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Die Erfindung betrifft ganz allgemein aus mehreren Tafeln bestehende
Anzeigevorrichtungen. Insbesondere befaßt sich die Erfindung mit Reklameschildern, die aus mehreren
Tafeln mit mehreren Botschaften zusammengesetzt sind, welche individuell ausgewählt und
angezeigt werden.
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Das erfindungsgemäße Reklameschild kann durch Bewegen eines oder mehrerer Teile
entsprechend einer programmierbaren Folge mehr als eine Botschaft vermitteln.
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Der Stand der Technik ist aus DE-A-32 0826 bekannt und im Oberbegriff des Anspruchs 1
wiedergegeben. Er zeigt ein System von Reklametafeln, bestehend aus rechtwinkligen
Tafeln, die durch Gelenke an ihren langen Seiten verbunden sind, wobei jedes Tafelteil am
Kopf und Boden durch runde parallele Stäbe und keine anderen vertikalen Achsen als die
Gelenke gehalten werden. Diese Tafeln lassen sich falten und übereinanderlegen, wobei zwei
Paare von Tafeln eine erste oder zweite Reklamefläche bilden, je nachdem welches Paar
über die eine oder die andere Seite geklappt ist.
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Dieses System hat verschiedene Nachteile. Zunächst muß jede dieser Tafeln vollständig sein
und kann daher nicht Teil eines ganzens, einzigen Reklameschildes sein. Desweiteren ist es
schwierig, das System in der gewählten Lage zu blockieren, da es nicht als blockierbares
System ausgebildet ist.
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Um diese Nachteile zu beseitigen, besteht die Möglichkeit, ein System zu entwerfen, bei
dem eine Vielzahl von Tafeln mit einer einzigen senkrechten Wand miteinander gelenkig
verbunden werden, wobei diese Tafeln trotzdem waagrecht in eine Anzahl von Platten
unterteilt werden können, so daß die Möglichkeit gegeben ist, eine große Anzahl
unterschiedlicher Reklametafeln in einem einzigen System zu schaffen, das allerdings ein
Auswahl- und Blockierungssystem erfordert.
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Schilder, die variable Reklamebilder aufweisen, sind bereits bekannt. Diese Schilder sind aus
langen gleichseitigen, dreieckförmigen Abschnitten aufgebaut, die sich um eine Längsachse
drehen. Die Bilder sind auf besonderen Teilen jeder sichtbaren Fläche der Dreiecke so
nebeneinander angeordnet, daß für den Betrachter das Erscheinungsbild sich ändert, wenn
sich die Dreiecke drehen. Der Vorteil dieser Schilder besteht dann, daß drei unterschiedliche
Bilder in einem einigen Tragrahmen und einem Satz von Dreieckelementen entstehen.
Dadurch ergeben sich niedrige Baukosten, während ein attaktives, rotierendes Reklamebild
geboten wird. Die meisten herkömmlichen Anwendnngen hierfür finden sich in Stadien, auf
öffentlichen Plätzen und anderen Bereichen, wo die Größe der Zuhörerschatt die
Installationskosten rentabel macht.
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Diese Schilder haben jedoch drei wesentliche Nachteile. Der erste betrifft die Größe der
Konsruktion. Jedes dreieckförmige Element wird nur an seinen beiden äußeren Enden
getragen. Wenn die Länge eines Elementes sehr groß ist, dann kann das Gewicht des
Elements seine Drehung beeinträchtigen und dadurch verhindern, daß die Vorrichtung wie
gewünscht funktioniert. Der zweite Nachteil ist darin zu sehen, daß das Schild nur drei
unterschiedliche Botschafen präsentieren kann. Schließlich besteht der Hauptnachteil dann,
daß immer dann, wenn die drei Reklamebotschaften geändert werden sollen, alle
dreieckförmigen Elemente ausgetauscht werden müssen. Sie müssen dann in die Werkstatt
zurückgebracht werden, woraufhin mit der erforderlichen Sorgfalt die neuen Bilder
aufzumalen oder auf den Oberflächen der dreieckförmigen Elemente anzubringen sind.
Diese Verfahrensweise ist mit sehr hohen Kosten beiln Austausch der Reklamebotschaften
verbunden.
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Diese Nachteile sind der Grund dafür, daß üblicherweise ein System mit einer
Basiskonstruktion und einem Tragrahmen, auf dem eine einzelne Reklamebotschaft
angeordnet ist, bevorzugt wird. Auf diesen Schildern besteht jedoch nur die Möglichkeit des
Wechsels der Botschaft, wenn die Schildertafel emeut bemalt oder der Reklamebogen
ausgetauscht wird. Dies bedeutet, daß diese Schilder, da sie fixiert sind, keinen Wechsel der
dargestellten Botschaft in einer programmierbaren Weise ermöglichen.
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Somit besteht ein Bedürfnis nach einer neuen Vorrichtung mit allen Vorteilen eines großen
Schildes mit veränderlichem Bild, jedoch ohne die genannten Nachteile und die beschränkte
Veränderungsmöglichkeit von zusammengesetzten Bildern, die die dreieckförmigen
Elemente bietet.
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Eine Aufgabe der Erfindung besteht desalb darin, eine Vorrichtung zum Anzeigen von
Werbebildern in einem weiten Größenbereich, ausgehend von wenigen Quadratmetern bis
zu großen öffentlichen Reklameschildern zu schaffen.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Schild zu schaffen, das
eine große Anzahl zusammengesetzter Bilder enthält, beispielsweise bis zu 25 verschiedene
Bilder, die sich aus demselben Schild zusammensetzen lassen.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein schnelleres, einfacheres
und weniger kostspieliges System zum Verändern zusammengesetzter Bilder eines Schildes
zu schaffen.
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Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung besteht darin, informative Schilder zu schaffen, die
sich zur Ankündigung von Schauspielen, Ereignissen, Ausstellungen sowie zur Anzeige
anderer Informationsarten zu schaffen.
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Eine weitere Aufgabe dieser Erfindung besteht darin, ein Reklameschild zu schaffen, auf
dem niemals ein leeres Bild zu finden ist, wobei selbst daan, wenn die Formation der
zusammengesetzten Bilder wechselt, dem Betrachter ein Bild prasentiert wird.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, in einer besonderen
Ausgestaltung ein Schild ohne kompletten Rahmen zu schaffen, das nur eine Ausgestaltung
enthält.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Schild zu schaffen, das
bezüglich der Sequenz und der zeitlichen Abfolge der dargestellten Bilder anpassungsfähig
ist, so daß beispielsweise Bilder in einer Reihenfolge übersprungen werden können, die
Abbildungszeit für jedes Bild individuell eingestellt werden kann und unterschiedliche
Zusammenstellungen für bestimmte Bildgruppen benutzt werden können.
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Weitere Aufgaben, Vorteile und neuartige Merkmale der Erfindung sind in der folgenden
Beschreibung angegeben und werden für den Fachmann beim Lesen der Beschreibung oder
bei der Ausübung der Erfindung offensichtlich. Die Aufgaben und Vorteile der Erfindung
können realisiert und durch die angehängten Ansprüche verwirklicht werden.
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Um die obigen und andere Aufgaben zu lösen, schlagt die vorliegende Erfindung eine aus
mehrere Tafeln bestehende Anzeigevorrichtung gemäß Anspruch 1 vor, mit der ausgewählte
Botschaften zusammengestellt und dargestellt werden können, bestehend aus einem ersten
Paar in etwa rechtwinktiger Tafeln, von denen jede eine Anzeigeoberfläche für die
Wiedergabe einer Botschaft aufweist, ferner ein erstes Gelenk, das die Tafeln dieses ersten
Paares miteinander verbindet, einen tragenden Rahmen mit einer Führungseinrichtung zum
Führen dieses erstes Tafelpaares zwischen einer ersten Stellung, in der die
Anzeigeoberflächen dieses ersten Tafelpaares im wesentlichen in einer Ebene liegen, und einer
zweiten Stellung, in der diese Anzeigeoberflächen wechselseitig gegenüberliegen, wobei
mehrere dünne Platten, auf denen Bilder abgebildet sind, mit dem ersten Gelenk verbunden
sind und in bezug auf die Tafeln um dieses erste Gelenk winkelbeweglich sind, und wobei
Befestigungsmittel auf jeder Tafel zur wahlweisen Befestigung einer gewählten Anzahl
dieser verschiedenen dünnen Platten an der Anzeigeoberfläche einer diesbezüglichen Tafel
vorgesehen sind, wodurch das Bild auf wenigstens einer gewählten dünnen Platte einen Teil
einer dargestellten Botschaft bildet, sobald dieses erste Tafelpaar sich in der ersten Stellung
befindet.
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Gemäß einer anderen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann die
Anzeigevorrichtung eine Struktur besitzen, auf Grund derer sie in der Lage ist, eine Vielzahl steifer,
rechtwininiger Tafeln zu tragen, wobei wenigstens eine Oberfläche und wenigstens ein Teil
eines Bildes, das auf derselben Tafel zusammengestellt ist, in der Lage ist, eine
Werbebotschaft anzuzeigen. Desweiteren ist ein Tragrahmen mit einer Führungsvorrichtung
vorhanden, die wenigstens einen Zyklus definiert. Dieses Schild ist aus wenigstens einem
Paar Tafeln aufgebaut, die nebeneinanderliegen und durch parallele Gelenke verbunden sind.
Dabei ist das erste Tafelpaar durch die gemeinsamen Ränder verbunden und definiert einen
ersten Gelenktyp, während die parallelen Ränder einer der Tafeln ihrerseits mit dem
nächsten Tafelpaar an einem anderen gemeinsamen Rand verbunden sind, wodurch ein
zweiter Gelenktyp gebildet wird, so daß sich die so mit Gelenkverbindungen ausgestattete
Tafelfolge in einer ersten Position befinden kann, in der sich die Tafeln in der gleichen Ebene
befinden und ein Bild bilden, sowie in einer zweiten Position, in der sich die Tafeln
gegenüberliegen, wodurch es für mindestens einen der gemeinsamen Ränder bewegliche
Verbindungselemente gibt, die mit der Führung zusammenwirken. Mindestens eines der
ersten oder zweiten Gelenke beschreibt dabei einen Weg, der teilweise senkrecht zur
Führung verläuft, wänrend der von den übrigen Gelenken beschriebene Weg parallel zur
gleichen Führung verläuft. Die Tafeln sind über die genannten Verbindungselemente mit der
Struktur verbunden, zumindest in Übereinstimmung mit dem Gelenk an der Tafelgruppe,
wo mehrere dünne Platten einzeln mit jedem ersten Gelenk verbunden und zwischen den
Oberflächen der beiden diesem Gelenk entsprechenden zwei Tafeln angeordnet sind. Diese
dünnen Platten sind einzeln und im Winkel von einer Tafel zur anderen verschiebbar, so daß
sie wenigstens eine Gruppe überlagerter dünner Platten bilden, die wahlweise auf der
Oberfläche einer der Tafeln des Paares ruhen. Dabei befinden sich auf der sichtbaren Seite
der letzten dünnen Platte die Werbebotschaft oder der entsprechende Teil der
Werbebotschaft. Jede Tafel hat Halte- und Befestigungsvorrichtungen für jede dünne Platte,
wobei diese Halte- und Befestigungsvorrichtungen so auf die besagte letzte dünne Platte
einwirken, daß die anderen dünnen Platten zwischen die besagte letzte Platte und die
Tafeloberfläche gepresst werden.
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Auf der Grundlage des oben beschriebenen Mechanismus können unterschiedliche Schilder
gebildet werden. In Hinblick darauf jedoch, daß die obenerwähnten Vorteile demonstriert
werden sollen und um das Verständnis der konstrukiven und funktioneilen Eigenschaften
des aus mehreren beweglichen Tafeln bestehenden Werbeschildes zu verdeutlichen, die zu
vielfältigen Botschaften zusammengestellt werden können, welche dargestellt und
individuell ausgewahlt werden, werden im folgenden ausgewählte Beispiele beschrieben.
Auf Grund der Tatsache, daß diese nur Beispiele sind, sollen sie den Schutzumfang des
Patents nicht beschränken, sondem hier nur als Mittel dienen, die Erfindung zu verstehen.
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Die folgenden Zeichnungen, auf die in der Beschreibung Bezug genommen wird, zeigen
eine Ausführungsform der Erfindung und dienen zusammen mit der Erläuterung zur
Klärung der wesentlichen Merkmale der Erfindung. In der Zeichnung zeigen:
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Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Reklameschildes gemäß der Erfindung, wobei
das allgemeine Layout der Werbetafeln in einer "ersten Stellung" dargestellt ist;
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Fig. 2 eine Draufsicht der Werbetafeln in derselben Anordnung wie in Fig. 1,
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Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Schildes in einem mittleren Bewegungszustand,
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Fig. 4 eine Draufsicht, die die Werbetafeln mit dem Zwischenzustand von Fig. 3 zeigt,
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Fig. 5 eine andere perspektivische Ansicht des Schildes, die das allgemeine Layout der
Tafeln in einer "zweiten Stellung" zeigt,
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Fig. 6 eine Draufsicht der Werbetafeln in der zweiten Stellung von Fig. 5,
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Fig. 7 eine perspektivische Ansicht der Organisation der die Tafeln tragenden Struktur,
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Fig. 8 eine perspektivische Ansicht eines ersten Gelenkes, das die Tafeln und
Gruppen von Werbeplatten zwischen den beiden Tafeln verbinden,
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Fig. 9 eine perspektivische Detailansicht des ersten Gelenkes von Fig. 8,
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Fig. 10 eine Draufsicht desselben Gelenkes in Fig. 9,
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Fig. 11 eine perspektivische Ansicht der Rückseite einer Tafel und der tragenden
Struktur,
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Fig. 12 eine vergrößerte perspektivische Ansicht der tragenden Strutur von Fig. 11,
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Fig. 13 eine perspektivische Detailansicht eines Teils der Trag- und
Befestigungsvorrichtung für die einzelnen Werbeplatten,
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Fig. 14 eine abgeschnittene Seitenansicht eines Verschiebemechanismus für die Trag- und
Befestigungsvorrichtung der Werbeplatten.
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Auf der Grundlage der obenbeschriebenen Figuren wird das bevorzugte
Ausführungsbeispiel der Erfindung im folgenden im einzelnen beschrieben.
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Figur 1 zeigt das allgemeine Layout der erfindungsgemäßen Werbetafeln in ihrer ersten
Stellung. Diese Figur zeigt die Oberfläche 100, die das Werbeschild trägt, im
zusammengebauten Zustand wie ein reguläres Schild. Diese Oberfläche 100 setzt sich aus
vier Tafeln 101, 102, 103, 104 zusammen, die eine erste Formation bilden, in der diese vier
Tafeln in derselben Ebene liegen. Die anderen vier Tafeln 201, 202, 203 und 204, die eine
zweite Formation bilden, sind für den Betrachter nicht sichtbar, weil sie hinter den in dieser
Figur nicht dargestellten Rahmenseiten verborgen sind.
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In der Zeichnung verbindet ein erstes Gelenk 301 in der Mittelposition die Tafeln 102 und
103. Dieses Gelenk häk eine fixe Position in bezug auf den tragenden Rahmen, der in dieser
Figur nicht dargestellt ist, aufrecht. Die Tafeln 101 und 102 sind durch ein zweites Gelenk
302 miteinander verbunden. In ähnlicher Weise verbindet ein drittes Gelenk 303 die Tafeln
103 und 104.
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Die äußersten Tafeln der ersten Formation 101 und 104 sind mit den Tafeln der zweiten
Formation 202 und 203 durch das vierte und fünfte Gelenk 304 bzw. 305 verbunden.
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Die zweite Formation ist aus zwei Paaren Tafeln aufgebaut, wobei sich je ein Paar aufjeder
Außenseite des Schildes befindet. Das linke Paar 201, 202 wird durch ein sechstes Gelenk
306 verbunden, und das rechte Paar 203, 204 durch ein siebtes Gelenk 307. Das Tafelpaar
201, 202 ist mit der ersten Formation durch das vierte Gelenk 304 verbunden, und das
Tafelpaar 203, 204 mit der ersten Formation durch das fünfte Gelenk 305. Schließlich sind
die Tafeln 201 und 204 mit den linken und rechten Außenseiten der Struktur mit Hilfe eines
achten und eines neunten Gelenkes 308, 309 verbunden. Diese beiden Gelenke sind an den
äußeren Rändern dieser Tafeln angebracht und nehmen feste Positionen ein.
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Figur 2 zeigt eine Draufsicht derselben in Fig. 1 beschriebenen Position. Das Schild wird in
dieser Position über eine festgelegte Zeitspanne gehalten. Am Fnde dieser Periode beginnen
sich die Tafeln dieser ersten Formation 101, 102, 103, 104 zu fälten, wobei sie ihre
Positionen in der Frontalebene (siehe Figur 3) verlassen. Die vierten und fünften Gelenke
304, 305 bewegen sich quer zu der Ebene, welche durch ihre ursprüngliche Positionen
bestimmt ist, in Richtung auf die Mitte des Schildes, während die zweiten und dritten
Gelenke 302,303 die Frontalebene dadurch verlassen, daß sie sich nach hinten bewegen.
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Figur 3 zeigt ein Zwischenstadium der obenbeschriebenen Bewegung. In Figur 3 kommen
die Tafeln der zweiten Formation ins Blickfeld des Beobachters. Sie werden durch die
vierten und fünften Gelenke 304, 305 getragen. Die sechsten und siebten Gelenke 306, 307
können in dieser Figur ebenfs gesehen werden. Dieser bestimmte Augenblick der
Bewegung des Schildes läßt sich auch in der Draufsicht von Figur 4 erkennen.
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Die Bewegung setzt sich durch Verschieben der Gelenke 304 und 305 fort und endet dann,
sobald diese die zentrale Position zusammen mit der Verbindung 301 erreichen. Diese
Position, gewinnt die zweite Position, ist in Figur 5 dargestellt. Das Schild befindet sich
wieder in einer statischen Position, wobei es dem Betrachter eine neue Oberfläche zeigt.
Diese Oberfläche bleibt fixt, ist jedoch aus den aufeinanderfolgenden Tafeln der zweiten
Formation 201, 202, 203, 204 in derselben Ebene aufgebaut, was bedeutet, daß eine neue
und andersartige Werbebotschaft gezeigt wird.
Figur 6 zeigt eine Drautsicht der Tafeln in der zweiten Position.
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Die erste in Figur 1 gezeigte Position und die zweite in Figur 5 gezeigte Position bilden die
beiden extremen Zustände der Schildbewegung. In der ersten Position ist nur die Botschaft
der ersten Formation der Tafeln sichtbar. In der zweiten Position ist nur die Botschaft der
zweiten Formation der Tafeln sichtbar. Natürlich zeigt jede Formation eine andere
Botschaft. Das Schild ändert sich von dem einen Extremzustand zum anderen und dann
zurück zum ersten Zustand usw., und zwar auf Grund der in Figur 3 gezeigten
Translationsbewegung.
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Es versteht sich, daß die Gelenke 302, 303, 306 und 307 dem ersten Gelenktyp (im
folgenden auch so bezeichnet) entsprechen, der sich von den Gelenken 301, 304 und 305
unterscheidet, die einem zweiten Gelenktyp (im folgenden auch so bezeichnet) zuzurechnen
sind.
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Auf der Grundlage der obigen Beschreibung lassen sich die folgenden Merkmale der
Erfindung herausstellen:
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I - Die kleinste Einheit, die zur bildung eines Schildes notwendig ist, ist aus einem
Paar Tafeln zusammengesetzt, die durch ein erstes Gelenk miteinander verbunden
sind.
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II - Der Einbau mehrer Tafeln geschieht durch Verbinden der kleinsten Einheiten.
Schilder aus vier, sechs oder acht Tafeln können mit dem Erfindungsvorschlag
hergestellt werden. Die Anzhl der Tafeln entspricht innner einer geraden Zahl,
und es sind immer genau so viele erste Gelenktypen (beispielsweise 302, 303, 306
und 307) vorhanden wie minimäle Einheiten im Schild.
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III - Da das Schild aus einer Wiederholung von Minimaleinheiten aufgebaut ist,
ist die Anzahl der zweiten Gelenktypen (beispielsweise 301, 304 und 305)
kleiner als die Anzahl der Minimaleinheiten. Wenn also das Schild gerademal
aus einem Paar Tafeln besteht (also einer Minimaleinheit), dann sind keinerlei
zweite Gelenktypen vorhanden.
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IV - Die Kopplung einer Folge von Tafeln an die Struktur geschieht mit Hilfe
der Führungsvorrichtung. Auch sind die Tafeln mit der Struktur durch die
Gelenke an den äußeren Enden (308 und 309 in den Figuren) oder durch
wennigstens entweder den ersten oder den zweiten Gelenktyp verbunden.
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V - Eine Aufeinanderfolge von Tafeln läßt sich so organisieren, daß sie durch
zwei oder mehr unabhängige Formationen gebildet wird. Die Formationen werden
getrennt gezeigt. Wenn die ersten Formationen zu sehen sind, dann befindet sich
das Schild in seiner ersten Position, in der der Rest der Formationen verborgen
ist. Sobald die zweite Formation sichtbar ist, befindet sich das Schild in der
zweiten Position, in der die Tafeln der ersten Formation verborgen sind. Es gibt
so viel verschiedene Positionen, wie Tafelpositionen vorhanden sind.
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VI - Elnige Teile des Schildes bewegen sich, wenn das dargestellte Bild
gewechselt wird. Die Wechselungen der Bilder beinhalten die Bewegung der
Gelenke an den äußeren Rändern oder des ersten oder zweiten Gelenktyps in der
Formation, die gerade dargestellt wird. Die Bewegung der Gelenke kann in
vielfältigen Richtungen erfolgen (in Richtung auf die Mitte oder die Seiten, vorwärts
oder rückwärts, geradeaus oder gekrümmt, etc.). Sobald die Bewegung
abgeschlossen ist, werden die Minimaleinheiten der Formationen, die nicht
dargestellt werden, wechselseitig miteinander konfrontiert.
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VII- Die Bewegungjeder Tafel ist eine Kombination aus Drehbewegung und
Translationsbewegung.
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VIII - Während eine der Formationen auf diese Weise aus dem Blickfeld kommt,
tritt eine andere in das Blickfeld des Betrachters ein. Wenn nur eine Formation von
Tafeln vorhanden ist, so ihltet sich diese zu einem dünnen unstetigen Gebilde. Diese
Translationsbewegung kann in waagrechter, senkrechter oder schräger Richtung
erfolgen, und zwar gemäß dem Format und den Erfordernissen desjeweiligen
Schildes.
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Figur 7 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer Art der Tragstruktur des Schildes. In
Fig. 7 ist eine Anzahl von Strukturelementen zu sehen, welche "steife Ebenen" genannt
werden können. Diese sind:
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- Steife Hauptebenen 401, 402 und 403, bestehend aus zwei senkrechten Ebenen an den
äußeren Enden und einer in der Mitte der Struktur;
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- zwei senkrechte steife Ebenen 404 und 405, die zwischen den äußeren Enden und der
mittleren steifen Ebene liegen;
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- zwei horizontale steife Ebenen, und zwar eine obere und eine untere 406 und 407;
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- zwei Längsträger, und zwar ein oberer 408 und ein unterer 409. Diese Träger ruhen auf
den steifen Hauptebenen 401,402 und 403 und
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- eine senkrechte, steife hintere Ebene 410, die auf den steifen Hauptebenen 401, 402
und 403 ruht.
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Die Führungselemente, auf denen die ersten und zweiten Gelenke sich bewegen, sind
ebenfalls aus Figur 7 ersichtlich. In dieser speziellen Darstellung sind die Führungselemente
501 und 502 gerade und an den Längsträgern 408 bzw. 409 angebracht. Letztere sind
einfache Stangen, über die der zweite Gelenktyp 301, 304 und 305 läuft. Außerdem sind
gekrümmte Führungen 503, 504, 505, 506, 507 und 508 vorhanden, die durch gekrümmte
Stangen gebildet werden, welche auf den waagrechten steifen Ebenen 406 und 407 liegen.
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Diese Tragstrukur ist ein Beispiel von vielen, das zeigt, wie die Schildtafeln getragen
werden können. Jede Ebene 406 und 407 besitzt ein definiertes Netzwerk von
Führungselementen. Diese sind für Schilder kleiner und mittlerer Größe nicht erforderlich,
wo die Tafeln die oberen gekrümmten Stangen nicht benötigen. In derselben Weise können
die C-Ebenen bei kleinen Schilderabmessungen weggelassen werden. Die starren Ebenen
lassen sich durch andere Elemente ersetzen, die demselben Zweck dienen (beispielsweise
eine netzartige Ebene).
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Figur 8 zeigt einen ersten Gelenktyp, der demjenigen 302 von Fig. 1 entspricht. Dieser erste
Gelenktyp verbindet die Tafeln 101 und 102. Das Gelenk ist ein "Klavier"-Scharnier, das
das Tafelpaar verbindet. Das Scharnier kaan die gesamte Länge der Ränder der beiden
Paneele bedecken und braucht sogar keine durchgehende Verbindung zu bilden.
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Bei einem großformatigen Schild können die Tafeln, die die äußeren Flächen bilden, in zwei
unabhängige Untertafeln aufgeteilt werden. Die Tafel 101 ist in die Halbtafeln 111-121 und
die Tafel 102 in die Halbtafeln 112-122 aufgeteilt, die beide ihr eigenes "Klavier"-Scharnier
311 bzw. 312 aufweisen. In den großflächigen Schildern sind die ersten Gelenktypen
ebenihls eine tragende Vorrichtung, die insofern von Bedeutung sind, als sie der Windkraft
entgegenwirken. Zu diesem Zweck ist das Gelenk 302 mit einem windresistenten Träger
411 verbunden, der eine netzwerkartige oder gefüllte Fläche autweisen kann und Teil der
Struktur ist.
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Bei kleinflächigen Feldern sind die ersten Gelenktypen nur aus einem einzelnen Scharnier
zusammengesetzt, das beide Tafeln verbindet. Dieses Gelenk wird durch die
Verbindungsscharniere 311 und 312 gebildet.
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Die Bewegung, die das Wechseln des Schildes aus der einen Position in die andere
ermöglicht, wird durch einen Viertelkreis der ersten Scharniergelenktypen 302, 303, 306
und 307 beschrieben. Der windresistente Träger kann über diesem Kreis angeordnet
werden. Für diesen Zweck werden die gekrümmten Stangen 503 - 508, die in Fig. 7
dargestellt sind, als Führungs- und Traghilfe benötigt.
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Der Träger 411 weist ein Rollensystem 412 auf, mit dem er sich auf den gekrümmten
Stangen bewegen kann.
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Bei kleinen Schildern vervollständigen die ersten Gelenktypen den Kreis ohne irgendeine
Führung oder Abstützung. Das Gewicht und die Windwirkung werden durch die zweiten
Gelenktypen 301, 304 und 305 aufgenommen, die die ersten Gelenktypen 302, 303, 306
und 307 flankieren. Das bedeutet, daß keine Notwendigkeit für die Verwendung von
gekrümmten Stangen oder windresistenten Trägern 411 besteht.
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Zwischen den Tafeln 101 und 102, die durch das Gelenk 302 verbunden sind, befinden sich
eine Anzahl Platten. Unter diesen sind die Platten 131 und 132 in Figur 8 dargestellt. Diese
Platten sind mit dem Gelenk verbunden, in das sie übergehen, in diesem Fall dem Gelenk
302.
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Alle Tafeln bei diesem besonderen Beispiel für das Schild besitzen einen Rahmen, der aus
rohrförmigen, rechteckigen (Querschnitt) Trägern wie der in Fig. 11 dargestellte aufgebaut
ist. Eine metallene (oder ein anderes Material) Platte ist an dem Rahmen angebracht und
bildet die Oberfläche 140 der Tafel 101. Die Platten 131 und 132 bestehen aus demselben
Material wie das, das für die Oberfläche der Tafeln verwendet wird. Die Platten 131 und
132 weisen keinerlei Rahmen auf, was bedeutet, daß sie sehr dünn sind.
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Die Anzahl der Platten kann von eins bis zu 20 oder sogar mehr variieren. Diese Platten
werden in zwei Gruppen versammelt (Reihen von Platten), und zwar eine für jede der
Tafeln, wenn diese Tafeln sich in derselben Ebene befinden. Diese Platten sind an dem ersten
Gelenktyp angebracht, der das Plattenpaar in jeder Minimaleinheit verbindet. Die erste Platte
jeder Gruppe führt eine Winkelbewegung aus, und zwar unabhängig von den anderen.
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Figur 9 zeigt eine Detailansicht eines Scharniers 302 in einer Position, die seine zugehörigen
Tafeln 101 und 102 in dieselbe Ebene bringt. Diese Position ist die erste Position für das
Gelenk 302 (Fig. 1). Die Platten 131 und 132, die mit dem Gelenk verbunden sind, liegen in
dieser Figur nicht auf der Tafel, wo sie normalerweise zu finden sind. Stattdessen sind sie
winkelverschoben und geöffnet dargestellt, um eine klarere Ansicht der Position zu zeigen.
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Das Scharnier weist einen Zapfen 320 auf, der die Gelenkachse bildet. Eine Gruppe von
Ringen (eine Reihe) dreht sich um den Zapfen. Diese Gruppe von Ringen wiederholt sich
längs der Achse einige male. Diese Ringe verbinden die verschiedenen Gegenstände mit dem
ersten Gelenktyp 302. Im folgenden wird eine Analyse der in Fig. 9 gezeigten Reihe von
Ringen gegeben:
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- Ring 321 ist mit dem windresistenten Träger 411 verbunden und verbindet den Zapfen
mit dem Träger unter Verwendung einer Außengewindeschraube 322. Dieser Ring hat
eine Klammerform und umgibt den Zapfen teilweise. Zwei kleine Flügel erstrecken sich
von dem Ring aus und dienen zur Befestigung des Trägers 411 und des Zapfens mit
Hilfe der obenerwähnten Schraube.
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- Der Ring 322 verbindet die Tafel 102 mit dem Gelenk. Der Ring kann mit Hilfe einer
Lötnaht 324 an der Tafel angelötet werden.
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- Der Ring 325 verbindet die Tafel 101 mit demselben Gelenk durch eine Lötstelle 326.
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- Der Ring 327 befestigt eine der Platten 131 der Plattenreihe mit demselben Gelenk. In
diesem Fall hat der Ring eine Klammer 328, die mit der Platte 131 vernietet ist und die
Platte trägt.
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- Der Ring 329 befestigt die andere Platte 132 an dem Gelenk mit Hilfe seiner Klammer
330.
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Es sind genau so viele Ringe des Typs 327 oder 329 in jeder Ringgruppe vorhanden, wie
Platten vorhanden sind. Dies ist darauf zurückzuführen, daß einer von ihnen für jede Platte
benötigt wird, die mit dem Gelenk verbunden ist.
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Figur 10 zeigt eine Draufsicht von Fig. 9, wobei die Ringe 321, 323, 325, 327 und 329 einer
über dem anderen liegen.
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Figur 11 zeigt die Rückeite einer Tafel, die die Grundstruktur verdeutlicht. Über dieser
Struktur ist eine metallene Platte 140 (oder aus einem anderen Material bestehend). Bei
dieser groß dimensionierten Version des Schildes ist jede Tafel wenigstens 2 m breit und 4
m hoch, was bedeutet, daß das Verfahren zum Austausch einer Botschaft schwierig ist. Aus
diesem Grund werden Tafeln dieser Größe gewöhnlich in kleinere Tafeln unterteilt.
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Der Rahmen ist aus den folgenden Elementen aufgebaut:
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- Zwei rohrförmige, rechtwklige Träger 421 und 422, die an den Seiten vertkal
angeordnet sind. Diese Träger sind nicht durchgehend, wenn die großen Platten in
kleinere unterteilt werden.
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- Sieben horzizontale Querträger 423, die an den senkrechten Trägern angelötet sind. Am
senkrechten Mittelpunkt können zwei Träger nebeneinander liegen, da der eine zu der
oberen Untertafel und der andere zu der unteren Untertafel gehört. Diese beiden Träger
sind mittels Schrauben 425 befestigt, um Relativbewegungen zwischen den Teilen der
Tafeln zu beseitigen.
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- Senkrechte Zwischenträger 424, welche eine senkrechte Linie bilden, sind zwischen den
Querträgern angeordnet.
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Aus Figur 11 sind auch die Trag- und Befestigungsvorrichtungen für die Platten ersichtlich.
In diesem Fall werden sie von einer Gruppe Schraubenbolzen gebildet, die in zwei
senkrechten Reihen angeordnet ist. Die eine Bolzenreihe 601 befindet sich in der Nähe des
Randes der Tafel und die andere Bolzenreihe 602 in der Nähe der Mittellinie. Jede Gruppe
von Bolzen ist durch die entsprechenden Stangen 603 und 604 verbunden.
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Die senkrechten Stangen werden mittels Führungen an den senkrechten Trägern der Tafeln
gehalten. Die Stangen sind miteinander an ihren oberen Enden mit Hilfe eines "Aufhängers"
605 verbunden. Dieser Aufhänger ermöglicht die senkrechte Verschiebung des ganzen
Befestigungssystems, dessen Bewegung durch einen angebrachten Stab 606 ausgelöst wird.
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Figur 12 zeigt eine detaillierte Version von Figur 11. Es sind zwei Befestigungen mit ihren
entsprechenden Bolzen erkennbar. Dabei handelt es sich jeweils um die erste der Gruppen
601 und 602.
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Jede Befestigungsvorrichtung dieser Art besteht aus einem rechteckigen Rahmen aus
kleinen Stangen und einem Bolzen 610, der am Kopf oder Boden des Rahmens angebracht
ist. Der Bolzen ist am Kopf oder Boden in Abhängigkeit davon befestigt, ob die
Befestigungsvorrichtung sich in der linken Tafel oder rechten Tafel befindet. Alle Bolzen in
einem der Tafelpaare (links oder rechts) sind in derselben Weise befestigt. So können
beispielsweise alle Bolzen an der unteren Stange des Befestiglingsrahmens angebracht sein.
Aus diesem Grunde werden sie untere Bolzen genannt. Alle Stangen der anderen Tafel des
Paares sind in derselben Weise an der oberen Stange des Befestigungsrahmens angebracht
und werden obere Bolzen genannt. Der Grund hierfür wird später erläutert.
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Eine der Außenseite 601 des Befestigungsrahmens ist Teil der Stange 603, die in
senkrechter Richtung alle Befestigungselemente dieser Linie verbindet. Dasselbe gilt für das
Befestigungselement 602 und die Stange 604. Die Führungen 608, die die Stangen an den
seitlichen Trägern des Tafelrahmens halten, lassen sich ebentils erkennen. Die
"Kugelverriegelung" 609, deren Aufgabe darin besteht, eine senkrechte Verschiebung des
Befestigungssystems zu verhindern, ist ebenfalls sichtbar. Beide senkrechte Linien der
Befestigungselemente sind an ihren oberen Teilen mit Hilfe einer starren Querstange 605 (im
folgenden "Aufhänger" genannt) verbunden. Dies ermöglicht, daß die senkrechte
Verschiebung mit Hilfe eines angebrachten Stabes 606 gesteuert werden kann. Dieser Stab
besitzt eine Öffnung 607, die als Verbindung mit einem System dient, das alle
Verriegelungselemente bewegt (dies wird im folgenden noch erläutert).
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Die folgenden Elemente führen ebenfalls zu dieser besonderen Version der Trag- und
Befestigungsvorrichtung für die Platten:
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- Hinter der Verriegelung kann eine Reihe Nuten auf der Oberfläche 140 festgestellt
werden, die am Tafelrahmen festliegen. Diese werden "Fenster" 611 genannt. Durch
diese Fenster tritt eine Anzahl perforierter Platten 640 hindurch in die
Verriegelungsrichtung. Diese Platten besitzen eine Bohrung 630, die von dem Bolzen
610 durchstoßen wird. Jede Platte hat ihre eigene perforierte Platte. Es sind so viele
Fenster 611 auf der Oberfläche der Tafel 140 vorhanden, wie Platten zwischen den
Tafeln anzutreffen sind. Es sind außerdem so viele perforierte Platten 640 wie Platten
der erstgenannten Art vorhanden. Dies bedeutet nicht notwendigerweise, daß jedes
Fenster durch eine entsprechende, perforierte Platte 640 besetzt ist, da sie, wie im
folgenden noch erläutert wird, nicht vorhanden zu sein brauchen.
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Figur 13 zeigt die Details der perforierten Platten 640, welche auf jeder Platte installiert
werden, um diese auf der Tafel zn befestlgen. Diese Platten werden im folgenden
"Befestigungszungen" 640 genannt. Die Befestigungszunge 640 ist mit Hilfe einer
genieteten Stütze 650 an der entsprechenden Platte angebracht. Zur Platte 132 gehören die
Bohrung 632, die Befestigungszunge 642 und die genietete Stütze 652.
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Die Befestigungszungen 640, die aus Metall oder irgendeinem anderen resistenten und
steifen Material bestehen können, sind lotrecht in die Ebene jeder Platte implantiert. Jede
Befestigungszunge 640 erstreckt sich von ihrer entsprechenden Platte auf beiden Seiten so,
daß sie in der richtigen Weise in die entsprechenden Tafeln eindringt, wenn immer sie
wechselseitig miteinander konfrontiert werden. Damit dies möglich ist, ist es notwendig, daß
alle Platten mit Fenstern versehen sind, durch die die Befestigungszungen der anderen
Platten hindurchtreten können (beispielsweise die Fenster 612 auf der Platte 131). Die Platte
132 ist ebenfalls mit Fenstern 613 versehen, die es ermöglichen, daß die Befestigungszungen
der anderen Platten hindurchtretn. Die Löcher sind senkrecht angeordnet und so
positioniert, daß die Befestigungszunge der Platte, die einer Tafel am nächsten liegt, die
oberste Lage einnimmt. Die Löcher, die den anderen Platten entsprechen, nehmen der Reihe
nach hintereinander die restlichen Positionen ein. In Figur 13 ist dargestellt, wie der
Tafelstab 606 die Öffnung 607 überlappt.
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Figur 14 ist eine weggeschnittene Seitenasicht der Tafeln 103 und 104, wenn diese
wechselseitig miteinander konfrontiert sind, was bedeutet, daß sie sich in der zweiten
Position befinden. In Figur 14 sind die folgenden Trageinrichrungen und
Plattenbefestigungen, die bei dieser Ausfühungsform Verwendung finden, gezeigt:
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- Die Rahmenstruktur mit den waagrechten Querträgern 423 jeder Tafel Ein senkrechter
Schnitt zeigt die Öfihung, durch die der senkrechte Stab 606 sich erstreckt, die
senkrechten Träger 421 jeder Tafel und die Oberfläche der Tafel 140.
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- Die Zwischenplatten, die in dieser Position zwschen zwei Tafeln gepresst sind, bilden
die obenerwähnten Platten 131 und 132.
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- Die Befestigungszungen aller Platten, insbesondere die Befestigungszungen 641 und
642, die den Platten 131 bzw. 132 entsprechen, und die Träger 651 und 652, die die
Befestigungszungen an diesen Platten anbringen, sowie die entsprechenden Bohrungen
631 und 632. Diese Bohrungen, die von den entsprechenden Befestigungszungen
getragen werden, erstrecken sich durch die Fenster 612, 613, etc. in den Platten sowie
durch die Fenster 611 in den Oberflächen der Tafeln 140.
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- Der vordere Rand der Befestigungselemente 601 mit ihren entsprechenden Bolzen 610
läßt sich ebenfalls in Figur 14 erkennen. Sie befinden sich für die Tafel 103 oben und für
die Tafel 104 unten.
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- In der Ebene der Befestigungselemente sind die Aufhänger 605, an denen die
senkrechten Stäbe 606 mit den Löchern 607 angebracht sind.
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- Das Scharnier, das zu dem zweiten Gelenktyp 301 gehört, ähnlich dem ersten
Gelenktyp 302 (der einzige Unterschied besteht darin, daß an dem zweiten Gelenktyp
301 keine Platten befestigt sind). Dieses Scharnier ist an dem Plattenrahmen 103 durch
einen Ring 323 und eine Lötverbindung 324 angebracht.
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- Der Hauptzapfen 613, der eine zylindrische Stange ist, tritt in die Öffnungen 607 der
senkrechten Stäbe ein. Er bewegt sich längs der speziellen Zapfenführmg 614 vertikal.
Er wird durch das Zapfenkabel 615 bewegt. Von der Seite, die in Figur 14 nicht zu
sehen ist, tritt der Zapfen in die senkrechten Stäbe ein, die den Tafeln 101 und 102
entsprechen. Der Zapfen 613 ist symmetrisch, wobei sich das Kabel 615 in der Mitte des
Zapfens befindet.
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Das Trag- und Befestigungssystem, das im Zusammenhang mit seinen Elementen in den
Figuren 11-14 beschrieben ist, hat zwei Hauptziele, nämlich erstens die Plattengruppe fest
an den Tafeln abzustützen, so daß sie eine Einheit bilden und durch den Wind nicht bewegt
werden, wenn sie sich außedhab beiinden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es bei großen
Schildern notwendig, die freiliegende Platte jeder Gruppe an einigen Punkten pro m²
abzustützen. Das zweite Ziel besteht darin, es zu ermöglichen, das gewünschte Bild unter
allen Bildern, die aus all den Platten zusammensetzbar sind, auszuwählen.
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Unter Bezugnahme auf den in den Figuren dargestellten Mechanismus wird im folgenden
die Arbeitsweise des Bildauswählsystems der vorliegenden Erfindung beschrieben. Die
dargestellte Ausführungsform des Schildes ist aus zwei bekannten Formationen
zusammengesetzt, die sich, wie in den Figuren beschrieben, ändern lassen. Das Schild hat
zwei extreme statische Positionen (im obigen als die "erste Position" und die "zweite
Position" bezeichnet) und wird von der einen in die andere mit einer translatorischen
Bewegung verschoben. Diese Bewegung besteht hauptsächlich aus dem Zusammenfalten in
der sichtbaren Formation und dem Entfalten der verborgenen Formation. Diese Bewegung
ist ähnlich derjenigen eines Akkordeons. Die zweiten Gelenktypen 304 und 305, die beide
Formationen verbinden, steuern die Bewegung. Wenn diese Gelenke in die eine Richtung
bewegt werden und dann in die andere Richtung, so wird das Schild aus der einen Position
in die andere bewegt und umgekehrt. Diese zweiten Gelenktypen rollen auf den geraden
Schienen 501 und 502.
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Das Vorhandensein von zwei Tafelformationen garantiert die Zurschaustellung von
wenigstens zwei unterschiedlichen Botschaften (eine von jeder Formation), jedoch kann jede
Formation eine Anzahl unterschiedlicher Botschaften zeigen. Somit ist die Anzahl der
Botschaften unabhängig von der Anzahl der Formationen. Die Veränderung der
Botschaften findet inneralb der Minimaleinheiten statt, die aus einem Paar Tafeln
zusammengesetzt sind, welche durch einen ersten Gelenktyp 302, 303, 306 und 307
verbunden sind. Jedes Paar schließt zwischen den Oberflächen der beiden Tafeln eine
Vielzahl von Platten ein (im Beispiel 131 und 132, jedoch allgemein genannt 130), die mit
den ersten Gelenktypen verbunden sind. Diese Minimal einheit, die aus einem Tafelpaar und
den zwischen den Tafeln befindlichen Platten zusammengesetzt ist, arbeitet wie ein Buch mit
Deckeln und Seiten. Wenn ein Buch an verschiedenen Seiten aufgeschlagen wird, so sind
unterschiedliche Botschaften sichtbar. Auf diesselbe Weise sind, wenn ein Paar Tafeln mit
unterschiedlichen Platten geöffnet werden, unterschiedliche Botschaften sichtbar.
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Die Platten 130 sind solche ohne eine zusätzliche Struktur und somit sehr instabil. Aus
diesem Grund ist es unmöglich, die Botschaft einfach dadurch zu verändern, daß die Platten
bewegt werden und die Tafeln in einer festen Position in derselben Ebene belassen werden,
(beispielsweise die Tafeln 101 und 102). Die Anderung hat in dem Moment zu erfolgen, in
dem die beiden Tafeln wechselweise gegenüberliegen, wobei alle Platten zwischen ihnen
zusammengepresst sind.
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Die Translationsbewegung (Fallung der Tafeln), die oben beschrieben wurde, hat zwei
grundsätzliche Ziele, nämlich erstens einen visuellen Effekt zu schaffen, der die
Aufmerksamkeit des Betrachters weckt und zweitens, die Formation so zu transportieren,
daß sie in einer neuen Position gezeigt wird. Dies ist die Position, in der die Tafeln eines
Paares wechselweise konfrontiert sind, so daß die Anderung der Bilder stattfinden kann.
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In der ersten Position, wie in Fig. 1 gezeigt, liegt die erste Formation offen und die zweite
Formation ist mit ihrem Tafelpaar in Konfrontation. Durch den Einfaltungsprozeß, der in
Fig. 3 dargestellt ist (angestoßen durch die Bewegung in Richtung auf die Mitte der Gelenke
304 und 305) bewegt sich das Schild in die zweite Position, die in Fig. 5 dargestellt ist. In
dieser Position ist die zweite Formation sichtbar und die erste Formation ist mit ihrem
Tafelpaar in Konfrontationsstellung. Das Schild bleibt in dieser Position für eine gewünschte
Zeitspanne stehen. Während dieser zeit erfolgt der Auswahlprozeß für die Platten, um das
nächste Bild der ersten Formation zu etablieren. Diese Arbeit findet in den beiden
Tafelpaaren 101, 102 und 103, 104 statt, die diese Formation bilden. Sie geschieht in
koordinierter und sinuiltaner Weise so, daß die Tafeln ein einziges Bild in den vier Tafeln
herstellen, das sichtbar ist, sobald das Schild in die erste Position zurückgeht. Wenn die
Formation mehr als zwei Plattenpaare aufweist, so sind diese alle gleichzeitig diesem Prozeß
unterworfen.
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Zu der gewünschten zeit trennen sich die zweiten Gelenktypen 304 und 305, falten die
zweite Formation und lassen die erste sichtbar werden. Während des Übergangs sieht das
Schild wie in Fig. 3 dargestellt aus, wobei es sich jedoch in die entgegengesetzte Richtung
bewegt. Es erreicht die erste Position (Figur 1), jedoch zeigt die erste Formation nunmehr
ein neues Bild, nämlich das Produkt der speziellen Auswahl der Platten 130.
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In dieser ersten Position befindet sich nun eine zweite Formation in der für den
Bilderwechsel geeigneten Stellung. Das Verfähren ist ähnlich demjenigen für die erste
Formation beschriebenen. Wenn das Bild in die zweite Position von Fig. 5 zurückkehrt
(sobald die zweite Formation, die aus den Tafeln 201, 202, 203 und 204 zusammengesetzt
ist, wieder sichtbar wird), so wird das zweite Bild gezeigt.
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Auf diese Weise wiederholt sich die Bewegungsfolge. Die Formation wird wieder freigelegt,
kaan jedoch ein anderes Bild zeigen. Diese Bilder lassen sich in irgendeiner gewünschten
Reihenfolge auswählen und zeigen.
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Das Plattentrag- und Befestigungssystem (beschrieben in den Figuren 11, 12, 13 und 14)
dient als Mittel zur Bildauswahl. Diese Platte weist (wie im obigen beschrieben) eine Anzahl
Befestigungszungen 640 auf, die über ihre Oberfläche verteilt sind. Diese Zungen sind
lotrecht auf den Platten angebracht und erstrecken sich von beiden Oberflächen. Sie fixieren
die Platten an jeder Tafel an mehreren Stellen, sobald ein Bolzen 610 und ein
Befestigungselement 601 und 602 durch sie hindurchtreten.
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Wenn eine Platte mit Zungen 640 versehen ist, so weisen alle anderen Platten Fenster 612,
613, etc. auf. Wenn all diese Platten in Berührung stehen, bilden sie ein Paket, und eine
Gruppe von Zungen 640 wird sichtbar, die sich von beiden Oberflächen aus erstrecken. Jede
Gruppe ist aus so viel aneinandergereihten Zungen zusammengesetzt, wie Platten sich in
dem Paket befinden.
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Wenn die Tafeln auf die Platten Druck ausüben, so tritt jede Gruppe von Zungen 640 in jede
Tafel (eine auf jeder Seite) durch die Fenster 611 in der Oberfläche 140 ein. Das Paket bleibt
innerhalb) des Rahmens der Stangen, die die Befestigungselemente 601 oder 602 (in Fig. 14)
bilden. Aus diesem Grunde entspricht jedes Befestigungselement (601 oder 602 in Fig. 11)
einer Gruppe von Zungen.
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In der in Fig. 5 gezeigten Position sind dann, wenn die Tafeln alle Platten zusammenpressen
und alle Zungen aufgereiht sind, die Bohrungen 630 senkrecht aneinandergereiht und
ermöglichen somit den Eintritt des Bolzens 610. Das Verriegelungselement bewegt sich
senkrecht über den Träger 421 des Tafelrahmens. Diese Bewegung ist mit der Bewegung
aller anderen Verriegelungselemente 601 oder 602 synchronisiert. Die
Verriegelungselemente sind durch vertikale Stangen 603 und 604 miteinander verbunden, die ihrerseits an
dem Rahmen mit Hilfe von Führungen 608 angebracht sind. Die Verriegelungselemente
werden durch den Aufhänger 605 bewegt, der beide senkrechten Stangen durch den Stab
606 verbindet. Der Stab durchquert den Querträger des Rahmens 423.
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Nimmt man an, daß in der ersten Stellung (Figur 1) alle Platten der Tafelpaare 101 und 102
über der Tafel 102 liegen, und die Platten 103 und 104 über der Tafel 104 liegen, so wird
das von dem Schild gezeigte Bild auf der sichtbaren Seite der letzten Platten, die auf jeder
Tafel liegen, und auf den Oberflächen 140 der Tafeln 101 und 103 dargestellt.
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Dies ist die Auswahl Nummer eins, in der die Tafeln 101 und 103 frei sind (keine Platten
sind an ihnen angebracht), und demzufolge sind ihre Fenster 611 frei von
Befestigungszungen 640. Die Tafel 102 und 104 tragen alle die an ihnen angebrachten
Platten. Das bedeutet, daß die Fenster 611 alle mit den Zungen 640 jeder Platte 130
ausgefüllt sind. Da die Platten an den Tafeln anzubringen sind, müssen die Zungen, die zu
diesem Zweck verwendet und auf der Oberfläche verteilt werden, auf den Tafeln verriegeit
werden, um die Platten zurückzuhalten. Dies ist die Aufgabe des Bolzens 610, der im Falle
der Tafeln 102 und 104 die Zungen festhält. Er bewirkt dies, indem er durch alle Bohrungen
630 hindurchtritt.
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Wenn das Schild sich in die zweite Position bewegt, werden beide Tafelpaare der ersten
Formation wechselseitig konfrontiert (Figur 5), wobei die Platten 130 zusammengepreßt
werden. Alle freien Zungen 640 der Platten treten durch die Fenster 611 der Tafeln 101 und
103 innerhalb der Verriegelungselemente 601 und 602 der Tafeln. In diesem Augenblick
entspricht die Position der in Figur 14 gezeigten und befindet sich im Auswahlzustand Nr. 1.
Bei den Verriegelungselementen der Tafeln 102 und 104 mit ihren Bolzen treten alle
Zungen 640 durch die Bohrungen. Verriegelungselemente der Tafeln 101 und 103 sind so
verschoben, daß ihre Bolzen keine Bohrung durchgreifen. Wenn das Tafelpaar sich wieder
öffnen würde, würde das Bild dasselbe sein. Die Plattensind wie im obigen erläutert
angebracht.
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Wenn stattdessen alle Verriegelungselemente beider Tafeln senkrecht abwärts bewegt
werden, um die eine Position synchron anzusteuern, verlassen alle Bolzen der Tafeln 102
und 104 die Bohrungen der ersten Zungen. Diese Zungen besetzen die oberen Plätze der
sogenannten "Gruppen von Zungen". Gleichzeitig treten in den Tafeln 101 und 103 die
Bolzen in die Bohrungen der ersten Zungen ein.
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Das heißt, beim Ansteuern der ersten Position werden die ersten Platten der Pakete von den
Tafeln 102 und 104 unabhängig und an den Tafeln 101 und 103 befestigt. Die zweiten
Platten der Pakete bleiben mit den Tafeln 102 und 104 fest verbunden, weil die Bolzen
dieser Verriegelungselemente, die nur etwas vorrücken, noch die Bohrungen durchdringen,
die zu den zweiten Platten gehören.
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Wenn zu diesem Zeitpunkt das Schild in die erste Position zrrückbewegt würde, könnte
man sehen, daß die erste Formation ein anderes Bild zeigt, weil andere Platten sichtbar
werden, die die Auswahl Nr. 2 darstellen.
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Um diesen Bildwechsel zu ermöglichen, müssen die Bolzen in den gegenüberliegenden
Tafeln unteschiedlich arbeiten. Die Bolzen in den Tafeln 102 und 104 sind "untere" Bolzen.
Die Bolzen in den Tafeln 101 und 103 sind "obere" Bolzen (Figur 12). Wenn die unteren
Bolzen in der einen Richtung (vorwärts oder rückwärts) bewegt werden, bewegen sich die
oberen Bolzen in der entgegengesetzten Richtung. Die Verriegelungselemente brauchen sich
nicht in progressiver Folge zu bewegen. Zwei Positionen können gleichzeitig entweder
vorwärts oder rückwärts angestrebt werden.
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Diese Bewegungen werden durch den Steuerzapfen 616 gelenkt, der eine zylindrische,
waagrechte Stange bildet, die von einem Seil 615 senkrecht bewegt wird. In der ersten
Formation wird dieser Zapfen über dem Gelenk 301 symmetrisch angeordnet. Das
motorgetriebene Seil615 beifindet sich in der Ebene, die durch die Gelenkachse läuft.
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Dieser Zapfen ist an der senkrechten Stange 606 angebracht. Diese Stange bewegt den
"Aufhänger" 605, der beide Reihen von senkrechten Verriegelungselementen verbindet.
Diese senkrechte Stange hat eine Bohrung 607, die von dem Steuerzapfen durchgriffen
wird.
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Wie im obigen erläutert, erfolgt der Wechsel der Platten auf allen Tafeln gleichzeitig. Dies
bedeutet, daß der Zapfen mit den Stangen der vier Tafeln gleichzig verbunden ist. Dies
geschieht, sobald das Schild die Position verändert. Die Lage des Zapfens und der Stangen
ist so gewählt, daß dann, wenn die zweite Position gebildet wird, die senkrechten Stangen
der Tafeln 101 und 102 auf der linken Hälfte des Zapfens sitzen. Gleichzeitig sitzen die
Stangen der Tafeln 103 und 104 auf der rechten Seite, wobei der Zapfen durch die
Bohrungen 607 jeder Stange hindurchtritt. In dieser zweiten Position (Figur 5) sind die vier
senkrechten Stangen mit dem Steuerzapfen verbunden. Das Motorseil kann den Zapfen
nach oben ziehen (oder nach unten stoßen). In jedem Fall bewegt es die
Verriegelungssysteme aller vier Tafeln, indem die Verriegelungselemente bewegt werden.
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Jede Bewegung dieser Art führt zu einem Wechsel der ausgewählten Platte. Die
Bewegungen können die Verriegelungsbolzen gleichztig in verschiedene Positionen und in
jeder Richtung verschieben. Dies ist möglich auf Grund des Seils 615, welches von einem
"Hilfs"-Motor bewegt wird, der entweder durch eine mechanische Steuereinrichtung oder
einen elektronischen Prozessor gesteuert wird.
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Nachdem der Wechsel stattgefunden hat, bleibt das Schild eine vorbestimmte Zeitspanne in
der zweiten Position. Wenn es dann damit beginnt, sich in die erste Position
zurückzubewegen, wird der Zapfen aus den senkrechten Stangen herausbewegt. Die
Verriegelungssysteme der Tafeln in der ersten Formation behalten während der Translation,
der Ausstellung der Reklame und der Rückkehr in die zweite Position ihre fixe
(unveränderte) Position bei. In der zweiten Position treffen sich der Zapfen und die
Bohrungen wieder. Senkrechte "Kugelriegel" 609, die die senkrechten Stangen 603 und 604
mit den Rahmenträgern verriegeln, dienen dazu, das Verriegelungssystem in einer fixen
Lage zu halten, wänrend die Tafeln bewegt werden.
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Um die Bilder der zweiten Formation zu wechseln (deren Tafeln während der ersten
Formation frontal einander gegenüberliegen), sind zwei steuernde Halbzapfen erforderlich.
Für jedes Tafelpaar 210, 202 udn 203, 204 ist ein Halbzapfen vorgesehen. Zwei Motorseile
und zwei "Hilfs"-Motoren betätigen die Zapfen und benützen dieselbe Steuervorrichtung.
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Dieses Betriebssystem arbeitet für jedes beliebige Schild in derselben Weise, ist jedoch
entsprechend der Größe des Schildes mit unterschiedlichen Komponenten ausgestattet.
Schilder im Freien mittlerer Größe sind mit einer geringeren Anzahl Verriegelungselemente
pro Flächeneinheit versehen. Bei in Gebäuden verwendeten Schildern kleinerer Größe sind
die Verriegelungssysteme auf der Rückseite der Tafeln angeordnet. In diesen letztgenannten
Fällen befindet sich auf jeder Platte eine Zunge, die den Rand der Tafel (oben, unten oder an
beiden Seiten) überlappt.
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Diese Zungen sind in einer Weise angeordnet, daß die gewünschte Zunge mit Hilfe einer
Schiebeverriegelung an der gewünschten Tafel angebracht werden kann, um dadurch die
unterschiedlichen Selektionen zu wählen. Die Schiebeverriegelungen sind an jeder
Tafelstruktur entweder am oberen oder unteren Rand fest angebracht. Sie werden mit Hilfe
von Elementen bewegt, die den Steuerzapfen ähnlich sind, verschieben jedoch in
waagrechter Weise (mit ihrem erforderlichen Motorseil, den "Hilfs"-Motoren und den
Steuerungen) und ergreifen die gewünschte Platte.
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In den folgenden Abschnitten werden einige grundlegende Merkmale des Motorsystems des
Schildes beschrieben. Die Erläuterung basiert auf dem Schild mit festem Rahmen, innerhalb
dessen die Tafeln bewegt werden (so wie im Beispiel). Diese Erfindung betrifft jedoch auch
rahmenlose Schilder, die nur eine Formation aufweisen. In diesem Fall muß das
Motorsystem entsprechend angepaßt werden.
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Unabhängig davon, welche Konfiguration das Schild hat, ob es nun ein Paar oder mehrere
Formationen beinhaltet, die oberen und unteren Führungseinrichtungen sowie die
Verbindungselemente sind für die Funktion des Schildes in jedem Fall erforderlich. Diese
Verbindungselemente sind im wesentlichen Roll- oder Schiebeeinrichtungen. Sie können an
den ersten oder zweiten Gelenken befestigt werden oder in der Mitte des oberen Randes
eines Tafelrahmens. Die oberen und unteren Verbindungselemente sind immer senkrecht
ausgerichtet. Die Steifigkeit der Tafeln erzwingt diese senkrechte Ausrichtung, wobei es
keine Rolle spielt, in welchem augenblicklichen Bewegungszustand sich das Schild befindet.
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Bei dem Beispiel wird der Positionswechsel (von der ersten in die zweite) durch Bewegung
der zweiten Gelenktypen 304 und 305 erreicht. Diese Bewegung kann durch Kräfte
veranlasst werden, die nur auf die unteren Enden der Gelenke übertragen werden. Eine
Antriebskette zusammen mit Kettenrädern (eines in jedem zweiten Gelenk, was bedeutet,
eines für jede Schildhälfte) wird zur Bewegung der Tafeln benutzt. Eine Hauptkette, die mit
einem Motor verbunden ist, bewegt das gesamte System.