappen 20, 21 in Richtung der in Fig. ia
und ib angedeuteten Pfeile werden die Schöpfrohre mit ihren freien Enden radial nach
außen geschwenkt, so daß sie in den Flüssigkeitsring 4 eintauchen. Die Flüssigkeit strömt
dann bei der durch den großen Pfeil angedeuteten Drehrichtung in das linke Schöpfrohr
ein, öffnet die Ventilklappe 9 und strömt in der Richtung der kleinen Pfeile innerhalb
der Rohre 11 und 13 weiter zum Kühler. Ein
Wiederaustreten der Flüssigkeit durch das rechte Schöpfrohr 8 ist nicht möglich, weil
dessen Ventilklappe 10 durch den Flüssigkeitsdruck gleich bei Beginn der Einströmung geschlossen
wurde.
Werden beim Abstellen der Bremse die Bälge 5,6 von der Druckmittelquelle abgesperrt,
so gehen die Kappen 20, 21 in ihre in Fig. ι veranschaulichte Ausgangslage zurück.
Dadurch werden die Schöpfrohre mit ihren freien Enden wieder aus dem Flüssigkeitsring
4 herausgehoben, so daß unnötige Reibungsverluste vermieden werden. Damit wird auch der Umlauf der Kühlflüssigkeit unterbrochen.
Bei Umkehrung der Drehrichtung, wie sie in Fig. ib angedeutet ist, wird nach dem Eintauchen
der Schöpfrohre die Klappe 10 des fechten Rohres 8 geöffnet, die Klappe 9 des
anderen Rohres 7 dagegen geschlossen, so daß auch in diesem Falle der Kühlmittelumlauf
durch das Rohr 13 zustande kommt.
Unter Umständen, insbesondere wenn es sich um große Bremsen von verhältnismäßig
geringer axialer Ausdehnung handelt, kann es sich empfehlen, mehrere Schöpfrohrpaare
nach Art der in Fig. 1 dargestellten in der Umfangsrichtung hintereinander anzuordnen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Kühleinrichtung für Lamellenbremsen, bei der die Reibflächen von einem flüssigen Kühlmittel bespült werden, das durch das Gehäuse der Bremse o. dgl. in einem Kreislauf strömt, der zweckmäßig außerhalb des Gehäuses einen Kühler und innerhalb des Gehäuses ein sich bis in die Nähe des inneren Umfanges des Gehäuses* erstreckendes Schöpf rohr enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das in an sich bekannter Weise schwenkbar angeordnete Schöpfrohr in seiner Schwenklage von »15 dem Betätigungsorgan für die Bremse o. dgl. derart abhängig ist, daß es bei der Betätigung selbsttätig in den Kühlflüssigkeitsring eintaucht und nach Aufhören der Betätigung selbsttätig wieder austaucht. iao
- 2. Kühleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in einer
- quer zur Drehachse liegenden Ebene schwenkbar angeordnete Schöpfrohr mit einer der bei Betätigung der Bremse o. dgl. sich bewegenden Druckvorrichtungen (Au A2) zwangsläufig verbunden ist. 3. Kühleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Schöpfrohre, und zwar paarweise mit ihren freien Enden nach entgegengesetzten Richtungen weisend, vorgesehen sind.
- 4. Kühleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem der entgegengesetzt gerichteten, zu einer gemeinsamen Sammelleitung führenden Schöpfrohre ein sich nach innen öffnendes Ventil vorgesehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1939K0154126 DE700645C (de) | 1939-04-15 | 1939-04-15 | Kuehleinrichtung fuer Lamellenbremsen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1939K0154126 DE700645C (de) | 1939-04-15 | 1939-04-15 | Kuehleinrichtung fuer Lamellenbremsen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE700645C true DE700645C (de) | 1940-12-24 |
Family
ID=7252972
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1939K0154126 Expired DE700645C (de) | 1939-04-15 | 1939-04-15 | Kuehleinrichtung fuer Lamellenbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE700645C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1106561B (de) * | 1955-06-01 | 1961-05-10 | Walther Lindner | Fluessigkeitsgekuehlte Zylinderreibungskupplung oder -bremse |
| DE1268453B (de) * | 1957-12-30 | 1968-05-16 | Erling D Sedergren | Mittels eines Fluessigkeitskreislaufs gekuehlte Bremstrommel |
-
1939
- 1939-04-15 DE DE1939K0154126 patent/DE700645C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1106561B (de) * | 1955-06-01 | 1961-05-10 | Walther Lindner | Fluessigkeitsgekuehlte Zylinderreibungskupplung oder -bremse |
| DE1268453B (de) * | 1957-12-30 | 1968-05-16 | Erling D Sedergren | Mittels eines Fluessigkeitskreislaufs gekuehlte Bremstrommel |
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