[go: up one dir, main page]

DE704816C - Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsoefen mit fluessigem, verkokbarem Gut - Google Patents

Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsoefen mit fluessigem, verkokbarem Gut

Info

Publication number
DE704816C
DE704816C DEK148976D DEK0148976D DE704816C DE 704816 C DE704816 C DE 704816C DE K148976 D DEK148976 D DE K148976D DE K0148976 D DEK0148976 D DE K0148976D DE 704816 C DE704816 C DE 704816C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
filling
furnace
shut
chamber
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK148976D
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Gruber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinrich Koppers GmbH filed Critical Heinrich Koppers GmbH
Priority to DEK148976D priority Critical patent/DE704816C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE704816C publication Critical patent/DE704816C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B31/00Charging devices
    • C10B31/12Charging devices for liquid materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsöfen mit flüssigem, verkokbarem Gut Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zum Beschicken von Verkokungsöfen, insbesondere solchen mit hohen, schmalen Kammern, mit flüssigem, verkokbarem Gut, das den Ofenkammern mittels durch die Ofendecke eingebrachter Rohre zugeführt wird.
  • Bei den bisher bekannten Einrichtungen dieser Art sind die in die Kammer eingebrachten Rohre vorzugsweise düsenförmig ausgebildet. Die Füllung einer Ofenkammer erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 2i`2 bis 3 Stunden, so daß also infolge des langsamen Ansteigens des Kammerinhaltes zu einer gegebenen Zeit nur eine geringe Menge des flüssigen Gutes mit den Wandflächen in Berührung gelangt.
  • Es hat sich gezeigt, daß bei einer derartigen Beschickung der Ofenkammern mit flüssigem Gut im Laufe der Zeit Zerstörungen an den Wandflächen auftreten. Es wurde festgestellt, daß diese Zerstörungen darauf zurückzuführen sind, daß Strahlen des von oben in die Kammer einfließenden flüssigen Gutes so abgelenkt werden, daß immer wieder flüssiges Gut an dieselben Stellen der Wandflächen gelangt. Das flüssige Gut, beispielsweise Steinkohlenteerpech, wird zweckmäßig vor dem Einfüllen in die Verkokungskammer auf eine Temperatur von etwa 3 1o° C erhitzt. Bei dieser Temperatur ist der erste Umwandlungspunkt des als Baumaterial für die Verkokungskammern verwendeten Silikamaterials praktisch überschritten. Eine Abkühlung der Gesichtsfläche der Steine bis auf etwa 31o° C ist daher unschädlich, so daß also bei einem allmählichen Einfüllen des so vorgewärmten Verkokungsgutes kaum Schäden am Steinmaterial entstehen können. Trifft nun immer wieder flüssiges Gut von niedrigerer Temperatur an dieselben Stellen der auf weit höhere Temperatur erhitzten Wandflächen, so tritt eine stärkere und auch tiefer in das Steinmaterial gehende entsprechende Abkühlung ein. Eine derartig tiefe Abkühlung und nachfolgende Wiedererhitzung wirkt sich jedoch auf die Dauer schädlich auf das Silikamaterial aus, da dessen Temperatur dann infolge der ständigen Volumenänderung dauernd um den sog. ersten Umwandlungspunkt schwankt.
  • Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, eine Einrichtung zum Einfüllen flüssigen, verkokbaren Gutes für Koksöfen zu schaffen, bei der derart nachteilige Abkühlungen mit Sicherheit vermieden werden. Gemäß der Erfindung wird dieses dadurch erreicht, daß das flüssige Gut durch ein etwa bis auf die Ofensohle eingeführtes Rohr, welches einen in Höhe der Beschickung angebrachten Längsschlitz besitzt, in die Ofenkammer eingeführt wird, wobei vorzugsweise das Rohr an einem Ende der Ofenkammer in diese eingebracht wird und der Längsschlitz auf das andere Kammerende gerichtet ist. Auf diese Weise kann kein flüssiges Gut an die Ofenkammerwände gespritzt werden, und die Füllung erfolgt entsprechend der vorgesehenen Füllzeit allmählich.
  • Durch eine derartige erfindungsgemäße Ausbildung der Füllrohre, wobei der Längsschlitz etwa die Höhe der Kammerbeschickung besitzt, ist eine Füllung der Kammer durch Auslaufen des flüssigen Gutes unmittelbar über der Ofenkammersohle bis zum Ende der Beschickung ohne erhöhten Druck möglich. Bei den bekannten Einrichtungen enden die Füllrohre über der Beschickung. Eine Anordnung dieser bekannten Füllrohre, derart, daß dieselben unmittelbar über der Kammersohle enden, würde eine bedeutende Druckerhöhung des Flüssiggutes erfordern.
  • Die Maßnahme, das erfindungsgemäß ausgebildete Einfüllrohr an einem Ende der Ofenkammer in diese hineinzubringen, besitzt noch weitere wesentliche Vorzüge, die ebenfalls Gegenstand der Erfindung sind und im wesentlichen darin bestehen, daß jede Ofenkammer nur eine Füllstelle besitzt, die leicht von einer längs der Ofenbatterie oberhalb der Füllöffnungen der einzelnen Kammern angeordneten Zufuhrleitung beschickt werden kann.
  • Eine solche Anordnung der Fülleinrichtung zum Beschicken der Verkokungskammern mittels der erfindungsgemäß ausgebildeten, in die Ofenkammer abgesenkten Füllrohre hat den Vorteil, daß nicht wie bei den bisher bekannten Einrichtungen zwecks Beschickung einer Verkokungskammer durch mehrere Füllöffnungen für jede Füllung einer Kammer die Zuleitungen neu verlegt oder die ganze Decke der Ofenbatterie mit einem weitverzweigten Rohrnetz versehen werden muß.
  • Gemäß der Erfindung ist die Zuleitung für das Flüssiggut mit oberhalb jeder Füllstelle liegenden Absperrhähnen versehen, dessen Küken hohl ausgebildet und mit in das obere Ende des in die Ofenkammer ragenden Füllrohres einschwenkbaren Winkelrohren versehen ist, wobei die Absperrhähne so ausgebildet sind, daß sie in der ausgeschwenkten Stellung des Winkelrohres geschlossen und in der eingeschwenkten geöffnet sind. Außer der Einbringung von nur einem Füllrohr in die Kammern sind daher keine Rohrverlegungen erforderlich. Statt der längs der Batterie für jeden Ofen in der ortsfesten Zuleitung angeordneten Absperrhähne kann gemäß der Erfindung auch nur ein Absperrhahn vorgesehen sein, welcher an einer über den Füllöffnungen vierfahrbaren Einrichtung an der gelenkig mit der vierfahrbaren Einrichtung verbundenen Zufuhrleitung angebracht ist. Vorzugsweise ist die vierfahrbare Beschickungseinrichtung mit einer Hebevorrichtung für die in die Ofenkammer einzubringenden Füllrohre verbunden.
  • Die Erfindung sieht weiter vor, den Absperrhahn der vierfahrbaren Beschickungseinrichtung so auszubilden, daß erst nach fester Verbindung des von dem Absperrhahn abgehenden, mit Gewinde versehenen Rohrstutzens mit dem Ofenfüllrohr durch einfaches Drehen des Rohrstutzens der Durchfluß zum Füllrohr der Ofenkammer freigegeben wird. Auf diese Weise wird ein vorzeitiges Ausfließen des Flüssiggutes vermieden. Eine solche nur mit einem Absperrhahn versehene Fülleinrichtung ist besonders dann von Vorteil, wenn die Fülleinrichtung mit einer Umlaufleitung zum dauernden Umlauf des Flüssiggutes auch während der Füllpause versehen ist. In diesem Falle sind die bei den Einrichtungen mit jedem Ofen zugeordneten Absperrhahn erforderlichen Umgänge vermieden, so daß die Gefahr eines Verstopfens weitgehend herabgesetzt ist.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung ist beispielsweise in einer Ausführungsform in den zugehörigen Zeichnungen dargestellt. Abb. i zeigt einen Schnitt durch eine Verkokungskammer mit eingebrachtem Füllrohr.
  • Abb. 2 stellt eine ortsfest auf der Decke einer Ofenbatterie angebrachte Fülleitung mit einer Hebevorrichtung für das Ofenfüllrohr dar.
  • Abb. 3 ist ein Längsschnitt durch einen bei der Einrichtung der Abb. 2 verwendeten Absperrhahn.
  • Abb. 4 zeigt eine andere Ausführungsform einer ortsfest auf der Ofenbatterie angeordneten Fülleitung.
  • Abb. 5 ist ein Längsschnitt durch einen bei der Einrichtung nach Abb. 4 verwendeten -Absperrhahn und Abb. 6 ein Längsschnitt nach Abb. 5. Abb. 7 zeigt die Verbindung des Füllhahnes mit dem Ofenfüllrohr der Einrichtung nach Abb.4.
  • Abb. 8 stellt eine auf der Ofendecke verfahrbare Fülleinrichtung in Verbindung mit einer Hebevorrichtung für das Ofenfüllrohr dar.
  • Abb. 9 und io schließlich zeigen in einem Längsschnitt, durch das Ofenkammerende und in einer Vorderansicht gegen die Ofenbatterie auf der Ofendecke getrennt, je eine verfahrbare Fülleinrichtung und Hebevorrichtung für das Ofenfüllrohr.
  • Der in Abb. i dargestellte Verkokungsofen besteht aus der Ofenkammer i, die von einem Türverschluß 2 gasdicht abgeschlossen ist. Die Verkokungskammern werden von auf der Zeichnung nichtdargestellten, nach Art der bei Steinkohlenverkokungsöfen ausgebildeten Heizzügen beheizt. In der Ofendecke 3 jeder der zu einer Batterie vereinigten Verkokungsöfen ist an einem Kammerende eine während des Verkokungsganges durch einen Deckel 5 abgeschlossene Öffnung 4 vorgesehen, die zum Einbringen des Füllrohres 6 in die Ofenkammer dient. Das Füllrohr 6 reicht bis nahe auf die Ofensohle 7 und liegt mit einem das Rohr umfassenden Dichtungsring 8 abdichtend gegen die Mündung der Öffnung 4 der Ofendecke an. Das Füllrohr 6 besitzt einen in Höhe der Beschickung angeordneten Längsschlitz 9, der in Richtung des anderen Kammerendes mündet. Das Einfüllrohr 6 ragt mit seinem Ende io aus der Ofendecke heraus und ist mit einem Querhaupt i i versehen, mittels dem es aus der Ofenkammer herausgezogen werden@kann. Das obere Ende io des Füllrohres ist trichterförmig ausgebildet.
  • Auf der Ofendecke ist auf Konsolen 12 eine Fülleitung 13 angeordnet, die mit Absperrhähnen 14 versehen ist. Jeder Füllöffnung 4 einer Verkokungskammer ist ein Absperrhahn 14 zugeordnet. Das Füllrohr io wird durch eine an einer in entsprechender Höhe oberhalb- der Ofendecke angeordneten Laufschiene 15 verfahrbare Hubvorrichtung 16 in die Ofenkammer eingebracht und aus dieser herausgezogen.
  • Die Ausbildung der Absperrhähne 14 geht im einzelnen aus Abb. 3 hervor. Wie hieraus ersichtlich, ist in dem Hahngehäuse 14 quer zur Durchflußrichtung ein das in üblicher Weise konisch ausgebildete Hahnküken 15 dicht umschließendes Gehäuse 16 angeordnet, das durch Flanschen 17 fest mit dem Gehäuse 14 verbunden ist. Zwischen dem Innengehäuse 16 und dem äußeren Hahngehäuse 14 ist ein freier, als Umgang für das durch die Leitung strömende flüssige Gut dienender Raum 25 vorgesehen. Das Innengehäuse 16 besitzt ferner eine im Zuge der Strömungsrichtung liegende Öffnung 18, die sich mit einer in dem Hahnküken 15 angeordneten Öffnung i9 in der Offnungsstellung überdeckt. Das Hahnküken 15 ist in üblicher Weise mit einem Flansch 2o im Gehäuse gehalten und durch eine Stopfbüchse 2i abgedichtet. Das Hahnküken 15 und der daran anschließende Hals 22 ist hohl ausgebildet, so daß bei der in der Zeichnung dargestellten Öffnungsstellung des Hahnes das Flüssiggut durch den Hals 22 fließen kann. Wie weiter ersichtlich, kann ein Teil des durch den Stutzen 23 des Absperrhahnes eintretenden Flüssiggutes jederzeit durch den Umgang 25 an dem entgegengesetzten Stutzen 26 austreten. Das heiße Gut ist also ständig in Bewegung und hat keine Gelegenheit in toten Räumen sich festzusetzen und zu erstarren.
  • An dem Hals 22 des Hahnkükens 15 ist ein winkelförmig abgebogenes Winkelrohr27 fest angeschraubt, so daß beim Schwenken des Winkelrohres 27 das Küken 15 verstellt wird. Die Verbindung des Winkelrohres 27 ist dabei so vorgenommen, daß bei hochgeschwenktem Winkelrohr (welche Stellung aus Abb. 2, mit Ausnahme des in der Füllstellung in das Füllrohr abgesenkten Winkelrohres, erkennbar ist) die Öffnung 19 des Hahnkükens 15 aus dem Bereich der Öffnung 18 des Innengehäuses 16 gelangt ist. In dieser Stellung ist der Durchfluß durch das Hohlküken und Stutzen 27 verschlossen. Bei dem in Abb. 2 in der Füllstellung dargestellten Winkelrohr 27 liegen die Öffnungen i8 und i9 des Hahnkükens und Kükensitzes übereinander, so daß also der Durchfluß des flüssigen Gutes durch das Winkelrohr 27 erfolgt. Durch eine an der Konsole 12 befestigte Zugfeder 28 wird das Winkelrohr 27 sowohl in der Füll- als auch in der Öffnungsstellung festgehalten. Das flüssige Pech wird durch die Leitung 13 zugeführt, wobei es sämtliche Absperrhähne 14 je nach deren Stellung zum Teil oder vollständig durch die Umgänge 25 der Absperrhäline 14 durchfließt. Das Pech fließt schließlich durch die Leitung 29 wieder zu dem Behälter zurück, in welchem es auf die erforderliche Temperatur erhitzt wird.
  • Die in Abb. 4 dargestellte Fülleinrichtung betrifft eine weitere Ausbildung der in Abb.2 dargestellten Einrichtung und ermöglicht ein schnell aufeinanderfolgendes Füllen zweier nebeneinanderliegender Ofenkammern. Seitlich der Füllöffnungen 30, 31 usw. der Ofendecke ist die Zuleitung 32 und die damit verbundene Rückleitung vorgesehen. Zu- und Rückleitung sind zwischen je zwei Füllöffnungen, auf der Zeichnung zwischen den Füllöffnungen 30 und 31, mit Drosselhähnen 34, 35 fest verbunden, die in drehbarer Verbindung mit einem in der Füllstellung oberhalb der Ofenfülleitung io angeordneten Füllhahn 38 stehen. Der Füllhahn 38 wird also auf diese Weise parallel geführt, so daß er, je nachdem, welche von den beiden Füllöffnungen 30 oder 31 beschickt wird, mit seinem unteren Auslaufstutzen39 in das konisch erweiterte obere Einfüllende des Einfüllrohres io mittels des Handhebels 40 geschwenkt werden kann.
  • Die Ausbildung des Füllhahnes 38 sowie des Drosselhahnes 34., 35 geht im einzelnen aus den Abb. 5 bis ; hervor. Der Füllhahn 38 (Abb. 7) ist in ähnlicher Weise ausgebildet wie der in Abb. 3 dargestellte Hahn und besteht aus einem Gehäuse 41, in dem das nach unten sich mit einem Stutzen 4.2 fortsetzende konische Hahnküken 4.3 drehbar angeordnet ist. Das Gehäuse 41 besitzt seitliche Anschlüsse 44., .45, in deren Stutzen in Stopfbüchsen 4.6 die winkelförmig abgebogenen Leitungen 36, 37 drehbar sind.
  • Im Zuge der beiden Anschlußstellen 4.4., .I5 des Gehäuses 41 ist ein die beiden Anschlußstellen um das Haltnküken herum verbindender Umgang 4.8 vorgesehen, durch den ein dauernder Durchfluß des flüssigen Gutes erfolgt. In der Füllstellung ist der Stutzen 4.5 mit einer erweiterten Durchbohrung 47 des Halrnkükens 43 durch eine Öffnung 4.9 verbunden, so daß das durch die Leitung 36 ankommende flüssige Gut durch den Stutzen 4.2 des Hahnkükens und die daran angeschlossene Ofenfülleitung io abfließen kann.
  • Der Stutzen 42 ist an seinem unteren Ende mit einem groben Kordelgewinde 50 versehen. Das Umstellen des Füllhahnes erfolgt in der Weise, daß der Stutzen 42 nach Einschwenken des Füllhahnes in den trichterförmig ausgebildeten Kopf 51 der Ofenfülleitung io mit einem in dem Kopf 51 angebrachten entsprechenden Gewinde verbunden wird. Die Verbindung erfolgt vorzugsweise so, daß mittels des an dem Fülltrichter 51 angebrachten Hebels 52 der Fülltrichter 51 in einer stopfbüchsenartig an dem Füllrohr io angebrachten Führung 53 so weit gedreht wird, bis das Gewinde in Eingriff gelangt ist. Beim Weiterdrehen wird dann die Öffnung 49 des Hahnkükens in den Bereich des an dem Gehäuse 41 angebrachten Anschlusses 45 gebracht, so daß der Durchgang des flüssigen Peches zu der Fülleitung io freigegeben ist. In entsprechend umgekehrter Weise erfolgt der Abschluß des Füllhahnes durch Drehung des Hahnkükens und Lösen des Gewindes, wobei in jedem Falle durch eine oberhalb des Hahnkükens in dem Halmgehäuse 41 angebrachte Anschlagschraube 54 Öffnungs- und Schließstellung festgelegt ist. Die Drosselhähne 34, 35 sind, wie aus Abb. 5 und 6 hervorgeht, ebenfalls so ausgebildet, daß stets ein Durchgang des flüssigen Gutes durch diese erfolgt. Das Hahnküken 54, an dessen Hals 55 die Leitung 36 bzw. 37 angeschlossen ist, ist in diesem Falle nicht voll ausgebildet, sondern besitzt unten zwei sich gegenüberliegende, dem runden Gehäuseteil 56 angepaßte Zapfen 57. Das mittlere Gehäuseteil 56 ist durch Wände 58 halbseitig geschlossen ausgebildet. Durch Drehung des Kükens 54 in die Öffnungsstellung werden die Zapfen 57, wie in der Zeichnung strichpunktiert dargestellt, vollkommen aus dem Strömungsbereich des Gutes gebracht. Das Abschließen der Hauptmenge des Flüssiggutes von dem Durchlauf in die Zu- bzw. Rückleitung 32, 33 geschieht durch Drehung des Hahnkükens infolge Schwenkens des Füllhahnes in das in eines der beiden zugehörigen Deckenöffnungen eingebrachte Füllrohr io. In der einen Füllstellung wird der rechte Stutzen 59 durch einen der Zapfen 57, wie in Abb.6 dargestellt, und in der anderen der linke Stutzen 59 entsprechend abgesperrt. Die Zapfen 57 sind so ausgebildet, daß auch in der Schließstellung ein Teil des Flüssiggutes durch die Umlaufleitung fließen kann und somit ein ständiger Kreislauf in allen Teilen der Leitungen gewährleistet ist. Der andere Teil 57 des Kükens 54. gibt den Durchgang des linken Stutzens 58 stets vollkommen frei, so daß das Gut durch den Kükenhals 55 und die daran angeschlossenen Leitungen 35, 37 zu- bzw. abfließen kann.
  • Die in Abb.8 dargestellte Fülleinrichtung besteht im wesentlichen aus einem Fahrgestell 6o, das mittels Laufräder 61 auf einer oberhalb der Ofenbatterie 62 angeordneten Fahrbahn 63 über den Füllöffnungen 4 verfahrbar ist. Das Fahrgestell 6o besitzt oben ein Gerüst 6.4, in dem eine Hebevorrichtung 65 angeordnet ist, die zum Herausziehen und Einhängen der Ofenfülleitung io in die Ofenkamrner oder aus derselben dient. An dem Fahrgestell 6o ist nach unten hin ein im Grundriß im wesentlichen rechtwinklig ausgebildetes Traggestell 66 angeordnet, das unten waagerechte Auflageträger 67 und eine an diesen angebrachte senkrechte Führung 68 besitzt. Eine an dem oberen Teil der Füllleitung io angebrachte Auflageplatte 69, die mit einem Führungszapfen 7o versehen ist, der in der senkrechten Führung 68 geführt wird, legt sich auf die Träger 67 auf und hält somit die Fülleitung io im Boden des Traggestells fest.
  • Beiderseits der Fahrschienen 63 sind die Zu- bz-,v. Rücklaufleitungen 71 in Rohrschellen 72 fest gelagert. An die Zu- bzw. Ablaufleitungen 7i an jeder Fahrschiene sind winkelförmig abgebogene Rohrleitungen 73 in Stöpfbüchsengelenken 74 schwenkbar angeordnet. Die Leitungen 73 sind unten ebenfalls winkelförmig abgebogen und durch ein @Stopfbüchsengehäuse io2 mit Leitungen 75 ebenfalls schwenkbar verbunden. Die Leitung 75 ist mit ihrem winkelförmig umgebogenen anderen Ende in Stopfbüchsengehäusen 76 drehbar gelagert, die an Hebeln 77 gelenkig befestigt sind. Die Hebel 77 liegen auf einer an dem Rahmengestell 66 gelagerten Welle 78. Mit den Stopfbüchsengehäusen 76 sind Leitungen 78 fest verbunden, die zu einem Füllhahn 79 führen. Der Füllhahn 79 besitzt einen Auslaufstutzen 8o, der in derselben Weise in den trichterförmig ausgebildeten Kopf des Einfüllrohres io eingeschraubt wird, wie dieses bereits bei der Einrichtung nach Abb.7 beschrieben ist. Der Füllhahn 79 ist entsprechend dem in Abb. 7 dargestellten Hahn ausgebildet und mit einem Umgangskanal zum dauernden Durchfluß des Flüssiggutes versehen.
  • Der Füllhahn 79 ist mit einem Verbindungshebel 82, der auf einer am Gestell 6o gelagerten Welle 85 angebracht ist, verbunden und wird mittels eines an der Welle 85 angreifenden Handhebels 8i betätigt.
  • Die Rohrleitungen 73, 75, 78 sind also auf beiden Seiten der Fahrbahn derart gelenkig geführt, daß beim Verfahren des Gestells 6o, 66 auf der Fahrbahn 63 sämtliche Rohrleitungen dem Wege des Fahrgestells folgen. Die Rohre 73, 75 müssen also eine derartige Länge besitzen, daß bei der weitesten Ausfahrstellung des Wagengestells 6o, 65 auch das am weitesten nach außen liegende Füllloch 4 der Ofendecke beschickt werden kann.
  • Ist nun die Fülleinrichtung über die zu füllende Ofenkammer gebracht, so wird zunächst durch eine an dem Traggestell 66 angeordnete Verriegelungsvorrichtung 83, die in entsprechende, an der Fahrbahn 63 angeordnete Sperrzapfen 84 eingreift, die Einrichtung an einem weiteren Verfahren gehindert. Sodann wird mittels der Hebevorrichtung 65 das Füllrohr io in die Ofenkammer eingebracht und in der beschriebenen Weise im Fahrgestell 66 gesichert. Nun wird mittels des Handhebels 81 durch das Parallelgestänge 77, 82 der Auslaufstutzen 8o des Füllhahnes 79 in bereits beschriebener Weise mit dem Füllrohr io verbunden. Das Flüssiggut, das beispielsweise durch die auf der linken Seite der Fahrbahn angeordnete Leitung 71 ankommt, durchströmt die mit dieser ge:enkig verbundenen Rohrleitungen 73, 75, 78 und fließt durch den Füllhahn 79 und die auf der rechten Seite der Fahrbahn angeordneten Leitungen 71 zurück.
  • Da der Füllvorgang sich über einen längeren Zeitraum von etwa 21/2 bis 3 Stunden erstreckt, kann es von Vorteil sein, statt die Vorrichtung zum Ein- und Ausbringen des Füllrohres in und aus der Ofenkammer mit der verfahrbaren Füllvorrichtung zu verbinden, beide Vorrichtungen nebeneinander auf der Ofendecke verfahrbar anzuordnen. Dieses ist besonders dann vorteilhaft, wenn mit einer Füllvorrichtung so viel Ofenkammern hintereinander beschickt werden sollen, daß der zwischen der Beendigung des Füllvorganges der einen Kammer und dem Beginn des Füllens der nächsten Kammer liegende Zeitraum so knapp bemessen ist, daß für das Herausziehen des Füllrohres aus der einen Kammer und das Einbringen desselben in die nächste Kammer keine Zeit mehr vorhanden ist. In diesem Falle werden mindestens zwei Füllrohre io verwandt, wobei mittels der für sich auf der Ofendecke verfahrbaren Hubvorrichtung zunächst die zu füllende Kammer mit dem Einfüllrohr io versehen wird und sodann, wenn der Füllvorgang der anderen Kammer beendet- ist, das Füllrohr aus dieser herausgezogen wird.
  • Wie aus Abb. 9 und io ersichtlich, ist die Füllvorrichtung 86 an einer Laufschiene 87 verfahrbar aufgehängt, die an einem mit den Ankerständern 88 der Ofenbatterie verbundenen Traggerüst 89 befestigt ist. Die seitlich der in der Ofendecke 3 angeordneten Füllöffnungen 4 v erfahrbare Füllvorrichtung 86 ist unten in einer Schiene 9o geführt und an seitlichen Bewegungen gehindert. Die Zu-und Rücklaufleitungen 9i sind an dem Traggerüst 89 befestigt, an dem in ähnlicher Weise wie bei der Einrichtung nach Abb. 8 die gelenkig geführten, zu dem Füllhahn 92 führenden Leitungen 93 angeschlossen sind. Eine besondere Hubvorrichtung 94 ist der Füllvorrichtung 86 gegenüberliegend auf einer auf der Ofendecke angeordneten Schiene 95 verfahrbar vorgesehen. Die Hubvorrichtung 94 ist oben von einer an Konsolen des Traggerüstes 89 angeordneten Laufschiene96 v erfahrbaren Laufrolle 97 abgestützt. Mittels einer von Hand zu betätigenden Antriebsvorrichtung 98 wird zwecks Heraushebens des Füllrohres io aus der Ofenkammer ein mit Aussparungen versehener Doppelhebel 99 so herumgeschwenkt, daß die Aussparungen in entsprechende Vorsprünge der Fülleitung io eingreifen. Nach vorheriger Entfernung des Füllhahnes 92 aus dem Bereich des herauszuziehenden Füllrohres kann sodann das Füllrohr aus dem Ofen herausgezogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Beschicken von aus langen, hohen Ofenkammern bestehenden Verkokungsöfen mit flüssigem, verkokbarern Gut, das den Ofenkammern mittels durch die Ofendecke in die Ofenkammer eingebrachter Rohre zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllrohre (6, io) bis annähernd auf die Ofenkammersohle reichen und in Höhe der Beschickung in Richtung der Kammerachse verlaufende Längsschlitze (9) besitzen. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechten Ofenfüllrohre (6, io) mit in das obere Ende derselben einschwenkbaren Winkelrohren (27) verbunden sind, die mit hohl ausgebildeten Küken (15) von in der ortsfest auf der Ofendecke liegenden Beschickungsleitung (13) seitlich der Ofenfüllrohre (6, io) angeordneten Absperrhähnen (14) fest derart verbunden sind, daß die Absperrhähne (14) in der ausgeschwenkten Stellung geschlossen und in der eingeschwenkten geöffnet sind. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenkrohr (36, 37) mit einem Füllkopf (38) versehen ist, das einen in das Ofenfüllrohr (io) einsetzbaren Auslauf (42) besitzt, wobei das Schwenkrohr (36. 37) seitlich derart gelenkig an den Füllkopf (38) angeschlossen ist, daß derselbe nach Bedarf an die Ofenfüllrohre zweier nebeneinanderliegender Ofenkammern angeschlossen werden kann. 4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschickungsleitung (71) gelenkartig mit einer oberhalb der Ofenfüllöffnungen auf der Ofendecke vierfahrbaren, vorzugsweise gleichzeitig zur Bedienung der Ofenfüllrohre (io) dienenden Einrichtung (64, 66) verbunden ist und an ihrem Ende ein mit einem in die Ofenfüllrohre (6, io) einsetzbaren Auslauf versehenes Absperrorgan (79) besitzt. 5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslauf (42, 8o) des Absperrhahnes (38, 79) mit einem Hohlrauen (47) des Hahnkükens (42) des Absperrhahnes fest verbunden ist und der Auslauf (42, 8o) an seinem unteren Ende Gewinde besitzt, das vor der Beschickung mit einem drehbar im oberen Ende des Ofenfüllrohres (io) angeordneten Rohrstück (51) durch Drehung des Rohrstückes mit diesem verbunden wird, wobei erst bei Weiterdrehung nach hergestellter Verbindung das hohle Hahnkiiken (41) den Durchflug zum Ofenfüllrohr (6, io) freigibt.
DEK148976D 1937-12-23 1937-12-23 Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsoefen mit fluessigem, verkokbarem Gut Expired DE704816C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK148976D DE704816C (de) 1937-12-23 1937-12-23 Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsoefen mit fluessigem, verkokbarem Gut

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK148976D DE704816C (de) 1937-12-23 1937-12-23 Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsoefen mit fluessigem, verkokbarem Gut

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE704816C true DE704816C (de) 1941-04-09

Family

ID=7251813

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK148976D Expired DE704816C (de) 1937-12-23 1937-12-23 Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsoefen mit fluessigem, verkokbarem Gut

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE704816C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE7731993U1 (de) Absperrschieber
DE3329105C2 (de) Umschaltventil
DE9207415U1 (de) Strangtränke zur Wasserversorgung von Tieren
DE704816C (de) Einrichtung zum Beschicken von Verkokungsoefen mit fluessigem, verkokbarem Gut
DE3312599A1 (de) Russblaeser zum beseitigen von ablagerungen in gasdurchstroemten raeumen, wie waermetauschern, reaktionsraeumen und dergleichen
DE3018361C2 (de) Anordnung zur Luftregelung bei regenerativ beheizten Verkokungsöfen
DE2855765A1 (de) Absperrschieberanordnung
DE164423C (de)
DE3904692C1 (en) Method for blocking off a gas duct in a coke dry-cooling system and arrangement for carrying out the method
DE3605538C2 (de)
DE4223184C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einlegen von Chargiermaterial in Glasschmelzöfen
DE926510C (de) Koch- und Heizeinrichtung in Schmalausfuehrung
DE653478C (de) Schwelofen fuer Kohle
DE922906C (de) Umstellhahn fuer Regenerativoefen
DE1218950B (de) Vorrichtung zum Austragen von pulverfoermigen oder koernigen Materialien aus Sammelbehaeltern
DE362244C (de) Einschaltstueck fuer Spuelversatzrohrleitungen zum Beseitigen von Verstopfungen derselben
DE551406C (de) Kupplung fuer Spindelmutter und Spindel von Drehventilen
DE1425717A1 (de) Ventilanordnung und Verfahren und Vorrichtung zum Einsetzen solcher Ventile in Rohrleitungen
DE8231563U1 (de) Vorrichtung zum aufbauen und ausbessern der feuerfesten auskleidung von industriellen oefen und heissgehenden gefaessen
DE4036487A1 (de) Regelspiess fuer einen staubhaltige, heisse gase fuehrenden kanal
DE1489744C (de) Auswechselbare Rohrleitungsdurchfuh rung für ein Strahlenschutzgehause
DE3111436A1 (de) Kuehler fuer die koks-trockenkuehlung
DE2506013C3 (de) Kühlvorrichtung für Kokillen-Schleudergießmaschinen
DE295574C (de)
DE2107687C (de) Wasserlanze zur Wassereindusung in Hochofen