-
Die Erfindung betrifft einen Verdampfer, der eine Vorrichtung zur Schaumunterdrückung
und zur Entfernung tropfenförmiger Flüssigkeiten aus einem Dampf gemäß einem
erfindungsgemäßen Verfahren aufweist, wobei die Vorrichtung ein drehbares Gehäuse
aufweist, das aus einem Zylinder besteht, der in seiner zylindrischen Oberfläche Löcher
aufweist, wodurch der Transport von Dampf/Gas zum Inneren des Gehäuses ermöglicht
wird, wobei der Zylinder an einem seiner Enden mit einer zentralen Öffnung zur
Dampfentnahme versehen ist, durch die der Dampf/ das Gas vom Inneren des Gehäuses zur
nachfolgenden Rohrleitung entnommen wird, wobei das Innere des Gehäuses gegenüber
dem Gefäß, das die verschmutzte Flüssigkeit, die verdampft werden soll, enthält,
abgedichtet ist, und dadurch nur die Löcher in der zylindrischen Oberfläche als Durchgang
durch das Gehäuse vorhanden sind und wobei die Entnahmenöffnung von einem
Dampfentnahmerohr gebildet wird, das abdichtend in Kontakt mit dem Gehäuse steht und
dessen Ende sich konzentrisch um eine Rotationsachse in das drehbare Gehäuse erstreckt,
wobei das Gefäß die Flüssigkeit enthält, die sich bis zu einem vorgegebenen
Flüssigkeitsniveau erstreckt.
-
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Schaumunterdrückung und zur Entfernung
tropfenförmiger Flüssigkeiten aus einem Gas/ Dampf mittels eines erfindungsgemäßen
Verdampfers, wobei eine Dampfentnahmeöffnung in einem drehbaren Gehäuse positioniert
ist, das mit Öffnungen versehen ist, welches Gehäuse sich mit einer solchen Anzahl an
Drehungen dreht, daß die Umfangsgeschwindigkeit des radial äußeren Endes jeder der
Öffnungen des Gehäuses die Durchtrittsgeschwindigkeit von Dampf durch die Öffnungen
übersteigt.
-
Das Verfahren kann im Zusammenhang mit dem Abbrechen von Schaumbildungen
eingesetzt werden, wenn die Verdampfung verschmutzter Flüssigkeiten durchgeführt wird.
Beispiele hierfür sind industrielle Abwässer, Entfettungswasser, organische Flüssigkeiten,
beispielsweise flüssige Abfallstoffe, Abwasser aus der Produktion von Olivenöl und
dergleichen.
-
Das Verfahren, das beispielsweise aus der DE-A-15 44 073 und der GB-A-235 301
bekannt ist, kann in herkömmlichen Tropfenfängern in Dampfrohren eingesetzt werden.
Solche Abscheidung von Tropfen aus Dampf kann beispielsweise zum Schutz
nachfolgender Dampfkompressoren wünschenswert sein, oder um zu gewährleisten, dass
das Destillat/ Kondensat ohne Verunreinigungen von mitgeführten Tropfen vorhanden ist.
-
Während des Entnehmens von Gasen aus Behältern kann es auch wünschenswert sein, das
Mitführen von Tropfen, die verschmutzende Substanzen enthalten können, zu vermeiden.
In dieser Situation können Tropfenfänger im Behälter oder in Rohrleitungen vorgesehen
werden.
-
Im Zusammenhang mit der Verdampfung von Flüssigkeiten, die entweder in verschiedene
Komponenten aufzuspalten sind oder bei denen eine Aufkonzentration einer Flüssigkeit in
einer Emulsifikation erwünscht ist und bei denen die Schaumbildung während des Siedens
oder der Konzentration auftritt, ist es wünschenswert, den Schaum/die Blasen so
abzubrechen, daß nur Dampf aus dem Verdampfer oder dem Kessel entfernt wird. Es
besteht ein großes Risiko, daß der Schaum/die Blasen in Form von Tropfen mitgeführt
werden, wenn der Schaum/die Blasen nicht gebrochen werden. Hierdurch besteht das
Risiko, daß der kontaminierende Teil mitgeführt wird und somit eine Verunreinigung
während des nachfolgenden Kondensierens des Dampfes bildet.
-
Zum Unterdrücken von Schaumbildungen ist eine Reihe verschiedener Prinzipien bekannt.
Diese Prinzipien umfassen chemische Behandlung, thermische Behandlung und
mechanische Behandlung zur Unterdrückung des Schaumes. Jedoch war es bisher noch
nicht möglich, das Schaumunterdrückungsproblem auf einfache und effektive Weise zu
lösen.
-
Nachfolgend wird aus Gründen der Bequemlichkeit nur der Ausdruck "Dampf" verwendet,
jedoch sollen mit diesem Ausdruck auch Gase umfaßt sein.
-
Zur mechanischen Behandlung von Dampf sind Tropfenzyklone und andere Formen von
Tropfenabscheidern bekannt. Ein gemeinsames Merkmal dieser ist, daß sie separate und
häufig sehr teuere oder wartungsintensive Vorrichtungen benötigen, die in ein Dampfrohr
eingeschoben werden und dort als passive Vorrichtungen wirken, deren Effekt einzig von
der Dampfgeschwindigkeit abhängt. Somit ermöglichen es die bekannten mechanischen
Tropfenfänger nicht, Tropfen in Dampfdurchgängen auf einfache und preisgünstige Art
zurückzuhalten.
-
Es ist Aufgabe der Erfindung, dieses Problem zu lösen, indem ein sehr einfaches Verfahren
angegeben wird, das es ermöglicht, eine einfache mechanische und wartungsfreie
Konstruktion zu verwenden, um zu gewährleisten, daß der Dampf von Tropfen befreit
wird, ungeachtet der Dampfgeschwindigkeit, und die auch eine effektive
Schaumunterdrückung ermöglicht.
-
Erfindungsgemäß wird dies durch einen Verdampfer ermöglicht, der eine Vorrichtung zur
Schaumunterdrückung und zur Entfernung tropfenförmiger Flüssigkeiten aus einem Dampf
aufweist, wobei die Vorrichtung ein drehbares Gehäuse aufweist, das aus einem Zylinder
besteht, der in seiner zylindrischen Oberfläche Löcher aufweist, wodurch der Transport von
Dampf/Gas zum Inneren des Gehäuses ermöglicht wird, wobei der Zylinder an einem
seiner Enden mit einer zentralen Öffnung zur Dampfentnahme versehen ist, durch die der
Dampf/das Gas vom Inneren des Gehäuses zur nachfolgenden Rohrleitung entnommen
wird, wobei das Innere des Gehäuses gegenüber der Außenseite des Gehäuses abgedichtet
ist und dadurch nur die Löcher in der zylindrischen Oberfläche als Durchgang durch das
Gehäuse vorhanden sind und wobei die Entnahmenöffnung von einem
Dampfentnahmerohr gebildet, das abdichtend in Kontakt mit dem Gehäuse steht und
dessen Ende sich konzentrisch um eine Rotationsachse in das drehbare Gehäuse erstreckt,
wobei das Gehäuse in einem Gefäß angeordnet ist, das eine zu verdampfende Flüssigkeit
enthalten kann, die sich bis zu einem vorgegebenen Flüssigkeitsniveau erstreckt, und wobei
das Gehäuse unmittelbar über dem Flüssigkeitsniveau in dem Gefäß angeordnet ist.
-
Die Erfindung definiert auch ein Verfahren zur Schaumunterdrückung und zur Entfernung
tropfenförmiger Flüssigkeiten aus einem Gas/Dampf mittels eines Verdampfers, wie er
vorstehend beschrieben ist, wobei eine Dampfentnahmeöffnung in einem drehbaren
Gehäuse positioniert ist, das mit Öffnungen versehen ist, welches Gehäuse sich mit einer
solchen Anzahl an Drehungen dreht, daß die Umfangsgeschwindigkeit des radial äußeren
Endes jeder der Öffnungen des Gehäuses die Durchtrittsgeschwindigkeit von Dampf durch
die Öffnungen übersteigt, wobei das Gehäuse in einer Position unmittelbar über einem
Flüssigkeitsniveau in einem Gefäß eines Verdampfers gedreht wird, wobei die Flüssigkeit
in dem Gefäß, dem der Dampf entnommen wird, gekocht wird, wodurch der durch das
Kochen bzw. Sieden erzeugte Schaum unterdrückt wird.
-
Das Verfahren und der Verdampfer können für das kombinierte Tropfenfangen und
Schaumunterdrücken in Gefäßen verwendet werden, die kochende bzw.
siedende/schäumende Flüssigkeiten enthalten, und verhindern aktiv, daß Schaum und
Tropfen in die Dampfentnahmeöffnung eintreten, und brechen gleichzeitig aktiv die
Schaumbildung ab und unterdrücken sie.
-
Das Verfahren erfordert nur, daß eine Entnahmeöffnung entweder durch ein Rohr oder als
direkte Öffnung in der Oberfläche ausgebildet ist, die in einem sich drehenden Gehäuse
vorhanden ist. Es ist anzumerken, daß das Gehäuse eine bestimmte radiale Dicke
aufweisen kann. Deshalb ist für das radial äußere Ende der Öffnungen die
Umfangsgeschwindigkeit angegeben. Durch Drehen des Gehäuses so, daß die
Umfangsgeschwindigkeit für das radial äußere Ende jeder der Öffnungen die
Durchtrittsgeschwindigkeit des Dampfes übersteigt, können Tropfen oder Schaum nicht
durch die Öffnungen durchtreten, da solche Tropfen oder Schaum eine maximale
Durchtrittsgeschwindigkeit aufweisen, die der Durchtrittsgeschwindigkeit des Dampfes
entspricht. Jedoch kann der Dampf frei durch die Öffnungen aufgrund der Druckdifferenz
über den Öffnungen des Gehäuses durchtreten. Das Verfahren ist sehr einfach und sicher,
da man ganz einfach die Form der Öffnungen und/oder die Form des Gehäuses variieren
und die Anzahl an Umdrehungen auf eine geeignete Geschwindigkeit in Abhängigkeit von
den Flüssigkeiten, die gekocht/verdampft werden, erhöhen kann.
-
Die Öffnungen können auf einfache Weise von einem Netz gebildet werden, bei dem die
Maschengröße und die Drehung des Gehäuses gewährleisten, daß die Tropfen nicht in das
Gehäuse eintreten und während der Entnahme von Dampf aus dem Inneren des Gehäuses
mitgeführt werden. Die Vorrichtung erfordert keine Wartung in Form des Austausches voll
Filtern oder anderen Teilen. Die Vorrichtung ist sehr einfach herzustellen. Durch Variieren
der Form des Gehäuses, der Rotationsgeschwindigkeit, der Größe der Öffnungen, ist es
möglich, eine effektive Tropfenabscheidung unabhängig von der Dampfgeschwindigkeit zu
erhalten. Somit kann die Vorrichtung eine aktive Vorrichtung genannt werden.
-
Für die Rotation bzw. Drehung des Gehäuses wird eine Umfangsgeschwindigkeit gewählt,
die Größe ist als die Durchtrittsgeschwindigkeit des Dampfes, und normalerweise wird ein
Sicherheitsfaktor gewählt, wobei das Verhältnis zwischen der Durchtrittsgeschwindigkeit
und der Umfangsgeschwindigkeit in der Größenordnung von 2 bis 10, vorzugsweise von 3
bis 5, liegt. Jedoch können bestimmte spezifische Bedingungen es anzeigen, daß ein
größerer Sicherheitsfaktor zu wählen ist. Die Auswahl wird aus der Tatsache begründet,
daß das Gehäuse normalerweise aus einem zylindrischen Netz gebildet ist, bei dem das
Verhältnis zwischen der Dicke des Netzes und den Abmessungen jeder Öffnung in
Rotationsrichtung zwischen 3 und 5 liegt. Hierdurch wird es gewährleistet, daß ein
Tropfen, der sich an einer äußeren vorderen Kante einer Öffnung befindet, nicht durch die
Öffnung treten kann, da er sozusagen durch eine innere rückwärtige Kante der Öffnung
eingefangen wird. "Vorne" und "hinten" beziehen sich auf die Rotationsrichtung des
Gehäuses.
-
Der Verdampfer ist besonders vorteilhaft zur Verwendung in einer Anlage zur
mechanischen Dampfkompression, um verschmutzte Flüssigkeiten abzuscheiden, die eine
starke Schaumbildung bewirken. Es ist erwünscht, die Elemente des Verdampfers so klein
wie möglich zu machen. Dies bedeutet, daß das Gefäß oder der Kessel ebenfalls so klein
wie möglich sein soll. Jedoch erhöht dies das Risiko, daß der Schaum eine
Dampfentnahmeöffnung erreicht, die häufig an der Oberseite der Siedekammer vorhanden ist. Bei
solchen Kesseln ist es üblich, eine Pumpe zum Umwälzen der Flüssigkeit durch den
Wärmetauscher zu verwenden, die zur Kompression von Dampf eingesetzt wird. Der
Motor, der für die Umwälzung verwendet wird, kann vorzugsweise zum Drehen des
Gehäuses eingesetzt werden. Auf diese Weise wird auf sehr sichere Art die Reinheit der
durch die Kompression von Dampf kondensierten Flüssigkeiten erhalten.
-
Für die Behandlung verschmutzter Flüssigkeiten durch mechanische Dampfkompression
war es bislang notwendig, schaumunterdrückende Mittel zuzufügen, um die
Schaumbildung abzubrechen oder zu verhindern. Jedoch waren diese schaumunterdrückenden
Mittel unerwünscht, teilweise aus ökonomischen Gründen, und teilweise, um die
Unbequemlichkeit zu vermeiden, daß nachfolgend diese Mittel aus der verschmutzten
Flüssigkeit entfernt werden müssen. In dieser Situation war es auch notwendig, eine gute
Kenntnis des Ausgangsmaterials zu haben, um die Möglichkeit des Zufügens der korrekten
Menge und der korrekten Zusammensetzung von schaumunterdrückenden Mitteln zu
haben. Diese Nachteile werden durch ein erfindungsgemäßes Verfahren und eine
erfindungsgemäße Vorrichtung vermieden.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
-
Die Erfindung wird nun näher mit bezug auf die beigefügte schematische Zeichnung
erläutert, in der
-
Fig. 1 ein schematisches Positionieren eines Verdampfers Zeit, der für mechanische
Dampfkompression verwendet wird, und
-
Fig. 2 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung für einen Verdampfer
veranschaulicht.
-
Fig. 1 veranschaulicht die Konstruktion einer Anlage zum Abscheiden verschmutzter
Flüssigkeiten bei mechanischer Dampfkompression. Somit wird die Anlage gemäß einem
bekannten Prinzip dazu verwendet, einen verschmutzten Flüssigkeitsteil, vorzugsweise
Wasser, abzuscheiden und den verschmutzten Teil aufzukonzentrieren. Der erste
Flüssigkeitsteil, der zu behandeln ist, kann aus Wasser bestehen, kann jedoch auch aus
anderen Flüssigkeiten bestehen, beispielsweise Freon, das mit Öl verschmutzt ist.
-
Die Anlage weist einen Verdampfer 1 auf. An der Oberseite des Verdampfers ist ein
Verteilersystem 2 vorhanden, und am Boden ist ein Kessel oder ein Gefäß 3 vorhanden, das
die verschmutzte Flüssigkeit 4 enthält. Das Gefäß 3 ist mit einer Umwälzpumpe 5 und
einer Rohrleitung 6 verbunden, die die erhitzte und verschmutzte Flüssigkeit 4 zum
Verteilersystem 2 an der Oberseite des Verdampfers pumpt. Des weiteren weist das Gefäß
3 einen Einlass 7 zum Zuführen verschmutzter Flüssigkeiten 4 aus sowie eine Auslassröhre
8 auf, die dazu verwendet wird, den aufkonzentrierten, verschmutzten Teil aus dem Gefäß
3 auszubringen.
-
Ein Dampfauslass 9 ist an der Oberseite des Gefäßes positioniert, der über eine Rohrleitung
10 und einen Kompressor 11 mit einem Wärmetauscher 12 verbunden ist, der im
Verdampfer 1 angeordnet ist. Ein Auslass 13 für Kondensate ist am Boden des
Wärmetauschers 12 positioniert. Eine Vorrichtung 14 ist mit dem Dampfauslass 9 in einer
Position über dem Flüssigkeitsniveau 15, das im Gefäß 3 vorhanden ist, verbunden.
Es ist anzumerken, daß die Zeichnung keine Konstruktion der elektronischen Steuerung der
Vorrichtung veranschaulicht. Jedoch ist ein solches Steuersystem dem Fachmann wohl
bekannt und benötigt deshalb keine detaillierte Erläuterung.
-
Somit wird die verschmutzte Flüssigkeit 4 portionsweise am Einlass 7 zugeführt und wird
über die Auslass-Rohrleitung 8 ausgelassen, nachdem eine Aufkonzentration erfolgt ist.
Das Kondensat oder das Destillat wird über den Auslass 13 abgeleitet.
-
Wenn die verschmutzte Flüssigkeit in das Gefäß 3 gefüllt worden ist, wird die Temperatur
in demselben auf ein Niveau gebracht, das die Bedingung erfüllt, dass die Temperatur und
der Druck direkt unterhalb des Siedepunktes für die Flüssigkeit, die behandelt werden soll,
(das Kondensat) liegt. Somit wird im Fall von Wasser die Temperatur etwa bis auf 100ºC
gebracht. Dies wird mittels Heizelementen (nicht gezeigt) erreicht.
-
Wenn die Temperatur etwa 100ºC erreicht hat, wird der Kompressor 11 gestartet, und
spätestens zu diesem Zeitpunkt wird auch die Umwälzpumpe 5 gestartet. Der Kompressor
11 schafft ein Teilvakuum im Gefäß 3 und treibt dadurch den Dampf, der sich oberhalb der
verschmutzten Flüssigkeit 4 befindet, durch die Vorrichtung 14, worauf der Dampf über
die Rohrleitung 10 zum Kompressor 11 geleitet wird und anschließend in den
Wärmetauscher 12, in dem ein Wärmetausch des Dampfes auf der einen Seite des
Wärmetauschers und der erhitzten, verschmutzten Flüssigkeit 4 auf der anderen Seite des
Wärmetauschers stattfindet. Hierdurch gibt der Dampf, der im Kompressor 11 komprimiert
wurde, seine Energie ab, die auf die umgewälzte verschmutzte Flüssigkeit 4 auf der
anderen Seite des Wärmetauschers übertragen wird. Hierdurch wird die Flüssigkeit, die
behandelt werden soll, verdampft. Durch die Öffnungen 16 tritt dieser Dampf in die
Oberseite des Gefäßes 3 und tritt wiederum durch die Vorrichtung 14, die Rohrleitung 10
und den Kompressor 11 in den Wärmetauscher 12. Während er seine Energie abgibt, wird
der Dampf kondensiert und kann anschließend als Kondensat durch den Auslass 13
entfernt werden.
-
Eine detailliertere Erläuterung der Vorrichtung 14 wird in Verbindung mit Fig. 2 gegeben,
die nur eine einzelne Ausführungsform der Vorrichtung 14 veranschaulicht. Es ist
anzumerken, daß identischen oder entsprechenden Teilen identische Bezugszeichen
gegeben wurden, die deshalb in Verbindung mit Fig. 2 nicht näher erläutert werden.
-
Die Vorrichtung 14 besteht aus einem zylindrischen Netz 17, das an jedem Ende von einer
Scheibe 18, 19 verschlossen ist. Durch eine Welle 20 ist die untere Scheibe 19 mit einem
elektrischen Motor 21 verbunden, der die Vorrichtung 14 drehen kann.
-
Die obere Scheibe 18 weist eine zentrale Dampfentnahmeöffnung 9 auf, durch die der
Dampf 9 in die Rohrleitung 10 entnommen wird, welche mit einem Kompressor 11
verbunden ist, wie dies in Fig. 1 veranschaulicht ist. Ein Entnahmerohr 22 ist um die
Dampfentnahmeöffnung 9 herum positioniert, welches Rohr 22 fest mit der oberen Scheibe
18 verbunden ist. Das Entnahmerohr kann wahlweise durch die obere Scheibe 18
verlaufen, wie dies mittels der durchbrochenen Linie veranschaulicht ist. In dieser Situation
kann die Entnahmenöffnung von einem Ende des Entnahmerohres 22 gebildet werden.
-
Wenn das Entnahmerohr 22 den gesamten Weg durch die Vorrichtung 14 geführt und auch
mit der unteren Scheibe 19 in Bezug auf die Festigkeit der Konstruktion verbunden ist,
kann das Dampfentnahmerohr von einer Öffnung 9' im Umfang des Entnahmerohrs 22
gebildet sein. Das Entnahmerohr 22 ist abdichtend und mittels eines Lagers 23 und einer
Stopfbüchse 24 und einer Dichtung 24 abdichtend und schwenkbar gelagert. Am oberen
Ende ist die Stopfbüchse 24 abdichtend mit der Rohrleitung 10 verbunden.
-
Die Größe der Öffnungen im Netz 17 und die Umfangsgeschwindigkeit, mit der das Netz
17 während der Rotation der Vorrichtung 14 versehen ist, hängen von der Art der
verschmutzten Flüssigkeit 4 ab, die sich im Gefäß 3 befindet, und von der Dampfmenge,
die pro Zeiteinheit entfernt werden soll.
-
Durch Abscheiden der verschmutzten Flüssigkeit 4, was einen Schaumeffekt entweder
während der Aufkonzentration oder bereits von Beginn mit sich bringt, werden
dampfenthaltende Blasen an der Flüssigkeitsoberfläche 15 ausgebildet.
-
Durch Verwenden der Vorrichtung 14 bewirkt die Rotation des Netzes 17 die Zerstörung
jeglicher Blasen, die das Netz erreichen, so daß nur Dampf durch die Öffnungen tritt.
Darüber hinaus wird verhindert, daß Tropfen, die im Gefäß 3 oberhalb der
Flüssigkeitsoberfläche 15 hängen, durch das Netz 17 treten, wenn das Netz mit einer
solchen Anzahl an Umdrehungen rotiert, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Außenseite
des Netzes 17 die Durchtrittsgeschwindigkeit des Dampfes und folglich diejenige der
Tropfendes Schaumes durch die Öffnungen übersteigt. Da die Tropfen daran gehindert
werden, durch die Öffnungen zu treten, wird nur Dampf durch das Netz 17 und über die
Dampfentnahmeöffnung 9 nach außen abgeleitet. Somit ist es möglich, das Mitführen von
Verunreinigungen, beispielsweise Seifen, Öle und dergleichen, während der Entnahme von
Dampf aus dem Gefäß 3 zu vermeiden. Dies eliminiert das Risiko, daß verschmutzte
Substanzen in das Kondensat übergeleitet werden, das über die Rohrleitung 13 entfernt
wird.
-
Die Rotationsgeschwindigkeit, Fläche, Dicke und Feinheit des Netzes 17 legen die
Sicherheit fest, die in Bezug auf das Mitführen von Tropfen erreicht wird, und deshalb
werden diese Parameter auf die Dampfgeschwindigkeit im Entnahmerohr 22 abgestimmt.
Nachstehend wird ein nicht beschränkendes Beispiel der Dimensionierung gegeben, bei
dem der Sicherheitsfaktor von 4,6 ein Ausdruck für das Verhältnis zwischen der
Umfangsgeschwindigkeit des Netzes 17 und der Dampfgeschwindigkeit ist. Der
Sicherheitsfaktor kann zwischen 2 und 10 liegen, liegt jedoch vorzugsweise zwischen 3
und 5.
Beispiel:
-
v = (kap·1,65) / (d·π·h·f·3600)
-
v = (n·d·π/60/sfaktor)
-
1,65 bedeutet, daß 1.65 m³ l Kilogramm wiegt.
Variable Werte:
-
D = 0,095000000
-
f = 0,64000000
-
h = 0,060000000
-
kap = 25,000000
-
n - 925,00000
-
sfaktor = 4,6020063
-
v = 0,99980833
-
Vorstehend wurde nur eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verdampfers
beschrieben. Jedoch kann die Vorrichtung, die Teil des Verdampfers ist, aus anderen
drehbaren Körpern hergestellt sein. So kann die Vorrichtung einen tassenförmigen Körper
aufweisen. Jedoch ist es für jeden Drehkörper wichtig, daß die Öffnungen, durch die der
Dampf in ein inneres Gehäuse 26 eintritt, in einem gewissen Abstand von der
Rotationsachse 27 ausgebildet sind, um die sich der Körper dreht. Hierdurch wird es
ermöglicht, eine kleinere Anzahl von Umdrehungen des Körpers zu verwenden.