DE6928993U - Photographische kassettenkamera mit automatischer belichtungssteuerung - Google Patents
Photographische kassettenkamera mit automatischer belichtungssteuerungInfo
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Description
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Stuttgart, den 21„Juli 1969
P A T i N T A M W Ä L T E .
DR.-ING. V/O LFF1 H. BARTELS, /j/ö
DR. BRANDES, D R. -1 M G. H F. L D
STUTTGART-Η LANGE STRASSc 51
DR. BRANDES, D R. -1 M G. H F. L D
STUTTGART-Η LANGE STRASSc 51
Reg.-Nr. 122 013
Eastman Kodak Company, Rochester, Staat New York. Vereinigte Staaten von Amerika
Photographische Kassettenkamera mit automatischer Belichtungssteuerung
.
Die Erfindung betrifft eine photographische Kassettenkamera mit einer automatischen· Belichtungssteuerung, die
durch eine körperliche Verschlüsselung an der Filmkassette auf die Empfindlichkeit des Filmes einstellbar ist.
Die handelsüblichen, photoelektrischen Belichtungssteuerungen f bei denen Eelichtungsparameter, wie z.B. die
Verschlußgeschwindigkeit oder die Belichtungsöffnuno, in
Abhängigkeit von der Beleuchtung der aufzunehmenden Szene
geändert v/erden, haben im allgemeinen ein großes Sichtfeld. Das lichtempfindliche Bauteil, auf das die bekannten
BelichtungsSteuerungen ansprechen, ist im allgemeinen
so im Kameragehäuse angeordnet, daß die aufzunehmende Szeno
vom lichtempfindlichen Bauteil aus durch eine verhältnis-
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• . t · III!
mäßig großen Peldblende oder alternativ durch ein Weitwinkelobjektiv
gesehen wird. Dies rührt daher, daß die Empfindlichkeit der handelsüblichen lichtempfindlichen Bau- ■
teile,die in Kameras der mittleren Preisgruppe enthalten sindnicht
ausreichen, ihre Steueraufgabe zu erfüllen, wenn ihr Sicht feld verhältnismäßig klein ist. Mit anderen Worten.erfordert
die geringe Empfindlichkeit des lichtempfindlichen Bauteils die Benutzung eines großen Sichtfeldes, um dadurch
zu bewirkenj daß ein größerer Betrag von Licht auf das lichtempfindliche
Bauteil gerichtet wird, um das elektrische Ausgangssignal des lichteraof indlichen Bauteils auf ein brauchbares
Niveau zu heben.
Im allgemeinen umfaßt das interessierende, photographische
Objekt nur einen kleinen Teil des Sicht-feldes der Belichtungssteuerung.
Da das lichtempfindliche Bauteil in einer solchen Belichtungssteuerung im allgemeinen nicht Mittel
aufweist, um zwischen der Helligkeit des Hintergrundes und des Objektes zu unterscheiden, wird das von allen Teilen
des Din<7 - feldes kommende Licht durch das lichtempfindliche
Bauteil integriert und ergibt ein Ausgangssignal, das lediglich einen Mittelwert der Helligkeit des ganzen Dingfeldes
der Belichtungssteuerung repräsentiert. Ist der Hintergrund und das Objekt von vergleichbarer Helligkeit, dann
wird das photographische Material von beiden richtig belichtet. Wenn jedoch ein wesentlicher Unterschied zwischen der
Helligkeit des Hintergrundes und des Objektes besteht, dann überwiegt der Einfluß des Hintergrundes wegen seiner relativen
Größe und verursacht dadurch eine "Täuschung" der Belichtungssteuerung, deren Steuersignal dann mehr die Helligkeit des
Hintergrundes als die Helligkeit des Objektes repräsentiert.
Erfahrungsgemäß ist es bekannt, daß die Helligkeit eines
gewöhnlichen photographischen Objektes selten den Wert von
f ungefähr 2000 foot-lamberts selbst unter den hellsten
natürlichen Beleuchtungsverhältnisscn überschreitet.
Die Mindestöffnur.g, auf die die Öffnung eines Aufnahmeobjektivs
verringert werden muß, urn einen Film mit einer gegebenen FilniGmpfindlichkeit von einem Objekt maximaler
Helligkeit (2000 foot-loinberts) richtig zu belichten, kann
nach der folgenden Standard-Belichtungsgleichung ermittelt werden:
A2 / T = BS/K,
worin
A die B.lendenzahl
T die Belichtungszeit in Sekunden
B die Leuchtdichte in foot-lamberts
S die Filmempfindlichkeit in ASA (American Standards Association) - Einheiten und
K eine Belichtungskonstante eines Belichtungsmessers'
für reflektiertes Licht
bedeuten, deren Wert von den spezifischen Parametern des benutzten
photometrischen Systems abhängt.
Nimmt man z.B. eine Belichtungszeit von 1/30 Sekunde und eine Belichtungskonstante von-4,75 (ein vernünftiger Mittelwert
handelsüblicher Belichtungssteuerungen), dann ergibt sich als
Mindestöffnung,auf die die Öffnung des Aufnahmeobjektivs ve?-/
werden muß. urn
/ die richtige Belichtung eines Filmes mit einer Filmempfindlichkeit
ASA 25 durch ein Objekt maximaler Helligkeit zu erhalten, der Wert f/19. Wird ein Film mit der Empfindlichkeit
ASA 100 benutzt, dann ergibt sich als Mindestöffnung der Wert f/36, wenn die gleiche Belichtungszeit und die
gleiche Belichtungskonstante angenommen werden.
In manchen Fällen, z.B. wenn die Sonne direkt in das Bildfeld scheint oder in dieses reflektiert wird, wird die Hellig-
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Iceit des Hintergrundes 2000 foot-lamberts weit überschreiten,
so daß sich eine mittlere Helligkeit das gesamten
Dinqfeldes ergibt, die 2000 foot-lamberts überschreitet.
In solchen Fällen neigt die Belichtungssteuerung dazu, die Öffnung des Objektivs unter einen Wert zu verringern, der
erforderlich ist, um eine richtige Belichtung durch das interessierende Objekt zu erhalten, so daß eine Unterbelichtung
dieses Objektes bewirkt wird. Eine solche Unterbelichtung ist offensichtlich unerwünscht.
Der.Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine photographische
Kamera zu schaffen, bei der automatisch verhindert wird, daß die öffnung des Objektivs unter einen Mindestwert verringert
wird, bei den eine richtige Belichtung des erwartungsgemäß hellsten in Frage kommenden Objektes bei einer bestimmten
Filmempfindiichkeit gewährleistet ist.
Diese Aufgabe ist bei einer photographischen Kassettenkamera der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
daß ein durch die Verschlüsselung steuerbares Glied zum lindern des Belichtungsbereiches der Belichtungssteuerung
vorgesehen ist. Dadurch wird erreicht, daß der Belichtungsbereich der Belichtungssteuerung in Abhängigkeit von der die
Empfindlichkeit des in der Kassette enthaltenen Filmes angegebenen Verschlüsselung so geändert wird, daß bei extremen
BeiichtungsVerhältnissen die Belichtung stets so eingestellt
wird, daß sie der zu erwartenden extremen Beleuchtung des 2U photografierenden Objektes entspricht,
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, daß das Glied als Sperrglied für einen Blendenflügel mit langgestreckter, spitzzulaufender öffnung ausgebildet
ist, das den von einem lichtempfindlichen Bauteil
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gesteuerten Blendenflügel bei einem durch die Verschlüsselung
vorgegebenen Maximalwert der Szenenhelligkeit sperrt. Entspricht nun der vorgegebene Maximalwert der Ssenenhellig- '
keit der zu erwartenden größten Helligkeit eines photographischen Objektes, dann ist dadurch gewährleistet, daß auch bei
extrem hellem Hintergrund die wirksame Öffnung nur auf eine
solche Größe verringert v/erden kann, daß eine einwandfreie Belichtung des Objektes mit der zu erwartenden größten Helligkeit
hergestellt ist.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen
erläutert.
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Die Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht eines Teils
einer Kamera nach der Erfindung.
Die in der Zeichnung dargestellte Kamera weist ein Objektivteil ΙΟ, eine Belichtungssteuereinrichtung 15 und eine Kammer
20 zur Aufnahme einer Filmkassette 25 auf. Die Beuche
tungssteuereinrichtung 15 weist einen schematisch dargestellten
Belichtungsmesser 16 auf, der durch ein lichtempfindliches Bauteil 17 gesteuert wird, sowie einen Blendenflügel 18,
der kraftschlüssig schwenkbar mit dem Belichtungsmesser 16 verbunden ist und in Abhängigkeit von der auf das lichtempfindliche
Bauteil 17 auftreffenden Lichtmenge bewegt wird. Die
Flügelblende 18 weist eine langgestreckte, nach einer Seite spitz zulaufende Öffnung 19 auf, die so im Strahlengang des
Objektivteils 10 angeordnet ist, daß sie die effektive öffnung für das durch das Objektivteil 10 fallende Licht in Abhängigkeit
von der Helligkeit des aufzunehmenden Objektes ändert. Die Filmkassette 25 weist eine Öffnung 26 auf, durch
die ein Film mittels des durch das Objektivteil 10 fallenden Lichtes belichtet v/erden kann, sowie zwei nutartige Verschlüsselungen
27 und 28, die die Lichtempfindlichkeit bzw. die spektrale Farbempfindlichkeit des in der Filmkassette 25
enthaltenen Filmes indizieren. Im allgemeinen unterscheidet sihh die Nut 27 in ihrer Länge bei verschiedenen Filmkassetten
25 in Abhängigkeit von der Lichtempfindlichkeit des
in der Filmkassette 25 enthaltenen Filmes, und das Vorhandensein oder Kichtvorhandensein der Nut 28 indiziert die
Farbempfindlichkeit des Filmes, wobei die Hut 28 vorhanden ist, wenn der in der Filmkassette 25 enthaltene Film ein
Kunstlichtfilm ist.
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Gemäß der Erfindung ist ein FUhIglied 30 für die Lichtempfindlichkeit
des Filmes und ein bewegbares Sperrglied 40 vorgesehen. Das Fühlglied 30 ist am Kameragehäuse mittels eines
Stiftes 31 schwenkbar befestigt und wird durch eine Feder 32
im Gegenuhrzeiger?"nn zur Kammer 20 hin vorgespannt.
Ein nicht dargestellter Anschlag ist dazu vorgesehen, das. Fühlglied 30 in der in der Zeichnung dargestellten Lage zu
halten. Das Fühlglied 30 weist einen sich horizontal erstreckenden Nutfühler 33 auf, der mit der Nut 27 zusammenwirkt,
sowie eine seitlich abstehende Nase 34. Das Sperrglied 40 ist.am Kameragehäuse mittels eines Stiftes 41 schwenkbar
befestigt und weist zwei Arme 42 und 43 auf, die mit der Nase 34 des Fühlgliedes 30 bzw. einer Nase 18a des Blendenflügels
18 zusammenwirken. Der Arm 42 v/eist eine Nase 42a auf, die dann auf die Nase 34 einwirkt, wenn das Fühlglied
durch die Filmkassette 25 im Uhrzeigersinn geschwenkt wird. Dieser Vorgang bewirkt, daß das Sperrglied 40 dann im Gegenuhrzeigersinn
um den Stift 41 geschwenkt wird, wenn die Filmkassette 25 einen Film enthält, dessen Lichtempfindlichkeit
eine begrenzte Bewegung des Blendenflügels 18 erfordert, damit auch dann noch zweckmäßig belichtet werden kann, wenn
ein Objekt von großer Helligkeit aufgenommen werden soll. Der Arm 43 w^ist einen nach oben abstehenden Zahn 43a auf,
der dazu vorgesehen ist, an der Nase 18a des Blendonflügeis
18 anzugreifen und die Schwenkbewegung der Flügslblcndc 18 in einer Stellung aufzuhalten, die das gewünschte Mindestmaß
der Blendenöffnung für die Lichtempfindlichkeit des jeweiligen
Filmes festlegt.
Die Vorrichtung nach der Erfindung arbeitet folgendermaßen. Wenn die Filmkassette 25 einen Film mit einer Lichtemofindlichkeit
enthält, die am Ausgang des Belichtungssteuersystems 15 eine Korrektur erfordert, ist die Länge der Nut 27 so
ausgelegt, daß sie einan Eintritt des Nutfühlers 33 nicht zuläßt. Wenn die Filmkassette 25 also in die Kammer 20 eingelegt
wird,■stößt der Nutfühler 33 an die vordere Fläche
der Filmkassette 25 an und erteilt dabei dem Fühlglied 3O eine im Uhrzeigersinn gerichtete Drehbewegung. Diese Drehbev/egung
bewirkt, daß die Nase 34 au der Nase 42a des Sperrgliedes 40 angreift und dieses im Gegenuhrzeigersinn
dreht. Am Ende dieser im Uhrzeigersinn gerichteten Drehbewegung nimmt das Sperrglied 40 eine solche Lage ein, daß
sein Zahn 43a in der Bewegungsbahn der Nase 18a des Blendenflügels 18 steht. Wenn also die durchschnittliche Szenenhelligkeit
den zu erwartenden Höchstwert der Helligkeit des aufzunehmenden Gegenstandes übersteigt, schlägt die
Nase 18a am Zahn 43a an und kommt dort zur Ruhe. Durch diese Anordnung wird der Ausgang des Belichtungssteuersystems
korrigiert und die Blendenöffnung der Linse 10 wird nicht so verklein-ert, daß der aufzunehmende Gegenstand unterbelichtet
wird. Wenn die Nut 27 eine Größe hat, die anzeigt, daß die Lichtempfindlichkeit des Filmes die Benutzung des
Sperrgüedes 40 nicht erfordert, kann der Nutfühler 33 in
die Nut 27 eintreten, was zur Folge hat, daß das Fühlglied 30 und das Sperrglied 40 in ihrer in de1" Zeichnung dargestellten
Leoe verbleiben. In dieser Stellung kann der Blendenflügel
18 fr' '. über seinen ganzen Bereich schwenk η und
dabei die eingestellte Öffnung (f/Blendenzahl) der L^nse
auf einen Wert verringern, der durch das spitz auslaufende Ende der Öffnung 19 bestimmt wird.
Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel können ein abgestufter
Nutfühler 33 und eine abgestufte Hase 18a sra Blendenflügel
18 vorgesehen sein. Dadurch ist es möglich, Mindest.belichtungsöffnungen
für jede von vielen verschiedenen
Filmempfindlichkeiten vorzusehen, wie sie durch die Länge
der Nut 27 gekennzeichnet v;erden. Dies wird hierbei dadurch erreicht, daß das Sperrglied 40 so schv/enkbar gelagert · j
ist, daß es sich durch Anlage an der Nase 34 zunehmend im Uhrzeigersinn aus der Bahn der abgestuften Nase 18a
herausbewegt. - . .
Bei einer weiteren Abwandlung mit abgestuftem Nutfühler 33 ist anstelle der Nase 18a die Kante des Zahnes 4 3a in rechten
Winkeln zur Ebene des Sperrgliedes 40 abgestuft. In diesem Fall ist das Sperrglied 40, wie dargestellt, schwenkbar.
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Claims (6)
1) Photographische Kassettenkamera mit einer automatischen Belichtungssteuerung, die durch eine körperliche Verschlüsselung
an der Filmkassette auf die Empfindlichkeit des Filmes einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
ein durch die Verschlüsselung (27) steuerbares Glied (43, 43a) zum Ändern des Belichtungsbereiches der Belichtungssteuerung
vorgesehen ist,
2) Photographische Kassettenkamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Glied (4 3m 43?) zum Ändern des
Bereiches vorgesehen ist, um den die Belichtungsöffnung durch die Steuerung veränderbar ist.
3) Photographische Kassettenkamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Glied als Sperrglied [AO) für
einen Blendenflügel (18) mit langgestreckter, spitzzulaufender Öffnung (19) ausgebildet ist, das den von einem
lichtempfindlichen Bauteil (17) gesteuerten Blendenflügel
(18) bei einem durch die Verschlüsselung (27) vorgegebenen Maximalwert der Szenenhelligkeit sperrt.
4) Photographische Kassettenkamera nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fühler (30)
vorgesehen ist, der durch nine Feder (32) in einer ersten Stellung gehalten ist, in der er die Verschlüsselung
(27) der in die Kamera eingesetzten Kassette abtastet,
5) Photographische Kassettenkamera nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Fühler (30) schwenkbar gelagert ist.
6) Photographische Kassettenkamera nach Anspruch 3 lind
4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühler (30)
mit dem Sperrglied (40) zusammenwirkt und dieses in die Bahn des Blendenflügels (18) bewegt, wenn die Beleuchtung
der Szene den vorgegebenen Wert erreicht.
Applications Claiming Priority (1)
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1968
- 1968-07-22 US US746687A patent/US3537374A/en not_active Expired - Lifetime
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