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DE708196C - Zentralhorizontieranlage - Google Patents

Zentralhorizontieranlage

Info

Publication number
DE708196C
DE708196C DER64491D DER0064491D DE708196C DE 708196 C DE708196 C DE 708196C DE R64491 D DER64491 D DE R64491D DE R0064491 D DER0064491 D DE R0064491D DE 708196 C DE708196 C DE 708196C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
central system
rotating
gun
slide
arm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER64491D
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Fuesgen
Carl Waninger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall AG
Original Assignee
Rheinmetall Borsig AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinmetall Borsig AG filed Critical Rheinmetall Borsig AG
Priority to DER64491D priority Critical patent/DE708196C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE708196C publication Critical patent/DE708196C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G5/00Elevating or traversing control systems for guns
    • F41G5/02Elevating or traversing control systems for guns using only mechanical means for remote control

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Zentralhorizontieranlage Es ist bekannt, mit Hilfe von Kreiseln oder sonstigen künstlichen oder natürlichen Harizonten Einrichtungen ständig horizontal zu halten. - Die horizontal zu haltende Einrichtung ist hierbei kardanisch aufgehängt, und zwar so, daß ihre Kardan,achsen zu den Kardanachsen des Kreisels parallel verlaufen. Bei Drehung der- zu horizontierenden Einrichtung muß deshalb auch die Kreiselanlage um eine dritte, der Drehachse der Einrichtung parallele Achse gedreht werden. Hieraus geht hervor, daß das Horizontieren mehrerer Einrichtungen in diesem Falle ebenso viele Kreiselanlagen erfordert, wenn die Drehungen der verschiedenen Einrichtungen unabhängig voneinander erfolgen sollen, wie es beispielsweise bei den verschiedenen Geschützen eines Schiffes der Fall ist.
  • Die Horizontieriuig von Geschützen, insbesondere von Schiffsgeschützen, kann bekanntlich grundsätzlich auf zweierlei Weise erfolgen. Entweder wird das ganze Geschütz mit seiner Grundlage horizontal (der Schwenkzapfen also vertikal) gehalten (direkte Einkippung) oder aber die Bewegungen des Geschützes erfolgen zwar um Achsen, die mit dem Schiff schwanken, aber die Zieleinrichtung wird horizontal gehalten (indirekte Einkippung). Nach der Erfindung ist es nun möglich, die verschiedenen Geschütze eines Schiffes (oder sonstige Einrichtungen) unabhängig voneinander durch eine zentrale Anlage horizontal zu halten, gleichgültig, ob es sich beispielsweise bei den Geschützen um direkte oder indirekte Einkippung oder um beide Arten der Einkippung gleichzeitig handelt. Die Erfindung erreicht das dadurch, daß sie die vertikal zu haltenden Zapfen einerseits in einem Kardangelenk und .an dem anderen Ende in einem Kreuzschlitten lagert. Der Kreuzschlitten gestattet, den Zapfen tun die Kardanachsen beliebig zu bewegen, also auch senkrecht zu stellen. Wichtig ist die Erkenntnis, daß hierbei die Lage der Kardanachsen an sich gleichgültig ist und diese deshalb bei jedem einzelnen Geschütz verschieden eingestellt sein können, so daß man die verschiedenen sphärischen Exzesse, auf die ins beim indirekten Einkippen ankommt, erzielt. Die als Diktator wirkende zentrale Anlage kann in bekannter Weise als Kreiselanlage oder als ein System von Horizontierfernrohrenoder sonstwie mit Hilfe eines künstlichen oder natürlichen Horizontes ausgebildet sein.
  • In den Abb. i und 2 ist die Erfindung schematisch in Anwendung auf die direkte Einkippung eines Geschützes dargestellt.
  • Abb. i zeigt, teilweise im Schnitt, das zu horizontierende Geschütz und die Zentralanlage im Aufriß, Abb. z den Grundriß der Kreuzschlitten-., anlage des Geschützes.
  • In der Zentralanlage wird durch Bedienung, des Schaltrades .a der Elektromotor b geschaltet und reguliert; ein zweites, nicht gezeichnetes Schaltrad arbeitet auf dem Elektromotor c. Die Elektromotoren b und c bewegen unter Zwischenschaltung eines Getriebes mit Hilfe der Spindeln d und e den Kreuzschlitten f. In dem Kreuzschlitten f ist in einer zylindrischen Bohrung ein kugelförmiger Ansatz g des Fernrohrträgers h gelagert, so daß die Bewegung des Kreuzschlittens auf den Fernrohrträger h übertragen wird. Der Fernrohrträger k wird dadurch relativ zum schwankenden Schiff um die Kardanachsen i und /,# ständig so gedreht, daß die Achsen der an dem Träger h kreuzweise gelagerten Fernrohre 1 und in, absolut genommen, stets horizontal bleiben.
  • In geometrisch ähnlicher Weise wie der Fernrohrträger ht ist auch z. B. das Geschütz A in den Kardanzapfen B und C gelagert, wobei auch wieder mittels eines Kreuzschlittens D, der an dem Kugelstück E angreift, die Bewegung durch die Spindeln F und G erfolgt, welche von den Motoren H und J angetrieben werden. Die Kreuzschlittenführungen der Zentralanlage und des Geschützes sind gleichgerichtet. Die Bewegungen der Spindelnd und e der Zentralanlage und der Spindeln F und G des Geschützes erfolgen synchron bzw. mit konstanter Lbersetzung so, daß die Bewegungen des Fernrohrsystems der Zentralanlage und des Geschützes synchron verlaufen, d. h. Zentralanlage und Geschütz bleiben immer gleichgerichtet. Bei horizontiertem Fernrohrsystem ist also auch das Geschütz horizontiert.
  • Die Bewegungen der Spindeln d und e können ohne weiteres auf beliebig viele andere zu horizontierende Geschütze oder sonstige Einrichtungen übertragen werden.
  • Weniger naheliegend ist die Anwendung des beschriebenen Prinzips auf indirekt eingekippte Geschütze oder Einrichtungen, weil hierbei die Schlittenführungen durch das Schwenken des Geschützes aus ihrer Gleichrichtung mit den Schlittenführungen der Zentralanlage herausgebracht werden.
  • Die Erfindung umgeht in ihrem weiteren Ausbau diese Schwierigkeit dadurch, daß sie der am Geschütz angebrachten Kreuzschlittenanlage beim Schwenken des Geschützes eine gleiche Schwenkgeschwindigkeit relativ zum Geschütz in entgegengesetzter Richtung erteilt, so daß die Kreuzschlittenanlage ihre Gleichrichtung mit den Kreuzschlitten der Zentralanlage nicht verliert. In den Abb.3 bis 5 ist beispielsweise die Anwendung der Erfindung auf indirekt eingekippte Geschütze dargestellt.
  • Abb.3 zeigt eine Hinteransicht des Ge-`sic@ützes mit einem Schnitt durch Ziel- und hlitteneinrichtung, @' Abb..1 den Grundriß der kardanischen Aufhängung des Visiers und Abb.5 den Grundriß der Schlitteneinrich tumg.
  • Am linken Schildzapfen A des Geschützes ist die Zieleinrichtung gelagert, welche an sich bekannter Art ist. Der Fernrohrträger B ist um zwei Kardanachsen schwingbar, von denen die eine der Seelenachse des Rohres stets parallel verläuft und die andere, mit jener ein Kreuz bildende, in der Horizontallage des Schiffes und damit des Geschützes horizontal ist. Das Zielfernrohr C ist mit Winem Träger B durch einen Schwenkzapfen D verbunden, um den sich das Fernrohr mittels des Handrades E zwecks Einstellung der Seitenverschiebung drehen läßt. Auf dem unteren Teil des Fernrohrträgers B gleitet eine Kugel F, die in dem Kreuzschlitten G gelagert ist. Der Kreuzschlitten G erhält seine Bewegung durch die Elektromotoren H und J mit Hilfe der Spindeln f( und L. Das ganze Schlittensystem ist um eine der Schwenkachse des Geschützes parallele Achse drehbar gelagert.
  • Ein Zahnkranz N steht mit einem Zwischengetriebe O und dadurch mit einem am festen Sockel des Geschützes angebrachten Zahnkranz P in Verbindung. Die Übersetzung ist so zu bemessen, daß beim Schwenken des Geschützes und damit des an ihm gelagerten Schlittensystems dieses relativ zum Geschütz mit einer der Schwenkgeschwindigkeit des Geschützes gleichen, aber entgegengesetzten Geschwindigkeit gedreht wird, so daß die von dem Kreuzschlitten einmal eingenommene Richtung auch beim Schwenken des Geschützes bestehen bleibt.
  • Dem Kreuzschlitten ist eine solche Rich. tung gegeben, daß jede der beiden Spindeln K und L parallel verläuft zu derjenigen Spindel am Zentralstand, die ihr entspricht. Das Zusammenarbeiten des Zentralstandes mit der einzukippenden Zieleinrichtung geschieht im übrigen genau so, wie es früher für das direkt eingekippte Geschütz geschildert wurde.
  • Tritt eine Ausschaltung des Zentralstandes durch Unterbrechung seiner Verbindung mit der Zieleinrichtung am Geschütz ein, so kann dieses selbstverständlich unmittelbar von sich aus gerichtet werden. Das übeTsetzungsgetriebe O zwischen dem Kreuzschlittenträger und dem festen Geschützsockel wird ausgerückt und der Kreuzschlitten in seiner jeweiligen Lage zur Lafette mit dieser fest gekuppelt. Die Zieleinrichtung kann sodann mittels geeigneter, von Hand zu betätigender Triebe oder durch entsprechende Schaltung der Motoren I und H am Geschütz selbst horizontiert werden.
  • Der Antrieb der Spindeln des Zentralstandes und der einzukippenden Geschütze oder Visiere oder einer sonstigen Einrichtung kann natürlich statt elektrisch auch mechanisch von Hand oder sonstwie erfolgen. Auch können zum Antrieb der beiden Spindelpaare verschiedene Antriebsarten gewählt werden.
  • Grundsätzlich die gleiche Einrichtung wie die vorstehend beschriebene kann dazu dienen, irgendwelche andere Richtungen, beispielsweise die Angaben eines Zentralkompasses, auf sich drehende oder nichtdrehende Kör--per zu übertragen.
  • Mit den Mitteln, die beschrieben wurden, um die senkrechte (oder eine sonstige) Richtung auf einen sich drehenden Körper zu übertragen, kann ohne weiteres ;auch übertragung von einer sich drehenden Zentralanlage auf sich drehende oder nichtdrehende Kötper .erfolgen.
  • An Stelle des Horizontierfernrohrsystems kann auch eine Kreiselanlage oder ein sonstiger künstlicher (oder auch natürlicher) Horizont treten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCI'IG: i. Einrichtung zur Übertragung einer an einer Zentralanlage einzustellenden unveränderlichen oder veränderlichen Richtung auf beliebig viele voneinander unabhängige Körper, insbesondere auf Geschütze, Zieleinrichtungen, Scheinwerfer o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß ein die Richtung anzeigender Arm an der Zentralanlage an einem Ende kardanisch gelagert ist, während das andere Ende in einem Kreuzschlitten geführt ist, und daß der Antrieb dieses Kreuzschlittens synchron auf einen Kreuzschlitten des in die diktierte Richtung einzustellenden und dem Richtungsarm der Zentralanlage geometrisch ähnlich gelagerten Körpers übertragen wird, so daß Körper und Diktierarm ständig gleichgerichtet sind. z. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Richtungsarm senkrecht gestellt oder gehalten wird. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Kreuzschlitten der Einrichtung, die an einem sich drehenden Körper aufgehängt und in eine von der Zentralanlage diktierte Richtung einzustellen ist, beim Drehen des Körpers relativ zu diesem eine gleich große, aber entgegengesetzte Drehung erteilt wird, so daß der Kreuzschlitten seine Richtung im Raume oder zu einem Bezugskörper beibehält. q.. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit den im Anspruch 3 angegebenen Mitteln die Angaben von einer sich drehenden Zentralanlage auf beliebig viele sich drehende oder nichtdrehende Körper übertragen werden.
DER64491D 1925-06-03 1925-06-03 Zentralhorizontieranlage Expired DE708196C (de)

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DER64491D DE708196C (de) 1925-06-03 1925-06-03 Zentralhorizontieranlage

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DE708196C true DE708196C (de) 1941-07-15

Family

ID=7412416

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DER64491D Expired DE708196C (de) 1925-06-03 1925-06-03 Zentralhorizontieranlage

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