DE7058C - Präzisionssteuerung für Dampfmaschinen mit vom Regulator beeinflufster Expansion bei zwangläufiger Rückbewegung eines eigenartigen Ventils - Google Patents
Präzisionssteuerung für Dampfmaschinen mit vom Regulator beeinflufster Expansion bei zwangläufiger Rückbewegung eines eigenartigen VentilsInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L31/00—Valve drive, valve adjustment during operation, or other valve control, not provided for in groups F01L15/00 - F01L29/00
- F01L31/08—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear
- F01L31/16—Valve drive or valve adjustment, apart from tripping aspects; Positively-driven gear the drive being effected by specific means other than eccentric, e.g. cams; Valve adjustment in connection with such drives
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Description
1879.
D. HIRSCH in BERLIN.
Präcisionssteuerung für Dampfmaschinen mit vom Regulator beeinflußter Expansio1Bbeior
zwangläufiger Rückbewegung eines eigenartigen Ventils. I , :'-s5 φ
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. März 1879 ab. !
Auf dem Rücken eines gewöhnlichen Vertheilungsschiebers α ruht ein Cylinder b, der als
Sitz eines Ventils dient und eine vom Umfange nach unten gehende Durchbrechung hat, deren
freier Querschnitt mindestens gleich dem Querschnitt des Dampfeinströmungsrohres ist. Derselbe
legt sich zu beiden Seiten des Schieberkastens mit seinem Flantsch zwischen zwei an
den Schieberkasten angegossene Nasen (siehe Schnitt A-B), wodurch er an der hin- und hergehenden
Bewegung des Vertheihmgsschiebers Theil zu nehmen verhindert ist. Den Cylinder b
umgiebt dampfdicht der Ventilring c, der nach
oben und unten durch vier Paar am Mitnehmerringe d befindliche Ansätze e festgehalten ist.
Am bügelartigen Fortsatz dieses Ringes greift die dampfdicht durch den Schieberkastendeckel
gehende Ventilstange g an, die mittelst der Gelenkschienen h mit dem um den Zapfen k
sich drehenden Ventilhebel i verbunden ist. Die Ventilstange besteht aus zwei Theilen, welche
durch die mit Rechts- und Linksgewinde versehene Mutter f zu einem Ganzen vereinigt
werden; letztere ruht bei geschlossenem Ventil auf einem Steg/ der die Function eines Hubbegrenzers
zu versehen hat. Zwei Gelenkschienen w verbinden mittelst Scharnierbolzen
den Ventilhebel i mit der Steuerstange/, die unten gabelförmig ausläuft und mit einer Rolle m
und dem um den Zapfen ο sich drehenden Führungshebel η durch einen Bolzen verbunden
ist. Die Rolle, leicht beweglich um den Bolzen, läuft mit einem kleinen Spielraum in einer fest
auf der Steuerwelle p sitzenden Curvenführung, welche durch eine unrunde Scheibe q und einen
zu dieser aequidistanten Curvenring gebildet ist. Beweglich um den Bolzen υ geht von der Steuerstange
/ eine zweite mit einem tellerförmigen Ansatz versehene Stange r aus, die mit einem
Zapfen in die Hülse ί greift. Diese ist beweglich an einem mit dem scheibenförmigen Ende
der Axe t verbundenen Stift χ aufgehängt. Die Axe t erhält vom Regulator durch geeignete
Vorrichtungen eine pendelnde Bewegung.
Die Wirkungsweise ist nun folgende: Wenn sich die unrunde Scheibe, die ihre' Bewegung
von der Kurbelwelle erhält und doppelt so viel Touren als diese macht, im Sinne des gezeichneten
Pfeiles dreht, so macht durch Vermittder Rolle m der Hebel n, sich um 0 drehend,
eine Schwingung nach aufwärts. An dieser Bewegung wird auch die Steuerstange / theilnehmen.
Da dem Bestreben der Stange /, nach rechts auszuweichen, durch die an Gelenken angebrachten
Nasen, die sich gegen die Sperrung y legen, entgegen getreten ist, so wird die Bewegung
des Hebels η sich durch die Stange / auf die Gelenke w, somit auch auf den Ventilhebel
i übertragen. Hiermit ist aber ein Heben des Ventilringes c verbunden. Da der sicheren
Dichtung wegen eine Ueberragung des Ventil-. ringes über die untere Kante der Durchgangsöffnung im Ventilsitz angenommen ist, so wird
erst nach einer entsprechenden Erhebung des Ventilringes dem Dampf der Durchgang gestattet
sein. Die Anordnung ist aber so getroffen, dafs trotz einer Ueberragung von 5 mm
sowohl ein stets constantes Voröffnen zur Erzielung der Gegendruckperiode stattfindet, als
auch bereits bei '/, 0 des Hubes das Ventil
ganz geöffnet ist, ein Umstand, der in allen Fällen sicher, ja durch geeignete Stellung der
unrunden Scheibe gegen die Steuerwelle und durch starke Anschwellung der Curve von ο
bis 0,1 auch noch früher zu erreichen ist. Der Dampf tritt somit ohne starke Drosselung durch
den Vertheilungsschieber in den Cylinder. Indem die Steuerstange / sich aufwärts bewegt, macht
auch die beweglich mit ihr verbundene Stange r eine Aufwärtsbewegung, bis deren tellerförmiger
Ansatz an die Hülse s stöfst. Da sie dann durch den ihr seitens des Regulators, besonders
aber seitens einer kleinen Oelpumpe ρ entgegengesetzten Widerstand am Weiteraufwärtsgehen
verhindert wird, so wird die Folge eine nach links ausweichende Bewegung des oberen
Endes der Stange / und demgemäfs ein Heruntergehen des Ventilhebels, also auch des Ventilringes
sein. Diese seitwärtige Bewegung der Steuerstange und die abwärtige des Ventilhebels
gehen schnell vor sich, weil eine verhältnifsmäfsig kleine Bewegung des Zapfens ν
eine im Verhältnifs der Hebelarme gröfsere des oberen Stangenendes bedingt, aufserdem
noch zur Unterstützung der Abwärtsbewegung des Ventilhebels das Gewicht desselben und
aller mit ihm verbundenen Ventiltheile kommt. Beim Heruntergehen des Hebels ist im wesent-
lichen die Reibung des Ventilringes gegen seinen Sitz und die der Stopfbüchse zu überwinden.
Sollte letztere bei frischer Packung und bei zu festem Anziehen der Stopibüchsschrauben aufsergewöhnlich
stark werden, so kann einer Geschwindigkeitsverminderung dadurch entgegen getreten werden, dafs man je nach Bedarf die gekrümmte
Blattfeder α höher oder tiefer schraubt. Bei eingearbeiteter Packung ist diese Feder entbehrlich.
In den Zeichnungen ist die Hülse ^ so dargestellt, dafs die Berührung des Tellers
mit ihr bereits bei 1/l0 des Hubes stattfindet.
Da das Ventil den Dampfeinlafs sowohl für den Hin- als auch für den Rückgang des Kolbens
zu bewirken hat, nach einer ganzen Umdrehung der unrunden Scheibe demnach auch die Rückführung
der Steuerstange / in die ^-Stellung erfolgt sein mufs, so ist der gröfsten zu gebenden
Füllung eine Grenze gesteckt. Will man nämlich die Rückführung, die durch den nach unten
gehenden Druck des Curvenringes auf die Rolle m eintritt, um starke Abnutzungen zu vermeiden,
nicht allzuschnell vor sich gehen lassen, so darf man nicht über o,s-Füllung hinausgehen.
Die Feder z, die am Führungshebel η angeschraubt ist und sich durch einen Schlitz in
dem in die Steuerstange geschraubten Stift d führt, hat nur den Zweck, das nach abwärts
wirkende Gewicht der Steuerstange auszugleichen.
Durch die eigenartige Construction des Ventiles ist der beim Schliefsen des Ventiles eintretende
Stofs ohne nachtheiligen Einfiufs auf dasselbe, da hier der Stofs von der Mutter J
aufgenommen wird. Die durch dieselben erzeugte Abnutzung kann, durch die in ihrer Länge
verstellbare ' Ventilstange ausgeglichen werden. Sollte trotz sorgfältigster Ausführung des Ventilringes
sowohl als Sitzes ein Undichtwerden eintreten, so behält sich der Erfinder vor, den
Venturing an einer Stelle aufzuschneiden und durch Federn, die sich gegen den Mitnehmerring
d stützen, anpressen zu lassen.
Die beschriebene Steuerung des Ventils läfst sich auch auf Ventilmaschinen anwenden, bei
denen nur Ventile zur Verwendung kommen. Es lassen sich dann auch, nach Ansicht des
Erfinders, sämmtliche Füllungsgrade von ο bis ι erreichen, ohne den Nachtheil befürchten zu
müssen, der sich bei der combinirten Schieberund Ventilsteuerung durch den schnellen Rückgang
der Steuerungstheile in ihre Anfangsstellung einstellen könnte. Es steht auch nichts
im Wege, statt des gezeichneten und beschriebenen Ventiles für die Dampfeinströmung ein
Ventil bekannter Art zu nehmen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Präcisionssteuerung für Dampfmaschinen unter Anwendung von Schieber und eigenartigem Ventil, wie sie durch Zeichnung und Beschreibung dargelegt ist, in allen ihren Theilen, mit dem Vorbehalte der Substitution des gezeichneten und beschriebenen Ventils durch ein auf demselben Princip beruhendes mit der Modification, dafs dem event. Undichtwerden desselben infolge der Abnutzung durch das im vorhergehenden angedeutete Mittel entgegen getreten wird.
- 2. Eine Präcisionssteuerung für Ventilmaschinen unter Anwendung von eigenartigen Ventilen, die durch den gezeichneten und beschriebenen Steuerungsmechanismus bewegt werden, mit dem Vorbehalte der Substitution des gezeichneten und beschriebenen Ventils durch ein auf demselben Princip beruhendes mit der Modification, dafs dem event. Undichtwerden desselben infolge der Abnutzung durch das im vorhergehenden angedeutete Mittel entgegen getreten wird. Der Erfinder behält sich ferner vor, dieses Ventil bei den Ventilmaschinen durch eines der bekannten Dampfventile zu ersetzen, soweit nicht besondere Constructionen bezw. Abweichungen von dem Bewegungsmechanismus dafür erforderlich sind.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7058C true DE7058C (de) |
Family
ID=285000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7058D Active DE7058C (de) | Präzisionssteuerung für Dampfmaschinen mit vom Regulator beeinflufster Expansion bei zwangläufiger Rückbewegung eines eigenartigen Ventils |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7058C (de) |
-
0
- DE DENDAT7058D patent/DE7058C/de active Active
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