DE7045635U - Vorrichtung zur bedarfsweisen bereitstellung einer tanzflaeche auf dem boden eines raumes - Google Patents
Vorrichtung zur bedarfsweisen bereitstellung einer tanzflaeche auf dem boden eines raumesInfo
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Description
Lüdenacheid, den 8.12.1970 'KJ· Johannes Papprotfi 21.18 P/u 7
Lüdenscheid, Oenekinger Weg 7
Telefon 20655
Telefon 20655
Gefcrauchsmusteranmeiciung
Herr Karl Reeber, Vadua/Liechtenstein
"Vorrichtung zur bedarfsweisen Bereitstellung einer Tanzfläche auf dem Boden eines Raumes,"
In größeren Privaträumen und in Gaststätten besteht häufig das Bedürfnis, tanzen zu können. Eine solche
Tanzfläche ist natürlich dann vorhanden, wenn der Fußboden einen Parkettbelag oder auch einen Kunststoffbelag
trägt· Vielfach ist der Fußboden mit dicken Teppichen oder teppichähnlichen Bahnen belegt,
die zur Bereitstellung einer Tanzfläche entfernt werden müssen, was oft beschwerlich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tanzflächeneinrichtung
im Räume vorzusehen, die bedarfsweise und mit leichtem Kraftaufwand auf den Fußboden
aufgelegt werden kann, die aber weiterhin noch die Möglichkeit einer anderweitigen Benutzung zuläßt
und zwar als Tafel in Tischhöhe zum Aufbau von Speisen, Getränken, Bestecks o. dgl. als kaltes
Büfett wie auch in größerer Höhe im Räume als Träger eines Blumenarrangements großer Ausdehnung.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine biegesteife,
vorzugsweise aus durchscheinendem Glas,
Fiberglas oder Kunststoff bestehenden Platte, die
durch mehrere an definierten Punkten an ihr angreifende, auf die Piattenflache verteilte biegsame Seile
oder dgl. getragen ist, deren obere freie Enden je auf eine an oder in der Decke des Raumes befestigte
elektromotorisch angetriebene Rolle so weit aufwickelbar sind, daß die Platte von der Decke auf den
Fußboden heruntergelassen werden kann, im übrigen aber auch in entsprechender Höhenlage im Räume eingestellt
als Träger eines kalten Büfetts oder eines Blumenarrangements verwendbar iste Die Umfangsform
und die Größe entspricht natürlich der waagerechten Querschnittsform des Raumes, in dem diese Vorrichtung
angebracht wird. Die Platte wird also im allgemeinen rechteckig, bzw« quadratisch sein, kann aber
auch polygonal,rund, oval oder ähnlich gestaltet sein, Die Platte selbst liegt bei ihrer Benutzung als Tanzfläche
auf dem Boden bzw« Teppich auf und ihre Dicke bemißt sich nach der aufzunehmenden Last. Sie wird
also in der Regel etwa 10 - 15 mm stark sein. Sie kann durch bei ihrer Herstellung eingefügte Drähte
oder Traggewebe oder Glasfasern entsprechend widerstandsfähig gestaltet werden»
Die Elektromotoren, die in beiden Richtungen zu laufen vermögen, besitzen ein Untersetzungsgetriebe,
auf deren langsam laufender Getriebewelle die Wickelrolle aufgeschoben sein kann. Motor, Getriebe und
Wickelrolle bilden daher ein Aggregat. Je ein solches Aggregat als Träger eines der Tragseile oder
auch Ketten ist in einem in einen Durchbruch der Decke des Raumes eingehängten, mit einem oberen
auswärts gerichteten Planschrand aufliegenden, einen abnehmbaren Deckel besitzenden metallischen Behälter
angeordnet. Dieser Randflansch des BeJhv' -'s kann,
insbesondere wenn aus baupolizeilicht ?.n die Bildung von Löchern^der Betondecke unzuxi^sit ist,
en der Unterseite der Decke mit Schrauben befestigt werden, was in ästhetischer Hinsicht kaum stört,
weil später die Platte als Träger eines Blumenarrangements in ihrer Höchststellung diese sichtbaren
Behälter verdeckt. Wenn die i'anzplatte nur selten gebraucht wird, hängt sie relativ niedrig
unterhalb der Decke. Wenn sie aus durchscheinendem Material besteht, so beeinflußt sie das von oben her
von an der Decke befestigten Beleuchtungskörpern ausgehende Licht nach Wunsch. Durch farbige, lichtdurchlässige
Papierauflagen kann man in dem Raum eine intime Atmosphäre schaffen.
In eine Tischhöhe herabgelassen trägt die Platte nach Entfernung des Blumenarrangements die Bestandteile
eines kalten Büfetts und nach Ablauf dieses
! Teils einer Party auf den Boden gelassen als Tanz-
i fläche. Iu diesem Falle allerdings stören nun die
■ herabhängenden Tragseile. Daher sind diese erfin-
] dungsgemäß an ihren unteren Enden leicht lösbar an
] der Platte befestigt, was auf verschiedene Weise
1 mit mechanischen Mitteln leicht erreicht werden kann«
Man kann die unteren Enden der Tragseile an einem ösenartigen Körper befestigen, dessen Schaft mit Gewinde
oder Bajonettverschluß in einen das entsprechende Gegengewinde enthaltenden hülsenförmigen Formkörper
eingreift, der mit einem am unteren Ende vorgesehenen tellerartigen Flansch in eine entsprechende
Erweiterung einer Bohrung der Platte eingesetzt,
z.B. eingeklebt ist. Sind die S.-?ile aus dieser Be-
■ festigung gelöst, so werden sie durch Einschalten
■ der Motoren in eine nicht mehr störende Höhenlage
\ befördert· Alle Motoren sind übrigens so elektrisch
] im Verbund geschaltet, daß bei Ausfallen eines Motors
i auch alle übrigen Motoren der anderen Tragseile
[ stehenbleiben.
; In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung
' an einem Ausführungsbeispiel in Seitenansicht in
mehreren gewünschten Gebrauchslagen dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, Pig. 2 und 3 die eine und
Pig. 4 und 5 die agiere Befestigungsart der Seilenden
an der Plaste.
Der Raum, in dem eine solche Vorrichtung Verwendung""
finden s^ll. wird dargestellt durch den Fußboden 1
mit eine: Teppich 2 und durch die Decke 3. Eine verhältnismäßig starke Platte 4 besteht aus einem
möglichst lichtdurchscheinendem, für Tanzflächen geeigneten Werkstoff. Bevorzugt wird für diese
Platte 4 ein Tafelglas entsprechender Dicke, welches durch eingelegte Drähte oe dgl, armiert sein kann,
wobei die Ränder stumpf geschliffen sind. In gleicher Weise eignet sich hierfür aber auch eine Platte
aus entsprechend starkem, ggf. durch Glasfasereinlagen
armierten Kunststoff mit einer zum Tanzen geeigneten glatten Oberfläche. Auch sog» Fiberglas
ist verwendbar.
An definierten Punkten der Platte 4 sind in entsprechendem Abstand von dem Rande und auf die Fläche
günstig verteilt entfernbare Befestigungsmittel, ZoBe ösen 5, vorgesehen, an denen die unteren Enden
von biegsamen Seilen 6 angebracht sind. In der Dekke
3 sind an den entsprechenden Stellen Ausnehmungen 3a gebildet, in denen metallische Kästen 7 liegen,
die mit einem obere'- , nach außen umgebördelten breiten
Randflansch 7a aufliegen. Die Aufnahmeöffnung 3&
kann in ihrem oberen Bereich so vertieft auegearbeitet werden, daß der Plansch 7^ mit der Oberfläche
der Decke 3 fluchtet, wobei die Öffnung durch eine eingelegte Deckelplatte 7 abgeschlossen werden kann,
die den Zugang zu. dem Innenraum dieser Kästen 7 geetattet.
Auf diese Weise wird erreicht, daß ein über diesem Raum liegender Raum in seinem Fußbodenbereich
völlig eben ist, der darüber liegende Raum also ebenfalls wohnlich benutzbar bleibt. Auf der unteren
Bodenfläche des Kastens 7 ist jeweils ein in beiden Richtungen schaltbarer Motor mit Untersetzungsgetriebe
angebracht, welches mit der Achse einer Wikkelrolle 9 gekuppelt ist. Vorzugsweise liegt die
Wickelrolle 9 mit ihrer Bohrung auf der Welle des Getriebes, die also mit untersetzter Geschwindigkeit
umläuft. Von der Steuerung her sind alle zum Auf-
und Abwickeln aller Tragseile vorgesehenen Motoren untereinander so geschaltet, daß, wenn ein Motor
aus irgendeinem Grunde ausfällt, zu gleicher Zeit
sämtliche Motoren stillstehen.
Wenn die Platte 4 als Tanzplatte (Stellung I) auf den'Boden 1, 2 herabgelaaaen ist, könnten die Trag-
seile 6 stören. Diese Verbindungen sind daher irgendwie leicht und schnell Ιοε έγ ausgebildet und zwar
in einer solchen Form, daß zur Anbringung oier Abnahme
die an sich schwere Platte 4 überhaupt nicht angehoben zu werden braucht.
Bei der einen vorgeschlagenen Ausführungsform ist das Ende des Tragseils 6 in eine Öse 5 eingeschlungen
(Fig. 2)>die sich in einem unteren Schaft 5 fort-
\ - setzt, der mit einigen Gewindegängen 5 versehen ist.
In einer Bohrung 4a der Platte 4 (Figo 3), die sich
an ihrem unteren Ende unter Bildung eines Absatzes
4 erweitert^ befindet sich ein metallischer Hülsen-
körper 8 mit Innengewinde 8 zur Aufnahme des Schaf-
a b
tes 5 und einer Ringscheibe 8 . Dieser Körper 8
ist eingekittet. Der Ösenkörper 5 kann mit wenigen Drehungen befestigt bzw. gelöst werden.
Bei einer abgeänderten Ausführung als Bajonettverschluß trägt der Schaft 5a (Fig. 4) der Öse 5 statt
eines Gewindes zwei diametral gegenüberliegende
Vorsprünge 5 und der hülsenförmige Körper 8 seit-
c b
liehe Ausnehmungen 8 zur Aufnahme der Vorsprünge 5
In der mittleren Höhe dieses Körpers 8 ist eine gestrichelt dargestellte Ringnut 8 in der Innenwandung
8a vorgesehen und im mittleren Bereich zwei
licv Ί oben gerichtete Vertiefungen 8 , in die sich.
die Yorsprünge 5 nach einer Verdrehung um 90 einrasten,
insbesondere wenn die Aufnahmeöffnung 8 ia Büdenbvireich verengt oder geschlossen ist und dort
eine J?eder untergebracht ist, die gegen die S-* rn—
seite des Schaftes 5a drängt und diese ßaststexlung
erzwingt. Zur Herausnahme dienes Ösenkörpers 5» 5 wirt? dieser zunächst entgegen der nicht dargestellten
Feder abwärts gedrängt und nach einer Drehung um 90
nach oben entnommen, wenn die Vorsprünge 5 den Ausnehmungen 8C gleichliegen.
Wenn zun* Beispiel aus baupolizeilichen Gründen die
OfiVungen 3 in der Decke 3 nicht angebracht werden
dürien, können die Kästen 7 mit ihrem oberen Plansch
7a auch auf der Unterfläche der Decke 3 mit Schrauben
befestigt werden, wie das in Fig. 1 gestrichelt rechts
dargestellt ist»
Die Platte 4 kann in verschiedenen Höhenlagen auch anderen Zwecken nutzbar gemacht werden. So isi gezeigt,
wie sie (Stellung II) in Höhe einer Tischplatte etwa 80 cm hoch in ihrem gesamten Randgebiet
als Träger eines kalten Büfetts benutzt ist, auf dem Speisen, Getränke und dgl. in großer Zahl untergebracht
werden können· -
Wird die Platte 4 aber (Stellung III) in eine Höhe von etwa 2,20 m gefördert, so kann ihr gesamter Randbereich
mit einem vielfältigen Blumenarrangement versehen sein»
Man kann schließlich die Platte 4 in eine Höhe (Stellung IV) anheben, wenn man von ihr keinerlei
Gebrauch machen will. Dabei ist davon ausgegangen, daß sich, in diesem Bereich keine elektrischen Beleuchtungskörper
befinden. Wenn das der Fall ist, so wird die Platte in die höchstmögliche Stellung
geführt. Durch die Verwendung lichtdurchlässigen Materials für die Platte 4 kann man namentlich in
den Stellungen III und IV besondere bunte Lichteffekte herbeiführen. Man braucht nur in freie Bereiche
durchscheinendes dünnes Parbpapier zu legen.
Claims (3)
- - 10 Ansprüche^1o) Vorrichtung zur bedarfsweisen Bereitstellung einer Tanzfläche auf dem Boden eines Raumes, gekennzeichnet durch eine biegesteife, vorzugsweise aus durchscheinendem Glas oder Kunststoff bestehenden Platte (4)> die durch mehrere an definierten funkten an ihr angreifende, auf die Plattenfläche Verteilte biegsame Seile (6) oder dgl, getragen ist, fieren obere freie Enden je auf eine an oder in der Decke (3» 3 ) des Saumes befestigte elektromotorisch angetriebene Rolle (9) so weit aufwickelbar sind, daß die Platte (4) in entsprechender Höhenlage im Räume eingestellt auch als !Träger eines kalten Büfetts oder eines Blumenarrangements verwendbar ist.
- 2.) Serrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Untersetzungsgetriebe versehene Motor auf der Getriebewelle die Wickelrolle (9)trägt.
- 3.) Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Motor-Getriebe-Wickelrolle-Aggregat (9) in einem in einen Durchbruch (3 ) der Decke (3) des Raumes eingehängten, mit einem oberen auswärts gerichteten Flanschrand (7a) aufliegenden, einen abnehmbaren Deckel (7 ) besitzenden metallischen-Vl-Behälter (7) angeordnet ist.4») Verrichtung nach Anspruch 1, dadurch ςβίεβηη-zeichnet, daß die unteren Enden der Tragseile (6) leicht lösbar an der Platte 4 befestigt sind.5o) Vorrichtung nach Ansprucn 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unteren Enden der Tragseile(6) an einem ösenartigen Körper (5) befestigt sind, dessen Schaft (5a) iii Gewinde oder Bajonettverschluß in einen das entsprechende Gegengewind^ enthaltenden Formkörper (8) ei:.vv^eift, der mit einem am unteren Ende vorgesehenen tellerartigen Plansch (8b) in eine entsprechende Erweiterung der Bohrung (4a) der Platte (4) eingesetzt, z.B. eingeklebt, ist.Für den Anmelder:Patentanwalt
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE7045635U true DE7045635U (de) | 1971-03-25 |
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ID=6616302
Family Applications (1)
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| DE19707045635 Expired DE7045635U (de) | 1970-12-10 | 1970-12-10 | Vorrichtung zur bedarfsweisen bereitstellung einer tanzflaeche auf dem boden eines raumes |
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|---|---|
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1970
- 1970-12-10 DE DE19707045635 patent/DE7045635U/de not_active Expired
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