DE69321223T2 - Verfahren zur Lackierung von Schiffsrumpfstrukturen oder dergleichen - Google Patents
Verfahren zur Lackierung von Schiffsrumpfstrukturen oder dergleichenInfo
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Description
- Schiffe werden gewöhnlich in mehreren Hauptprozessen, wie sie in Fig. 4 dargestellt sind, gebaut.
- Gemäß Fig. 4 werden für ein Schiff verwendete Stahlplatten (1) einer ersten Oberflächenbehandlung durch Sandstrahlen (2) und dann einem Werkstatt-Grundieranstrich (3) zugeführt. Die Stahlplatten werden zugeschnitten und gebogen (4), und es wird ein Schritt Blockmontage (S) mit Zwischen- und Hauptmontagen durchgeführt. Bei diesem Prozeß werden eine zweite Oberflächenbehandlung, ein Blockanstrich und ein Einheitenanstrich ausgeführt. In einem Schritt Ausrüstungsarbeiten (6) werden eine zweite Oberflächenbehandlung, Innenlackieren und Lackieren der Kielaußenhaut durchgeführt. Danach wird das Schiff vom Stapel gelassen (7).
- Bei Betrachtung der Lackierarbeiten in den vorstehend genannten Hauptprozessen, wird Rostbildung während des Schiffsbauprozesses durch Auftragen einer Werkstattgrundierung (3) auf die gesamte Fläche der Stahlplatten verhindert, und sodann werden im Schritt Blockmontage (5) Lackierarbeiten an Blöcken und Einheiten und im Schritt Ausrüstungsarbeiten (6) eine zweite Oberflächenbehandlung sowie Innenlackieren und Lackieren der Kielaußenhaut ausgeführt.
- Jedoch mußte nach den Schweißoperationen in den Schritten Blockmontage (5) und Ausrüstungsarbeiten (6), die nach der Werkstattgrundierung ausgeführt wurden, die durch das Schneiden und Biegen (4) der Stahlplatten beschädigte Werkstatt-Grundierbeschichtung behandelt werden, und nach dem Schweißen ist lackiert worden. Solche Arbeiten verursachen nicht nur sehr hohe Kosten, sondern sind auch sehr aufwendig und beinhalten Gefahren und Schmutz. Es besteht daher die Meinung, daß die größte Schwierigkeit bei der Sicherung der Arbeitskräfte und bei der Kosteneinsparung in der Verbesserung der Arbeit dieser Art bei zukünftigen Schiffsbauoperationen besteht. Dies gilt außer bei Schiffen auch bei Brücken und Offshore-Strukturen.
- Aus der britischen Patentschrift 1 465 146 sind ein Verfahren zur Beschichtung mit elektrostatischem Pulver für die selektive Musterbeschichtung der Oberfläche einer Stahlplatte und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens bekannt, das die im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Schritte umfaßt. Es umfaßt das gleichmäßige Auftragen von Beschichtungspulvern auf die Oberfläche einer Stahlplatte und das Treffen von Maßnahmen, damit die Beschichtungspulver an der Gegenstandsfläche elektrostatisch anhaften, und das selektive Entfernen der aufgetragenen Pulver von der Fläche in Bereichen, die keine Pulverbeschichtung erfordern, durch Ausüben einer Kraft, die größer als die Haftkraft zwischen den Beschichtungspulvern und der Stahlplattenoberfläche ist. Danach wird die Oberfläche der Stahlplatte erwärmt, um den Beschichtungsfilm in den Flächenbereichen zu bilden, die aufgetragene Pulver aufweisen. Die Beschichtungspulver können gleich mäßig auf die Fläche gestreut und dann mit einer Ladung versehen werden, oder umgekehrt. Die Teile des Pulvers in Bereichen, die keine Beschichtungsbehandlung erfordern, können mit Luft weggeblasen oder angesaugt werden, so daß eine musterähnliche Beschichtung der Oberfläche erhalten werden kann. Dadurch bleiben die Ladungen in den Abschnitten, in denen das Pulver entfernt worden ist, erhalten.
- Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein wirtschaftliches Verfahren zum Lackieren eines Schiffsrumpfblockes o. dgl. zu schaffen, bei dem aufgrund einer Verbesserung der Arbeitsumgebung, der Arbeitssicherheit und Arbeitserleichterung Arbeitsaufwand und Arbeitskräfte eingespart, die Arbeitszeit verkürzt und Kosten verringert werden.
- Die vorstehend genannte Aufgabe wird mit der ersten Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung gelöst, bei der das Lackierverfahren einen Einbrenn-Schritt umfaßt, bei dem elektrostatisches Lackierpulver gleichmäßig auf beide Flächen einer Stahlplatte gestreut wird, die, nachdem sie sandgestrahlt oder gebeizt worden ist, mit einem Werkstatt-Grundieranstrich oder einer Beschichtung durch chemische Umwandlung behandelt wird, die nicht benötigten Teile des auf die Stahlplatte aufgestreuten elektrostatischen Lackierpulvers mit einer Saugdüse mit numerisch gesteuerter Verstellung entfernt werden, und danach das aufgestreute elektrostatische Lackierpulver auf beiden Flächen der Stahlplatte nach dem Hochfrequenz-Einbrennverfahren eingebrannt wird; einen Schritt Zwischenmontageblock, bei dem die eingebrannte Stahlplatte mit numerischer Steuerung in eine vorbestimmte Gestalt zugeschnitten wird und eine zugehörige Stahlplatte an den lackfreien Abschnitt geschweißt wird, um einen Zwischenmontageblock zu bilden, und die sich auszeichnet durch einen Schritt Hauptmontageblock, bei dem eine Vielzahl Zwischenmontageblöcke miteinander verschweißt werden, um einen Hauptmontageblock zu bilden, und durch einen Schritt Integrierter Montageblock, bei dem der Hauptmontageblock eine zweite Oberflächenbehandlung durch Beizen erfährt und danach ein zweiter Anstrich am Hauptmontageblock ausgeführt wird, bevor ein integrierter Montageblock gebildet wird.
- In einer zweiten Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung umfaßt das Lackierverfahren die im unabhängigen Anspruch 2 genannten Schritte, und bei einer dritten Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung umfaßt das Lakkierverfahren für einen Schiffsrumpfblock o. dgl. die im unabhängigen Anspruch 3 genannten Schritte.
- Ferner zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung dadurch aus, daß bei dem Lackierverfahren für einen Schiffsrumpfblock o. dgl. gemäß Anspruch 2 das übriggebliebene elektrostatische Lackierpulver auf dem Stahlbauteil von einer erforderlichen Teilfläche zusätzlich zum Hochfrequenz-Einbrennverfahren nach dem Einbrennverfahren mit Infrarot-Strahlung eingebrannt wird.
- Gemäß der ersten Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung, die im Prozeß A gemäß Fig. 1 dargestellt ist, wird, nachdem eine Stahlplatte von Standard-Abmessungen, nachdem sie sandgestrahlt oder gebeizt worden ist, eine Behandlung durch Werkstatt-Grundieranstrich oder Beschichtung durch chemische Umwandlung erfahren hat, elektrostatisches Lackierpulver gleichmäßig aufgestreut. Sodann wird das elektrostatische Lackierpulver an den Abschnitten, die im nachfolgenden Prozeß getrennt, geschweißt oder zum Biegen mit dem Brenner erwärmt werden, selektiv mit einer Saugdüse mit numerisch gesteuerter Verstellung entfernt. Das elektrostatische Lackierpulver, das auf der Stahlplatte von Standard-Abmessungen zurückbleibt, wird in eine vorbestimmte Gestalt auf der Stahlplatte von Standard-Abmessungen eingebrannt, die mit numerischer Steuerung in eine vorbestimmte Gestalt zugeschnitten und mit einer Teilenummer usw. markiert wird. Nachdem über eine Zwischenmontage eine Hauptmontage erreicht ist, wird eine zweite Oberflächenbehandlung durch Beizen ausgeführt. Bei diesem Prozeß werden die lackfreien Abschnitte durch Beizen gesäubert, und es wird ein Hochleistungs- Lackierung als zweiter Anstrich ausgeführt, bevor eine integrierte Montage durchgeführt wird.
- Gemäß der zweiten Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung, die im Prozeß B gemäß Fig. 1 dargestellt ist, wird eine Stahlplatte, die eine im Anspruch 1 beschriebene Behandlung durch Werkstatt-Grundieranstrich oder Beschichtung durch chemische Umwandlung erfährt, mit numerischer Steuerung zugeschnitten und markiert. Nach dem Zusammenschweißen werden die Oberflächenbehandlung durch Beizen und das Aufstreuen elektrostatischen Lackierpulvers durchgeführt, und danach wird das elektrostatische Lackierpulver an den nicht benötigten Abschnitten mit numerischer Steuerung selektiv entfernt oder, vor dem Auftragen des Pulvers, durch Abdecken. Nach dem Einbrennen gemäß dem Hochfrequenz-Einbrennverfahren wird das geschweißte Bauteil in den Prozeß A an der Zwischenmontage für die nachfolgenden Prozesse eingeschleust. Daher ist diese Ausführungsweise auch für das Zusammenfügen und Lackieren von Profilen und geraden Rohren geeignet.
- Gemäß der dritten Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung, die im Prozeß C gemäß Fig. 1 dargestellt ist, wird eine Stahlplatte, die eine in Anspruch 1 beschriebene Behandlung durch Werkstatt-Grundieranstrich oder Beschichtung durch chemische Umwandlung erfährt, mit numerischer Steuerung zugeschnitten und markiert. Nach dem Zusammenschweißen werden die Oberflächenbehandlung durch Beizen und dann das Aufstreuen von elektrostatischem Lakkierpulver durchgeführt; danach wird das elektrostatische Lackierpulver an den nicht benötigten Abschnitten mit numerischer Steuerung selektiv entfernt oder, vor dem Auftragen des Pulvers, durch Abdecken. Danach wird das geschweißte Bauteil nach dem Verfahren mit Strahlung im fernen oder nahen Infrarot eingebrannt. Diese Arbeitsweise ist daher für das Zusammenfügen und Lackieren von teilmontierten Bauteilen, Ausrüstungen und geformten Rohren geeignet.
- In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1 ein Flußdiagramm für den gesamten Prozeß einer erfindungsgemäßen Ausführungsweise,
- Fig. 2 ein Blockschaltbild mit der Darstellung des Prozesses A gemäß Fig. 1,
- Fig. 3 ein Temperaturverteilungsdiagramm für Stahlplatte und Lackbeschichtung beim Einbrennen mit Hochfrequenz oder mit Strahlung im fernen/nahen Infrarot gemäß Fig. 1, und
- Fig. 4 ein Blockschaltbild mit der Darstellung des herkömmlichen Verfahrens für den Schiffsbau.
- Eine Ausführungsweise der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Fig. 1 Zeit ein Flußdiagramm für den gesamten Prozeß der Ausführungsweise, und Fig. 2 zeigt ein Blockschaltbild mit der Darstellung des Prozesses A gemäß Fig. 1.
- Gemäß Fig. 1 umfaßt die vorliegende Erfindung einen in der linken Hälfte der Figur dargestellten Prozeß einer Stahlplatten-Vorbeschichtung mit numerischer Steuerung einer Stahlplatte an unlackierten Abschnitten, einen Blockanstrich-Prozeß in der oberen rechten Hälfte, und einen Liegeplatz-Anstrich-Prozeß in der unteren rechten Hälfte. Der Prozeß A bezieht sich auf das in Anspruch 1 beschriebene Verfahren, der Prozeß B auf das in Anspruch 2 und der Prozeß C auf das in Anspruch 3 beschriebene. Der Liegeplatz-Anstrich-Prozeß ist im übrigen der Öffentlichkeit bekannt.
- Der Prozeß A ist der Grundprozeß. Eine Stahlplatte 1 von Standard-Abmessungen, die sandgestrahlt oder gebeizt worden ist, erfährt eine Behandlung 1a durch Werkstatt- Grundieranstrich oder Beschichtung durch chemische Umwandlung. Sodann wird elektrostatisches Lackierpulver 2 gleichmäßig auf die gesamte Fläche der Platte gestreut. Das elektrostatische Lackierpulver, das auf die Abschnitte aufgebracht worden ist, die zugeschnitten, geschweißt oder zum Biegen im nachfolgenden Prozeß mit einem Brenner erwärmt werden, wird mit einer numerisch gesteuerten Saugdüse 3 selektiv entfernt, das heißt, es werden lackfreie Abschnitte 4 gebildet. Das auf der Stahlplatte von Standard-Abmessungen übriggebliebene elektrostatische Lackierpulver wird in eine vorbestimmte Gestalt 7 auf der Stahlplatte durch Hochfrequenz-Einbrennen 6 eingebrannt. Die Stahlplatte wird mit einer numerisch gesteuerten Schneidvorrichtung 8 in eine vorbestimmte Gestalt 7 zugeschnitten und mit numerischer Steuerung mit einer Teilenummer usw. markiert. Danach werden eine Zwischenmontage 9 und eine Hauptmontage 10 durchgeführt. Nach Beendigung der Hauptmontage wird noch eine zweite Oberflächenvorbereitung 11 durch Beizen vorgenommen, bei der die lackfreien Abschnitte 4 durch Beizen gesäubert werden. Danach wird als zweiter Anstrich 12 eine Hochleistungs-Lackierung durchgeführt, bevor eine integrierte Montage 13 ausgeführt wird. Nach Beendigung der integrierten Montage 13 wird der Block in üblicher Weise auf einem Liegeplatz 14 aufgestellt. Danach werden der gemeinsame Blockanstrich und der Fertiganstrich nach herkömmlichen Verfahren ausgeführt. Somit wird das Schiff fertiggestellt und übergeben.
- Dieser Grundprozeß A erbringt die nachstehend genannten Wirkungen durch den Prozeß, bei dem elektrostatisches Lackierpulver 2 aufgestreut wird und nicht benötigtes Pulver mit numerischer Steuerung entfernt wird, d. h. durch Bilden lackfreier Abschnitte 4 auf beiden Flächen.
- (1) Das herkömmliche Bild, daß Lackierarbeiten schmutzig, schwer und ungesund sind, kann beseitigt werden.
- 2) Die Anwendung der numerischen Steuerung bietet eine Vollmechanisierung der Lackierarbeiten, aus der sich bedeutende Einsparungen an Arbeitsaufwand und Arbeitskräften ergeben.
- 3) Es wird ein lösungsmittelfreies System angewandt, und mehr als 90% des elektrostatischen Lackierpulvers werden zur Wiederverwendung zurückgewonnen. Die Vergeudung von Lackierpulver ist daher fast beseitigt.
- Das Hochfrequenz-Einbrennen 6 des elektrostatischen Lakkierpulvers 2 erbringt die nachstehend genannten Wirkungen:
- 1) Die Vollmechanisierung bietet bedeutende Einsparungen an Arbeitsaufwand und Arbeitskräften.
- 2) Die Verwendung eines Hochleistungs-Lacks, z. B. Epoxyharzlack, verbessert die Güte der Lackbeschichtung.
- 3) Gemäß dem Hochfrequenz-Einbrennen geht die Erwärmung, wie in Fig. 3(A) mit durchgezogener Linie dargestellt, von der Fläche der Stahlplatte, d. h. von der Rückseite der Beschichtung aus; daher kann die einzubrennende Fläche der Stahlplatte hauptsächlich durch Skineffekt erwärmt werden. Folglich enthält der Pulveranstrich keine Luftblasen, und durch die hohe Temperatur und die Kürze des Einbrennens wird auch Energie eingespart.
- Ferner ist bei der Zwischenmontage 9 und der Hauptmontage 10 die Lackbeschichtung während des numerisch gesteuerten Zuschneidens, Zusammenbauens und Schweißens einer mechanischen Beschädigung weniger stark ausgesetzt.
- Das Hochfrequenz-Einbrennen spart wegen des kurzzeitigen Erwärmens Energie ein. Jedoch kann gelegentlich ein gleichmäßiges Erwärmen in der Richtung der Dicke wegen der in Fig. 3(A) dargestellten Temperaturverteilung nicht erreicht werden, wenn ein dicker Lackfilm in sehr kurzer Zeit erwärmt wird, weil die Rückseite der Beschichtung erwärmt wird. Bei einer Erwärmung mit Strahlung im fernen Infrarot wird die Beschichtung von der Oberseite her erwärmt, so daß die Temperaturverteilung die in Fig. 3(B) dargestellte ist. Daher kann durch Kombinieren des Hoch frequenz-Einbrennens mit der Erwärmung durch Strahlung im fernen Infrarot die in Fig. 3(C) dargestellte Temperaturverteilung erreicht, dadurch eine Erwärmung ausgeführt werden, die in der Richtung der Filmdicke gleichmäßig ist.
- Ferner erbringt die zweite Oberflächenbehandlung durch Beizen die nachstehend angegebenen Wirkungen:
- 1) Die Vollmechanisierung bietet bedeutende Einsparungen an Arbeitskräften.
- 2) Durch Beizen können die lackfreien Abschnitte bei geringen Kosten behandelt werden, und der Prozentsatz der Säurerückgewinnung beträgt 90% oder mehr.
- 3) Die Oberflächenbehandlung durch Beizen verbessert die Güte in hohem Maße.
- Schließlich erbringt der zweite Anstrich die nachstehend angegebenen Wirkungen:
- 1) Weil die zu lackierenden Bereiche auf lineare Form beschränkt sind, ist es relativ einfach, durch den Einsatz von Robotern den Arbeitsaufwand zu verringern.
- 2) Das System der Kaltschnelltrocknung verkürzt den Anstrichprozeß.
- 3) Die Verwendung von Hochleistungslack, z. B. Urethanharzlack, verbessert die Güte der Lackbeschichtung.
- Die Blöcke der Zwischenmontage, die von ziemlich komplizierter Gestalt und Konstruktion sind, werden im Prozeß B gemäß Fig. 1 lackiert. Die Stahlplatte, die in der Anfangsphase des Prozesses A eine Behandlung 1a durch Werkstatt-Grundieranstrich oder Beschichtung durch chemische Umwandlung erfährt, wird mit numerischer Steuerung zugeschnitten 8 und auf jedem Teil mit einer Teilenummer markiert. Nach Beendigung einer Schweißmontage 15 wird eine Oberflächenbehandlung 16 durch Beizen durchgeführt, und es wird elektrostatisches Lackierpulver 2 aufgestreut. Danach wird das selektive Entfernen 3 des elektrostatischen Lackierpulvers an den nicht benötigten Abschnitten mit numerischer Steuerung oder, vor dem Aufbringen des Pulvers, durch Abdecken durchgeführt. Das Einbrennen erfolgt durch Hochfrequenz-Einbrennen 6, und das teilmontierte Bauteil wird in den vorstehend genannten Prozeß A an der Zwischenmontage 9 zur weiteren Verarbeitung eingeschleust.
- Der Prozeß B ist daher für die Montage und das Lackieren von Profilen, geraden Rohren usw. geeignet. In diesem Falle können anstelle des Hochfrequenz-Einbrennens 6 ein Wärmeeinbrennen 17 vor dem Lackieren oder eine Fließbett- Lackierung mit Beschichtungspulver 18 ausgeführt werden.
- Beim Erwärmen vor dem Lackieren wird der zu lackierende Gegenstand vor dem Lackieren erwärmt, und der Lackfilm kann durch Aufsprühen von Lack nach dem elektrostatischen Verfahren oder nach dem Fließbett-Beschichtungs-Verfahren (Eintauchen in durch Luft verwirbelten Lack) gebildet werden. In diesem Falle werden die lackfreien Abschnitte abgedeckt oder nach der Filmbildung entfernt. Wenn keine Vollhärtung durchgeführt wird, wird anschließend eine weitere Erwärmung vorgenommen.
- Teilmontierte Bauteile u. dgl. werden nach dem Prozeß C gemäß Fig. 1 behandelt. Die Stahlplatte, die in der Anfangsphase des Prozesses A eine Behandlung 1a durch Werkstatt-Grundieranstrich oder Beschichtung durch chemische Umwandlung erfährt, wird mit numerischer Steuerung zugeschnitten 8 und auf jedem Teil mit einer Teilenummer markiert. Nach Beendigung der Schweißmontage 15 wird eine Oberflächenbehandlung 16 durch Beizen ausgeführt, und es wird elektrostatisches Lackierpulver aufgestreut. Nach selektiver Entfernung 4 des elektrostatischen Lackierpulvers mit numerischer Steuerung an den nicht benötigten Abschnitten oder, vor dem Auftragen des Pulvers, durch Abdecken, wird ein Einbrennen 19 mit Strahlung im fernen Infrarot ausgeführt.
- Weil die Lackbeschichtung beim Einbrennen mit Strahlung im fernen oder nahen Infrarot umfassend erwärmt wird, können Gegenstände von ziemlich komplizierter Gestalt wirkungsvoll eingebrannt werden.
- Daher ist der Prozeß C für die Montage und die Lackierung nicht nur von teilmontierten Bauteilen, sondern auch von Ausrüstungen und geformten Rohren geeignet. In diesem Falle können anstelle des Einbrennens mit Strahlung im fernen/nahen Infrarot Wärme-Einbrennen 17 vor dem Lackie ren oder Fließbett-Lackierung mit Beschichtungspulver 18 ausgeführt werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Lackieren eines Schiffsrumpfblocks
o. dgl., mit den nachstehend genannten Schritten:
ein Schritt Einbrennen, bei dem elektrostatisches
Lackierpulver (2) auf beide Flächen einer Stahlplatte (1)
gleichmäßig gestreut wird, die, nachdem sie sandgestrahlt
oder gebeizt worden ist, eine Behandlung durch Werkstatt-
Grundieranstrich oder Beschichtung durch chemische
Umwandlung erfahren hat,
jeder nicht benötigte Teil des auf die Stahlplatte
gestreuten elektrostatischen Lackierpulvers mit einer
numerisch gesteuerten Saugdüse (3) entfernt wird, und
danach das auf beide Flächen der Stahlplatte gestreute
elektrostatische Pulver (S) nach einem Hochfrequenz-
Einbrennverfahren (6) eingebrannt wird, und
ein Schritt Zwischenmontageblock, bei dem die
eingebrannte Stahlplatte (1) mit numerischer Steuerung in eine
vorbestimmte Gestalt (7) zugeschnitten wird und eine
zugehörige Stahlplatte an den lackfreien Abschnitt (4) der
zugeschnittenen Stahlplatte geschweißt wird, um einen
Zwischenmontageblock (9) zu bilden,
gekennzeichnet durch
ein Schritt Hauptmontageblock, bei dem eine Vielzahl
Zwischenmontageblöcke (9) zusammengeschweißt werden, um
einen Hauptmontageblock (10) zu bilden, und
ein Schritt Integrierter Montageblock, bei dem der
Hauptmontageblock (10) eine zweite Oberflächenbehandlung
(11) durch Beizen und danach eine zweite Lackierung (12)
erfährt, bevor ein integrierter Montageblock (13)
gebildet wird.
2. Verfahren zum Lackieren eines Schiffsrumpfblocks
o. dgl., mit den nachstehend genannten Schritten:
ein Schritt Schweißmontage, bei dem ein Stahlbauteil
von erforderlicher Teilfläche durch zweckdienliches
Zusammenfügen einer Vielzahl mit numerischer Steuerung
zugeschnittener und markierter, streifenförmiger
Stahlplatten gebildet wird, wobei die streifenförmigen
Stahlplatten von einer Stahlplatte abgeschnitten werden, die,
nachdem sie sandgestrahlt oder gebeizt worden ist, eine
Behandlung durch Werkstatt-Grundieranstrich oder
Beschichtung durch chemische Umwandlung erfahren hat,
ein Schritt Bestreuung mit einem elektrostatischen
Lackierpulver, bei dem das Stahlbauteil von
erforderlicher Teilfläche eine Oberflächenbehandlung durch Beizen
erfährt und danach elektrostatisches Lackierpulver auf
die gesamte Fläche des Stahlbauteils gleichmäßig
aufgestreut wird,
ein Schritt Bildung eines lackfreien Abschnitts, bei
dem jeder nicht benötigte Teil des elektrostatischen
Lakkierpulvers auf dem Stahlbauteil von erforderlicher
Teilfläche mit einer numerisch gesteuerten Saugdüse (3)
entfernt wird, oder ein unlackierter Abschnitt (4) auf
dem Stahlbauteil durch Abdecken belassen wird,
ein Schritt Einbrennen, bei dem das auf dem
Stahlbauteil von erforderlicher Teilfläche übriggebliebene
elektrostatische Lackierpulver (5) durch Hochfrequenz-
Einbrennen oder durch Wärmeeinbrennen vor dem Anstrich
eingebrannt wird,
ein weiterer Schweißschritt, bei dem eine zugehörige
Stahlplatte an den genannten lackfreien Abschnitt des
Stahlbauteils geschweißt wird, um einen
Zwischenmontageblock (9) zu bilden,
Zusammenschweißen einer Vielzahl
Zwischenmontageblöcke (9), um einen Hauptmontageblock (10) zu bilden,
Behandeln des Hauptmontageblocks (10) mit einer
zweiten Oberflächenbehandlung (11) durch Beizen, und
danach Ausführen einer zweiten Lackierung (12) am
Hauptmontageblock, um einen integrierten Montageblock
(13) zu bilden.
3. Verfahren zum Lackieren eines Schiffsrumpfblocks
o. dgl., mit den nachstehend genannten Schritten:
ein Schritt Schweißmontage, bei dem ein Stahlbauteil
von erforderlicher Teilfläche durch zweckdienliches
Zusammenfügen einer Vielzahl mit numerischer Steuerung
zugeschnittener und markierter, streifenförmiger
Stahlplatten gebildet wird, wobei die streifenförmigen
Stahlplatten von einer Stahlplatte abgeschnitten werden, die,
nachdem sie sandgestrahlt oder gebeizt worden ist, eine
Behandlung durch Werkstatt-Grundieranstrich oder
Beschichtung durch chemische Umwandlung erfahren hat,
ein Schritt Bestreuung mit einem elektrostatischen
Lackierpulver, bei dem das Stahlbauteil von
erforderlicher Teilfläche eine Oberflächenbehandlung durch Beizen
erfährt und danach elektrostatisches Lackierpulver auf
die gesamte Fläche des Stahlbauteils gleichmäßig
aufgestreut wird,
ein Schritt Bilden eines lackfreien Abschnitts, bei
dem jeder nicht benötigte Teil des elektrostatischen
Lak
kierpulvers auf dem Stahlbauteil von erforderlicher
Teilfläche mit einer numerisch gesteuerten Saugdüse (3)
entfernt wird oder ein unlackierter Abschnitt (4) auf dem
Stahlbauteil durch Abdecken belassen wird,
ein Schritt Einbrennen, bei dem das übriggebliebene
elektrostatische Lackierpulver (S) auf dem Stahlbauteil
von erforderlicher Teilfläche durch Einbrennen mit
Strahlung im fernen oder nahen Infrarot eingebrannt wird,
ein weiterer Schritt Schweißen, bei dem eine
zugehörige Stahlplatte an den genannten lackfreien Abschnitt
des Stahlbauteils geschweißt wird, um einen
Zwischenmontageblock (9) zu bilden,
Zusammenschweißen einer Vielzahl
Zwischenmontageblöcke (9), um einen Hauptmontageblock (10) zu bilden,
Behandeln des Hauptmontageblocks (10) mit einer
zweiten Oberflächenbehandlung durch Beizen, und
danach Ausführen einer zweiten Lackierung (12) am
Hauptmontageblock, um einen integrierten Montageblock
(13) zu bilden.
4. Verfahren zum Lackieren eines Schiffsrumpfblocks
o. dgl. nach Anspruch 2, bei dem das auf dem Stahlbauteil
von erforderlicher Teilfläche übriggebliebene
elektrostatische Lackierpulver zusätzlich zum
Hochfrequenz-Einbrennen durch Einbrennen mit Infrarotstrahlung eingebrannt
wird.
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