-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung mit einem
beweglichen Rohrkörper, der in eine Endlage gegen einen Anschlag
überführt werden kann. Eine solche Vorrichtung ist z.B. ein
Futterzaun für Vieh, welcher aus der Broschüre 'Spinder
Stalinrichting, Leveringsprogramma 1990/1991' bekannt ist,
wobei der Rohrkörper eine schwenkbare Fangstange ist.
-
Wenn sich der Rohrkörper gegen einen Anschlag mit einer
bestimmten Geschwindigkeit bewegt, ertönt ein sehr lautes,
irritierendes Geräusch. Es ist daher bekannt, an der Stelle des
Anschlags eine Gummikappe o. dgl. anzuordnen, die das Geräusch
dämpft. Bestehende Lösungen haben den Nachteil, daß sie nach
einer gewissen Zeit lose werden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche
Vorrichtung mit einer Anschlagdämpfung zu schaffen, die
betriebssicher während einer langen Zeitdauer arbeiten kann.
-
Gemäß der Erfindung wird dies mit einer Vorrichtung erreicht,
wie sie im Anspruch 1 gekennzeichnet ist. Wenn das anstoßende
Material der Rohrwandung deformiert wird, dann wird das
langgestreckte Element aus flexiblem Material elastisch
gleichzeitig deformiert, wodurch nach der Deformation der durch
die Bohrung definierte Kanal schmaler wird und das
langgestreckte Element unlösbar in dem rohrförmigen Körper fixiert
wird. Der hieraus vorstehende Abschnitt bildet jenen Teil des
Anschlags, der die Stoßdämpfung bewirkt.
-
Die Erfindung ist in besonderer Weise geeignet zur Benutzung
als Selbstfang-Futterzaun, wobei der Rohrkörper, der mit dem
Element aus flexiblem Material versehen ist, die schwenkbare
Fangstange ist. Unter den hohen Belastungen, denen derartige
Futterzäune ausgesetzt sind, bleibt die Anschlagdämpfung
während der gesamten Lebensdauer des Futterzauns betriebssicher
wirksam.
-
Ein zweckmäßiges Ausführungsbeispiel ist in Anspruch 3
gekennzeichnet. Bei einem solchen Futterzaun, bei dem das obere Ende
der Schwenkstange bereits in irgendeiner Weise abgeflacht ist,
damit es in eine Gabel des oberen Profils einpaßt, ist es
lediglich erforderlich, die Bohrung vorzusehen und das
langgestreckte Element einzusetzen.
-
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur
Herstellung eines Rohrkörpers, der mit einer Stoßdämpfung
ausgestattet ist. Das Verfahren ist in Anspruch 4 gekennzeichnet. Die
Deformation kann hier in geeigneter Weise durch ein
Preßverfahren bewirkt werden.
-
Ein sehr vorteilhaftes Ausführungsbeispiel ist in Anspruch 5
gekennzeichnet. Infolge einer Oberflächenbehandlung,
beispielsweise einer thermischen Galvanisierung, treten in den
Bohrungen irreversible, beträchtliche Dimensionstoleranzen auf. Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein langgestrecktes
Element aus flexiblem Material immer noch stramm in den
Rohrkörper betriebssicher eingesetzt werden, selbst wenn diese
beträchtlichen dimensionellen Toleranzen vorhanden sind. Es
ist demgemäß nicht notwendig, die Bohrung vorzusehen, nachdem
die Galvanisierungsbehandlung durchgeführt worden ist. Dieses
nachträgliche Einbohren würde natürlich zu einer Verminderung
des Korrosionswiderstandes führen.
-
Eine weitere Entwicklung ist in Anspruch 6 gekennzeichnet.
Dadurch, daß das langgestreckte Element auf beiden Seiten
vorsteht, wird nicht nur eine sehr robuste Fixierung dieses
Elementes erreicht, sondern es wird auch ein Anschlag
geschaffen, der nach zwei Seiten hin wirksam ist.
-
Vorzugsweise ist das langgestreckte Element von einem
gummiartigen Profilmaterial abgeschnitten. Die Kosten hierfür sind
sehr niedrig, so daß die der Erfindung eigenen Vorteile mit
sehr geringen Kosten erreicht werden können.
-
Die Erfindung wird nachstehend in Verbindung mit
Ausführungsbeispielen beschrieben, die aus der beiliegenden Zeichnung
ersichtlich sind. In der Zeichnung zeigen:
-
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung, eingebaut in einem Selbstfang-
Futterzaun;
-
Fig. 2 zeigt eine der Fig. 1 entsprechende
Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels;
-
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit, die durch den
Pfeil III in Fig. 1 angegeben ist;
-
Fig. 4 zeigt eine Einzelheit, die durch den
Pfeil IV in Fig. 2 angegeben ist;
-
Fig. 5 ist eine der Fig. 3 und 4 entsprechende
Ansicht einer abgewandelten Ausführungsform.
-
In Fig. 1 ist ein Futterzaun 1 dargestellt, der gemäß der
Erfindung ausgebildet ist. Dieser Futterzaun 1 weist in
bekannter Weise mehrere Futterplätze auf, bei denen jeweils eine
Fangstange 3 schwenkbar an einer festen Stange 2 an der Stelle
eines Gelenkes 4 angelenkt ist. Die Fangstange 3 kann in der
Öffnungsstellung und einer aufrechten Schließstellung
befindlich sein. In der aufrechten Schließstellung kann die Fangstange
durch eine nicht im einzelnen dargestellte
Fixierungsvorrichtung festgehalten werden.
-
Am oberen Ende wird die Fangstange 3 von einem langgestreckten,
U-förmigen Kanal in der Unterseite des oberen Profils 5
aufgenommen.
-
In der dargestellten Öffnungsstellung liegt die Stange 3 mit
einem Anschlag 7 der festen Stange 2 an. In der aufrechten,
geschlossenen Stellung liegt die Fangstange 3 mit einem
Anschlag 6 gegen die feste Stange 2.
-
Wie im einzelnen in Fig. 3 dargestellt, ist in der rohrförmig
ausgebildeten Fangstange 3 an der Stelle dieses Anschlags 6
eine Bohrung 9 angebracht, in die ein langgestrecktes Element 8
eingesteckt wird. Dieses langgestreckte Element besteht aus
flexiblem Material, beispielsweise gummiartigem Material.
Dieses langgestreckte Element 8 wird in geeigneter Weise
stückweise von einer Länge eines gummiartigen Profilmaterials
abgeschnitten. Dieses Profilmaterial ist kommerziell für
verschiedene Anwendungen verfügbar.
-
Nachdem das langgestreckte Element 8 in die Öffnung 9
eingesetzt ist, wird der Abschnitt der Wand des Rohres 3
benachbart zu dieser Öffnung 9 deformiert. Insbesondere werden die
gegenüberliegenden Wandabschnitte 10 zusammengequetscht. Dies
kann in einer Weise durchgeführt werden, die
selbstverständlich ist, beispielsweise mittels einer Presse. Infolge dieser
Deformation werden die Wandabschnitte 10 in den Kanal
eingepreßt, der durch die Bohrung 9 gebildet wird, wodurch das
langgestreckte Element 8 elastisch deformiert wird. Diese
Deformation führt zu einer großen Reaktionskraft, und dadurch
ergibt sich eine große Reibungskraft, so daß das langgestreckte
Element unlösbar mit dem rohrförmigen Körper 3 verbunden bleibt.
-
Der Futterzaun 12 gemäß Fig. 2 besitzt ebenfalls eine
Fangstange 13, die schwenkbar an einer festen Stange 15 angelenkt
ist. Diese Fangstange 13 ist am oberen Ende mit einem
doppelseitigen Anschlag 14 ausgerüstet, der im einzelnen in Fig. 4
dargestellt ist.
-
Im Rohr 13 befinden sich zwei gegenüberliegend angeordnete
Bohrungen 19 und 20, von denen ein langgestrecktes Element 18
aus flexiblem Material aufgenommen wird. Das Ende des Rohres 13
wird dann derart abgeflacht, daß die Wandabschnitte 21
aufeinander zu bewegt werden, wodurch das langgestreckte Element
18 fest in der vorbeschriebenen Weise eingeklemmt wird.
-
Das abgeflachte obere Ende der Fangstange 13 wird im
Futterzaun 12 in einem langgestreckten Kanal an der Unterseite des
oberen Profils geführt. Eine solche Konstruktion ist an sich
bekannt.
-
Im Falle des Futterzauns 12 wird die Fangstange 13, nachdem
die Bohrungen 19 und 20 darin eingebohrt sind, in der üblichen
Weise galvanisiert. Ein Schutz des Grundmaterials wird
hierdurch auch an der Stelle der Bohrungen 19 und 20
gewährleistet. Nach der Galvanisierung wird das langgestreckte Element
18 eingesteckt, und das Rohrende wird in an sich bekannter
Weise abgeflacht. Der durch die Galvanisierung erreichte Schutz
bleibt hierbei intakt.
-
Wie deutlich aus Fig. 4 ersichtlich, steht das langggestreckte
Element 18 auf beiden Seiten vor und bildet demgemäß eine
Endlagendämpfung auf beiden Seiten. Wie aus Fig. 2 ersichtlich,
wirkt die eine Seite mit der festen Stange 15 und die andere
Seite mit einem Vorsprung 16 zusammen, der am oberen Profil
des Zauns 12 angeordnet ist.
-
Der Durchmesser der Bohrungen 19 und 20 kann so groß gestaltet
werden, daß selbst bei einem maximalen Durchmesserabfall, der
als Folge der Galvanisierung zu erwarten ist, das langgestreckte
Element 18 immer noch durch die Bohrungen ohne Probleme
eingesteckt werden kann. Der Durchmesser dieser Bohrungen ist zum
Zwecke einer zuverlässigen Fixierung des langgestreckten
Elementes nicht kritisch.
-
Fig. 5 zeigt ein weiteres abgewandeltes Ausführungsbeispiel.
Der hierin dargestellte Anschlag 24 ist in dem Rohrkörper an
einer Zwischenlage angeordnet. Hier sind wieder zwei
gegenüberliegend angeordnete Bohrungen 26 und 27 vorgesehen, durch die
das langgestreckte Element 25 aus flexiblem Material
eingesteckt
wird. Danach werden die Wandabschnitte 28 des Rohres,
die den Bohrungen 26 und 27 benachbart sind, abgeflacht,
wodurch das langgestreckte Element 25 unlösbar im Rohr festgelegt
wird.
-
Obgleich die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
beschrieben wurde, das einen Futterzaun für Vieh betraf, so sind
doch zweifellos andere Anwendungen möglich. Die Erfindung ist
auch nicht beschränkt auf die Benutzung mit Rohren mit
abgerundetem Durchmesser. Es können quadratische oder auf sonstige
Weise geformte Rohre in Verbindung mit der Erfindung benutzt
werden. Die Gestalt des langgestreckten Elementes ist natürlich
auch nicht auf die dargestellte Form beschränkt. Es ist aus
Kostengründen zweckmäßig, das langgestreckte Element von einer
Profilstange aus gummiartigem Material abzuschneiden. Jedoch
könnten speziell gestaltete, langgestreckte Elemente benutzt
werden, die beispielsweise einen breiteren Kopf besitzen. Da,
wie oben erwähnt, der Durchmesser der Bohrungen, in die das
langgestreckte Element eingesteckt wird, nicht kritisch ist,
können langgestreckte Elemente auch mit einem Querschnitt
eingesteckt werden, der von der Kreisform abweicht. All' diese
Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung nicht dargestellt
sind, sollen in den Rahmen der beiliegenden Ansprüche fallen.