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DE7001158U - Vorrichtung zum entfernen eines strangrestes aus einer tabakverarbeitenden strangmaschine. - Google Patents

Vorrichtung zum entfernen eines strangrestes aus einer tabakverarbeitenden strangmaschine.

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Publication number
DE7001158U
DE7001158U DE19707001158 DE7001158U DE7001158U DE 7001158 U DE7001158 U DE 7001158U DE 19707001158 DE19707001158 DE 19707001158 DE 7001158 U DE7001158 U DE 7001158U DE 7001158 U DE7001158 U DE 7001158U
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DE
Germany
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strand
channel
expelling
separating
remainder
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Expired
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DE19707001158
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English (en)
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Koerber AG
Original Assignee
Hauni Werke Koerber and Co KG
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Publication date
Application filed by Hauni Werke Koerber and Co KG filed Critical Hauni Werke Koerber and Co KG
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Publication of DE7001158U publication Critical patent/DE7001158U/de
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  • Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)

Description

Bergedorf, den 11. April 1973 Patent Fi/Sch
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092 Akt ζ.; G- 70 01 158.4
Vorrichtung zum Entfernen eines Strangrestes aus einer tabakverarbeitenden Strangmaschine
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen eines Strangrestes aus einer tabakverarbeitenden Strangmaschine, insbesondere aus den Strang umschließenden Kanälen. Mit "Strangmaschinen" sind Maschinen gemeint, die Zigaretten, Zigarren, Stumpen und Filterstäbe in bekannter Weise im Strangverfahren herstellen. Unter "Kanälen" sind den Strang umschließende Bohrungen in Meßtuben,Schneidtuben, Formaten, Strangführungen und dergleichen mehr, wie sie in solchen Maschinen erforderlich sind, zu verstehen.
Das der Erfindung zugrundeliegende Problem ist, daß beim gewollten oder automatischen Stillsetzen derartiger Strangmaschinen der Tabakstrang entlang seines Weges in der Strangmaschine verbleibt. Vor dem Wiederanfahren der Strangmaschine muß der Strang bzw. Strangrest jedoch entfernt werden, um für den neugebildeten Strang freie Bahn zu schaffen. Soweit sich der Strangrest im Bereich offener Führungen oder zu öffnender Kanäle befindet, läßt er sich von Hand gut entfernen. Aber innerhalb von geschlossenen Kanälen ist erhebliche Mühe aufzuwenden, um den Strangrest zu entfernen und den Kanal zu säubern, damit der neugebildete Strang störungsfrei die Kanäle passieren kann. Diese Arbeit mußte bisher manuell durchgeführt werden.
Bei der automatischen Steuerung von Strangmaschinen zum Zweck der Leistungssteigerung steht aber für diese Arbeit, nämlich das Entfernen von Strangresten insbesondere aus den den Strang umschließenden Kanälen nicht mehr genügend Zeit zur Verfügung.
In der französischen Patentschrift Nr. 1.500.057 wird eine >, Vorrichtung beschrieben, die selbsttätig einen Strangrest k
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092 Π
Alctz.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973 ^
aus der Schneidtube einer Zigarettenstrangmaschine entfernen soll. Bei dieser Vorrichtung wird der Strangrest mittels bewegbarer Widerhaken schrittweise im Takt der Bewegung der SchneidtubeH des Messerapparates aus dieser geschoben. Dieser Vorgang erfordert einen erheblichen Zeitaufwand und ist deshalb bei einer automatisch gesteuerten Strangmaschine nicht verwendbar.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Möglichkeit zu finden, um die Strangreste selbsttätig, schnell und verzögerungsfrei, insbesondere aus den den Strang umschließenden Kanälen zu entfernen.
Die Lösung der Erfindung besteht in mindestens einem bewegbaren, auf den Strangrest in axialer Richtung eine Kraft zur raschen und ununterbrochpnen Austreibung ausübenden Mittel mit einem Antrieb zum Bewegen des Mittels bei Bedarf aus einer Ruhelage vor der Mündung des Kanals und mit einem die Kraftwirkung auslösenden Steuerelement. Das heißt, daß ein Austreibmittel in die Strangbahn gebracht v/ird, um Jen Strangrest zu erfassen. Da sich aber der Strang bzw. der Strangteil nach dem Stillsetzen der Strangmaschine noch in der Strangbahn befindet, ist es schwierig, das Austreibmittel in die Strangbahn zu bringen. Aus diesem Grund ist gemäß einer besonders vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ein Mittel zum Trennen des Strangrestes im Wirkungsbereich des Austreibmittels vorgesehen, das so angeordnet ist, daß die Trennung des Strangrestes vor der Austreibung durchgeführt wird. Damit der abzutrennende Strangrest restlos, z.B. aus der vor einem Kanal liegenden Bahn, entfernt werden kann, ist gemäß einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das Trennmittel zwei Trennmesser aufweist, deren Abstand in Längsrichtung des Strangrestes gesehen der Länge des Austreibmittels entspricht.
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktz.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
Während des Betriebes einer Strangmaschine darf sich das Austreibmittel nicht in der Strangbahn befinden, weil es sonst den Strang behindern würde. Erst bei Stillstand der Maschine soll das Allst reibmittel rasch in die Austreibposition gebracht werden. Für diesen Vorgang ist es gemäß der Erfindung vorteilhaft, daß das Austreibmittel um eine zum Kanal achsparallel angeordnete Achse schwenkbar ist. Da das Trennmittel jedoch die gleiche Position wie das Austreibmittel durchlaufen sollte, haben das Austreibmittel und das Trennmittel gemäß der Erfindung in zweckdienlicher Weise eine gemeinsame Schwenkachse. Der vom Strangrest abgetrennte Strangteil sollte gleichzeitig mit dem Trennvorgang aus der Strangbahn entfernt werden. Dies erfolgt gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung durch eine bewegbare Strangführung vor dem Kanal, die um die gleiche Achse wie das Austreibmittel und das Trennmittel schwenkbar ist und während ihrer Schwenkbewegung im Verlauf des Trennvorganges den abgetrennten Strangrestteil abwirft.
Das Austreibmittel hat die Aufgabe, den im Kanal befindlichen Strangrest zu entfernen und den Kanal für den reibungslosen Durchlauf des Stranges auch sauberzuhalten. In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist daher vorgesehen, daß das Austreibmittel ein längsaxial verschiebbarer Kolben ist, dessen Kopf als Bürste ausgebildet ist, um den beiden Aufgaben gerecht zu werden. An besonders unzugänglichen Stellen ist es unter Umständen schwierig, einen verschiebbaren Kolben einzusetzen. In diesem Fall läßt sich gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung auch eine Blasdüse als Austreibmittel verwenden. Die Blasdüse kann ebenfalls schwenkbar angeordnet sein und auch gleichzeitig eine Säuberung des Kanals bewirken.
Die Bewegung der Austreibmittel, des Trennmittels und der Strangführung kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen.
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktζ.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
Da es sich vorwiegend um eine Schwenkbewegung um eine Achse handelt, kann auch an rotierende Antriebe gedacht werden. Als besonders zweckmäßig erweist sich jedoch gemäß der Erfindung, daß der Antrieb zum Bewegen des Austreibmittels ein pneumatischer Zylinder ist, der auch die Bewegung des Trennmittels und der Strangführung bewirkt.
Die Ausstoßkraft zum Entfernen des Strangrestes aus einem Kanal kann sowohl rein mechanisch oder auch pneumatisch erzeugt werden und wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung von einem Steuerelement ausgelöst, das in zweckdienlicher Weise ein steuerbares Ventil ist.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Ausschnitt aus einer Zigarettenstrangmaschine mit einer pneumatisch gesteuerten Vorrichtung zum mechanisPhen Ausstoßen von Strangrecten aus einer Strangmeßtube,
Figur 2 einen anderen Ausschnitt aus einer Zigarettenstrangmaschine mit einer pneumatisch gesteuerten Blasdüse zum Freiblasen einer Schneidtube.
Figur 1 zeigt einen Ausschnitt aus einer Zigarettenstrangmaschine mit einem als längsaxial verschiebbaren Kolben 2 (gebrochen gezeichnet) ausgebildeten Mittel zum ununterbrochenen und raschen Austreiben eines nicht dargestellten Strangrestes aus einem den Strangrest umschließenden Kanal 3 einer Strangmeßtube 4· Die Strangmeßtube 4 kann Teil einer bekannten Tabakdichtemeßvorrichtung sein, die die Masse eines Tabakstranges mit Hilfe radioaktiver Strahlung fortlaufend mißt und deren Meßergebnis zur Regelung des Tabakdurchsatzes in der Strangmaschine dient. Die Strangmeßtube 4 ist an einer teilweise sichtbaren Maschinenwand 1 der Zigarettenstrang'S -
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktz.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
maschine befestigt. Der auf den Strangrest in axialer Richtung eine Kraft ausübende bewegbare Kolben 2 trägt an seinem vorderen Ende eine Bürste 7, die zum Erfassen des Strangrestes und zum Säubern des Kanales 3 dient. Ein als pneumatischer Zylinder 8 ausgebildeter Antrieb dient zum Verschieben des Kolbens 2 in axialer Richtung. Eine gebrochen gezeichnete Kolbenstange 9 des pneumatischen Zylinders 8 trägt an ihrem freien Ende einen Ringnutkopf 11, der Teil einer lösbaren Verbindung zur Übertragung der Kraft des pneumatischen Zylinders 8 auf den Kolben 2 ist. Das Gegenstück dieser Verbindung ist eine Lasche 44 mit einer Ausnehmung 46, die Teil einer zweiten Halterung 21 ist, die spätem noch beschrieben wird. Zur Ver sorgung des pneumatischen Zylinders 8 mit Druckluft dient eine nicht dargestellte Druckluftquelle, deren Luftstrom von einem als stationäres elektropneumatisches Ventil 12 ausgebildeten, die Ausstoßkraft auslösenden Steuerelement steuerbar ist.
Das elektropneumatische Vental 12 setzt sich aus einem Ventilblock 18 und einer Magnetwicklung 17 zusammen und ist über Leitungen 13 und 14 mit dem pneumatischen Zylinder 8, dessen Rückstellkraft durch eine nicht sichtbare Feder bewirkt wird, und der nicht sichtbaren Druckluftquelle verbunden. Eine Öffnung 16 dient zum Entlüften des pneumatischen Zylinders 8 beim Rücklauf.
Der Kolben 2 ist in einer ersten Halterung 19 verschiebbar gelagert und mit der zweiten Halterung 21 fest verbunden. Die beiden Halterungen 19 und 21 sind unverdrehbar auf einer zum Kanal achsparallel angeordneten Welle 22 aufgesetzt. Während die Halterung 19 starr mit der Welle 22 verbunden ist, ist die Halterung 21 auf der Welle 22 verschiebbar. Die Unverdrehbarkeit der Halterungen 19 und 21 wird durch eine in die Welle 22 eingelegte Nutfeder 23 erreicht. Die Welle 22 ist beidseitig in der Strangmeßtube 4 und in einem ortsfesten Lager 29 drehbar gelagert. Um die Welle 22 ist der Kolben 2 mit Hilfe der Halterungen 19 und 21 schwenkbar.
Stw.ϊ ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktζ.: G 7C 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
Ein Trennmittel 26 zum Trennen des Strangrestes im Wirkungsbereich des Kolbens 2 dient zum Abtrennen eines Strangteiles, bevor der Kolben 2 aus seiner gezeichneten Ruhelage in die Strangbahn und vor eine Mündung 6 des Kanals 3 gebracht wird. Das Trennmittel 26 weist zwei Trennmesser 27 und 28 auf, die so angeordnet sind, daß sie die Abtrennung des Strangrestes vor dessen Austreibung aus dem Kanal 3 bewirken. Das Trennmesser 28 ist starr mit der Halterung 19 und das Trennmesser 27 über ein Lager 32 starr mit der Welle 22 verbunden, so daß aber beide um die Welle 22 schwenkbar sind. Eine prismenförmige Strangführung 31 ist ebenfalls schwenkbar um die Welle 22 angeordnet, um das abgetrennte Strangteil aus der Strangbahn zu fördern. Zu diesem Zweck ist die Strangführung 31 auf einer Seite mit dem Lager 32 des Trennmessers 27 und an der anderen Seite mit der Halterung 19 fest verbunden.
Eine Nase 33 an der Halterung 19 dient zur Befestigung eines Kopfes 34 einer Kolbenstange 36 zum Drehen der Welle 22. Die Kolbenstange 36 kann von einem als pneumatischer Zylinder 38 ausgebildeten Antrieb in Richtung des Doppelpfeiles 37 bewegt werden. Der Zylinder 38 ist beweglich in einem ortsfesten Lager 39 aufgehängt und bewirkt die Schwenkbewegung des Kolbens 2, des Trennmittels 26 und der Strangführung 31. Eine teilweise sichtbare Schneidtube 41 eines nicht dargestellten Messerapparates zum Trennen des Zigarettenstranges in Einzelzigaretten nimmt einen bereits getrennten Zigarettenstrang 42 auf, der sich in Richtung des Pfeiles 43 durch die Strangmaschine bewegt hat.
Die Wirkungsweise gemäß Figur 1 ist folgendermaßen: Während der normalen Produktionsarbeit der Strangmaschine passiert ein vollständiger Zigarettenstrang den Kanal 3 in der Strangmeßtube 4, die Strangführung 31 und die Schneidtuben 41 in Richtung des Pfeiles 43. Wird die Maschine aus irgendeinem Grunde stillgesetzt, so kommt der Strang ebenfalls zum Stillstand. Zur gleichen Zeit wird z.B. von einem Fliehkraftschalter oder einem anderen, bei Stillstand der Maschine
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktz.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
ein Signal auslösenden Schalter der pneumatische Zylinder betätigt. Die Kolbenstange 36 mit ihrem Kopf 34 wird ausgeschoben und dreht über die Nase 33 der ersten Halterung die Welle 22 in Richtung des Pfeiles 47. Im Zuge dieser Bewegung schwenkt die Strangführung 31 nach unten und die beiden Trennmesser 27 und 28 trennen ein Strangteil aus dem Zigarettenstrang heraus. Dadurch, daß die Strangführung 31 abgeschwenkt ist, fällt dieses abgetrennte Strangteil nach unten, z.B. in einen dort bereitgestellten Kasten. Im Verlauf der weiteren Drehbewegung der Welle 22 gelangt die Lasche 44 mit ihrer Ausnehmung 46 in die Nut des Ringnutkopfes 11. In dieser Stellung ist der Kolben 36 des Zylinders 38 völlig ausgeschoben, und die Drehbewegung der Welle 22 ist beendet. Das gleiche Signal, welches den Zylinder 38 betätigt hat, erregt auch über ein entsprechend eingestelltes Zeitglied die Magnetwicklung 17 des elektropneumatischen Ventils 12. Dadurch gelangt jetzt Druckluft über die Leitung 14, den Ventilblock 18 und die Leitung 13 in den pneumatischen Zylinder 8. Die Kolbenstange 9 des pneumatischen Zylinders 8, die sich mit ihrem Ringnutkopf 11 im Eingriff mit der Ausnehmung 46 der Lasche 44 befindet, bewegt sich nun rasch und verzögerungsfrei in Richtung des Pfeiles 48. Dabei nimmt die Kolbenstange 9 die zweite Halterung 21 mit, an welcher der Kolben 2 mit seiner Bürste 7 befestigt ist» Bei Beginn der Bewegung befand sich die Bürste 7 genau vor der Mündung 6 des Kanals und wird nun von der Kolbenstange 9 in diesen hi ? ingeschoben. Dabei schiebt die Bürste 7 den Sbrangrest vor si ■'-> tier, bis er die Strangmeßtube 4 verlassen hat. Am Ende de:· Bewegung der Kolbenstange 9 wird die Magnetwicklung 17 selbsttätig entregt und die Druckluft kann aus dem Zylinder 8 über die Öffnung 16 im Ventilblock 18 entweichen. Im pneumatischen Zylinder 8 befindet sich eine Druckfeder, die bei der Zwangsbewegung der Kolbenstange 9 zusammengedrückt worden war und sich jetzt wieder entspannen kann und dabei die Kolbenstange 9 aus dem Zylinder 8 herausdrückt. Hierbei wird der Kolben
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktz.: G 70 01 I58.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
und die Bürste 7 wieder aus dem Kanal 3 entfernt und durch die Bürste 7 gleichzeitig eine Säuberung des Kanals 3 bewirkt. Von einem zweiten, ebenfalls nicht dargestellten Zeitglied wird na^h Ablauf dieses Vorganges der pneumatische Zylinder 38 erneut, aber in umgekehrter Richtung betätigt, so daß die Kolbenstange 36 in den Zylinder 38 hineingezogen wird und sich die Welle 22 entgegengesetzt des Pfeiles 47 zurückdreht. Der Ringnutkopf und die Ausnehmung 46 gelangen wieder außer Eingriff, die Kolbenstange 2 mit der Bürste 7 wird in ihre Ruhelage (Ausgangsposition) zurückgeschwenkt, ebenso werden die beiden Trennmesser 27 und 28 und die Strangführung 31 in ihre Ruhelage geschwenkt. Die eventuell noch vorhandenen Strangreste liegen jetzt frei und können rasch mit der Hand beseitigt werden.
Figur 2 zeigt eine Variante der Erfindung, die sich von der Ausführungsform der Figur 1 im wesentlichen dadurch unterscheidet, daß das den Strangrest austreibende Mittel eine Blasdüse ist. Die Figur 2 zeigt ebenfalls einen Ausschnitt aus einer Zigarettenstrangmaschine, und zwar einen gut bekannten Messerapparat 51, dessen Schneidtuben 52a und 52b den Strang umschließende Kanäle 53a und 53b aufweisen. Ein Messerträger 54 mit einem Messer 57 ist um eine Achse 56 rotierbar angeordnet und dient zum Abtrennen von Einzelzigaretten von einem nicht gezeigten Zigarettenstrang, der sich in Richtung eines Pfeiles 58 durch die Schneidtuben 52a und 52b bewegt. Zwei ortsfest angeordnete, prismatisch ausgebildete Strangführungen 59 und 61 dienen zur Aufnahme und Führung des Stranges.
Eine um eine Welle 63 schwenkbar angeordnete Blasdüse 62 ist über Leitungen 64 und 66 und ein elektropneumatisches Ventil 67 mit einer nicht dargestellten Druckluftquelle verbunden. Das als elektropneumatisches Ventil 67 ausgebildete, die Kraftwirkung des Blasluftströmes auslösende Steuerelement setzt sich aus einer Magnetwicklung 68 und einem Ventilblock 69
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktz.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
zusammen. Auf der Welle 63, die mit zwei ortsfesten Lagern 72 und 73 verbunden ist, ist ein hülsenförmiger Träger 71 drehbar gelagert. Auf dem Träger 71 sind die Blasdüsen 62 und zwei Trennmesser 74 und 76 angeordnet. Die Drehbewegung des Trägers 71 bzw. die Schwenkbewegung der Blasdüse 62 und der beiden Trennmesser 74 und 76 um die Welle 63 ist von einem als pneumatischer Zylinder 77 ausgebildeten Antrieb bewirkbar. Zu diesem Zweck ist der pneumatische Zylinder 77 beweglich in einer ortsfesten Halterung 78 aufgehängt. Eine Kolbenstange 79 des Zylinders 74 trägt einen Kopf 81, der gelenkig mit einer an dem Träger 71 befestigten Nase 82 verbunden ist.
Eine zweite Blasdüse 86, die im Bereich der Strangführung 61 angeordnet ist, dient zum Entfernen von Strangresten, die aus den Kanälen 53a und 53b ausgetrieben worden sind.
Die Wirkungsweise gemäß Figur 2 ist folgendermaßen: Wird die Zigarettenstrangmaschine aus irgendeinem Grunde stillgesetzt, so wird von einem nicht dargestellten Schalter oder Impulsgeber ein Signal ausgelöst, welches den pneumatischen Zylinder 77 über ein nicht sichtbares Ventil betätigt. Dadurch bewegt sich die Kolbenstange 79 in Richtung des Pfpils 84 uni der Träger 83 wird über seine Nase 82, die mit dem Kopf 81 der Kolbenstange 79 verbunden ist, in Richtung des Pfeiles 83 gedreht. Während dieser Drehung gelangen die beiden Messer 74 und 76 in den Strangbereich und trennen einen Strangteil von der Länge des längsaxialen Abstandes der Messer 74 und 76 ab. Dieser Strangteil kann, da sich unter ihm keine Strangführung befindet, nach unten fallen und in einem evtl. vorgesehen^Behälter aufgefangen werden. Mit der gleichen Drehbewegung wird auch die Blasdüse 62 vor die Mündung des Kanals 53b der Schneidtube 52b geschwenkt. Das den pneumatischen Zylinder 77 betätigende Signal steuert über ein nicht dargestelltes Zeitglied das pneumatische Ventil 67 derart, daß ein kräftiger Blasluftstrom eingeschaltet wird, wenn die Blasdüse 62 vor der Mündung des Kanals 53b zum Still-
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Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktζ.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
stand gekommen ist. Der Blasluftstrom bewirkt das Austreiben des noch in den Schneidtuben 52a und 52b verbliebenen Strangrestes. Nach dem Austreiben gelangt der Strangrest in den Bereich der Blasdüse 86 und wird von dieser aus der Strangführung 61 entfernt. Ein zweites, ebenfalls nicht dargestelltes Zeitglied sorgt dafür, daß nach Ablauf einer einstellbaren Zeit das pneumatische Ventil 67 wieder geschlossen wird und der pneumatische Zylinder 77 zu einer Rückbewegung seines Kolbens 79 entgegen der Richtung des Pfeiles 84 veranlaßt wird. Die Maschine ist nun wieder betriebsbereit. Eventuell noch vorhandene Strangreste liegen nun offen in den Strangführungen und können schnell und leicht von Hand entfernt werden.
Der besondere Vorteil der Erfindung ist, daß Strangreste, die sich in geschlossenen Kanälen einer Strangmaschine nach deren Stillstand befinden, selbsttätig rasch und verzögerungsfrei aus diesen entfernt werden. Das Bedienungspersonal braucht seine Aufmerksamkeit dadurch nur auf die einzusehende freiliegende Strangbahn zu beschränken, wodurch Stillstandszeiten, insbesondere bei automatischem Betrieb der Strangmaschinen auf Sekundenbruchteile verkürzt werden können»
/Hf-
- Schutzansprüche -

Claims (13)

· ♦ Stw.ί ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092 Aktζ.: G 70 01 158.4 - Bergedorf, den 11. April 1973 Sch ut zansprüche
1. Vorrichtung zum Entfernen eines Strangrestes aus einer tabakverarbeitenden Strangmaschine, insbesondere aus den Strang umschließenden Kanälen, gekennzeichnet durch mindestens ein bewegbares, auf den Strangrest in axialer Richtung eine Kraft zur raschen und ununterbrochenen Austreibung ausübendes Mittel (2, 62),mit einem Antrieb (1, 77) zum Bewegen des Mittels (2, 62) bei Bedarf aus einer Ruhelage vor die Mündung
(6) des Kanals (3» 53b) und mit einem die Kraftwirkung auslösenden Steuerelement (12, 67)·
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Mittel (26, 74, 76) zum Trennen des Strangrestes im Wirkungsbereich des Austreibmittels (2, 62).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmittel (26, 74» 76) so angeordnet ist, daß die Trennung des Strangrestes vor der Austreibung durchgeführt wird.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 und 3» dadurch gekennzeichnet, daß das Trennmitte" (26, 74, 76) zwei Trennmesser (27, 28, 74, 76) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzei/' \et, daß dasAustreibmittel (2, 62) um eine zum Kanal (3» 5 :, 53b) achfnparallel angeordnete Achse (22, 63) schwenkbar ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Austreibmittel (2, 62) und das Trennmittel (26, 74, 76) eine gemeinsame Schwenkachse (22, 63) haben.
Stw.: ZM-Strang-freistoßen - Hauni-Akte 1092
Aktz.: G 70 01 I58.4 - Bergedorf, den 11. April 1973
7· Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine bewegbare Strangführung (31) vor dem Kanal (3) zum Entfernen abgetrennter Strangrestteile.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1, 5 und 6 und 7» dadurch gekennzeichnet, daß die bewegbare Strangführung (31) um die gleiche Achse (22) wie das Austreibmittel (2) und das Trennmittel (26) schwenkbar ist.
9· Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Austreibmittel (2) ein längsaxial verschiebbarer Kolben (2) ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf des Kolbens (2) als Bürste (7) ausgebildet ist und auch die Säuberung des Kanals (3) bewirkt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1 und/oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Austreibmittel (2) eine Blasdüse (62) ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (1, 77) zum Bewegen des Austreibmittels (2, 62) ein pneumatischer Zylinder (38, 77) ist, der auch die Bewegung des Trennmittels (26, 74, 76) und der Strangführung (31) bewirkt.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das die Ausstoßkraft auslösende Steuerelement (12, 67) ein steuerbares Ventil (12, 67) ist.
DE19707001158 1970-01-15 1970-01-15 Vorrichtung zum entfernen eines strangrestes aus einer tabakverarbeitenden strangmaschine. Expired DE7001158U (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3127181A1 (de) * 1980-07-11 1982-04-01 Sasib S.P.A., Bologna Stangenbrechvorrichtung fuer eine zigarettenherstellungsmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3127181A1 (de) * 1980-07-11 1982-04-01 Sasib S.P.A., Bologna Stangenbrechvorrichtung fuer eine zigarettenherstellungsmaschine

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