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Verfahren und Vorrichtungen zum Entfernen der festen- Verunreinigungen.
aus flüssigen Schmiermitteln Zur Reinigung von flüssigen Schmiermitteln wurden bisher
Filter in Anwendung gebracht, die entweder aus feinmaschigen Sieben, aus Stoffen
oder aus übereinandergeschichteten Metallamellen, die einen möglichst geringen Abstand
haben, bestehen. Die Praxis hat nun gezeigt, daß sich die Unreinigkeiten in. den
Gewebefiltern anhäufen, so daß infolge des Überdrucks dennoch, Verunreinigungen
hindurchgedrückt und auch Teile des Filters mitgerissen werden. Spaltfilter, die
aus übereinandergeschichteten Lamellen besteben, öder Filter- aus Metallsieben haben
den Nachteil,. daß sie nur-.gröbere Metallt ile zurückhalten, so daß feiner Verschleißstaub
von Kurbelwellen (Eisen) oder feinster Formsand noch: hindurchgeht und vielfach
die zu schmierenden Teile zerstört oder zu einem noch größeren Verschleiß führt.
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Die `Erfindung . betrifft nun ein Verfahren und Vorrichtungen für
die Entfernung- fester Verunreinigungen. aus in fließender Bewegung befindlichen-
flüssigen Schmiermitteln - mit Hilfe von magnetischen Kraftfeldern, wobei das flüssige
Schmiermittel in Drehbewegung versetzt und in die Kraftfelder von Magneten geschleudert
wird. Zu diesem Zweck werden magnetische Kraftfelder in einem nach außen abgeschlossenen,
andernfalls in einzelne Kammern unterteilten Ringraum angeordnet. Die magrietisierbaren
Teile werden durch-die Magnete festgehalten und die übrigen spezifisch schwereren,
festen Verunreinigungen in .die Kammern geschleudert. Dieselben lagern sich in einem
äußeren Ringraum ab. Die Zu-und Abflußöffnungen zu dieser Vorrichtung werden zweckmäßigerweise
zentripetal angeordnet. Die Scheiben- oder Schaufelräder können als Fördermittel
für das flüssige Schmiermittel ausgebildet werden.
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Es sind Vorrichtungen bekannt, bei welchen- Schmierflüssigkeiten durch
magnetische Vorrichtungen gereinigt werden; wobei Stabmagnete in die Durchflußleitungen
(Rohrleiturigen
) der Schmiermittel eingesetzt werden. Diese Vorrichtungen
haben den Nachteil, daß die Magnete nur dann feinste Ver=. schleißteile anziehen,
wenn die Durchfluß: kanäle eng gehalten werden, andernfalls- die magnetische Kraft
der Magnete nicht aü@-reicht, die Teile anzuziehen. Weiterhin haben diese Vorrichtungen
folgende Nachteile: a) Bei zu engem Durchflußquerschnitt verstopfen sich die Kanäle
sehr rasch, so daß eine oftmalige Reinigung, die stets mit Arbeitsaufwand und Zeit
verbunden ist, durchgeführt werden muß.
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b) Der Einbau einer solchen magnetischen Vorrichtung zur kontinuierlichen
Reinigung bei Umlaufschmierung würde in kurzer Zeit zu einer mangelhaften Schmierung
und zuletzt zu einer vollkommenen Unterbrechung derselben führen.
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c) Je geringer der Durchflußquerschnitt, desto schneller ist die Durchflußgeschwindigkeit,
so daß bei derartigen magnetischen Reinigern die allerfeinsten magnetischen Verschleißteile
überhaupt nicht mehr angezogen werden, da sie ja von der Strömung mitgerissen werden.
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Das erfindungsgemäße Verfahren weist nun gegenüber diesen bekannten
magnetischen Reinigungsvorrichtungen folgende Vorteile auf i. Durch das Verfahren
nach der Erfindung ist es möglich, selbst die feinsten Verschleißteile auszusondern.
Durch Ausschleudern der spezifisch schwereren Verunreinigungen gemäß der Erfindung
erhalten dieselben aber gegenüber dem Schmiermittel infolge ihres größeren spezifischen
Gewichtes eine erhöhte Zentrifugalkraft, die sich in Richtung der Kraftfelder der
Magnete auswirkt und daher die magnetischen Anziehungskräfte unterstützt. Die Vorrichtungen
können so gestaltet werden, daß- die in die. Vorrichtung @eintretenäe Schmierflüssigkeit
in feiner Form, ja, wenn erforderlich, einem Sprühregen ähnlich, in die magnetischen
Kraftfelder und die außen liegenden Ablagerungsräume geschleudert wird. Hierdurch
wird ein höherer Grad der Wirksamkeit erreicht, so, daß selbst feinste Verschleißteile
ausgeschieden werden. - Eine ähnliche- Wirkung könnte theoretisch, also nur bei.
Anwendung hauchdünner Durchflußkanäle, erzielt werden, die sich praktischaber sofort
verstopfen.
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z. Wie schon oben beschrieben, können bei Anwendung des Verfahrens
gemäß der Erfindung die Durchflußräume größer gehalten und sogar zur Ablagerung
der ausgeschiedenen Teile verwendet werden, so daß Verstopfungen nie auftreten können..
Es ist sogar zu berücksichtigen, daß durch Vergrößerung des Raumes, in welchem die
Schmierflüssigkeit eingeschleudert wird, die Berührung der magnetischen Flächen
mit den auszuscheidenden Verunreinigungen enger wird; -flenn die eingeströmte und
nach außen gehende Flüssigkeit verteilt sich dann auf ;ehier wesentlich größeren
Fläche. Diese Wirkung ist aber lediglich bei Anwendung der erfindungsgemäßen beiden
Maßnahmen, also Drehbewegung des Schmiern-iittels und magnetische Anziehung, gegeben.
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3. Die Reinigung der - magnetischen Vorrichtungen hat erst nach wesentlich
längerer Betriebszeit zu erfolgen, wodurch Zeit und Kosten .erspart werden.
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q.. Der äußere, gegebenenfalls ringförmige Raum, der durch die magnetischen
Wände in einzelne Kammern aufgeteilt ist, kann ebenfalls selir groß gehalten werden.
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5. Aus denselben Gründen ist also auch der Druck, der sich in den
Durchflußkanälen und dem äußeren Raum befindet, gering, so daß die spezifisch schwereren
Teile nicht mitgerissen werden.
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6. Die Scheiben- und Schaufelräder können gleichzeitig zur Förderung
der Schmierflüssigkeit benutzt werden.
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y. Ein besonders großer Vorteil besteht für die ununterbrochene Reinigung
des umlaufenden Schmiermittels von Verbrennungsmotoren und Kompressoren. Bei derartigen
Maschinen läuft bekanntlich das Öl innerhalb sehr kurzer Zeit um, so daß immer wieder
die Verschleißteile der Kurbelwelle, des Lagers, .der Zahnräder, der Zylinderlaufbahnen
usw. in das Öl gelangen. Bei diesen Maschinen hat sich gerade die bisherige Reinigung
des Öles durch Stoff- oder Spaltfilter als unzureichend erwiesen, da der feine Verschleißstaub
der Kurbelwellen und Zahnräder von tierartigen Filtern nicht zurückgehalten wird.
Die Erfindung ist daher für diese Maschinen von ganz besonderem Vorteil.
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In den Abb. i und z ist eine Ausführungsform seines solchen Rotationsfilters
dargestellt, wobei Abb. i eine solche Vorrichtung in vertikaler und Abb. seine solche
in horizontaler Anordnung zeigt. Selbstverständlich lassen sich die Vorrichtungen
für dieses Verfahren noch in der verschiedensten Weise ausgestalten, so daß die
gezeichnete Ausführung nur ein Beispiel darstellt.
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Ab b. i. Es ist hierbei angenommen, daß das magnetische Rotationsfilter
in die Schmierflüssigkeit eintaucht, so daß dann die Schmierflüssigkeit durch die
öffnunga von unten eintritt. Durch das rotierende S,cheibenrad b und die Schaufel
c wird das Schmiermittel in den äußeren Raum geschleudert, der durch die Wände e
abgeschlossen- ist. In diesen Raum ragen magnetische Rippend hinein, die dann diesen
Raum in Kammern
aufteilen. Dieser 'Raum ist nach oben durch die
Zwischenwand f, ' welche in dem. vorliegenden Ausführungsbeispiel nach. unten segmentartige
Rippen besitzt, abgeschlossen. Diese segmentartigen Rippen können so angeordnet
sein, daß die Schmierflüssigkeit durch labyrinthartig@e Gänge hindurchfließen muß.
Durch die Öffnung g dringt dann das Schmiermittel nach oben zum zweiten Scheibenrad
h mit den Schaufeln! und wird wiederum in einen äußeren Ringraum, der mit magnetischen
Rippen h versehen ist, geschleudert. Auch in diesem Falle tritt die Schmierflüssigkeit
durch die Öffnung 1, die evtl. feine Siebe enthält, nach oben aus und gelangt zu.
den Zahnrädern m und n der eigentlichen Zahnradpumpe.