DE69230781T2 - Haarentfernungsgerät mit verdrehender Wirkung - Google Patents
Haarentfernungsgerät mit verdrehender WirkungInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Epiliergerät mit einem Epilierglied, das Klemmelemente aufweist, um hintereinander aus der Haut herauswachsende Haare eingeklemmt zu halten und diese Haare aus der Haut herauszuziehen.
- Ein Epiliergerät der eingangs erwähnten Art ist aus dem US-Patent 4.575.902 bekannt. Das Epilierglied des bekannten Epiliergeräts ist mit einer Anzahl auf einer Antriebswelle befestigten Klemmscheiben und einer Anzahl Klemmplatten versehen, die zwischen den Klemmscheiben angeordnet sind und auf einer parallel zur Antriebswelle verschiebbaren und mitdrehbar mit den Klemmscheiben gekoppelten Hilfswelle befestigt sind. Während des Rotierens der Klemmscheiben werden die Klemmplatten gegen die Klemmscheiben gedrückt durch Verschiebung der Hilfswelle, so dass zwischen den Klemmscheiben und den Klemmplatten vorhandene Haare festgehalten und unter Rotation der Klemmscheiben und der Klemmplatten aus der Haut gezogen werden.
- Ein Nachteil des bekannten Epiliergeräts ist, dass der Prozess des Herausziehens der Haare aus der Haut schmerzhaft ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Epiliergerät der eingangs erwähnten Art zu verschaffen, mit dem der beim Herausziehen der Haare auftretende Schmerz in erheblichem Maße verringert wird.
- Das erfindungsgemäße Epiliergerät ist hierzu dadurch gekennzeichnet, dass das Epiliergerät mit Mitteln versehen ist, um die Haare um ihre Längsachse zu verdrehen, bevor das Epilierglied die Haare aus der Haut herauszieht. Durch Verwendung der genannten Mittel wird erreicht, dass die Haftung zwischen der Haarwurzel und dem Haarbalg aus dem das Haar herauswächst, und die Haftung zwischen dem Haar und der Haarwurzelscheide bereits teilweise oder vollständig unterbrochen ist, bevor das Haar von dem Epiliergerät aus der Haut herausgezogen wird. Auf diese Weise wird eine erhebliche Verringerung der notwendigen Ziehkraft erhalten, so dass das Ziehen entlang der Haut während des Herausziehens des Haars, das als unangenehm empfunden wird, weitgehend vermieden wird, und eine erhebliche Verringerung des auftretenden Schmerzes erreicht wird. Außerdem bewirkt die Verringerung der benötigten Ziehkraft, dass die Gefahr eines Haarbruchs beim Herausziehen der Haare wesentlich verringert ist.
- Eine spezielle Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, mit dem eine optimale Verringerung der benötigten Ziehkraft und des damit einhergehenden Schmerzes erreicht wird, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verdrehen der Haare die Haare zumindest fünf Mal vollständig um ihre Längsachse drehen, bevor das Epilierglied die Haare aus der Haut herauszieht.
- Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, das einen einfachen und kompakten Aufbau des Epiliergeräts verschafft, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Epilierglied die Mittel zum Verdrehen der Haare umfasst.
- Noch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts Epiliergerät, in dem das Epilierglied zumindest zwei Klemmelemente umfasst, die aus einer Einfangposition, in der eine Klemmfläche eines der Klemmelemente auf Abstand von einer Klemmfläche des anderen Klemmelementes liegt, in eine Klemmposition, in der die Klemmelemente über die Klemmflächen aufeinander eine Klemmkraft ausüben, untereinander verlagerbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmflächen der Klemmelemente in der Klemmposition aneinander entlang verschiebbar sind. Die gleitende Bewegung der Klemmfläche entlang einander in der Klemmposition verdreht die zwischen den Klemmflächen eingeklemmten Haare in praktischer und wirkungsvoller Weise.
- Eine besondere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, in dem die Klemmelemente von scheibenförmigen Klemmelementen gebildet werden, die relativ zu einem Gehäuse drehbar sind, sich quer zu einer Epilieröffnung des Gehäuses erstrecken und aus der Einfangposition in die Klemmposition untereinander verlagerbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die scheibenförmigen Klemmelemente in der Klemmposition zumindest zeitweilig unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeiten haben. Die Verwendung verschiedener Rotationsgeschwindigkeiten bewirkt in einfacher Weise, dass die Klemmflächen der Klemmelemente entlang einander in der Klemmposition gleiten, so dass die zwischen den Klemmflächen vorhandenen Haare verdreht werden, bevor sie herausgezogen werden.
- Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts ist dadurch gekennzeichnet, dass eines der Klemmelemente auf einer Antriebswelle befestigt ist, die relativ zum Gehäuse drehbar gelagert ist und in axialer Richtung verschiebbar ist, wäh rend das andere Klemmelement relativ zum Gehäuse frei drehbar gelagert ist. In dieser Ausführungsform, in der eine zeitweilige Differenz zwischen den Rotationsgeschwindigkeiten der scheibenförmigen Klemmelemente in einfacher Weise verschafft wird, erreichen die Klemmelemente die Klemmposition infolge einer Schiebebewegung der Antriebswelle. Die Rotationsgeschwindigkeiten der Klemmelemente sind nach Erreichen der Klemmposition zeitweilig unterschiedlich, wenn das auf der Antriebswelle befestigte Klemmelement bewirkt, dass das Klemmelement, das relativ zum Gehäuse frei gelagert ist, zu drehen beginnt.
- Es sei bemerkt, dass die europäische Patentanmeldung EP-A1-0.408.038 ein Epiliergerät mit zwei Klemmelementen beschreibt, in dem eines der Klemmelemente von einem Elektromotor angetrieben wird, während das andere Klemmelement relativ zu einem Gehäuse des Epiliergeräts drehbar gelagert ist. Die Beschreibung und die Zeichnung dieser Patentanmeldung geben jedoch nicht den geringsten Hinweis auf die Rotationsgeschwindigkeit des relativ zum Gehäuse drehbar gelagerten Klemmelements.
- Noch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts ist dadurch gekennzeichnet, dass das relativ zum Gehäuse frei drehbar gelagerte Klemmelement schüsselförmig ist und in axialer Richtung elastisch verformbar. Die Verwendung des schüsselförmigen und elastisch verformbaren Klemmelements führt zu einem allmählichen Aufbau der Klemmkraft zwischen den Klemmelementen nach dem Erreichen der Klemmposition, so dass ein allmählicher Aufbau der Rotationsgeschwindigkeit des relativ zum Gehäuse frei drehbar gelagerten Klemmelements erhalten wird und die Haare eine genügende Anzahl Male um ihre Längsachse verdreht werden.
- Eine spezielle Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, in dem eine zuvor bestimmte Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den scheibenförmigen Klemmelementen vorhanden ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass eines der Klemmelemente auf einer ersten Antriebswelle befestigt ist, während das andere Klemmelement auf einer zweiten Antriebswelle befestigt ist, die koaxial zur ersten Antriebswelle angeordnet ist, wobei eine der beiden Antriebswellen in axialer Richtung verschiebbar ist, während die Antriebswellen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten angetrieben werden können.
- Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, die einen einfachen und praktischen Aufbau hat, ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Antriebswellen mit nur einem Elektromotor angetrieben werden können.
- Noch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, in dem die Klemmelemente von Klemmscheiben gebildet werden, die relativ zu einem Gehäuse drehbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Klemmscheiben nichtkoaxiale Rotationsachsen haben und mittels in Umfangsrichtung gewellten Flächen, die unterschiedliche Anzahl Wellen haben, ineinandergreifen, wobei eine der beiden Klemmscheiben angetrieben werden kann. Nur eine der Klemmscheiben wird in dieser Ausführungsform des Epiliergeräts angetrieben, wobei eine ständige Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben erreicht wird, die durch die Differenz der Anzahl Wellen auf den Oberflächen der beiden Klemmscheiben festgelegt wird.
- Eine spezielle Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, in dem eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben erhalten wird, die ausreichend ist, um die Haare mindestens fünf Mal vollständig um ihre Längsachse zu verdrehen ist dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Klemmscheiben nur eine Welle mehr hat als die andere Klemmscheibe.
- Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, in dem das Epilierglied zumindest zwei scheibenförmige Klemmelemente umfasst, die relativ zu einem Gehäuse drehbar sind, sich quer zu einer Epilieröffnung des Gehäuses erstrecken und aus einer Einfangposition, in der eine Klemmfläche eines der Klemmelemente auf Abstand von einer Klemmfläche des anderen Klemmelementes liegt, in eine Klemmposition, in der die Klemmelemente über die Klemmflächen aufeinander eine Klemmkraft ausüben, untereinander verlagerbar sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass eines der Klemmelemente auf einer Antriebswelle befestigt ist, die relativ zum Gehäuse drehbar gelagert ist und in axialer Richtung verschiebbar ist, während das andere Klemmelement relativ zum Gehäuse frei drehbar gelagert ist, wobei die Mittel zum Verdrehen der Haare eine antreibbare Hilfsscheibe umfassen, die parallel zu den scheibenförmigen Klemmelementen angeordnet ist und die relativ zu dem drehbaren Klemmelement verlagerbar ist und zeitweilig auf dem frei drehbaren Klemmelement in der Klemmposition der Klemmelemente ruht. Wegen der genannten Hilfsscheibe kann das frei drehbare Klemmelement in der Klemmposition bei einer Rotationsgeschwindigkeit angetrieben werden, die sich von der des anderen Klemmelements während einer zuvor bestimmten Zeitdauer unterscheidet, und Haare können eine gewünschte Anzahl Male um ihre Längsachse verdreht werden, bevor sie herausgezogen werden.
- Noch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, die einen einfachen und kompakten Antrieb für die Hilfsscheibe verschafft, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsscheibe auf einer Hilfswelle befestigt ist, die parallel zu der Antriebswelle gerichtet ist und in axialer Richtung synchron zur Antriebswelle verschiebbar ist.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Epiliergeräts teilweise in Seitenansicht und teilweise im Querschnitt,
- Fig. 2a einen detaillierten Querschnitt einiger Klemmscheiben des Epiliergeräts von Fig. 1,
- Fig. 2b einen Querschnitt des Epiliergeräts entlang der Linie IIb-IIb in Fig. 2a,
- Fig. 3 schematisch, wie ein Haar zwischen zwei Klemmscheiben des Epiliergeräts von Fig. 1 verdreht wird,
- Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Epiliergeräts, teilweise in Seitenansicht und teilweise im Querschnitt,
- Fig. 5a einen detaillierten Querschnitt einiger Klemmscheiben und einer Hilfsscheibe des Epiliergeräts von Fig. 4,
- Fig. 5b einen Querschnitt des Epiliergeräts entlang der Linie Vb-Vb in Fig. 5a,
- Fig. 6a und 6b schematisch die Klemmposition einiger Klemmscheiben des Epiliergeräts von Fig. 4,
- Fig. 7 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Epiliergeräts, teilweise in Seitenansicht und teilweise im Querschnitt,
- Fig. 8 eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Epiliergeräts, teilweise in Seitenansicht und teilweise im Querschnitt und
- Fig. 9 einen Querschnitt der zusammenwirkenden Klemmflächen zweier Klemmscheiben des Epiliergeräts von Fig. 8, entlang der Umfangsrichtung an den Rändern der beiden Klemmscheiben.
- Die in Fig. 1 bis 3 gezeigte erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts ist mit einem Gehäuse 1 versehen, das eine Epilieröffnung 3 hat, die in einem Epilierkopf 5 des Gehäuses vorgesehen ist. In dem Epilierkopf 5 befindet sich ein Epilierglied 7, dem die zu epilierende Haut durch die Epilieröffnung 3 ausgesetzt werden kann.
- Wie Fig. 1 zeigt, ist das Epilierglied 7 mit einer Antriebswelle 9 aus Metall versehen, die parallel zur Epilieröffnung 3 angeordnet ist und die mit Hilfe von Lagerzapfen 11 und 13 in Lagerbuchsen 15 und 17 des Epilierkopfes 5 drehbar gelagert ist. Auf der Antriebswelle 9 ist eine Anzahl starrer Klemmscheiben 19 aus Metall befestigt, die sich quer zur Antriebswelle 9 und der Epilieröffnung 3 erstrecken. Das Epilierglied 7 umfasst weiterhin eine Anzahl Paare von schüsselförmigen Klemmscheiben 21a, 21b aus Metall, die in axialer Richtung flexibel sind, zwischen den starren Klemmscheiben 19 angeordnet sind und die, wie Fig. 2b zeigt, mit ringförmigen Klemmflächen 23a, 23b versehen sind. Wie in den Fig. 2a und 2b im Detail gezeigt wird, ist jedes Paar Klemmscheiben 21a, 21b an einem für das Paar gemeinsamen Kugellager 25 befestigt, mit dem das Paar Klemmscheiben 21a, 21b in einer Lagerhalterung 27 des Depilierkopfes 5 drehbar gehaltert wird.
- Fig. 1 zeigt weiterhin, dass die Antriebswelle 9 mit einem Zahnrad 29 versehen ist, das mit einer Ausgangswelle 33 eines Elektromotors über ein Zwischenrad 31 gekoppelt ist. Weiterhin ist eine Führungsscheibe 37 auf der Antriebswelle 9 befestigt, die relativ zur Antriebswelle 9 schief angeordnet ist und in einen am Gehäuse 1 befestigten Führungsstift 39 greift. Infolge der Verwendung der Führungsscheibe 37 und des Führungsstiftes 39 führt die von dem Elektromotor 35 angetriebene Antriebswelle im Betrieb eine kombinierte Rotations- und Translationsbewegung aus, wodurch die Lagerzapfen 11, 13 in axialer Richtung in die Lagerbuchsen 15, 17 gleiten. Der Hub der Translationsbewegung der Antriebswelle 9 ist eine Funktion der Schiefe der Führungsscheibe 37 relativ zur Antriebswelle 9. Die in Fig. 1 angedeutete Breite B&sub1; des Zahnrades 29 ist so, dass das Zahnrad 29 über den gesamten Hub der Antriebswelle mit dem Zwischenrad 31 im Eingriff bleibt.
- In der in Fig. 1 und 2a wiedergegebenen zentralen Lage des Epiliergliedes 7 liegen die Klemmscheiben 21a, 21b frei von den von dem Elektromotor 35 in Rotation betriebenen Klemmscheiben 19, und zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23a der Klemmscheiben 21 und zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23b der Klemmscheiben 21b befindet sich ein Haareinfangschlitz, in den in der Epilieröffnung 3 vorhandene Haare eindringen können (Einfangposition der Klemmscheiben 19, 21a, 21b). Die Klemmscheiben 21a, 21b führen im Allgemeinen in der Einfangposition keine Drehbewegung aus.
- Ausgehend von der mittleren Lage in Fig. 1 und 2a bringen eine weitere Rotation und Translation der Antriebswelle 9 die Klemmscheiben 19 mit den Klemmflächen 23a der Klemmscheibe 21a in Berührung, woraufhin zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23a unter elastischer Verformung der Klemmscheiben 21a eine Klemmkraft aufgebaut wird. Die Differenz zwischen den Rotationsgeschwindigkeiten der Klemmscheiben 19 und 21a ist zu dem Zeitpunkt, zu dem die Klemmscheiben 19 die Klemmscheiben 21a berühren, maximal. Die Differenz zwischen diesen Rotationsgeschwindigkeiten wird in kurzer Zeit beseitigt, weil die Klemmscheiben 21a bei einer weiteren Rotation und Translation der Antriebswelle 9 von den Klemmscheiben 19 in Rotation mitgenommen werden. Während der kurzen Zeitdauer, in der eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 19 und 21a auftritt, werden die Haare, die sich zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23a befinden, einige Male um ihre Längsachse verdreht. Das Verdrehen der Haare zwischen den Klemmscheiben 19 und 21a wird schematisch in Fig. 3 gezeigt. Wenn die Antriebswelle 9 das Ende ihres Hubs in axialer Richtung erreicht, erreicht die Klemmkraft zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23a ein Maximum, und die zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23a vorhandenen verdrehten Haare werden durch die Rotation der Antriebswelle 9 aus der Haut herausgezogen. Die Klemmscheiben 21a liegen anschließend wieder von den Klemmscheiben 19 frei, woraufhin die Klemmscheiben 21a innerhalb einer kurzen Zeitdauer infolge von Reibung in den Kugellagern 25 zum Stillstand kommen. Der oben beschriebene Prozess wiederholt sich, wenn die Klemmscheiben 19 anschließend mit den Klemmscheiben 21b in Berührung kommen.
- Die obige Beschreibung macht deutlich, dass die zwischen den Klemmscheiben 19 und 21a, 21b eingeklemmten Haare um ihre Längsachse verdreht werden, bevor sie aus der Haut gezogen werden. Verdrehen der Haare unterbricht die Haftung zwischen den Haarwurzeln und den Haarbälgen, aus denen die Haare herauswachsen, sowie die Haftung zwischen den Haaren und den Haarwurzelscheiden teilweise oder vollständig. Die zum Herausziehen der Haare aus den Haarbälgen und den Haarwurzelscheiden notwendige Kraft wird hierdurch erheblich verringert. Aus diese Weise wird erreicht, dass einerseits die Haut beim Herausziehen der Haare weniger weit mitgenommen wird, so dass das Epilieren weniger schmerzhaft ist. Andererseits ist die Gefahr eines Brechens von Haar während des Herausziehens der Haare, was bedeutet dass die Haarwurzel in dem Haarbalg verbleibt und das Haar weiterhin wächst, erheblich verringert, so dass das Epiliergerät ein gutes Epilierergebnis gibt. Es sei bemerkt, dass Tests erwiesen haben, dass Verdrehen der Haare an sich keine spezielle Schmerzempfindung mit sich bringt.
- Experimente haben gezeigt, dass die erforderliche Ziehkraft im Wesentlichen halbiert wird, wenn die Haare zumindest fünf Mal vollständig um ihre Längsachse verdreht werden, bevor sie herausgezogen werden. Die Anzahl Male, die die Haare verdreht werden, wird in dem Epiliergerät gemäß der ersten Ausführungsform durch die axiale Biegesteifheit der Klemmscheiben 21a und 21b und den axialen Hub der Klemmscheiben 19 bestimmt. Bei einer geringen axialen Biegesteifheit der Klemmscheiben 21a, 21b wird eine verhältnismäßig geringe Klemmkraft in der Klemmposition aufgebaut, aber in der Klemmposition bleibt relativ lange eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmscheiben 21a, 21b erhalten, so dass die Haare eine große Anzahl Male um ihre Längsachse verdreht werden. Es ist möglich, die Beziehung zwischen der Klemmkraft und der Anzahl Male, die die Haare verdreht werden, durch eine günstige Wahl der axialen Biegesteifheit der Klemmscheiben 21a, 21b zu optimieren. Die Verwendung der Klemmscheiben, die in axialer Richtung flexibel sind, bewirkt zudem, dass der Betrieb des Epiliergeräts durch Abmessungsungenauigkeiten und bei der Herstellung des Epiliergeräts auftretende Toleranzen kaum beeinflusst wird.
- Die in Fig. 1 bis 3 gezeigte Ausführungsform des Epiliergeräts hat ein Epilierglied, das die Mittel zum Verdrehen der Haare enthält, so dass eine kompakte Konstruktion des Depilierkopfes 5 erhalten wird. Wie aus der folgenden Beschreibung deutlich werden wird, werden weitere Mittel zum Verdrehen der Haare zusätzlich zu dem Epilierglied 7 in der zweiten Ausführungsform des in Fig. 4 bis 6 gezeigten Epiliergeräts verschafft.
- Das in Fig. 4 bis 6 dargestellte Epiliergerät umfasst auch ein Gehäuse 1 mit einer in einem Epilierkopf 5 vorgesehenen Epilieröffnung 3, durch die die zu epilierende Haut einem Epilierglied 7 ausgesetzt wird. Das Epilierglied 7 ist teilweise mit dem Epilierglied 7 der ersten Ausführungsform von Fig. 1 bis 3 identisch, so dass nur die abweichenden Merkmale im Weiteren besprochen werden sollen.
- Die zweite Ausführungsform des Epiliergeräts umfasst zusätzlich zum Epilierglied 7 eine Hilfswelle 41 aus Metall, die parallel zur Antriebswelle 9 angeordnet ist und die mit Lagerzapfen 43 und 45 in Lagerbuchsen 47 und 49 des Epilierkopfes 5 drehbar gelagert ist, so dass sie auch in axialer Richtung bewegt werden kann. Die Hilfswelle 41 hat eine Führungsscheibe 51 mit einer ringförmigen Rille 53, die in einer Ebene quer zur Hilfswelle 41 und der Antriebswelle 9 angebracht ist. Die Führungsscheibe 51 greift mit Hilfe der Rille 53 in eine auf der Antriebswelle 9 montierte Kupplungsscheibe 55, die sich senkrecht zur Antriebswelle 9 erstreckt und mit der die Antriebswelle 9 in axialer Richtung an die Hilfswelle 41 gekoppelt ist. Außerdem ist die Hilfswelle 41 mit einem Zahnrad 57 versehen, das einerseits in ein Zahnrad 59 der Antriebswelle 9 greift und andererseits mit einer Ausgangswelle 61 eines Elektromotors 63 gekoppelt ist. Auf der Ausgangswelle 61 ist auch eine Führungsscheibe 65 befestigt, die relativ zur Ausgangswelle 61 schief angeordnet ist und in die Führungsscheibe 51 der Hilfswelle 41 greift. Infolge der Verwendung der Kupplungsscheibe 55 und der Führungsscheibe 65 führen die Antriebswelle 9 und die Hilfswelle 41 kombinierte Rotations- und Translationsbewegungen aus, wobei die Translationsbewegungen synchron erfolgen.
- Wie Fig. 4 zeigt, hat die Hilfswelle 41 für jedes Paar Klemmscheiben 21a, 21b eine Hilfsscheibe 67 aus einem synthetischen Gummi. In der zentralen Lage des Epilierglieds 7 und der Hilfswelle 21, wie in Fig. 4 und Sa gezeigt, ruht jede Hilfsscheibe 67 auf den betreffenden Klemmscheibe 21a, 21b (siehe Fig. 5a und Sb), so dass die Klemmscheiben 21a, 21b durch die Rotation der Hilfsscheibe 67 mitgenommen werden. Dabei ist eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 21a, 21b und den Klemmscheiben 19 vorhanden, die durch die Anzahl Zähne der Zahnräder 57 und 59 bestimmt wird und durch das Durchmesserverhältnis zwischen den Hilfsscheiben 67 und den Klemmscheiben 21a, 21b.
- In der zentralen Lage der Antriebswelle 9 und der Hilfswelle 41, in Fig. 4 und 5a dargestellt, befinden sich die Klemmscheiben 19, 21a, 21b in der Einfangposition, und in der Epilieröffnung 3 vorhandene Haare können zwischen die Klemmscheiben gelangen. Nach einer weiteren Rotation und Translation der Antriebswelle 9 und der Hilfswelle 21, ausgehend von der zentralen Lage, berühren die Klemmscheiben 19 die Klemmflächen 23a der Klemmscheiben 21a, woraufhin eine Klemmkraft zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23a unter elastischer Verformung der Klemmscheiben 21a aufgebaut wird. Die in Fig. 4 angedeutete Breite B&sub2; der Klemmscheiben 67 ist so, dass die Klemmscheiben 67 zu dem Zeitpunkt, zu dem die Klemmscheiben 19 die Klemmscheiben 21a berühren, noch immer auf den Klemmscheiben 21 ruhen, so dass zu diesem Zeitpunkt die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 19 und 21a aufrechterhalten wird (siehe Fig. 6a). Die Hilfsscheiben 67 lösen sie erst von den Klemmscheiben 21b, wenn die Klemmkraft zwischen den Klemmscheiben 19 und 21a bereits, teilweise aufgebaut ist (siehe Fig. 6b). Auf diese Weise wird erreicht, dass die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 19 und 21a in der Klemmposition eine zuvor bestimmte Zeitdauer aufrechterhalten wird, so dass die Anzahl Male, die die zwischen den Klemmscheiben 19 und den Klemmflächen 23a eingeklemmten Haare um ihre Längsachse verdreht werden, genau bestimmt ist. In dem Moment, in dem die Hilfsscheiben 61 sich von den Klemmscheiben 21b lösen, werden die Klemmscheiben 21a, 21b durch die Rotation der Klemmscheiben 19 mitgenommen, woraufhin die Klemmkraft einen maximalen Wert erreicht und die verdrehten Haare durch die Drehung der Antriebswelle 9 aus der Haut gezogen werden. Die Hilfsscheiben 67 berühren wieder die Klemmscheiben 21b, bevor die Klemmscheiben 21a sich von den Klemmscheiben 19 lösen. Danach nehmen die Antriebswelle 9 und die Hilfswelle 41 wieder die zentrale Lage ein, woraufhin der oben beschriebene Prozess sich wiederholt, wenn die Klemmscheiben 19 anschließend die Klemmscheiben 21a berühren.
- In der zweiten Ausführungsform des oben beschriebenen Epiliergeräts wird die Anzahl, dass die Haare um ihre Längsachsen verdreht werden, durch die Breite b&sub2; der Hilfsscheiben 67 und die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 19 und 21a, 21b stimmt, so dass die Anzahl Male, dass die Haare um ihre Längsachsen verdreht werden, im Entwurfsstadium des Epiliergeräts durch eine günstige Wahl der Breite von b&sub2; und der genannten Geschwindigkeitsdifferenz optimiert werden kann. Aus dem Weiteren wird weiterhin deutlich, dass die Mittel zum Verdrehen der Haare die Hilfswelle 41 mit den Hilfsscheiben 67 zusätzlich zu dem Epilierglied 7 in der zweiten Ausführungsform umfassen.
- Die in Fig. 7 gezeigte dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts ist ebenfalls mit einem Gehäuse 1 und einer in einem Epilierkopf 5 des Gehäuses 1 vorhandenen Epilieröffnung 3 versehen. Die Haut wird durch die Epilieröffnung 3 einem Epilierglied 7 ausgesetzt, das mit einer ersten, starren Metallklemmscheibe 69 mit einer ringförmigen Klemmfläche 71 sowie mit einer zweiten Metallklemmscheibe 73 versehen ist, die in axialer Richtung flexibel ist und eine ringförmige Klemmfläche 75 hat. Die erste Klemmscheibe 69 wird auf einer ersten Antriebswelle 77 aus Metall befestigt, die mit Lagerzapfen 79 und 81 in Lagerbuchsen 83 und 85 des Epilierkopfes 5 drehbar gehaltert ist. Die zweite Klemmscheibe 73 ist auf einer zweiten, hohlen Antriebswelle 87 aus Metall befestigt, die konzentrisch um die erste Antriebswelle 77 angebracht ist. Die zweite An triebswelle 87 ist um die erste Antriebswelle 77 drehbar und kann in axialer Richtung entlang dieser Antriebswelle bewegt werden.
- Der Epilierkopf 5 umfasst weiterhin eine Hilfswelle 89, die mit Lagerzapfen 91 und 93 in Lagerbuchsen 92 und 97 des Epilierkopfes 5 drehbar gelagert ist. Die Hilfswelle 89 trägt nebeneinander ein erstes Zahnrad 99, das in ein Zahnrad 101 der ersten Antriebswelle 77 greift, ein zweites Zahnrad 103, das in ein Zahnrad 105 der zweiten Antriebswelle 87 greift, und eine Antriebsscheibe 107, die über einen Riemen 109 mit einer Ausgangswelle 111 eines Elektromotors 113 gekoppelt ist. Die Übersetzungsverhältnisse zwischen den Zahnrädern 99, 101, 103 und 105 sind so, dass die erste und die zweite Klemmscheibe 69 und 73 im Betrieb mit unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten von dem Elektromotor 113 angetrieben werden.
- Auf der zweiten Antriebswelle 87 ist weiterhin eine Führungsscheibe 115 befestigt, die s relativ zur zweiten Antriebswelle 87 schief angeordnet ist. Die Führungsscheibe 115 greift in einen Führungsstift 117, der an dem Epilierkopf 5 befestigt ist. Infolge der Verwendung der Führungsscheibe 115 und des Führungsstiftes 117 führt die zweite Antriebswelle 87 eine kombinierte Rotations- und Translationsbewegung aus, wodurch die zweite Klemmscheibe 73 relativ zur ersten Klemmscheibe 69 zwischen einer Einfangposition, in der ein Haareinfangsschlitz zwischen den Klemmscheiben 69 und 73 vorhanden ist, und einer Klemmposition, in der die Klemmscheiben 69 und 73 über die Klemmflächen 71 und 75 unter elastischer Verformung der zweiten Klemmscheibe 73 eine Klemmkraft aufeinander ausüben, in axialer Richtung verlagert wird.
- In dem Epiliergerät von Fig. 7 wird im Betrieb zwischen den Klemmscheiben 69 und 73 eine ständige Geschwindigkeitsdifferenz erreicht. Die Haare, die in der Einfangposition der Klemmscheiben 69 und 73 durch die Epilieröffnung zwischen die Klemmflächen 71 und 75 gelangen, werden zwischen den Klemmflächen 71 und 75 verdreht, nachdem sie die Klemmposition erreicht haben, und dann aus der Haut herausgezogen, wobei das Verdrehen sich fortsetzt. Es sei bemerkt, dass die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 69 und 73 nicht besonders groß zu sein braucht. Wenn angenommen wird, dass ein mittlerer Haardurchmesser ungefähr 0,1 mm ist, genügt bereits eine gegenseitige Verschiebung der Klemmflächen 71 und 75 von 1 bis 2 mm in der Klemmposition, um die Haare einige Male vollständig um ihre Längsachse zu verdrehen. Durch eine günstige Wahl der Übersetzungsverhältnisse zwischen den Zahnrädern 99, 101, 103 und 105 kann in einfacher Weise eine optimale Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 69 und 73 erreicht werden. Da die in der Klemmposition erforderliche Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 69 und 73 nur klein ist, bleibt der Verschleiß der Klemmflächen 71 und 75, der bei einem stationären Betrieb des Epiliergeräts auftreten kann, wenn keine Haare zwischen die Klemmflächen 71 und 75 gelangen, begrenzt.
- In dem in Fig. 7 gezeigten Epiliergerät, wird eine ständige Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 69 und 73 dadurch erreicht, dass die beiden Klemmscheiben 69 und 73 bei unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten angetrieben werden. Die vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Epiliergeräts, die in Fig. 8 und 9 gezeigt wird, umfasst, wie im Weiteren deutlich werden wird, auch zwei Klemmscheiben mit andauernd unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten. In dieser Ausführungsform wird jedoch nur eine der zwei Klemmscheiben angetrieben, während die andere Klemmscheibe durch die Rotation der angetriebenen Klemmscheibe mitgeführt wird.
- Ebenso wie die oben beschriebenen Epiliergeräte umfasst das in Fig. 8 und 9 gezeigte Epiliergerät ein Gehäuse 1 mit einer Epilieröffnung 3, die in einem Epilierkopf 5 des Gehäuses 1 vorgesehen ist, und Zugang zu einem Epilierglied 7 bietet. Das Epilierglied 7 ist mit einer ersten, starren Metallklemmscheibe 119 versehen, die eine Klemmfläche 121 hat, die sich entlang einem Umfang der Klemmscheibe 119 erstreckt, und mit einer zweiten, starren Metallklemmscheibe 123 mit einer Klemmfläche 125, die sich entlang einem Umfang der Klemmscheibe 123 erstreckt. Die Klemmscheiben 119 und 123 haben den gleichen Durchmesser, wobei die Klemmflächen 121 und 125 einander zugewandt sind. Die erste Klemmscheibe 119 ist auf einer Antriebswelle 127 aus Metall befestigt, die in einer Lagerbuchse 129 des Gehäuses 1 drehbar gelagert ist. Die Antriebswelle 127 ist unter einem Winkel von ungefähr 10º relativ zur Epilieröffnung 3 positioniert und mit einer Zahnscheibe 131 versehen, die von einem in dem Gehäuse 1 positionierten Elektromotor 135 über einen Zahnriemen 133 angetrieben wird. Wie Fig. 8 zeigt, ist die zweite Klemmscheibe 123 auf einer Lagerwelle 137 vorgesehen, die in einer Lagerbuchse 139 des Gehäuses 1 drehbar gelagert ist und unter einem Winkel von ungefähr 10º relativ zur Epilieröffnung 3 positioniert ist, ebenso wie die Antriebswelle 127. Die Klemmscheiben 119 und 123 haben so nichtkoaxiale Rotationsachsen 141 und 143. Die zweite Klemmscheibe 123 ist in axialer Richtung entlang der Lagerwelle 137 bewegbar, die mit Mitteln versehen ist, (in Fig. 8 und 9 nicht sichtbar), mit denen die zweite Klemmscheibe 123 in Rotationsrichtung relativ zur Lagerwelle 137 verriegelt wird. Zwischen einem an der Lagerwelle 137 befe stigten Flansch 145 und einem Kragen 147 der zweiten Klemmscheibe 123 ist um die Lagerwelle 137 herum eine Schraubenfeder 149 vorgesehen, die die zweite Klemmscheibe 123 gegen die erste Klemmscheibe 119 drückt, so dass die Klemmflächen 121 und 125 nahe der Epilieröffnung 3 aufeinander eine Klemmkraft ausüben.
- Wie in Fig. 8 und 9 gezeigt, sind die Klemmflächen 121 und 125 mit Oberflächen versehen, die in Umfangsrichtung Wellen aufweisen und über die die Klemmscheiben 119 und 123 unter Einfluss der mechanischen Schraubenfeder 149 ineinander greifen. Die Anzahl Wellen der ersten Klemmscheibe 119 beträgt fünf, während die Anzahl Wellen der zweiten Klemmscheibe 123 sechs ist. Infolge der Differenz zwischen den Anzahlen der Wellen der ersten Klemmscheibe 119 und der zweiten Klemmscheibe 123 hat die zweite Klemmscheibe 123 im Betrieb eine geringere Rotationsgeschwindigkeit als die erste Klemmscheibe 119.
- Aus Fig. 8 und 9 ist ersichtlich, dass zwischen den beiden Klemmscheiben 119 und 123 über einen Teil der Epilieröffnung 3 ein Haareinfangsschlitz vorhanden ist, in dem in der Epilieröffnung 3 vorhandene Haare eindringen können. Der genannte Haareinfangsschlitz wird, wie in Fig. 9 im Detail gezeigt wird, durch den zwischen dem Klemmflächenabschnitt 153 der Klemmscheibe 119 und dem Klemmflächenabschnitt 155 der Klemmscheibe 123 vorhandenen Raum 151 gebildet, der nahezu parallel zum Klemmflächenabschnitt 153 liegt. Ausgehend von der in Fig. 9 dargestellten Position der Klemmscheiben 119 und 123 kommen die Klemmflächenabschnitte 153 und 155 bei weiterer Rotation der Klemmscheiben 119 und 123 in der in Fig. 9 angedeuteten Richtung miteinander in Berührung, wobei zwischen den Klemmflächenabschnitten 153 und 155 vorhandene Haare eingeklemmt gehalten werden und unter dem Einfluss der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Klemmscheiben 119 und 123 um ihre Längsachsen verdreht werden. Anschließend werden die Haare durch die Drehung der Klemmscheiben 119 und 123 aus der Haut herausgezogen.
- In dem Epiliergerät von Fig. 8 und 9 wird die Anzahl Male, die die Haare um ihre Längsachsen verdreht werden, unter anderem durch die Anzahl Wellen der beiden Klemmflächen 121 und 125 bestimmt, wobei eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den beiden Klemmscheiben 119 und 123 erzeugt wird, die ausreicht, die Haare fünf Mal vollständig um ihre Längsachse zu verdrehen, wenn die Differenz zwischen der Anzahl Wellen der beiden Klemmflächen 121 und 125 gleich eins ist. Ein Vorteil des Epiliergeräts ist außerdem, dass das Epiliergerät während einer vollständigen Umdrehung der Klemmscheiben 119, 123 mehrere Male effektiv wirksam ist, weil die parallelen Klemmflächenabschnitte 153 und 155 jedes Paares zusammenwirkender Wellen, das die Epilieröffnung passiert, am Epilierprozess teilnehmen.
- Es sei bemerkt, dass die zum Verdrehen der Haare vorhandenen Mittel in der ersten, dritten und vierten Ausführungsform des oben besprochenen Epiliergeräts mit dem Epilierglied 7 integriert sind. Die Erfindung ist jedoch nicht auf Epiliergeräte beschränkt, in denen das Epilierglied 7 die Mittel zum Verdrehen der Haare umfasst. So umfasst die zweite Ausführungsform des oben besprochenen Epiliergeräts außer dem Epilierglied 7 mit den Klemmelementen 19, 21a und 21b weitere Mittel zum Verdrehen der Haare (Hilfswelle 41 mit Hilfsscheiben 67). Weiterhin können die Verdreh- und Epilierfunktionen des Epiliergeräts auch vollständig getrennt sein, indem das Epiliergerät mit einem gesonderten Torsionsglied zusätzlich zu dem Epilierglied versehen ist und mit einer mechanischen Kopplung zum Koppeln der Funktionen des Torsionsgliedes und des Epiliergliedes miteinander. Dies führt jedoch im Allgemeinen zu einem komplizierten Aufbau des Epiliergeräts.
- Die Haare werden vorzugsweise von dem Epiliergerät zumindest fünf Mal um ihre Längsachse verdreht, um eine maximale Verringerung der benötigten Ziehkraft zu erreichen. Es sei bemerkt, dass auch bei weniger häufigem Verdrehen der Haare bereits eine größere Abnahme der Ziehkraft und eine Verringerung des auftretenden Schmerzes konstatiert worden ist. Es sei weiterhin bemerkt, dass eine Zunahme der Zerreißfestigkeit der Haare in Ziehrichtung gefunden wurde, wenn die Haare fünf oder mehr Male um ihre Längsachsen verdreht werden. Das Risiko eines Haarbruches während des Herausziehens der Haare wird infolge dieser Zunahme weiter verringert.
- Weiterhin wird bemerkt, dass die Klemmelemente in der oben beschriebenen Ausführungsform von Klemmscheiben gebildet werden. Die Erfindung beschränkt sich jedoch nicht auf Epiliergeräte mit scheibenförmigen Klemmelementen, sondern umfasst im Allgemeinen auch Epiliergeräte, die mit zusammenwirkenden Klemmelementen anderer Art versehen sind, wie beispielsweise scheibenförmigen Klemmelementen mit Fenstern oder Klemmelementen, wie sie in dem französischen Patent 667.265 beschrieben werden. Weiterhin kann die Erfindung auch auf Epiliergeräte angewendet werden, die mit schwenkbaren Klemmscheiben anstelle von axial verschiebbaren Klemmscheiben versehen sind. Bei der erstgenannten Art von Epiliergeräten wird jedoch im Allgemeinen ein komplizierterer Aufbau des Antriebs der Klemmscheiben verwendet werden müssen.
- Weiter sei bemerkt, dass in der zweiten Ausführungsform des Epiliergeräts anstelle der axial verlagerbaren Hilfsscheiben 67 auch Hilfsscheiben verwendet werden können, die quer zur Antriebswelle 9 verlagerbar sind. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Hilfsscheiben 67 relativ zur Hilfswelle 41 exzentrisch angebracht werden.
- Schließlich sei bemerkt, dass die Epiliergeräte gemäß der dritten und vierten Ausführungsform jeweils nur zwei Klemmscheiben umfassen. Im Allgemeinen ist es technisch nicht so einfach, in diesen Epiliergeräten die Anzahl von Scheiben in axialer Richtung zu erhöhen. Es ist jedoch möglich, in diesen Epiliergeräten eine Anzahl identische Epilierglieder 7 nebeneinander anzuordnen.
Claims (13)
1. Epiliergerät mit einem Epilierglied, das Klemmelemente aufweist, um
hintereinander aus der Haut herauswachsende Haare eingeklemmt zu halten und diese Haare
aus der Haut herauszuziehen, dadurch gekennzeichnet, dass das Epiliergerät mit Mitteln
versehen ist, um die Haare um ihre Längsachse zu verdrehen, bevor das Epilierglied die
Haare aus der Haut herauszieht.
2. Epiliergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum
Verdrehen der Haare die Haare zumindest fünf Mal vollständig um ihre Längsachse drehen,
bevor das Epilierglied die Haare aus der Haut herauszieht.
3. Epiliergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Epilierglied die Mittel zum Verdrehen der Haare umfasst.
4. Epiliergerät nach Anspruch 3, in dem das Epilierglied zumindest zwei
Klemmelemente umfasst, die aus einer Einfangposition, in der eine Klemmfläche eines der
Klemmelemente auf Abstand von einer Klemmfläche des anderen Klemmelementes liegt,
in eine Klemmposition, in der die Klemmelemente über die Klemmflächen aufeinander
eine Klemmkraft ausüben, untereinander verlagerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass
die Klemmflächen der Klemmelemente in der Klemmposition aneinander entlang
verschiebbar sind.
5. Epiliergerät nach Anspruch 4, in dem die Klemmelemente von
scheibenförmigen Klemmelementen gebildet werden, die relativ zu einem Gehäuse drehbar sind, sich
quer zu einer Epilieröffnung des Gehäuses erstrecken und aus der Einfangposition in die
Klemmposition untereinander verlagerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die
scheibenförmigen Klemmelemente in der Klemmposition zumindest zeitweilig unterschiedliche
Rotationsgeschwindigkeiten haben.
6. Epiliergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eines der
Klemmelemente auf einer Antriebswelle befestigt ist, die relativ zum Gehäuse drehbar
gelagert ist und in axialer Richtung verschiebbar ist, während das andere Klemmelement
relativ zum Gehäuse frei drehbar gelagert ist.
7. Epiliergerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das relativ zum
Gehäuse frei drehbar gelagerte Klemmelement schüsselförmig ist und in axialer Richtung
elastisch verformbar.
8. Epiliergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eines der
Klemmelemente auf einer ersten Antriebswelle befestigt ist, während das andere
Klemmelement auf einer zweiten Antriebswelle befestigt ist, die koaxial zur ersten Antriebswelle
angeordnet ist, wobei eine der beiden Antriebswellen in axialer Richtung verschiebbar ist,
während die Antriebswellen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten angetrieben werden
können.
9. Epiliergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden
Antriebswellen mit nur einem Elektromotor angetrieben werden können.
10. Epiliergerät nach Anspruch 4, in dem die Klemmelemente von
Klemmscheiben gebildet werden, die relativ zu einem Gehäuse drehbar sind, dadurch
gekennzeichnet, dass die beiden Klemmscheiben nichtkoaxiale Rotationsachsen haben und mittels
in Umfangsrichtung gewellten Flächen, die unterschiedliche Anzahl Wellen haben,
ineinandergreifen, wobei eine der beiden Klemmscheiben angetrieben werden kann.
11. Epiliergerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine der
beiden Klemmscheiben nur eine Welle mehr hat als die andere Klemmscheibe.
12. Epiliergerät nach Anspruch 1 oder 2, in dem das Epilierglied zumindest zwei
scheibenförmige Klemmelemente umfasst, die relativ zu einem Gehäuse drehbar sind, sich
quer zu einer Epilieröffnung des Gehäuses erstrecken und aus einer Einfangposition, in der
eine Klemmfläche eines der Klemmelemente auf Abstand von einer Klemmfläche des
anderen Klemmelementes liegt, in eine Klemmposition, in der die Klemmelemente über die
Klemmflächen aufeinander eine Klemmkraft ausüben, untereinander verlagerbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass eines der Klemmelemente auf einer Antriebswelle befestigt ist,
die relativ zum Gehäuse drehbar gelagert ist und in axialer Richtung verschiebbar ist,
während das andere Klemmelement relativ zum Gehäuse frei drehbar gelagert ist, wobei die
Mittel zum Verdrehen der Haare eine antreibbare Hilfsscheibe umfassen, die parallel zu den
scheibenförmigen Klemmelementen angeordnet ist und die relativ zu dem frei drehbaren
Klemmelement verlagerbar ist und zeitweilig auf dem frei drehbaren Klemmelement in der
Klemmposition der Klemmelemente ruht.
13. Epiliergerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
Hilfsscheibe auf einer Hilfswelle befestigt ist, die parallel zu der Antriebswelle gerichtet ist und
in axialer Richtung synchron zur Antriebswelle verschiebbar ist.
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