[go: up one dir, main page]

DE69315193T2 - Industrielles Mikrobizid und Verfahren zum Abtöten von Mikroben zur industriellen Verwendung - Google Patents

Industrielles Mikrobizid und Verfahren zum Abtöten von Mikroben zur industriellen Verwendung

Info

Publication number
DE69315193T2
DE69315193T2 DE1993615193 DE69315193T DE69315193T2 DE 69315193 T2 DE69315193 T2 DE 69315193T2 DE 1993615193 DE1993615193 DE 1993615193 DE 69315193 T DE69315193 T DE 69315193T DE 69315193 T2 DE69315193 T2 DE 69315193T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
industrial
nitro
dibromo
bromo
chlorobenzaldoxime
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE1993615193
Other languages
English (en)
Other versions
DE69315193D1 (de
Inventor
Hidenori Hirashima
Yoshimasa Yamada
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Katayama Chemical Inc
Original Assignee
Katayama Chemical Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Katayama Chemical Inc filed Critical Katayama Chemical Inc
Priority claimed from EP93610021A external-priority patent/EP0615688B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE69315193D1 publication Critical patent/DE69315193D1/de
Publication of DE69315193T2 publication Critical patent/DE69315193T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

    HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung
  • Die Erfindung betrifft ein industrielles Mikrobizid und ein Verfahren zum Abtöten von Mikroben für die industrielle Verwendung. Sie betrifft insbesondere ein industrielles Mikrobizid und ein Verfahren zur Abtötung von Mikroben zur industriellen Verwendung für antiseptisches oder mikrobizides Papierherstellungswasser in der Papier-/Pulpen- Industrie, für Kühlwasser und Waschwasser verschiedener Industrien, für Schwerölschlämine, Schneidflüssigkeiten, Textilöle, Anstrichirtittel, Papierbeschichtungsflüssigkeiten, Latices und Schlichtungsmittel.
  • 2. Beschreibung des Standes der Technik
  • Schleime, die bedingt durch das Wachstum von Bakterien und/oder Fungi in Kühlwasser und Prozeßwasser der Papier- /Pulpenindustrie oder verschiedener Industrien gebildet werden, verschlechtern die Qualität von Produkten und die Effizienz der Herstellung. Bei verschiedenen industriellen Produkten, wie bei Schwerölschlämmen, Schneidflüssigkeiten, Textilölen, Anstrichinitteln, verschiedenen Latices und Schlichtungsmitteln, findet ein Faulen und eine Kontamination, bedingt durch das Wachstum von Bakterien und/oder Fungi statt, wodurch ihr Wert verringert wird.
  • Zur Verhinderung dieser Schwierigkeiten, die durch Mikroorganismen verursacht werden, wurden viele Mikrobizide verwendet. Zu diesem Zweck wurden in der Vergangenheit quecksilberorganische Verbindungen und chlorierte Phenole verwendet. Die Verwendung dieser Verbindungen wird jedoch reguliert, da sie gegenüber dem menschlichen Körper, Fisch und Schellfisch eine starke Toxizität besitzen und eine Verschmutzung der Umgebung verursachen können.
  • Später wurden Organostickstoff-Schwefelverbindungen, organische Halogenidverbindungen und organische Schwefelverbindungen, die eine relativ niedrige Toxizität besitzen, praktisch verwendet [vergleiche BOKIN-BOKABI-JITEN (Dictionary of Antibacterial and Antifungal Agent), publiziert von Antibacterial and Antifungal Society, 1986; Japanische offengelegte Patentpublikationen Nrn. (HEI) 3- 170404/1991, 3-83902/1991 und 3-167101/1991].
  • Als Beispiele dieses Typs von Mikrobiziden sind α-Chlor-Oacylbenzaldoxime, die sich von α-Chlorbenzaldoxim und α- Chlorchlorbenzaldoximen ableiten, bekannt (vergleiche Japanische offengelegte Patentpublikationen Nrn. (SHO) 50- 158844/1975, 54-36647/1979 und 51-33171/1976).
  • Es ist jedoch nicht bekannt, daß ein α-Chlorbenzaldoxim selbst eine potente mikrobizide Eigenschaft in industriellen Medien aufweist.
  • Die bekannten organischen Mikrobizide und die obigen Mikrobizide zeigen eine wirksame mikrobizide Wirkung, wenn sie in nichtreduzierenden industriellen Medien verwendet werden. Wenn jedoch die bekannten organischen Mikrobizide in Anwesenheit eines Reduktionsmittels, wie Sulfitionen, verwendet werden, wird die mikrobizide Aktivität signifikant verringert, wodurch die oben erwähnten Probleme nicht gelöst werden können.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein industrielles Mikrobizid, das α-Chlorbenzaldoxim als aktiven Bestandteil enthält.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Abtötung von Mikroben für die industrielle Verwendung durch Zugabe von α-Chlorbenzaldoxim und bekannter industrieller mikrobizider Bestandteile gleichzeitig oder getrennt.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Figur 1 ist ein Diagramm, in dem die mikrobizide Wirkung gemäß Testbeispiel 2 dargestellt ist.
  • BEVORZUGTE ERFINDUNGSGEMÄSSE AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein industrielles Mikrobizid, das α-Chlorbenzaldoxim als aktiven Bestandteil enthält.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der Tatsache, daß α- Chlorbenzaldoxim selbst, welches ein Zwischenprodukt der bekannten Benzaldoximderivat-Mikrobizide ist, eine bemerkenswerte und signifikante mikrobizide Wirkung bei reduktiven Bedingungen zeigt und als Mikrobizid wirksamer als die bekannten Benzaldoxime verwendet werden kann.
  • α-Chlorbenzaldoxim besitzt die Formel (I) wie folgt.
  • Das erfindungsgemäße Mikrobizid wird bevorzugt als flüssiges Präparat formuliert. Als verdünnungsmittel oder Träger für die Zubereitung sind allgemeine organische Lösungsmittel nützlich. Insbesondere sind hydrophile organische Lösungsmittel bevorzugt, wenn das Mikrobizid für verschiedene Wassersysteme, wie für Prozeßwasser bei der Papierherstellung, Papierbeschichtungsflüssigkeit, und beim Schlichten in der Papier-/Pulpenindustrie verwendet wird. Beispiele hydrophiler organischer Lösungsmittel umfassen Diethylenglykol, Polyethylenglykol, Propylencarbonat und Dimethylglutarat. Der oben erwähnte Bestandteil kann rein oder zusammen mit einem üblichen geeigneten festen Träger oder Verdünnungsmittel verwendet werden.
  • Das erfindungsgemäß verwendete Mikrobizid zeigt eine signifikante mikrobizide Wirkung bei der Verwendung in einem Medium in verschiedenen industriellen Systemen, insbesondere ist es als Mikrobizid bei dem oben erwähnten Papierherstellungswasser, für die Papierbeschichtungslösung, bei der Schlichtung usw. nützlich. Insbesondere kann eine ausgezeichnete mikrobizide Wirkung in einem industriellem Medium, welches Reduktionsmittel in einer Menge, die gleich oder größer ist als 5 mg/l, ausgedrückt als Sulfitionen, enthält, beispielsweise bei dem Papierherstellungs-Prozeßwasser, welches entfärbte Pulpe (DIP, von deinked pulp) enthält, erhalten werden.
  • Die geeignete Menge an aktivem Bestandteil, die zu dem industriellen Medium zugegeben wird, hängt von den Bedingungen des Mediums ab. Im allgemeinen wird die Verbindung der Formel (I) bevorzugt in einer Menge von etwa 0,5 bis 50 mg/l verwendet.
  • Weiter können einige Additive (beispielsweise oberflächenaktive Mittel und lösliche Polymere zur Verbesserung der Stabilität in der Dispersionsflüssigkeit) zugegeben werden, wenn die Wirkung der vorliegenden Erfindung nicht verringert wird. Andere bekannte industrielle mikrobizide Bestandteile können ebenfalls mit eingeschlossen sein.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls ein industrielles Mikrobizid, enthaltend α-Chlorbenzaldoxim und einen bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteil. Die gemeinsame Verwendung ist wirksam, um das antibakterielle Spektrum auszudehnen, und eine additive oder synergistische Wirkung der antibakteriellen Aktivität zu erhalten.
  • Die bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteile umfassen organische Stickstoff-Schwefelverbindungen, organische Bromverbindungen, organische Stickstoffverbindunqen, organische Schwefelverbindungen und andere bekannte industrielle Bestandteile.
  • Beispiele für organische Stickstoff-Schwefelverbindungen umfassen Methylenbis(thiocyanat), 3-Isothiazolonverbindungen, wie 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on, 2-Methyl-4- isothiazolin-3-on, 4,5-Dichlor-2-n-octylisothiazolin-3-on, 2-n-Octylisothiazolin-3-on und 1,2-Benzisothiazolin-3-on; Dithiocarbamate, wie Ammonium-N-methyldithiocarbamat, Natrium-N-methyldithiocarbamat, Natriumdimethyldithiocarbamat, Ethylenthiurammonosulfid, Dinatriumethylenbis(dithiocarbamat) und Manganethylenbisdithiocarbamat; Sulfonamide, wie Chloramin T und N,N-Dimethyl-N'- (fluordichlormethylthio)-N'-phenylsulfamid; Thiazolverbindungen, wie 2-(4-Thiocyanomethylthio)benzothiazol und Natriumbenzothiazol-2-thiolat. S-Triazinverbindungen, wie Hexahydro-1,3,5-tris-(2-ethyl)-S-triazin oder Hexahydro- 1,3,5-tris-(2-hydroxyethyl)-5-triazin; N-(Fluordichlormethylthio)-phthalimid, 3,5-Dimethyl-1,3,5-2H-tetrahydrothiazin-2-thion; und Dithio-2,2'-bis-(benzylamid).
  • Beispiele für organische Bromverbindungen umfassen organische Bromcyanoverbindungen, wie 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid und 2-Brom-2-brommethylglutaronitril; organobromnitroverbindungen, wie 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-propanol, 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-acetoxyethan, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-acetoxypropan, 2-Brom-2-nitro-1,3-diacetoxypropan, Tribromnitroethan, β-Brom-β-nitrostyrol, 5-Brom-5-nitro- 1,3-dioxan und 5-Brom-5-methyl-5-nitro-1,3-dioxan; Bromessigsäureester oder Amide davon, wie 1,2-Bis(bromacetoxy)ethan, 1,2-Bis(bromacetoxy)propan, 1,4-Bis(bromacetoxy)-2-buten, Methylenbis(bromacetat), Benzylbromacetat, N-Bromacetamid und 2-Bromacetamid; 2-Brom-4'- hydroxyacetophenon; 2,5-Dichlor-4-bromphenol; 2,4,6-Tribromphenol; α-Bromcinnamaldehyd, Bistribrommethylsulfon; 2-Hydroxyethyl-2,3-dibrompropionat.
  • Beispiele für Organostickstoffverbindungen umfassen N-(4- Dihydroxy)-α-oxobenzolethanimidoylchlorid; chlorierte Isocyanursäureverbindungen, wie Natriumdichlorisocyanurat und Trichlorisocyanursäure; quaternäre Ammoniumverbindungen, wie Dequaliniumchlorid, Laurylisochinoliumbromid und Benzalkoniumchlorid, Carbamidsäuren oder Ester davon, wie Methyl-2-benzimidazolcarbamat und 3-Iod-2-propargylbultylcarbamat; Imidazole, wie 1-[2-(2,4-Dichlorphenyl)]-2'- [(2,4-dichlorphenyl)methoxy]ethyl-3-(2-phenylethyl)-1H- imidazoliumchlorid und 1-[2-(2,4-Dichlorphenyl)-2-(2-propenyloxy)ethyl]-1H-imidazol; Amide, wie 2-(2-Furyl)-3-(5- nitro-2-furyl)acrylamid und 2-Chloracetamid; Aminoalkohole, wie N-(2-Hydroxypropyl)aminomethanol und 2-(Hydroxymethylamino)ethanol; mono- oder dihalogenierte Glyoxime, wie Monochlorglyoxim, Monobromglyoxim, Monofluorglyoxim, Monoiodglyoxim, Dichlorglyoxim, Dibromglyoxim, Difluorglyoxim und Diiodglyoxim; Natriumsalz von 2-Pyridinthiol- 1-oxid, 2,4,5,6-Tetrachlorisophthalonitril; N-(2-Methyl-1- naphthyl)maleimid und Polyoxyethylen(dimethylimino)ethylen(dimethylimino)ethylen-dichlorid].
  • Beispiele für organische Schwefelverbindungen umfassen 4,5-Dichlor-1,2-dithiol-3-on, 3,3,4,4-Tetrachlortetrahydrothiophen-1,1-dioxid, Dithio-2,2'-bis-(1-benzmethylamid), 2-Hydroxypropylmethanthiosulfonat; und Ethylenthiurammonosulfid.
  • Die anderen bekannten mikrobiziden Bestandteile umfassen 3-Acetoxy-1,1,2-triiod-1-propen, Glutarsäuredialdehyd; Dichlorphen, Wasserstoffperoxid und Maleinsäureanhydrid.
  • Im Hinblick auf die synergistische Wirkung, die die gemeinsame Verwendung mit α-Chlorbenzaldoxim zeigt, werden bevorzugte Verbindungen unter den bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteilen, die im folgenden beschrieben werden, ausgewählt.
  • Als Organostickstoff-Schwefelverbindungen sind Methylenbis(thiocyanat), und 3-Isothiazolinverbindungen, wie 5- Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on, 2-Methyl-4-isothiazolin-3-on, 4,5-Dichlor-2-n-octylisothiazolin-3-on, 2-n- Octylisothiazolin-3-on und 1,2-Benzisothiazolin-3-on bevorzugt. Bevorzugter sind Methylenbis(thiocyanat), 5- Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on und 4,5-Dichlor-2-n- octylisothiazolin-3-on, die eine signifikante synergistische Wirkung zeigen.
  • Als organische Bromverbindungen sind die folgenden Verbindungen bevorzugt. Organische Bromcyanoverbindungen, wie 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid und 2-Brom-2-brommethylglutaronitril; organische Bromnitroverbindungen, wie 2- Brom-2-nitropropan-1,3-diol, 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-propanol, 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-acetoxyethan, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-acetoxypropan, 2-Brom-2-nitro-1,3-diacetoxypropan, Tribromnitromethan, β-Brom-β-nitrostyrol, 5-Brom-5-nitro- 1,3-dioxan und 5-Brom-2-methyl-5-nitro-1,3-dioxan; organische Bromessigsäureester oder Amide davon, wie 1,2- Bis-(bromacetoxy)ethan, 1,2-Bis(bromacetoxy)propan, 1,4- Bis-(bromacetoxy)-2-buten, Methylenbis (bromacetat), Benzylbromacetat, N-Bromacetamid und 2-Bromacetamid. Bevorzugter sind 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid, 2-Brom-2- brommethyl-glutaronitril, 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol, 2- Brom-2-nitro-1,3-diacetoxypropan, 1,2-Bis-(bromacetoxy)ethan, 1,2-Bis(bromacetoxy) propan, 1,4-Bis-(bromacetoxy)- 2-buten und N-Bromacetamid, die eine signifikante synergistische Wirkung zeigen.
  • Als organische Stickstoffverbindungen zeigen N-(4-Dihydroxy)-α-oxobenzolethanimidoylchlorid, Monochlorglyoxim und Dichlorglyoxim eine signifikante synergistische Wirkung.
  • Als organische Schwefelverbindungen zeigen 4,5-Dichlor-1,2-dithiol-3-on und 3,3,4,4-Tetrachlortetrahydrothiophen- 1,1-dioxid eine signifikante synergistische Wirkung.
  • Das Mischverhältnis von α-Chlorbenzaldoxim und den bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteilen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, um eine signifikante synergistische Wirkung zu erhalten, ist geeigneterweise 50:1 bis 1:20 (ausgedrückt durch das Gewicht), bevorzugter 20:1 bis 1:10.
  • Es können weiterhin zwei oder mehrere der bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteile in Kombination verwendet werden.
  • Wenn α-Chlorbenzaldoxim und bekannte industrielle mikrobizide Bestandteile kombiniert werden, ist es bevorzugt, sie in Form eines flüssigen Einkomponentenpräparats zu formulieren.
  • Zur Herstellung eines flüssigen Einkomponentenpräparats werden üblicherweise organische Lösungsmittel und Dispersionsmittel verwendet. Wenn die Zubereitung in einem industriellen Wassersystem verwendet werden soll, wie bei dem Papierherstellungs-Prozeßwasser und industriellem Kühlwasser, wird das Präparat bevorzugt unter Verwendung von Wasser oder hydrophiler organischer Lösungsmittel und/oder Dispersionsmittel hergestellt, um die Löslichkeit und Dispersionsfähigkeit der aktiven Bestandteile in Wasser sicherzustellen. Für industrielle mikrobizide Produkte, die α-Chlorbenzaldoxim enthalten mit guter Lagerungsstabilität während langer Zeit, werden die flüssigen Präparate bevorzugt mit hydrophilen organischen Lösungsmitteln und/oder nichtionischen grenzflächenaktiven Mitteln hergestellt. Beispiele von solchen hydrophilen organischen Lösungsmitteln sind Amide wie Dimethylformamid; Glykole, wie Ethylenglykol, Propylenglykol, Diethylenglykol und Dipropylenglykol; Glykolether, wie Methylcellosolve, Phenylcellosolve, Diethylenglykolmonomethylether, Dipropylenglykolmonoethylether und Tripropylenglykolmonomethylether; Alkohole mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen; Ester, wie Methylacetat, Ethylacetat, 3-Methoxydibutylacetat, 2-Ethoxymethylacetat, 2-Ethoxyethylacetat und Propylencarbonat.
  • Die geeigneten Dispersionsmittel umfassen kationische, anionische, nichtionische und amphotere grenzflächenaktive Mittel. Ein bevorzugtes grenzflächenaktives Mittel ist ein nichtionisches grenzflächenaktives Mittel wegen seiner Stabilität für die Rezepturen.
  • Die nichtionischen grenzflächenaktiven Mittel umfassen höhere Alkohol-Ethylenoxidaddukte (im folgenden wird Ethylenoxid als E.O. bezeichnet), Alkylphenol-E.O.-Addukte, Fettsäure-E.O.-Addukte, Fettsäure-mehrwertige Alkoholester-E.O.-Addukte, höhere Alkylamin-E.O.-Addukte, Fettsäureamid-E.O.-Addukte, Fett- und Öl-E.O.-Addukte, Propylenoxid (im folgenden als P.O. bezeichnet)-E.O.-Copolymere, Alkylamin-P.O.-E.O.-Copolymeraddukte, Fettsäureglycerinester, Fettsäurepentaerythritester, Fettsäuresorbitester, Fettsäuresorbitanester, Fettsäuresaccharoseester, mehrwertige Alkoholalkylether und Alkylolamide.
  • Die erfindungsgemäßen Präparate enthalten bevorzugt 1 bis 50 Gew.-Teile, bezogen auf das gesamte Präparat, an aktiven Bestandteilen und mindestens 0,01 Gew.-Teile Dispersionsmittel pro Teil aktivem Bestandteil, wobei der Rest ein hydrophiles organisches Lösungsmittel ist, im Hinblick auf die Stabilität während einer langen Zeit.
  • Für ein Ölmedlum, wie Schwerölschlamm, Schneidöl oder einem öligen Anstrichmittel, wird ein flüssiges Einkomponentenpräparat mit einem Kohlenwasserstoff, wie Kerosin, Schweröl und Spindelöl, formuliert, welches gegebenenfalls das oben erwähnte grenzflächenaktive Mittel enthält.
  • Die geeignete Menge an erfindungsgemäßem Mikrobizid, die zugegeben wird, hängt von dem industriellen Medium ab. Insbesondere wird bei Papier-Prozeßwasser oder industriellem Kühlwasser die Zugabe von etwa 0,05 bis 20 mg/l als Gesamtkonzentration an aktivem Bestandteil in dem Wasser ausreichen, um das Wachstum von Mikroben zu inhibieren (bakteriostatische Konzentration) und die Zugabe von 0,5 bis 50 mg/l wird eine mikrobizide Wirkung ergeben.
  • Im Falle der gleichzeitigen Verwendung von α-Chlorbenzaldoxim und bekannten industriellen Mikrobizidbestandteilen ist das oben erwähnte Einkomponentenpräparat für das erfindungsgemäße Verfahren zweckdienlich. Wenn jedoch eine getrennte Lagerung oder eine getrennte Zugabe unter Umständen bevorzugt ist, beispielsweise wenn die Stabilität während langer Zeit erhalten bleiben soll, können getrennte Präparate, die jeden der aktiven Bestandteile enthalten, verwendet werden.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft somit auch ein Verfahren zum Abtöten von Mikroben für die industrielle Verwendung, indem α-Chlorbenzaldoxim und gegebenenfalls bekannte industrielle mikrobizide Bestandteile zu einem industriellen Medium zugegeben werden.
  • BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
  • Die vorliegende Erfindung wird anhand der Beispiele und Testbeispiele näher erläutert.
  • Testbeispiel 1. Mikrobizide Wirkung in Anwesenheit von Reduktionsmitteln
  • Unter Verwendung von Pseudomonas aeruginosa, welches ein typischer Stamm von gramnegativen Bakterien ist, der in Prozeßwasser der Papier-/Pulpenindustrie, Kühlwasser verschiedener Industrien, Anstrichmitteln, Papierbeschichtungsflüssigkeiten, Latices und Schlichtungsmitteln identifiziert wird, wird die mikrobizide Aktivität in Anwesenheit eines Reduktionsmittels geprüft.
  • Als Reduktionsmittel wird Natriumsulflt verwendet. Eine Bouillonbrühe wird mit den Bakterien inoculiert und präinkubiert. Die erhaltene Kultur wird zu sterilisiertem Wasser mit SO&sub3;²- in jeweiligen Konzentrationen von 5, 10, 20, 50 mg/l so zugegeben, daß die Anzahl lebensfähiger Zellen 10&sup6; oder mehr/ml beträgt. Die in Tabelle 1 angegebenen aktiven Bestandteile werden zu der entstehenden Kultur gegeben und 1 Stunde bei 37ºC geschüttelt. Die Zahl der überlebenden Bakterien wird gemessen, um die minimale Konzentration (mg/l) an aktivem Bestandteil zu bestimmen, die erforderlich ist, um die Bakterien in einer Zahl von 99,9% oder darüber, bezogen auf die lebensfähige Anzahl zu Beginn, abzutöten.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgeführt.
  • Wie es aus Tabelle 1 offensichtlich erkennbar ist, zeigt die Verbindung der Formel (I) eine größere mikrobizide Wirkung in Anwesenheit von SO&sub3;²&supmin; (5 bis 50 mg/l) als ähnliche Verbindungen und die bekannten Mikrobizide. Tabelle 1 MINIMALE KONZENTRATION AN AKTIVEM BESTANDTEIL ZUM ABTÖTEN VON MIKROBEN (mg/l)
  • Testbeispiel 2. Mikrobizide Wirkung in Weißwasser bei einem Panierherstellungsverfahren
  • In einer bestimmten Papiermühle wurde Weißwasser aus der Zeitungspapier-Herstellungsvorrichtung (für saures Papier) probenweise entnommen. Das Weißwasser hatte einen pH von 5,0, enthielt 30 mg/l Reduktionsmittel JISK0101, ausgedrückt als SO&sub3;²&supmin;, und bestand hauptsächlich aus Pseudomonas-, Flavobacterium- und Bacillus-Spezies. Die in Tabelle 1 angegebenen aktiven Bestandteile wurden in Mengen von 5, 10 und 20 mg/l dem Weißwasser zugegeben, und es wurde 1 Stunde bei 37ºC geschüttelt, und die Zahl der überlebenden Bakterien wurde gemessen.
  • Die Ergebnisse sind in Figur 1 dargestellt.
  • Wie es aus Figur 1 offensichtlich ist, zeigt die Verbindung der Formel (I) eine ausgezeichnete mikrobizide Wirkung.
  • Formulierunpsbeispiele
  • Erfindungsgemäße Formulierungsbeispiele werden im folgenden als Beispiele angegeben. Diese Präparate werden in Form einer Flüssigkeit verwendet. Die folgenden numerischen Werte zeigen Gew.-Teile.
  • (Formulierungsbeispiel 1)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • Polyethylenglykol 85
  • (Formulierungsbeispiel 2)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • Diethylenglykolmonomethylether 85
  • (Formulierungsbeispiel 3)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • Methylenbis(thiocyanat) 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 4)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 5)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 4,5-Dichlor-2-n-octyl-isothiazolin-3-on 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 6)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 7)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 8)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 9)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 2-Brom-2-nitro-1,3-diacetoxypropan 15
  • Dimethylsuccinat 70
  • (Formulierungsbeispiel 10)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 1,2-Bis(bromacetoxy)ethan 15
  • Dimethylsuccinat 70
  • (Formulierungsbeispiel 11)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 1,2-Bis(bromacetoxy)propan 15
  • Dimethylsuccinat 70
  • (Formulierungsbeispiel 12)
  • (1-Chlorbenzaldoxim 15
  • 1,4-Bis(bromacetoxy)-2-buten 15
  • Dimethylsuccinat 70
  • (Formulierungsbeispiel 13)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 3,3,4,4-Tetrachlorthiophen-1,1-dioxid 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 14)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 2-Brom-2-brommethylglutarnitril 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 15)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • N-(4-Dihydroxy)-α-oxobenzolethanimidoylchlorid 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 70
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 16)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 4,5-Dichlor-1,2-dithiol-3-on 2
  • Diethylenglykolmonomethylether 83
  • (Formulierungsbeispiel 17)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 4,5-Dichlor-1,2-dithiol-3-on 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 40
  • Polyethylenglykol 200 35
  • (Formulierungsbeispiel 18)
  • α-Chlorbenzaldoxim 15
  • 4,5-Dichlor-1,2-dithiol-3-on 4
  • Diethylenglykolmonomethylether 76
  • Dimethylformamid 5
  • (Formulierungsbeispiel 19)
  • α-Chlorbenzaldoxim 10
  • Nonochlorglyoxim 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 79
  • Nonylphenol-EO (10 mol)-Addukte 1
  • (Formulierungsbeispiel 20)
  • α-Chlorbenzaldoxim 10
  • Dichlorglyoxim 10
  • Diethylenglykolmonomethylether 79
  • Nonylphenol-EO (10 mol)-Addukte 1
  • (Formulierungsbeispiel 21)
  • α-Chlorbenzaldoxim 10
  • Monochlorglyoxim 5
  • Dichlorglyoxim 5
  • Diethylenglykolmonomethylether 79
  • Nonylphenol-EO (10 mol)-Addukte 1
  • (Formulierungsbeispiel 22)
  • α-Chlorbenzaldoxim 10
  • Monochlorglyoxim 9,5
  • Dichlorglyoxim 0,5
  • Diethylenglykolmonomethylether 79
  • Nonylphenol-EO (10 mol)-Addukte 1
  • (Vergleichsformulierungsbeispiel 1)
  • 4,5-Dichlor-1,2-dithiol-3-on 20
  • Diethylenglykolmonomethylether 80
  • (Vergleichsformulierungsbeispiel 2)
  • α-Chlorbenzaldoxim 20
  • Diethylenglykolmonomethylether 80
  • Testbeispiel 3. Synergistische Wirkung auf Mikroben durch Kombination von α-Chlorbenzaldoxim und bekannten industriellen Mikrobiziden
  • In einer bestimmten Papiermühle wurde Weißwasser aus der Zeitungspapier-Herstellungsvorrichtung (für saures Papier) probenweise entnommen. Das Weißwasser hatte einen pH von 5,1, enthielt 27 mg/l SO&sub3;²&supmin; und bestand hauptsächlich aus Bacillus-, Micrococcus-, Pseudomonas-, Flavobacterium- und Alcaligenes-Spezies. Die Bestandteile (A+B), die in Tabelle 2 angegeben sind, wurden zu dem Weißwasser in einer Menge von 5 mg/l als Gesamtmenge an aktivem Bestandteil zugegeben, und dann wurde 30 Minuten bei 37ºC geschüttelt. Die Zahl der überlebenden Bakterien wurde gemessen, und die Abtötungsrate wurde berechnet (Anfangszahl der Bakterien 7,5 x 10&sup5;/ml)
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben. Die Werte in der Tabelle zeigen die Abtötungsrate der Bakterien in (%). Tabelle 2 Abtötungsrate (%)
  • A. α-Chlorbenzaldoxim
  • B. Mindestens eine Verbindung, ausgewählt unter den folgenden Verbindungen (a) bis (n):
  • (a) Methylenbis(thiocyanat)
  • (b) 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on
  • (c) 4,5-Dichlor-2-n-octylisothiazolin-3-on
  • (d) 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid
  • (e) 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol
  • (f) 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol
  • (g) 2-Brom-2-nitro-1,3-diacetoxypropan
  • (h) 1,2-Bis(bromacetoxy)ethan
  • (i) 1,2-Bis(bromacetoxy)propan
  • (j) 1,4-Bis(bromacetoxy)-2-buten
  • (k) 3,3,4,4-Tetrachlortetrahydrothiophen-1,1-dioxid
  • (l) 2-Brom-2-brommethylglutarnitril
  • (m) N-(4-Dihydroxy)-α-oxobenzolethanimidoylchlorid
  • (n) N-Bromacetamid
  • Testbeispiel 40 Synergistische Wirkung auf Mikroben durch Kombination von α-Chlorbenzaldoxim und 4,5-Dichlor-1,2- dithiol-3-on
  • In einer bestimmten Papiermühle wird Weißwasser aus der Zeitungspapier-Herstellungsvorrichtung (für saures Papier) probenweise entnommen. Das Weißwasser hatte einen pH von 5,1, enthielt 27 mg/l SO&sub3;²&supmin; und bestand hauptsächlich aus Bacillus-, Micrococcus-, Pseudomonas-, Flavobacterium- und Alcaligenes-Spezies. Die aktiven Bestandteile (A+B+C), die im folgenden angegeben werden, wurden jeweils zu dem Weißwasser in einer Menge von 5 mg/l als Gesamtmenge an aktivem Bestandteil zugegeben, und dann wurde 30 Minuten bei 37ºC geschüttelt. Die Zahl der überlebenden Bakterien wurde gemessen, und die Abtötungsrate der Bakterien wurde berechnet (Anfangszahl der Bakterien 7,5 x 10&sup5; /ml).
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
  • Tabelle 3
  • A. α-Chlorbenzaldoxim
  • B. 4,5-Dichlor-1,2-dithiol-3-on
  • C. α-Chlorbenzaldoximacetat
  • Bemerkung: In der obigen Tabelle sind die Nummern 1 bis 8 erfindungsgemäße Beispiele und die Nummern 9 bis 13 Vergleichsbeispiele, wobei die Nummern 11 bis 13 in der of fengelegten Japanischen Patentpublikation (HEI) 1- 151502/1989 beschrieben werden.
  • Testbeispiel 54 Synergistische Wirkung
  • In einer bestimmten Zeitungspapier-Herstellungsvorrichtung bestand das Weißwasser (pH 4,5, SO&sub3;²&supmin; 70 mg/l) hauptsächlich aus Bacillus-, Micrococcus-, Pseudomonas-, Flavobacterium- und Alcaligenes-Spezies. Die Präparate, die in den Formulierungsbeispielen angegeben sind, wurden an der Kopfbox während 30 Minuten zugegeben, und die Zahl der überlebenden Bakterien wurde gemessen.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 angegeben. Tabelle 4
  • Testbeispiel 6. Mikrobistatische Wirkung (1)
  • In einer bestimmten Papiermühle wurde Weißwasser mit einem pH von 7,5, enthaltend 15 mg/l SO&sub3;²&supmin; und hauptsächlich bestehend aus Bacillus-, Micrococcus-, Pseudomonas- und Flavobacterium-Spezies, probenweise von der Papierherstellungsvorrichtung (für neutralisiertes Papier) entnommen. Das Weißwasser wurde mit Nr. 2-Filterpapier unter Herstellung von Testwasser flitriert. Bouillonbrühe wurde zu dem Testwasser zugegeben, dann wurde das erhaltene Wasser in ein zuvor sterilisiertes L-förmiges Reagenzglas gegeben. Danach wurden die in der Tabelle 6 angegeben aktiven Bestandteile zu jeder Konzentration zugegeben, und dann wurde bei 30ºC während 24 Stunden geschüttelt.
  • Die minimale Inhibitorkonzentration (MIC, 24h) der Bestandteile wurde bestimmt, bei der kein Mikrobenwachstum gemessen wurde.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 aufgeführt. Tabelle 6
  • A. α-Chlorbenzaldoxim
  • (O). Monochlorglyoxim
  • (P). Dichlorglyoxim
  • Testbeispiel 7. Mikrobistatische Wirkung (2)
  • Es wurde das Testwasser, welches in Beispiel 6 verwendet wurde, verwendet.
  • Bouillonbrühe wurde zu dem Testwasser zugegeben, dann wurde die entstehende Lösung in ein zuvor sterilisiertes L-förmiges Reagensglas gegeben.
  • Danach wurden die aktiven Bestandteile- jeweils in einer Menge von 2,0 mg/l als gesamte aktive Bestandteile zugegeben, und dann wurde bei 30ºC zum Inkubieren geschüttelt.
  • Die Absorption bei 660 nm wurde während 24 Stunden gemes sen. Die Zeit (t), bei der eine 0,1 Absorption beobachtet wurde, wurde gemessen. Die Zeit T, die die Inhibierung des Wachstums der Mikroben angibt, wurde durch die folgende Formel berechnet.
  • worin t&sub0; die Zeit (t) bedeutet, wenn noch kein Bestandteil zugegeben wurde, und tx die Zeit (t) bedeutet, wenn x mg Bestandteile zugegeben wurden.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 angegeben. Tabelle 7
  • A. α-Chlorbenzaldoxim
  • (O). Monochlorglyoxim
  • (P). Dichlorglyoxim
  • Mit dem erfindungsgemäßen industriellen Mikrobizid kann eine wirksame Behandlung in verschiedenen industriellen mikrobiziden Medien erfolgen. Eine besonders signifikante hohe mikrobizide Wirkung bei reduktiven Bedingungen wird, verglichen mit den bekannten industriellen Mikrobiziden, erhalten.

Claims (17)

1. Industrielles Mikrobizid, umfassend α-Chlorbenzaldoxim als aktiven Bestandteil und gegegebenenfalls ein organisches Lösungsmittel.
2. Industrielles Mikrobizid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es weiter einen bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteil umfaßt.
3. Industrielles Mlkrobizid nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bekannte industrielle mikrobizide Bestandteil ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus einer Organostickstoff-Schwefelverbindung, einer Organostickstoffverbindung, einer Organoschwefelverbindung und einer Organobromverbindung.
4. Industrielles Mikrobizid nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Organostickstoff-Schwefelverbindung ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Methylenbis(thiocyanat) und einem 3- Isothiazolon, wie 5-Chlor-2-methyl-4-isothiazolin-3-on, 2- Methyl-4-isothiazolin-3-on, 4,5-Dichlor-2-n-octylisothiazolin-3-on, 2-n-Octylisothiazolin-3-on und 1,2-Benzisothiazolin-3-on.
5. Industrielles Mikrobizid nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Organostickstoffschwefelverbindung ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Methylenbis(thiocyanat), 5-Chlor-2-cethyl-4-isothlazolin-3-on und 4,5-Dichlor-2-n-octylisothiazolin-3-on.
6. Industrielles Mikrebizid nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Organobromverbindung ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus einer Organobromcyanoverbindung, wie 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid und 2-Brom-2-brommethylglutarnitril, einer Organobromnitroverbindung, wie 2-Brom-2-nitropropan-1,3-diol, 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-propanol, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-acetoxyethan, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-propanol, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-acetoxyethan, 1,1-Dibrom-1-nitro-2-acetoxypropan, 2-Brom-2-nitro-1,3-diacetoxypropan, Tribromnitromethan, 13-Brom-α-nitrostyrol, 5- Brom-5-nitro-1,3-dioxan und 5-Brom-2-methyl-5-nitro-1,3- dioxan und Bromacetaten oder Amiden davon, wie 1,2- Bis(bromacetoxy) ethan, 1,2-Bis(bromacetoxy)propan, 1,4- Bis(bromacetoxy)-2-buten, Methylenbis(bromacetat), Benzylbromacetat, N-Bromacetamid und 2-Bromacetamid.
7. Industrielles Mikrobizid nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Organobromverbindung ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus 2,2-Dibrom-3-nitrilopropionamid, 2-Brom-2-brommethylglutamitril, 2,2-Dibrom-2-nitro-1-ethanol, 2-Brom-2-nitro-1,3- diacetoxypropan, 1,2-Bis(bromacetoxy)ethan, 1,2- Bis(bromacetoxy)propan, 1,4-Bis(bromacetoxy)-2-buten und N-Bromacetamid.
8. Industrielles Mikrobizid nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Organostickstoffverbindung ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus N- (4-Dihydroxy)-α-oxobenzoiethanimidoylchlorid, Monochlorglyoxim und Dichlorglyoxim.
9. Industrädles Mikrohi7id nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Organoschwefelverbindung ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus 3,3,4,4-Tetrachlortetrahydrothiophen-1,1-dioxid und 4,1- Dichlor-1,2-dithiol-3-on.
10. Industrielles Mikrobizid nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von α-Chlorbenzaidoxim und dem bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteil 50:1 bis 1:20, ausgedrückt durch das Gewicht, beträgt.
11. Industrielles Nikrobizid nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von α- Chiorbenzaldoxim und dem bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteil 20:1 bis 1:10, ausgedrückt durch das Gewicht, beträgt.
12. Verfahren zur Abtötung von Mikroben für die industrielle Verwendung durch Zugabe einer mikrobizid wirksamen Menge von α-Chlorbenzaldoxim zu einem industriellen Medium.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die mikrobizid wirksame Menge 0,5 bis 50 mg/l beträgt.
14. Verfahren zur Abtötung von Mikroben für die industrielle Verwendung durch Zugabe einer mikrobizid wirksamen Menge zu jeweils α-Chlorbenzaldoxim und einem bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteil gleichzeitig oder getrennt zu einem industriellen Medium.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzichnet, daß der industrielle mikrobizide Bestandteil einer von denen ist, wie sie in den Ansprüchen 2 bis 9 definiert wurden.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das α-Chlorben:aldoxim und der bekannte industrielle mikrobizide Bestandteil in einem Gewichtsverhältnis von 50:1 bis 1:20 verwendet werden und In einem Medium bei einer Konzentration von 0,05 bis 50 mg/l verwendet werden.
17. Verwendung von α-Chlorbenzaldoxim zur Herstellung eines industriellen Mikrobizids, gegebenenfalls zusammen mit einem bekannten industriellen mikrobiziden Bestandteil.
DE1993615193 1993-03-19 1993-03-19 Industrielles Mikrobizid und Verfahren zum Abtöten von Mikroben zur industriellen Verwendung Expired - Fee Related DE69315193T2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
EP93610021A EP0615688B1 (de) 1993-03-19 1993-03-19 Industrielles Mikrobizid und Verfahren zum Abtöten von Mikroben zur industriellen Verwendung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69315193D1 DE69315193D1 (de) 1997-12-18
DE69315193T2 true DE69315193T2 (de) 1998-03-12

Family

ID=8214892

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1993615193 Expired - Fee Related DE69315193T2 (de) 1993-03-19 1993-03-19 Industrielles Mikrobizid und Verfahren zum Abtöten von Mikroben zur industriellen Verwendung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE69315193T2 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE69315193D1 (de) 1997-12-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68925801T2 (de) Biozide Zusammensetzungen
DE69033037T2 (de) Synergetische mikrobizide Kombinationen
EP1315419B1 (de) Synergistische biozidzusammensetzung mit 2-methylisothiazolin-3-on
DE69512452T2 (de) Halogenfreies Biozid
DE69009822T2 (de) Zusammensetzung und ihre Verwendung.
DE19961621C2 (de) Bakterizide und fungizide flüssige Zubereitungen für technische Produkte
DE68903664T2 (de) Mikrobizide/mikrobistatische zusammensetzung.
DE3904099C1 (de)
DE102007051006A1 (de) Stabile, synergistische Mischungen
DE69421622T2 (de) Synergistische antimikrobielle zusammensetzungen, die 2-(thiocyanomethylthio)benzothiazol und eine organische säure enthalten
DE3213106C2 (de)
DE3149008C2 (de)
DE60311486T2 (de) Stabile synergistische antimikrobielle zusammensetzungen aus aldehyddonatoren und deshydroessigsüure mit niedrigem gehalt an freiem formaldehyd
DE60000343T2 (de) Stabilisierung von isothiazolonen
EP0615688B1 (de) Industrielles Mikrobizid und Verfahren zum Abtöten von Mikroben zur industriellen Verwendung
DE69315193T2 (de) Industrielles Mikrobizid und Verfahren zum Abtöten von Mikroben zur industriellen Verwendung
DE3024911A1 (de) Mikrobizides/mikrobistatisches mittel und verfahren zum abtoeten oder hemmen des wachstums von mikroben unter verwendung dieses mittels
DE69108364T2 (de) Mikrobizide Zusammensetzungen enthaltend 4,5-Dichlor-2-cyclohexyl-3-isothiazolon und 3-iodo-2-propynylbutylcarbamate.
US5411990A (en) Industrial microbicide and a method for killing microbes for industrial use
DE3436989C1 (de) Mikroorganismen toetende oder das Wachstum von Mikroorganismen hemmende Zusammensetzung und deren Verwendung
EP0017611B1 (de) Verfahren zum Bekämpfen von Schadorganismen und Mittel für diese Bekämpfung
DE2428334A1 (de) Biozide zusammensetzungen
DE60219669T2 (de) Biozides gemisch aus 2-propenal-freisetzendem polymer und isothiazolonen
DE1136792B (de) Mittel zur Bekaempfung von Eisenbakterien aufweisenden Schleimen
DE1287258B (de) Verfahren zur Vermeidung des biologischen Abbaus industrieller Produkte

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee