DE69302697T2 - Behälter mit einem schalenförmigen boden und einem deckel - Google Patents
Behälter mit einem schalenförmigen boden und einem deckelInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft einen Behälter mit einem schalenförmigen Unterteil mit einer Öffnung, die mit einem flexiblen Deckelteil bedeckt ist, welches entlang einem Rand entlang seines Umfangs mit dem Unterteil dichtend verbunden ist, um ein dicht verschlossenes Fach zu bilden. Das Deckelteil weist eine erste Deckelschicht, die mit dem Unterteil entlang eines Abschnitts seines Rands dichtend verbunden ist, und eine zweite Deckelschicht auf, die abziehbar mit der ersten Deckeischicht und dem Unterteil entlang des restlichen Abschnitts seines Rands dichtend verbunden ist, wobei es ein Greifelement aufweist, das sich mit dem Unterteil oder mit der ersten Deckeischicht über die Verbindungslinie hinaus erstreckt.
- DE-B 2,140,733 offenbart einen Behälter der obigen Art, der geeignet ist, Fertiggerichte zu enthalten, die in kochendem Wasser oder einem Ofen, wie zum Beispiel einem Mikrowellenherd, aufgewärmt werden sollen, wobei der Behälter ein schalenförmiges Unterteil aus Aluminium und ein Deckelteil aus Aluminium aufweist, die mit dem Unterteil entlang seines Rands dichtend verbunden sind. Schwächungslinien teilen das Deckelteil in drei Abschnitte, wobei jeder Abschnitt mit einem Greifelement versehen ist, das gegriffen werden kann, wenn der betreffende Abschnitt des Deckelteils von dem Unterteil entfernt werden soll.
- Entsprechend offenbart DK-B 160,702 einen Behälter der obigen Art mit schalenförmigem Unterteil und einer abziehbaren Deckelschicht aus Polyester. Dieser Behälter ist auch geeignet zum Einfrieren und Lagern von Nahrungsmittelartikeln und kann später im Zusammenhang mit dem Aufwärmen des Nahrungsmittelartikels in einem Ofen, wie etwa einem Mikrowellenherd, weiterverwendet werden.
- Ferner offenbart DE-A1 2,840,223 einen Tabaksbeutel aus Plastikfolie mit einer Öffnung, die mittels eines abziehbaren Verschlußstreifens verschlossen ist.
- Überdies offenbart US-A-1,320,757 einen Schichtmetallbehälter der Art, die einen Deckel aufweist, der entlang Lötlinien an einen unteren Teil gelötet ist. Der Deckel kann entlang den genannten Linien weggerissen werden, um den Behälter zu öffnen. Der Deckel weist zwei Deckelschichten aus Metall auf, die entlang einer sich schräg erstreckenden Linie zusammengelötet sind, welche die Seitenwände des Behälters in Winkeln schneidet. Weiter ist jede Deckelschicht an den Rand der Behälterwand gelötet. An einer Ecke des Überlappungsbereichs zwischen den beiden Deckeischichten ist jede Deckelschicht mit einer Lasche versehen, die gegriffen werden kann, um die betreffende Deckelschicht zu entfernen. Gemäß der Veröffentlichung ist es möglich, den Deckel von Hand zu entfernen, ohne einen Schlüssel zu verwenden. Jedoch sollte skeptisch betrachtet werden, ob es möglich ist, die Lötverbindung zu zerbrechen und dabei die Deckelschicht wegzureißen, ohne Werkzeuge, wie etwa einen Schlüssel, zu verwenden. Unter allen Umständen erfordert das Wegreißen der Deckelschicht ohne Verwendung eines Werkzeugs eine derartige Kraft und ist mit einem derartigen Risiko, sich zu schneiden, verbunden, daß sehr wenige Personen überhaupt einen Versuch machen würden.
- Schließlich offenbart FR-B1-319.186 einen Schichtmetallbehälter, der sich von dem Behälter nach US-A-1,320,757 im wesentlichen nur dadurch unterscheidet, daß an der Lasche zum Abreißen der betreffenden Deckelschicht von Hand ein Greifring befestigt ist.
- US-A-1,320,757 und FR-B1-319.186 beziehen sich somit auf eine völlig andere Art der Verpackung als die vorliegende Erfindung.
- Die Aufgabe der Erfindung ist, einen Behälter der obigen Art zur Verfügung zu stellen, der insbesondere geeignet ist zum Lagern und Zubereiten von Nahrungsmittelartikeln und der leicht zu öffnen ist, ohne Gefahr, seine Inhalte zu verschütten.
- Der erfindungsgemäße Behälter ist dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil und die erste und die zweite Deckelschicht aus einem Laminat gefertigt sind, das ein Polymer aufweist, wobei das Unterteil eine nach innen gewandte Laminatschicht, die PE aufweist, hat, die erste Deckelschicht eine nach innen gewandte Laminatschicht, die PE aufweist, und eine nach außen gewandte Laminatschicht, die PP aufweist, hat und die zweite Deckelschicht eine nach innen gewandte Laminatschicht hat, die PE aufweist.
- Als Folge braucht die abziehbare Deckelschicht nur entfernt werden, um den Zugang zum Inneren des Behälters zu erlauben, wobei die genannte Deckelschicht vorzugsweise einen kleinen Abschnitt der Öffnung des Behälters bedeckt. Da die abziehbare Schicht entfernt werden kann, ohne die Gefahr, das ganze Deckelteil zu entfernen, ist die Gefahr, daß etwas der Inhalte in Verbindung mit dem Öffnen verschüttet wird, im Vergleich zu den bekannten Behältern verringert. Da die erste Schicht außerdem auf der Schale bleibt, besitzt der ganze Behälter eine verbesserte Stabilität nach dem Öffnen verglichen mit den entsprechenden bekannten Behältern.
- Gemäß der Erfindung kann die zweite Deckelschicht abziehbar mit der ersten Deckelschicht dichtend verbunden sein und die erste Deckelschicht fester mit dem Unterteil dichtend verbunden sein. Theoretisch betrachtet könnte die erste Deckelschicht ebenfalls abziehbar mit dem Unterteil dichtend verbunden werden. Es wird jedoch bevorzugt, daß die erste Deckelschicht relativ fest mit dem Unterteil dichtend verbunden ist oder zumindest in einer derartigen Weise fester damit dichtend verbunden ist als die abziehbare Schicht, so daß die Gefahr, daß ein Abschnitt der ersten Deckelschicht in Verbindung mit dem Öffnen des Behälters abgezogen wird, minimiert wird.
- Außerdem kann sich die zweite abziehbare Deckelschicht erfindungsgemäß in einer überlappenden Weise auf die erste Deckelschicht in den gemeinsamen Verbindungsbereich der beiden Schichten ausdehnen. Diese Ausführungsform stellte sich in der Praxis als besonders vorteilhaft heraus, unter anderem, um zu vermeiden, daß Abschnitte der ersten Deckelschicht auch abgezogen werden, wenn die abziehbare Deckelschicht entfernt wird.
- Überdies können die beiden Deckelschichten erfindungsgemäß gemeinsam entlang einer geraden Linie dichtend verbunden sein. Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, insbesondere in Verbindung mit einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, bei der das schalenförmige Unterteil rechteckig mit zwei Paaren von gegenüberliegenden Seitenwänden ist und bei der die Verbindungslinie zwischen den beiden Deckelschichten sich parallel zu einer der Seitenwände, vorzugsweise der kürzesten Seitenwand, erstreckt. Auf diese Weise ist die Handhabung des Behälters während dem Öffnen und das Ausgießen der Inhalte besonders vorteilhaft.
- Weiter kann sich die abziehbare Deckelschicht erfindungsgemäß über die Verbindungslinie mit der ersten Deckelschicht hinaus erstrecken, um einen Greifstreifen mit einer freien Kante parallel zur Verbindungslinie zwischen den beiden Schichten zu bilden. Diese Ausführungsform ist besonders geeignet zur Herstellung, da beide Deckelschichten sowohl mit parallelen Seitenkanten als auch parallelen Endkanten geformt werden können, mit dem Ergebnis, daß sie von ihrer jeweiligen Rolle abgewickelt werden, in eine gegenseitig überlappende Lage gebracht werden und in dem Überlappungsbereich zusammengeschweißt werden können, woraufhin sie gleichzeitig entlang dessen Rand an das Unterteil geschweißt werden können.
- Außerdem kann die erste Deckelschicht erfindungsgemäß mindestens 50% und vorzugsweise mindestens 75 bis 95% der Öffnung des Unterteils bedecken. Im allgemeinen sollte um der Festigkeit willen und folglich um der Handhabung des Behälters willen eine maximale Bedeckung der Öffnung des Unterteils bevorzugt werden. Andererseits sollte der Abschnitt der Öffnung, der von der abziehbaren Schicht bedeckt ist, von einer derartigen Größe sein, daß es möglich ist, die Inhalte des Behälters herauszugießen.
- Schließlich kann das Unterteil erfindungsgemäß aus einem elastischen Material gefertigt sein, welches bevorzugt ein Polymer aufweist. Obwohl es natürlich bevorzugt wird, ein relativ elastisches oder halbsteifes Unterteil zu verwenden, ist offensichtlich, daß auch ein steifes Unterteil verwendet werden kann.
- Die Erfindung wird unten unter Bezug auf die beigefügten zeichnungen detaillierter beschrieben, wobei
- Fig. 1 eine isometrische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälters ist, und
- Fig. 2 eine Schnittansicht, entlang der Linien II-II von Fig. 1 genommen, ist.
- Der Behälter weist ein schalenförmiges Unterteil 1 und ein Deckelteil 2, 3 auf. Der Ausdruck "schalenförmiges Unterteil" sollte im weitesten Sinne verstanden werden, da das Unterteil im wesentlichen vollkommen flach, d.h. ohne Seitenwände, sein kann, oder es kann wesentlich tiefer als in der Figur gezeigt sein.
- Das Unterteil 1 ist rechteckig und weist einen Boden 4 auf. Zwei Paare von gegenüberliegenden Seitenwänden 5, 6 und 7, 8 erstrecken sich von dem Boden 4 nach oben und setzen sich an ihrem oberen Ende in einem gemeinsamen Flansch 9 fort, auf dem der obere Rand 10 des Unterteils positioniert ist.
- Das Deckelteil 2, 3 weist eine erste Deckelschicht 2 auf, die relativ fest mit dem Rand 10 des Unterteils 1 entlang des Hauptteils davon mittels einer ersten Schweißlinie 11 -durch "x"-e dargestellt - dichtend verbunden ist. Die erste Deckelschicht 2 bedeckt den Hauptteil der Öffnung des schalenförmigen Unterteils 1. Das Deckelteil weist überdies eine zweite Deckelschicht 3 auf, die abziehbar entlang einer zweiten Schweißlinie 12 - durch "o"-s dargestellt - mit dem restlichen Abschnitt des oberen Rands 10 des Unterteils 1 ebenso wie mit der ersten Deckelschicht 2 mittels einer Schweißlinie 14 dichtend verbunden ist, welche in dem Bereich an der freien Kante 16 der ersten Deckelschicht 2 vorgesehen ist und durch Dreiecke angezeigt wird.
- Die zweite abziehbare Deckelschicht 3 reicht in einer überlappenden Weise um einen Abstand über die Schweißlinie 14 mit der ersten Deckelschicht 2 hinaus, um einen Greifstreifen 15 zu bilden, der gegriffen wird, wenn die abziehbare Deckelschicht 3 entfernt werden soll. Wie die benachbarte freie Kante 16 der ersten Deckelschicht ist die freie Kante 17 des Greif streifens 15 parallel zu den kurzseitigen Wänden 5, 6 und den Rändern 18, 19 der zugehörigen Flanschabschnitte. Auf diese Weise werden beide Deckelschichten 2, 3 vorteilhafterweise mit parallelen Seitenkanten versehen.
- In der obigen Ausführungsform reicht die abziehbare Deckelschicht 3 um einen Abstand über die Schweißlinie 14 mit der ersten Deckelschicht 2 hinaus, um den Greifstreifen 15 zu bilden. Ein Greifstreifen 20 kann jedoch ebenfalls oder statt dessen von der abziehbaren Deckelschicht 3, die um einen Abstand über die Schweißlinie 12 mit dem oberen Rand 10 des Unterteils 1 hinaus reicht, geliefert werden, vgl. die punktierten Linien in der Zeichnung. In diesem Zusammenhang kann der zugehörige Flanschabschnitt 9a mit einer derartigen Breite geformt werden, daß es möglich ist, den Flanschabschnitt zu greifen, ohne die zugehörige Seitenwand 8 des Unterteils 1 zu berühren. Die vorher beschriebene Ausführungsform kann natürlich auch vorteilhaft mit einem derart breiten Flanschabschnitt ausgestattet werden.
- Weiter kann vorteilhafterweise eine Öffnung 21 in dem breiten Flanschabschnitt des Flansches 9 vorgesehen werden. Das Einführen einer Vorrichtung, wie etwa einer Zinke einer Gabel, in die Öffnung macht es möglich, den Behälter aus kochendem Wasser herauszunehmen, ohne daß die Finger mit dem Wasser in Berührung kommen. Wenn der Behälter einen weiteren breiten Flanschabschnitt 9a aufweist, der gegriffen werden kann, ohne die zugehörige Seitenwand 8 zu berühren, ist es möglich, den Behälter zu öffnen, ohne die Finger zu verbrennen, wenn der Behälter und folglich seine Inhalte in kochendem Wasser aufgewärmt worden sind.
- Der breite Flanschabschnitt 9a kann natürlich wunschgemäß an jeder beliebigen oder mehreren der drei Seitenwände 7, 8 und 6, die mit der abziehbaren Deckelschicht verbunden sind, vorgesehen werden.
- Das schalenförmige Unterteil 1 kann aus jedem elastischen, halbsteifen oder steifen Material gefertigt werden. Es wird jedoch für gewisse Anwendungen und aus Materialeinsparungsgründen bevorzugt, ein elastisches oder halbsteifes Laminat, wie zum Beispiel ein PE/PA/PE-Laminat, das in eine gewünschte Form tiefgezogen wurde und eine Dicke von 150 µm hat, zu verwenden. Es wird bevorzugt, ein relativ elastisches Material zu verwenden, das ein Polymer für die beiden Deckelschichten enthält. Auf diese Weise kann die erste Deckelschicht 2 zum Beispiel aus PP/PE-Laminat mit einer Dicke von zum Beispiel 70 µm mit der PE-Schicht nach innen gewandt gefertigt werden. Die abziehbare Deckelschicht 3 kann zum Beispiel aus einem PA/PE-Laminat mit im wesentlichen der gleichen Dicke wie die erste Deckelschicht gefertigt werden, wobei die PE-Schicht ebenfalls nach innen gewandt ist.
- Die Stärke der dichtenden Verbindungen zwischen den aufeinandertreffenden Oberflächen kann mit Hilfe einer geeigneten Materialkombination der Oberflächen gesteuert werden. Das letztere gilt sowohl für die Zusammensetzung des Materials als auch für das Auftragen einer Oberflächenbeschichtung oder des Klebstoffs. Die wechselseitige dichtende Verbindung der beiden Deckelschichten und deren dichtende Verbindung mit dem Unterteil können durch jedes Verbindungsverfahren, wie zum Beispiel mittels thermischem Schweißen oder Ultraschallschweißen, durchgeführt werden.
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